Der kleine XING-Kontakt Knigge

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Es mag gewagt sein und dennoch wagt man sich an ein heikles Thema, welches bei vielen meiner Kollegen, Bekannten und Freunde immer wieder aufkommt. Vermutlich ist daran die zunehmende Beliebtheit von XING und des Business-Networking generell verantwortlich: der schlechte und teilweise unprofessionelle Kommunikationsstil im Umgang mit Businesskontakten via XING.

Im Business zählt, wie wir alle aus Management-Trainings und Medien wissen, der erste Eindruck. Wenn wir also über XING neue Kontakte suchen, interessante Partnerschaften in Gang bringen wollen oder einfach nur Recherche betreiben, sollten wir für alle Aktionen wie auch Reaktionen gewappnet sein. Denn über alle Aktivitäten -oder ausgelassenen Optionen- wird am Ende unsere Online- und Offline-Reputation gemessen. Nicht umsonst haben Bücher wie ‚Karrierefalle Internet: Managen Sie Ihre Online-Reputation, bevor es andere tun! ‚ große Beliebheit errungen.

Die Stolpersteine liegen im Falle XING weniger bei bereits bestehenden Kontakten. Hier pflegt man doch untereinander in der Regel einen gewissen Umgang und weiß, mit wem man es warum zu tun hat. Schon schwieriger wird es dagegen bei der Kontaktaufnahme mit bisher unbekannten Personen. Dabei ist es egal, ob man selbst mit jemanden in Kontakt treten möchte, oder ob man von jemand bisher Unbekanntem kontaktiert wird. Zwar bietet XING schon ein paar Hinweise, jedoch sind diese zum einen gut versteckt unter dem Bereich „Hilfe“ bei den „FAQs“ und zum anderen beleuchten diese nur einen Teil der Thematik.

Richten wir unseren Blick also einmal auf ein paar Grundsätze, die bei einer Kontaktaufnahme über XING (oder anderen Business-Netzwerke) beachtet werden sollten.

Der kleine XING-Kontakt Knigge für Neukontakte

Kontaktaufnahme durch Sie
a) per Nachricht: Sein Sie freundlich, fassen Sie sich kurz und nehmen Sie direkten Bezug auf Ihr Anliegen: Warum sprechen Sie genau diese Person an? Gehen Sie immer davon aus, dass der Angesprochene, je höher er im Unternehmen steht, umso weniger Zeit für das Networken hat. Auch wenn diese Person sich in Netzwerken gerne mehr engagieren würde.
Sein Sie darauf gefasst, dass Sie Feedback bekommen. Dieses Feedback kann komplett anders ausfallen, als Sie sich denken oder wünschen. Gehen Sie auf jeden Fall auf dieses Feedback ein.
b) per direkter Verknüpfung: Besteht überhaupt kein vorheriger Kontakt (online wie offline) ist es ratsam, nicht direkt Kontakte zu verknüpfen. Es sei denn, sie wollen wie ein Jäger und Sammler wirken…

Geben Sie dem Gegenüber die Option, direkt mit Ihnen online oder offline zu kommunizieren. Ihre Kontaktdaten können Sie dieser Person auch freischalten, ohne sich mit dieser Person zu verknüpfen. Bleiben Sie nicht anonym.

Kontaktaufnahme mit Ihnen
a) per Nachricht: Im ‚unwahrscheinlichen‘ Falle einer an Sie gerichteten Kontaktaufnahme durch ein XING Mitglied per Nachricht hat derjenige meistens ein ihm wichtiges Business-Anliegen. Dass derjenige Sie ausgewählt hat, um dieses Anliegen zu erfüllen, ehrt Sie – aber bewerten Sie das auch so.
b) per direkter Verknüpfung: Besteht überhaupt kein vorheriger Kontakt (online wie offline) überlegen Sie genau, ob Sie den Kontakt bestätigen. Zu viele Kontakte sind schwer zu pflegen und zu handhaben und werden somit schnell unprofitabel. Sind Sie der Meinung, der Kontakt bringt Sie beruflich (oder privat) weiter, so spricht nichts gegen eine Verknüpfung. Scheuen Sie sich aber auch nicht, eine für Sie irrelevante Verknüpfung abzulehnen. Nutzen Sie aber die Möglichkeit des Zufügens oder Ablehnens und lassen Sie den Kontakt nicht ewig im Ordner „Zu bestätigende Kontakte“ liegen.

Wenn jemand mit Ihnen Kontakt aufnimmt, gebietet es die generelle Pflicht, eine Antwortmail zu schreiben – egal ob kurz oder lang, positiv oder negativ oder ob Sie ein geschäftliches ‚Interesse‘ an der Person haben oder nicht. Auch wenn das Anliegen in Ihren Augen uninteressant, langweilig und unpassend zu Ihrem Profil ist, eine Antwort hat die Kontaktaufnahme verdient. Mal ein Offlinebeispiel zum Vergleich… Kommt ein Mitarbeiter mit einer Businessidee auf Sie zu, drehen Sie sich auch nicht einfach weg, oder doch…? Bedenken Sie immer, dass Premium-Mitglieder in der Regel wissen, dass Sie die Mail gelesen haben, wenn Sie das Profil des anderen angesehen haben.

