OTTO setzt auf Blogs mit Modeexperten

22.07.2008 von  
Kategorie: Best Practise

Mit seiner “eShopping 2.0″-Initiative setzt OTTO auf die Macht der Blogs. Der Blog ist ein gutes Beispiel, wie man mit mit Web 2.0 Features effizient Branding und Entertainment verbindet. Mit Mahret Kupka und Kathrin Leist wurden zwei Modeprofis engagiert und die beiden lässt man im Auftrag von OTTO bloggen.

Unter www.twoforfashion.de (auch erreichbar über www.otto.de) berichten die beiden Modeexpertinnen direkt aus den Fashion- und Lifestylemetropolen Hamburg, Berlin und New York. Geschmückt wird der Blog noch mit Kommentaren aus ihrer persönlichen Perspektive über Erlebnisse bei OTTO-Fotoshootings und den Austausch mit OTTO-Designern und -Einkäufern. User erhalten zudem Einblicke hinter die Kulissen von OTTO und die Welt der Mode durch Gastbeiträge von OTTO-Mitarbeitern – und werden durch Votings zu Mode-Themen aktiv mit eingebunden.

“Die Emotionalisierung des Online-Shoppings und die Einbindung der User ist einer der strategischen Pfeiler unserer Innovationsoffensive eShopping 2.0″, erläutert Dr. Rainer Hillebrand, Sprecher des OTTO-Vorstands und verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Marketing und E-Commerce, die Ziele des Blogs. “Mit diesem Branded-Entertainment-Projekt bieten wir unseren Usern spannende und hochaktuelle Einblicke in die Fashion-Szene, in unser Unternehmen und natürlich jede Menge Inspiration.”

Mit dem Blog werden vorwiegend zwei strategische Ziele verfolgt: die emotionale Bindung an die Marke OTTO oder die Gewinnung neuer Zielgruppen. “Ein echter redaktioneller Mehrwert für den User kann aber nur durch eine unabhängige und authentische Berichterstattung generiert werden. Deshalb liefern die beiden Bloggerinnen von Two for Fashion Textbeiträge, Videos, Fotos und Insider-Berichte zu einer Vielzahl von Mode-Themen innerhalb und außerhalb unseres Unternehmens”, macht der OTTO-Vorstandssprecher den inhaltlichen Anspruch des Blogs deutlich.

Das Vertrauen in die Online-Plattformen des Unternehmens schaffen dabei diverse Zertifikate. So wird die Sicherheit beim Einkauf auf www.otto.de bestätigt durch die TÜV SÜD Gruppe und der Online-Shop zertifiziert mit dem begehrten Prüfsiegel S@fer-Shopping.

Der Erfolg der webstrategischen Bemühungen von OTTO bestätigt sich seit gut einem Jahr. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bescheinigt www.otto.de wie schon im Jahr davor die Spitzenposition als umsatzstärkster deutscher Onlineshop in den Segmenten Möbel, Küchen und Matratzen. Das GfK-Ranking nach Gesamtumsatz über alle Warengruppen positioniert www.otto.de als Deutschlands umsatzstärksten Online-Anbieter hinter eBay und Amazon. Im vergangenen Jahr wurde www.otto.de vom Internet-Publikum mit dem “OnlineStar 2007″ in der Rubrik Mode und Lifestyle ausgezeichnet und zum wiederholten Male zur “Beliebtesten Website 2007″ gewählt.

Spot On!
Wer eine erfolgreiche Strategie einsetzen will, sollte nicht nur auf eigene Kräfte und Expertise vertrauen. Der Input externer Ressourcen bietet neue Ein- und Ansichten für den Kunden in das Unternehmen und macht das Unternehmen ‘greifbar’. Der Kunde fühlt sich nicht mehr als ‘außenstehender Geldgeber’ sondern als derjenige, dessen Wissen über die Branche erwünscht wird und der die Branche mitgestalten kann. Vertrauen schafft was ‘offenkundlich’ verbindet – nicht was das Unternehmen als Referenz angibt.

