CeBIT 2.010 – Always mobile, always social, always on
09.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Featured Stories, Webstrategie
Als mobile Devices (altdeutsch = Handys) erfunden wurden, dienten sie dem Sinn, im Notfall in Echtzeit Informationen auszutauschen. Das mag zwar heute immernoch so sein. Dennoch hat die CeBIT 2.010 die soziale Erweiterung des Nutzungsbeweggrundes sowie die damit einhergehende Bedeutung für Sales und Marketing den Massen eindringlich verdeutlicht.
Tippte man früher umständlich die notwendige Nummer ein, um schnellstmöglich die Polizei, den Krankenwagen oder Abschleppdienst zu einem Unfallort zur Hilfe zu holen und den Verkehrsfluß wieder zu gewährleisten. So wird heute mit dem Handy ein Film (Bild ist schon fast uncool) vom Unfall gemacht. Dieses Video wird dann in einem sozialen Netzwerk hochgeladen und die Freunde auf die verkehrstechnische Umfahrung des Unfallortes per Twitter in Echtzeit aufmerksam gemacht.
Die Tastatur des Handys spielt dabei zukünftig immer unerheblicher. Gilt es doch, wertvolle Zeit zu sparen. Schließlich wissen Usability Experten um die Wichtigkeit eines der Moderne entsprechenden kundenfreundlichen Bedienungskonzeptes. Ja ok, und auch der Notwendigkeit keine Zeit bei einem Unfall zu verlieren. Richtig.
Ergo, die App revolutioniert nicht nur das (mobile) Internet, sondern auch den Markt der mobilen Endgeräte und deren Grundausstattung. Und wer denkt, daß gelte nur für das Handy irrt sich. Auch das Auto der Zukunft greift vermutlich per Touchscreen nur noch auf Apps zu, wie die T-Systems wunderbar offline auf der CeBIT illustrierte.
Man mag sich gar nicht ausmalen, wenn man auf das Auto Screenplay noch die Apps von Facebook und Twitter hochladen kann, wie es Ford erst kürzlich in Aussicht gestellt hat. Dank Google Streetview können sich die Netzwerk Freunde dann den Ort des Geschehens zukünftig aus der sicheren Ferne ins Gedächtnis rufen. Und das Ganze sogar im Vorzeit-Webzustand – in Echtzeit schafft wohl selbst Google den aktuellen Straßenüberblick nicht. Auf der Cebit konnte man die Autos bewundern, die diese Strassen-Bilder zukünftig für uns machen – von Künstlern in liebevoller Kleinstarbeit verziert.
Ob die Künstler sich wohl danach erstmal bei studiVZ auf der Couch ausgeruht haben? So ganz unmobil, aber natürlich sozial und im “always on” Modus? Vermutlich nicht. Man musste schon ein Auto vor die Couch fahren, um irgendwie darauf zu kommen. Vielleicht haben sie aber auch nur ein Bild mit der erhöhten Kamera-Perspektive gemacht, um es dann vom Auto aus in ein soziales Netzwerk hochzuladen.
Offline gibt es den Menschen 2.010 anscheinend nicht mehr. Aber vielleicht braucht er gerade deswegen bald wieder die Ursprungsfunktion des Handys, wenn es nämlich vor lauter Onlinezeit dann in der Offlinewelt ständig kracht, weil gerade mal wieder umstrittene Location-Based Services gecheckt wurden nach den neusten Promotions und Angeboten in der Umgebung ums Auto.
Spot on!
Ach ja. Zur Deutschen Telekom gibt es auch noch ein paar Worte zu sagen. Man frägt sich, ob der Konzern Re-Branding -Weltmeister werden will. Mit jeder neuen Business-Strategie würfelt man anscheinend auch gleich ein neues Branding in den Markt. Egal ob die dann Webstrategie 2.0 heißt oder nicht und man mit Kundengeschenken wirbt, die vom Obama 2.0 Leitspruch abgeleitet sind. So wird aus “Yes, we can” einfach mal schnell “U Can” (mit dem Claim ‘The power to transform’). Und ebenso schnell wandelt man T-Online, T-Com, T-Mobile oder T-Home um. Jetzt geht der Konzern mit T auf Kundenfang. Mit weiterhin einem Punkt davor, 3 dahinter und gleichem Audio-Logo? Der PR Twitter Account darf nicht fehlen und auch Facebook wird offensichtlich bald kommen, wenn man mal genau sucht.
