Vision oder Utopie? – Personal Web Manager
30.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: CEO
Zeit ist das wichtigste Gut der modernen Jobwelt 2.0. Wieso, ist uns allen prinzipiell klar – weil Sie uns überall verbucht (Outlook und Instant Messaging), verheizt (zunehmende Mobilität, die einen ebenfalls dank mobilem Internet nicht mehr offline sein lässt) und vor allem ‚vernetzwerkt‘ (Social Media Explosion). Wer heute seinem guten Ruf einen frischen Persönlichkeits-Stempel 2.0 aufdrücken will, der muß schon bei XING in einigen Gruppen präsentieren, bei Facebook ,business-socializen‘ und bei LinkedIn seinen internationalen Verbindungen nachgehen. Ja, es kam sogar kürzlich die Frage auf, ob man bei zu vielen sozialen Netzwerken registriert sein kann.
Der aktive Businessmensch ist ein Identitätswandler 2.0 geworden. Er befindet sich immer im Zwiespalt zwischen dem Befolgen der Business-Prozesse des Unternehmens, auf dem Laufenden bleiben sowie dem Produzieren von zur virtuellen Diskussion beitragenden, qualifizierten ‚Mini-Statements‘ und Thesen, die die persönliche Web-ID aufpolieren. Hinzu kommen immer mehr Herausforderungen, die Unternehmen an den Mitarbeiter aufgrund von Finanzkrise, Kostenreduktion und Personalabbau stellen. Und irgendwann wollen persönliche Ur-Bedingungen (Familienleben) und Bedürfnissen, wie dem Ausleben eigener Hobbies, auch noch befriedigt werden. Die externen Fremdbestimmungen wachsen. Wie man allerdings auf Dauer diese bewältigen soll, ohne sich der Gefahr gesundheitlicher Schäden auszusetzen, bleibt vielen Menschen langsam schleierhaft.
Die Mehrbelastung von Web 2.0 und sozialen Medien tut ihr Nötigstes und will irgendwie gefiltert oder kanalisiert werden. Und wenn die Welt der sozialen Medien selbst schon auf die Idee kommt, Guides zu schreiben, wie man als sehr beschäftigter Businessmensch 2.0 Zeit sparen kann, dann muß eine Lösung her.
Wie kann man dem Phänomen Web 2.0 als erfolgreicher Businessmensch begegnen? Eine Lösung ergab sich vor kurzem nach einer langen Diskussionsnacht in einem Kreis lösungsorientierter Manager. Man erinnerte sich an die eigene Universitätslaufbahn. Da sah man die fleißigen Bienchen der ‚Professoren-Follower‘, auch ‚HiWi‘ genannt, extrem motiviert herumspringen. Die jungen ehrgeizigen Menschen, die letztendlich ein Zwitterleben (nicht Twitterleben!) zwischen Verwalter, Aggregator und Multiplikator innehatten. Da lag die Lösung nahe – es muß ein neuer Berufsstand her! Die Idee des Personal Web Manager und der Personal Web Assistant nahm Gestalt an.
Profil des Personal Web Manager (PWM) und Personal Web Assistant (PWA)
(Im weiteren Beitrag werden wir die Position kurz als Persönlicher Webberater bezeichnen.)
Der Persönliche Webberater erhält je nach Management-Qualifikation seinen Aufgabenbereich und seinen Titel. Vorwiegend geeignet für den Job sind je nach Profil webaffine Top-Manager oder internetbegeisterte Studenten. Der Persönliche Webberater ist in seiner Funktion Coach und/oder HiWi für erfolgreiche, aufstrebende Business Entscheider, die dem Lauf der Menschheit 2.0 folgen, die Reputation im Sinne des Unternehmensmanagements in der virtuell-realen Welt optimieren sowie es selbst zu Ruhm und Ehre bringen wollen.
Verwalter des virtuellen Business
Der Persönliche Webberater organisiert und segmentiert Web-Aktivitäten des Business Entscheiders nach Wichtigkeit der Märkte und internen Umsatzvorgaben sowie nach Themen und Projekten – davon ausgenommen ist die Email-Kommunikation, auf die sich der Business Entscheiders wieder aufgrund des Zeitgewinns durch die Hilfskraft konzentrieren kann. Der Persönliche Webberater kümmert sich um die Registrierung auf zahlreichen Internet-Plattformen (von Communities bis Networks) und führt das auf den Business Entscheider und sein Arbeitsumfeld bezogene Monitoring durch und optimiert das Profil des Vorgesetzten. Zusätzlich bringt er RSS_Feeds, Bookmarks, Micro-Blogging und soziale wie auch Business Netzwerke in eine standesgemäße Businessform. Alle Maßnahmen münden extern in einer einheitlichen persönlichen Web-ID bzw. Digital DNA.
Bilateraler News-Aggregator
Der Persönliche Webberater sammelt im Web gemäß der Ausrichtung des Managers Wissen, Beiträge und Trendansätze im Sinne der unternehmerischen Ziele. Darauf basierend überlegt er sich sinnvolle Output-Strategien und erarbeitet Vorschläge für Gruppen-Beiträge in Netzwerken, formuliert diese bestmöglich aus, legt sie zum Korrektur lesen und letztendlich Publizieren vor. Der Manager macht lediglich finale Klicks zur Freigabe. Früher bekam man die Mappe zur Unterzeichnung von Dokumenten, heute bekäme man nur ein digitales Dokument mit den Inhalten für die Links. Kopieren – Einfügen – Fertig!
