Social Networks: Barnes & Noble launcht eigenes Lese-Network
31.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Best Practise, Social Media
Der Trend zum eigenen Corporate Social Network nimmt immer mehr zu. Nach Starbucks, Nike, Dell und Chrysler, die als Vorreiter in diesem Bereich gelten, hat nun auch Barnes & Nobles, Top-Retailer in Amerika, mit My B&N seine eigene User Community gelauncht.
Interessant ist bei diesem Beispiel die Monetarisierungs-Hoffnung: Man geht anscheinend davon aus, dass sich durch den Kauf der diskutierten Produkte das Social Network finanziert. Ein interessanter Ansatz, der in diesem Fall gar nicht abwegig ist: Bücher verkaufen sich hauptsächlich durch Word-of-Mouth Strategie. Online empfohlen, online Kritik lesen, online kaufen. Bücher werden so zu Bestsellern und füllen so schnell die Kassen der Buchhändler. Was an der Lese-Community gefällt…
- direkte Anbindung an die Homepage von Barnes & Noble
- gute Benutzerführung zur Kommunikation über Literatur, Musik und DVDs.
- Exportfunktionalität in Facebook
- 50 Avatare als Profilbild – Skater, Superheldin, Kobold, etc.
- Option diverse Lieblingslisten zu erstellen a la Amazon.
- Produktabgleich über Listen zum direkten Plausch über Bücher oder DVDs.
Was leider nicht zum Konzept passt…
- Obwohl man bei der Exportfunktionalität in Facebook mitgedacht hat, kann man nur über die Homepage von Barnes & Noble an die Community ran. Ein direkter Weg verspricht mehr Optionen hinsichtlich SEM/SEO, etc.
Spot On!
Die Zielsetzung solcher Konzepte ist mehr oder weniger überall gleich: stärkere Positionierung der Marke in einer avisierten Zielgruppe und Kundenbindung verstärken und optimieren. Man darf gespannt sein, ob die Community nicht doch lieber liest als chattet oder networked. Da könnte das privaten Empfehlungsmarketing schnell zum erliegen kommen. Denn dann fehlt das Geld in den B&N Kassen und der Community geht schnell die Luft aus. Bleibt abzuwarten, ob Amazon hier nachzieht…
Mobile Internet: Unterschiedliche Nutzung und das Thema Monetarisierung
31.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Mobile Business
TNS Infratest Relation Browser hat das Nutzungsverhalten der Deutschen im mobilen Internet getrackt und die ‘Mobile Internet Benchmarking Studie 2008‘ veröffentlicht. Die Early Adaptor, die die Studie als Zielgruppe hatte, ist zwischen 26 und 40 Jahren alt und nutzt hauptsächlich neben Suchmaschinen, Nachrichtenportale, die Nutzung von E-Maildiensten und das Abrufen von Wetterinformationen.
Die Hauptunterschiede im mobilen Internet zwischen Mann und Frau sind tendentiell dabei…
* Männer shoppen mehr mobil und nutzen Nachrichten aus Kultur, Politik und Wirtschaft.
* Frauen nutzen mehr Datendienste wie Musik, Spiele und Klingeltöne herunterladen.
Die Nutzung der klassischen Internetdienste wie Suchmaschinen, E-Mail-Portale oder Wetterbericht ist bei beiden Geschlechtern gleich hoch.
Der mobile Internetmarkt kommt in Bewegung und die Anbieter von Content sollten rechtzeitig planen und Monetarisierungsideen haben. Denn wie das Manager-Magazin schreibt: “Neue Multimedia-Handys à la iPhone, breitbandige Funkstrecken, günstige Daten-Flatrates und populäre Inhalte wie Youtube verhelfen dem seit Jahren propagierten “Web in der Westentasche” nun endlich zum Durchbruch”. Bereits 2011 werden bis zu eine Milliarde Menschen das mobile Internet nutzen, prognostizieren die Experten des Beratungsunternehmens Oliver Wyman.
Spot On!
