What is Social Media? – Famous quotes from the istrategyconference Amsterdam

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After the first day of the istrategyconference in Amsterdam, I briefly wanted to share some insights in how Twitter caught some famous quotes about „What is Social Media?“. The people who brought these quotes up in their presentations, or the people that (re-)tweeted those might forgive me if I am not quoting and linking back to every single tweet, or Twitter account where it came form.

Why I am not quoting? Apart from having to listen to Power Point presentations, the challenge for presenters and moderators is to attract the attention of a crowd. And for the audience it is becoming more and more some massive workload to do multitasking, and participating an offline event in a 2.0 manner. A thought I have explored in a German post, and definitely need to translate when I find the time for it.

„Sometimes it makes you mad to listen to speakers and keynotes, write tweets, and respond to mails and Facebook at the same time. Not to mention blogging… How do you handle this?“ A question I asked my friends on Facebook today. And I know from studies that multitasking is becoming more difficult the older we get, and that we are only able to do maximum two things at the same time. I don’t know how you see this but participation 2.0 is nearly impossible if you want to be share the way people would love you to do it.

This is just a random collection of different quotes that shows how Social Media was defined at the conference. Maybe you add some more quotes…?!

„Social Media is like sand: you can play with it and have fun but sometimes it gets into your underwear and becomes very annoying.“

„Social Media is like gardening: the real hard work starts after the seeding and planting.“

„Social Media is like … a dance with the right music (content) and partner (fan). It never needs to end!“

„Social Media is like an icecream, it’s delicious, everybody wants it, but it melts if you are too slow.“

„Social Media is like teen sex. Everybody wants to do it. Nobody knows how. When it’s finally done its a surprise it’s not better.“

Spot On!
In the B2B SocialMedia panel, which I had the honor to moderate and talk to Ed Bezooijen (Citrix), Paul Dunay (Networked Insights) and Menno Lijkendijk (Milestone Marketing) I also mentioned a quote that I think is going to be the main challenge for B2B marketers in the future. The relationship of content, distribution and perception which was (and in my eyes still is) the advantage of publishers to other content producers and curators. Publishers have all three of these as main pillars of their business…

„Content = King – Context = Queen – Community = The Empire“

If you see it different, tell me. If you like it, do so. If you want to add something, go ahead…

PS: THX to a great team from istrategyconference in Amsterdam for the good organization and the diner yesterday night.

Zitat des Tages

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Aus der Frankfurter Allgemeinen Sonnntagszeitung: Wie Richard Wagner, FAS-Redakteur, die Bloggerszene sieht…

„Bizarr wirkt auch die Begeisterung für das vielstimmige Internet als kraftvolle Quelle demokratischer Lebendigkeit, wie sie von Bloggern zur Schau gestellt wird, bei denen es zu einer Festanstellung leider nicht gereicht hat. (…) Der Blogger bleibt der arbeitsweltliche Asoziale, mit dem draußen keiner spielen wollte“.

Spot On!
Ersparen wir uns jeglichen Kommentar und überlegen mal genauer, ob sich die EURO 2.80,- am Sonntag lohnen. Schließlich findet sich sicherlich ein Blog, der den Inhalt schon zeitnah publiziert hat.

Trusted Shops: 10 Anzeichen für unsichere Online-Shops

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Der Gütesiegelaussteller Trusted Shops hat auf 10 Anzeichen hingewiesen, die Online-Shops tunlichst vermeiden sollten. Vorausgesetzt ihnen ist die Glaubwürdigkeit ihres Shops vor und während des Weihnachtsgeschäftes wichtig…

1. Nebulöse Anbieterkennzeichnung
Sind Angaben zum Verkäufer nur schwer oder gar nicht auffindbar oder enthalten diese unklare Bezeichnungen, ist allerhöchste Vorsicht geboten. Ebenfalls ist Skepsis angebracht, wenn nur eine Firma, aber kein Name, oder nur eine Postfachanschrift genannt wird.

2. Unzulänglicher Datenschutz
Wenn Aussagen zum Datenschutz lückenhaft sind oder fehlen, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass der Website-Betreiber Kundendaten weiterverkaufen oder an zweifelhafte Auskunftssysteme übermitteln möchte.

3. Ungenaue Preisangabe
Sämtliche Preise sollten klar wiedergeben, dass die Mehrwertsteuer enthalten ist und welche Versandkosten genau entstehen. Werden die Versandkosten nicht genannt oder ist deren Berechnung unklar, sind böse Überraschungen möglich.

4. Offengehaltene Lieferfrist
Wird die bei einem Produkt genannte Lieferzeit durch eine Aussage im Kleingedruckten relativiert („Lieferfristen sind unverbindlich”), sollte man misstrauisch sein. Schließlich soll ein Geschenk nicht erst nach Weihnachten ankommen. Auch widerspricht dies der Vorgabe der Rechtsprechung, wonach längere Lieferzeiten direkt beim Produkt genannt werden müssen.

5. Unabgesicherte Vorkasse
Eine Zahlung per Vorkasse sollte durch eine Geld-zurück-Garantie von Trusted Shops abgesichert sein. Nur so lässt sich vermeiden, dass man sein Geld verliert, falls der Händler trotz Zahlung nicht liefert – Überweisungen lassen sich nämlich nicht rückgängig machen.

6. Unverschlüsselte Datenübertragung
Zahlungsdaten unverschlüsselt zu übertragen, ist riskant, weil diese abgefangen und missbraucht werden können. Obendrein verstoßen Kunden damit häufig gegen die Bedingungen ihrer Bank. Das Schloss-Symbol im Browser zeigt an, dass die Übertragung verschlüsselt ist.