Unternehmerischer Kontakt-Multiplikator
Der Persönliche Webberater ist für die Qualität und den Ausbau das Business-Netzwerk des Managers verantwortlich. Als Kontakt-Multiplikator registriert, überfliegt, überwacht und optimiert der Persönliche Webberater das Netzwerk des Managers nach alten und neuen fachrichtungsspezifischen Kontakten. Er evaluiert Fach-Gruppen in Business- und Social Networks nach Neukontakten und berät hinsichtlich nützlicher Kontaktanfragen. Zusätzlich bemüht er sich um Moderationsoptionen in Gruppen und sucht nach virtuellen und realen Optionen, den Manager als Sprecher oder in Gastbeiträgen zu plazieren.
Wie wird der Personal Web Manager und Personal Web Assistant finanziert? Unternehmen suchen grundsätzlich nach ultimativen und möglichst effizienten Motivations-Incentives oder Einstellungs-Boni, welche sie dem mittleren und oberen Management nebst Auto, Handy oder der Golf-Club Mitgliedschaft als Motivationsspritze geben können. Warum nicht einen Personal Web Manager oder Personal Web Assistant dieser Person zur Seite stellen? Er ist produktiv, innovativ, motiviert und läßt die Firma die Maxime des Web 2.0 leben –auch in Zeiten der Ressourcenknappheit.
Dem Freiberufler ist der Persönliche Webberater lieb und recht, insofern die Auftrags- und Umsatzlage stimmt. Kann man diese Stelle zeitlich-befristet und/oder auf freiberuflicher Basis als steuerliche Abschreibung organisatorisch relativ einfach handeln bzw. als Trainee- oder Praktika-Stelle schmackhaft machen.
Spot On!
Natürlich könnten die Manager auch selbst infolge automatisierter Dienstleistungsangebote im Web (wie Netvibes, PeopleBrowsr, Noserub, etc.) diese Arbeiten erledigen. Aber wer kann allein schon im Businessalltag der Geschwindigkeit des persönlichen Outputs seiner Twitterati folgen. Vor allem, wenn man im Daily Business auch noch auf gute Manieren und angemessene Etikette in Business Netzwerken achten soll. Sprich: Entweder man muß sich schön langsam in eine für die virtuelle Welt optimierte Multitasking-Maschine entwickeln oder Kommunikationsprozesse 2.0 einfach automatisieren. Einen Personal Web Manager oder Personal Web Assistant einzuführen, wäre eine professionellere Lösung und schafft zahlreiche Arbeitsplätze.
Prognose 2009: Online Werbeausgaben
28.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Webmarketing
Wenn sich die Analysten von eMarketer zu einer Online Werbeprognose hinreißen lassen, kann man sich die ruhig mal ansehen. Allerdings wollen wir das in der Kurzform machen, denn es handelt sich um US Marktzahlen. Dennoch lässt sich der Trend sehr wohl auf den europäischen Raum projezieren – letztendlich kommt er vielleicht nur ein paar Monate später.
Wagen wir also mal eine Gewinner- und Verlierer Prognose…
Gewinner 2009
Video Ad Spend
Entgegen des Abwärtstrends bei Online Werbeausgaben wird sich Online Video Werbung äußerst positiv entwickeln – plus 45% in 2009. eMarketer sieht hierfür zwei Gründe: a) professioneller Video Content entsteht durch den zunehmenden Einstieg der TV Networks, die den Brand Marketiers eine solide Basis für ihre Ausgaben offerieren. b) Die Budgets – wenn auch gewaltig limitiert- müssen effizient ein großes Online Massenpublikum erreichen: Video ist die zuversichtlichste Option.
Suchmaschinen-Marketing
Angenommenes Wachstum: 14,9% – auch hier zwei Begründungen: Aufgrund der hohen Messbarkeit hat Suchmaschinenmarketing beste Chancen der Wirtschaftskrise zu trotzen – auch wenn es nicht rezession-resistent ist. Wer Suchmaschinenmarketing macht, setzt auf kein ‘gewagtes Pferd’. Auch der Prosument wird die Suche in Krisenzeiten als bewährtes Mittel für gute Deals einsetzen – ein klares Pro gegenüber altbewährten Werbeformen online wie offline.
Social Networking: E-Commerce Umsatzbringer
Aufgrund der ‘Selbstbedienungs-Werbe-Mentalität’ von Facebook und MySpace haben Kunden wie Unternehmen die Chance, ihre Dienstleistungen und Services mittels E-Commerce Lösungen der Social Networks kostengünstig und einfach anzubieten. Wenn Marketinggelder geringer werden, wird sich so manches Unternehmen die Rentabilitätsfrage hinsichtlich Social Media stellen – schließen oder migrieren zu großen Social Networks?! Nur so lässt sich die avisierte große Masse erreichen. Auch die neuen Vermarketungsstrategien der Social Networks wie Facebook und MySpace werden Unternehmen hier zum Umdenken zwingen. Und wenn Twitter übernommen wird, stellt sich nur die Frage, welche E-Commerce Targeting Vermarktung der neue Inhaber einsetzen wird.