Die obigen Empfehlungen treffen übrigens auch auf die Gruppen in den Business Networks zu. „Wer neue Kontakte knüpfen möchte, der findet in den rund 20.000 der bei XING organisierten Gruppen für ihn passende Themen und spannende Kontaktmöglichkeiten. Wer sich hier kompetent zeigt und mit interessanten Beiträgen auf sich aufmerksam macht, findet online wie offline viele Anknüpfungspunkte“, erklärt Thorsten Vespermann, Director Corporate Communications der XING AG.

Spot On!
Verhalten Sie sich bei Kontaktaufnahmen immer so, als würden sie einander persönlich gegenüberstehen. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer großen Visitenkarten-Party und ignorieren jemanden, der ihnen 5 Minuten später durch eine andere Person vorgestellt wird. Man sieht sich immer zweimal im Leben… und es kann durch das Online Business-Networking schneller passieren als Ihnen lieb ist.

PS: Um Herrn Reich-Ranicki gerecht zu werden und das Internet nicht in TV-ähnlichen qualitativen ‚Abgründen‘ enden zu lassen, wollen wir auch die sprachlichen Aspekt für alle XING’ler nicht vergessen und diese schöne Hilfe des Goethe Instituts für jeden Networker bereitstellen.

Wenn Sie bitte hier die Informationen des Goethe Instituts abrufen wollen… Vielen Dank!

Die Typen der Business Netzwerke – Gladwell’s ‚Tipping Point‘ reloaded

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Jeden Tag suchen die modernen Businessmenschen nach der entscheidenden Veränderung in der eigenen Arbeitswelt mittels ihrer rastlosen Aktivitäten in Business Netzwerken. Sie suchen nach dem kleinen ‚Etwas‘, das für das Geschäft eine große Wirkung haben sollen. Vor ein paar Tagen kam bei uns die Diskussion auf, ob man eine grundsätzliche Typisierung der User von Business Netzwerken vornehmen kann. Es wurde viel nachgedacht, überlegt und visioniert – und am Ende kam eine interessante Lösung raus…

Das Ergebniss fundierte im Buch ‚The Tipping Point‘, in dem Malcolm Gladwell die Rolle der entscheidenden Personen an Veränderungsprozessen unter dem Aspekt ‚The Law of the Few‘ beleuchtet. Er identifiziert dabei drei Typen, die bei Veränderungsprozessen unentbehrlich sind: Vermittler (Connectors), Kenner (Mavens) und Verkäufer (Salesmen).

Schaut man sich die Aktivitäten der Web 2.0 Gesellschaft in ihrem täglichen Wirken an, so sind zahlreiche Parallelen unverkennbar. Zum Beispiel, dass wir unsere Persönlichkeit nach genau diesen drei ‚Gewinnertypen‘ mit unseren Profilen ausrichten und, dass wir gleichzeitig versuchen, alle drei Typen in uns zu vereinen?

Ein Versuch die drei Typen aus Sicht der Aktivitäten in Business-Netzwerken wiederzufinden…

Vermittler (Connectors)
Prinzipiell erfüllen wir ‚Business-Netzwerker‘ alle diesen ersten Typus. Denn: Wer sich in einem Business Netzwerk registriert, bringt sich mit Mitbewerbern, Marktkennern, Partnern und Kunden zusammen und ist ja schon per se ein Connector, ein verbindender Mensch mit Verbindungen oder nicht? Fragwürdig… Denn nur, wer auch die Rolle des Vermittlers lebt, Menschen business-technisch erfolgreich zusammenbringt und sich ohne die permanenten Provisionsgedanken im Hinterkopf engagiert, ist der wahre Vermittler im Gladwelschen Sinne.

Wie man den Erfahrung vieler Kollegen und Businesskontakten entnehmen kann, scheiden sich hier die Geister gewaltig. Die Orientierung der Anwesenheit in Business-Netzwerken geht klar in Richtung: Me and my profit come first! Selten bekommt man wirklich wertvolle Vermittlungsansätze von Dritten für das eigene Business – egal ob man gut verlinkt ist oder nicht. Und schon gar nicht aus Eigeninitiative der eigenen Netzwerk-Kontakte. Wer zwar deutlich und ausdrücklich etwas sucht, muss dennoch erstmal direkt sein Netzwerk umständlich anzapfen. Früher hat man nach einem guten Tipp an Weihnachten eine gute Flasche Wein erhalten – heute scheint diese Geste ders guten Businessknigge abhanden gekommen zu sein.
Nicht selten bekommt man das Gefühl, heute bei Anfragen nach Vermittlungsansätzen zeitlich unpassend und am falschen Ort zu erscheinen (trotz ‚Vorstellen‘ Button).

