10 Empfehlungen für Incentives, wie mehr User an Online-Promotions teilnehmen…

Immer wieder wird man als Berater gefragt, was die besten Motivationstools sind, um User dazu zu bewegen, an verschiedenen Online-Marketingaktionen mitzumachen. In den letzten Wochen wurden fünf Aktionen von The Strategy Web festgehalten, die wir hier vorstellen. Daraus wollen wir versuchen abzuleiten, welche Incentives man bei Marketingaktionen anbietet – und welche lieber nicht.

Beispiel 1 – Lead Generierung
In einem Mailing einer PR-Software Firma aus den USA warb das Unternehmen um die Gunst des Users, indem sie einen 50 Dollar Gutschein von Barnes & Noble anbot, damit die User sich eine Präsentation anschauen.

Beispiel 2 – Online Umfrage
Bei einer Marktforschung (Dauer laut Unternehmen: 10 Minuten) schenkte ein europäisches Unternehmen jedem Teilnehmer iTunes Gutscheine im Wert von 5 EUR, um mehr Response und bessere Ergebnisse für die Marktforschung zu generieren.

Beispiel 3 – Viral Marketing
Ein Kaffeeanbieter lässt seinen Werbe-Videospot durch seine Kunden bewerten und macht daraus eine Viral-Marketing Aktion. Die Kunden sollen den Spot an ihre Freunde, Kollegen und Bekannte weiterleiten, damit auch diese abstimmen. Gewinnoption: lukrative Reise für 2 Personen.

Beispiel 4 – User Generierung
Ein Portal vergibt an bereits registrierte Mitglieder für 15 Einladungen, die diese an Bekannte und Freunde aussprechen (deren Registrierung vorausgesetzt), einen iPod nano.

Beispiel 5 – Event Bewerbung
Wer zu einer Wein-Verkostung geht und ein Ticket für 150 EUR bucht, erhält eine Flasche Rotwein (Wert: 15 EUR) kostenlos dazu.

Fünf unterschiedliche Beispiele – fünf Optionen, User mit Incentives zu motivieren, an einer Marketingaktion teilzunehmen. Gut oder schlecht? Prinzipiell müsste man die Leser fragen, ob die Ideen motivierend sind oder nicht zielführend. Sagen wir mal die Aktionen sind verbesserungswürdig und leiten davon ab…

10 (hoffentlich) hilfreiche Empfehlungen, wie mehr User an Online-Promotions teilnehmen…

1. Überlegen Sie sich die Zielsetzung der Aktion und passen Sie das ‘Incentive’ sinngemäß dieser an. Ob PR-Software unbedingt zu einem Barnes & Noble Gutschein passt? Vielleicht wäre eine kostenfreie PR-Beratungsstunde (= Fusion Marketing) origineller und thematisch passender gewesen?

2. Verlieren Sie nicht das Gleichgewicht bei der Relation zwischen Aktion und Incentive? Wenn man für das Ansehen einer Präsentation gleich ein neues Hemd für die nächste eigene Präsentation kaufen kann, macht man das wohl nur, wenn man kein Hemd mehr im Schrank findet. Die eigentliche Intension der Aktion gerät ins Hintertreffen.

3. Verschenken Sie als Incentive niemals Produkte, die nur denen dienen, die das Grundprodukt zur Nutzung (= iPod) besitzen. Wer den notwendigen Account nicht hat oder nicht will, ist bei der Aktion ‘außen vor’. Dies zeugt nicht von Kundenkenntnis bzw. Kundeninteresse oder Zielgruppenaffinität – mehr vom altmodischen ‘Gießkannen-Prinzip’. Es lebe der Streuverlust…

4. Gutscheine werden unbeliebter und zum ‘Nulltarif’ geschenkt – sprich 5 EUR bekommt man permanent geschenkt, ohne etwas zu tun. Sein Sie sich über den Zeitaufwand und Informationsvorsprung im Klaren, den ein Internetuser bei einer Marktbefragung investiert und ihnen gewährt. Der Faktor 20 zu 80 ist angemessen: sprich z.B. eine gute Flasche Wein für das Ausfüllen des Fragebogens bringt vermutlich mehr. Vielleicht denkt man beim Empfang des Incentives oder beim Verzehr über die oder eine andere Sache nochmal nach und tritt nochmal mit dem Unternehmen in Kontakt. Nur mit einem angemessenen Incentive bekommt man die ‘wahren’ Antworten und nicht einfach willkürliche ‘Clicks’ (siehe auch 6.).