Ob und wie diese zahlreichen Brandingwechsel die Markenführungs-Experten auslegen, bleibt spannend und abzuwarten. Sachdienliche Hinweise bitte an die Branding-Unfall-Notaufnahme MMG bei The Strategy Web. Danke im voraus!
PS: Geschrieben auf dem Flug von Hannover nach München, auf dem iPhone – aber offline im Flugmodus…
News Update – Best of the Day
09.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Daily Top 3
Today, we keep this links list as short as possible…
Adam Singer tells us how to architect a social web marketing and PR strategy.
Ellen Davis interviewed Julie Bornstein (Senior Vice President, Sephora) about the ROI of social media – an interesting case study of a successful retail brand.
The new Apple iPad commercial shows all the features of the product in 30 seconds and with it the future of “infotainment” – and why it is better than Kindle and the likes.
News Update – Best of the Day
08.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Daily Top 3
Which web tools should a company use for their b2b purposes? Kipp Bodnar created an interesting list of 10 tools that seems to be quite relevant.
Although cheat sheets are not the best way to start business processes, this one by Drew McLellan gives some nice orientation on the impact of social networks on customer communication, brand exposure, traffic to your site and SEO activities how to use social networks for business.
The new public toilet cleaning system by CWS keeps people away from bad illnesses – and habits. If you watch this funny video, you will believe me…
COCA IN BAGNO NO!!!!!!!!!!!!!!!!!GOOD VIDEO – Free videos are just a click away
LinkedIn – The importance of using invitation texts
08.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Social Media
In the last months, all social business networkers on LinkedIn have shared the same experience. They have received different invitations from people all over the world with the following invitation text…
“I’d like to add you to my professional network on LinkedIn.
- Surname Name”
Short, targeting, and easy to understand – for everybody all over the world. Hmmmm….?!
This raises some questions in my head on the importance of invitation texts. And I would appreciate your views and get some feedback of people who also use LinkedIn for social business networking.
Personalization
Is it ok to use the standardized version of the invitation text by LinkedIn? We are all marketers and we know that personalization is key. So, isn’t it better to re-phrase the standardized text version and write a short PERSONAL message?
Curiosity
If somebody is not writing a personal message, is it a sign that this person wants me to respond to him/her, and ask WHY this person wants me in his/her business social network? Even think about the impact on playing a psychological game on hierarchy thinking. Or is it just the peek a boo effect? Or is it just a hunters and collectors business?
Test
If somebody leaves the standardized personal message, the contacted person might think this is a TEST on his/her social networking capabilities. So, companies might check how serious job applicants take social networking, how quick potential employees respond, or how much somebody is engaged in social media in general. Or just to test if this person understands effective lead generation?
Spot On!
Should not LinkedIn change its service? The one who is contacted cannot see what the contacting person has ticked in the box in terms of the business relationship, he or she is referring to.
What is your view and experience on invitations by social networks – especially from a business perspective.
The funny truth about PR embargoes
06.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Daily Top 3, English Content
Embargoes have become very popular in the PR industry with the rise of personal blog publishing. This video made me laugh as it shows the funny side-effects of embargoes…
Offlinewelt 1.0: Das Glücksrad zur Lead Generierung nutzen
05.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Offlinewelt 1.0
Es gab Zeiten, da wußte man noch nicht einmal, was Lead Generierung ist. Nein, man nannte das ganz einfach hochdeutsch “Kunden-Gewinnung”. In dieser schönen alten Offlinewelt 1.0 gab es schon eine Art “Lean-Forward-Generation”. Es waren die Kunden nämlich, die bei Sendungen wie “Glücksrad” mitmachten, Wörter erraten duften und sich die neusten und tollsten Produkte präsentieren lassen konnten.