Der direkte Vergleich der Studie hinkt und sollte mehr als Trend gewertet werden: Frauen stellen erst rund ein Viertel der derzeitigen Nutzer im deutschsprachigen mobilen Internet. Unklar ist wie immer die Monetarisierung. Auch wenn Paid-Content Vermarktungsmodelle auf dieselben Akzeptanz-Probleme wie im Web stoßen, ist hier vermutlich der erste Ansatz zu sehen – für Datendienste wird hier wie dort gezahlt werden und der Markt rechnet im ‘Mobile-Markt’ hier vorerst mit dem größten Wachstum, wie Chip vor kurzem berichtete.
Die Diskussion ist zwar gewagt, aber die Frage sei gestellt: Wieso eigentlich nicht eine angemessene Jahres-Flatrate für mobile Content Nutzung anbieten? Vom Content-Anbieter aus oder vom Mobil-Provider – langsam könnten mal die Provider ruhig auch in die Pflicht genommen und kreativ im Sinne der Monetarisierung werden.
Generell gilt doch: Je einfacher die Abrechnung, umso eher bezahlt man dafür. Alles eine Frage des Mehrwertes, der Personalisierung sowie der Qualität des angebotenen Contents und Services, oder nicht? Oder macht sich noch ein Premium Mitglied bei XING Gedanken über die paar monatlichen EURO, die da abgebucht werden?
Und das mit mobile Content auch über Werbevermarktung ordentlich Geld zu verdienen ist, hat Arne Wolter, Geschäftsführer Gruner & Jahr, auf den Medientagen verlauten lassen. Er spricht von siebenstelligen Umsätzen, die “keine Peanuts” sind, wie Horizont berichtet.
Wochenrückblick: Webstrategie, Internetstrategie, Onlinestrategie
31.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Webstrategie
Der aktuelle Wochenrückblick mit den neusten Nachrichten zum Grundthema des Blogs…
- Wahlkampf Obama: Macht Popstar Obama mit seiner Online Strategie die Menschen zu politischen Aktivisten? In gewisser Weise schon, aber es ist eine ganz spezielle Form von Aktivismus, schreibt Zoomer Journalist Tobias Moorstedt.
- Lange hat Microsoft an einer neuen Online-Strategie gefeilt, jetzt ist ‘Microsoft in Wolkenkuckuckheim‘ angekommen und setzt auf Azure und Cloud Computing, wie ZDNet in seinem Business Blog und InformationWeek berichten.
- Eine neue Dachstrategie und die Zusammenführung seiner einzelnen Special-Interest Portale vermeldet der wk&f Filmverlag aus Köln. Für die technische Umsetzung zeichnet die Kölner Full-Service Internetagentur (The) eBusiness Concept verantwortlich, schreibt perspektive-mittelstand.de
- Neckermann wird zur Online-Mall: neckermann.de baut seine Webstrategie aus und stellt E-Commerce Aktivitäten in den Fokus und die konsequente Weiterentwicklung der Vertriebspartnerplattform. Sie wurde in diesem Jahr auf 50 Partner erweitert und wird im Jahr 2009 auf rund 120, zum Teil exklusive neckermann.de-Partner, ausgebaut werden. Somit wandelt sich der Online-Shop von neckermann.de immer mehr zur Online-Mall. Weitere Infos unter OneToOne.
- Die renommierte US-Tageszeitung “Christian Science Motor” steigt von einer Print- auf eine Webstrategie um. “Ab April 2009 wird es das Blatt, das demnächst seinen 100. Geburtstag feiert, in gedruckter Form nur noch am Sonntag geben. Die Printzeitung wird ersetzt durch eine Rund-um-die-Uhr Nachrichtenplattform im Internet: www.csmonitor.com. Dies meldet der kressreport.
Spot On!
An den drei Beispielen wird deutlich wie weitläufig das Thema Webstrategie ist und dass alte Traditionen irgendwann auch mal neuen Trends und Strategien weichen müssen.
News Update – Best of the Day
31.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Daily Top 3
- Onlinevernetzung macht Unternehmen produktiver. Der Themenblog erläutert, wie Social Networking und Social Media sich für Unternehmen rentiert – interessant untermalt von aktuellen Studien.
- Video auf media-Treff: Social Media-Strategien sollten authentisch sein und im Einklang mit der Corporate Identity stehen. Dr. Bobby Mayer-Uellner, Head of Business Development bei iCrossing Germany, stellt in einem Interview mit Christian Schmitt das Thema Social Media Marketing dar.