5. Überlegen Sie, ob der Gewinnspielcharakter ausreichend ist, damit die Internetuser die Daten (= Emailadressen) ihrer Freunde, Kollegen und Bekannte preisgeben. Auch wenn der Trend zum Viral Marketing in aller Munde ist und immer mehr zunimmt, muss man mit der Anstiftung zu ‘Datenhandel-Spiel im kleinen Stil’ sauber umgehen und vorsichtig sein. Datenschutz im Webbusiness wird ein immer kritischeres Thema.

6. Eine Hand wäscht die andere: Geben und Nehmen sollten sich die Waage halten. Wer Daten erhält, sollte auch etwas Werthaltiges anbieten. Die ‘Lotterie-Aussicht’ auf eine Reise ist wertlos und Augenwischerei. Das wissen die Internetuser inzwischen – zumindest die, die auch das Internet als Einkaufsmedium nutzen, sich Vebrauchersendungen ansehen (an denen man bald nicht mehr ‘vorbeizappen’ kann) und permanent mit Gewinnspielen konfrontiert werden, wo sie ihre Daten abgeben sollen. Zuviele sind dabei schon enttäuscht worden und von zuwenige n Gewinnern hat man gehört.

7. Wem ein neu gewonnener User 10 EUR Wert ist, der sollte nachdenken, ob er sich diesen Datensatz nicht ‘direkt’ organisiert. Ist es nicht ehrlicher, dem vermittelnden User 10 EUR in Aussicht zu stellen, wenn dieser einen neuen User liefert? Die Bekannten, die für einen iPod -und erstmal keinen ersichtlichen eigenen Nutzen- in eine Datenbank fallen, werden dem Datenlieferanten sicherlich nicht wohl gesonnen sein. Anders ist es, wenn der Datenlieferant am Ende der Aktion alle auf ein Bierchen einladen kann – gerne auch organisiert durch die Firma, die die Marketingaktion durchführt.

8. Eine Incentive-Aktion, die zu aufwendig ist, rechnet sich nicht für das Marketing und die Firma – weder im Sinne des daraus generierten Mehrwertes, noch rechtfertigt es den Aufwand. Schnell registrierte User sind ebenso schnell wieder weg – und damit ist das Incentive sinnlos verschleudert. Zumal sich die Teilnehmer fragen werden, wieso man so generös mit den Incentives umgeht (= schafft kein Vertrauen in Marken!).

9. Early-Bird Aktionen (Frühbucheraktion) sind beliebt. Wenn Sie aber 10% gewähren wollen, machen Sie dies zeitgebunden – aber nicht in Form von Naturalrabatt. Der User kämpft immer mit dem Gedanken und dem Gefühl, dass dies bereits im Gesamtpreis der Eventaktion enthalten ist und man es sowieso mitbezahlt hat.

10. Tragen Sie keine ‘Eulen nach Athen’: Wein an Weinliebhaber zu verschenken, birgt immer ein Risiko (Weiß oder Rot? Rebsorte? etc.). Option 1: Bieten Sie einen exklusiven ‘Zusatz-Kreis’ bei der Veranstaltung mit einem seltenen Probiertropfen an, für alle die sich rechtzeitig angemeldet haben. Option 2: Lassen Sie die potentiellen Teilnehmer bei der Anmeldung aus einer Auswahl von diversen notwendigen Wein-Accessoires für Weinkenner zum gleichen Wert aussuchen.

Spot On!

