Das Ende der mobilen Internet-Flatrate und die endlose Mär vom Durchbruch des mobilen Internets…
25.08.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Featured Stories, Mobile Business
Das mobile Internet hat den Durchbruch geschafft… Das sagt der BITKOM und begründt es mit einer repräsentative Forsa-Umfrage. Schließlich nutzen 10 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Internetdienste via Mobiltelefon, was 17% aller Handybesitzer in Deutschland entspricht. Und 4 Millionen nutzen regelmäßig Apps als Zugang. Die anderen sehen die Massennutzung dagegen noch nicht. Noch Anfang des Jahres sagte Accenture in seiner “Mobile Web Watch” Studie eher einen Durchbruch auf Raten vorher. Als Begründung führt man an…
“Das mobile Internet hat es geschafft, sich im Alltag seiner Nutzer zu etablieren – und steht vor der nächsten großen Herausforderung, nämlich durch attraktive Preisgestaltung und durch interessante Angebote neue Nutzer für den Einstieg in das mobile Internet zu begeistern.” Dr. Nikolaus Mohr, Ann-Kathrin Sauthoff-Bloch, Partner, Communications & High Tech, Accenture
Den richtigen Durchbruch haben auch die UMTS Technologie nicht leisten können. Schließlich steht mit LTE (Long-Term-Evolution) bereits ein neue, leistungsfähigere und schnellere nächste Generation eines mobilen Netzwerks in den Startlöchern. Und auch wenn die Smartphones eine neue Ära in der mobilen Internetnutzung eingeleitet haben, scheint die Zukunft des mobilen Webs nach Meinungen von Fittkau & Maaß erst ganz am Anfang zu stehen.
Auch in dieser Studie wird deutlich, das die fragwürdige Transparenz der Kostenstruktur ein grundsätzlicher Hinderungsgrund für die zukünftige Massennutzung ausmacht. Ob der Mobile World Congress dann in München, Köln oder Barcelona stattfindet, wird das Problem der Preisfrage nicht grundsätzlich beeinflussen.
Am User hängt es also mal wieder. Er soll, aber will nicht. Und nutzt er erstmal das mobile Internet im Ausland, ist gleich alles zu spät. Da wird der Geldbeutel schnell leer. Mit dem Thema Daten-Roaming läßt Marcus Rohwetter von der ZEIT zurecht einen Appell an die “Halsabschneider” ab und kritisiert, daß die Inanspruchnahme des Versprechens der grenzenlosen Mobilität nur unter Inkaufnahme der Privatinsolvenz möglich sei. Das Gefühl habe ich auch, wenn ich im Ausland unterwegs bin und nach ein paar Minuten der Nutzung eine SMS eintrudelt. “Ihr Limit von XXEUR (je nach Anbieter und Tarif unterschiedlich) ist aufgebraucht.” Das Kostenspiel mit wenig Gegenwert nervt. Deshalb wird die Forderung laut: Wir brauchen eine globale Flatrate!
MOMENT…! Die Frage ist, ob es die mobile Internet-Flatrate überhaupt noch zukünftig geben wird… egal ob global oder lokal.
Die mobile Internetnutzung stellt die mobilen Internet-Provider nämlich vor eine Traffic-Problem. Wo früher nur wenige Kunden ein Mobiltelefon hatten, war das Datenvolumen in den Netzen der Mobilfunker überschaubar. Heute ist weltweit bereits jedes fünfte verkaufte Handy ein Smartphone-Typus (Quartal 2 2010 gingen über 60 Millionen neue Smartphones live). Die Datenabnahme wächst und die Provider stellen sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Der iPad (oder auch andere Netbooks) wird seinen nicht unerheblichen Beitrag hierzu leisten.
Und deshalb sollen jetzt die mobilen Flatrates wieder abgeschafft werden. Zumindest nach Vorstellung von 391 Managern aus der Mobilfunkbranche, die in einer Umfrage “Mobile Challenges Survey 2010″ der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer (durchgeführt von Economist Intelligence Unit) ihre Meinung kundtun durften. Wenn 55% der Manager die herkömmlichen, volumenabhängigen Preise für eine Antwort halten, muß man sich fragen, wie der Durchbruch geschafft werden soll. Die Transparenz der Festpreisangebote im Mobilfunk werden demnach weltweit an Bedeutung verlieren.
