Neues Social Network von New York Times kommt raus…
24.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Web Strategy
Wenn man sich die Webstrategie der Zeitungen weltweit ansieht, so ist die New York Times definitiv einer der Vorreiter in der Branche. Jetzt bringt sie mit Times People ihr eigenes Social Network heraus. Die “New York Times” lässt ihre Leser somit im Web ab sofort ‘networken’.
Unter “Times People” können Times-Leser sich untereinander austauschen, Artikel empfehlen oder Bewertungen von Filmen, Restaurants oder Broadway-Shows zum Besten geben. Sogar die Twitter Funktionalität der Follower wurde übernommen. Desweiteren können sich die Times Mitglieder via RSS-Feed über die Aktivitäten anderer Mitglieder auf dem Laufenden halten.
Spot On!
Ein cleverer Schachzug, denn wer sich um Printleser weiterhin bemühen muss, hat so die Option des Empfehlungsmarketings in der Hinterhand und kann seine treuesten Leser und ihre Lesegewohnheiten gut nachvollziehen. Zudem hat die Redaktion eine gute Übersicht über die Popularität der geschriebenen Artikel.
Lead Generierung – Unternehmen machen es sich zu einfach…
23.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Web Marketing
Wenn man sich die Programme zur Lead Generierung mancher Unternehmen ansieht, so frägt man sich, ob diese Unternehmen unrealistisch sind und warum User begierig sein sollten, ihre Daten den Unternehmen in die Datenbank zu werfen. Viele Unternehmen versuchen immer noch mit Brotkrumen Topentscheider zum Essen locken…
Seit Jahren kann man aus Sicht der Medien beobachten, dass die Qualität der angebotenen Downloads und Promotions von Unternehmen schlechter wird, die Wünsche nach hochwertigen und kaufkräftigen Kunden aber nach oben gehen. Lead Generierung in Unternehmen ist zwar hoch im Kurs, aber die Kommunikationsstrategie, das Konzept und die Kreation dahinter sehr fragwürdig. Ein Zeichen des wachsenden Umsatzdrucks der Unternehmen oder eher ein Abbild der Ressourcen Knappheit in Marketing- und PR-Abteilungen und deren Budgets? Teilweise wohl eher ein Problem einer ganzheitlichen Kommunikationsstrategie und Stringenz in der Markenführung der Unternehmen.
Am Beispiel von Whitepaper Kampagnen in der IT-Branche lässt sich dies wunderbar nachvollziehen. Während die großen Brands noch von ihrer Markenbekanntheit profitieren (fraglich, wie lange noch…) und sich die Lead-Listen aus den Kampagnen erfolgreich darstellen, versuchen zunehmend kleine und mittelständische Unternehmen mit Whitepapern auf ‘Lead-Fang’ zu gehen. Meistens scheitern sie aus den relativ offensichtlichen Gründen: Die Whitepaper sind zu wenig aussagekräftig, zu produktlastig und ‘verkaufen’ mehr, denn daß sie dem User einen Lern-Mehrwert bringen, was der eigentliche Sinn des Whitepapers ist.
Das Ergebnis dieser schlecht durchgeführten kommunikativen Massnahmen hat aber weitreichende Ausmasse. Der Internetuser ist inzwischen erwachsen geworden. Er lädt das Paper nicht herunter, die Online Plattform wird als falsche Marketing Plattform abgestempelt, die Agentur als inkompetent bei der Auswahl der Media-Plattform und das Misstrauen in Kampagnen zur Lead Generierung wächst. Auf Dauer verschwinden hochwertige User aus Lead-Listen und die ungeliebten ‘Jäger und Sammler’ bleiben übrig.
Bei Großunternehmen zeigt sich ein anderes Phänomen: Nicht nur Whitepaper Kampagnen sollen online die Lead Listen der Unternehmen füllen. Lead Generierungs Programme werden inzwischen mit Webcasts, Podcasts, Events, ausführlicheren PR-Artikeln durchgeführt, welche schnellstmöglich von eifrigen Call Center Agenten nachtelefoniert werden, die die Produkte der Unternehmen an den Kunden bekommen sollen. In welchen Status des Kaufentscheides sich der Kunde befindet, wird dabei gar nicht mehr hinterfragt. Auch, dass man über Jahre eine Marke und viel Vertrauen in diese aufgebaut hat, steht nicht mehr im Fokus. Hauptsache: Lead Potential kommt zahlreich ins Haus und wird schnellstens in Kunden umgemünzt – egal wie.