Ist unser schnelllebiger, mit Terminen vollgestopfter Arbeitsalltag ein Bremsklotz für ein effizientes Vermittler-Dasein in den Business Netzwerken? Auf jeden Fall ist es schwierig, sich wirklich organisiert als Vermittler aufzustellen. Denn je mehr Businesskontakte man hat, umso weniger Zeit bleibt für jeden einzelnen Kontakt, neues Netzwerk- oder Business-Potential zu vermitteln.

Fazit: Das Prinzip ‚Eine Hand wäscht die andere‘ wird inzwischen in Business-Netzwerken leider viel zu stark im monetären Sinne gelebt. Ein Problem des Ressourcenmangels in Unternehmen oder der Profitausrichtung der Firmen und ihrer Manager? Die Antwort bleibt offen…

Kenner (Mavens)
Speziell im Web 2.0 Business, in der wir alle Business-Netzwerke und Wikis mit unserem Wissen füllen und wichtige Erkenntnisse in Blogs festhalten, manifestieren sich verschiedenste Arten von Kennern. Früher nutzten solche Businesspersonen Offline Veranstaltungen, stellten sich als Redner zur Verfügung oder verfassten Beiträge in wissenschaftlichen Zeitungen. Inzwischen will jeder derjenige sein, der sich als Kenner positioniert – der zur ‚Quelle neuer
Informationen wird, auf die wir vertrauen‘. Ob in Gruppendiskussionen oder als dortiger Moderator – in Business Netzwerken kann jeder zum Kenner werden. Das Internet macht die gewünschte Reichweite möglich…

Auch hier zeigt sich eine gewisse Diskrepanz zwischen den wahren ‚Kennern‘ und den -nennen wir sie mal- Reproduzenten. Zwei banale Vergleiche aus der Sportwelt – gerne! In der Fussballwelt gibt es die Option, sich einen Stern auf die Trikotbrust zu heften, wenn man erfolgreich die Champions League gewonnen hat. Beim Golf geht das Handicap je nach Erfolg rauf oder runter. Und Firmen können sich warm anziehen, wenn bei metacritic die Bewertungen der Produkte in den Keller gehen.

In Business-Netzwerken heftet sich jeder soviele Sterne ans Revers, wie nur eben möglich – unverifiziert von erfolgreichen bzw. angesehenen Businessmenschen. Da wird es schwer den Kenner, vom Reproduzenten zu unterscheiden. Ist ein Award oder Auszeichnung der Business-Netzwerke also für hervorragende Moderatoren, für qualifizierte Diskussionteilnehmer in Gruppen (z.B. durch die Gruppen-Moderatoren) oder für außergewöhnliche Blogger? Macht Sinn, wenn man ein qualifiziertes Komitee davorschalten würde. Zumindest würde es eine kleine Richtlinie zu mehr Transparenz bieten und zu mehr Übersichtlichkeit bei der heutigen individuellen Businesswelt dienen.

Fazit: Es fehlt an einer Orientierungshilfe, wer die überdurchschnittlichen ‚Kenner‘ der Märkte und Branchen sind. Xing, LinkedIn und alle ihre Mitbewerber könnten helfen, die Welt der erfolgreichen Businesstypen zu erhellen.

Verkäufer (Salesmen)
Überzeugend und charismatisch wollen wir allein schon mit unserem Profil in den Business-Netzwerken sein, weshalb sich jeder Manager auch entsprechend ein überzeugendes Profil ‚zurecht schustert‘. So manches Firmenbudget geht für hochprofessionelle Businessfotos oder Überstunden durch verstärkte Gruppen(-moderation) drauf. Dabei frägt man sich z.B. bei den Bildern, ob ein ehrliches, dem Typ passenderes Bild nicht überzeugender wäre. Auch wenn business-casual in manchen Branchen und Firmen nicht erlaubt ist.

Überzeugt sind wir dennoch von der Überzeugung, dass wir überzeugend im Business-Netzwerk auftreten: Wir überzeugen durch mannigfaltige Gruppenaktivitäten, durch zahlreiche Businesskontakte und durch reichhaltige Angaben bei Interessen, Berufserfahrung und Ausbildung. Dennoch sind wir dann noch lange nicht die Verkäufer, die mehr sagen als sie sagen und dadurch überzeugender sind als überzeugend (freie Interpretation der Gladwell Salesmen-These).

Ein ordentliches und engagiertes Profil macht noch keinen guten Verkäufer. Dazu ist manchmal ein besseres Bild notwendig und vor allem ein feineres Darstellungs-, Kommunikations- und Verhandlungsgespür (in Gruppen wie generell im Business Netzwerk). Und wenn im Alltag die ersten 10 Sekunden über Sales-Erfolg und – Misserfolg beim ersten Businesstreffen entscheiden, dann sind es bei der großen Auswahl in Business-Netzwerken vermutlich maximal fünf Sekunden. Was die Geschäftspartner im Salesprozess überzeugt, ist nicht die Universität, an der man studiert hat – ebenso wenig wie der Uniabschluss nach dem ersten erfolgreichen Job mehr zählt als die Aussage: Diplom vorhanden – ENDE. Nur davon kann man bei seiner eigenen Überzeugungskraft bei Einträgen in Business-Netzwerken aus Salesperspektive überzeugt sein.