Verlierer 2009
Retail E-Commerce
Online Retail Umsätze wachsen nur um 4% in 2009. Der Sättigungsgrad an Onlinekäufen hat sich langfristig eingestellt – und die Wirtschaftskrise wird diesen Trend noch verstärken. Nur von den langjährigen Onlinekäufern lassen sich hier noch Zuwächse erwarten.
Klassische Medien
Zeitungswerbung wird am meisten leiden aufgrund von Rezession, Budget-Cuts und Konsolidierung. Für die klassischen Medien bleiben nur zwei Optionen: Frequenz eindampfen oder zu einer webbasierten Strategie greifen. Die beste Ausführung, was mit den klassischen Medien in Deutschland geschieht, schreibt hierzu Christoph Salzig.
Spot On!
Wie bei allen Prognosen ist aber auch Vorsicht geboten: Setzen alle Marketiers auf die gleichen Trends, kann man als Trendsetter gelten oder, wer zu spät beginnt, untergehen… Da kommt der Ansatz des multikulturellen Marketings wie eine Erlösung als neue Idee, die zunehmend zum Trend wird in Amerika. Immer mehr ‘internetfremde’ Kulturen entdecken das Web – ob mobil (auch per Handy) oder nicht. Wer sich hier eine neue treue Zielgruppe erarbeitet, hat die Zukunft im Blick. Mit gezielten sprachlichen und kulturellen Botschaften kann man hier abseits der ‘klassischen’ Onlinewerbung Aufmerksamkeit verschaffen.
Deutsche Top-Banken zu Social Media und Web 2.0
28.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Featured Stories, Social Media
Im Ausland nimmt Web 2.0 bei Banken langsam Fahrt auf. Die österreichische CapitalBank bloggt, die englische First Direct hat sogar eine eigene Community ins Leben gerufen und auch eine kleinere deutsche Bank, die GLS Bank twittert und bloggt. Die Credit Suisse fährt weiterhin die klassische Linie und bleibt dem Trend der Web-Offenheit fern.
Wie sieht es nun mit den großen deutschen Banken hinsichtlich der Frage nach Web 2.0 und Social Media aus? Eine kurze Umfrage an vier der Topplayer gibt Aufschluss. Das Ergebnis liefert mehr Informationen als man erwartet hätte.
Deutsche Bank
Die Deutsche Bank gilt als Vorreiter im Onlinebanking sowie beim Aufbau von transaktionsorientierten Portalen für Unternehmen und institutionelle Kunden. 2007 hat man eine Studie ‘Starten statt Warten – Auswirkungen des Web 2.0 auf Finanzdienstleister’ durchgeführt und die Initiative ergriffen. Das Medium Internet wurde aber auch schon vorher Teil der Geschäftsstrategie, dem Verantwortungsbereich Corporate Communications die Verantwortung für die Webstrategie übertragen.
Im Web aktiv ist man extern mit anlassbezogenen Chats und Blogs. So biete man Investor Chats für Aktionäre begleitend zur Veröffentlichung von Ergebnissen und blogge auch bei Großveranstaltungen, die die Deutsche Bank unterstützt z.B. Blog zu den Deutsche Bank Golf Championship, erklärt Klaus Thoma von der Deutsche Bank Communications Germany. Auch in Second Life habe die Deutsche Bank eine ‘Online-Niederlassung’, da man die Entwicklung der deutschen Teilnahme (220.000 Personen) an Second Live durchaus als wachsend erkenne, wie die Erklärung auf der Webseite durchblicken lässt – allerdings zeitlich befristet.
Dennoch wird die Angst vor Kontrollverlust gesehen. Nicht alle Mitarbeiter sind hinsichtich Social Media mit gleichen Rechten ausgestattet. So ist hier, wie auch bei der Credit Suisse die Communication Policy strikt geregelt. Laut Klaus Thoma, Pressesprecher der Deutschen Bank, darf..:
“…in entsprechenden bankinternen Medien gerne gebloggt werden. Nur von der Bank autorisierte Mitarbeiter dürfen öffentlich als Mitarbeiter der Deutschen Bank Meinungen abgeben. Entsprechendes gilt auch für Blogs. Generell gilt: Da das Verhalten einer Mitarbeiters immer auch auf den Deutsche Bank Konzern reflektiert, ist es dabei eine besondere Anforderung, innerhalb und außerhalb der Bank Verhalten zu vermeiden, das für die Bank bei Kunden, anderen Mitarbeitern und/oder in der Öffentlichkeit unvorteilhafte Auswirkungen hat.”
Konzernintern zeigt man sich hingegen fortschrittlich und nutzt ein dbWiki. Zudem produziert man e-calls, die Videobotschaften von Führungskräften beinhalten.
Fazit
Ist die Deutsche Bank ist im Web 2.0 angekommen? Prinzipiell ja, die Deutsche Bank ist fortschrittlich, der Ansatz wirkt fundiert und die Vorgehensweise strukturiert. Aber man ist vorsichtig und läßt dann im Golf-Blog doch lieber keine Kommentare zu.