Viele Unternehmen machen die Rechnung ohne das eigene Salesteam. Immer öfter hört man die Unzufriedenheit der Vertriebsmannschaften. Denn: Wer telefoniert schon gerne Leads ab, die nicht qualitativ hochwertig erscheinen (geschweige denn sind)? Und welcher Verkäufer liebt den Satz: ‘Also, ich hab bei Ihnen nichts heruntergeladen? Könnte mich nicht erinnern…!’ Müssen sich Unternehmen einem Neuorientierungsprozess unterordnen?
Dazu muss man erst eine andere Frage beantworten: Wer zeichnet eigentlich verantwortlich für den unterschiedlichen Anspruch aus Schein und Sein bei der Lead Generierung? Dass Marketing erfüllt nur seine Aufgaben und Pflichten. Dennoch muss der Marketingverantwortliche seine Leadzahlen liefern, um am Quartalsende oder Jahresende seinen Bonus zu bekommen. Diese Grundlage drückt den CPL (Cost-Per-Lead) bei den Media-Plattformen, ist aber alles andere als erfolgversprechend für den Kunden, wenn die Basis für die Lead Generierung nicht stimmt. Kampagne mit einem unattraktiven und nicht zielgerichteten Whitepaper oder Webcast nehmen in der Regel kein erfolgsgekröntes Ende.
Die Frage ist aber ein grundsätzlicher Management Diskurs: Kann man die Lead Generierung in Unternehmen reformieren? Kann man die Geschäftsführer und CEO’s von Unternehmen dazu bringen, den Wert eines guten Leads richtig zu bewerten, ohne dem Marketing bei Nichterreichen der Leadzahlen den Bonus zu verweigern? Kann man den Prozess aufhalten, der auf ‘Mehr Leads, bei weniger Input durch die Unternehmen’ basiert? Inwieweit muss ein Marketingbonus für Lead Generierung an die richtigen Ressourcen wie Personal, Zeit und Budget gebunden sein, aus denen erfolgversprechende Materialien entstehen?
Vermutlich kann man nur mal Gedanken anregen, die zu einem Umdenken führen. Und sich auf den Sinn des Marketings in Unternehmen berufen…
* Marketing vertritt eine Marke. wie diese Marke wahrgenommen wird, hängt an den Fähigkeiten des Marketingteams, die wiederum mit den Zielen, Erwartungen und Strategien des Unternehmens in Einklang zu bringen sind. Die Verantwortung trägt das Management – nicht das Marketingteam. Das Marketing muss dem Management aber die Möglichkeiten klarmachen, die Lead Generierung bietet und wo sie an Grenzen stößt. Sind Ziele unrealistisch, muss dem Management so etwas vor etwaigen Zielvereinbarungen offenbart werden.
* Marketing muss auf einem Mission Statement basieren und diverse Aussagen sowie Botschaften des Unternehmens an den Kunden herantragen. Dieser (potentielle) Kunde ist in seiner Position im Einkaufsprozess zu identifizieren: wer ein Produkt evaluiert und herunterlädt, ist noch lange nicht der (oder überhaupt ein) Entscheider. Die Verkaufsmannschaft muss hier Vorsicht walten lassen und vielleicht erstmal noch eine Mail an den Lead senden, welche dessen Position im Prozess bestätigt und Hinweise auf andere Entscheider Personen zulässt.
* Marketing dient der Verkaufsförderung, die durch einen Dialog mit den (potentiellen) Kunden hergestellt werden muss. Dazu ist ein Dialogbasis mit Kunden aufzubauen, die die grundsätzlich vermittelten Werte der Marke und des Unternehmens im rechten Licht darstehen lassen. Whitepaper, die mehr wie ein Fact Sheet oder eine Technisches Datenblatt daherkommen, schneiden da bei der Kundenakzeptanz schlecht ab – und somit die Lead Generierung.
* Marketing sollte jederzeit für jeden Entscheidertyp die richtigen Kommunikationsmaterialien zur richtigen Zeit an der Hand haben. Vor allem im B2B Geschäft sind die Bedürfnisse eines CEO im Vergleich zu einem Abteilungsleiter und einem administrativ-umsetzenden ‘Evaluierer’-Typ sehr unterschiedlich. Die Unternehmen, die die unterschiedlichen Typen nicht mit den richtigen Materialien versorgen können, müssen sich die Frage stellen, ob der Einsatz eines Programmes zur Lead Generierung gerechtfertigt ist.