Der einzigartige clevere Incentive-Tipp ist schwer zu definieren und vermutlich gibt es diesen auch nicht. Incentives wollen für jede Aktion wohl überlegt sein, wenn diese erfolgreich werden soll. Aber vielleicht gibt es ja noch viel mehr Empfehlungen, die den Lesern einfallen. Wir sind gespannt…

Der gläserne Firefox-User kommt…

Die Mozilla Foundation will offenbar Informationen über die Nutzung des Internet für jeden frei zugänglich veröffentlichen. Die Aktion soll angeblich ein besseres Verständnis des Web ermöglichen. Mehr auf silicon.de

PS: Es lebe die ‘eigene’ Redaktion…!

Wie Online-Communities besser werden…

Wenn man sich viel mit Online-Communities beschäftigt, macht man sich automatisch Gedanken, wie man diese auf stabile Beine stellen und wachsen lassen kann – sprich: der Community den richtigen Kick gibt. Irgendwann legt man sich eine kleine Richtlinie fest, wie man Firmen hierbei helfen kann.

Eine Kurzform dieser Gedanken bieten die nachfolgenden 7 Gedanken, wie Online Communities erfolgversprechender werden…

1. Überlegen Sie sich, wieweit ihre Community bereits existiert (wenn auch nicht als Plattform) und identifizieren Sie ihre Bedürfnisse und Wünsche ihrer User. Versucht ihr Mitbewerb sich bereits an einer Community oder kopiert er sie? Falls ja, überlegen Sie was der außerordentliche USP ist und ob der für Ihre Community noch optimierbar ist.

2. Versuchen Sie herauszufinden, ob es eine Core-Zielgruppe gibt, die sie im Sinne der Word-Of-Mouth Strategie für den Aufbau oder den Wachstum ihrer Community als Zugpferde nutzen können. Nehmen Sie diese Personen als Fixgrößen für die Entwicklung und als Indikatoren für den Erfolg der Community. Natürlich sollten die Kernfaktor für Erfolgswerte einer Online Community immer beobachtet werden: Page Impressions, Unique User, Visits, etc.

3. Community Mitglieder wollen erhört werden (vor allem die Core-Zielgruppe): Schreiben Sie auf Posts, Kommentare oder Anregungen ihrer Mitglieder. Die Community will schnellstmöglich Feedback erhalten. Auch der generelle Umgang in der Community sollte irgendwo in einem ‘User-Guide’ festgehalten werden.

4. Motivieren Sie ihre User und ihre eigenen Mitarbeiter sich zu engagieren: individueller Content, Umfragen, offenes Ende in Posts, Gewinnspiele, etc. sind gute Optionen, den User in die Diskussion und das Engagement der Community zu integrieren. Denn: Keiner kann so gut über ihre Produkte und Dienstleistungen reden, wie ihre eigenen hausinternen oder partnerschaftlichen Experten – diese sollten allerdings nicht unbedingt immer als ‘Firmenaussage’ in der Community rüberkommen.

5. Die Online-Community lebt von der Begeisterung um das Brand. Je mehr die User in die Marketing-Kommunikation und die Kundenansprache eingebunden werden, umso mehr Anregungen und Ideen bekommt das Unternehmen für seine Online-Community und seine Firmenwebseite.

6. Die Führung der Online-Community sollte in einer Hand bzw. einem Team liegen. Diese ‘Institution’ hat die Aufgabe interessanten Content von Partnern, Zulieferern und Dienstleister für die Online-Community zu finden und dort bereitzustellen. Sie dient als Ansprechpartner für die Community und ist der Single-Point-Of-Contact, mit dem sich die Community identifiziert und sie personalisiert auch die Online-Community. Ihre Verantwortung liegt zudem darin, die Online-Community im Markt bei jeder sich bietenden Möglichkeit bekannt zu machen und zu platzieren.

7. Ihre Online-Community muss Inhalte bereitstellen, die neu sind. Auch Medien folgen immer der Richtlinie ‘Content is King!’. Einen Plan aufzustellen, welche Informationen zu welcher Zeit online gehen, macht definitiv Sinn. Das Alltagsgeschäft lässt die Pflicht, neue Inhalte bereitszustellen, in Vergessenheit geraten. Guter Content ist auch ein zweites Mal verwertbar, sollte aber definitiv ein wenig ‘aufgepäppelt’ werden.

