Pro-Accounts bei Twitter? Das Problem der Monetarisierung des Microblogging-Dienstes

24.11.2008 von  
Kategorie: Social Media

Nun hat Facebook offensichtlich also doch vorerst Twitter nicht gekauft. Die Gründe ‘Pro-Twitter’ lagen auf der Hand: cooles Tool und Image, ideale Ergänzung für Facebook und fetter Wachstum (600% Userwachstum im vergangenen Jahr) – aber wie macht man jetzt Geld damit? Hmm… Ein altes Problem der Social Networks wird zum Deal Breaker: die Schwierigkeit eine Vermarketungsstrategie zu finden. Vermutlich hatte Facebook selbst mit den Verhandlungen die Hoffnung, hier auf neue Ideen zu stoßen. Ok, ist eine Spekulation, aber schon so manche Verhandlung hat eine Firma auf altbekannte Modelle und neue Ideen stoßen lassen.

Twitter also immer noch im Becken der ‘goldsuchenden’ Microblogging Dienste. Und dabei hat man bei Twitter hinsichtlich der Vermarktung doch schon einiges versucht: Businesskunden sollten zahlen (warum wurde das nicht durchgezogen?) und beim Kundenservice wurde an Werbung/Advertising nicht gespaart. Aber da fallen einem auch schon die beiden ersten Fehler auf: Twitter lebt erstmal von Privatleuten, die das Tool als Vehikel für ihre ‘persönlichen’ Selbstvermarktungsbemühungen (ok, ist auch irgendwie Business…) nutzen – erst kommt eben der Mensch, dann das Business. Der Bereich des Kunderservice ist sicherlich nicht die Trafficmaschine, die den Umsatzhebel umlegt. Die Einahmequelle, per SMS in den USA an den Usern zu verdienen, ist sicherlich ein Ansatz. Dennoch kommt vermutlich 95% des Traffics und mehr von Leuten, die an (mobilen) Rechnern sitzen. Hier ist doch wohl eher anzusetzen…

Nun frägt man sich, wie man denn als Twitter gutes Geld machen könnte. Werbung wurde schon allseits diskutiert und Ansätze gingen von Bannerwerbung a la Google Adwords oder Adsense Textanzeigen über Hintergrund-Vermarktung bis hin zur ‘coolen’ Idee von Magpie, die einen zum Werbe-Vehikel via Twitter nutzen – per Tweet kommt Werbung einfach mit, sprich: der eigene Twitter-Accout wird einfach zur Litfass-Säule.

Anlässlich des Sesselwechsels von Lars Hinrichs bei XING nehmen wir nochmal den Gedanken auf, warum es keine Pro-Accounts bei Twitter gibt? Den Pro-Account zu definieren, ist prinzipiell einfach: Follower sieht man nur begrenzt und @Replies ausschließlich, wenn man Pro-Account User ist. Wo wäre wohl der kritische finanzielle Punkt erreicht? 3 EUR, 5 EUR monatlich – Flatfee 25 EUR pro Jahr?

Spot On!
Würde die Einführung der ‘Pro-Account’ Idee jetzt Twitter killen, oder doch eher gar keine Umsätze die Plattform lahmlegen? Wenn Twitter wirklich einen Businessnutzen hat (und Dell hat schon ordentlich Umsatz gemacht mit Twitter!), dann sind die Kosten für Firmen zu vernächlässigen – Twitter macht es glücklich und gibt dem Businesswert endlich irgendeine Berechtigung außer die, unendlich viele Kontaktdaten zu haben, die man nicht über Dritte kontaktieren darf. Und die Privatuser, die Twitter gut finden und nutzen, werden mit einem geringen Obolus -symbolischer Wert 1 EUR- auch leben können – sonst kann man ja gar nicht mehr ‘schnattern’. Oder…?

News Update – Best of the Day

- Alle Firmen machen sich Gedanken, wie sie mit Social Media erfolgreich sein können. Hier sind 10 aussagekräftige Fakten, worauf man achten muss: Don’t buy in these top ten myths!