* Das Management muss akzeptieren, dass sich Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer oder Top Manager nicht gern für ein Whitepaper, ein Webcast oder eine andere Lead Generierungs Massnahme registrieren. Diese Leute sind unbedingt zielgerichtet mit der Marke zu konfrontieren, damit ein Verkaufsprozess nicht daran scheitert, dass dem CEO oder Vorstandmitglied eine Marke gänzlich unbekannt ist. Dies ist möglich über z.B. CEO Vorträge (gleiche Peers!), Events oder kulinarische Lead-Varianten (z.B. Executive Breakfast). Da wird ein Lead dann doch mal gern bei einem Anbieter hinterlassen.
Spot On!
Unternehmen, die eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie mit ihrer Lead Generierung fahren wollen, brauchen für jede Zielgruppe gezielte und passende kommunikative Kreativmittel. Diese Mittel zeigen dem Kunden, ob die Marke das Vertrauen des Kunden verdient oder nicht. Programme zur Lead Generierung sind direkt, zielgerichtet, transportieren Business Know How und erwarten Feedback. Der Kunde will wissen, warum er das iPhone haben muss, und nicht warum er ein vergleichbares Handy nicht haben muss – der Techniker aus technischer Sicht, der Manager für bessere Businessergebnisse und der CEO für den ROI. Der CPL sollte sich entsprechend an der Wertigkeit der einzelnen Person im Entscheidungsprozess orientieren und nicht als Pauschalangebot alle Leads über einen Kamm scheren. Wer einfach nur viel Leads zu niedrigen Preisen fordert, macht es sich mit der Lead Generierung zu einfach…
Geh nicht mit Fremden mit! – Die Weisheit der Social Netzwerke
22.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Social Media
Wußten Sie das Social Netzwerke etwas mit Weisheit zu tun haben? Nicht…?! Ist aber so. Lesen Sie einfach aufmerksam weiter.
Als mein Vater vor Jahren -ja, es sind viele Jahre vergangen seither- zu mir sagte: “Geh nicht mit Fremden mit!” im Zusammenhang mit “Trau keinem außer Dir selbst!”, da schrieb ich das seinem beruflichen juristischen Hintergrund zu. Heute höre ich mich dieselben Worte zu meinen Kindern sagen… (Wird man als Vater eigentlich automatisch weise?)
Auch als ich vor dem Altar stand und der Pfarrer mir die für mich richtungsweisende Frage stellte “Trauen Sie sich die hier anwesende … zu heiraten”, war mir klar: Ja, sonst wäre ich ja nicht hier. Ich trau mir das schon zu… und Angst musste ich vor ihr bisher nicht haben. Schließlich bin ich mit ihr ja mal mitgegangen, damals, als sie mir noch fremd war. (Nein, ich frag mich nicht, ob das weise war…!)
Dass mich diese Sprüche eines Tages im Zusammenhang mit Social Media einholen und mir den wahren Hintergrund der Sprüche erhellen, hätte ich mir nicht zu träumen gewagt. Denn offensichtlich bin ich inzwischen ganz schon gutgläubig und unweise. Durch Social Media, nein, dank Social Media… Ach, wie auch immer…!
Zumindest wenn ich mich traue, dass zu glauben, was ich glauben soll, was da jetzt in einer Studie veröffentlicht wurde.
Und wenn man das gelesen hat, frägt man sich auch nicht mehr, warum man immernoch manchmal mit Fremden mitgeht. Die Antwort liegt nahe… Weil man alt genug ist und meint sich verteidigen zu können. (Die Ansicht ist vermutlich unweise!)
Und man frägt sich auch nicht mehr, warum man auf einmal Fremden traut? Die Frage blieb für mich zumindest bis heute offen… Jetzt, da ich mir die Ergebnisse der Universal McCann Studie ‘When did we start trusting strangers’ angesehen habe, hab ich alle Antworten auf meine Fragen.
Denn…
No Strangers anymore! – Es gibt keine Fremden mehr!
(Zumindest laut der weisen Studienergebnisse!)
Irgendein weiser Mensch (Stanley Milgram) sagte mal, dass man maximal über sieben Ecken mit jedermann vernetzt ist (was viel diskutiert wird). Das hätten mir meine Eltern auch vorher sagen können – dann wären mir manche früher nicht so fremd vorgekommen. Social Media ist also der ‘weise’ Internetbeweis, wie wenig fremd wir uns doch alle sind.
