OMD und dmex werben um Aussteller

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Im Wettbewerb mit der neuen digitalen Online-Messe dmex, hat die OMD in ihrem Newsletter das Gerangel um Aussteller aktiv eröffnet. In der neusten Ausgabe werden Ergebnisse der Besucherbefragung bekanntgegeben, die natürlich überzeugend und imposant klingen. Oder besser, klingen sollen…

Im Mittelspunkt der Argumentation: der begeisterte OMD Besucher.

„93,2% der Befragten geben an, direkten und indirekten Einfluss auf den Kauf von Medialeistungen zu haben.“

… und …

„Drei Viertel der Besucher haben sich bereits jetzt für einen erneuten Besuch entschieden.“

… sowie …

„Vor diesem Hintergrund wird die Spaltung der Messe von den Besuchern äußerst kritisch gesehen: Viele Besucher befürchten vor allem negative Auswirkungen auf die Internationalisierung. Für richtig hält die Spaltung keiner der Befragten.“

Liest man die Zahlen der OMD, muss man sich hier um Besucher 2009 offensichtlich keine Sorgen machen (wären gerechnete 15.000 Besucher in 2009). Wenn man die Besucher von den ’negativen Auswirkungen auf die Internationalisierung‘ sprechen hört, stellt man sich allerdings die Frage, was diese damit meinten. Oder ob das eher die Meinung der OMD-Veranstalter wiederspiegelt? Wenn im Newsletter belegende Zahlen und Angaben zur Quelle der Studie fehlen, wirkt das nicht sehr glaubwürdig.

Die dmex wirbt mit Testimonials auf ihrer Webseite dagegen. Der BVDW Vorsitzende Arndt Groth stellt der dmex jetzt schon in Aussicht, „Europas führende Messe für digitales Marketing“ zu werden. Zudem bekennen sich mit ihm namentlich 40 weitere Freunde und Top-Player der Branche ebenfalls schon ausdrücklich zur dmex. Da stellt sich für Besucher wie Aussteller schnell die Frage: Was macht man zwei Tage auf der OMD, wenn zahlreiche Größen der Branche zur dmex abwandern? Die hohen Zahlen des OMD-Newsletters bezüglich der bereits sicheren Besucher für 2009 darf man da schon in Frage stellen…

Das Zünglein an der Waage zur Entscheidung des großen Siegers in diesem Konkurrenzkampf sind sicherlich die ‚kleinen‘ Aussteller, die sich noch im Zwiespalt zwischen ‚Tradition‘ und Neuanfang befinden. Vielleicht sind sie es aber auch, die die beiden Messen abstrafen, indem sie im nächsten Jahr einfach mal als Besucher denn als Aussteller vor Ort sind: bei beiden Messen. Eine solche Putt-Situation wäre sicherlich für die beiden Veranstalter nicht erstrebenswert.

Nur in einem Punkt herrscht Einigkeit unter den Konkurrenten: Wenn man den OMD Newsletter und das Interview mit dem dmex-Gründer Frank Schneider vergleicht, stimmen beiden Messen darin überein, dass die Orientierung für die Entscheider eindeutig vereinfachen muss, wenn zufriedene Besucher von den Messen gehen sollen.

Spot On!
Wenn die Party der OMD -laut einer Umfrage– wirklich einen hohen Stellenwert hat, kann man das Gerangel um die Aussteller auch in Form einer Marktforschung beenden und sich schnell auf einen Ort einigen: Alt oder Kölsch – das ist die Frage?! Den Ausstellern, die den Unterschied nicht kennen, kann hier die Entscheidungsfindung erleichtert werden. Oder brauchen wir wirklich zwei Digitalmessen in Deutschland?

Umfrage: OMD 2008 – was erwarten Aussteller und Manager?

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Vor ein paar Tagen stand in einem Blog, den man besser nicht zitieren möchte: „Wer als Onliner nicht auf der OMD 2008 ist, gehört nicht zur Internet Branche“.

Wow! Welch ein Ritterschlag für eine Messe. Aber irgendwie verständlich, wenn ein Konzept funktioniert und sich im nächsten Jahr erstmalig mit einem Mitbewerber in ‚ungeliebter‘ Umgebung (Köln) konfrontiert sieht.

