B2B Marketing Trends 2009

Vor dem neuen Jahr wird viel über die Trends 2009 im Marketing gepostet. Für den Bereich B2B Marketing hat der Canadian Marketing Blog fünf Trends für die Marketingleiter zusammengefasst, die auch für die Salesverantwortlichen und die Geschäftsführungsebene von Interesse sein sollten.

1. The Next Level of Measurement
Now more than ever, marketers will be asked to defend their budget, demonstrate the value of their impact to sales and describe their unique value proposition to the business. Our research has found that only 15% of b-to-b marketing functions use an automated marketing dashboard; another 62% are currently developing such a dashboard. While there are no shortcuts to properly deploying a marketing dashboard, we believe that the greatest area of focus for 2009 will center on metrics that align with sales, particularly around the demand waterfall.

Die Effizienz der Kommunikationsmaßnahmen eines Unternehmens geht nicht nur aus dem Marketing und aus daraus resultierenden Zahlen hervor. Unternehmensführung, PR und Sales sind mindestens ebenso gefragt, dass Marketing in seinen Möglichkeiten zu unterstützen, damit die Abteilung nicht vorschnell unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise und ‘negativer’ Umsatzzahlen als Leidtragende dasteht. Neue Messinstrumente als die herkömmlichen Klickmetriken ergeben sich aus dem Einsatz von Social Media Aktivitäten und Initiativen, die sich oft erst mittelfristig in Umsatzzahlen bemerkbar machen.

2. Leveraging Global Marketing
With tight budgets to accomplish all that the business requires from marketing, coupled with a need for highly integrated campaigns to deliver complex messages and uneven deployment of proven marketing best practices, there is an understandable outcry to build a more effective global marketing function. While each region, country and business unit likely has unique requirements, there always will be a foundation of marketing assets, processes and tools that the entire community in your business can leverage.

Seit Jahren kann man erkennen, dass der globale Marketingaustausch in den meisten Großunternehmen auf Sparflamme läuft. Regionen wissen oft nicht oder nur unzureichend bescheid, welche Aktivitäten vom Headquarter ausgehen. Diverse Techniken, Taktiken und Prozesse gleichen sich in den Regionen und müssen lediglich lokalisiert werden. Unternehmen, die die Collaboration mit Web-Conferencing, Wikis und Project Management Tools fördern, werden schnell dem Mitbewerb voraus sein – ein klarer Vorteil in wirtschaftlich angespannten Zeiten!

3. Don’t Forget the Customer
When markets are tenuous and confusing, clear market and customer research is needed to determine the marketing activities that will drive success. Market intelligence functions give an organization the independent “facts” to objectively determine their best courses of action, but unfortunately are one of the first on the chopping block when budgets need to be adjusted. Best-practice organizations maintain their focus on customer research as a priority, no matter what the economy is doing.

Ein oft unterschätzter Basisnutzen für die Marketingplanung. Seit Jahren weisen wir in unserem Business darauf hin, dass man mit Marktforschung zahlreiche Sales- und Marketingtaktiken neu ausrichten, optimieren und besser targeten kann. Oft werden Massnahmen ohne eine klare Zielrichtung und Wissen über den Kundenwunsch gestartet. Märkte definieren sich nicht nach den Unternehmen. Im Zeitalter Web 2.0 wird mehr denn je der Prosumer Treiber für die Märkte der Unternehmen. Social Media bietet hier (z.B. mit Blogs und Micro-Blogging) viele Optionen, Markterkenntnisse unmittelbar und permanent zu generieren.