- Mediascope Europe 2008: Für die ‘Generation Online’ ist das Internet verständlicherweise das neue Leitmedium – für das Fernsehen wird es zum ‘Leidmedium’. Über die Langzeitstudie zur Mediennutzung gibt es hier mehr…

- … und wenn das Interactive Advertising Bureau (IAB) in Krisenzeiten aus USA gute Zahlen rausbringt, ist die Online-Werbebranche froh: Online-Werbung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11% rauf!

Google Zukunft: Mobile Advertising NEIN – personalisierte Suche JA!

Ein Interview mit Google-Nordeuropachef Philipp Schindler in der Printausgabe der Horizont verdeutlicht, dass Google noch lange nicht mit etablierten mobilen Werbeformen rechnet. Offensichtlich lassen Aussagen von Werbekunden Google zu dem Entschluss kommen, dass Mobile Marketing noch auf sich warten lässt.

“In schwierigen Zeiten fokussieren sich Unternehmen auf die Werbeformen, die sie kennen und die Erfolg versprechen. Dazu gehört Mobile Advertising noch nicht” meint Schindler im Interview. Schindler sieht vor allem die Hersteller von Endgeräten und Netzanbieter in der Pflicht, Grundlagen zu schaffen, dass ein Markt für Mobile Advertising entstehen kann. Laut Schindler fokussiert sich Google zukünftig erstmal auf das Kerngeschäft: Videowerbung und natürlich Suche.

Hinsichtlich der Google-Suche tut sich einiges web-2.0-liges: US-Google-Nutzer bewerten ab sofort Google-Sucheinträge und können diese neu ordnen und kommentieren. SEO wird damit neu definiert. Die Internetuser können jetzt ordentlich mitbestimmen, was wo und wie auf den Suchergebnissen passiert – nicht mehr nur der komplexe Algorithmus sagt, was oben steht sondern die User selbst.

Zudem gibt es “SearchWiki” als neues Feature. Eingeloggter Google-Nutzer können ebenso Suchergebnisse ähnlich wie bei Digg bewerten, kommentieren, neu ordnen oder löschen. Möglich machen dies neue Icons hinter jedem Treffereintrag. Immer wenn ein Internetuser neu nach diesen Begriffen sucht, wird ihm seine personalisierte Liste angezeigt. Darüber hinaus können sich die Nutzer auch informieren, welche Treffer andere Nutzer für das gewählte Keyword als besonders nützlich angesehen haben.

Die Suche der Zukunft bei Google wird in diesem Demovideo erklärt.

Wochenrückblick: Webstrategie, Internetstrategie, Onlinestrategie

Der aktuelle Wochenrückblick mit den neusten Nachrichten zum Grundthema des Blogs…

- Gewinner der Finanzkrise sind die Webspezialisten. Laut einer Studie von HORIZONT wird ihre Bedeutung und das Thema Webstrategie für Unternehmen weiterhin zunehmen. So woll der Deutsche Sparkassen- und Giroverband nach eigenen Angaben seine Webstrategie “weiter forcieren und damit auch die Präsenz im Onlinekanal erhöhen”, meldet HORIZONT.

- Germanwings: Über die 100%-ige Online-Strategie des Unternehmens hat Gunnar Möller, Leiter des Marketing Teams International bei der Lufthansa-Tochter auf einer Veranstaltung der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein berichtet.

- Siemens: Wie man das Thema Personalmarketing für Traineeprogramme mit einem sinnvollen strategischen Konzept ins Rollen bringt, berichtet Crosswater-Systems in einem interessanten Fallbeispiel. Zum Ausdruck kommt dabei auch, wie Web 2.0 Maßnahmen sich auf die Webstrategie auswirken.

- Über das Thema Hörbücher, die damit verbundene Kooperation mit den Radios und die Problematik hinsichtlich der Internetstrategie der öffentlich-rechtlichen Sender schreibt das Börsenblatt.

- Die Wirtgen Group macht sich online auch attraktiv: Auftritt und die fünf Auftritte der Firma sind alle auf einer technischen Basis und einem gemeinsamen grafischen Grundgerüst vereinheitlicht. Von der Online-Strategie der Wirtgen Group schreibt prcenter.de.