Spot On!
Meine Eltern hingegen sind noch nicht in Social Netzwerken aktiv. Papa und Mama, Euch sei verziehen! (War das nun weise?) Ach ja, eine Frage blieb offen… Warum sag ich meinen Kindern immernoch, dass sie nicht mit Fremden mitgehen sollen? Ganz einfach! Weil sie a) noch nicht in Social Netzwerken aktiv sind und b) weil ich Veronica Ferres Buch und Initiative unterstützenswert finde: ‘Nein, mit Fremden geh ich nicht!’ Darum. Denn das ist wirklich weise!
Fusion Marketing ist Partner Marketing – nur ein wenig anders…
19.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Web Strategy
Wenn Firmen wachsen wollen oder die Märkte sie in wirtschaftlich schwierige Zeiten bringen, müssen sich die Unternehmen Strategien überlegen, wie das Business effizient angekurbelt werden kann. Multiplikatoren einzusetzen, Partner (strategische und operative) und Händler, ist dabei ein probates und beliebtes Mittel.
Oft wird dies als Channel-Marketing (im Sinne des Channel-Marketing) in Firmen aufgesetzt. Was Unternehmen noch wenig nutzen, ist der Trend des Fusion Marketings. Der vorwiegende Unterschied beim Fusion Marketing ist, dass dort diese Partner nicht unmittelbar umsatz- oder provisionsbeteiligte Partner sind.
Die Darstellung einer noch oft aus Ressourcengründen vernachlässigten Strategie…
Was ist Fusion Marketing?
Unter Fusion Marketing versteht man das Zusammengehen bzw. Zusammenarbeiten zweier Unternehmen, die die gleiche Kundschaft adressieren – allerdings nicht im unmittelbaren Mitbewerb stehen. Ein effizientes Mittel zur Bündelung der unternehmerischen Kräfte der Marketing- und Salesabteilungen.
Beispiele für Fusion Marketing
Offlinewelt: Nehmen wir mal ein Wellness-Hotel. Die Betreiber können sich zusammentun mit einem ortsansässigen Fitness-Club, einem Golfclub, einer Therme, einem Chiropraktiker oder auch mit einem nahegelegenen, auf leichte Kosten bedachten Restaurant – Provisionen fließen dabei keine untereinander. Man empfiehlt sich, und bietet sich an, als ‘Dienstleistungskonglomerat’. Zahlreiche Businesszweige bieten ähnliche einfache Partnerschaften, die allerdings oft ungenutzt für die Kundenbindung und Erweiterung des Kundenstammes bleiben.
Onlinewelt: Entwickler, Grafik (-Designer) und Mediengestalter sind alle Dienstleistungsanbieter für Firmen, die sich um das Wohl des Kunden im Bereich von deren Webbusiness kümmern. Oft starten diese Anbeiter ihren Angriff auf die Kundschaft als One-Man-Show und müssen sich danach mit entweder internen Koryphäen der Unternehmen oder mit anderen unbekannten Partnern kurzschließen. Einfacher bei der Kundenakquise ist es die Full-Service Variante zu wählen, die dem Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket offeriert mit kleinen sichtbaren Benefits – aber ohne große Einbußen der Dienstleister.
Wie sieht ein gute Fusion Marketing Partnerschaft aus?
- Überlegen Sie sich, wer ihre stärksten Partner sind. Diese stärksten Partner adressieren meistens das gleiche Kundenpotential wie sie. Anbieter von Software und Hardware Produkten, Masseur und Physiotherapeut, Gärtner und Häuslebauer, etc.
- Überlegen Sie sich mit ihrem stärksten Partner, welche ihrer Leistungen sich gut zu einem attraktiven Angebot bündeln lassen und für beide Sinn machen. Onlinewelt: Der Grafiker macht zusätzlich zum angebotenen eMailing einen Logoentwurf für ein neues Konzept während der Mediendesigner neben der Webseitenoptimierung neue Vorschläge bei der Bannergestaltung vorlegt. Eine wenig mehr Vorleistung für ein vieles mehr an späteren Aufträgen. Offlinewelt: Das Wellness-Hotel macht ein Chiropraktikerstunde am Vormittag inklusive Mittagessen im Hotel.