Wenn die Online Marketing Messe also wirklich so wichtig für die Internetbranche ist, dann muß man doch mal nachhaken bei Geschäftsführern, Managern und den zahlreichen Ausstellern…

Was erwarten Sie von der OMD 2008?

In der vergangenen Woche haben wir insgesamt über 150 ausgewählte Geschäftsführer und Abteilungsleiter von Ausstellern sowie Besucher befragt.

Das Ergebnis
Im Sinne einer Messe steht die offline-geführte Face-To-Face Kommunikation im Mittelpunkt. An die Generierung guter Businesskontakte (24%) und den erfolgreichen Austausch über und innerhalb der Branche (22%) werden die größten Erwartungen geknüpft.

Interessanterweise steht die Erwartung einer guten Party (17%) ebenfalls hoch im Kurs. Kein Wunder, ein Klassiker aller Messen… und angesichts der Diskussionen um Werberezession ein willkommenes Ablenkungsgeschenk. Da gerät der Wunsch nach zusätzlichem Umsatzpotential (14%) oder die Aussicht auf interessante Businessideen (12%) schonmal für zwei Tage ins Hintertreffen.

Obwohl das Web mit immer komplexer werdenden Möglichkeiten für Unternehmen aufwartet, scheinen unternehmerisch-strategische Themen wie neue Online-Taktiken (6%) und clevere Strategieansätze (5%) nicht wirklich die Erwartungen der Besucher und Aussteller zu treffen. Ist das Thema Internet in den Firmen also immer noch nicht ein business-kritisches Momentum?

Die Zukunft, oder der kommende Mitbewerb, werden zeigen, wo die Reise der OMD hingeht. Interessant wäre natürlich nach der OMD zu erfahren, ob die Messe den Erwartungen gerecht werden konnte.. .

Herrlich: Haftungsfrage…

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Vor einigen Wochen gab es ja das schöne Urteil über die unerlaubte Nutzung von Bildern auf der Webseite einer Jugendlichen und die damit verbundene Haftungsfrage bezüglich der Urheberrechtsverletzung. Nun leitete mir ein Kollege gerade eine wunderbare Mail aus Amerika weiter.

Während man sich in Deutschland darüber erregt, dass Eltern doch besser auf ihre Jugendlichen aufpassen müssen – schließlich haften sie für die ‚Kleinen‘-, nehmen einige Geschäftsleute im englischsprachigen Ausland die Haftungsfrage nicht so ganz genau – sind aber dennoch wenigstens unglaublich ehrlich. Oder, was halten wir von einer solchen Mail

Stellt sich nur die Frage, wer jetzt für diesen Manager haftet… – einfach herrlich!

Yammer ist in, Twitter out…

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TechCrunch50 feiert in diesem Jahr einen neuen Stern: Yammer, der clevere Twitter Mitbewerber, stellt die LinkedIn Frage: Woran arbeitest Du gerade?

Die Unternehmensthemen werden gemäß des Gesamtzusammenhanges der Webkommunikation weitergedacht. Technisch gesehen ähnelt Yammer Twitter – dennoch mit einem klaren Mehrwert für die Unternehmens- und Projektkomunikation.

Grundsätzlich wird Networking bei Yammer groß geschrieben: Kostenlos können Unternehmen ihr eigenes Company Network ins Leben rufen. Zugangsvoraussetzung ist die Emailadresse des Unternehmens, sprich: die aktive Firmenadresse der Firmen Domain.

Yammer ist vor allem aber ein Web 2.0 Business mit Zukunft: Was vielen Businessmodellen des Web 2.0 Zeitalters fehlt, kann Yammer vorweisen: ein einfaches Finanzierungsmodell und attraktiv im Preis für Unternehmen. Obwohl alle grundsätzlichen Features kostenlos sind, müssen Unternehmen für administrative Rechte der nutzbaren Firmennetzwerke einen Dollar pro Mitglied und Monat investieren. Sonst geht nichts – keine Sicherheitseinstellungen, kein Löschen von Mitgliedern aus dem Netzwerk, kein Löschen von Nachrichten, kein eigenes Branding im Netzwerk.