Kundenfeedback in der Internetwelt – präventiv gedacht

Mit Web 2.0 Features hat der Kunde viel Macht bekommen, sich bei Unternehmen positiv wie negativ zu äußern. Die Sache hat aber zwei Haken für die Unternehmen.

Zum einen benötigt man bei dem zahlreichen Feedback über das Internet viel Personal zur Be- bzw. Auswertung dessen, was der Kunde an die Unternehmen adressiert. Doch in den meisten Firmen sind die Budgets nicht proportional mit den Customer Service Anforderungen gestiegen, die sich aus Web 2.0 Features ergeben haben. Zum anderen ‘liegt’ Feedback der Kunden physisch nicht immer auf eigenen Ressourcen oder Servern sondern auf Meinungsportalen, YouTube und sonstigen Multiplikationsformaten.

Animiert zu diesem Post hat mich das Beispiel des Comcast Technikers, der in kürzester Zeit schlafend in USA zu Rum und Ehre gelangte.

Die Sache ist nun auf YouTube und hat natürlich noch einige Nachahmer gefunden, die ebenfalls mit dem Service dieser, als auch anderer Firmen, nicht ganz einverstanden waren.

Stellt sich also die Frage, wie geht man mit Feedback heute um: Wer versucht, über YouTube solche Videos löschen zu lassen, zieht vermutlich noch mehr Aufmerksamkeit (über die Presse) auf sich. Gut für die zahlreiche Nennnung des Brands, schlecht für das Image… Um heutige Kundenfeedbacks zeitgemäß zu bewerten, kann man sich nachfolgende Fragen stellen.

Grundfrage: Wie behandelt man Kunden?
Naja, das Videobeispiel ist sicherlich kein Vorbild. Hier wären präventiv zwei verschiedene Rechtfertigungsschreiben in verschiedenen Varianten aufzusetzen: mal für Neukunden, mal für bestehende Kunden. Für alle, die das nicht machen wollen, gilt die ‘alte Regel’ als Präventivmassnahme schlechthin: Behandeln Sie ihre Kunden wie Sie selbst behandelt werden wollen. das ist günstig, ist fair, ist im Trend.
Und wird als Referenz genommen, die dem Unternehmen eine Sympathievorsprung liefert. Früher wie heute die beste und effizienteste Massnahme für Kundenfeedback. Fragen Sie sich aber ehrlich, ob ihr Unternehmen diese Regel beachtet…

Kann ein Unternehmen jedem Feedback heutzutage noch nachgehen?
Eigentlich nicht nötig! Das gesamte, auf Unternehmen einströmende Feedback ist zwar zu orten, aber nicht auf alles kann und muss man reagieren. Allein die Stellen ausfindig zu machen (Meinungsportale, Blogs,
etc.), wo Meinungen bzw. Feedback von Kunden gepostet wird, kostet viel Zeit und Geduld – egal ob Sie Großunternehmen oder Mittelständler sind! Und Personal ist teuer. Präventives Vorgehen ist empfehlenswert: Sobald Feedback gesichtet wird, welches z.B. nicht in FAQs oder Infoblättern behandelt wird, diese sofort updaten! Kritisierendes Feedback, welches dem Ruf des Unternehmen schaden kann, sofort direkt und persönlich ‘entkräften’. In schwerwiegenden Fällen idealerweise mit einer Stellungnahme in Pressemeldungen. Übers Web ist es sofort aktuell und für alle Kunden verfügbar.

Muss man die wichtigsten Kunden segmentieren?