7. Unzulässige Widerrufsbeschränkung
Bis auf wenige Ausnahmen besteht das Recht, eine Ware innerhalb von zwei Wochen zurückzugeben. Vorsicht ist geboten, wenn ein Händler versucht, dieses Recht einzuschränken, indem er z.B. nur originalverpackte Ware zurücknimmt oder Angebotswaren von der Rückgabe ausschließt.

8. Benachteiligung im Kleingedruckten
Kundenunfreundlich und gesetzlich verboten ist der Versuch mancher Händler, Kunden durch Klauseln in ihren Geschäftsbedingungen unangemessen zu benachteiligen. Unzulässig und unwirksam sind z.B. Aussagen wie „Versand auf Gefahr des Käufers” oder „Transportschäden müssen sofort gemeldet werden”.

9. Schlechte Erreichbarkeit
Eine Produktanfrage im Vorfeld per E-Mail oder Telefonanruf zeigt, wie es um den Kundenservice bestellt ist. Erfolgt keine zügige Antwort bzw. ist nur ein Anrufbeantworter erreichbar, sollte man auch kein vorbildliches Entgegenkommen bei Umtausch- oder Rückgabewünschen erwarten.

10. Negative Bewertung
Bei Händlern, die einem nicht bekannt sind, kann eine kurze Internetrecherche sinnvoll sein. Veilleicht gibt es Negativeinträge in Foren, die zu erhöhter Wachsamkeit mahnen. Ein Gütesiegel wie Trusted Shops garantiert einen risikolosen Online-Einkauf.

Social Networks: Barnes & Noble launcht eigenes Lese-Network

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Der Trend zum eigenen Corporate Social Network nimmt immer mehr zu. Nach Starbucks, Nike, Dell und Chrysler, die als Vorreiter in diesem Bereich gelten, hat nun auch Barnes & Nobles, Top-Retailer in Amerika, mit My B&N seine eigene User Community gelauncht.


Interessant ist bei diesem Beispiel die Monetarisierungs-Hoffnung: Man geht anscheinend davon aus, dass sich durch den Kauf der diskutierten Produkte das Social Network finanziert. Ein interessanter Ansatz, der in diesem Fall gar nicht abwegig ist: Bücher verkaufen sich hauptsächlich durch Word-of-Mouth Strategie. Online empfohlen, online Kritik lesen, online kaufen. Bücher werden so zu Bestsellern und füllen so schnell die Kassen der Buchhändler.

Was an der Lese-Community gefällt…
– direkte Anbindung an die Homepage von Barnes & Noble
– gute Benutzerführung zur Kommunikation über Literatur, Musik und DVDs.
– Exportfunktionalität in Facebook
– 50 Avatare als Profilbild – Skater, Superheldin, Kobold, etc.
– Option diverse Lieblingslisten zu erstellen a la Amazon.
– Produktabgleich über Listen zum direkten Plausch über Bücher oder DVDs.

Was leider nicht zum Konzept passt…
– Obwohl man bei der Exportfunktionalität in Facebook mitgedacht hat, kann man nur über die Homepage von Barnes & Noble an die Community ran. Ein direkter Weg verspricht mehr Optionen hinsichtlich SEM/SEO, etc.

Spot On!
Die Zielsetzung solcher Konzepte ist mehr oder weniger überall gleich: stärkere Positionierung der Marke in einer avisierten Zielgruppe und Kundenbindung verstärken und optimieren. Man darf gespannt sein, ob die Community nicht doch lieber liest als chattet oder networked. Da könnte das privaten Empfehlungsmarketing schnell zum erliegen kommen. Denn dann fehlt das Geld in den B&N Kassen und der Community geht schnell die Luft aus. Bleibt abzuwarten, ob Amazon hier nachzieht…

10 Empfehlungen für Incentives, wie mehr User an Online-Promotions teilnehmen…

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Immer wieder wird man als Berater gefragt, was die besten Motivationstools sind, um User dazu zu bewegen, an verschiedenen Online-Marketingaktionen mitzumachen. In den letzten Wochen wurden fünf Aktionen von The Strategy Web festgehalten, die wir hier vorstellen. Daraus wollen wir versuchen abzuleiten, welche Incentives man bei Marketingaktionen anbietet – und welche lieber nicht.

Beispiel 1 – Lead Generierung
In einem Mailing einer PR-Software Firma aus den USA warb das Unternehmen um die Gunst des Users, indem sie einen 50 Dollar Gutschein von Barnes & Noble anbot, damit die User sich eine Präsentation anschauen.

Beispiel 2 – Online Umfrage
Bei einer Marktforschung (Dauer laut Unternehmen: 10 Minuten) schenkte ein europäisches Unternehmen jedem Teilnehmer iTunes Gutscheine im Wert von 5 EUR, um mehr Response und bessere Ergebnisse für die Marktforschung zu generieren.

Beispiel 3 – Viral Marketing
Ein Kaffeeanbieter lässt seinen Werbe-Videospot durch seine Kunden bewerten und macht daraus eine Viral-Marketing Aktion. Die Kunden sollen den Spot an ihre Freunde, Kollegen und Bekannte weiterleiten, damit auch diese abstimmen. Gewinnoption: lukrative Reise für 2 Personen.

Beispiel 4 – User Generierung
Ein Portal vergibt an bereits registrierte Mitglieder für 15 Einladungen, die diese an Bekannte und Freunde aussprechen (deren Registrierung vorausgesetzt), einen iPod nano.

Beispiel 5 – Event Bewerbung
Wer zu einer Wein-Verkostung geht und ein Ticket für 150 EUR bucht, erhält eine Flasche Rotwein (Wert: 15 EUR) kostenlos dazu.