Social Networks für Frauen, Mütter und Eltern

21.11.2008 von  
Kategorie: Social Media

Neue Social Networks und Online Communities für Frauen, Mütter und Eltern schießen schneller aus dem Boden als man den Überblick behalten kann. Die Zielgruppen sind finanziell potent und offen für neue Produkte. Wer z.B. aus Absatzsicht wissen will, wo sich Eltern auf Communities tummeln, sollte sich diese ausführliche Übersicht der Eltern-Plattformen mal ansehen.

Was die Zielgruppen Frauen und Mütter angeht, so finden hier mal ein paar interessante Plattformen ein wenig mehr Beachtung, die wahrlich viel Gründe und Potential für Werbeeinsätze liefern: ein Social Network für die moderne mobile Frau, zwei Communities für (auch werdende) Mütter und das neue Corporate Community des Kinderwagen-Produzenten Bugaboo. Die Auswahl beruht darauf, dass diese Plattformen teilweise neu sind, teilweise nicht IVW gelistet oder klar positioniert – aber sich dennoch großer Beliebheit erfreuen.

Neue Community Plattformen

shesconnected.com
Women and Businesswomen united – das Sex and the City Netzwerk? Nun kommt also die exklusive Plattform für die Frau und man frägt sich, ob nicht eine persönliche Präsenz auf XING, LinkedIn oder Facebook genügt? Nein, denn so die Plattform… “No other site allows women to create both a personal and professional profile. Keep one private, make the other public.” Man(n) frägt sich automatisch: Gibt es eigentlich für Männer schon eine ‘hesconnected’ Community, oder brauchen Männer ein geschlechtsspezifisches Social Network nicht? Für Frauen positioniert sich das Social Network als …

“…the one place where busy women can connect with others to find the tools, tips and resources to simplify everyday life on the go. Whether juggling family, career or both, now women can stay connected to who and what matters most.”

Ein aus Business- und Finanzierungs-Sichtweise sicherlich guter Ansatz ist das Shesconnected Publishers Network, welches talentierten Bloggern und der ‘publizierenden’ Menschheit die Option bietet, Content in die Plattform einzubringen und der mobilen Frau interessante Inhalte zu offerieren. Ein cleverer Web 2.0 Ansatz: Nicht die Plattform muss für Content sorgen, sondern die Community selbst – oder eben diejenigen, die den Zugang zur Frau suchen.

bugaboofriends.com
Diesen Monat launched Bugaboo seine weltweite, lokalisierte Online Community: Bugaboo Friends – eine Community für Eltern, Großeltern, Freunde der Marke und allen mobilen ‘Kinderwagenschubsern’. Dort sollen Geschichten ausgetauscht werden, Produkte vorgestellt und Tricks gezeigt werden, sowie Fotos und Videos von Bugaboo Begeisterten aus aller Welt hochgeladen werden. Bugaboo fordert die Mitglieder zu Bewegung auf, neue Örtlichkeiten zu erforschen und stellt selbst Tagestrips vor. Natürlich gibt es für Commmunity Mitglieder alle Neuigkeiten um das Brand und die Company zuerst. Und die Community wartet mit einem Statement auf, welches werdenden Eltern ein neues modernes und mobiles Leben aufzeigt.

“Just because you become a parent doesn’t mean you have to stop exploring.”

Dieses Statement, die Geschichte um die Funktionalität und die Filmfeatures der Kampagne machen eine solche Online Community zu einer runden Sache – empfehlenswert für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Corporate Community Plattform zu schaffen.