Die SAT1-Sendung “Glücksrad” war einfach ein Klassiker. Wollen wir also mal kurz in alten Zeiten schwelgen? Ja…
Herrlich, nicht?! Genug davon…
Das gute alte Glücksrad hat aber noch nicht ausgedient. Man kann es nämlich wunderbar für die Lead Generierung nutzen. Es erlebt gerade sozusagen sein Renaissance. In München. Auch wenn es jetzt anders aussieht. Nämlich weiß und rot. Und nicht mehr so schön bunt wie früher bei SAT1.
Eine Telekom-Provider Firma setzt das Glücksrad zur Lead-Generierung in der Offlinewelt ein. Und das obwohl die auch von der Kraft von Facebook und Twitter bei der Lead Generierung via Social Web wissen.
Richtig. Es geht um Vodafone. Und ich finde es gut, daß man auch mal andere Ansätze geht und nicht nur die Social Web Welt in den Mittelpunkt stellt. Ganz dem Motto meines Blogs “Connecting Offline and Online is one of today’s biggest business challenges”.
Ein großes Glücksrad. Ein paar kleine Gewinn-Gutscheinen drauf. Schon lässt sich so mancher Kunde gewinnen. Ganz “old-fashioned”, wie man so sagt. Und so gar nicht “webzweinullig”. Auf meine Frage, wieviel Kunden denn hätten mitspielen wollen, mußten die netten Verkäufer bei Vodafone lachen. Eine Antwort bekam ich nicht. Schade eigentlich.
Aber sagt selbst, ist die Aktion nicht wirklich gelungen und professionell? Da gibt man doch gern sein Lead ab, oder nicht…?
PS: Es dauerte ungefähr 5 Minuten bis ein Verkäufer sich zum Glücksrad traute, als ich mein Foto machte und mir die Aktion ansah…
Die Zeit der Manifeste – Manie, Hypie oder Faszination?
02.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Featured Stories, Webstrategie
Vor ein paar Wochen habe ich in einem Interview mit dem Internet World Magazin von einem Kulturwandel gesprochen, der mit der Evolution des (oder Revolution durch das) Social Web einhergeht. In der Vergangenheit gingen zahlreichen Kulturwandeln tiefgreifende Manifeste voran, die die Ziele und Absichten einer Gesellschaft im Wandel in sich tragen.
Nun ist ein Manifest kein Blog-Post, kein Whitepaper und keine Strategie-Abhandlung. Oder im Social Web Zeitalter dann doch? Manifeste entstehen in schwierigen Zeiten ideologischer und kultureller Umbruchstimmung in der Gesellschaft. Jeder in der Gesellschaft spürt die Umbruchstimmung. Jeder nimmt die Unruhe im Geiste wahr. Kluge Köpfe formulieren die Wünsche sowie die zukünftige Wegbereitung in Thesen. Die Absicht: Der Masse Orientierung und Antworten zu geben.
Der derzeitige Kulturwandel findet in schriftlicher Form eine kreative Energie, die sich in diversen Manifesten niederschlägt – publiziert zumeist von (Social) Web-Experten. Allein im Jahr 2010 sind inzwischen 3! Internet-Manifeste erschienen.
Manie, Hype oder Faszination? Es wirkt fast so, als schafften sich manche (Social) Web Professionals mit einem Internet-Manifest ein Denkmal. Was mit dem Cluetrain Manifest begann, findet euphorische, motivierte Nachahmer, die ebenfalls Manifeste in die soziale Web Diskussion einfließen lassen.
Eine Übersicht…
Cluetrain Manifest
Autoren: Chris Locke, Doc Searls, David Weinberger, Rick Levine
April, 1999
Tom’s Re-imagine Manifesto!
Ten Good Reasons to “Get Up in the Morning”
Autor: Tom Peters
Juli 2005
The Happy at Work Manifesto
Autor: Alexander Kjerulf
Juli 2007
Das Internet-Manifest
Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.