Auf jeden Fall! Kommt der meiste Umsatz ihres Unternehmens von wenigen Kunden, so sollte diesen Kunden besondere Aufmerksamkeit zukommen. Aber versuchen Sie auch hier die präventive Strategie einzusetzen: Große Kunden sind oft nicht die, die sofort ihre Meinung kundtun. Fragen Sie nach der Meinung, bevor diese auf einmal an einer Stelle auftaucht, die ihnen vielleicht gar nicht ins Konzept passt: z.B. beim Mitbewerber. Ihre Vertriebsmannschaft wird wissen, welche Kunden Probleme machen können und welche nicht. Vergessen Sie dabei nicht das Parento Prinzip: 20% aller Fälle verursachen 80% der Auswirkungen. Manche Kunden geben ihre Meinung gern und auch zu anderen Themen ab. Eine konkrete Suche hierzu, kann vor bösen Überraschungen bewahren.

Kann ein Feedback neue strategische Ansätze liefern?

Ja, unbedingt! Jedes Business hat eine Berechtigung, sobald es im Markt ist und Kunden hat, die sich äußern. Polarisierende Welten sind die Basis jeder Faszination. Diese Faszination wird aber manchmal nicht als die Zukunft gesehen. In seinem Buch ‘The ten faces of innovation‘ schreibt Tom Kelley: ‘Customers don’t envision the future, they inform the present.’ Die Zukunft einzuleiten und den Kunden dorthin zu führen, ist immernoch die Aufgabe ihres Managementteams.

Wie wertvoll kann ein Feedback sein?

Sehr wertvoll! Nehmen wir mal Red Bull als Beispiel. Hätte Dietrich Mateschitz vor Jahren auf eine Marktforschungsfirma gehört, hätte Red Bull nicht einen neuen Markt geschaffen. Das Mafounternehmen fand damals heraus, dass weder der Geschmack, noch das Logo, noch das Brand vielversprechend für einen Markteintritt sei. Die Marktforschung war eine Präventivmassnahme – über die aber auch nochmal nachgedacht werden musste: Wo kommt ein Drink an, der nicht ‘attraktiv’ schmeckt, aber den Kunden einen Kick gibt? In Bars und Diskotheken, die ein Getränk zum Szenedrink machen und hohe Nettogewinne versprechen. Manchmal erfordert Kundenfeedback eben auch ein präventives Umdenken, um neue Märkte zu ermöglichen.

Spot On!
Jeder Manager weiß, wie man Kunden behandelt und wie man mit Kunden Feedback umgeht. Nur früher gab es nicht soviele Multiplikatoren, die Kundenfeedback zugänglich machten. Dafür sollte man sich heute eine kleine Präventivstrategie zulegen…

Leadership Zitate

Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf den Erfolg wartet. Thomas A. Edison, Amerikanischer Erfinder (*1847-1931)

Das Internet ist jetzt eine lebenswichtige, weltweite Infrastruktur von allgemeinem Interesse und muss als solche behandelt werden. (Eric Besson, französischer Staatssekretär, *1958, will jeden Haushalt mit einem Internet-PC ausstatten und initiiert Konjunkturprogramm)

Probier viel. Und wenn Du scheiterst: Mach’s möglichst billig. (Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender Bertelsmann, *1958 zu seiner Internet-Strategie)

Deutschland muß sofort seine Kleiderordnung ändern, wenn es Teil des Internet-Zeitalters sein will. (Scott McNealy, Vorstandsvorsitzender SUN Microsystems, *1954)

Befehle bellen ist out. Neugier, Initiative und Phantasie sind in.
(Tom Peters, amerik. Unternehmensberater*1942)

Die Strategie ist eine Ökonomie der Kräfte. (Carl von Clausewitz, 1780-1831)

Strategisches Planen ist wertlos – es sei denn, man hat zuerst einmal eine strategische Vision. (John Naisbitt, *1930)

Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben. Das ist: nichts unternommen zu haben. (Franklin D. Roosevelt, 1882-1945)

Der beste Manager lehrt seine Mitarbeiter nicht, wie sie denken sollen, sondern dass sie denken müssen. Daniel Goeudevert, Französischer Automanager und Berater (*1942)