So sehen rund die Hälfte befragten Mobilfunkmanager die Entwicklung neuer Tarifmodelle als eine der wichtigsten Herausforderungen. Dem stimmen wir mal ganz feste zu. Aber nicht, indem man einen Rückschritt macht in die alte Welt der intransparenten Roaming-Abrechnung, sondern hin zu einer Tarifentwicklung, wie sie sich auch im Festnetz-Telefon durchgesetzt hat.
Die mobile Internet-Flatrate abzuschaffen, ist als wolle man den Durchbruch des mobilen Internets nicht wirklich. Und diese Entscheidung würde auch die Popularität der Smartphones und mobilen Internet-Devices schwer mindern.
Oder wie seht Ihr das?
5 strategische Ansätze, warum Marken eine mobile App benötigen
12.04.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Mobile Business
Zahlreiche Unternehmen stellen sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, eine mobile App programmieren zu lassen. Ob dabei unbedingt der Kundennutzen oder eher die kommerziellen Interessen im Vordergrund stehen, sei mal dahingestellt. Fakt ist: Die mobilen Apps und das mobile Web (Studien-Ausblick bis 2015) bekommen, nicht nur durch den kürzlichen iPad Hype, zunehmende Aufmerksamkeit in der breiten Masse der Prosumer.
Allerdings sind die Apps als Zugangsvehikel zu Unternehmens Content nicht ganz unumstritten. Manche Insider disuktieren über die App Economy und sich sind uneins, ob Apps als perfide Content-Zensur gesehen werden soll oder höhere Benutzerfreundlichkeit liefert. Andere dagegen frage sich, wie man diese in die Plattformstrategie einbindet. Und die App-Developer sind -laut einer Studie von Appcelerator- immer mehr interessiert an Android Entwicklung denn an iPhone oder iPad App. Eine andere Studie belegt, daß das Nutzungsverhalten von Apps durch den User auf beiden Systemen vergleichbar ist.
Die Diskussion über die Relevanz, Notwendigkeit und Nachhaltigkeit von mobilen Apps wird sicherlich noch lange andauern. Der Hype hingegen ist nicht zu verkennen. Und ganz schnell könnte man als Unternehmen zu dem Ergebnis kommen, man sollte es einfach mal machen. An erster Stelle sollte bei allen Überlegungen der Kunde stehen. Schließlich will man den ja auch weiterhin mit seinen Produkten und Services beglücken will.
In den letzten Tagen sind bei mir 5 Gründe eingefallen, warum ein Unternehmen durchaus eine mobile App für seine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung als startegische Massnahme einsetzen sollte.
1. Trendsetter
Innovationen sind der Treibsand für die Zukunft einer Marke. Geht die Strategie eines Unternehmens in die Richtung der Vorreiterstellung bei Markteröffnung und -entwicklung, wird die mobile App den standesgemäßen Erwartungen intern wie extern nahezu gleichgesetzt. Ist die Außenwahrnehmung durch die Kunden der Strategie entsprechend, wird kein Unternehmen auf den permanenten Zugang zum Kunden verzichten wollen. Zumal das Unternehmen alle Neuigkeiten dem Kunden jederzeit und an jedem Ort je nach Wichtigkeit kurz und bündig mitteilen kann – ohne Ablenkungsmöglichkeiten, die das Web 2.0 nunmal bietet. Aber nur wer sich auch als Trendsetter fühlt, verfolgt die Neuerungen einer Marke (nahezu) in Echtzeit.