- Manifestieren Sie ihre Zusammenarbeit schriftlich, inklusive der gegenseitigen Leistungen und Angebote. Es langt eine Email oder ein kleines Schriftstück, was kein Anwalt gegenzeichnen muss. Schriftstücke verhindern aber generell spätere Kommunikationsprobleme…
- Bündeln Sie ihre Mailing-Kontakte und profitieren Sie auf diese Weise beide kostentechnisch bei der Umsetzung und bei der Kontaktaufnahme mit Kunden. Der Kundenstamm wird so beidseitig erhöht sowie adressiert und bietet Aussicht auf mehr Neukunden. Auch nach gemeinsamen Mailings oderAktivitäten sollten Rückläufer abgeglichen und ausgetauscht werden.
- Nutzen Sie die Macht der PR und erzählen Sie von ihrer Fusion Marketing Partnerschaft (in Blogs, PR- und Marketing-Materialien, Webseite, etc.).
- Bei der Kreation der Fusion Marketing Aktivitäten denken sie nicht nur an sich und ihren Partner – vor allem an den Benefit des potentiellen Kunden. Hier ist Kreativität gefragt und die Partner sollte sich dafür ausreichend Zeit nehmen. Und: Rabattaktionen und Coupons sind über Webseiten günstiger abzufangen und zu produzieren als herkömmliche gedruckte Versionen.
- Wer auf Fusion Marketing Aktivitäten antwortet, will auch wieder ein Feedback. Vorteil: Mit ihrem Feedback können Sie weitere Aktivitäten anstoßen: Registrierung für Newsletter oder Aktionen der Partner, weitere Angebote, etc. Oft verhallt das Kundenfeedback im Nirvana…
Wo ist die Überschneidung zum Partner-/Channel-Marketing?
Ein Incentivierungsprozess für den Partner kann lukrativ sein, ist aber auch nicht der einfachste Weg. Empfiehlt ein Partner eines ihrer Produkt oder Dienstleistungen oder verkauft es direkt, sollte ihm eine Provision zustehen. Dieser Prozess definiert sich klar als Channel-Marketing Programm und ist auch als Affilliate Programm abzugrenzen. Solche Prozesse müssen rechtlich ‘sauber’ organisiert und von Anwälten ‘beglaubigt’ werden. Sind Sie Bestandteil einer Fusion Marketing Strategie können sie schnell zum rechtlichen Alptraum werden.
Spot On!
Nehmen Sie sich Zeit zur Evaluierung der Optionen und der stärksten Partner, die sich in ihrem Markt für gemeinsame Fusion Marketing Strategien anbieten. Lassen Sie das Argument ‘Keine Zeit dafür!’ nicht gelten, denn langfristig zahlen sich solche Partnerschaften in Form eines größeren Kundenstammes und natürlich auch in höheren Umsätzen aus. Fusion Partner Prozesse sind zwar nicht schnell umsetzbar, aber schneller und einfacher als Channel-Marketing Partnerschaften. Wer mittelfristig denkt und plant, sollte Fusion Marketing Strategien auf jeden Fall für seine Kommunikationsstrategie evaluieren.
Die OMD Woche: Studien über Studien
19.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Web Strategy
Nein, die OMD ist keine normale Woche! Die OMD ist fast wie ein Quantensprung im Online-Marketing…
Naja, zumindest wenn man sich die Anzahl der Erkenntnisse in Form von Studien zum Thema Web und Business ansieht. Eine Priorität nach unmittelbarer Wichtigkeit für Unternehmen kann man den Managern da gar nicht mehr geben. Es gab zu Mobile Marketing, zu besseren Störerformaten im Web-TV, zu Social Netzwerken und Web 2.0 zahlreiche Erkenntnisse.