- Basic-Thinking findet herrlichen Flyer zur Webciety der CeBIT: “…Es wird sich anfühlen wie das begehbare Internet. Denn die Messe als Mutter des Networking bietet die beste Gelegenheit, ein Unternehmen in der Kohlenstoffwelt zu präsentieren…”. Es lebe der Werbetexter…!
Web 2.0: Markenartikler und Medienhäuser nehmen Trends jetzt erst wahr
30.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Web 2.0
Oder: Wein aus alten Schläuchen zu verdauen, macht noch keinen Sommelier. Mit einer aktuellen Studie haben sich Medienhäuser und Markenartikler ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.
Die Medienforscher von Hubert Burda Media Relation Browser haben gemeinsam mit Ernst & Young Relation Browser in einer aktuellen Studie sieben Trends im Web 2.0 identifiziert. Basis sind die Aussagen von 18 Führungskräften in Medienhäusern und von Markenartiklern. Was der Web 2.0 Gemeinde schon am Ende des Web 1.0 Zeitalters bekannt war, dringt jetzt langsam auch hier vor: Web-2.0-Applikationen, die schwierige bzw. niedrigen Erlösquellen der Social Networks oder aber auch Personalisierung durch Behavorial Targeting sollen die Zukunft sein, was nicht wirklich neu ist.
Grundsätzliche Aussagen des Leiters der Medienforschung bei Hubert Burda Media, Marc Mangold, wirken dabei so oberflächlich wie die Studie selbst “Forschung in diesem jungen Feld ist für alle Beteiligten von enormer Bedeutung. Die Studie unterstreicht die neuen Geschäftsmöglichkeiten, die das Web 2.0 klassischen Medienunternehmen eröffnet”.
Gerhard Müller, Partner bei Ernst & Young, vermeldet ebenfalls Standardaussagen: “Werbung nach dem ‘Gießkannenprinzip’ ist künftig nicht mehr notwendig. Allerdings wird die personalisierte Ansprache momentan noch nicht angemessen kapitalisiert, da akzeptierte Standards, also eine gültige Währung, fehlen”.
Also stellen wir mal ungewöhnlicherweise den Kommentar vor die ‘Neuigkeiten’, sprich die sieben Trends…
Spot On!
Dürftige Erkenntnisse – es lebe die Offlinewelt 1.0! Was in der Studie als Web 2.0 verkauft wird, ist teilweise pure Web 1.0 Basis: Personalisieren, Kooperieren und Syndizieren. Man könnte fast sagen, es sei die Grundlage jedes modernen Businessmodells.
Diskussionen über eine neue Internetwährung wurden vor kurzem auf der OMD und auch bei Turi2 in einem Interview mit York v. Heimburg bereits geführt. Bisher scheint sich die Branche aber noch nicht wirklich nach einer neuen Währung zu sehnen.
Die gesamte Sache erinnert irgendwie an den CEO-Report, die schonmal die Runde machte – aber auf weltweiter Ebene und nur unter den Medienhäuser CEO’s durchgeführt wurde. Wiedermal frägt man sich: Ist das nun die krampfhafte PR-Maschinerie der ‘Großunternehmen’, eine nette verkappte Marketingkampagne, ein banaler SEO-Trick oder das unbedingte Muss einen tollen Vortrag auf den Medientagen halten zu müssen?
Wahrlich visionär Nachrichten der Medienhäuser sind definitiv anders -dies wirkt eher wie eine Absicherung der Revenue-Streams und erinnert an Stefan Niggemeiers ‘Schlechter Online‘. Wer die Kritik noch ein wenig stärker will, der lese bei Ralf Schwarz ‘mediaclinique‘ die Kommentare hierzu. Fragwürdig erscheint auch die Auswahl der Befragten, wie Hugo E. Martin schreibt. Er frägt, ob “man bei der Auswahl der ‘Experten’ da nicht vielleicht den Gärtner zum Bock gemacht hat?”
Ja, man muß am Ball bleiben, dann weiß man vieles vorher und muss keine Studien initiieren… Dann kann man sich oft Vorträge auf den Medientagen München sparen.
PS: Wer sich die sieben Trends der Medienunternehmen und Markenartikler im Web 2.0 Zeitalter dennoch antun will, bitte…
1. Die Entwicklung nachhaltiger, ökonomisch ertragreicher Erlösmodelle im Web 2.0 ist bei den Medienanbietern noch in vollem Gang. Einige Erfolgstendenzen sind inzwischen erkennbar: Personalisierung von Inhalten und Werbung, Kooperationen und Syndication, E-Commerce.