Spot On!
Und nutzen Sie die Web 2.0 Multiplikatoren: z.B. twitter.com, youtube.com und andere Social Networks. Und manchmal ist es auch keine Fehler gute Mitglieder für ihr Engagement zu ‘loben’: extrem gute Beiträge sind immer ein Marketinggeschenk wert.

Weitere Ideen sind mehr als willkommen…

Digital Loyality – Kundenbindung mittels Internet ist erlernbar…

Mit der steigenden Bedeutung des Internets für alle Wirtschaftsbereiche sind auch die Herausforderungen für das Web-Business gestiegen. Der Kunde als solcher wird immer schwerer zu greifen für Marketing und Vertrieb dank Long Tail und Web 2.0. Neue Kunden zu gewinnen, wird immer schwieriger und teurer. Wohl dem, der da eine gute Strategie hat und dem bewährte Taktiken bekannt sind, wie man Kunden an das Unternehmen bindet.

Den Unternehmern und Marketiers, die diese Online Taktiken und Massnahmen nicht kennen, kann jetzt geholfen werden mit dem Seminar “Digital Loyalty – Kundenbindung im Internet“. Das eintägige Intensiv-Seminar (Cubic Consulting, 30.10.2008, Hamburg) gibt Unternehmen des Werkzeug an die Hand, das von eCRM über den Einsatz von sozialen Netzwerken bis hin zum Controlling von Online-Kundenbindungsmaßnahmen reicht.

Die Inhalte des Seminars sind…
• eCRM – Kundenbeziehungen im Online Business
• Web2.0 – das kundenzentrierte Internet
• Maßnahmen zur Online-Kundenbindung
• Controlling von Kundenbindungsmaßnahmen im Internet
• Multichannel Loyalty – Wie online und offline voneinander profitieren

Seminarleiter ist der langjährige Internet-Experte Dirk Ploss, der auch das Buch “Das Loyalitäts-Netzwerk” verfasst hat.

Studien: Amerikaner sind zu vernetzt

Vor drei Monaten wurde nach einer weltweiten IDC-Studie unter Managern die Frage aufgebracht, ob die Managementwelt zu vernetzt ist. Jetzt gibt es ein amerikanisches Pendant des Pew Internet & American Life Project, welches amerikanischen Angestellten hierzu befragt hat.

Laut der Studie sehen die Amerikaner danach ihr digitales Engagement für das Business als zweischneidiges Schwert – zwar ist es Stress bei der Arbeit permanent Internetzugang zu haben und erreichbar zu sein. Die höheren Produktivitätsanforderungen machen es aber erforderlich. Die stärksten Internetuser sind demnach auch die mit der höchsten Bildung und dem besten Einkommen.

Dennoch fühlen sich manche Amerikaner inzwischen ‘zu vernetzt’. So stellen sie sich folgende Fragen – laut Mary Madden, Senior Research Spezialist von Pew: “How do you strike a work-life balance when you are always reachable by the boss? What counts as overtime work when you are ‘on the clock’ at all hours? How much personal online browsing can you do while you are sitting in your cubicle?”

Spot On!
Ist es der Chef = Arbeitgeber, der die Erwartung an die Mitarbeiter stellt, permanent erreichbar zu sein? Oder ist es auch einfach ‘hipp und cool’, als Businessmensch viel gefragt zu sein? Die Frage lassen wir mal offen. Wer immer erreichbar ist, verliert das Image des ‘Willst Du was gelten, mch dich selten:”. Oder gilt das im heutigen Internetzeitalter nicht mehr?