Fazit: Die gewählte Darstellungsvariante des eigenen Profils und Auftretens in Business-Netzwerken muss dem Umfeld der eigenen Businesskontakte und -branche entsprechen. Wer den Wesenszug der Zustimmung austrahlt, erfährt den Tipping Point des Verkäufers, der Erfolge sammelt.

Spot On!
Letztendlich sind es die Soft Skills der drei Typen, die als Kür den erfolgreichen Businessmenschen ausmachen. Die pure Anwesenheit in Business-Netzwerken ist das Pflichtprogramm. Entscheidend ist, wie ’sticky‘ und im Zusammenhang der Arbeitsthemen passend man in den Business-Netzwerken den Leuten erscheint, die dem eigenen Business zuträglich und gewinnbringend sind. Hier zeigt sich der wahre Matchmaking Typus.

Die Jäger-und-Sammler Leidenschaft der Business-Netzwerk Typen der Anfangsjahre ist -vermutlich aus Ressourcengründen- einem diversifizierten Business-Allrounder Typus gewichen. Die grundsätzlichen Fähigkeiten der ‚Veränderer‘ hat Gladwell in seinen drei Typen schon früh erkannt. Ob er jedoch wußte, dass die Managerwelt des heutigen Business erfordert, alle Typen in sich zu vereinen, sei mal dahingestellt…

Statusmeldungen auf Social- und Business Networks – Twitter sinnvoll im Businessleben?

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Schaut man sich die Statusmeldungen auf Social- und Business Netzwerken an, so frägt man sich, inwieweit Twitter schon einen Mitbewerb hat. Auf Xing und Facebook fällt zunehmend der Einsatz und die Nutzung von Statusmeldungen durch die User auf. Während diese früher eher als Add-On bei Xing und Facebook funktionierten, so ‚zwitschern‘ einem die Kontakte aus den Netzwerken von Privatem, bis zum privaten Businessinteresse (Blogs, etc.) und zum reinen Business fast alles, was sie selbst interessiert und irgendwie von Belang sein könnte – warum und wofür auch immer.

Das erst kürzliche Facelift von Facebook hat der Statusmeldung sogar schon zu mehr Bedeutung in prominenter Position verholfen. Man wird auf Facebook inzwischen mehr als prominent aufgefordert, seine Statusmedlung upzudaten. Vom schönen Ornament bzw. Trafficlieferanten der Plattform hin zum ersten Aktionspunkt für den User.

Waren es bei Xing früher eher sporadische Änderungen, die einem im Netzwerk mit den Statusmeldungen angezeigt wurden, so ändern sich diese derzeit mehrmals täglich. Aber es sind nicht nur Datenänderungen über die Personen, die automatisch angezeigt werden, sondern vielmehr persönlichen Informationen und Hinweise zum Privaten und Business, die dort kundgetan werden. Es wird also ordentlich ‚geschnattert‘ auf den Social- und Business Netzwerken.

Mitbewerb für Twitter also? Die Frage stellt sich zurecht, ob man Twitter im Business unbedingt benötigt. Drei Thesen, die das bestätigen könnten…

These 1: Nutzen und Vereinfachung
Eine für sich stehende Internet-Applikation, die sich nur mit ‚Gezwitscher‘ beschäftigt und sonst keine großen weiteren Nutzen verfolgt als Kurzmeldungen zur Selbstdarstellung um das eigene Wissen, ist wenig sinnvoll – vor allem aus Sicht des Business. Ist das nicht ein wenig viel Zeit verschwendet und umständlich für ein kleines ‚Häppchen‘ mehr an Informationen und ein großes ‚Bißchen‘ viel an oft wertlosem Geposte? Bei Statusmeldungen in Social- und Business-Netzwerken bekommt man nur die Meldungen derer, die einen interessieren – kein weiteren LogIn, Password und/oder offenen Browser, welchen man beobachten muss, will oder soll.

These 2: Geschwätzigkeit und Profilierungsgeist
Klatsch und Tratsch wird nirgends so gefördert wie im Business. Für das Business ist Twitter nicht zuträglich, da das Business zwar sich schnell dreht, man aber mit RSS Feeds und den richtigen Business Kontakten auch so schon viel von den Entwicklungen des Marktes erfährt. Wer als erster bescheid weiß, fühlt sich groß und wichtig und kann sich profilieren – ist aber mit Statusmeldungen der Social- und Business Netzwerke ebenfalls möglich. Zudem sind die meisten Businessleuten sowieso nahezu permanent über den Businessalltag darin eingeloggt, oder schauen mindestens einmal dort rein. Ein Blick in die Statusmeldungen des Tages dort und man verpasst selten etwas wirklich Wichtiges für das Business. Und wer wirklich über das Business tratscht, macht das über Glassdoor.com

These 3: Informationsflut und Gefahrenfalle
Wir leben in einer Welt der neuzeitlichen Medienmacher und als solche müssen wir alle noch lernen, Wichtiges von Falschem oder Gerüchten gebührend zu differenzieren – das profitable Geschäft der Yellow-Press. Wer sich bei Twitter als Aktivist und Förderer der Web 2.0 Welt tummelt, kann auch schnell mal etwas aufgreifen, falsch interpretieren und als wichtige Nachricht um die Web 2.0-Welt gehen lassen. Greift man das auf und ‚publiziert‘ es selbst, weil man sich auf den Wahrheitsgehalt verlässt, kann man bei einer Falschmeldung schnell als ‚Quatschkopf’gelten. Bei einem Business-Netzwerk macht man so etwas in einer Statusmeldung vermutlich eher nicht – denn: Ist der Ruf mal ruiniert, sind andere auch schnell pikiert‘. Oder nicht?