2. Bei Social Communities liegen die Erlöse noch immer auf eher niedrigem Niveau. Sie stellen derzeit noch keine Alternative zu den bisherigen Einnahmequellen großer Medienhäuser dar.
3. Von einzelnen Nischenbereichen abgesehen (beispielsweise Erotik oder B2B), bieten Subscriber-Modelle, bei denen Nutzer für Premium-Inhalte zahlen müssen, zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine adäquate, nachhaltige Erlösperspektive.
4. Personalisierung wird immer wichtiger: Behavioural Targeting und eine angemessene Dosierung der Verbraucheransprache werden künftig die Werbung ‘nach dem Gießkannenprinzip’ ablösen – auch wenn derzeit noch die klassische Bannerwerbung dominiert.
5. Bislang wird die personalisierte Ansprache von Web-2.0-Angeboten noch längst nicht angemessen kapitalisiert. Das liegt unter anderem auch am Fehlen wichtiger qualitativer Leistungsmerkmale, die dazu dienen können, die Wertigkeit der personalisierten Werbung zu erhöhen. Beispiel: die Use Time von Angeboten.
6. Die Grundregeln der Markenführung bleiben auch im Umfeld des Web 2.0 gültig. Allerdings wird die Markenbindung kurzlebiger werden. Die Markenführung wird nicht mehr allein zentralisiert von den Marketingverantwortlichen umgesetzt werden können: Aktive ‘Prosumer’ werden direkten Einfluss darauf nehmen.
7. In Ergänzung zu bisherigen Medienangeboten sind Web-2.0-Applikationen eine notwendige zusätzliche Option, um eine Marke attraktiv zu erhalten. Sie stellen keine Kannibalisierungsgefahr dar.
News Update – Best of the Day
30.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Daily Top 3
- Mit Stylebooker.de will Yvonne Jarchow, ehemals Direktorin für Marketing und Communications von “Elle” und “Freundin”, das erste Social Media Modeportal starten. Die Mode-Plattform soll ausgewählte Online-Stores mit den Vorteilen eines Social Networks verbinden.
- Otto Versand geht in die Web-Offensive: Der ehemalige Versandhändler wird zum Online-Händler mit neuer Venture Capital Firma, Social Shopping-Plattform und eigenem Web-Vermarkter.
- Vitalista geht noch in diesem Jahr live. Handelswerbung 2.0: Das neue Portal, das Nutzer mit vielfältigen Informationen zu Angeboten des Lebensmitteleinzelhandels versorgt, startet noch in diesem Jahr gemeinsam mit ersten Partnern.
Keine Toleranz bei schlechten Kundenerfahrungen
29.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Sales
Wie schnell Kunden verloren gehen, beweist eine Studie von RightNow, die unter 1.000 Deutschen zum Thema Kundenzufriedenheit und Feedback durchgeführt wurde. Einmal schlechten Service geboten oder das Feedback ignoriert und schon ist der Kunde auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Die Schwelle der Toleranz ist sehr niedrig…
Laut Studie würden 84% aller Umfrageteilnehmer nach schlechten Kundenerfahrungen den Geschäftskontakt mit dem jeweiligen Unternehmen einstellen. Um diesen idealen Kundenservice durch Unternehmen gewährleisten zu können, sind über zwei Drittel der Käufer einverstanden, wenn sie direkt nach dem Einkauf nach ihrer Meinung gefragt zu werden.
Spot On!
Wer seine Kunden glücklich machen will, sollte die Kundenzufriedenheit in den Fokus rücken. Auch wenn man damit rechnen muss, dass so mancher Käufer mit einer Entschädigung für die Beschreibung seiner Zufriedenheit mit dem gekauften Produkt oder Service rechnet. Angst vor dem ungebremsten Feedback der Kunden sollten die Unternehmen nicht haben: 40% der Kunden äußern sich in der Regel positiv über das Unternehmen und nur 10,7 Prozent% geben immer oder oft ein negatives Feedback. E-Mail und Online-Umfragen sind gefragt, Telefon-Umfragen dagegen nicht!!!