4. Rethinking Marketing Skills
The role of marketing has become more complex over the last five years; it now requires greater technology acumen, more disciplined targeting, and the ability to provide highly integrated content that matches the buying processes to prospects and customers. As a result, marketing managers are becoming increasingly challenged to be able to develop and execute all of the activities under their purview. To address this, best-practice organizations are pursuing three strategies to augment and develop their skills, including: 1. Creating a shared services group 2. Changing hiring criteria 3. Investing in marketing training

Eine Satz, der allen quer- und neuzeitlich-denkenden Marketiers und Web 2.0-Beratern sauer aufschlägt: ‘Das haben wir schon immer so gemacht!’ Wer sich in den nächsten Jahren vom Wettbewerb absetzen will, ist aufgefordert sich marketing-technisch neu orientieren und von alten Tools und Taktiken Abschied nehmen. Unternehmen sind hier gefragt, mittels Coaching und Schulungen auch die Grundlagen für Veränderungen zu schaffen. In den letzten Jahren fielen vor allem im Marketing aus Ressourcenknappheit weiterbildende Massnahmen oft gerne dem Rotstift zum Opfer. Marketing muss im Abstimmungsprozess mit allen anderen Abteilungen als einer der zentralen Bestandteile des Unternehmenserfolgs integriert und angesehen werden.

5. Embracing “Product to Portfolio” Marketing
The drive to be more “solutions-based” continues to push marketing to talk less about products and more about the key issues facing their customers and prospects; a simple check of the navigation of most Websites now uncovers multiple links for products, solutions, industries and buying centers. This complexity has pushed product marketing toward the “portfolio” approach of packaging, or the organization of marketing efforts and sales tools based on customer and prospect buying cycle dynamics.

Die klassische Unternehmenswebseite, die man heute bei vielen deutschen Unternehmen sieht, hat ausgedient und muss einer kundenorientierten, bi-direktionalen und lösungsorientierten Plattform als Visitenkarte des Unternehmens weichen. Die Größe und Komplexität des Internets ermöglicht dem Prosumer Informationen über Produkte und Services an vielen Stellen im Web 2.0 ‘abzuholen’. Unternehmen sollten aber dennoch an sich den Anspruch haben, die erste Anlaufadresse bleiben und direkt mit dem Kunden kommunizieren zu wollen.

Spot On!

Die Trends fordern den Unternehmen ein ‘gewaltiges’ Umdenken hinsichtlich des Marketingorganisation und -planung für 2009 ab. In wirtschaftlich angespannten Zeiten eine doppelte Herausforderung wird es, wenn man die Social Media Vorhersagen zahlreicher Experten für 2009 als Unternehmen in die Transitionsphase einbeziehen will, die sich mittel- und langfristig aber auszahlen werden. Firmen, die sich jetzt im Marketing neu aufstellen, in das Personal und die Technik investieren und sich nicht von den schwierigen Marktbedingungen abschrecken lassen, werden in der Zukunft bei der Kaufentscheidung der Kunden das richtige Ansehen genießen.

News Update – Best of the Day

- Corporate Blogs stehen immer unter dem Aspekt nicht glaubwürdig zu sein. Dennoch können Firmen dem entgegenzuwirken. Jeremiah Owyang gibt Unternehmen einen Health-Checks an die Hand, wie man am eigenen Corporate Blog den Glaubwürdigkeitstest durchführen kann.

- Was alles passieren kann, wenn diversen Printmedien der Tod vorausgesagt wird, beschreibt Christoph Salzig in seinem Beitrag ‘Printveteranen, Mediaplaner und fehlender Horizont’. Ein tiefgründiger Hintergrund mit dem brisanten Vergleich von Online- und Printmedien, der auf The Strategy Web unter dem Aspekt der Markenbildung erwähnt wurde.

- Sehr passend zum zweiten Post: Es gibt ja immernoch Menschen, die sich lieber eine Zeitung 1.0 auf den Tisch holen, als RSS-Feeds online zu lesen. Wer darauf nicht verzichten und trotzdem einen Hauch Web 2.0 leben will, der kann beides kombinieren unter tabbloid.com: Einfach RSS-Feeds eingeben, Einstellungen konfigurieren, in die Email Box gucken und ausdrucken – frisch gedruckt auf den Tisch sozusagen und trotzdem irgendwie aus der Onlinewelt 2.0!