Warum ist Yammer besser für Unternehmen?

Struktur und Kontakte
Es gibt zusätzliche Features bei Yammer, die für die Unternehmenskommunikation sowie die Unternehmensaktivitäten von Vorteil sind. So werden u.a. detaillierte Kontaktdaten und ein Organigramm aufgezeigt.

Variable Kommunikation
Yammer bietet alle interaktiven Arten der Kommunikaiton: Instant Messaging, Email, SMS (bisher US), Mobile: Blackberry und iPhone.

Optimierte Projektkommunikation
Reaktionen auf Einträge sind auch nichtchronologisch untereinander darstellbar – oft bei Twitter vermisst. Bei Projektarbeiten und -diskussionen ein unverzichtbares Feature für das Verständnis der Kommunikationfolge.

Extrahierbare Links
Links werden unmittelbar extrahiert: Sämtliche Posts der Mitglieder werden in einem eigenen Bereich dargestellt.

Optimierte Suche
Yammer bietet seinen Mitgliedern die optimierte Suche nach Tags, Inhalten und Mitgliedern. Twitter muss da noch etwas nachsitzen trotz Summize.

Spot On!
Twitter war das Vorbild, Yammer bringt es zur Vollendung. Entscheidend ist die Umsetzung des unternehmerischen und kommunikativen Gedankens. Eine neue Chance für Firmen die Kommunikationstrommel richtig strukturiert zu schlagen.

Fussball Bundesliga Vereine: Twitter nicht auf Transferliste…

28.08.2008 von  
Kategorie: Webkommunikation

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Schlechter Bundesligastart, aber bei Twitter ganz vorne: FC Bayern ist wirklich in der Unternehmenskommunikation eine Nummer für sich, manchmal eben (derzeit nicht fussballerisch) auch die Nummer 1 und aus Sicht der Twitteraktivität berechtigt in der Champions League… Dennoch spielt Twitter in der Bundesliga noch keine Rolle auf dem „Kommunikationstransfermarkt“, wie Olaf Kohlbrück schreibt.

Der Post „Bayern führt die Bundesliga bei Twitter an“ ist ein herrlicherWachrüttler für die Fussball Bundesligisten. Oder bewahrheitet sich doch, daß Twitter für Marken nicht erfolgversprechend ist und haben die Bundesligavereine deshalb keine Kommunikation dort gestartet? Dass Bundesligisten als Marke zu sehen sind, da sind wir uns doch einig. Eine ordentliche Markenausrichtung der Vereine und der Bundesliga hat nicht zuletzt der FC Bayern Manager vor wenigen Jahren gefordert.

Und wenn man sich Hoffenheim anschaut, so ist die Namen-/Markenänderung sicherlich nicht nur auf die Assoziation mit einem Amateurvereinen zurückzuführen. Ach ja… ok, ich hab mich animieren und verführen lassen: 1899Hoffenheim ist inzwischen nicht mehr verfügbar und TSGHoffenheim ist ja inzwischen unpassend. Als alter IT-ler sympathisiere ich doch sehr stark mit Dietmar Hopp und seinen Erfolgen. Aber er soll ein guter Verhandlungspartner sein – ich bin mir sicher, dass man sich einigen wird.

PS: Borussia Dortmund tut mir leid. BVB ist weg, an einen ‚full-time rockstar‘. Naja, singen und Stimmung machen können die Fans ja wie kaum jemand in der Bundesliga… – vielleicht kommt der Twitter Account ‚BVB‘ ja auf die Transferliste als Fan-Animateur.

Warum Marken auf Twitter nicht erfolgreich sind

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Nachdem ich Twitter und Statusmeldungen in Social und Business Netzwerken auf den Prüfstand der Nützlichkeit für das Business gestellt habe, bin ich auf einen ergänzenden Post von Jeremiah Owyang gestossen – dem Webstrategie Blogger des amerikanischen Business.