Die Welt der 10 Tipps

10 Empfehlungen für Incentives, wie mehr Online-User an Promotions teilnehmem…

10 Wege den Wert eines Webangebotes zu vernichten

10 Tipps für richtiges Business-Networking

10 Tipps für die Einführung von Enterprise-Wikis

Studie: Unternehmen setzen auf Web 2.0

Die Studien zur Beliebtheit von Web 2.0 in Unternehmen häufen sich. Dementsprechend beleuchten wir zukünftig nur noch die Fakten, die wirklich neu sind.

Die neusten Ergebnisse kommen vom Bitkom in Zusammenarbeit mit Oracle, an der über 400 Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen teilgenommen haben.

Web-2.0-Technologien bewegen die Unternehmen immer mehr: Mehr als 50% der deutschen Unternehmen haben schon Blogs, Wikis oder soziale Netzwerke im Einsatz – diese Technologien werden bei 60% künftig weiter ausgebaut. “Die ursprünglich im privaten Bereich eingesetzten neuen Technologien wie Blogs haben den Sprung in die Unternehmen geschafft”, bestätigt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Die Erfahrungen von fast 70% der befragten Unternehmen bestätigen dabei den Einsatz von Blogs, Wikis, etc.: die Technologien besetzen einen festen Platz in den Prozessen der Unternehmen und die Produktivität der Unternehmen wird erhöht. Markttrends sind schneller auszumachen, die Reaktionszeit darauf und die generelle Recherche der Unternehmen ist einfacher und schneller.

Chris Brogan weißt in seinen 50 Tipps für Social Media unter Punkt 16 hin, dass es einen positiven Nebeneffekt gibt, wenn man Mitarbeiter einbindet. Die Studie erweitert dies noch: Die Mitarbeiter setzen sich aktiv mit der Unternehmens-IT auseinander. “Gerade jüngere, technikaffine Mitarbeiter erwarten Kommunikations- und Kollaborationsformen, die sie aus ihrem Umfeld kennen”, sagt Scheer.

Spot On!

Die Einführung von Web2.0 Features erfordert aber auch ausreichend Wissen über dessen Vorteile. Wer Sicherheitsrisiken befürchtet oder wem Aufwand und Nutzen in keinem logischen Verhältnis stehen, der sollte vor der Einführung von Web 2.0 in die Webstrategy des Unternehmens nochmal einen Experten befragen.

PS: Die “Know Tech 2008″ liefert tiefere Einblicke in die Studienergebnisse.

Chris Brogan: Wie Social Media ihr Marketing verbessert…

Wenn ein Experte den Titel ‘Vice President of Strategy & Technology’ führt und in Amerika als einer der Social Media Experten angesehen wird, kann man davon ausgehen, dass der Mann sein Business versteht: Chris Brogan arbeitet für CrossTechMedia – eine Firma, die Unternehmen und Organisation hinsichtlich neuster Webtechnologien, Trends und Business Beziehungen berät.

Vor ein paar Tagen bin ich auf Chris Brogans Seite gestossen und habe mich entschlossen, die Tipps von ihm zu übersetzen. Jeder Manager sollte sich diese gut durchlesen, wenn er Social Media für seine Webstrategie nutzt. Let’s go!