Great Ad Collection

There’s nothing more to say – just enjoy it and get inspired for your next marketing campaign… now!

Der Webstratege ist ein Querdenker

One-on-One Interview mit
Mario Grobholz

Director Business Development Web 2.0, TF1

The Strategy Web befragte Herrn Grobholz, um einen Einblick zu bekommen, wie ein Fernsehsender das Thema Web 2.0 angeht.

Mario Grobholz ist Web 2.0 Stratege beim französischen Fernsehsender TF1 und bei dessen deutscher Tochter Eurosport Media GmbH für die Entwicklung von Communities und neuer Online-Geschäftsmodelle verantwortlich. Seine derzeitige Aufgabe ist die Umsetzung der Web 2.0 Strategie von TF1 für den deutschen Markt. So werden die in Frankreich bereits erfolgreichen Communities Overblog und Nomao gerade in den deutschen Markt eingeführt. Zudem ist Mario Grobholz Gründer und Ideengeber der myON-ID Media GmbH.

Q: Als international tätiges Unternehmen fahren Sie eine zentrale länderübergreifende oder lokale Webstrategie?
Mario Grobholz „Think global – act local“. Das trifft sicherlich gerade auf das Web zu. Selbstverständlich skalieren Plattformen technisch über die Anzahl ihrer Nutzer. Die Märkte jedoch sind doch sehr unterschiedlich zu bearbeiten. Das gilt selbst in Europa. Unsere französischen Nachbarn beispielsweise akzeptieren durchaus auch Paymentprozesse, die nicht „100% TÜV geprüft“ sind.

Q: Was macht einen guten Webstrategen aus?
Mario Grobholz Für einen Strategen ist es wichtig, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und innovative Ideen zu entwickeln. Er sollte ständig seine aktuellen Konzepte und Strategien überprüfen. Gerade im Online-Business, dass sich um ein vielfaches schneller bewegt als alle anderen Branchen ist nur derjenige erfolgreich, der Trends einerseits früh erkennt und andererseits mit seinen Service-Angeboten darauf reagiert. Hierbei gilt es aber genauso, vermeintliche Trends aufzuspüren, die am Ende doch keine sind.

Q: Mit welchen Abteilungen arbeiten Sie vorwiegend zusammen?
Mario Grobholz In meiner Funktion als Director Business Development bei TF1 verstehe ich mich als Bindeglied zwischen Abteilungen und Hierarchien. Das sind operativ einerseits die Marketing- und Kommunikationsexperten ebenso wie die Software Entwickler und andererseits strategisch das Management bis hin zum Vorstand, um Entscheidungen und Businesspläne vorzubereiten.

Q: Als Sie die Position des Webstrategen besetzt haben, sind sie da auf abteilungsübergreifenden Probleme gestoßen?
Mario Grobholz Das gehört ständig zu meinen Aufgaben. Unterschiedliche Interessenslagen, Meinungen und Erfahrungen müssen berücksichtigt werden und zudem ist der Webstratege in erster Linie ein Querdenker und muss Bestehendes auch einmal in Frage stellen dürfen.

Q: Ist das Thema Social Media und Web 2.0 in ihrem Unternehmen von großer Bedeutung?
Mario Grobholz Ich würde noch einen Schritt weiter gehen. Das, was wir hier machen, ist ausschließlich Social Media. Es hat nur noch wenig mit klassischem Portalgeschäft zu tun, welches ich noch aus meinen WEB.DE-Zeiten kenne.

Q: Warum ist es so schwer nutzergenerierte Inhalte zu monetarisieren?
Mario Grobholz Es müssen erst Prozesse oder/und Technologien aufgebaut werden, um die Qualität von User Generated Content sicherzustellen. Es muss möglich sein, Werbung zu targeten, d.h. User Generated Content muss kategorisiert werden und dies muss ebenfalls ständig überprüft werden. Zu guter letzt greifen hier nicht mehr die bekannten CPM-Modelle auf Basis von PI´s, sondern es müssen andere Bewertungsgrundlage geschaffen werden.