Den Rest lesen Sie einfach als Kurzübersicht…
Web 2.0 noch in den Kinderschuhen bei Informationsbeschaffung vor einem Kauf, besagt TNS Infratest Studie. Nur 25% nutzen Konsumenten Foren, rund 13% Blogs, 9% Videoplattformen, 6% Soziale Netzwerke. Mehr…
Onlinewerbung bleibt länger im Gedächtnis: Laut der von Quality Channel Studie durchgeführten Studie „Werbewirkungstest: Online Spot vs TV-Spot“ erinnert sich jeder fünfte Rezipient ungestützt an die Inhalte von Online-Werbung; TV-Spots blieben nur bei zwei Prozent im Gedächtnis. Mehr…
Nur 10% der Onlinenutzer in Deutschland sind der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 zufolge in beruflichen Netzwerken oder Communitys aktiv, während private Netzwerke und Communitys wie StudiVZ oder MySpace von 46% der Befragten genutzt werden. Off-The-Record Blog schreibt dazu: ‘Es zeigt sich also, dass berufliches Networking weiterhin ein unterschätztes Thema mit viel Potential ist – grade die Generation work 2.0 kann hier mit viel Erfahrung im beruflichen Networking punkten.’ Mehr…
Mehr US-Firmen befürworten die Nutzung von Social Media Plattformen durch ihre Mitarbeiter, weiß eine WorkLight Studie. “Awareness Inc’s survey discovered that 69 per cent of US businesses are allowing their employees to access social networking sites and allied services during business hours – a significant rise on the 37 per cent reported a year ago,” said David Lavenda, WorkLight’s vice president of marketing and strategy. Mehr…
Spot On!
Wer heutzutage das Webbusiness in Unternehmen managt, muss dran bleiben und hat mit dem Lesen von Studienergebnissen alle Hände voll zu lesen. Nach einer Woche OMD hat sich die Physik des Online-Marketings in rasend viele Wissensteilchen zerlegt. Hoffentlich bekommen die Manager keinen heißen Kopf davon. Falls doch: Fragen Sie mal im CERN in Genf nach. Die wissen jetzt, wie das mit den neuen Kühltechniken funktioniert…
iPhone: Bald auch ohne Vertrag – Strategiewechsel bei T-Mobile
18.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Company
Das iPhone gibt es -laut welt.de- bald auch ohne zweijährige Vertragsbindung an T-Mobile, sprich mit einer Prepaid Karte. Die Kosten: 569,- EUR inklusive 100 EUR Gesprächs- und Datenübertragungs-Guthaben. Ein radikaler Wechsel der Strategie hinsichtlich des exklusiven iPhone Deals.
Weitere Infos hier.
Studie: Mobile Advertising kommt…
18.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Mobile Business
Der Vermarkter InteractiveMedia und das Marktforschungsinstitut Enigma GfK belegen mit einer Studie, dass mobile Werbeformen im Kommen sind, gibt der OMD Sonder-Newsletter von W&V und emar bekannt.
Mehr als die Hälfte der Marketingentscheider in Deutschland haben bereits Mobile Marketing im Marketing-Mix eingesetzt. Fast 85% sind sich einig, dass Handys als Werbeträger in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen.
Auch der Location Based Services Trend zieht weiter an. Für 74% werden diese Dienste die weitere Entwicklung mobiler Werbung prägen. Als Werbeformen sind dabei Textlinks 47%, mobile Landing Pages (42%) und Bannern (36%) führend. Mit Sponsorings im mobilen Internet haben zudem 25% der Befragten schon Erfahrungen gesammelt.
Basis: 100 Experten aus Mediaagenturen und werbungtreibenden Unternehmen
Spot On!
Das Potenzial für Mobile Marketing ist sicherlich groß angesichts der ‘Tragweite’ an Handys und Mobilen Endgeräten. Ob und wann, wie 12% der Befragten der Meinung sind, mobile Werbung die klassische Online-Werbung langfristig überholen wird, erscheint eher fragwürdig. Die Wahrscheinlichkeit sehe ich etwa so wie… dass UMTS in den nächsten fünf Jahren für die Provider die Investitionskosten einspielt.
Unterbrecherwerbung fördert die Marke? – Studie zu Mid-Roll Video Ads
18.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Web Marketing
Eine alte Erkenntnis der Werbebranche… Unterbrecherwerbung steigert Markenerinnerung, Werbewirkung und Kaufbereitschaft. Eine aktuellen Studie des Online- und Multimediavermarkters der ProSiebenSat.1 Group, SevenOne Interactive, unter 970 Teilnehmern hat belegt, dass Mid-Roll Video Ads erfolgversprechender sind als die herkömmlichen Pre-Roll Video Ads.
“Dass MidRolls bei allen Faktoren besser abschneiden als PreRolls ist in erster Linie auf das starke Involvement beim Ansehen eines Films zurückzuführen”, erklärt Matthias Falkenberg, Geschäftsführer SevenOne Interactive. “Wir wissen aus dem TV, dass die Lean-Back-Phase beim Fernsehkonsum die optimale Grundlage für die Rezeption einer Werbebotschaft bildet. Diesen Mechanismus transportieren wir durch die MidRoll Video-Ads ins Internet.”