  1. Fügen sie Social Bookmark Links zu ihren wichtigsten Webseiten hinzu und/oder Blog Posts, um ihren Austausch zu verbessern.
  2. Erstellen sie Blogs und lehren Sie dialogorientiertes Marketing und Business Beziehungen fördernde Techniken.
  3. Stellen sie sicher, dass für jedes eingekaufte Video Projekt eine einbaubare Webversion für idealen Austausch existiert.
  4. Lernen sie wie Tagging und andere Metadaten ihre Möglichkeiten verbessern, die Verteilung ihrer Informationen suchen und messen zu können.
  5. Erstellen sie aussagekräftige Podcasts über die gesamte Reichweite eines Produktes, nicht nur das Produkt an sich.
  6. Bauen sie Community Plattformen um reale Communities mit verbindenden Interessen.
  7. Helfen sie Firmen an existierenden Social Networks teilzunehmen und bauen sie Beziehungen auf deren Terrain.
  8. Versuchen sie Twitter als ein Weg, den Charakter der Firmen zu zeigen. (Verfälschen Sie es nicht!)
  9. Verbinden sie den Inhalt ihres Email Newsletters mit zusätzlichem Webseiten Inhalten auf einem Blog zur besseren Kommentierung.
  10. Erstellen sie Stimmungsmesser und hören sie genau auf das große Web, wie Menschen über ihre Kunden sprechen.
  11. Lernen sie, welche Blogger sich um ihre Kunden kümnmern. Lernen sie ihren Einfluss zu messen.
  12. Laden Sie den Social Media Press Release (pdf) herunter und schauen sie wenigstens, welche Bereiche sie in ihre traditionellen Pressemitteilungen einfügen.
  13. Probieren sie eine kurze Serie von Audio- oder Video Podcasts aus als Content Marketing und sehen sie, wie die sich entwickeln.
  14. Erstellen sie Konversations Übersichten für ihre Kunden unter Nutzung von Technorati.com , Google Blogsearch, Summize und FriendFeed.
  15. Experimentieren sie mit Flickr und/oder YouTube Groups, um Medien für spezifische Veranstaltungen aufzubauen. (Anm. Brogan: Marvel Comics raised my impression of this with their Hulk statue Flickr group).
  16. Empfehlen sie, dass ihr Personal persönliche Blogs ihrer persönlichen Interessen startet und lernen sie aus erster Hand wie es sich das anfühlt, einschließlich Kommentare zu managen, Promotions zu erzielen, etc.
  17. Machen sie ein integriertes Projekt aus, welches einen Blog einbezieht, den Einsatz von kommerziellen Social Networks und eine Face-to-Face Veranstaltung, um Leads zu generieren und Awareness auf ein Produkt zu lenken.
  18. Starte eine Community Gruppe auf Facebook oder Ning oder MySpace oder LinkedIn um das Arbeitsfeld, in dem dein Kunde Business macht. Beispiel: Was Jeremiah Owyang für Hitachi Data Systems. gemacht hat.
  19. Experimentiere mit dem Wert des Live Videos wie uStream.tv und Mogulus oder Qik auf einem Handy.
  20. Besuchen Sie eine Konferenz, die sich mit Social Media beschäftigt wie die New Media Expo, BlogWorld Expo, New Marketing Summit (Anm. Brogan: disclosure: I run this one with CrossTech) und viele weitere mehr. (Email me for a calendar).
  21. Sammeln Sie Fallbeispiele von Social Media Erfolgen. Taggen Sie diese “socialmediacasestudy” in del.icio.us.
  22. Interviewe aktuelle Social Media Fachmänner. Halten sie nach Brücken zwischen ihren und deren Methoden Ausschau.
  23. Testen Sie Streuung. Können sie mehr potentielle Käufer/User/Kunden auf Social Networks erreichen.
  24. Vergessen Sie nicht, Social Seiten wie Yahoogroups und Craigslist. Sie funktionieren bemerkenswert gut.
  25. Suchen sie auf Summize.com nach soviel Daten wie sie finden können in Twitter über ihr Produkt, ihren Mitbewerb, ihr Umfeld.
  26. Üben sie qualitativ hochwertigen Content auf ihren Blogs anzubieten, einen, mit dem sich Kunden gebildet/ausgerüstet/informiert fühlen.
  27. Überlegen sie sich, ob es wertvoll ist, einen Community Manager einzustellen. Kann diese Rolle den Kundenservice verbessern? Kundenbindung besser? Durch Mund-zu-Mund Propaganda promoten?