Der Post führt die Diskussion in meinem Sinne weiter und basiert auf einer Aussage von Rodney Rumford, der sich 33 Firmen Twitterprofile von Topmarken angesehen hat, die mit Twitter definitiv ein Problem haben.

Wer also mit dem Gedanken liebäugelt, Twitter für seine Unternehmenskommunikation einzusetzen (oder es bereits tut), der sollte sich nochmals rückversichern, dass die nachfolgenden Punkte im Gesamtzusammenhang der Webstrategie einen Tenor ergeben. Wer es nur nach dem Motto macht: „Naja, es sind halt viele Firmen auf Twitter, versuchen wir es halt auch“, der sollte es besser lassen.

Der Post trägt den Titel „Why brands are unsuccesful in Twitter“ und ich habe mir erlaubt die Zusammenfassung von Jeremiah (teileweise sinngemäß) zu übersetzen…

Brands sind zu langsam
Wer hätte gedacht, dass Twitter ein Phänomen wird – vor allem in den Social Media Kreisen und Medien? Die meisten Brands sind zu spät dazu gekommen, ihre Namen zu besetzen, einige schlaue Personen hatten eine Eingebung, sich den Namen schon vorher zu sichern (entweder unaufrichtig oder aus Brand Leidenschaft). Marken wie @disney, @marlboro sind bereits reserviert von Personen.

Firmen Domain: „Out For Lunch“
Wie Rodney erwähnt, haben einige Marken ihre Domains registriert, aber entschieden nicht teilzunehmen, sie haben es nur leise reserviert, unsicher darüber, wie man dieses schlüpfrige Konversationsmittel handhabt.

Nicht persönlich genug
Wenn ein Firma glücklicherweise sein Brand parken konnte, dann sind sie jetzt fertig für die nächste Herausforderung: Relevante Inhalte zu produzieren, die Resonanz in der Zielgruppe erzielt. Worüber sollen sie tweeten? Offenbar ist es ein ‚Ankurbler‘ fürs Business, so Ankündigungen, zurück-echonde Blog Posts und Antworten auf direkte (aber sichere) Fragen erzielen die besten Erfolge. In vielen Fällen gibt es keine Person, die hinter dem Account steckt (gelistet oder als Bild) und niemand weiß, ob man sich mit einer internen Person oder dem CMO unterhält.

Zu persönlich für dich
Haben Marken nun eine weitere Herausforderung? Nehmen sie sich den Moment des täglichen Lebens wie es viele Twitter Nutzer machen: “Die Markenrichtlinien updaten um die Twitter Regeln des Dialogs einzubinden”, oder “am Marcom Meeting teilnehmen über die nächste Woche anstehende große Akquisition”? Brands laufen Gefahr entweder ihre Brands für die ‚Follower‘ zu verfremden oder einfach nur auszusehen wie eine Fälschung.

Billige Rollen laufen sich tot
Manche Firmen gehen mit ihren Brands zu weit. Sie spielen ihre Markenpersönlichkeit mit Pro-branded Inhalten aus, sodass sie sich nach einer Weile wie ein Dreirad anhören, welches im Soap-Stil Botschaften läuft „willst Du Dich besser fühlen @jowyang, kauf unsere Produkte zur Abhilfe“.

Big brother is watching
Einige Brands haben angefangen, anderen Mitgliedern ‚zu folgen‘, hoffend auf die Quote derer, die ihnen zurückfolgen. Obwohl sie die normalen Bestimmungen in Twitterville abgesegnet haben, drehen viele User durch, wenn ihnen ein Brand folgt.

Hybride persönliche- und Firmen-Marken werden nicht halten
Im beiden Fällen von Oracle und Dell (und anderer, da bin ich sicher), viele ihrer Mitarbeiter spreizen sich in ein persönliche Nutzung genauso wie sie ihre Marke repräsentieren (weniger gut eigentlich). Sie wählen Namen wie @oraclejulio oder @RichardatDELL und bringen die Konversation wirklich in Gang, indem sie beides sind, sie selbst und die Promotion der
Attribute ihrer Firma. Unglücklicherweise im Falle von @OracleJulio’s Situation hat er sich grüneren Weiden angeschlossen und musste seinen Namen dann irgendwie ändern, er ist nun @socialjulio.