2. Brandsetter
Der Erste und Beste zu sein, ist im Echtzeitweb ein Wettbewerbsvorteil (siehe Dell, Starbucks oder Spreadshirt). Es garantiert PR-starkes Feedback der Social Web Gemeinde und den gewünschten Buzz-Effekt. Im stark umkämpften Mitbewerbsmarkt müssen Marken stärker auf ihre Präsenz und Nachhaltigkeit achten bzw. dieser frischen Nachdruck verleihen. Die Omnipräsenz und Wirkungsstärke der Marke beim (potentiellen) Kunden kann mittels mobiler Apps optimiert werden. Gerade im Consumer-Engagement geprägten Markt, habe ich oft die Frage gestellt bekommen: “Hast Du mal wieder eine gute App gefunden?” Sobald ich diese zeige, wird sie auf dem eigenen Device installiert, gestestet und erhält (manchmal) eine Bewertung. Schnell kann sie im Ranking steigen und die gewünschte Marken-Aufmerksamkeit durch die App-Economy generieren.
3. Fansetter
Der Prosumer ist aufgrund der Austauschbarkeit von Marken, Produkte und Services (Preiskampf!) wechselwilliger denn je. Was Facebook mit seinen Anzeigen den Unternehmen bietet, ist die App für den mobilen Nutzer. Eine für die Marke geschlossene Umgebung, in der sich Unternehmen auf das Wesentliche konzentrieren. Wer als Kunde seine Marke liebt, wird sich mit ihr beschäftigen (selbst Flyer und Kataloge werden heute noch genutzt!) und will die Neuerungen als Erster wissen. Hatte früher Nokia aufgrund von Symbian die Nase vorn, so hat das iPhone den Handymarkt revolutioniert. Android hat nachgezogen und bietet gute Aussichten für die Zukunft. Schnell ändert sich die Wahl des Handies. Wer seine Fans behalten will, kann nicht umhin für alle Handyplattformen seine App anzubieten. Zumindest wenn man seine Fans nicht im mobilen Web verlieren will.
4. Standardsetter
Wer die Vorreiterstellung im Markt übernehmen will, muß Standards setzen. Er stellt Regeln (Standards) für Abläufe und Prozesse für die Branche auf bzw. stellt und schlägt diese dem Mitbewerbsmarkt vor. Schnell ergeben sich hieraus allgemeingültige Vorschriften, die konvergente Märkte bedienen und somit die Marke stärken. Das gilt für die Kommunikation, in der Produktentwicklung und im Kundenservice. Auch wenn man aus den Fehlern der Mitbewerber lernen und eigentlich erstmal mit der Entwicklung einer App abwarten kann, kann man aber auch selbst Standards für den Mitbewerb setzen. Das entspricht dem Web 2.0 Grundgedanken. Da ist nicht gleich alles optimal. Wenn etwas fehlt, wird es optimiert, nachjustiert und neu aufgesetzt – vom Unternehmen aus oder von der Community der Kunden.
5. Servicesetter
24/7 Service und Support ist für den heutigen Konsumenten schon (fast) zum Standard geworden. Je mobiler die Menschheit -nicht nur im Web- unterwegs ist, umso mehr benötigt sie den schnellen Zugriff auf Markenservice. Und je schneller der Mensch die relevanten Daten wie zum Beispiel Hotline Nummern findet, umso zufriedener und weniger “abwanderungswillig” ist er/sie als Kunde. Erst gestern habe ich mich geärgert, als meine Frau mich anrief, die Kaffeemaschine sei hin. “Check mal schnell die Nespresso App nach deren Hotline Nummer!” – “Herzblatt, die haben zwar eine App, bei der ich einkaufen kann, aber die Support-Hotline fehlt leider…” Versteht Nestle wohl, was ich meine (fragwürdig… da man nicht mal auf eine XING Anfrage reagierte)?
Spot On!
37% der Smartphone User haben 2009 gemäß einer Compete Studie schon online gekauft. Und 91% der Amerikaner nutzen bereits mobile Telefone, um Social Networking zu betreiben. Wenn das nicht grundsätzlich schon klare Trends sind, als Brand oder Unternehmen mal über eine App nachzudenken, dann muß mir jemand die Zukunft des mobilen Internet und Shoppings erklären. Aber vielleicht liege ich ja falsch? Was denkt Ihr?
PS: Von The Strategy Web hat mir die Mannschaft von Motherapp eine Android Version und eine iPhone Version erstellt. THX, guys – you are doing a great job!