  28. Machen Sie aus ihrem Blog einen mobilen Blog mit Mofuse. Kostenlos.
  29. Lerne, was andere freie Tools bringen für die Community Bildung, wie MyBlogLog.
  30. Stelle sicher, sie bieten die Basics auf ihrer Seite, wie eine Email Alternative zu einer RSS Subscription. Tatsache ist, über je mehr Wege sie ihren Content verteilen, je besser.
  31. Erforschen Sie, ob ihr Produkt sich besser durch Empfehlung gegenüber Aufklärung verkauft und nutzen sie entweder Wikis und Widgets um zu empfehlen oder Videos und Podcasts für die Aufklärung.
  32. Machen sie WebsiteGrader.com zu ihrem ersten Stop, um die technische Qualität einer Webseite zu verstehen.
  33. Machen sie Compete.com zu ihrem nächsten Stop, um den Traffic der Seiten zu verstehen. Dann, stellen sie es gegen die Seiten ihre Mitbewerber.
  34. Lernen sie, nicht nach 40 demographic Datenelementen zu fragen, wenn sie etwas kostenlos zur Verfügung stellen. Im Gegenteil, sammeln sie kleine Häppchen über die Zeit. Behutsam.
  35. Bedenke, dass die Menschen auf Social Networks auch alle nur Menschen sind, waren dort schon eine Weile, kennen sich vielleicht und wissen, dass Du neu bist. Betrete sachte neue Territorien. Gehe NICHT nicht. Aber geh behutsam.
  36. Hilf Kunden und Prospects sich einfach mit dir über verschiedene Networks zu verbinden. Bedenke Lijit Wijit oder andere aggregierende Widgets.
  37. Bewertungsmechanismen wie die auf Digg.com zeigen ihren Kunden, dass sie sich darum kümmern, welche Informationen wichtig sind für sie.
  38. Tracken sie ihre eingehenden Links und wenn sie von Blogs kommen, kommentieren sie auf jeden Fall auf ein paar Posts und stellen eine Beziehung mit dem Blogger her.
  39. Finden sie einen haufen Blogger und Podcasters deren Arbeit sie bewundern und fragen sie diese nach Meinungen zu ihren Social Media Projekten. Schauen sie, ob sie ihnen einen freien kurzen Blick auf etwas zulassen oder eine andere “speziell für dich” Belohnung für ihre Zeit und Bemühungen gewähren (wenn es wesentliches ist, frag sie dies preiszugeben).
  40. Lernen sie alles, was sie können, darüber wie sie NICHT Blogger pitchen. Exzellente Plattform: Susan Getgood.
  41. Versuchen sie, Video Interviews zu filmen und Video Pressemitteilungen sowie andere Video Optionen, um mehr persönliche Beziehungen herzustellen. Werfen sie nicht mit Text um sich, versuchen sie, Video hinzuzufügen.
  42. Versuchen sie unterschiedliche Standpunkte zu social media marketing.
  43. Frauen tragen viel Wert zu Social Media bei. Finden sie die, die den Unterschied machen. (Und versuchen sie mal BlogHer als ein Versuchskaninchen).
  44. Experimentiere mit verschiedenen Längen und Formen von Videos. Ist unterhaltend und lustig besser aber kurz besser als länger aber informativer? Hören sie nicht nach einem Versuch auf. Und versuche mehr als eine Hosting Plattform, um features auszuprobieren.
  45. Arbeite mit Fachmännern und Medienmachern, um zu sehen, wie sie ihre Fähigkeiten für deine Problemlösung nutzen können. Hab keine Angst Pilotprojekte aufzusetzen anstatt erst im Kopf zu tauchen.
  46. Menschen treiben Social Media an. Lern an den Wert der Menschen zu glauben. Kling hippie, es ist der Schlüssel.
  47. Verbreite gute Ideen weitläufig. Reblog sie. Bookmark sie. Erhöhe ihren Wert auf Social Seiten. Sei ein guter Bürger.
  48. Hab keine Angst zu versagen. Sei bereit, Dich zu entschuldigen. Gib zu, wenn Du einen Fehler gemachst hast.
  49. Überlege nochmal, wer in deiner Organisation von deinen Social Media Bemühungen profitiert. Hilf sie auszurüsten, um von deinem Projekt zu lernen.
  50. Nutze dieselben Tools, die du extern ausprobierst für den internen Gebrauch, wenn das Sinn macht und lerne, wie diese Technik auch deine Business Zusammenarbeit antreibt.