Wenn 6 von 10 amerikanischen Angestellten gemäß einer von Beta Research Corporation im Auftrag von AOL durchgeführten Studie sagen, dass sie ihre Mails am Wochenende wenigstens einmal überprüfen, dann muss man sich doch über unsere zukünftige Work-Life-Balance Sorgen machen. Denn meistens kommen die amerikanischen Gepflogenheiten irgendwann auch bei uns an…

Zitat des Tages

Thomas Roessing untersucht in Was von der Zukunft geblieben ist zum Thema ‘Mitmach-Web’:

“… der Rezipient scheint endgültig den Schritt zum Kommunikator getan zu haben: Blogs, Wikipedia, Medienplattformen wie Youtube und Produktbewertungsseiten leben vom Engagement der Nutzer, User-Generated-Content ist zentrales Merkmal des Phänomens hinter dem Schlagwort Web 2.0 (Kilian/Hass/Walsh 2008). Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass nicht nur das Schlagwort einen Entwicklungssprung vorgaukelt, der sich in Wirklichkeit lediglich als eine kontinuierliche Entwicklung darstellt. Auch die Bedeutung der von Nutzern bereitgestellten Inhalte wirkt wie durch die Lupe der YouTube-Euphorie vergrößert. Nur ein geringer Teil der Nutzer der Web 2.0-Plattformen trägt selbst etwas bei: sieben Prozent bei Videoportalen, 25 Prozent bei Weblogs, sechs Prozent bei Wikipedia (laut ARD/ZDF-Onlinestudie, Gscheidle/Fisch 2007: 401), der Löwenanteil der Nutzer besteht weiterhin aus klassischen Nur-Rezipienten, „Lurkern“ im Jargon des Internet.…”

Ja, manchmal wird das Web 2.0 überbewertet in seinem Einsatz. Man frägt sich, ob nicht einfach Foren jetzt Communities heißen und die User nach einer größen Zielgruppe suchen und mitteilungsbedürftiger sind als früher…

Studie: Internetnutzung in Deutschland

Das Nutzungsverhalten der Internetuser im Bezug auf die Uhrzeiten, zu denen Webseiten besucht werden, variiert nach verschiedensten Faktoren und Ländern. Entscheidend sind dabei die kulturellen Gewohnheiten, der Arbeitsrhythmus, etc.

Um einen tieferen Einblick in das Nutzungsverhalten zu bekommen, hat AT Internet die Verhaltensunterschiede im Bezug auf die bevorzugten Online-Zeiten deutscher Internetnutzer mit dem europäischen Durchschnitt im Zeitraum vom 14. bis 20. Juli 2008 verglichen.

Die Studie analysierte das Nutzungsverhalten auf 1.233 Webseiten und steht hier zum Download bereit.

Social Networks – nicht jeder ist erreichbar und Begeisterung lässt teilweise schon nach

Eine Studie von Synovate in 17 Ländern hat jetzt herausgefunden, daß Social Networks immer noch bei mehr als 50% der Erwachsenen unbekannt sind. Dies habe eine Befragung von 13.000 Usern in Brasilien, Bulgarien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Japan, Niederlanden, Polen, Russland, Serbien, Slowakei, Südafrika, Taiwan, Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) und Amerika ergeben. Dabei wurde allgemein gefragt, inwieweit die Personen mit Social Networks vertraut sind.

Grundsätzlich verwundert das natürlich nicht, denn es gibt sehr viele Erwachsene der 50+ Generation, die sich zwar intensiv mit dem Internet beschäftigen, aber Social Networks immernoch als nicht unbedingt lebenswichtig erachten – im Gegensatz zur heutigen Jugend. Die Awareness der Jugend für Social Networks ist weiterhin immens hoch ist.

Insgesamt waren 26% der Befragten Mitglieder in Social Netzwerken. Den höchsten Wert der Mitgliedschaft erzielt Niederlande mit 49%, die Vereinigten Arabischen Emirate mit 46% und dann erst die USA mit 40%.


Die Begeisterung für Social Netzwerke entwickelt sich allerdings unterschiedlich – in manchen starken Wirtschaftsländern auch nicht mehr so euphorisch. Inzwischen sagen 36% aller Befragten, dass sich das Interesse an Social Networks legt: führend Japan (55%), Slowakei (48%), Kanada (47%), Polen und USA (45%). In Frankreich und Indonesien hingegen ist die Begeisterung dafür am wenigsten ungetrübt.