The Strategy Web – going mobile on an iphone app
12.01.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: English Content, Mobile Business
The mobile iphone app trend can be heard all over the bloggosphere. We all know the future is mobile and people want to read their preferred social medians on the go. And some web-experts have launched their own iPhone app lately. The Strategy Web (download in iTunes) went mobile with the start of this year 2010 as well…
Two of my favorite web-experts Jeremiah Owyang and Seth Goddin started their iPhone app more or less at the same time. And they all can be read every day, for free. You just have to download it on your iPhone!
Jeremiah and I have chosen the nice developer guys from MotherApp to get our personal version of a real iphone app. It took the guys just one short week to get the app live on iTunes. And this is not only a mobile version of our blog without heavy graphic load in the back-end. This is a true iPhone app with native Apple interface which includes the integration of all the main relevant social media platforms of my social web strategy (except from Facebook): Blog, Twitter and YouTube.

Above: screenshot of the app start page and latest blog update

Above: screenshot of a post page, YouTube channel, and the Twitter timeline.
MotherApp offers an interesting way to get your brand and content mobile. Even if there is no internet connection the content can be read as it is downloaded. Good work!
Two further iPhone apps I woul dlike to recommend. Take a look at Guy Kawasaki and Brian Solis (he even has integrated location-based features).
This is still an early stages version. Two negative things that will hopefully improve in the future: Brands need a developer to create the iPhone app and only my comments can be seen – not really social web world, I know. But hey, who is perfect…?!
Let me know what you think. Looking forward to your feedback.
Die Zukunft des mobilen Web: Experimentierzeit ist vorbei
06.03.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Featured Stories, Mobile Business
One-on-One Interview with Olav A. Waschkies
Director Strategic Marketing & Mobile Internet, Pixelpark
Olav A. Waschkies arbeitet seit über 15 Jahren in der Kommunikationsbranche und verantwortet seit Anfang 2008 als Director Strategic Marketing & Mobile Internet, die Mobile-Aktivitäten von Pixelpark Agentur. Der gelernte Betriebswirt mit Stationen an der Universität zu Köln und der Universidad de Navarra in Pamplona ist Marketer der ersten Stunde im digitalen Marketing und seit 2000 bei Pixelpark beschäftigt. Olav A. Waschkies ist stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitaler Wirtschaft (BVDW) e.V.
The Strategy Web hat Olav Waschkies über die Zukunft des mobilen Web befragt.
Q: Was sind die Eckpfeiler einer guten ‘mobilen Webstrategie’?
Olav Waschkies Eine gute mobile Webstrategie zeichnet sich durch Zielkongruenz der mobilen Aktivitäten zu den übergeordneten Gesamtzielen der E-Business-Strategie aus. Dies kann von der Erschließung neuer Umsatzfelder im Bereich Mobile Advertising über die Integration des Themas Mobile im Bereich Distanzhandel hin zur Kostenreduktion durch Prozessoptimierungen im Bereich Costumer Self Service sein. Entscheidend sind die Faktoren – Zielgruppe und Akzeptanz des Mobile Internet, Technische Architektur der eigenen E-Business-Aktivitäten und interne Entscheidungsstrukturen und Akzeptanz für neue marktrelevante Themen im digitalen Umfeld.
Q: Ist das Thema ‘Mobile Webstrategie’ in Unternehmen als ganzheitliches Thema angekommen oder eher ein Marketingphänomen? (mit Begründung)
Olav Waschkies Es ist sicherlich ein Problem in der Entwicklung des mobilen Internets, dass das Thema in weiten Bereichen noch als „Marketing-Spielwiese“ und nicht in der Gesamtheit seiner Bedeutung für die Unternehmen gesehen wird. Schlimmer noch, es wird oft nicht einmal Marketing-Thema, sondern enger gefasst als Marketing-Kommunikationsthema gesehen. Mobile Internet wird dabei sehr häufig auf den Kampagnen-Charakter verkürzt, im extremsten Fall noch auf das Thema Mobile Direct Response, d.h. auf SMS-Dienste. Das Potenzial des mobilen Webs für die Bereiche Internet, Extranet und Intranet werden leider in den wenigsten Fällen strategisch aufgenommen und als Gesamtheit in die E-Business-Strategie integriert. Der Grund ist sicherlich die Entwicklung des Themas, da Direct Response Kampagnen lange Zeit die bekannteste Nutzung des mobilen Webs waren und alle Ansätze aus dem Jahrtausendwechsel als Wap-Flop noch in der Wahrnehmung der Entscheider präsent sind. Die Möglichkeiten die sich eine Dekade später ergeben, sind diesen Entscheidern noch einmal nachhaltig näher zu bringen.