Fünf unterschiedliche Beispiele – fünf Optionen, User mit Incentives zu motivieren, an einer Marketingaktion teilzunehmen. Gut oder schlecht? Prinzipiell müsste man die Leser fragen, ob die Ideen motivierend sind oder nicht zielführend. Sagen wir mal die Aktionen sind verbesserungswürdig und leiten davon ab…

10 (hoffentlich) hilfreiche Empfehlungen, wie mehr User an Online-Promotions teilnehmen…

1. Überlegen Sie sich die Zielsetzung der Aktion und passen Sie das ‚Incentive‘ sinngemäß dieser an. Ob PR-Software unbedingt zu einem Barnes & Noble Gutschein passt? Vielleicht wäre eine kostenfreie PR-Beratungsstunde (= Fusion Marketing) origineller und thematisch passender gewesen?

2. Verlieren Sie nicht das Gleichgewicht bei der Relation zwischen Aktion und Incentive? Wenn man für das Ansehen einer Präsentation gleich ein neues Hemd für die nächste eigene Präsentation kaufen kann, macht man das wohl nur, wenn man kein Hemd mehr im Schrank findet. Die eigentliche Intension der Aktion gerät ins Hintertreffen.

3. Verschenken Sie als Incentive niemals Produkte, die nur denen dienen, die das Grundprodukt zur Nutzung (= iPod) besitzen. Wer den notwendigen Account nicht hat oder nicht will, ist bei der Aktion ‚außen vor‘. Dies zeugt nicht von Kundenkenntnis bzw. Kundeninteresse oder Zielgruppenaffinität – mehr vom altmodischen ‚Gießkannen-Prinzip‘. Es lebe der Streuverlust…

4. Gutscheine werden unbeliebter und zum ‚Nulltarif‘ geschenkt – sprich 5 EUR bekommt man permanent geschenkt, ohne etwas zu tun. Sein Sie sich über den Zeitaufwand und Informationsvorsprung im Klaren, den ein Internetuser bei einer Marktbefragung investiert und ihnen gewährt. Der Faktor 20 zu 80 ist angemessen: sprich z.B. eine gute Flasche Wein für das Ausfüllen des Fragebogens bringt vermutlich mehr. Vielleicht denkt man beim Empfang des Incentives oder beim Verzehr über die oder eine andere Sache nochmal nach und tritt nochmal mit dem Unternehmen in Kontakt. Nur mit einem angemessenen Incentive bekommt man die ‚wahren‘ Antworten und nicht einfach willkürliche ‚Clicks‘ (siehe auch 6.).

5. Überlegen Sie, ob der Gewinnspielcharakter ausreichend ist, damit die Internetuser die Daten (= Emailadressen) ihrer Freunde, Kollegen und Bekannte preisgeben. Auch wenn der Trend zum Viral Marketing in aller Munde ist und immer mehr zunimmt, muss man mit der Anstiftung zu ‚Datenhandel-Spiel im kleinen Stil‘ sauber umgehen und vorsichtig sein. Datenschutz im Webbusiness wird ein immer kritischeres Thema.

6. Eine Hand wäscht die andere: Geben und Nehmen sollten sich die Waage halten. Wer Daten erhält, sollte auch etwas Werthaltiges anbieten. Die ‚Lotterie-Aussicht‘ auf eine Reise ist wertlos und Augenwischerei. Das wissen die Internetuser inzwischen – zumindest die, die auch das Internet als Einkaufsmedium nutzen, sich Vebrauchersendungen ansehen (an denen man bald nicht mehr ‚vorbeizappen‘ kann) und permanent mit Gewinnspielen konfrontiert werden, wo sie ihre Daten abgeben sollen. Zuviele sind dabei schon enttäuscht worden und von zuwenige n Gewinnern hat man gehört.

7. Wem ein neu gewonnener User 10 EUR Wert ist, der sollte nachdenken, ob er sich diesen Datensatz nicht ‚direkt‘ organisiert. Ist es nicht ehrlicher, dem vermittelnden User 10 EUR in Aussicht zu stellen, wenn dieser einen neuen User liefert? Die Bekannten, die für einen iPod -und erstmal keinen ersichtlichen eigenen Nutzen- in eine Datenbank fallen, werden dem Datenlieferanten sicherlich nicht wohl gesonnen sein. Anders ist es, wenn der Datenlieferant am Ende der Aktion alle auf ein Bierchen einladen kann – gerne auch organisiert durch die Firma, die die Marketingaktion durchführt.

8. Eine Incentive-Aktion, die zu aufwendig ist, rechnet sich nicht für das Marketing und die Firma – weder im Sinne des daraus generierten Mehrwertes, noch rechtfertigt es den Aufwand. Schnell registrierte User sind ebenso schnell wieder weg – und damit ist das Incentive sinnlos verschleudert. Zumal sich die Teilnehmer fragen werden, wieso man so generös mit den Incentives umgeht (= schafft kein Vertrauen in Marken!).

9. Early-Bird Aktionen (Frühbucheraktion) sind beliebt. Wenn Sie aber 10% gewähren wollen, machen Sie dies zeitgebunden – aber nicht in Form von Naturalrabatt. Der User kämpft immer mit dem Gedanken und dem Gefühl, dass dies bereits im Gesamtpreis der Eventaktion enthalten ist und man es sowieso mitbezahlt hat.

10. Tragen Sie keine ‚Eulen nach Athen‘: Wein an Weinliebhaber zu verschenken, birgt immer ein Risiko (Weiß oder Rot? Rebsorte? etc.). Option 1: Bieten Sie einen exklusiven ‚Zusatz-Kreis‘ bei der Veranstaltung mit einem seltenen Probiertropfen an, für alle die sich rechtzeitig angemeldet haben. Option 2: Lassen Sie die potentiellen Teilnehmer bei der Anmeldung aus einer Auswahl von diversen notwendigen Wein-Accessoires für Weinkenner zum gleichen Wert aussuchen.

Spot On!