Autoren: Zahlreiche Journalisten
September 2009
Slow Media Manifest
Autoren: Sabria David, Jörg Blumtritt und Benedikt Köhler
Januar 2010
Media Manifest
12 Thesen zur künftigen Media-Messung
Autor: David Eicher/Webguerillas
Feburar 2010
Rubicon Manfest
Principles of a REVVOLUTION or, the ad server is dead
Autor: Rubicon Project
Februar 2010
In der Ära des Social Web sprechen alle von Nachhaltigkeit, was das Cluetrain Manifest definitiv bewiesen hat. Und wie sieht es mit den anderen Manifesten aus? Wie denken Social Web Professionals über diese neuen Manifeste? Was bringen solche Manifeste? Welche Art von Manifesten brauchen Unternehmen für die Zukunft? Ein paar akademische Meinungen habe ich vorab schonmal angefragt. Und freue mich auf Eure Kommentare…
Lest selbst…
Prof. Harald Eichsteller, Hochschule der Medien (HdM)
“Ein Manifest symbolisiert, dass das schwelende Gefühl einer großen Gruppe oder Bewegung sich materialisiert, aufgeschrieben und schließlich publiziert wird – ob als Anschlag an einer Kirchentür, als Buch oder im World Wide Web. Nach Luther und Marx haben sich rechtzeitig vor Ende des Jahrtausend führende Köpfe im Cluetrain Manifest zusammengetan, um der Tradition mit 95 Thesen neuen Schwung zu geben – und das wurde dann in immer kürzeren Zeitabschnitten dankbar von einigen aufgegriffen.
Erwähnenswert das 15-thesige Slow Media Manifest, das auf den ersten Blick die Tradition des intellektuellen Anspruchs der Manifestierer der letzten Jahrhunderte fortsetzt und sicherlich das schwelende Gefühl einer beachtlich großen Gruppe im digitalen Alltags-Dschungel Gehetzter widerspiegelt. Das Media-Manifest kommt mit 12 Thesen aus und lehnt sich optisch stark an die historischen Vorbilder an; es bleibt allerdings nicht verborgen, dass es sich um das Akquisitionstool einer Agentur handelt, auch wenn inhaltlich die grundsätzlichen Marketing-Tendenzen des neuen Jahrzehnts trefflich skizziert sind.
Bleiben einige Fragen: Brauchen wir jetzt in immer kürzer werden Abständen ständig neue Internet-Manifeste? Ist es legal, die von Luther und Cluetrain vorgegebene Zahl von fünfundneunzig auf ein Dutzend oder wenig mehr zu reduzieren? Ist ein Manifest nicht immer non-profit? Oder: Ist nach dem Cluetrain Manifest jetzt nicht wieder Ruhe angesagt und wir beschäftigen uns jetzt 100 Jahre mit den Konsequenzen und der Verarbeitung dessen, was da so schwelte, uns alle überrumpelte und wir nun eine ganze Zeitlang brauchen werden, um uns freizustrampeln und unsere eigene Linie zu finden?”
Prof. Dr. Klemens Skibicki, Deutsches Institut für Kommunikation und Recht im Internet (DIKRI)
“Karl Marx und Friedrich Engels beschrieben in ihrem Kommunistischen Manifest 1848 diese Unruhe als „ein Gespenst geht um in Europa…“ Damals konnte zwar jeder den gesellschaftlichen Umbruch der industriellen Revolution mit dem Wachsen der Städte, industrieller Massenproduktionsweisen und dem Entstehen der Arbeiterschicht als einer neuen gesellschaftlichen Schicht sehen und den neuen Geist spüren – die Macht und die Auswirkungen waren jedoch kaum zu überblicken. Jahre später führten die einst verfassten Grundlagen zu neuen Machtorganisationen wie den sozialdemokratischen Parteien und andernorts sogar zu blutigen Revolutionen wie in Russland.