Spot On!
Schaut man sich die Anzahl der Twitter-User an, so darf man bezweifeln, dass die für das ‚eigene‘ Business wichtigen Personen dem Twitter-Trend folgen – allein schon aus zeitlichen Gründen. Natürlich könnte es auch sein, dass Facebook verstärktes Interesse an Twitter hat und deshalb seine Statusmeldungen so positioniert. Wer weiß, was sich noch alles tut im Markt um die 2.0 ‚Yellow-Web-Press-Welt’…

10 Tipps für richtiges Business-Networking

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Passend zu meinen Gedanken über die Business-Netzwerke veröffentlicht Internet-World Business jetzt eine von LinkedIn in Auftrag gegebene Studie zum Thema Netiquette.

Hieraus die 10 Verhaltensregeln für ordentliches Online-Networking, die die Internet-World zum Besten gibt…

Do’s
1. Nutzen Sie ein Online-Netzwerk mit klarem Business-Fokus, um sicher zu stellen, dass geschäftliche nicht mit privaten Kontakten vermischt werden.
2. Gehen Sie private Social Network Verbindungen nur ein, wenn Sie auch außerhalb der
Geschäftswelt mit den entsprechenden Personen in Kontakt stehen.
3. Überlegen Sie genau, was Sie online veröffentlichen, da dies Einfluss auf die
Wahrnehmung ihrer eigenen Person auch außerhalb des Internets haben kann und möglicherweise negative Folgen für Sie nach sich zieht – überprüfen Sie daher regelmäßig Ihre Online-Profile auf ein professionelles Erscheinungsbild.
4. Achten Sie darauf, alle verfügbaren Sicherheitseinstellungen der genutzten Social
Networks zu verwenden. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihre persönlichen
Informationen nur vertrauenswürdigen Kontakten zugänglich sind.
5. Scheuen Sie sich nicht, Kontaktanfragen von Personen, die nicht aus Ihrem beruflichen
oder privaten Umfeld stammen, auch abzulehnen.

Don’ts
1. Veröffentlichen Sie keine geschmacklosen oder gar illegalen Inhalte in Ihrem Social
Network Profil.
2. Machen Sie keine falschen Angaben oder erstellen Sie unechte Profile. Bei vielen Social
Networks kann jeder Nutzer Ihr Profil samt frei gegebenen Informationen einsehen und
verifizieren.
3. Führen Sie Ihre geschäftliche Kommunikation in Online-Netzwerken nicht öffentlich und
für jedermann frei zugänglich z.B. auf Pinnwänden, in Foren oder Gästebüchern.
4. Veröffentlichen Sie keine privaten Informationen wie Adresse, Geburtstag oder
Telefonnummer, die für jedermann frei zugänglich sind.
5. Akzeptieren Sie nicht jede OnlineKontaktanfrage. Überlegen Sie genau, wen Sie in Ihren
engeren Kontaktkreis aufnehmen. Beachten Sie, dass die Qualität Ihres Netzwerks wichtiger
ist als die Größe.

Spot On!
Es lebe die Etiquette der guten alten Offlinewelt 1.0: Trennen Sie Berufliches und Privates und sein Sie ein guter Mensch, der sich im Business online so verhält wie offline. Es lebe der moderne Knigge

LinkedIn, XING, Facebook – Business der Zukunft oder Zukunft des Business?

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Wer zukünftig ein erfolgreicher Businessentscheider ist, ist gut verlinkt über Social Netzwerke mit Businesscharakter. Welches Social Netzwerk ist aber für das Business wichtig und richtig, oder bietet den wahren Mehrwert? Die Antwort ist vermutlich eine Mixtur aus unterschiedlichen Angeboten. Schließlich hat jeder seine Vorlieben und man will idealerweise die Kontakte seines beruflichen Werdens nicht verlieren – trifft man sich doch immer zweimal im Leben.

Grundsätzliches
Wer die Zeit im Business aufwenden kann, muss sich prinzipiell in folgender Weise vernetzen…
– (mindestens) ein professionelles Business-Netzwerk (z.B. Xing, LinkedIn) – idealerweise eines bei der Nutzung priorisieren. Vielleicht lassen sich die Kontakte auch auf nur einer Plattform bündeln….
– ein Hobby-Netzwerk, welches dem Business zuträglich ist und mit Businesspartnern ausgeführt werden kann (z.B. Golf, Radeln, Fussball, etc.)
– ein Social Netzwerk mit großer Reichweite (z.B. Facebook, MySpace) – stärkt das Wissen über private und hobbytechnische Vorlieben der Kontakte.
Aber wer hat die Zeit und die Muse, sich permanent mit allen businessrelevanten Themen zu beschäftigen? Oder sich in Business Netzwerken wissenstechnisch auszutauschen? Oder muss man sich überhaupt permanent und regelmäßig dort zeigen? Auf jeden Fall ist eine Rückbesinnung einer Priorisierung auf das Wesentliche dienlich und unbedingt empfehlenswert.