Der einzigartige clevere Incentive-Tipp ist schwer zu definieren und vermutlich gibt es diesen auch nicht. Incentives wollen für jede Aktion wohl überlegt sein, wenn diese erfolgreich werden soll. Aber vielleicht gibt es ja noch viel mehr Empfehlungen, die den Lesern einfallen. Wir sind gespannt…

Onlinestar 2008 – über Schein und Sein digitaler Awardverleihungen

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Alle Jahre wieder gibt es die Onlinestar Preisverleihung – 2008 bereits zum 10-ten Mal. Die Einladung hat einen gefreut, schließlich bietet die Verleihung den ältesten Award der digtalen Branche. Und nicht nur deshalb hat sie einen Ruf -und einen zu verlieren. Mal abgesehen von dem, die… „kürzeste Preisverleihung Deutschlands“ zu bleiben, wie der Host des Abends Florian Ebner in seiner Eröffnungsrede berichten kann.

Die Preisverleihung hat vor allem eins offeriert: Zeit… – Zeit zum Nachdenken! Nachdenken über die Sinnhaftigkeit von (digitalen) Awards. Nein, jetzt keine Angst… ich will nicht Reich-Ranicki’s Erbe antreten. Dennoch will kommentiert werden, was zahlreich in den Sitzreihen ‚bespöttelt‘, dann von der Moderatorin des Abends wortreich ‚beschmunzelt‘ sowie schließlich und endlich von Jurymitglied Prof. Anette Scholz auf den Höhepunkt getrieben wurde: „Vorab die gute Nachricht: Die jungen Herren von Jung von Matt dürfen jetzt auf Ihren Plätze bleiben“. Danke Frau Prof. Scholz, dass sie den Zuschauern von den Lippen gelesen haben: Die jungen Herren waren wirklich ein wenig zu oft als Sieger auf dem Podium…

Den Post hier abzubrechen, wäre irgendwie angebracht… aber auch schade! Also weiter nachdenken…

Grundsätzlich galt es bei der Preisverleihung zu unterscheiden zwischen zwei Kategorien: Kreativaward (Online-Werbung in sieben verschiedenen Kategorien) und Publikumspreis (nach Webseiten Kategorisierung). Die Sieger und Ausgezeichneten des Keativawards (nachzulesen bei Adzine) sowie die des Publikumspreises (Ripanti Blog) beglückwünschen wir auf jeden Fall!

Die Ideen der Kreativen waren teilweise gut, teilweise brilliant… – ebenso wie die Kritiken nach der Preisverleihung so treffend waren wie selten zuvor. Richtig, gehen Sie bitte noch einmal zurück auf Herrn Ripantis Blog…. Gelesen?! Ob Konstante oder Blaupause oder dieser Kommentar (werbeblogger) – alle waren sich irgendwie einig: Die Peisverleihung war ein Deja-Vu und regte zum Nachdenken an. Und das soll nicht negativ verstanden sein. Nein, es sei als positiver Ansatz gedacht für alle diejenigen, denen bald selbst eine Preisverleihung ins Haus steht.

Kreativawards
Die erste Kategorie wurde von einer Jury (u.a. war ein Vertreter von Jung v. Matt ein Jury-Mitglied…) bewertet, die offensichtlich ihre eigenen Arbeiten besser findet als die des Mitbewerbs. Oder wie ist es sonst zu verstehen, daß von insgesamt 26 Medaillen mit 15 Awards die Agenturen der Jurymitglieder ausgezeichnet wurden – und das mehrmals?! Ein Zufall…? Vielleicht gibt es wahrlich keine besseren Arbeiten. Wer kann schon die gesamte Branche der über 12.000 Werbeagenturen und ihrer digitalen Kreativarbeiten überblicken…?!

Als Ende September die Awardverleihung ‚Die Klappe‚ stattfand, schaffte es übrigens ein Ad Spot dort auf den Bronzeplatz, der auch die Zuschauer des Onlinestars 2008 komplett von den Stühlen riß…: The Crazy Leader Spot. Die verantwortliche Agentur Scholz & Friends schaffte es aber leider wieder nur zu Bronze-Medaille. Man hätte ihnen diesmal ein besseres Abschneiden gegönnt…

Apropos Bronze! Erstaunlich fanden es zahlreiche Besucher der Awardverleihung, dass es manchmal Bronze und Gold aber kein Silber gab, dann wieder Bronze und Silber aber kein Gold, machmal auch viel von allen dreien. Wie sich der Umstand verhält, bleibt fragwürdig bei allen Erklärungsversuchen und führt zu einer generellen Überlegung, die wir am zweiten Award festmachen wollen…

Publikumsawards
Denken wir mal über den tieferen Sinn von Awards nach – wenn es den gibt. Awards dienen als Auszeichnung für außergewöhnliche Innovationen und Ideen, als Motivation für außergewöhnliche Talente und als Prämierung für Markenbildung – alles bezogen auf das vorangegangene Jahr – sonst würde man langfristiges Können oder Lebenswerke auszeichnen.

Als Joachim Graf, Publisher iBusiness, auf der Internet-World Kongress wenige Stunden vorher von einem Paradigmenwechsel berichtete, hatte er die ‚Machtablösung‘ von Microsoft durch Google in der Internet-Ära im Fokus. Ein Weitblick, der einen ‚Internet-Zukunftsforscher‘ auszeichnet. Denn Google einen Publikumspreis für das beste ‚Online-Portal‘ zu verleihen, kommt weder der Macht und Bedeutung des Unternehmens, noch dem Erreichten und Avisierten, noch der Philosophie und Strategie gleich.