Community Plattformen für Mütter

mamacommunity.de
Die Community für die Mama – eine von vielen neben der offensichtlich marktführenden Plattform netmoms.de (Oktober 2008: 18 Mio. PIs). Auf mamacommunity wird alles besprochen, was rund um Schwangerschaft, Baby, Kinder, Familie, Schwanger werden und Geburt geht. Die eigene Bezeichnung ‘Die Online-Community für Mütter, Schwangere & Co.’ klingt irgendwie herrlich – denn was oder wer ist ‘Co.’ (Papa?). Der Mitteilungswille und Kommunikationsaustausch unter Frauen ist bekannt – unter Mütter ist er immens … und im Wachstum. Da macht es anscheinend auch nichts aus, dass die Plattform gar nicht groß auf eine Beschreibung oder Positionierung setzt (außer die paar Google Metas) – eine ‘Über uns’ Seite fehlt gänzlich, ist für die Mütter aber wohl nicht wichtig. Es wurden inzwischen über 1 Mio. Beiträge (!) geschrieben. Für Frauen zählt anscheinend, dass gesprochen, diskutiert und mitgeteilt wird – eben der Grundgedanke einer Community. Was die Vermarktung der Seite betrifft, so sucht man Angaben hierzu gänzlich – auch wenn sich Banner auf der Seite finden.

mamiweb.de
Im Mai 2007 gestartet hat mamiweb.de inzwischen über 175.000 Mitglieder. So zitiert Perspektive-Mittelstand einen der Mitbegründer: „Mamiweb ist der Konkurrenz mittlerweile meilenweit voraus”, so Dr. Gerhard Öllinger, Geschäftsführer der Mamiweb GmbH in Frankfurt am Main. „Unser Angebot an Mütter und Schwangere ist so beliebt und bekannt, dass sich fast jede Minute ein neues Mitglied bei unserem kostenlosen Netzwerk registriert!”. Auf dieser Seite wird wahrlich an alles gedacht und erklärt. Natürlich auch Fotoaustausch, Regionaltipps und verschiedene Gruppen finden sich auf der Community-Plattform. Bei so viel Informationen und Austauschmöglichkeiten fägt man sich, ob ein Blog noch Not tut – nach Einsicht bietet dieser aber wahrlich hilfreiche Tipps für Mama und Papa. Vermarktet wird die Seite von GUJ Electronic Sales und so finden sich auch zahlreiche Banner auf der Seite.

Spot On!
Es ist faszinierend, wie unterschiedlich man Eltern, Mamas oder Frauen in unserer Web 2.0 Welt adressieren kann – mannigfaltig nach Geschlecht, nach Vorlieben, nach Selbstdarstellung oder Produktvorlieben. Für jede unterschiedliche Lebenssituatione kann man ein neues Gesicht aufsetzen. Wenn wir alle zwischen unseren Blogs, XING, LinkedIn, Social-, Privat-Interessen Networks oder -Communities hin- und herwandern, bleibt nur zu hoffen, dass wir da noch Zeit haben werden, reale Zwischenmenschlichkeit zu pflegen, unsere Kinder zu wickeln oder im Handel uns den begehrlichen Produkten der Zukunft und des handfesten Lifestyles zu widmen. Sonst haben wir bald SecondLife zur Realität gemacht… oder nicht?

Quo vadis, Sales? – Multichannel-Vertrieb im Fokus

21.11.2008 von  
Kategorie: Prosumer

Der moderne Prosumer fordert und stellt den Vertrieb der Unternehmen auf den Kopf. Früher kaufte der Konsument im Handel oder Versandhandel. Heute müssen Unternehmen attraktive Absatzkanäle wie das Internet und TV Shopping ebenfalls in ihre Vertriebsstrategie mit einbeziehen. Kein einfaches Unterfangen, wie eine aktuelle Studie der A.T. Kearney verdeutlicht, die weltweit die führenden 100 Handelsunternehmen untersucht hat.

Wohl dem der die richtige Visioin mit einer Mehrkanalstrategie vorweisen kann. Was laut der Studie allerdings noch die wenigsten von sich behaupten können. Nur 40% der Unternehmen nutzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zwei oder mehr Vertriebskanäle – eine kanalübergreifende Geschäftsstrategie ist dennoch nicht umfassend integriert. Die Präsentation der Studie zeigt an Fallbeispielen, wie unterschiedlich Unternehmen auf die zahlreichen Channel Vertriebsoptionen reagieren…

Dabei sind die Chancen für die Unternehmen gemäß den Studienergebnissen groß: Eine konsequente und integrierte Mehrkanalstrategie kann den Unternehmensumsatz jährlich um bis zu 5% steigern, wobei u.a. das Internet als Absatzkanal eine entscheidende Rolle spielt.