Spot On!
Wer sich mit sich mit Social Media beschäftigt, hat viel zu beachten und zu probieren. Aber sich die Zeit zu nehmen, zahlt sich aus. Social Media Strategie ist kein Thema, das in einem Tag zu bewältigen ist. Der Erfolg wird dennoch entlohnen, wenn die richtigen Taktiken von Chris eingesetzt werden. Die englische Version ist hier verfügbar.

Viel Erfolg dabei… Cheers, Chris!

Studie: Daten werden generiert, Datenschutz immernoch vernachlässigt

Jeder frägt sich, was Unternehmen mit personenbezogenen Daten machen, die über Unternehmenswebseiten bei Aktionen, Gewinnspielen und Downloads generiert werden. Die Wahrheit liefert jetzt eine Studie… oder auch nicht.

Mehr als 85% aller deutschen Unternehmen und Behörden verzichten auf jegliche Information dahingehend, was mit diesen Daten geschieht. Das besagt das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Xamit Bewertungsgesellschaft mbH, die im Februar 2008 mehr als 815.000 Webseiten privater Firmen und öffentlicher Institutionen unter die Lupe genommen hat.

Die Studie zeigt, dass gut 41% der Behörden und Unternehmen in Deutschland Kontaktformulare, Newsletteranmeldungen oder weitere Instrumente einsetzen, um innerhalb des eigenen Webauftrittes Fremddaten zu generieren. In diesem Zusammenhang war untersucht worden, ob diese Webpräsenzen personenbezogene Daten (Name, Anschrift, E-Mailadresse) abfragen, ob eine Datenschutzerklärung hinterlegt ist und letztlich, ob diese mit maximal einem Klick vom Kontaktformular aus abrufbar ist.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Gesetzlich vorgeschriebene Pflichten zur Veröffentlichung einer Datenschutzerklärung werden schlichtweg meist ignoriert. Und auch die höchsten Ebenen machen davor nicht halt: Sogar die Bundesregierung und das Auswärtige Amt bleiben im Internet jegliche Erklärung zur Nutzung der von ihnen abgefragten Personendaten schuldig.

Die unachtsame Datenerhebung hat Folgen: Ein Vertrauensverlust seitens der Bürger bzw. Kunden ist bereits deutlich spürbar. Bestätigt wird dies durch eine bereits 2007 veröffentlichte das Allensbach Institut: 54% der deutschen Internet-Nutzer befürchten, dass ihre persönlichen Daten im Internet nicht geschützt sind.

Die Konsequenz könnte für Unternehmen bitter sein: Jeder dritte User gab schon damals an, aus Sicherheitsgründen auf den Einkauf im Internet zu verzichten.

Spot On!
Dass Unternehmen mit personenbezogenen Daten sorgsam umgehen sollten, dürfte nach der langen Diskussion über Datenschutzbestimmungen inzwischen bekannt sein. Ein wenig mehr Transparenz und das Einhalten von ein paar Grundregeln würde schon das Vertrauen der Kunden ins Internet stärken. Dennoch zeigt das Ergebnis der Studie, dass darauf immernoch zu wenig Wert gelegt wird innerhalb der Unternehmen.