Im April fand bereits Universal McCann heraus, dass Social Networks noch keine Massenbewegung sei. Die Ergebnisse deckten sich grundsätzlich mit der Synovate Studie insofern, als die Niederlande die meisten Social Netzwerker habe – mehr als ein Drittel aller Holländer seien mindestens einmal täglich dort aktiv.


In den USA geht eMarketer davon aus, dass der Anteil der Social Networker 23,4% auf 44.3% bis zum Jahresende ansteigt.

Spot On!
Wie steht es um die Begeisterung für Social Netzwerke in Deutschland? Haben Sie Erfahrungswerte oder geben Sie hier Ihre Meinung ab!

Studie: Sicherheitsbewußtsein der Onliner steigt

Das Sicherheitsbewußtsein der Internet-User wird in Deutschland im Internet groß geschrieben – und ist jetzt mit einer Studie in Zahlen belegt worden. Die initiative D21 und Microsoft haben die Ergebnisse der Studie “Sicher Surfen 2008: Wie schützen sich Onliner im Internet?” gestern bekannt gegeben.

Der erhöhte Einsatz von Sicherheitssoftware tritt dabei in den Mittelpunkt, Updates werden sofort nach Verfügbarkeit eingespielt (74%) und nicht mal 10% aktualisieren ihr Betriebssystem weniger als einmal im Monat oder nie. Die Werte zeigen eine klare Erhöhung zum Vorjahr. Bei der derzeitigen Nachrichtenlage wundert auch nicht, dass der Informationsbedarf zum Thema Datenschutz deutlich amgestiegen ist auf über 21% (2007: 6,7%).

“Unsere Sonderstudie zum Thema Sicherheit verzeichnete auch in diesem Jahr einen erfreulichen Aufwärtstrend beim Sicherheitsbewusstsein”, sagte Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. “Das Interesse der Internetnutzer am Thema Datenschutz hat sich im Jahrestrend fast verfünffacht. Das ist ein deutliches Signal für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Der Schutz der Privatsphäre muss an die Spitze der Agenda. Das Thema Sicherheit im Internet bleibt also ein Dauerbrenner”, erklärt Berg.

Bestätigt wird dies auch durch die Politik. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte, die Bayerische Staatsregierung habe ein umfangreiches Maßnahmenbündel im Kampf gegen die Gefahren des Internets geschaffen. “Bereits 1995 haben wir beim Bayerischen Landeskriminalamt die so genannte Netzwerkfahndung eingerichtet. Ihre Aufgabe besteht darin, in Datennetzen zu fahnden, um so Straftaten oder konkrete Gefahrenlagen festzustellen. In den letzten Jahren hat Bayern die polizeiliche Internetüberwachung intensiviert und die länderübergreifende Koordinierung verbessert”, sagte Herrmann.

An der repräsentativen Studie nahmen 2378 deutsche Internetnutzer teil.

Web: User wollen für Service nichts zahlen

Wer sein Businessmodell im Online-Handel auf die Einnahme von Servicepauschalen stützt, sollte sich schnellstens mit dem Gedanken vertraut machen, dass dies überhaupt nicht im Interesse der Internetuser ist. Für verbesserten Online-Kundenservice einen Aufpreis zu zahlen, ist gerade mal jeder sechte Internetkäufer bereit.


Bei den Ergebnissen kann man einen klaren Unterschied für die Bereitschaft ‘Pro Servicepauschale’ zwischen Mann und Frau ausmachen. Bei Frauen kann man weniger auf finanziellen Zuzahlungen hoffen als bei Männern. Nur jede achte Online-Käuferin ist bereit den Geldbeutel zusätzlich zu erleichtern. Dagegen ist bei den Männern jeder fünfte Internet-Käufer bereit, eine Gebühr oder einen höheren Preis zu zahlen, wenn er dafür bevorzugt bedient wird.

Dies sind Ergebnisse der von novomind durchgeführten Studie “Kommunikationskosten im Sales und After-Sales von E-Shops”.

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