Leitfaden Web-Analyse von Nedstat
29.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Chief Web Officer
Der zunehmende Trend, sich eine professionelle Web-Analyse Lösung zuzulegen, findet in Unternehmen immer mehr Fürsprecher. Dennoch fehlt oft das Wissen, über den Nutzen einer solchen Lösung.
Um sich ein professionelles Basiswissen zu diesem Thema aneignen zu können, hat Nedstat jetzt in Zusammenarbeit mit dem BITKOM einen neuen Leitfaden zum Thema Web-Analyse herausgebracht. Das 15-seitige Paper bietet zahlreiche Tipps und Praxisbeispiele, wie man die über den Traffic der Webseite gesammelten Daten auswertet und zur die Optimierung der Webseite nutzt.
Der Leitfaden steht hier kostenlos zum Download bereit.
News Update – Best of the Day
29.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Daily Top 3
- DMEX punktet gegen OMD: GWA unterstützt DMEX. Mit der Unterstützung der “klassischen Werber”, des Fachforum Online-Mediaagenturen (FOMA) und des Arbeitskreises Agenturen im BVDW, werden bei der ersten dmex im September 2009 voraussichtlich alle relevanten Agentursegmente in Köln vertreten sein.
- Das Thema Datenschutz und freie Meinungsäußerung wollen die großen Internetfirmen wie Microsoft, Google und Yahoo zukünftiger genauer nehmen. Offensichtlich sind die Absichten aber sehr generell formuliert, wie David Nelles ausführt.
- Damit Ihre Werbung den Bogen des Ertragbaren nicht überspannt und nicht verboten wird, sollten Sie sich die Top 10 Banned Adverts ansehen… – auch als Spaßfaktor für den Tag nicht ungeeignet. Es lebe das Offline Network, das mir diesen Link schickte…
BITKOM macht IT- und Internetbranche Mut
28.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Company, Sales
Wenn man sich die Nachrichten des BITKOM liest, besteht angesichts der in diversen Medien verbreiteten Krisenstimmung eigentlich kein Grund zur Panikmache in der IT- und Internetwelt.
ITK-Industrie: Auswirkung der Finanzbranche
Status 2008: Eine Studie unter 301 IT-Unternehmen vermeldet, dass 86% der Befragten keine unmittelbaren Auswirkungen der derzeit kritischen Zeiten auf das Geschäft spüren. Bisher geben nur 13%, weniger Umsatz gemacht zu haben und das erwartete Aufträge ausbleiben.
Aussicht 2009: Auch die mittelfristigen Aussichten sind nicht so schlecht: 60% gehen nicht davon aus, dass die Finanzkrise negative Auswirkungen auf ihr Geschäft in den nächsten Monaten habe. 39% hingegen rechnen mit schwächeren Umsätzen als vor der Krise angenommen.
Auch die Angst vor einer erschwerten Kreditvergabe sehen 60% nicht. „Das spricht für ein gesundes Selbstvertrauen der Unternehmen“, sagte BITKOM Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.
Internet-Industrie: Online-Werbemarkt wächst
Status 2008: Der klassische Online-Werbemarkt wächst um 44% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zwischen Januar und September wurden Netto-Umsätze mit grafischer Online-Werbung in Deutschland gebucht von 1,4 Milliarden Euro.
Aussicht 2009: „Nach einem Wachstumsschub im Jahr 2007 hat die rasante Entwicklung angehalten. Der Online-Werbemarkt wird weiter zulegen, auch weil die werbetreibende Wirtschaft ihre Marketingbudgets ins Internet umschichtet“, erläutert BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.
Spot On!
Ohne Computer, kein Internet und ohne Internet, kein Computer. Irgendwie ist es manchmal herrlich, dass sich diese Branchen gegenseitig bedingen. Wenn man dann noch Teil dieses Zyklus ist, kann man selbstbewußt in die Zukunft blicken. Der OVK prognostiziert übrigens 1,8 Milliarden Euro Online-Werbung bis Jahresende in seinem Halbjahresbericht.
Falls alle Prognosen nicht stimmen, muss man eben wie 13 Millionen Deutsche privater Internetseller werden. Hilfreiche Tipps für private Anbieter bei Auktionen bietet übrigens auch der BITKOM schonmal…