Q: Wird jedes Unternehmen in den nächsten Jahren einen Webstrategen haben?
Mario Grobholz Das vermag ich nicht zu sagen. Ich glaube es allerdings nicht. Es ist vielleicht auch gar nicht notwendig, dass jedes Unternehmen einen Webstrategen hat. Es gibt ja auch die Möglichkeit, sich temporär einen Strategen an Board zu holen. Davon lebt eine ganze Branche recht gut. Allerdings bin ich der Meinung, dass Unternehmen, welche den aktuellen Wandel im Internet nicht aktiv angehen, auf Dauer im Web nur in der zweiten Liga spielen werden.

Q: Ihre drei größten Herausforderungen mit denen Sie täglich kämpfen?
Mario Grobholz Zu viele Ideen, bei zu wenig Ressourcen und zu wenig Budget.

Vielen Dank für Ihre Zeit, Herr Grobholz.

Wochenrückblick: Webstrategie, Internetstrategie, Onlinestrategie

- Microsoft gegen Google – ein Dauerthema. Diesmal macht sich der faz-Blog dran und sieht Microsoft in ein paar Bereichen vor Google. Im Fokus steht das generalüberholte Windows Live. Wie der Softwarekonzern an seiner Onlinestrategie bastelt…

- Das PM-Magazin stellt die Frage, ob das ‘Internet die Demokratie gefährdet?’. Der Beitrag stellt den Wahlkampf Obamas in den Mittelpunkt und stellt zur Internetstrategie im Wahlkampf kritische Anmerkungen:

“Fasziniert beobachtete ich die Massenmobilisierung auf Online-Plattformen wie YouTube, in Weblogs und per E-Mail. Die Effizienz dieser Maschinerie, die Obama letztlich zu seinem Wahlsieg verhalf, war ungeheuer beeindruckend – aber auch etwas unheimlich. Zwar scheint die Internetstrategie den USA ein Demokratie-Plus beschert zu haben: Die Wahlbeteiligung war die höchste seit 100 Jahren. Aber es bleibt ein ungutes Gefühl. Wenn es so leicht ist, so viele Menschen in so kurzer Zeit zu mobilisieren – kann darin nicht auch eine Gefahr stecken? Eine Gefahr für die Demokratie?”

- Und die Netzzeitung lässt sich über die ARD und ihre Onlinestrategie aus…

“Und über die rhetorische Ausdrücklichkeit, mit der eine Serie namens «Türkisch für Anfänger» von einer Serie namens «Made in Germany» abgelöst wird, wollen wir lieber gar nix sagen. Reden wir also besser über die ARD-Online-Strategie. Oder besser nicht: Und was zeigt Das Erste in seiner Mediathek gerade nicht? Genau: die kompletten Folgen von «Türkisch für Anfänger», weder die alten, noch die neuen – obwohl es durchaus Grund zur Vermutung gäbe, dass die Serie im Netz endlich das Publikum fände, das die ARD sonst nicht vor die Glotze kriegt.

Gewinnspiel

Zum Relaunch von The Strategy Weg starten wir ein kleines Gewinnspiel. Vielen Dank an dieser Stelle an die Firmen, die diese Preise zur Verfügung gestellt haben!

Zu gewinnen gibt es…

Ein traumhaftes Designer-Handy KF510 der Firma LG Electronics.

Zwei Bücher Karrierefalle Internet von Klaus Eck aus dem Carl Hanser Verlag

Wer einen der Preise gewinnen möchte, schickt einfach eine Mail über das Kontaktformular.