Wesentliches
Ein paar wesentliche Grundsätze zu Social Netzwerken aus Businesssicht sollte man als Businessentscheider beachten…
– Wer sich in Business Netzwerken ‚tummelt‘, muss auch aktiv werden, will man das Social Netzwerk für das Business erfolgreich nutzen.
– Wer in Business Netzwerken abwartet und eher beobachtet, verschenkt viele Business Möglichkeiten und sollte sich überlegen, ob -angesichts der herrschenden persönlichen Ressourcenknappheit (und der des Arbeitgebers) im heutigen Business- die Notwendigkeit besteht, Mitglied einer solchen Plattform zu sein.
– Wer nichts investiert (finanziell), nutzt die Plattform suboptimal. Ein Grund, warum Social Netzwerke schnell zu einer Me-Too Business Plattform verkümmern. Man ist halt dort auch registriert.
– Die entscheidende Frage stellt sich aber, in welcher Form man sich in Social Netzwerken mit Businesscharakter als Businessmensch präsentiert und verlinkt. Der private Ansatz wird hier sehr gerne in den Vordergrund gestellt. Vorsicht: Auch die Chefs und die Chef Chefs (der eigenen Firma und der Kunden) können hier sein!
– Wie man Business in Social Netzwerken lostritt und durchführt, sollte ein Teil der Firmen Policy sein. Gewisse Richtlinien zu Firmennennung, Brandauftritt, Berechtigung zur Moderation von Themen, usw. sind durchaus ratsam. Idealerweise werden diese Personen definiert und helfen anderen Mitarbeitern, ein ordentliches und professionelles Bild in Social Netzwerken abzugeben.
– Wer die Gruppen der Social Netzwerke initiiert und führt, wikt immer wie ein Innovator und Businessleader. Ein großer Bonus…
– ‚Richtlinien‘ hat vor kurzem Chris Brogan in seinen Social Media und Marketing Tipps beschrieben. Was hier für das Marketing gilt, gilt auch für jede einzelne Businessperson, die sich in Social Netzwerken bewegt und diese für das Business nutzt.

Den Umfragen und dem Medieninteresse zufolge stehen drei Business Netzwerke hoch im Kurs in Deutschland: Xing, LinkedIn und Facebook. Facebook ist zwar ein klassisches Social Netzwerk, wird aber von vielen Businessentscheidern auch zu Businesszwecken genutzt, weshalb es in dieser Analyse Betrachtung findet.

Xing
Gründer: Lars Hinrichs – Interview auf turi2
6,5 Millionen Mitglieder, 470.000 (Aussage Homepage) oder 325.000 zahlende Premium User (Aussage Hinrichs auf turi2)

Xing -als erstes deutsches Business-Netzwerk gestartet, inzwischen weltweit orientiert- stellt sich als ‚business-cosmopolites‘ Netzwerk dar und erfreut sich wachsender Beliebtheit – inzwischen nicht nur in Deutschland. Premium-User zahlen monatliche Beiträge, bekommen dafür aber keine Werbung und reichlich Such- und Serviceoptionen, um (potentielle) Businesskontakte zu durchleuchten und zu kontaktieren – ein sehr gutes Rechercheportal für avisierte Businesskontakte. Gruppen werden zu fast jedem Businessthema (aber nicht doppelt) aufgesetzt, wirken dynamisch und für das Business ergeben sich schnell Ansätze zur Diskussion und zum Meinungsaustausch. Professionell ist die Führung der Gruppen aufgrund verantwortlicher Moderatoren – ein Business Netzwerk, ganz im Web 2.0 Stil.

Erfahrungswert: sehr detailliert, starke Interaktion, kein Selbstläufer
Aufgrund der erweiterten Suche für Premium-Mitglieder ergeben sich hier zielgenaue Trefferergebnisse und ein hoher Informationsfaktor, der die Option der konkreten Ansprache für Sales-, Marketing- und Personalverantwortliche ermöglicht. Aktionismus ist unbedingt gefragt und wird belohnt. Kooperationen ergeben sich schnell.

Die Gefahr des Missverständnisses ist dennoch gegeben, denn schreibt jemand bei ‚Ich suche‘ und ‚Ich biete‘ dasselbe, hat man schnell den falschen Ansprechpartner am Telefon. Enttäuschungen sind da schon mal an der Tagesordnung. Egal ob man Fragen an Gruppen stellt oder Diskussionen anregt, die Mehrdimensionalität und hohe Kommunikationsstärke ist hier definitiv gegeben. Wer die Kontaktaufnahme durch Dienstleister nicht wünscht, schreibt dies in sein Profil und wird auch nicht indirekt mit Werbung konfrontiert. Basis-User zu sein, entspricht nicht dem Sinn des Netzwerkes – nur dem olympischen Motto: Dabei sein, ist alles. Grundsätzlich: einfache Handhabung der Plattform.