Würde Google wie Reich-Ranicki denken, ob sie wohl den Preis stehen lassen hätten? Schwierig, denn schließlich war es nicht die Jury sondern die User die bei der Wahl entschieden haben. Für die Strategie des Unternehmens heißt das aber: Die Unternehmenskommunikation erreicht den User definitiv nicht. Denn offensichtlich kennt der die unzähligen Produkte von Google gar nicht… Oder hätte man sonst auf Augenhöhe mit web.de und T-Online konkurriert? Ob Google nun von den Usern oder der Jury in diese Kategorie gesteckt wurde, entzieht sich unseres Wissens.

Spot On!

Publikumspreise an Marktführer oder Top-Player zu vergeben, erscheint wenig prikelnd für Besucher der Awardverleihung. Keder Internetuser weiß, wie hilfreich und nutzefreundlich die Player sind, schließlich nutzt man sie deshalb tagein tagaus. Da lobt man sich die Awardverleihung für den Gründerwettbewerb der Internet-World Messe 2008 für die beste Business-Idee des Jahres. Ein Gewinner mit brands4friends, Bransparent und Doodle belegen zusammen Platz 2 (ok, auch wenn ein Zweiter und ein Dritter logischer erscheinen). Alles schnell, einfach und logisch begründet – fertig! Und somit kürzere Preisverleihung als der Onlinestar 2008. Hat der Onlinestar seinen Ruf verloren? Nächste Jahr wissen wir mehr… bis dahin denken wir noch ein wenig nach.

Der kleine XING-Kontakt Knigge

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Es mag gewagt sein und dennoch wagt man sich an ein heikles Thema, welches bei vielen meiner Kollegen, Bekannten und Freunde immer wieder aufkommt. Vermutlich ist daran die zunehmende Beliebtheit von XING und des Business-Networking generell verantwortlich: der schlechte und teilweise unprofessionelle Kommunikationsstil im Umgang mit Businesskontakten via XING.

Im Business zählt, wie wir alle aus Management-Trainings und Medien wissen, der erste Eindruck. Wenn wir also über XING neue Kontakte suchen, interessante Partnerschaften in Gang bringen wollen oder einfach nur Recherche betreiben, sollten wir für alle Aktionen wie auch Reaktionen gewappnet sein. Denn über alle Aktivitäten -oder ausgelassenen Optionen- wird am Ende unsere Online- und Offline-Reputation gemessen. Nicht umsonst haben Bücher wie ‚Karrierefalle Internet: Managen Sie Ihre Online-Reputation, bevor es andere tun! ‚ große Beliebheit errungen.

Die Stolpersteine liegen im Falle XING weniger bei bereits bestehenden Kontakten. Hier pflegt man doch untereinander in der Regel einen gewissen Umgang und weiß, mit wem man es warum zu tun hat. Schon schwieriger wird es dagegen bei der Kontaktaufnahme mit bisher unbekannten Personen. Dabei ist es egal, ob man selbst mit jemanden in Kontakt treten möchte, oder ob man von jemand bisher Unbekanntem kontaktiert wird. Zwar bietet XING schon ein paar Hinweise, jedoch sind diese zum einen gut versteckt unter dem Bereich „Hilfe“ bei den „FAQs“ und zum anderen beleuchten diese nur einen Teil der Thematik.

Richten wir unseren Blick also einmal auf ein paar Grundsätze, die bei einer Kontaktaufnahme über XING (oder anderen Business-Netzwerke) beachtet werden sollten.

Der kleine XING-Kontakt Knigge für Neukontakte

Kontaktaufnahme durch Sie
a) per Nachricht: Sein Sie freundlich, fassen Sie sich kurz und nehmen Sie direkten Bezug auf Ihr Anliegen: Warum sprechen Sie genau diese Person an? Gehen Sie immer davon aus, dass der Angesprochene, je höher er im Unternehmen steht, umso weniger Zeit für das Networken hat. Auch wenn diese Person sich in Netzwerken gerne mehr engagieren würde.
Sein Sie darauf gefasst, dass Sie Feedback bekommen. Dieses Feedback kann komplett anders ausfallen, als Sie sich denken oder wünschen. Gehen Sie auf jeden Fall auf dieses Feedback ein.
b) per direkter Verknüpfung: Besteht überhaupt kein vorheriger Kontakt (online wie offline) ist es ratsam, nicht direkt Kontakte zu verknüpfen. Es sei denn, sie wollen wie ein Jäger und Sammler wirken…

Geben Sie dem Gegenüber die Option, direkt mit Ihnen online oder offline zu kommunizieren. Ihre Kontaktdaten können Sie dieser Person auch freischalten, ohne sich mit dieser Person zu verknüpfen. Bleiben Sie nicht anonym.

Kontaktaufnahme mit Ihnen
a) per Nachricht: Im ‚unwahrscheinlichen‘ Falle einer an Sie gerichteten Kontaktaufnahme durch ein XING Mitglied per Nachricht hat derjenige meistens ein ihm wichtiges Business-Anliegen. Dass derjenige Sie ausgewählt hat, um dieses Anliegen zu erfüllen, ehrt Sie – aber bewerten Sie das auch so.
b) per direkter Verknüpfung: Besteht überhaupt kein vorheriger Kontakt (online wie offline) überlegen Sie genau, ob Sie den Kontakt bestätigen. Zu viele Kontakte sind schwer zu pflegen und zu handhaben und werden somit schnell unprofitabel. Sind Sie der Meinung, der Kontakt bringt Sie beruflich (oder privat) weiter, so spricht nichts gegen eine Verknüpfung. Scheuen Sie sich aber auch nicht, eine für Sie irrelevante Verknüpfung abzulehnen. Nutzen Sie aber die Möglichkeit des Zufügens oder Ablehnens und lassen Sie den Kontakt nicht ewig im Ordner „Zu bestätigende Kontakte“ liegen.