Spot On!
Ok, Herr Falkenberg, das ist prinzipiell richtig. Aber die Beiträge im Web-TV sind in der Regel bedeutend kürzer als im TV. Lehnt man sich im Web TV wirklich schon entspannt zurück bei einem ’5 Minüter’? Die Frage ist auch, ob das Markenimage des ‘Störer-Werbers’ dadurch positiv oder negativ beim Kunden haften bleibt. Die Studie gibt darüber keine Auskünfte…
Bei Sat1 TV kommt man oft nicht zur Lean Back Phase, weil man aufgrund der Werbung ständig aufsteht und oft das Involvement verliert… *Zapp* Weg bin ich…
Zehn Aspekte der Web 2.0 Strategie, die jeder CTO und CIO wissen sollte.
18.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Web Strategy
Je länger man in der Internet Industrie mit einem starken IT-Fokus arbeitet, umso mehr merkt man, wie Firmen mit dem Web 2.0 kämpfen. Durch die sich extrem schnell verändernden Webtechniken, neue und intelligentere Features sowie sich permanent verändernde Webmodelle muss sich jedes Business mit veränderten Herausforderungen zurechtfinden und Ziele für das Webbusiness neu definieren.
Auf höchster Ebene ist zwar das gesamte Top-Management in Firmen gefragt, wenn es um eine erfolgversprechende Web 2.0 Strategie geht, aber der CIO und CTO müssen aus technischer Sicht für den richtigen Anstrich des Webbusiness den richtigen Pinsel wählen.
Dion Hinchcliffe bringt diese Einsichten auf den Punkt und schreibt auf seinem Blog über ‘Ten Key Aspects of Web 2.0 Strategy that every CTO and CIO should know’.
Er positioniert aus der Marketing- wie auch aus der Business Perspektive – adressiert aber prinzipiell jeden Business-Strategen.
Also, unbedingt lesen…!
Akquise Taktiken im Web 2.0 – ein Interview über Corporate Blogs und XING
17.09.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Sales
Über die Xing Gruppe ‘Vertrieb und Verkauf’ versucht man sich als Salesverantwortlicher über die neusten Sales-Taktiken auf dem Laufenden zu halten. Manchmal -sicherlich nicht immer- fällt durch eine Anwesenheit in einer Xing Gruppe dabei auch wertvolle Information ab.
So erschien dort gestern ein interessantes Interview zwischem dem Co-Moderatoren der Gruppe, Christian Hoffmann, und dem Web 2.0 Experten, Berater und Coach für Corporate Blogs und Business Blogs, Karl Heinz Wenzlaff, zum Thema ‘Akquise im Web 2.0′.
Nach Absprache mit Hr. Hoffmann, der das Interview führte, will man diesen für Vertriebler interessanten Dialog -in leicht gekürtzter Version- den Lesern des Blogs nicht vorenthalten.
# Sehr geehrter Herr Wenzlaff, Web 2.0 ist als Schlagwort in aller Munde. Was kann ich mir als Verkäufer hierunter für Kommunikation und Vertrieb vorstellen?
Mehr als ein Drittel aller Suchanfragen im Web haben einen Kaufwunsch als Hintergrund. Selbst wenn Kunden „aus Gewohnheit“ Waren oder Dienstleistungen noch auf klassischem Weg beziehen, sind die Kaufentscheidungen häufig längst im Web gefallen.
Im Unterschied zu den Firmen-Homepages, Börsen und Foren des alten „Web 1.0“ sind Web-2.0-Plattformen untereinander viel besser vernetzt und in Suchmaschinen platziert. Web 2.0 ist das „Mitmach-Netz“, das den Nutzern erlaubt, positive wie negative Bewertungen und Meinungen über Unternehmen und Produkte im Web zu veröffentlichen. Dies geschieht sowohl in Web-2.0-Communitys wie XING, als auch auf Blogs oder Wikis. Unternehmen, die nur Online-Marketing der alten Schule machen, verschenken meines Erachtens große Umsatzpotenziale.
# Sie gehören zu den wenigen Menschen, die Seminare und Trainings zur Akquise im Web 2.0 anbieten. Wer kommt denn in Ihre Seminare und vor allem welche Erwartungen haben Ihre Teilnehmer?