Q: Sehen Sie das Thema Social Media und Web 2.0 von großer Bedeutung für die Entwicklung des mobilen Webs?
Olav Waschkies Social Media und Web 2.0 sind bereits immanenter Bestandteil des mobilen Webs. Eigentlich muss man es noch konsequenter formulieren, das mobile Web ist Web 2.0 in seiner reinen Form und wer sich die mobilen Mandanten der etablierten Online-Angebote und die neuen „mobile born“ Angebote sowie deren Nutzung anschaut, wird sich dieses Eindrucks schwerlich verweigern können.
Q: Ist es überhaupt schon die richtige Zeit für Unternehmen mobilen Content zur Verfügung zu stellen?
Olav Waschkies Es ist für viele Unternehmen bereits fünf vor zwölf, da im Zweifel der Wettbewerb bereits mobil vertreten ist. Wir haben es im mobilen Web nicht mehr mit Prognosen oder Trends zu tun, wir stehen in den nächsten Monaten vor belastbaren Marktdaten, die Transparenz schaffen werden über Angebot und Nachfrage und zeigen werden, dass zum einen bereits ein Markt existiert und zum anderen welche Entwicklungsdynamik diese Markt hat.
Q: Was sind die drei größten Herausforderungen für Unternehmen, die auf mobilen Content setzen wollen?
Olav Waschkies Es lassen sich die folgenden drei Herausforderungen charakterisieren:
1. Interne Herausforderung – Wird das Thema mobile Web als unternehmensrelevant erkannt, erhält es Promotoren auf Entscheidungsebene und findet seinen Widerklang in der E-Business-Strategie?
2. Technische Herausforderung – Lässt sich das Thema in die eigene E-Business-Infrastruktur integrieren und wie, bzw. mit wem lässt sich dieses zielführend umsetzen?
3. Markt Herausforderung – Wird von den Unternehmen der richtige Marktbedarf erkannt und ein adäquates Angebot für die eigene Zielgruppe(n) geschaffen?
In Summe münden die Herausforderungen in die Aufforderung das Thema mobile Web aus der Ecke des Experimentierumfelds herauszuholen und anzufangen, das Thema als geschäfts- und somit strategierelevant einzuordnen, da das mobile Web in den nächsten Jahren sich im Massenmarkt etabliert haben wird.
Herr Waschkies, wir danken Ihnen für den spannenden Einblick in eine mobile Web-Zukunft.
Spot On!
Ergänzend hierzu soll eine Studie von TNS Infratest im Auftrag der E-Plus nicht unerwähnt bleiben, die die Usersicht beleuchtet.
- Mobile Datenangebote: Trend zu Handy- und Laptop-Surfen hält an
- Sprach- und Datentarife: Deutsche bevorzugen Flatrates
- Telefonie: Jeder Dritte würde ganz auf einen Festnetzanschluss verzichten
- Deutschlandweit repräsentative Studie unter 2.000 Verbrauchern
Die am häufigsten genutzten Mobilfunk-Anwendungen sind demnach…
- SMS-Versand (81%)
- Telefonieren (69%)
- Foto und MMS-Versand (33%)
- Musik-Downloads (15%)
Die Studie steht zum Download bereit bei E-Plus.
Männer machen mobiles Web möglich
14.01.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Mobile Business
Mittels einer Onsitebefragung hat Vermarkter IP Deutschland die Nutzerstruktur des mobilen Portals von RTL gecheckt und liefert jetzt das Ergebnis der Befragung von 480 Nutzern.