ROI ist ungewiss
Was ist der ROI von Twitter? Eine sehr schwer zu beantwortende Frage, die Frage findest du nur, wenn du sie auch messen kannst: “Was ist der ROI einer Konversation im wahren Leben”. Da viele Marken ein Ziel verfolgen, (Rückgewinnung von Profit für Shareholder und Eigentümer), wird es schwer für viele Unternehmen sicherzustellen, dass dies eine hoch priorisierte Aufgabe ist.

Niemand kümmert sich
Bei manchen Marken, unabhängig wie sie Twitter und ihre Profile nutzen, oder worüber sie reden, kümmert sich niemand drum. Entweder ihr Produkt is unbekannt, oder nicht relevant, oder die Marke ist ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen zu überprüfen, ob ihre Märkte überhaupt in Twitter vertreten sind. Als Ergebnis gehen tweets ungehört in den Wald, wobei es auch niemand kümmert.

Als gutes Beispiel fügt Jeremiah Owyang ComCastCares an, eine Firma, die für ihre Presseaufmerksamkeit durch ihre Response auf wütende Twitter Community Mitglieder bekommen hat. Die Frage allerdings ist miener Meinung nach, ob dies nicht nur eine gelungener, taktischer Rückschlag von kurzer Dauer war.

Spot On!
Die Herausforderung schlechthin ist die langfristige Sicherstellung der unternehmensweiten bzw. produktstrategischen Unternehmenskommunikation via Twitter. Die Notwendigkeit einer verantwortlichen Twitter-Managers is definitiv gegeben, will man nicht in die Twitterfalle gehen. Aber wer wird das intern übernehmen? Und was bisher keiner weiß: Sind bei Twitter branchenweit essentielle Kontakte registriert, oder aus meiner Firma oder generell aus der Branche? Eine Firma kann nicht überall vertreten sein, alles über sich verfolgen und manchmal ist Twitter auch einfach nicht unbedingt ein gutes Investment im Vegrleich zu Social- und Business Netzwerken – das gewisse Business Add-On fehlt.

Muss man als Firma also bei Twitter sein? Ihre Meinung und ihre Erfahrung ist gefragt…

Schnell-Check für Online-Shops – günstiges Shopsiegel mit Mehrwert

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Die GFK stellte erst kürzlich mit einer Studie die Wertigkeit von Gütesiegel für Online-Shops in den Vordergrund. Ein solches Shopsiegel bietet das Shop-Zertifizierungsinstitut SECUREDSHOP jetzt mit einem preiswerten Schnell-Check für Online-Shops an (95,- EUR zzgl. USt. je Check, per E-Mail bestellbar).

Es werden dabei -laut SECUREDSHOP– alle wichtigen juristischen, sicherheitsrelevanten und kundenorientierten Merkmale eines Online-Shops überprüft. Vor allem werden aber die Pflichtangaben im Impressum überprüft sowie sonstige weit verbreitete Abmahnungsrisiken. Sogar Themen wie Security und Usability werden mit in die Überprüfung einbezogen.

Shop-Betreiber Markus Schmitz von Inkpool hält viel von der Idee und kann bestätigen, dass die Kunden Wert auf die Zertifizierung eines Online-Shops als vertrauensbildende Massnahme legen. Zudem bekommt man gute Hilfestellungen und über sieht diverse businessrelevante Faktoren von Online-Shops nicht, meint Schmitz.

Fazit: Der Shop-Betreiber erhält so innerhalb kürzester Zeit einen Überblick und wertvolle Tipps und Optimierungshinweise von Shop-Spezialisten.

Studie: Nutzung von Video-Podcasts

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Video-Podcast werden für Businesszwecke immer häufiger eingesetzt. Endlich gibt es jetzt hierzu eine Nutzungsstudie von SevenOne Intermedia, Multimedia-Unternehmen der ProSiebenSat.1 Group, und Liquid Air Lab. Sie bringt Informationen über die Nutzer von Video-Podcasts und zeigt deren Motivation und Themeninteressen auf.