Das Bild gestaltet sich hier etwas nüchtern, wobei man ein Zitat stellvertretend für die gesamten Webaktivitäten der Dresdner Bank gelten lassen kann: “Sie (die Corporate Website) hat die Rolle, Neukunden und Nutzer entsprechend der individuellen Bedürfnisse rasch an die für ihn relevante Website weiterzuleiten. (…) Eine Änderung dieses Rollenverständnisses als strategischer Ansatz ist derzeit nicht vorgesehen”, sagt Renate Christ von Group Communications der Dresdner Bank.
Das Thema Web 2.0 und Social Media beobachte man eng und beteilige sich an kleineren Pilot-Projekten, die man allerdings nicht benennen wolle. Ob man hier groß aktiv wird, ist dennoch sehr fraglich, denn die Anforderungen der Kunde stehen im Mittelpunkt und der Kunde wolle eher ‘klassische Service-Funktion und Abschlussfunktion sowie Informationsangebote’, so Christ. Eine Community, ein Blog oder ein Wiki können diese Kundenwünsche erweitert zufriedenstellen, könnte man dem entgegen stellen.
Fazit
Sind die Kundenanforderungen nun Wunsch des Unternehmens oder braucht eine Bank wirklich keine Social Media Aktivitäten? Oder ist die Kundschaft der Dresdner Bank nicht wirklich die jugendliche Zielgruppe und eher die ‘Unternehmer-Gemeinde’? Viele Fragen bleiben leider offen…
HVB – UniCredit Group
Der direkte Kontakt in der Offlinewelt, sprich Bankfiliale, seht bei der HVB im Fokus. Das Kommunikationsmedium Internet ist hier noch eine geschlossene Veranstaltung von der Bank und für den Kunden, denn die Ressourcen und das Wissen über Social Media fehlen. Dass der nicht-virtuelle Kommunikationsweg noch zweitrangig ist, erklärt Armin Herla, Leiter Customer Satisfaction Management, aus seiner persönliche Sicht in plausibelen Worten…
“Hier unterscheiden wir uns sicher sowohl von Direktbanken aber auch z.B. von Konsumgüterherstellern, die ja kaum direkten Kontakt zu ihren Kunden haben. Schon jeder hat mal mit einem Mitarbeiter seiner Bank gesprochen, wohl die wenigsten aber mit einem Mitarbeiter der Firma, die seinen mp3-Player, seine Lebensmittel oder auch die Urlaubsreise “produziert” haben. Wir haben dagegen ca. 6.000 eigene Mitarbeiter in über 600 Filialen, da findet jeden Tag eine Menge an Dialog statt.”
Das Motto lautet: Hompeage First, Social Media Aktivitäten werden kommen – wenn die Zeit dafür ist. Auch wenn das Internet einen hohen Stellenwert bei der HVB hat, steckt Social Media noch ‘in den Kinderschuhen’. Der Wille ist da, der Respekt ist gross, Wissen berenzt. Erst kürzlich wurden mit einer aufwändigen Studie verschiedene “Nutzertypen” identifiziert, damit die Multichannel-Strategie nicht ins Wanken gerät, wenn man mal mit Social Media loslegt. Zudem fordert eine veränderte Internetstrategie Ressourcen, die natürlich bei der klaren Offline-Orientierung gute Argumente benötigen.
Was bisher ‘passives’ Social Media Monitoring war, soll nächstes Jahr in akiver (offener) Teilnahme an Diskussionen sowie in einem Corporate- oder Mitarbeiterblog münden. Vielleicht… Denn man wolle erstmal die Erfahrungen befreundeter Unternehmen erkunden, so Herla. Die HVB geht ehrlich mit sich um: Die meisten Manager in Unternehmen seien eher “digital immigrants” denn “digital natives”.
Fazit
Angesichts der Ausgangssituation eines durchschnittlichen Wissen ist die HVB offensichtlich in einer Transitionsphase. Ob diese Konzeptionsphase in offenen Web-Aktionismus umgesetzt wird, bleibt zumindest für die nahe Zukunft abzuwarten.
WestLB
Und es gibt natürlich auch Banken, die sich gar nicht äußern, oder äußern wollen? Die WestLB geht auf Tauchstation. Das Statement der WestLB ist knapp und gibt Status sowie die Zukunft zu diesem Thema vor: “Leider planen wir in nächster Zeit nicht den Einsatz von Blogs und Social Media. Aus Zeit- und Pflegegründen werden wir nicht an ihrer Webstrategie Initiative teilnehmen können”, schreibt David Hawkins, Leiter Webkommunikation der WestLB.
Fazit
Nimmt man nun an der Social Media Diskussion generell nicht teil, oder nur an dieser Stelle? Zumindest scheint eines bei der WestLB klar zu sein: Web 2.0 und Social Media kosten Zeit und Ressourcen. Manche Banken konzentrieren sich eben voll auf den Dienst am Kunden, was sicherlich nicht das Schlechteste ist.
Spot On!