1.) Häkchen in Sonstiges

2.) In ‘Meine Nachricht’ gebt Ihr uns Eure Stimmungslage zu The Strategy Web durch:

a) The Strategy Web empfehle ich auf jeden Fall weiter.
b) The Strategy Web empfehle ich vielleicht weiter.
c) The Strategy Web empfehle ich nicht weiter.

(Natürlich sind wir auch über weiteres Feedback erfreut!)

3.) Namen und Emailadresse nicht vergessen

… und einfach abschicken!

Die Gewinner werden am 31.01.2009 bekannt gegeben. Der Rechtweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Dell and Social Media: Efficiency is more than numbers

At the Social Web Breakfast in Munich I was focusing on the efficiency discussion around social media in companies and how firms need to define measurement anew. To start the ROI discussion will be misleading as we have not many proofs in terms of numbers as to how profitable social media will be for companies. Now, finding new solutions of a tracking mode is a big challenge and then finally the C-levels need to believe in that new vision. So, the target must be to elaborate on reasons why companies need to start kicking off social media activities versus just talking about efficiency and tracking methods.

Last week, I did a quick poll on Twitter what the drivers are for social media. My intention was to figure out if there are other efficiency measurement method than just revenue figures. And I was surprised to see that most companies see other reasons as their main argument for social media.


Looking at these results, it becomes clear that marketing, pr activities and sales must work closely together to maximize the companies’ efficiency. Now, we all know how difficult it is to measure pr and marketing (although we have hundreds of techniques) as one tracking number. But the question remains: Do we have to measure every effort we make if we find good examples of proven track record in other companies? They did not have a double bottom when they started – and no measurement method, too. But right, what worked for one company does not have be applicable to another.

Dell has been through this measurement process with Idea Storm. Last week Richard Binhammer explained why Dell decided to face social media. It was a decision backed by ratio and emotion, so not only pure numbers but also the wish to talk to, understand and learn from the client perspective.

Let me quote the most important insights as a summary to motivate other companies to follow this decision:

“1. The Magnitude of Change: One billion people are now online — a figure that will double by 2011. In fact, every day 500,000 new users come online for the first time. Content is exploding.
(…) News cycles can start from anywhere today. News and conversations are not just local/regional, they are global. Single blog posts can have as much power as major news stories. People are publishers, content providers and decision-makers.(…)

2. The Value of Personal: (…) The move from “objective,” fact-based, third party reporting and commentary (traditional media/advertising/controlled messages/interruptions) to individual, “subjective,” and “crowd sourced” perceptions is very powerful. Perceptions are no longer just reality. They are real. The “new facts” are based on real interactions and experiences that people share with each other.(…)

3. Connecting with Customers: Since when did any business not want to connect with its customers? Seriously, what is the issue here? Do we need to justify using today’s efficient, effective and readily available technology to spend 30 minutes or couple hours a day connecting with real customers? Social media is an ideal tool to reach customers more quickly, efficiently, frequently and cost effectively.

This week Richard Binhammer took the argumentation on efficiency to the next level but sees the problem in the ROI discussions going on at top management level…

“The problem: ROI as it applies in the business world and as understood by C-level executives means but one thing–how much money was returned on our investment. Simply put ROI = gains – investment costs ÷ investment costs. Just because that definition and formula might not meet our needs does not mean we can redefine it in our own way to justify the use of Social Media (SM) and Social Networking (SN) or any set of communications and marketing tools. If we use ROI in any other way than dollars returned, C-level executives will quickly come to lose respect for us and our efforts and see SM and SN as fluff.”

Did not Dell take the ‘fluff’ approach? Dell was courageous and in doing so the IT company has a lot of experience to profit from today – experience through authentic communication. It was not only numbers – but finally resulting in a new measurement point of view.

So, efficiency for Dell means a long-term transition which is defined by a combination of mass usage of media, by the ‘power of the few’ (remember Malcolm Gladwell’s vision?) and by the ‘listening’ factor. The last being one of the first rules in the sales business if you want to be successful. You don’t even have to think about ROI if you listen carefully. If you do so, word-of-mouth is working in your favour. Numbers will follow.