Wenn jemand mit Ihnen Kontakt aufnimmt, gebietet es die generelle Pflicht, eine Antwortmail zu schreiben – egal ob kurz oder lang, positiv oder negativ oder ob Sie ein geschäftliches ‚Interesse‘ an der Person haben oder nicht. Auch wenn das Anliegen in Ihren Augen uninteressant, langweilig und unpassend zu Ihrem Profil ist, eine Antwort hat die Kontaktaufnahme verdient. Mal ein Offlinebeispiel zum Vergleich… Kommt ein Mitarbeiter mit einer Businessidee auf Sie zu, drehen Sie sich auch nicht einfach weg, oder doch…? Bedenken Sie immer, dass Premium-Mitglieder in der Regel wissen, dass Sie die Mail gelesen haben, wenn Sie das Profil des anderen angesehen haben.

Die obigen Empfehlungen treffen übrigens auch auf die Gruppen in den Business Networks zu. „Wer neue Kontakte knüpfen möchte, der findet in den rund 20.000 der bei XING organisierten Gruppen für ihn passende Themen und spannende Kontaktmöglichkeiten. Wer sich hier kompetent zeigt und mit interessanten Beiträgen auf sich aufmerksam macht, findet online wie offline viele Anknüpfungspunkte“, erklärt Thorsten Vespermann, Director Corporate Communications der XING AG.

Spot On!
Verhalten Sie sich bei Kontaktaufnahmen immer so, als würden sie einander persönlich gegenüberstehen. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer großen Visitenkarten-Party und ignorieren jemanden, der ihnen 5 Minuten später durch eine andere Person vorgestellt wird. Man sieht sich immer zweimal im Leben… und es kann durch das Online Business-Networking schneller passieren als Ihnen lieb ist.

PS: Um Herrn Reich-Ranicki gerecht zu werden und das Internet nicht in TV-ähnlichen qualitativen ‚Abgründen‘ enden zu lassen, wollen wir auch die sprachlichen Aspekt für alle XING’ler nicht vergessen und diese schöne Hilfe des Goethe Instituts für jeden Networker bereitstellen.

Wenn Sie bitte hier die Informationen des Goethe Instituts abrufen wollen… Vielen Dank!

Kundenbindungsmaßnahmen: offline, online oder mobil? – Ein paar Fallbeispiele…

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Jedes Unternehmen versucht mit Kundenbindungsmaßnahmen, potentielle Kunden anzusprechen, zu gewinnen oder zu halten. Die einen machen das gepaart mit Informationen, die für den Abnehmer nützlich sind, die anderen mit Informationen, die dem Anbieter für den Abnehmer nützlich erscheinen. Möge jedes Unternehmen für sich selbst urteilen, wo es sich einordnet.

Da die Kunden unser liebstes Gut sind, wollen diese also ‚gepflegt‘ werden: mit guten Ideen, mit tollen Gadgets, mit passenden Informationen undundund. Nun stellt sich die Frage: Gestaltet man dem Zeitgeist gemäß solche Kundenbindungsmaßnahmen immernoch ‚offline‘ oder dem Zeitgeist gemäß online oder sogar mobil?

Beleuchten wir mal verschiedene Ideen, die innovativ erscheinen, diskussionswürdig sind oder das Interesse der Medien geweckt haben. Konkret geht es um drei Beispiele: Eventveranstalter und/oder gleichgesinnte ‚Offliner‘ (Werbung über klassische postalische Mailings), MINI mit seiner Online Community und die Telekom mit seinem geplanten mobilen E-Paper.

Schauen wir uns mal ein paar Beispiele an, die derzeit gängig sind und (teilweise immernoch) im Trend sind…

Beispiel Offline… Event Veranstalter
Jeden Tag erhält man in seinem Büro diverse Schreiben von Event Veranstaltern, die einem mit klassischen Face-To-Face Veranstaltungen oder Seminaren Wissen vermitteln wollen. Dabei gibt es nach Meinung des Autors zwei prinzipielle Fehler, die einfach nicht mehr zeitgemäß erscheinen: Es handelt sich um postalische Mailings (die meistens ungesehen im Mülleimer neben den Postfächern landen) und die Häufigkeit der Sendungseingänge grenzt an Offline Spam. Den kann man leider nicht mal schnell als solchen melden oder mit zwei Klicks abbestellen. Wie oft hat man sogar mehrmals vor Ort angemerkt, man möchte die Infos -wenn überhaupt- online per Mail…

Auch wenn hier die Event-Veranstalter als Exempel herhalten müssen, man könnte genauso gut Kreditunternehmen, Banken, Versicherungen im gleichen Atemzug nennen. Deshalb werden auch die Veranstalter nicht namentlich genannt. Wer sich hier angesprochen fühlt, sollte sich seine Gedanken machen. Wie sagt der LOHAS doch gleich… Save the trees!

Beispiel Online… MINI
Im Mai diesen Jahres ging MINI mit seiner englischsprachigen Online Community ‚minispace.com‚ an den Start, die inzwischen auch auf italienisch verfügbar ist und bald auch in deutsch kommen soll. Die Online Plattform dient sowohl als Kundenbindungsmassnahme als auch dazu, neue Kunden an die Marke MINI heranführen soll. Das Angebot richtet sich an die Zielgruppe der kreativen Menschen, die vermutlich einen Großteil der Käuferschaft ausmachen.

Auch das MINI Kunden Magazin hat diesen kreativen Touch und beleuchtet pro Ausgabe eine der spannenden Hauptstädte der Welt. Zudem wird damit die Idee des MINI Kunden-Magazins online fortgesetzt, welches die MINI Community in den Mittelpunkt stellt sowie portraitiert – und mit der sich (potentielle) Kunden assoziieren können. „Community Marketing ist ein fester Bestandteil im Marketing-Mix von Mini“, meint Robert Glocke, Leiter Internationale Werbung MINI Brand Management gegenüber Kontakter.