Die Nutzerschaft wird ‘dominiert’ von Männern (73%), Durchschnittsalter 34 Jahre und das vorwiegende Interesse sind Nachrichten, Wetter, Fußball und Entertainment.
Interessant ist die Frequenz der Zugriffe: Bereits 54% kommen täglich auf die Seite und sogar 29% mehrmals pro Woche. Zugang bieten bei mehr als zwei Drittel der Befragten (71%) die webfähigen schnellen UMTS-Handys.
“Es ist immer noch so, dass Männer die technikaffinere Bevölkerungsgruppe sind. Das zeigt sich auch mit unserer aktuellen Untersuchung. Und dennoch bin ich sicher, dass auch die Frauen schon bald das mobile Internet für sich entdecken werden.” meint Frank Herold, Leiter Interactive Solutions bei IP Deutschland
Spot On
Die Ergebnisse sind vor allem unter dem Aspekt interessant, daß es sich um keines der derzeit aktuellen Trendservices wie Communities, Social Media oder Micro-Blogging handelt. Zudem wurde das mobile Angebot von RTL erst im vergangenen Jahr gestartet und kommt nach Angaben von IP monatlich auf 2,8 Millionen Page Impressions. Es ist halt doch ein Vorteil den TV-Kanal als Promotiontool für die konvergente Zugriffoption auf RTL-Inhalte nutzen zu können.
Nach einer Befragung von TNS Infratest surfen in Deutschland aktuell rund 16 Prozent der Handybesitzer im mobilen Internet.
Es lebe die Mobilität – in den eigenen vier Wänden…
17.11.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Mobile Business
Wie eine Umfrage der Marktforscher NPD Group unter 3.200 Besitzern mobiler Unterhaltungsgeräte ergab, nutzen die Besitzer von iPhone und Co. ihre mobilen Geräte am liebsten zu Hause.
Mobilität wird somit mehr zum Verkaufsargument den zum Sinn und Zweck des Gerätes: 79% der Befragten nutzen die Geräte mehr in den eigenen Wänden als unterwegs. Die geschäftsliche Nutzung steht dabei nicht im Fokus. Da sind Musikhören oder Spielen den Nutzern klar wichtiger (30 %).
Spot On!
Ist es nicht ein Vorteil der Mobilität zuhause, dass man nicht den Rechner starten muss, wenn man mal eben die privaten oder beruflichen Mails checken will?
Die Ergebnisse verwundern nicht, geht es bei der Mobilität doch mehr um die Erreichbarkeit (privat wie beruflich) denn die aktive Nutzung unterwegs wie zuhause. Gerne greift man lieber auf das eigene WLAN zu und testet erstmal, was so alles möglich ist – und spart so seine Kreuzer. Das mobile Internet hat die Menschheit halt aus Kostengründen noch nicht so ganz erreicht.
Dass das iPhone sich im mobilen Business als gute Alternative zu Palm und Blackberry beweist, wird wohl kaum noch jemand bezweifeln, der offenen Auges durch die Städte läuft. Auch wenn eine Studie aus Sicherheitsgründen davon abrät. Übrigens wurde aus demselben Grund offensichtlich auch im US Kongress das iPhone abgelehnt. Dort hat Blackberry immernoch die ‘Regierungshoheit’…
Mobile Internet: Unterschiedliche Nutzung und das Thema Monetarisierung
31.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Mobile Business
TNS Infratest Relation Browser hat das Nutzungsverhalten der Deutschen im mobilen Internet getrackt und die ‘Mobile Internet Benchmarking Studie 2008‘ veröffentlicht. Die Early Adaptor, die die Studie als Zielgruppe hatte, ist zwischen 26 und 40 Jahren alt und nutzt hauptsächlich neben Suchmaschinen, Nachrichtenportale, die Nutzung von E-Maildiensten und das Abrufen von Wetterinformationen.
Die Hauptunterschiede im mobilen Internet zwischen Mann und Frau sind tendentiell dabei…
* Männer shoppen mehr mobil und nutzen Nachrichten aus Kultur, Politik und Wirtschaft.