If companies just see efficiency of social media from a financial point of view, then I may ask, why companies ever started building corporate homepages? Did they have a proof on efficiency? No, they had to go down that route because their competitors started and they had to follow to stay in that competition.

Let me tell you our own success story: I asked myself last year why companies were placing pr news and buying space on platforms like silicon which launched in 2000 as one of the first business communities in Germany? This community had no track record and no proof that we might convert our clients’ investment in numbers. Most of the companies were not even in the shape of tracking anything. To be present on the web was key, not more.

There was no such thing like measuring efficiency in terms of new contacts. No lead generation via bannering or newsletters or follow up on calls they had after we published content about those companies. But we called them… When we though their marketing campaign could perform better with different texts – no matter if this campaign will be running on our platform or not. All of these clients came back and numbers followed. Our efficiency was closley connected to pure communication and word-of-mouth.

Talking about efficiency in those days was more a question of: Can you track pis and clicks already? We could not, but it did not bother anyone of our clients. They tried it out as Dell believed in social media before there was a proof of concept.

Spot On!
Be aware that the efficiency discussion around social media will go on. Nevertheless, there is Michael Dell in a Business Week Discussion with Jeff Jarvis encouraging companies to start their efforts on social media.

“The conversations are going to occur whether you like it or not… do you want to be part of that or not? My argument is you absolutely do. You can learn from that. You can improve your reaction time. And you can be a better company by listening and being involved in that conversation.”

If companies see the possibilities, effects and the value of social media, there is no reason to talk about measurement anymore. It’s more a topic of identification and reorganization: ‘Why did you face the options of social media so late and have tried to find numbers to justify social media?’

News Update – Best of the Day

- Die Telekom hat große Pläne im Internet nach Angaben von Ralf Bauer, Senior Vice President Portal der Deutschen Telekom. Gemäß des Sponsorings der Fussball-Bundesliga will man auch im Internet stärker am Ball bleiben. fussball.de soll die führende ‘Kicker’-Seite in Deutschland werden. Die Vergleichswerte: kicker.de 170 Mio. Page Impressions (laut IVW-Online) – fussball.de 114 Mio. Page Impressions (laut Vermarkter Interactive Media). Das nennt man ein Challenge! Kachelmann soll es übrigens mit seinem Meteomedia AG als Wetterdienst bringen und ein noch nicht benanntes Frauen Web-Magazin wird gelauncht.

- Sind Social Networks auch zukünftig reine Kommunikationstools zu sehen? Werbefreie Zonen wie die Inbox? Laut einer IDC Studie ist dies vorerst zu befürchten. In den USA nutzen 75% der User mindestens einmal in der Woche und 57% täglich Social Networks. Dort verweilen dann 61% pro Session rund 30 Minuten. Eine lange Zeit…, in der aber nur 57% auf die Werbeelemente klicken – im Vergleich zu 79% aller Internet Konsumenten. Sieht so aus, als ob Social Networks sich langsam neue Monetarisierungsideen überlegen müssen, wie Sie Geld machen wollen. Ideen gibt es hier (für Facebook und Myspace) und hier (Twitter) ja schon. Sonst muß man weiterhin live zusehen, wie Mitarbeiter bei Twitter entlassen werden…

- Wikis in Unternehmen bündeln und fassen Firmenwissen an zentraler Stelle allen dafür vorgesehenen Mitarbeitern zugänglich zusammen. Sie vereinfachen die Arbeitsprozesse, die auf Projektmanagement und Collaboration basieren – intern wie extern. Alexandra Graßler wurde zum Thema Wikis in Unternehmen informiert und verweist auf einen interessanten Artikel.