Was ist der vorwiegende Nutzungsgrund?
TV-Beiträge anzusehen, die man verpasst hat. 71% der Befragten nennen die sogenannte Catch-Up-Funktion an erster Stelle.

Wer nutzt Video-Podcasts?
Laut der Studie nutzen vor allem junge und höher gebildete User Video-Podcasts. Rund drei Viertel der Nutzer sind jünger als 29 Jahre. Die überwiegende Mehrheit (45%) hat Abitur oder Fachhochschulreife, über einen Hochschul- bzw. Universitätsabschluss verfügen 29%.

Wo werden Podcasts genutzt?
Podcasts werden sowohl zu Hause (84%) als auch unterwegs genutzt. Bereits für 57% der Befragten ist Podcasting ein „Unterwegs-Medium“. Mehr als 70% der Befragten rufen ihre Podcast-Abonnements mindestens einmal täglich ab.

Welche Themen sind beliebt?
Bei der Auswahl eines Video-Podcasts stehen vor allem das Thema des Beitrags (95%) und der Unterhaltungswert (86%) im Mittelspunkt. Die Länge der Filme ist für die User eher irrelevant (33%). Frauen nutzen vermehrt Podcasts aus den Bereichen Film und TV, Boulevard & Lifestyle, Musik, Gesellschaft und Kultur. Die Interessensschwerpunkte der Männer sind Comedy, Technologie, Sport, Freizeit, Spiele, Hobby und Wirtschaft.

Wie häufig werden Podcasts genutzt?
Die heruntergeladenen Podcasts werden in weniger als einer Woche angesehen, zumeist am selben Tag (56%), und oft sogar sofort nach dem Download (14%). Rund drei Viertel (73%) der Befragten sehen fast alle Podcasts an, die sie heruntergeladen haben. Die meisten Befragten (63%) abonnieren ihre Podcasts – die Möglichkeit, sie auch einzeln downzuloaden, wird nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen. Durchschnittlich werden 17 Podcasts abonniert.

Wird Werbung akzeptiert?
JA! Die überwiegende Mehrheit (93%) zieht ein kostenfreies und somit werbefinanziertes Angebot eindeutig einem Gebühren finanzierten Model vor. Dieses wäre lediglich für 7% eine Alternative.

Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von 2.680 Personen, die im Mai das Video-Podcast-Angebot der Senderfamilie genutzt haben.

Spot On!
Immer wieder wurde man in den letzten Monaten gefragt, ob Webcasts in Deutschland beliebt sind. Jetzt haben wir den Beweis, dass die Anstrengungen nicht umsonst sind, allerdings nicht für alle Branchen wie man sieht. Interressant ist, dass Werbung akzeptiert wird. Sieht man die Ergebnisse wundert man sich eigentlich, dass Podcasts dann doch nicht so häufig von Firmen im Webmarketing in Deutschland eingesetzt werden.

Yahoo Studie: Video-Streams sind gut für die Werbewirkung

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Die Wirkung von Online-Werbung ist ein viel diskutiertes Thema. Inzwischen beherrscht das Thema des Video-Streams die Gemüter. Es tauchen immer mehr Studien dazu auf, wie und was an Streaming Media erfolgreich ist. Letzte Woche verkündete die GFK Erkenntnisse zu Viral Marketing, diese Woche vermeldet nun eine Yahoo-Studie, wie die verschiedenen Online-Werbeformen eines Versandhandels und eines Online-Reiseunternehmens aufgenommen wurden.

Mit der Studie „Rich Media – flash-basierte Werbeformate“, an der 240 Testpersonen teilnahmen, erhält man tiefergehende Informationen, welchen Effekt verschiedene Rich-Media- und klassische Formate auf die User sie haben. Das Ergebnis verwundert nicht: Video-Streams führen selbstverständlich bei der erfolgreichen Onlinewerbung, da sie die User emotional ansprechen und so die höchste Aufmerksamkeit erzielen.