* Frauen nutzen mehr Datendienste wie Musik, Spiele und Klingeltöne herunterladen.
Die Nutzung der klassischen Internetdienste wie Suchmaschinen, E-Mail-Portale oder Wetterbericht ist bei beiden Geschlechtern gleich hoch.
Der mobile Internetmarkt kommt in Bewegung und die Anbieter von Content sollten rechtzeitig planen und Monetarisierungsideen haben. Denn wie das Manager-Magazin schreibt: “Neue Multimedia-Handys à la iPhone, breitbandige Funkstrecken, günstige Daten-Flatrates und populäre Inhalte wie Youtube verhelfen dem seit Jahren propagierten “Web in der Westentasche” nun endlich zum Durchbruch”. Bereits 2011 werden bis zu eine Milliarde Menschen das mobile Internet nutzen, prognostizieren die Experten des Beratungsunternehmens Oliver Wyman.
Spot On!
Der direkte Vergleich der Studie hinkt und sollte mehr als Trend gewertet werden: Frauen stellen erst rund ein Viertel der derzeitigen Nutzer im deutschsprachigen mobilen Internet. Unklar ist wie immer die Monetarisierung. Auch wenn Paid-Content Vermarktungsmodelle auf dieselben Akzeptanz-Probleme wie im Web stoßen, ist hier vermutlich der erste Ansatz zu sehen – für Datendienste wird hier wie dort gezahlt werden und der Markt rechnet im ‘Mobile-Markt’ hier vorerst mit dem größten Wachstum, wie Chip vor kurzem berichtete.
Die Diskussion ist zwar gewagt, aber die Frage sei gestellt: Wieso eigentlich nicht eine angemessene Jahres-Flatrate für mobile Content Nutzung anbieten? Vom Content-Anbieter aus oder vom Mobil-Provider – langsam könnten mal die Provider ruhig auch in die Pflicht genommen und kreativ im Sinne der Monetarisierung werden.
Generell gilt doch: Je einfacher die Abrechnung, umso eher bezahlt man dafür. Alles eine Frage des Mehrwertes, der Personalisierung sowie der Qualität des angebotenen Contents und Services, oder nicht? Oder macht sich noch ein Premium Mitglied bei XING Gedanken über die paar monatlichen EURO, die da abgebucht werden?
Und das mit mobile Content auch über Werbevermarktung ordentlich Geld zu verdienen ist, hat Arne Wolter, Geschäftsführer Gruner & Jahr, auf den Medientagen verlauten lassen. Er spricht von siebenstelligen Umsätzen, die “keine Peanuts” sind, wie Horizont berichtet.
Mobiles Internet: Kommt Durchbruch 2009?
28.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Mobile Business
Googles Visionär Cerf sieht das mobile Internet kurz vor dem Durchbruch – die deutschen Branchenexperten hingegen nicht. Dies besagt eine Umfrage unter 184 Teilnehmern von INTERNET WORLD Business, die dem Durchbruch großteils weiterhin skeptisch gegenüberstehen.
Von den 184 Umfrageteilnehmern meinte fast die Hälfte, dass der Durchbruch wohl noch über 2009 hinaus dauern wird. Erst dann werde die breite Masse der Bevölkerung mobil im Web unterwegs sein. Die Hoffnung auf die große Veränderung ruht dabei bei 41% auf günstigeren Tarife und besseren Handys.
Dies trifft ganz die Meinung des IT-Beartungshaus Deloitte, die das mobile Internet bei einem Wettbewerbpreis von 10 EUR ansetzen. Doch “nur wenn die Dienste einen wirklichen Mehrwert bieten und zu akzeptablen Preisen angeboten werden, wird sich Mobie Internet im Massenmarkt etablieren.” zitiert Golem, Klaus Böhm, Director Media bei Deloitte.
11% der Befragten sind überhaupt nicht überzeugt vom mobilen Internet, wie die Umfrage zeigt. Auch wenn es für Experten unfassbar scheint, halten diese Menschen das Thema auch zukünftig für eine absolute Totgeburt.