News Update – Best of the Day

11.12.2008 von  
Kategorie: Daily Top 3

- Der Fachhandel wird sich aufgrund des Social Networks Trends gewaltig verändern. Die Macht der sozialen Netzwerke ist auch dem Fachhandel klar, doch wie man aus den Anstrengungen Profit nicht? Das Wall Street Journal zeigt fünf Taktiken auf, die sich für ein ‘Marketing in the World of the Web‘ anbieten.

- Nils König schreibt eine gute Zusammenfassung der Twitteraktivitäten deutscher und internationaler Unternehmen im Daimler-Blog. Während klassische Medienhäuser den philosophischen Ansatz nach dem Sinn von Twitter wählen, suchen Großunternehmen proaktiv in der Industrie nach Vergleichbarem und binden -ganz web 2.0 orientiert- die Leserschaft mit ein. Denn die Leser werden am Ende direkt angesprochen, Daimler Gründe für einen ‘Daimler Tweet’ zu nennen. Man darf auf das Feedback gespannt sein. Der Ansatz ist clever!

- Mindline-Media Studie belegt bei der Mediennutzung folgende Regel: Je jünger die Zielgruppe, umso relevanter das Internet. Bei Breaking-News ist für 14-29 Jährige das Web die Informationsquelle Nummer 1. Die Studie hier herunterladen…

Rückblick zum Trendforum 2008

Das Trendforum gilt in Deutschland als die Veranstaltung für Trend und Innovation schlechthin. In diesem Jahr fand das Trendforum erstmalig an zwei Orten statt: in der BMW Welt München und in einem Live-Blog, welcher mit Videointerviews der Speaker und ihren Trendprojektionen die Offline-Veranstaltung begleitete.

Der Live-Blog erwies sich dabei als erfolgreicher Gedanke: Allein in der ersten Stunde verzeichnete der Blog mehr als 900 virtuelle Teilnehmer (unique user). Die Offlineveranstaltung besuchten über 300 Teilnehmer und konnten zahlreiche Erfahrungen zu den neusten Trends sammeln.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Innnovationsprozesse und Trendprognosen von Großunternehmen wie z.B. Henkel und Philips. Zudem erfuhr man von kreativen Ideen, die entweder die deutsche Medienwelt noch nicht erreicht haben, oder vermutlich nie erreichen werden, so z.B. von der Power Pizza (einer Notebook-Tasche für iBooks, die vor neidischen Blicken schützen soll) bis hin zu Active Skin mit unter die Haut implantierter Video-Tattos (Implantation von ‘embedded technologies’) vieles heute noch Abstraktes, was morgen vielleicht schon kein Trend mehr ist oder an der Legalisierung durch den Gesetzgeber scheitern wird.

So verschwamm in den Vorträgen schon auch mal der Fokus zwischen innovativer Trendbetrachtung und blanker Realität. Oder sind Netbooks und das Zusammenwachsen von Hifi, TV und Internet noch ein Trend? Aus Abverkaufsgesichtspunkten ja, aus technologischer Sicht eher nicht mehr…! Wohl aber die Erkenntnis, dass Kinder im Haushalt zu 60 Prozent (Tendenz steigend) entscheiden, was gekauft wird. Überlegt man sich in diesem Zusammenhang, dass Kinder die aktivste Menschheit 2.0 im Web ist, so kommt da noch ganz was an Ausgaben auf Eltern zu.

Apropos Web… Betrachtet man die Veranstaltung aus der Web 2.0 Brille, so kann man resümieren, daß das Thema zwar in den Köpfen der ‘großen’ Trendforscher eine Rolle spielt, aber der Produktforschung und Strategieplanung untergeordnet erscheint. Fast man die Zeit der Beiträge von zwei Tagen zusammen, in denen die moderne oder zukünftige Webentwicklung im Fokus stand, kommt man vermutlich maximal auf eine halbe Stunde.

Warum war das Web kein zentrales Thema?