Die großen deutschen Banken befinden sich noch in der Findungsphase hinsichtlich Web 2.0 und Social Media – auch wenn konzertiertes Monitoring und die ersten Testläufe an lebenden Objekten durchgeführt werden. Der Respekt vor der Web-Offenheit ist vermutlich schon aus dem täglichen Börsengeschäft ein Muss. Es geht eben ums liebe Geld und da hört die Liebe zum Kunden bekanntlich dann auch ganz schnell auf. Vielleicht auch zwei grundsätzliche Gedanken hierzu: 1. Warum sollte man überhaupt mit Banken in Verbindung treten, wenn nicht wegen Transaktions- oder Investementgeschäften? 2. Würde man als Bankkunde den Banken noch mehr indirekte Ansätze geben, diese darauf hinzuweisen, dass man vielleicht Intersse an einem Kredit, einem Fond oder einer Immobilie hätte? Oder gäbe es noch andere Gründe, auf Blogs, Communities oder Twitter-Accounts bei Banken aktiv zu werden?
Fussballstrategien für Manager – wirken Print-Flyer?
23.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Webmarketing
Strategiefehler oder kalkulierter Streuverlust? Was Eventveranstalter nicht wahrhaben wollen, ist die Tatsache, dass Flyer von Managern (und deren assistierenden Händen) ungeöffnet in den Papierkorb ‘flyen’.
Nun gibt es Tage, da wird man als Manager von einer übermenschlichen Macht regiert. So wie so manche übermächtige Bundesliga-Mannschaft dann im Pokal auch mal gegen die ‘Kleinen’ mal verlieren. An solchen Tagen, man weiß auch nicht wieso, öffnet man diese Post der Eventveranstalter. Und dann? Obwohl sorgfältig geöffnet, zerreißt man dennoch instinktiv den Flyer und hält auf einmal doch inne…
Fussballstrategien für Manager? Nein, man träumt nicht. Ja, ein solches Seminar gibt es wirklich – und ein gleichnamiges Buch. Beides kommt von und mit Management-Guru Dr. Reinhard Sprenger…
Nun habe ich mich gefragt… Ist Herr Sprenger nun Fussballexperte oder Managementautor?
“Ich liebe den Fussball und arbeite im Management. Umgekehrt täte ich mich schwer. Ob ich Experte bin, mögen andere entscheiden. Aber ich schätze mich glücklich, dass ich mit meinen Managementbüchern bisher viele Menschen erreichen konnte”, erklärt Reinhard Sprenger gegenüber The Strategy Web.
Und wie kommt man darauf, Fussball und Management in einen unmittelbaren Zusammenhang zu bringen?
“Die Idee zum Buch liegt über 15 Jahre zurück. Irgendein Seminarteilnehmer reagierte mit dem Ausruf: „Das ist doch wie bei Schalke!“ Wer so redet, macht zweierlei klar: Erstens, er kommt nicht aus dem Ruhrgebiet, sonst hätte er „auf Schalke“ gesagt. Zweitens, er sucht einen besonders bildhaften Vergleich – einen Vergleich, der so allgemein verständlich ist, dass man den Vereinsnamen unterschlagen kann: Schalke ist klar, „04“ kann weg. Und da ich früher mal Sport studiert habe, begann ich, mich für die Vergleiche zu interessieren.”
Warum muss ein Buch 218 Seiten haben, wenn sich in einem eintägigen Seminar das Thema erschöpft? War einfach nur die damalige EM2008 Grund der Veröffentlichung und der Umfang umsatzgetriebenes Kalkül? Nein, die Erklärung liegt in der Einfachheit der Sprengerschen Theorien und Analogien. Es sind Fussball-Plattitüden für das Phrasenschwein. Aber das ist genau der Witz der Idee. Das Buch baut nicht darauf, komplexe Analysen und Thesen in den Managementalltag einzuwechseln, sondern lebt von ausgewählten Szenen und Geschichten, die dem Manageralltag zu Gesicht stehen. Reduziert auf die Besten wird ein Fussballschuh daraus – im Format eines Führungsseminars.
Die Idee trifft genau in den Managerwinkel. Und wenn sich das Seminar an ein Kapitel des Buches (“Fussball als Modell”) anlehnt, so bietet es sogar in kritischen Wirtschaftszeiten einen Aspektwechsel im Angesicht klassischen Diversifizierung-Abwehrverhaltens. Denn, so Sprenger, “Trainerwechsel ist meist die falsche Strategie”. Was eine gern genommene Fussballstrategie abstiegsbedrohter Mannschaften ist, lässt sich nicht auf die Wirtschaftswelt projezieren. Ja, die Spielverläufe in den beiden Stadien ‘Arbeitsumfeld’ und ‘Rasenplatz’ unterscheiden sich dann doch, wenn man genauer hinsieht – aber das ‘business-menschliche’ Aufstellen, Organisieren und Nutzen der Spieler sowie Führungsspieler kann viel voneinander profitieren.
Auch wenn die Flyerstrategie im Sinne des Buz um Hr. Sprenger gewirkt hat, als Eventveranstalter sollte man sie langsam mal überdenken – und wenn es nur der Umwelt zuliebe ist.
Spot On!