Meine Seminare buchen vor allem solche Unternehmen, die mit den Verkaufsergebnissen ihrer klassischen Website unzufrieden sind. Sie wollen durch Business Blogs und Corporate Blogs mehr Besucher, mehr Leads und letztendlich eine höhere Konversionsrate erreichen. Die eher mechanischen Mittel der Suchmaschinenoptimierung reichen allein nicht aus, um im Internet erfolgreich zu verkaufen.
Meine Seminarteilnehmer möchten auch erfahren, wie sie ihre Kunden im Web „heimholen“, einbeziehen und zu kostenfreien Promotern der eigenen Leistung machen können. Dabei geht es also nicht nur um direkte Verkäufe, sondern um den Aufbau von Kundenloyalität und langfristigen Kundenbeziehungen.
# Können Sie uns als Experte ein wenig Orientierung bieten: Jedes Kommunikationsmittel wie Werbebriefe, Plakate, Messen hat seine Stärken. Welches sind die Stärken von Blogs und welche Anbieter sollen über Blogs nachdenken und welche vielleicht erst einmal abwarten?
Mit Blogs erreichen Sie Ihre Zielgruppen schneller, preiswerter und direkter als Ihre Wettbewerber, die nur auf Mailings, Plakate oder Messen bauen. Auch gegenüber E-Mail-Newslettern, die mehr oder weniger in den Spamfiltern der Empfänger landen, haben Blogs Vorteile.
Blogs eignen sich besonders gut für solche Anbieter, die ein saisonal, nach der Mode wechselndes oder beratungsintensives Produkt haben. Ideal ist, wenn es etwas Spannendes über das Produkt zu erzählen gibt. Deshalb sind Blogs in der Touristik (Inbound wie Outbound), in der Food- und Beverage-Branche (man nehme die vielen erfolgreichen Weinblogs) und in der Mode-, Bekleidungs-, Designer- und Schmuck-Branche besonders erfolgreich. Auch im Immobilienhandel gibt es inzwischen erfolgreiche Blogs.
# Hier auf XING sind viele Trainer, Berater und sogenannte Freelancer anzutreffen. Letztere vor allem aus den Bereichen IT, Kommunikation und Design. Welchen Schwerpunkt in der (Online-)Kommunikation empfehlen Sie diesen Mitgliedern?
Zuallererst die Möglichkeiten eines eigenen Blogs zu nutzen, und zwar nicht als Untermieter bei einer Blog Community, sondern auf eigenem Webspace. Oft bietet es sich an, alle wertvollen Inhalte Ihrer bisherigen Website in das Blog zu übernehmen und danach keine „klassische“ Website mehr zu betreiben. Moderne Blogsysteme können heute alles, was man braucht: Sie haben ein CMS (Content Management System), können problemlos Fotos, Videos und multimediale Inhalte einbinden, einen vorhandenen Shop integrieren usw.
Parallel dazu sollte man weitere Möglichkeiten des Web 2.0 nutzen. Sie sollten als Unternehmen im Internet immer dort präsent sein, wo heute Ihre Kunden sind. Das sind im B2B-Geschäft vor allem Plattformen wie XING. Im B2C-Geschäft sind es andere Web 2.0-Plattformen mit oft sechsstelligen Besucherzahlen pro Tag oder branchenspezifische Communitys, die es in großer Zahl gibt.
# Sie benutzen tatsächlich XING zur Akquise? Ich höre immer wieder, dass XING nicht zur Akquise geeignet ist. Was machen Sie anders? Haben Sie ein „Geheimwissen“?
Besonders für die von Ihnen genannten Trainer, Berater und Freelancer bietet XING doch ideale Möglichkeiten, sich selbst und ihre Expertise zu präsentieren. Es reicht natürlich nicht, ein gut ausgefülltes Profil zu haben oder zu schreiben „Suche: Aufträge“. Wichtiger ist es, in den Fachforen substanziell interessante Artikel und Kommentare zu schreiben. So machen Sie sich bekannt und werden von Auftraggebern gefunden. Und weiter: Beginnen Sie zu kommunizieren, kontaktieren Sie andere Diskussionsteilnehmer, denen Sie geholfen haben, telefonieren Sie, treffen Sie sich im „Real Life“.
Spot On!
Mögen die Firmen ihre Lehren daraus ziehen und uns mit spannenden Akquisetaktiken ihre Waren und Dienstleistungen im Web 2.0 anbieten.