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Da kommen doch die Nachrichten von Fonic mit günstigen Raten oder die Anstrengungen der E-Plus für ein gemeinsames mobiles Internet zur rechten Zeit, um den Zauderern die Luft aus den Segeln zu nehmen. Die Chancen auf einen baldigen Durchbruch werden zumindest von einigen stark unterstützt…
Vinton Cerf Update: Future of the Internet
28.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Mobile Business, Visionen
Vor rund 4 Monaten wurde auf zwei Interviews mit Vinton G. Cerf hingewiesen, in denen sich der ‘Vater des Internets’ über die Zukunft des Internets äußerte und hilfreiche Tipps für Unternehmen formulierte. Cerf, der die grundlegende Architektur des Internets mit Robert E. Kahn entwickelte, hat sich inzwischen in zwei neuen Video-Clips wieder über die zukünftige Entwicklung des WWW geäußert.
Der erste Clip stellt die Internationalisierung des Internets in den Vordergrund, wobei die technischen Grundlagen des Internets erläutert und seine Möglichkeiten für die Kooperation der Menschheit untereinander angesprochen werden.
Der zweite Clip befasst sich speziell mit der mobilen Zukunft des Internets, welche natürlich am Beispiel des T-Mobile Android Handys visualisiert wird – ein Muss für den Chief Visioinär von Google. Dabei hebt er die Chancen für Entwickler, User und die Gemeinschaft hervor und zeigt faszinierende Nutzungsoptionen und Trends auf.
Dass Cerf die mobilen Geräte für eine der ‘bedeutenden Komponenten’ für die Zukunft des Internets hält, kommt klar zum Ausdruck. Die Big Brother Version, die er dabei malt, erscheint manchmal eher erschreckend, wenn man sich überlegt, dass man punktgenau weltweit auszumachen sein wird – denn über RFID kann das Gerät nach Aktivierung unterschiedliche Gegenstände identifizieren, andere Gerät in der Umgebung erkennen und mit diesen kommunizieren.
“Betritt man beispielsweise ein Hotelzimmer, so wird das Mobilgerät zeitgleich die exakte Information zu dem Standort und der Zimmernummer erhalten. Wenn Sie den Laptop einschalten, wird er diese Information ebenfalls empfangen – entweder durch Ihr Mobilgerät oder durch das Zimmer selbst”, erläutert Cerf.
Spot On!
Irgendwie erinnern die Diskussionen an sich selbst überprüfende Kühlschränke vor rund 15 Jahren, die uns dann informieren, ob die Limo leer ist oder Butter eingekauft werden muss. Als Microsoft von solchen Visionen sprach, war man skeptisch ob der realistischen Chance einer Umsetzung. Bei der rasanten Entwicklung des Wettlaufs von Google mit Microsoft könnten solche Visionen bald der Realität entsprechen. Dennoch stellt sich einem die Frage… Sollten sich die Visionäre nicht mehr darauf versteifen, welche Dienste sinnvoll sind für die Zukunft der Gesundheit der Menschen, der weltweiten Finanzlage oder aber auch des besseren Schutzes des Individuums vor diversen Internetanbietern?
Deloitte Studie: Mobiles Internet setzt sich durch
16.10.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie: Mobile Business
Das Beratungshaus Deloitte belegt mit der Studie “Mobiles Internet”, dass die mobile Nutzung des Internets in Deutschland auch im Massenmarkt kurz bevorsteht. Bis 2012 werden vermutlich 20 Millionen User mit dem Handy im Netz sein, derzeit sind es rund 10 Millionen Deutsche.
Auch für Unternehmen gibt es positive Nachrichten bei richtigem Einsatz. “Nur wenn die Dienste einen wirklichen Mehrwert bieten und zu akteptablen, transparenten Preisen angeboten werden, wird sich Mobile Internet im Massenmarkt etablieren”, so die Einschätzung von Klaus Böhm, Director im Bereich Media bei Deloitte.
Spot On!
Die Werbewirtschaft wird es freuen – entstehen doch lukrative Märkte. Es wurde auch Zeit, dass sich das mobile Internet irgendwann einmal auszahlt…