Die Autoren der „95 Thesen des Cluetrain Manifests“ von 1999 waren ihrer Zeit genauso voraus als sie die Basisthese „Märkte sind Gespräche“ formulierten. Geschichtsbewusst drückten sie die Kraft dieser Aussagen durch die Anlehnung der Titelwahl an die 95 Thesen von Martin Luther und das Marx`sche Kommunistische Manifest an – elegant, aber nur für eine kleine Elite verständlich. Ein Jahrzehnt später wird die mächtige Veränderung durch die neuen Kräfte von Facebook, YouTube, Twitter & Co auch von der Masse abseits der Vordenker gespürt. So wie sich bürgerliche Schichten im 19. Jahrhundert sich teilweise durch die neuen Kräfte bedroht fühlten, werden heute langsam alle Branchen erfasst und viele fürchten um ihre Geschäftsmodelle, so dass sie Orientierung und neue Leitlinien für die Social Media Revolution suchen. Diese Suche mündet in der Formulierung solcher Manifeste als Antwortmöglichkeiten – wobei ich unsicher bin, ob den meisten der historische Kontext der Wortwahl geläufig ist ;-)
Die Frage der Notwendigkeit solcher Manifeste zu diesem Zeitpunkt ist für diejenigen, die schon seit Jahren bewusster Teil des Ganzen sind, zu verneinen – das Erwartete ist eingetreten. Die Masse ist aber bekanntlich träge und braucht länger, um die Welt um sie herum zu verstehen – wenn die Formulierungen Ihnen helfen und sie die richtigen Schlüsse für ihr Business ziehen können – warum dann nicht?”
Richard Joerges, Becker.Joerges.agile communication.
“Manifest ist ein großes Wort für große politische Ziele und Programme, vom Kommunistischen Manifest, bis zum Manifest der 2.000 Worte im Prager Frühling. Da mitzuhalten wird für so manches neue so genannte Manifest schwierig. Cluetrain Manifesto, ok. Das schlug ein wie eine Bombe und letztendlich zehrt unser Berufsstand immer noch davon. Aber jede noch so gute neue Idee gleich in ein Manifest packen? Sind Programm, Absichtserklärung, Verhaltenskodex nicht meistens die adäquateren Worte?
Die Bereitschaft im Mitmach-Web, Erfahrungswerte und Vorstellungen via eines Manifestes in ein gemeinsames Verständnis und bestimmte Zielsetzungen mit Blickrichtung Zukunft fließen zu lassen, sind unschätzbare Momente der Kulturentwicklung durch Kommunikation und Diskussion. Jedoch sollten sie angesichts der wachsenden Zahl von Veröffentlichungen nicht überbewertet werden. Gerade bei Ideen, die wichtige Zusammenhänge oft verkürzen oder zugespitzt Außenwirkung und Verbreitung anpeilen, laufen Gefahr, inhaltlicher Breite und qualitative Tiefenschärfe zu vernachlässigen. Einer Idee folgt die nächste, doch an Optionen für eine realitätsnahe Einordnung mangelt es. Häufig folgt prompt die nächste Veröffentlichung zum Thema – auf Kosten fokussierter Aufmerksamkeit.
Bestenfalls bleiben Ideensammlungen hilfreiche Anregungen, um Diskussionen zu fördern und Alltagssituationen einzuschätzen. Zu Manifesten geraten sie dadurch jedoch nicht. Denn auch zuviel Pathos macht manchmal verwechselbar.”
Stefan Pfeiffer, IBM Deutschland
“Derzeit nehme ich sehr viel Negativberichterstattung zum Netz wahr. Es wird gewarnt, gewarnt, gewarnt … Und die positiven Möglichkeiten fallen hinten runter. Ich glaube wir brauchen vor allem Aufklärung und Ausbildung für die Anwender im Umgang mit dem Netz. Im Unternehmen können hier Social Media Guidelines helfen. Nicht im Sinne von Vorschriften sondern Hilfestellung.”
Gerald Hensel, Neue Digitale / Razorfish
“Ich persönlich mag ja Definitionen. Eigentlich könnte man meinen, dass ich deshalb auch Manifeste mag, aber tatsächlich glaube ich, dass es sich hier fast immer um PR-Vehikel dreht. Ausnahmen bestätigen bekanntlich auch hier die Regel: Das Cluetrain Manifesto ist ein inhaltlicher Meilenstein in der Industrie und sollte von jedem gelesen werden. Dass aber Hinz und Kunz 10 unbelegte und normalerweise mässig argumentierte Thesen neu übertiteln und das dann ein Manifest nennen, finde ich eher ziemlich peinlich. ”
Spot On!