Aus ROI Sicht, muss man eher das Buch lesen. Es bietet mehr ‘Management-Spiel’ fürs Geld. Aus zeitlicher Effizienz lohnt das Seminar – komprimierter Sportschau-Faktor bei hohem audio-visuellem Input. Das Seminar lebt sicherlich auch vom Mensch Reinhard Sprenger, der sich als sportlicher Team-Motivator einwechselt. Gefühle wie Freude, Aufmerksamkeit und Aufmuntern liest man nicht, die muß man im Seminaren erleben – und das macht den Fussball bekanntlich aus.
XING expandiert und schnappt sich Socialmedian
19.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Social Media
Mit einem Überraschungs-Coup eröffnet der XING Blog seinen Businesstag und gibt die Fusion mit Socialmedian bekannt. Die Pressemitteilung auf der XING Seite verkündet folgenden Wortlaut zur Übernahme:
“Why do we think that socialmedian is a perfect fit for XING? Here´s why: In business success depends on access to the right information at the right time. Both the speed of information and the sheer volume of data have increased rapidly due to the rise of the internet. Traditional media companies, social media such as blogs, tweets, videos and other user-generated websites now provide daily news, leading to a veritable flood of information. The consequence: Time-strapped professionals are forced to parse through numerous news sources for relevant information and sort, organize, and share stories on their own.”
Jason Goldberg, Internetpionier, Gründer und CEO von Socialmedian, geht nach Hamburg ins XING Headquarter. Er wird VP XING Applications Platform und verantwortlich für weltweite Partnerschaften hinsichtlich Applikationsentwicklung und Content Lieferanten.
Spot On!
Der Deal ist ein feiner strategischer Zug von XING, denn was der Plattform wahrlich noch fehlte, waren externe Inhalte der eigenen Netzwerk-Kontakte, auf die man schnell zugreifen kann – ohne die Plattform zu verlassen. Dies wird vermutlich bald möglich sein…
Is the World Economic Forum ‘open’?
19.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: English Content, Featured Stories
The World Economic Forum goes Web 2.0 with different activities like using YouTube, Twitter, FlickR, MySpace and Facebook accounts – even the press conference will get input from the ‘outside world’ with the assistance of Mogulus.
Can we say the World Economic Forum is following a ‘web-open’ communication strategy, or is this a bit more buzz how the WEF can grap more attention at peoples’ home best way?
I have had a brief chat with Matthias Luefkens, Associate Director Media for the World Economic Forum. He believes that there is “a need for companies to be present in social networks and the web 2.0 arena. If you are present on the web people will not talk about you. If you are there people think more about what they will be saying”. ‘q.e.d’ is something that jumps to my mind when I think about the Virgin Atlantic case…
Talking about the WEF as the most important event for economic and political discussions, I assumed the obvious social networks platforms where the World Economic Forum wants to be seen must be business networks such as LinkedIn or Xing where business leaders and thinkers meet and exchange ideas, visions and strategies online, but it is Facebook and MySpace. Luefkens admitted that they are missing discussions on their Facebook and MySpace accounts which they use for distributing news and information. Are we surprised? Let’s be quite honest: Do we really want to chat about the world’s economic and political problems with our friends, relatives and best business partners? Does it not make sense in this context to be visible in web rooms where people show themselves in their bikini or sleeping drunk on their patio? Are we not used to have serious discussion in a serious environment talking serious business? And can we doubt that the input these platforms will generate do have any influence on the World Economic Forum?
Some bloggers (most Americans) will join the World Economic Forum. It will be the ones we all know from IT and Journalism, i.e. Huffington Post and TechCrunch. Plus… the winner of the YouTube Davos debate competition. A normal citizen of the world, like you and me, who will then be given the option to sum up to the World Economic Forum form his point of view. Luefkens hopes that this person will be joining the forum with a web cam, recording his trip and uploading it on YouTube.
And then finally Mathias Luefkens surprises me when I asked him if there will be ‘unknown’ bloggers attending the World Economic Forum…
“We are not going to far with Web 2.0. We will not incentivize the blogger who has written the best pre post on the World Economic Forum.”
Are bloggers to ‘dangerous’ for the brand building of (or too sophisticated for) the World economic Forum than ‘normal’ citizens? The question remains in my head… Why do you incentivize somebody who produces a one-minute-take with words somebody else might have told them just to be invited to Davos and not bloggers who explore on the future of the web on a daily business for free?
Well at least the social media activity will be giving one person the chance to listen to the Forum. But this is definitely a big step – for the first time the world can peep through the key-hole of the World Economique Forum.
Spot On!
So, how ‘open’ is the World Economic Forum in the end…? Hm. Are the web 2.0 activities really ‘Bringing the world to Davos’? On a very much calculated level of giving control out of their hands, yes. But doesn’t it all sound a bit like the free-of-charge web 2.0 mentality? A pr and marketing promotion that is distributing news and information for small dollars? This is not bad from an organization’s point of view as the World Economic Forum obviously understands how to use web 2.0. But let’s hope that the vision the economic and political leaders see as the future development of the world makes us feel much better when we hear further news of the economic downturn. The social media activities will probably be more ‘open’ next year…
News Update – Best of the Day
18.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Daily Top 3
- Dass der Content der Webseiten das Kapital des Wachstums ist, haben die meisten Unternehmen mit ihren ‘Webbemühungen’ langsam verstanden. Dennoch kann man nicht oft genug auf der Wichtigkeit von Content beharren. So wie eben Peter Bowman in seinen Prediction ‘Online Content Must Become A Priority’. Die Übernahme von Socialmedian durch XING ist der lebende Beweis dafür.