Die Maßnahmen wirken kreativ und innovativ, rund und ausgewogen. MINI versteht es, seine Kunden zu informieren, neue Ideen zu präsentieren und tritt in den direkten Kunden Kontakt.
Eine Sache fehlt dennoch: Müsste man nicht noch in Facebook -vor allem aber in myspace!- die minispace Community integrieren und ‚connecten‘? Dann wäre man wirklich auf den neusten Stand des Social Media Marketings.

Unter den ersten Ergebnissen einer Googlesuche (Suchbegriffe ‚myspace‘ und ‚minispace‘), findet man zumindest noch nichts … d.h. doch ein amüsantes MINI Video – irgendwie auch Kunden ver-‚bindend‘ und ‚web-2.0-ig‘.

Beispiel Mobil… Telekom
Diversen Meldungen zu Folge will die Telekom ein E-Paper herausbringen, welches die Kunden mit neusten News und Meldungen beglücken soll, abrufbar über ein mobiles Lesegerät: Codename ‚News4Me‘ – Testballon soll in Berlin mit einigen Dutzend Usern steigen. Extra Handys wolle man aber nicht dafür bauen, schreibt Spiegel. Wieso auch neue Handys bauen, wenn die gängigen Modelle fast alles anzeigen können?

Dennoch: Brauch man unbedingt einen solchen Service als Kunde? Nur weil Amazon derzeit in USA mit seinem Kindle-Konzept oder die France Telekom mit Read & Go erfolgreich ist? Märkte sind verschieden und Kundenbindungsmassnahmen sollten es auch sein. In Deutschland sind e-Paper noch nie über den Teststatus hinausgekommen oder irgendwie erfolgversprechend gewesen.

Angesichts der Services wie Twitter, Social Media Networks oder mobiler Instant Messenger Applikationen, erhält man von seinem Netzwerk so viele Informationen, die einen wirklich interessieren, dass einem ein ‚t-mobil‘ geliefertes e-Paper in seiner Notwendigkeit und gemessen am Kundenbindungswert fragwürdig erscheint.

Vielleicht sollte man eher die ’niemals aktiv abonnierten‘ postalischen Telekom Flyer überdenken, die als Kundenbindungsmaßnahme der Telekom schon grenzwertig sind. Vielleicht sollte man diese mal online verbreiten. Vielleicht auf vorherigen ausdrücklichen Wunsch der Kunden und unter dem Telekom Motto: Erleben, was verbindet.

Spot On!
Kundenbindungsmaßnahmen binden nicht immer Kunden. Manche sind eher abschreckend, werden dennoch nie überdacht und unaufhörlich weitergeführt. Stellt sich die Frage, ob man nicht lieber auf manche Maßnahme verzichtet und sich ein zeitgemäßeres Modell überlegt. Es muss nicht immer online sein, wie man am Beispiel des innovativen gedruckten MINI Magazins sieht. Und: Mobil sollte man nur etwas anbieten, was einfach mit einem Handy genutzt werden kann. Man will als Kunde ja nicht zahlreiche Endgeräte mit sich herumtragen. So verbunden ist man dann doch nicht mit einem Unternehmen…

Vom Umgang mit Kommentaren auf Blogs

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Vor ein paar Tagen habe ich das Thema Social Media und Marketing aufgegriffen, in dem Chris Brogan u.a. Unternehmen aufgefordert, Blogs zu initiieren und für ihre Webkommunikation einzusetzen. Nun bekam ich eine Mail mit der Anmerkung, wie man denn am besten mit Kommentaren auf Blogs umgeht. Eine gute Frage, die ich mal versuche zu kommentieren…

Prinzipiell gibt es zwei Ansätze, wie man damit umgehen kann… entweder das Unternehmen will die volle Kontrolle über Kommentare oder das Unternehmen ist offen und steht zu allen (auch negativen) Kommentaren.

Erste Option: Das Unternehmen hält die Kontrolle über Kommentare.

Verantwortlichkeiten
Wer einen Blog startet, ist der Verantwortliche, neudeutsch: Community Manager. Diese Person sollte Kommentare höher bewerten als eigene Posts. Lässt der Verantwortliche weitere Personen am Blog mitschreiben, muss er sicherstellen, dass der Post-Autor sich um die Kommentare kümmert. Denn: Nimmt sich ein Community Mitglied die Zeit zu kommentieren, erwartet er auch Beachtung.

Unternehmen wollen in der Regel keine Kommentare haben, welche komplett gegen die Strategie der Webkommunikation gehen. Dementsprechend muss jemand permanent, schlechte Kommentare filtern bzw. löschen. Denn was lernt das Buch ‚The Tipping Point‘: Schlechte Kommentare (im Buch am Beispiel von Graffiti erklärt…) führen zu schlechten Kommentaren und schnell kann der Blog ‚tippen‘.

Der Vorteil eines Community Managers ist, dass die Unternehmensführung, die Produkt- und Kommunikationsabteilungen das Feedback gebündelt aus erster Hand erhält und sicher sein kann, dass der Blog die Community im Sinne der Webkommunikation im Auge behält.

Beschränkungen
Der Kommentator eines Posts sollte nie anonym bleiben. Schaut man sich die Kommentarfunktion bei z.B. Trndblog an, so wird hier vorab erstmal eine komplette Registrierung gefordert. Dies verhindert nahezu komplett sinnlose Kommentare.

Generell kann der Kommentar dennoch als ‚anonymer User‘ zugelassen werden, aber das Unternehmen weiß bei einer Vorabregistrierung trotzdem, woher die Meinung kommt. Wer in der Web 2.0 Welt etwas zu sagen hat, steht zu seiner Aussage und weiß, dass diese im Web abgebildet wird. Eine Registrierung des Blogbetreibers ist da auch legitim.