Manifeste können initiieren, revolutionieren und zum Umdenken anregen. Ja, ich unterschreibe “Slow Media” – erscheint notwendig ohne Personal Web Manager. Ja, “Cost-Per-Thousand Dialogues” klingt spannend. Doch kommt nicht “Cost-Per-Unique User” zuerst? Ja, Publisher brauchen eine effizientere Vermarktung, aber gleich ein Manifest kreieren und dann als Selbstzweck zu vermarkten? Ich weiß nicht…
Natürlich interessiert mich Eure Meinung! Lasst Eurem Geist freien Lauf zum diesem Thema Manifeste. Vielleicht entsteht ja so ein neues z.B. Social Web Manifest, mit Nachhaltigkeit – welches auch in 10 Jahren noch so glänzt, wie das Cluetrain Manifest heute.
News Update – Best of the Day
01.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Daily Top 3
“Connecting offline and online is one of the biggest challenges in our today’s business world” - You might have heard my credo somewhere. Now, Willis Wee created the big social media marketing plan for those companies that need an easy visualization – looks nice to me.
How PR and social media can collide in one PR release tells us Ogilvy’s John Bell in his post “When is a social media strategy not a strategy”. Sure, I had to comment that…
The super market 10-11 is not well-known for some of my readers. With their new commercial “Always open”, which addresses their customers in Iceland, they soon will be. Isn’t it a funny and entertaining TV ad?
Social Engagement is Changing
01.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Social Media
The web service company Flowtown has created a nice piece of visualization about the way in which social engagement is changing. You should also read the comments on their blog post to get some more numbers and insights on how the social web world is changing today.
Neurological study: Bad websites causing ‘web-stress’
26.02.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: English Content, Featured Stories, Webstrategie
Bad designed websites and slow loading times are causing ‘web stress’ for internet users. This is the result of a new neurological study by CA in cooperation one of the leading customer experience and consultancy consulting firms Foviance. The study even shows that bad websites have a negative effect on the users health.
During the study, which was conducted at the Glasgow Caledonian University, volunteers (eight women and five men between the age of 25 and 42 years) were wired up to sophisticated neurological and physiological testing equipment (incl. an Electroencephalography cap) which was used to monitor brain wave activity. The volunteers carried out a series of everyday online tasks such as finding and buying a laptop PC and travel insurance. During the test the internet connection was slowed down to increase the stress factor.
With the generated data, CA and Foviance found the two most stressful points of the online sales cycle which caused a high level of ‘web-stress’: search and checkout. Although the volunteers completed the purchase, more than three quarters of customers will abandon the site in reality. And it took the volunteers up to a minute to recover from that ‘web stress’.
This result corresponds with CAs Web Stress Index study. In 2009 CA interviewed 2500 consumers. The key finding was that slow loading websites were a frustrating experience for 92% of the repondents. No wonder that volunteers in the experiment were leaving bad websites, or wanted to call the company’s hotline
“The results of this study sends out a clear message – businesses need to reduce ‘web stress’ and improve the online experience of their customers if they’re going to maximise returns from their web channel” (…) It’s not just about website design or internet connection speeds – the performance of a website is dependent on the performance of the web applications that support it. Businesses need an Application Performance Management (APM)** solution which not only provides real insight into how customers are experiencing their web applications, but will proactively manage the performance and availability of these applications. This translates into better customer service, improved brand loyalty and increased sales.”
Kobi Korsah, Director, EMEA Product Marketing, CA
And Foviance adds…
“Consumers have very high expectations of web applications and web sites – to be always available and instantly responsive. This experiment simulated the experience of underperforming web applications for our volunteers. The results show that when online expectations aren’t met, people quickly become agitated, confused and have to concentrate 50% more than normal. All these problems can be detected and prevented as long as businesses take a proactive approach to measuring the customer’s experience of web applications.”
Catriona Campbell, Director and Founder, Foviance and leading behavioural psychologist
Spot On!
In the summer of 2009, Akamai already revealed that 2 seconds is the new threshold of acceptability for eCommerce websites response times. The study showed that 40% of consumers won’t wait more than 3 seconds for a web page to load before leaving the site. This study by CA and Foviance makes this clear again: Corporations should have a close testing eye on the essential features (loading time for search and checkout) in order not to affect online shopping revenues. Especially if you bear in mind that online retail is predicted to grow to 320 billion EUR in 2011. More information can be found in this video on the CA study.