- Das Jahr 2008 war gekennzeichnet von vielen Trends der Medien-Technik, die das Web für die klassischen Medien zu einer großen Herausforderung macht. Die 10 interessantesten Trends hat turi2 nun zusammengestellt.
- Haben Sie sich die Web 2.0 Welt schonmal als Landkarte vorgestellt? Nein? Andere schon – gefunden bei Blogging For Business. Ob wir das mal als europäische Version zu sehen bekommen?
News Update – Best of the Day
18.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Daily Top 3
– Die ewige Diskussion zwischen Kunden und Agenturen hinsichtlich Lead Qualität ist allen bekannt – ein generierter Kontakt ist nicht gleich ein Sales Lead. Die IAB hat nun ein Best Practise Paper zur besseren Kommunikation zwischen Kunden und Agenturen hinsichtlich der Lead Generierung herausgegeben. Was hier auf den US-Markt Bezug nimmt, hat auch in Europa in den meisten Punkten seine Gültigkeit.
- Früher sprach man von der Internet Generation X, heute von einer Generation Y (= YouTube). Wer als attraktiver Arbeitgeber gelten und den Mitarbeitern die Arbeitsbedingungen ’state-of-the-modern-tech-art’ gestalten will, muss sich wohl bald den privaten Standards anpassen und zahlreiche technologischen Aspekte in Form von Zugängen zu Mobile Internet, Social Networks, Chats, etc. auch am Arbeitsplatz bieten. silicon.de hat hierzu einen lesenswerten Gastbeitrag von Dr. Thomas Fleissner, Managing Director EMEA bei CommuniGate Systems.
- Das Thema Marktforschung via Social Media (Foren, Blogs, Communities, etc.) bietet vielfältige und vor allem effiziente Möglichkeiten, seine Zielgruppe regelmäßig dem Monitoring zu unterziehen. Ein Beitrag von Dirk Steffen, Bereichsleiter TNS Infratest, zeigt, wie man im Web 2.0 Marktforschung anwendet und daraus gleichzeitig eine Community entstehen kann.
OMD: Ende Gelände in Düsseldorf
18.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Featured Stories, Visionen
Das Gelände der Messe Düsseldorf beheimatet keine OMD mehr. Gestern sagte die Messegesellschaft igedo die OMD 2009 und alle weiteren Onlinemessen ihres Namens ab. Damit endet ein Todeskampf einer Messegesellschaft um ein Format mit Zukunftsperspektiven.
Nach langem Hin und Her, wer nun die meisten Unternehmen unter Vertrag hat, macht die Düsseldorfer Messegesellschaft igedo die Pforten für die Internet-Industrie dicht und gibt gegen den Neu-Konkurrenten aus Köln auf. Die ‘Leitmesse für digitales Marketing’ hat ausgelitten. Der ‘digital marketing exposition & conference’, kurz: dmexco, gehört die Zukunft.
Schaufelte der Macher das Grab?
Als The Strategy Web vor zweieinhalb Monaten Frank Schneider interviewte, da konnte man den Kampfeswillen des ehemaligen Gründers der OMD spüren. Die dmexco (damals noch dmex) sollte den modernen ‘Stellenwert der digitalen Wirtschaft’ verkörpern und sich klar an alle Marktplayer der Branche richten. Das Einläuten einer neuen Ära der Internet-Messen? Oder hat ein altbewährtes Format einer digitalen Messe nur ein neues Zuhause gefunden? dmexco Projektleiter Frank Schneider hat sich eine große Bürde aufgeladen. Dieser muß er jetzt gerecht werden – mit einem europäischen Konzept und kreativen Messe-Neuerungen für eine ganzheitliche Internetmesse, nicht mehr nur für das Onlinemarketing. Denn das Ziel ist klar definiert: “Die dmexco soll die europäische Leitmesse” werden.
Wird die dmexco der neuen Herausforderung gerecht?
Die Antwort ist prinzipiell unerheblich. Denn erstmal steht eines fest. Frank Schneider hat alle überzeugt, dass sein Konzept das der Zukunft ist: die Display-Vermarkter, die Performance-Vermarkter, die Search-Spezialisten sowie die interaktiven Medienanbieter. Er hat es mit seinem Team geschafft, eine Messe in Frage zu stellen, die einzigartig war und als gesetztes Messe-Brand galt. Grundsätzlich hat er seinem eigenen ‘Baby’ das Grab geschaufelt und es gleichzeitig wieder auferstehen lassen. Warum, wollen wir gar nicht erst erläutern…
Der Witz an der Sache ist, daß die dmexco, respektive Frank Schneider, eigentlich niemandem etwas beweisen muß. Einen ebenbürtigen Mitbewerber gibt es nicht. Es sei denn die Internet World Messe schafft es, sich hier als Gegengewicht aufzustellen. Die Zahlen sprechen allerdings nicht von Konkurrenz: 3.500 Besucher kamen 2008 auf die Messe. Ob die Internet World Messe dementsprechend aus Wettbewerbsgründen auf die Sommerzeit im nächsten Jahr vorverlegt wurde? Oder will man dem Wettbewerbsgedanken gerade aus dem Weg gehen? Auf Antworten dürfen wir gespannt sein.