“Mit jährlichen Wachstumsraten von knapp 20 Prozent wird sich der Umsatz in diesem Segment von rund zwölf Milliarden im Jahr 2008 auf 17 Milliarden im Jahr 2010 erhöhen”, so Mirko Warschun, Partner bei A.T. Kearney und verantwortlich für den Handelssektor in Mittel- und Zentraleuropa.

Anzahl der integrierten Vertriebskanäle in den untersuchten Unternehmen…
- 60% nutzen nur einen Vertriebskanal
- 30% nutzen zwei Vertreibskanäle
- 10% nutzen drei oder mehr Vertriebskanäle

Deutschland hinkt hinterher
Im globalen Vergleich werden die Unterschiede deutlich. “Globale Unternehmen sind ihren Wettbewerbern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz derzeit bei der Umsetzung einer Mehrkanalstrategie weit voraus”, sagt Jochen Stratmann, Co-Autor der Studie. “Der Anteil der globalen Handelsunternehmen, die mindestens zwei Vertriebskanäle einsetzen, ist mit 76% nahezu doppelt so hoch wie im deutschsprachigen Raum”, so Stratmann weiter. Gemäß eines neu entwickelten Multi-Channel Retailing-Index erreichen Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gerade mal einen Wert von 41% im Vergleich zu durchschnittlich 55% beim globalen Mitbewerb.

Spot On!
Interessant wäre nun die Gründe zu erforschen, die es deutschsprachigen Unternehmen offensichtlich schwer machen, eine Multichannel-Vertriebsstrategie ins Leben zu rufen. Ressourcenmangel, mangelndes Wissen über die Chancen und Risiken oder vielleicht die Angst, einem Vertriebstrend hinterherzulaufen, der sich irgendwann vorwiegend auf das Internet und ausschließlich den Handel fokussiert? Antworten hierzu wären hilfreich…

Die Präsentation der Studie steht hier zum Download bereit.

Von Weichmachern und herrlichen Video Ads…

Obwohl wir alle eigentlich Kommunikationsexperten sind, schaffen wir es doch irgendwie immer wieder, manchmal die Weichmacher in unsere Sprache einzubringen. In der Businesswelt ist das meistens kontraproduktiv, denn Erfolg hat in der Regel nur der, der die Kommunikation beherrscht und mit einem Wort auf den Punkt kommt. Also, raus mit den Weichmachern und rein ins Auto damit…

Auch wenn man in vielen Seminaren von Rede- und Wortgewandtheit, Präsentationsstärke und Verhandlungsgeschick lernt, vielleicht ist es doch nur der körperliche Eindruck der zählt – auch wenn wir wissen, dass Inhalte, Art und Weise und Körpersprache für die Vertragsabschlüsse zusammenspielen und ausschlaggebend sind. Oder ist es doch eher die Sprache?

Das Sprachmodell ist uns allen prinzipiell klar: Sender an Empfänger, Empfänger an Sender. Bei dem nachfolgenden Spott frägt man sich, was denn nun mehr zählt: der Inhalt oder der körperliche Ausdruck? Die Art und Weise ist sowieso einzigartig und ‘weich gemacht’ sind hier nur die Nudeln…

Spot On!
Offensichtlich ist das aus dem Fussball bekannte One-Touch-System auch wortspielerisch möglich…

News Update – Best of the Day

- Business-To-Business (B2B) Blooging ist aus vielen gründen vorteilhaft: Beziehungensmanagement, Kundenpflege, Potentialerweiterung in der Sales-Pipeline und zur Demonstration von Wettbewerbsvorsprung. Dennoch haben lediglich rund 13% der Fortune 500 das Bloggen inzwischen für sich entdeckt – laut eines Berichts von search engine land