Die Kombination aus Audio und Video binden bis zu 100% Aufmerksamkeit bei den Usern – klassische Rectangles erzielen gerade mal 60%. Während ein User einem Rectangel durchschnittlich 2 Sekunden seiner Aufmerksamkeit schenkt, sind es beim Video-Banner durchschnittlich 12 Sekunden. Gerade mal 13% der Befragten erinnern sich an die Rectangle-Werbung, wobei es bei Video Rectangle und Video Streams bedeutend mehr sind: zwischen 40-44%.

Die emotionale Wirkung ist zudem, wie wir aus der GFK Studie schon wissen, in ihrer Wirkung positiver für die Marke.

Was sind also die positiven Effekt von Streaming Video für die Werbekunden…
– Man hat mehr Zeit für die Marketingbotschaft.
– Die Werbung haftet besser im Gedächtnis der User. Die Faszination und der Erfolg von TV Werbung überträgt sich allmählich in die Online-Werbung.
– Die emotionale Wirkung des Videos wirkt sich auch auf die positive Beurteilung der Marke aus.

„In den letzten Monaten haben wir bei Yahoo eine kontinuierlich steigende Nachfrage an Bewegtbildern quer durch alle Produkte feststellen können“, sagt Heiko Genzlinger, Commercial Director von Yahoo Deutschland. „Allein in Deutschland wurden mehr als 14 Millionen Videos gestreamt.“ Die Nachfrage steigt auch bei den Unternehmen, die ihre Werbebotschaften in einem attraktiven Umfeld platzieren und jüngere Zielgruppen erreichen wollen.

Die Studie gibt kostenlos unter rich-media-studie@yahoo.inc.com.

E-Kommunikation und E-Mail-Knigge

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E-Kommunikation ist ein schwieriges Feld. Wer seine kommunikativen Fähigkeiten auf den Prüfstand stellen oder aus beruflichen Gründen diese auf Vordermann bringen will, der besucht von Zeit zu Zeit Fortbildungen. Dabei gibt es gute und weniger gute Coaches – vor kurzem habe ich einen der guten erlebt. ‚Den‘ Trainer des Deutschen Instituts für Rhetorik: Patric P. Kutscher.

Um nicht im Businessalltag schnell wieder die gewohnten Fähigkeiten aus der Schublade zu ziehen und auch weiterhin das ‚hart‘ Erlernte zu gebrauchen, habe ich den Email Newsletter des Instituts zu meiner monatlichen Pflichtlektüre gemacht. Nicht, weil ich mir das alles komplett neu wäre sondern gerade deswegen. Oder in Goethes Worten… „Man denkt an das, was man verließ. Was man gewohnt war, bleibt das Paradies.“

In diesem Monat befasste sich der Newsletter mit dem Thema ‚Entwickeln Sie einen E-Mail -Knigge‘. Da auch mir in letzter Zeit zunehmend die Verrohung der elektronischen Kommunikation sowie die Missachtung diverser Höflichkeitsregeln auffällt, schadet es nicht, an dieser Stelle darauf mal hinzuweisen und die wichtigsten Punkte des Newsletters des Instituts für Rhetorik herauszunehmen.

Externe Mail-Kommunikation

Brief und Mail – Rückbesinnung
Gehören Sie noch zur Generation, die Briefe per Hand schrieb? Falls ja, dann wissen Sie ja noch, wie sie sorgfältig auf folgende Sachen geachtet haben: schönes, sauberes Papier, ordentliche Schrift, keine Fehler oder Tipp-Ex Baustellen, etc. Dank der heutigen Technik sind das alles Faktoren, auf die wir bei Emails nicht mehr achten müssen, oder? Falsch: Gerade weil die Äußerlichkeiten der klassischen Briefform wegfallen, zählt das geschriebene Wort noch viel stärker. Dementsprechend sollte hier noch gewissenhafter vor dem Versand nach Fehlern ‚gescannt‘ werden als beim alten Briefverkehr.