Ist die igedo der großer Verlierer?
Die Antwort ergibt sich, wenn man sich die blanken Zahlen vor Augen führt. Wer es nicht schafft, 20.000 Teilnehmer, 380 Aussteller und 44% Wachstum bei seinem Zielpublikum (Besucher wie Aussteller) so ins Feld zu führen, dass man einen Herausforderer mit einem lauen Kölsch im Regen stehen lässt, der muss sich wohl Gedanken um seine unternehmerischen Qualitäten machen. Wer als Messegesellschaft nur in ‘Spacevermarktung’ denkt, läuft vermutlich genauso dem Markt hinterher wie diverse Medienunternehmen, die immernoch auf klassische Onlinevermarketung bei ihren Wachstumszahlen hoffen.
Spot On!
Kurz nach Bekanntgabe des Endes der OMD bekam ich von einem Ex-Kollegen folgende Aussage in einer Mail: “Endlich hat sich der Blubberkram erledigt!” Meine Antwort lautet: “Nein, der geht weiter – an einem anderen Ort, auf einem anderen Messegelände, auf hoffentlich höherem Niveau”. Die Hoffnung bleibt, daß die Reise nach Köln nicht als ‘Blubberkram’ endet. Sonst hätte es sich nicht gelohnt, die OMD zu ‘killen’. Die digitale Branche muss langsam aufhören, sich selbst zu beweihräuchern. Ziel muss es sein, die Unternehmen auf die Wichtigkeit dieses Zukunftmarktes aufmerksam zu machen, verstärkt über Chancen und Risiken aufzuklären und Firmen für das Web sowie seine Optionen empfänglich zu machen – nicht nur hinsichtlich Onlinemarketing. Unternehmen sind im Gegenzug gefragt, auch die C-Level Ebene auf solche Messen zu entsenden. Dann hätten wahrscheinlich sogar zwei digitale Messen ähnlicher Couleur eine Berechtigung gehabt.
Traditional Media: Embrace new modes of communication
17.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: English Content, Featured Stories
One-on-One Interview with Julian Desborough
Publishing Operations Director and Webstrategist, Times Online

Julian Desborough is the content web strategist at Times Online. He helped run the development of the current iteration of Times Online and facilitated the content migration from Vignette to Escenic, after which he became the Publishing Operations Director of Times Online.
The Strategy Web interviewed Julian to get his idea on the ideal web strategy for a traditional media company.
Q: Please tell us in one sentence what webstrategy means to you?
Julian Desborough For me, Webstrategy is defining and maintaining your presence in the appropriate sectors of the digital marketplace.
Q: What makes a great web strategist and why does he become more and more important for a company?
Julian Desborough A great web strategist should spot emerging technologies and opportunities in the digital sphere while advising on corporate exposure and effort on existing channels. The web strategist also has a crucial role in evangelizing the digital space to more traditional areas of the business and leading the call for change within the organisation.
Q: What are the departments in your company that need you most and why?
Julian Desborough There is not one single department that does not need a web strategist. Commercial needs someone to spot the opportunities; Editorial needs someone to maximize the value of the content they produce; Technical needs someone to constantly challenge existing technologies, architectures and workflows to maintain standards of service and ability to future-proof investment.
Q: Did you face any kind of problems and issues when collaborating with departments (reporting structure or hierarchy)?
Julian Desborough Departments that are not “online facing” have a natural resistance to change. Most issues were around new work flows and integration issues with existing technology and workforces.
Q: What are the 3 biggest challenges you are ‘fighting’ against in your daily business?
Julian Desborough (a) Rate of change within the organisation, (b) Ability to keep the company in line with trends within the industry, (c) Technical stability and usability.
Q: Publishing houses are said to be ‘inflexible and not really Web 2.0 focused’? Is this something you can underline?
Julian Desborough The biggest problem for traditional media companies is their inability to embrace new modes of communication and content delivery and provide investment in a manner that does not fly in the face of normal business opportunity planning (there was a time when too much money was thrown at online ideas without sound business cases).
Q: Talking about Social Media und Web 2.0 @ Times Online, did you implement any web 2.0 projects already? Examples like blogs, wikis, youtube, etc.)
Julian Desborough We have been running more than 50 blogs over the past three years (a challenge has been integrating them within our existing content infrastructure). We invite readers to comment on articles that they read (these are displayed within the article) and we embed youtube video clips, google maps and other items into articles to encourage reader interaction. We also have created online communities around small niche collections of content such as crossword clubs and book clubs and we successfully market content and promotions to popular email bulletins that readers have selected to receive.
Q: Will every company have a webstrategist in the near future?
Julian Desborough Sadly, I think not.
Thank you for the interview and your time, Julian!