Businessnutzen = sehr nützlich, hochwertig.

LinkedIn
Gründer: Reid Hoffman – Interview in „Tomorrow“-Printausgabe KW34, Auszüge zum Deutschlandlaunch gibt es hier.
34 Millionen Mitglieder weltweit (laut Homepage), Zahl Premium-User unbekannt

LinkedIn hat den Ruf des international bekanntesten Social Netzwerks und wer sich mit dem visuellen Mantel des Weltmännischen umgeben möchte, ist hier Mitglied. In den letzten Jahren haben sich die Mitgliedschaften des profesionellen Netzwerkes mehr als verdoppelt. Weil es vorwiegend kostenlos genutzt wird? LinkedIn ist derzeit nur englischssprachig verfügbar – Markteintritt in Deutschland noch dieses Jahr. Derzeit werden drei kostenpflichtige Accounts ( Business, Business Plus, Pro) angeboten, die von 20 bis 200 US Dollar kosten.

Erfahrungswert: internationale Jäger und Sammler, keine Interaktion
Als Basisnutzer versucht man wohl die internationalen Kontakte zu bündeln und zu halten. Die erweiterte Suche ist hier frei verfügbar, was ein großer Benefit des kostenlosen Accounts ist (bei Xing nur als Premium-User möglich). Der rege kommunikative Businessaustausch erscheint nicht gegeben (Mailfunktionalität ist nicht kostenfrei). Weder aus technischer noch aus menschlicher Sicht sehr kommunikative Plattformen, was vielleicht an der Mentalität der vorwiegend englischsprachigen User liegt – unter dem Motto: Come and see me! Ein typisches Angebot der englischsprachigen Businessmenschen, was nicht 1:1 ernst genommen werden sollte. Als Premium-User hat man Mailfunktionalität, aber der zusätzliche Mehrwert (klassisches Empfehlungsmarketing auf HR Basis) ist ein Tool, was vermutlich nur von absoluten Pro Nutzern eingesetzt wird.

Die Gruppen wirken eindimensional (= Web 1.0 Standard), da es eher um die pure Mitgliedschaft, denn um Businessanregungen, Diskussionen und Meinungsaustausch geht. Moderation nicht nötig, da es keine interaktive Web 2.0 Plattform ist. Der wahre Businessnutzen ist fragwürdig, aber für die reine B2B Kommunikation sicherlich eine gute Plattform, wenn sich die Entwickler die richtigen Gadgets für die Businessuser ausdenken. Die Frage ist, wann die Plattform Open Social wird. Bisher fehlt dies gänzlich… Grundsätzlich kann man in vielen Blogs und Foren lesen, dass die Handhabung der Business Plattform nicht intuitiv ist.

Businessnutzen = international interessant, ausbaufähig.



Facebook
Gründer: Mark Zuckerberg – Interview auf allfacebook.com
rund 55 Millionen Mitglieder, keine Premium-Accounts

Facebook ist ebenfalls aus internationaler Sicht eine hervorragende Plattform für internationale Businesskontakte -mehrsprachig verfügbar und sehr beliebt in englischsprachigen Regionen. Kostenfrei bekommt man alle Optionen und kann zahlreiche, kommunikative Features und Applikationen nutzen und kreieren. Die absolute Open Social Plattform, bei der man inzwischen viele Business Professionals antrifft – vom Chef bis zu administrativen Kräften.

Erfahrungswert – internationales B2B Socializing mit Wohnzimmerflair
Schaut man sich die Anzahl der Topentscheider aus diversen Firmen an, die bei Facebook registriert sind, muss man inzwischen von einem Social Netzwerk mit Businessfaktor sprechen. Man kann auf Facebook viel über seine begehrten oder potentiellen Kunden lernen (privat wie beruflich). Vorsicht ist bei der Selbstdarstellung geboten, wenn man nicht zu viel seiner privaten Persönlichkeit preisgeben will (vor allem bei Bildern und Videos).

Die Gruppen sind zahlreich vorhanden (inkl. Moderatoren = Initiatoren) wirken aber etwas unübersichtlich. Es gibt zu jedem Thema eine oder mehrere Gruppen, teilweise in gleicher, teilweise in unterschiedlicher Sprache. Das erhöht den Awarenesswert für ein Brand und eine Firma, aber aufgrund der Anzahl der Gruppen wird es schwierig, den Überblick über die Wichtigkeit der einzelnen Gruppen zu behalten. Wo soll oder muss ich mich jetzt engagieren und mit welcher Gruppe verlinken?

Businessnutzen = international business-technisch angesehen und
hoher Business Socializing Effect, national noch privat-orientiert.