- Facelift bei Manager-Magazin.de und Spiegel Online, die ihre gemeinsame Finanz-Site einer Grundüberholung unterzogen haben. Die Seiten haben zudem ein neues Layout und neue Funktionen erhalten, die Startseite wurde komplett neu gestaltet. Weitere Infos bei meedia

- Das Internet macht einen großen Schritt in eine andere ‘außerirdische’ Welt, meint Mathew Ingram und sieht die technischen Möglichkeiten dafür gegeben. Dennoch frägt er ‘how does information get transmitted effectively over such vast distances?’…

IBM’s Beyond Advertising Studie: Going Digital

Jetzt ist es also raus… Laut der jüngsten IBM Studie ‘Beyond Advertising: Going Digital’ akzeptieren und nehmen die User neue Formate im Web an – aber nur, wenn die Unternehmen sich an die Regeln halten. Moment: Regeln, welche Regeln? Im Internet? OK, Spass beiseite…

Die Grundregel lautet: ein zielgruppengerechter Gegenwert muss her! Mehr als 60% der Befragten geben persönliche Daten wie Alter, Geschlecht, Lebensstil und Kommunikationsinteressen preis, wenn sie dafür etwas Zählbares (Incentives und Mehrwert!) danach in den Händen halten – jüngere Menschen sind dabei generell zugängiger als ältere. Die direkte Marketingkommunikation zur Einzelperson wird gewünscht, solange nicht mit der Gießkanne Informationen vom Unternehmen auf die Person gegossen werden.

Es tut sich was im Web: Die diesjährige Studie verdeutlicht, dass die Annahme von digitalen Content Services sich im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelt hat, wobei Social Networking und mobile Nutzung sich mehr und mehr weltweit durchsetzen, ja sogar erwünscht sind. 45% geben an, sich Online-Videos bereits auf mobilen Geräten angesehen zu haben (76% auf PC’s!).

Fragwürdig bleibt weiterhin die Monetarisierung, denn anzeigen-finanzierte Modelle werden den paid-content Angeboten immernoch bevorzugt. Und am liebsten würden die User natürlich vor oder nach dem Videokonsum die Anzeigen aufnehmen – vermutlich eher danach, da es sich besser ‘wegzappen’ lässt. Während des Videos stößt Werbung auf schärfste Kritik. Ja, der Online-Video User muss erst an diverse Sachen gewöhnt werden, die im TV nie am Pranger standen…

Spot On!
Die weltweite Studie verdeutlicht, dass es noch viele Möglichkeiten gibt für Marketiers und Werbekunden, wenn sie angemessen mit der Zielgruppe kommunizieren. Kommunikation ist eben der Schlüssel zum Kunden. Was Marketiers noch lernen müssen, ist dass Online-Video im Internet nicht traditionellem Fernsehen entspricht – auch wenn es on-demand (Mehrwert!) und zeitunabhängig (Mehrwert!) ist, das Gleiche bietet und grundsätzlich nur auf einem anderen Gerät abläuft. Schwer zu verstehen, ist aber so…

Basis: Die Studie wurde unter 2.800 Teilnehmern wurde in sechs Ländern im Bezug auf digitale Medien und Unterhaltungsgewohnheiten durchgeführt.

News Update – Best of the Day

- Italien: Facebook verboten…?! Vielleicht hätten die italienische Behörden die nachfolgende Studie kennen müssen. Die Auftragsstudie von AT&T besagt, dass Social Networking die Effizienz im Arbeitsalltag steigert. Die Beamten hätten dann vermutlich fröhlich weiter networken. Die Zusammenfassung gibt es hier.

- Anything that can be video will be video: Ist YouTube das nächste Google? Alex Iskold erzählt die Geschichte eines neunjährigen Jungen, der statt Google stets YouTube verwendet, wenn er nach Informationen sucht.

- XING bringt den Verkehr Amerikas in Unordnung und lässt Steuerzahler auf die Barrikaden gehen – zumindest laut Comedian Lou Santini, der live aus USA berichtet. Cooler Viral-Effekt…

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