Eine Antwort liefert sicherlich die Trend Map, eine Landkarte für Trends. Die Trend Map entstand als Live-Experiment während des Trendforums und versucht, “konzeptionelles Denken in eine Sprache zu übersetzen, die kulturell adaptiert und somit für die meisten Menschen relativ problemlos verständlich ist. Es soll ein fassbares Bezugssystem für Trends, Werte, Technologien und Visionen darstellen” und ein Abbild für die großen Themen der Zukunft sein (je heller die Insel umso relevanter für die Zukunft).

Die transparente Kommunikation Offline/Online und Web X.0 steht dabei zwar im Fokus der Trendforschung, aber Communities und Social Networks haben bei langem nicht die Bedeutung in den Köpfen der Manager wie die Beruhigung der wirtschaftlichen Rezession oder das Thema Umweltschutz. Interessanterweise widerspricht sich die Trend Map insofern, als Trust 2.0 und Sustainability dann aber wieder im Brennpunkt der Betrachter steht, was unmittelbar mit der Web x.0 Bewegung einhergeht.

Die Trend Map ist auf jeden Fall ein bewährtes Tool der Trendforschung und wurde während des Trendforums von alle Referenten, Teilnehmer und Besucher erstellt, verfeinerten und erweitertet. So schreibt der Veranstalter…

“Das Tool, das Trendonomy entwickelt hat und aktiv in Marketingabteilungen, beispielsweise bei BMW, eingesetzt wird, generiert auf dem Trendforum aus ca. 10 verschiedenen Variablen eine Karte, die die Hemisphären “Gesellschaft” und “Technologie” sowie die vertikalen Achsen “Vernetzung”, “Individualität” und “Orientierung” zeigt. Je nach dem, welche Gewichtung Trends wie “Globalisierung 3.0″ erhalten, sprich, wie Menschen diese Entwicklungen einschätzen, berechnet sich der Werteraum der Trend-Map. Wie man sehen kann, entstehen Inseln, Berge, zusammenhängende Landmassen, die auf eine Verdichtung, Vernetzung und Priorität eines Trends schließen lassen.”

Und was ist mit Social Media?
Wenn die Social Media Welt davon spricht, daß der Marketier die Macht der Marke immer mehr dem Prosumer ausgeliefert ist, so sieht Josephine Green, Senior Director Trends & Strategy – Philips Design, in dem derzeitigen Tansformationsprozess keinen Nachteil. “Menschen sind Chancen” lautet ihr Motto. Wer sich abwendet von “starken, durchstrukturierten Köpfen an der Spitze von Entscheidungen, sondern ein Konglomerat aus kreativen Prozessen, innovativen Ideen und visionären Träumen, in die sich die Technologie einbettet”, der macht Raum für Innovationen, lässt aktiv seine Kunden Trends und Ideen für das Unternehmen entwickeln und kann so mit Unternehmenserfolg rechnen.

Spot On!
Die Veranstaltung illustrierte anhand der Vorträge und der Einsichten, dass die Unternehmen die Welt 2.0 sehr realistisch betrachten. Die Trends der Zukunft werden aus ‘intelligentem Staub’ (Dr. Karlheinz Steinmmüller, zPunkt) von den ‘Designer of Lifestyle’ (Josephine Green) gemacht werden. Die neue Generation des Prosumers wird sich in Communities treffen, Innovationen anschieben und den Fortschritt definieren, messen und erneuern. Denn die Grundlage von Trends ist ganz einfach: Klatsch und Tratsch, oder vornehm ausgedrückt Kommunikation. Insofern kann man davon ausgehen, dass, auch wenn die Trendmap eine andere Sprache spricht, das moderne Web x.0 mit allen seinen Tools und Plattformen voll im Trend liegt.

PS: Und wer einen schönen Blick in die digitale Trends der Zukunft wagen will, der muss sich nur dieses Video der Trendpiraten ansehen. Ob die wohl im nächsten Jahr auch auf dem Podium des Trendforums stehen?

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