Spot On!
Wer Social Netzwerke wirklich für sein Business nutzen will, muss viel Zeit mitbringen. Denn nur, wer sich als Moderator oder aktiver Gruppenteilnehmer einbringt, wird langfristig von Business Netzwerken profitieren. Gewinnbringend ist auf jeden Fall, wer viel kommuniziert und schnell sein Netzwerk ausbaut – aber das ist eine alte Bauern… *Entschuldigung*… Businessregel.

LinkedIn kommt nach Deutschland

20.08.2008 von  
Kategorie: Business Networks

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Nach dem Erfolg von Xing, und dem Start von Facebook, in Deutschland wurde es auch langsam Zeit: Das internationale Business-Netzwerk LinkedIn wil jetzt auch den deutschen Markt noch Ende des Jahres mit einer Landesversion bedienen. LinkedIn-Gründer Reid Hoffman lässt dies in der neuen Ausgabe von „Tomorrow“ verlauten. Das verspricht ein harter Kampf um zahlungswillige und hochkarätige Managerkontakte in Deutschland zu werden.

Man habe den Start in Deutschland zwar schon lange geplant, aber es sein immer neue Projekte dazwischen gekommen, so Reid. Hoffentlich hat man da die Prioritäten bei LinkedIn nicht falsch gesetzt. Denn in einen Markt einzusteigen, der von einem deutschen Netzwerk beherrscht wird, ist dann doch nicht so ganz einfach. Über Xing meint Hoffman: Das große Netzwerk von Xing in Deutschland sei „für Geschäftsbeziehungen sehr wertvoll“.

Die Xing Nutzer abzuwerben, dürfte ein Kraftakt werden. Eine Antwort zur Abwerbestrategie gibt es vom LinkedIn Gründer dazu nicht – nur eine Andeutung: „Wir bieten mehr Features als Xing – die meisten sogar kostenlos.“ Wenn man sich vergleichsweise den erst kürzlichen (ebenfalls kostenlosen) Start von Facebook in Deutschland anschaut, so frägt man sich, wie jetzt noch ein drittes Business Netzwerk in diesem Markt bestehen kann.

Spot On!
Grundsätzlich kann man sagen, dass Facebook und LinkedIn den Mitbewerbsmarkt verschlafen haben. Die angegebenen Gründe zählen da nicht. Jeder Mensch hat nur eine begrenzte Zeit am Tag und die kann man nicht nur noch in Social Netzwerken verbringen.

Interessante Bewegung bei LinkedIn und Facebook – Mitarbeiter dürfen Aktienoptionen früher verkaufen

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Das sind Nachrichten, die es um die Jahrtausendwende noch nicht gab. Da saß man fest auf seinen Aktienoptionen bis die Firma verkauft wurde – manche saßen ewig auch darauf… Nicht so in der heutigen Zeit: LinkedIn und Facebook haben ihre Mitarbeiter vorzeitig Aktien verkaufen lassen, schreibt das Handelsblatt heute. Offensichtlich ein Personalproblem, welches sich da langsam in der Internet Wirtschaft auftut.

Mit den amerikanischen Entwicklungen im Stock Market ist dieser Schachzug nicht verwunderlich. Denn es erscheint immer schwerer, eine Firma an die Börse zu bringen oder sie gewinnbringend zu verkaufen. Die Umsätze reichen einfach nicht aus und die Firmengründer sind mit dem Börsengang vorsichtiger geworden.

Mit den schwächeren Werbemärkten in den USA fällt auch der Marktwert der Social Networks, und auf die Kostenentwicklung will dann sehr genau geachtet werden. Je länger aber Mitarbeiter mit Aktienoptionen in einer Firma verweilen, umso dringender wollen sie irgendwann auch Bares sehen. Und genau das ist bei Facebook wie auch LinkedIn offensichtlich der Fall…

Die Entwicklung der Jahrtausendwende, Mitarbeitern Stock Options anzubieten, ist offensichtlich out und ein langfristig gesehen, gefährliches Spiel gewesen. Zu viele Menschen sind damit nicht gut gefahren und bevorzugen lieber den höheren monatlichen Scheck denn Stock Options, die sich vielleicht nie monetarisieren lassen. Ein Trend, der offensichtlich vielen Firmen in den USA schon aufgefallen ist. Denn immer mehr größere Firmen winken inzwischen mit größeren monatlichen Gehälter und schaffen so einen herzhaften Mitbewerb für die beliebten Social Networks, die auf ihren Aktienoptionen -und bald vor leeren Arbeitsplätzen- sitzen bleiben.

Spot On!
Gerne mag ich mich täuschen, aber die Vision ‚Internethype reloaded‚ erscheint mir schon wieder… Nur sind Internetfirmen wie auch Großunternehmen inzwischen in ihrer Personalpolitik schlauer geworden. Man zeigt sich beweglicher und ideenreicher. Ob das allerdings gut ist für das eigene Business ist fraglich: Zum einen ist es derzeit laut diversen Quellen schwer überhaupt gute und loyale Mitarbeiter zu finden und hat ein Mitarbeiter der ersten Stunden erstmal seine Optionen los, ist der nächsten Arbeitgeber oft nicht mehr weit.