Wie man positiv mit Datenschutz umgeht, kann in diesem Podcast nochmal nachgehört werden. Tipps zum vertrauensbildenden und gesetzeskonformen Umgang mit online generierten Personendaten bietet auch die Studie.

AOL mit kostenlosen Services – die neue Strategie

Das Internetangebot von AOL soll noch größer werden und ein ‘Netz aus sich ergänzenden Onlineangeboten’ werden, berichtet die IT-Times. Mit den neuen Angeboten will man die Nutzerzahl erhöhen und hofft auf steigende Werbeeinnahmen.

So sollen eine persönliche Finanzverwaltung und ein Fotoedition das Angebot auffrischen und ergänzen: WalletPop und Pixcetera heißen die Neuerungen. WalletPop liefert den Usern Finanzinformationen, Transaktionen an den Börsen und Tipps zur effizienten Geldanlage. Pixcetera wird zum Foto Verwaltungstool von AOL.

Galt das Unternehmen bisher immer als Internet Provider und Plattformanbieter, so ändert man mit dem Start der kostenlosen Services seine Strategie. Content tritt in den Vordergrund technische Dienste zurück.

The Googling – wie Google unser Leben bestimmt…

Dass Google unsere Welt beherrscht, ist uns allen längst klar. Wenn sich jedoch Google selbst hochnehmen würde, müsste die Firma eigentlich die nachfolgenden Videos zu ihrer TV-Werbekampagne machen.

Das Team von The Vacationeers rückt seit einiger Zeit, die “Googlerei” in den Fokus ihres Interesses und gestaltet mehrere Episoden von Video Ads, die in Amerika genauso gern geklickt werden wie der derzeitige Telekom TV-Spot.

Ok, für Google vielleicht für den strategisch gewinnbringenden Einsatz nicht zu verwenden. Aber für die Kreativen der Werbebranche ein Vorbild. Ein Muss, sich das anzusehen. Wird Zeit, dass sich in Deutschland auch solch Klasseideen von Agenturen finden. Der Zwischenmenschlichste aus der Reihe ist der Nachfolgende…

Spot On!
Die gesammte Serie der Video ist hier einsehbar. Die Produzenten haben sich über gute Online Video Ads auch schon in einem Kurzinterview geäußert.

Wie wichtig ist die Domain eines Produktes?

Wer den Mitbewerb nicht fürchtet, sorgt sich nicht um Domains, die mit eigenen Produkten in Verbindung gebracht werden können.

Für alle anderen stellt sich die Frage: Wenn ein Unternehmen ein Top Produkt in den Markt einführt, empfiehlt es sich dann die Domains zu besitzen?

Oder ist die Strategie inzwischen veraltet? Ein Quick-Check von thestrategyweb…

Wenn Apple mit viel Aufmerksamkeit ein neues Produkt in den Markt pusht, wie das iPhone, geht man davon aus, dass iphone.com sowie die entsprechenden Länder Domains Apple gehören. Die cleveren deutschen Manager von Freenet haben sich gedacht: Na, dann schauen wir doch mal, ob die Domain schon vergeben ist in Deutschland?

Siehe da! Die URL war frei und Freenet hat sich die Domain schnell gesichert. Nun wirbt darauf Blackberry mit seinem Pearl. Naheliegend ist also nach Pearl.com zu suchen. Man findet erstaunlicherweise nicht Blackberry sondern diese ziemlich leere Seite. Immerhin kein Mitbewerber! Aber nicht einmal die weltweite Webseite für Pearl gehört Blackberry.

Spot On!
Jetzt die offenen Frage: Kann man davon ausgehen, dass Apple und Blackberry keine Angst vor dem Mitbewerb haben? Sind die Länder URLs aufgrund von Google nicht mehr wichtig? Und: Wie wichtig ist die URL eines Produktes generell für das Webbusiness?

Wie geht Ihr Unternehmen damit um?

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