Die Blog Community muss natürlich wissen, was erlaubt ist und was nicht. Wer einen Leitfaden schreibt, hat es später leichter (s. Beispiel YouTube: Abusive Users). Zugänge vereinfachen generell die Kontrolle. Neue User können gleichzeitig mit einer Anmeldung auf die Grundregeln hingewiesen werden. Dabei sollte aber keine ausführliche Registrierung mit zahlreichen Datenabgaben erwartet werden.

Sind die Regeln bei jedem Kommentar nur einen Klick entfernt, kann sich später auch niemand rausreden, wenn mal etwas ‚schief kommentiert‘ wurde. Die rigorose Umsetzung und Einhaltung der Regeln muss erkennbar sein: schlechte Kommentare raus, gute in den Vordergrund. Es muss nicht jeder Kommentar nochmal kommentiert werden. Hat der Kunde recht, sollte er das letzte Wort haben – nicht immer das Unternehmen.

Prinzipiell gibt es immer die Option, Kommentare mit Usern auch zu besprechen und vom User ändern zu lassen. Allerdings muss man damit rechnen, dass der User vermutlich in seiner Euphorie für das Kommentieren gebremst wird. Zensur ist immernoch unbeliebt…

Zweite Option: Das Unternehmen stellt sich allen Kommentaren.

Offenheit
Natürlich zählen auch hier Verantwortlichkeiten und Beschränkungen, aber in einer moderaten Form. Nicht jeder Kommentar muss kontrolliert oder erst gegengelesen werden. Die Registrierung bzw. die Angabe eines Namens oder einer Emailadresse reicht in der Regel auch schon als Präventivmassnahme gegen negative, sinnlose oder nicht fachkundige Kommentare. Und: Web 2.0 hat den Grundgedanken der offenen Kommunikation. Wer zuviel einschränkt, bekommt wenig Feedback. Kommentierende User verfolgen zudem meistens einen Zweck. Da will man mit Wissen glänzen, sich in den Vordergrund stellen und nicht unqualifiziert daherkommen.

Bewertungen
Seit eBay und mit der zunehmenden Entstehung von Web 2.0 Seiten haben wir die Macht der Bewertung kennen und lieben gelernt. Kommentare, die dem Unternehmen gefallen, können mit einem Management-Kommentar oder einem grafischen Unternehmensbutton ‚Thumbs Up‘ die Begeisterung des Unternehmens hierfür ausdrücken. Ebenso lassen sich unsinnige oder ‚zu kritische‘ Kommentare mit einem ‚Thumbs Down‘ Button honorieren. Optional kann man auch Community-Buttons nach entsprechendem Schema einführen.

Neue Idee
Schön wäre, wenn das Feedback an das Unternehmen/den Post-Verfasser auch direkt am Post erfolgen könnte, sprich: wenn es zwei unmittelbare Kommentaroptionen gäbe. Eine direkte Kommentaroption mit den Post-Verfassern sowie die gewohnte indirekt über die Kommentarfunktion. Die direkte Kommunikationsoption vom einzelnen Artikel raus zum Autor, vermisst man leider auf Blogs. Dies wäre aber eine nützliche indirekte Kommunikationsoption, die dem Verfasser ein Bewertungsfeedback gibt. Denn: Auch wenn die Internetuser das Kommentieren lieben, wirklich veröffentlichungswürdig ist nicht jeder Kommentar. Und: Nicht jeder Internetuser liebt die Selbstdarstellung, wohl aber gibt man gerne seine Meinung zu Themen ab.

Spot On!
Früher haben die Medien nicht öffentliche Leserbriefe empfangen, heute bekommt jedes Unternehmen offenes Feedback, sobald es Blogs betreibt – und wird somit indirekt zum Medienmacher.

Die Kommunikation und die Feedbackoption der Blogs kostet Ressourcen und muss im Sinne der Webkommunikationsstrategie geleitet werden. Genau darin waren früher die Medienmacher Experten: Zielgruppe kennen, interessante Artikel posten und das Leserinteresse aufrecht erhalten.

Kommentare sind nicht immer Kritik, sondern oft die richtigen Anmerkungen zur richtigen Zeit – und sehr oft nützlich, wenn Sie korrekt intern bewertet werden.

Wie baut man sich einen Business Online Auftritt?

26.07.2008 von  
Kategorie: Best Practise

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Wer noch keine Onlinepräsenz und/oder Webstrategie für sein Business hat, der muss sich in Amerika nur ein Tutorial ansehen und die Schritte befolgen, die dort sehr leicht verständlich vorgegeben werden.

Mit diesem Online-Tutorial ist das Business schnell in der Webwelt aufgebaut. SCORE heißt die Non-Profit Gesellschaft, die jetzt ein äußerst lehrreiches Concentric (R) Tool auf seiner Homepage anbietet.

Mit dem kostenfreien Tutorial „Creating an Online Presence“ können sich kleine Unternehmen und Mittelständler zahlreiche Tipps ansehen und eine eigene Webstrategie erstellen sowie durchdenken.

Die Informationen des Tutorials zu einer effizienten Webstrategie beinhalten Antworten auf die folgenden Fragen:
– Welcher Webseitentyp ist für ihr Business der erfolgversprechendste?
– Was benötigt man für den Start einer Business Webseite?
– Welchen Host und welchen Content brauchen sie für ihr Webbusiness?
– Wie vermarktet man seine Webseite?
– undundundundund…
Abgerundet wird das Programm mit weiterführenden Ressourcen und Infos zu zusätzlichen Lernmaterialien.

Auch wenn es sich um ein amerikanisches Tutorial handelt, es lohnt sich die Zeit zu nehmen. Für das deutsche Webbusiness ist die Seite mindestens genauso wertvoll. Wer denkt, er habe alles bereits für sein Business beachtet, wird eines Besseren belehrt werden…

Eine wirklich gute Idee und, wie gesagt, kostenfrei und ohne Anmeldung!

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