Früher wurden Geschäftsbriefe von Fachpersonal, ausgebildeten Sekretärinnen, geschrieben, verfasst und zum Gegenlesen nochmal (!) dem eigentlichen Verfasser vorgelegt. Dieser hat es dann in Ruhe Korrektur gelesen und holprige, flapsige oder missverständliche Formulierungen ändern können. Heute stehen in den meisten Unternehmen diese Fachkräfte leider nicht mehr zur Verfügung. Es wird erwartet, das der Verfasser eines Schreibens das alles selbst perfekt erledigt. Die Korrekturlesung sollte deshalb in Ruhe und voller Konzentriertheit erfolgen. Es gibt keinen doppelten Boden…

Eine Email schreiben oder nicht?
Vor dem Schreiben eines Briefes hat man sich vor dem digitalen Zeitalter sehr wohl überlegt, ob man nicht selbst beim Adressaten erscheint: Einladungen zu offiziellen Terminen, Glückwünsche oder eindeutig private Angelegenheiten verboten es geradezu, postalisch den Adressaten anzusprechen. Und wie machen man es heute? Überlegen Sie mal, ob nicht ein kurzes Gespräch viel schneller zum gewünschten Ergebnis (und noch viel mehr!) führt.

In der heutigen digitalen Businesswelt erscheint es oft eine Sache der Undenkbarkeit. Beispiel gefällig? Xing informiert einen über Geburtstage, also schnell eine Mail an den Glücklichen geschickt: kurz, knapp, prägnant. Man hat dran gedacht, den Geburtstag nicht zu vergessen, perfekt. Oder…? Ist das wirklich noch produktives Networking? Wäre es nicht besser, den Hörer in die Hand zu nehmen oder sich auf einen Kaffee zu treffen, sprich: sich kurz mündlich auszutauschen? Vielleicht ergibt sich ja ein neues Geschäft oder eine neue Businessidee?

Man sollte eines nie vergessen und das ist nichts, was wir nicht alle wissen:
Das gesprochene Wort bekommt eine emotionale Antwort, das geschreibene Wort eine rationale.

Die Anrede
Auch wenn wir auf eine Amerikanisierung der heutigen elektronischen Kommunikation hinsteuern, so sollten dennoch ein paar Regeln schon beim Anschreiben beachtet werden.

Kennt man den Kunden nicht (bisher gab es kein Telefonat bzw. keine Kommunikation), verbietet sich das burschikos-jugendliche ‚Hallo‘ als Aufmacher. Auch wenn es manchmal etwas altbacken wirkt, ein ’sehr geehrte/r Frau/Herr‘ wirkt erfahrener, kompetenter und seriöser. Oder würden Sie es bei einem offiziellen Schreiben nicht auch erwarten?

Agenturen und Berater erliegen oft amerikanisch-hippigen Kommunikationstrends. Man sollte dort mit dem ‚Du‘ bei der Kundenansprache vorsichtig sein. Wären wir in Amerika, ist das möglich – wir sind aber in Deutschland und die Sprache macht es uns manchmal eben schwieriger. Und auch wenn sich in Unternehmen unter Kollegen ‚ge-Du-zt‘ wird, heißt das noch lange nicht, das der Kunde das ‚Du‘ in einer Email akzeptiert und annimmt. Im Gegenteil…

Die Form
Wer eine Mail schreibt, zeigt dem Empfänger (heute wie früher), dass man sich Zeit genommen hat – oder eben nicht. Leider erkennt man oft an der Form einer Email bereits, dass die Email zwischen Tür und Angel bzw. vor dem Einstieg ins Flugzeug auf dem Blackberrry geschrieben wurde…
Alles ist klein geschrieben. Es gibt Menschen, die machen das standardmäßig. So wie man dann standardmäßig beim Lesen auf Standby schaltet – und der Email bzw. dem Versender wenig Beachtung schenkt.
Die Anrede ist falsch geschrieben. Stellen sie sich vor, sie heißen Nussknacker und jemand vergißt das zweite ’n‘. Wären Sie da begeistert? Und Herr Meyer schreibt sich eben nicht ‚großes M und kleine eier‘.
Am Ende fehlt der Gruß oder es kommt nur ein ‚cu‘ oder ‚mfg‘. Noch besser: es fehlt sogar der Name des Schreibenden. Beim Brief hätte man das nie vergessen. Manche meinen aber heute, dass die Emailkennung schon ausreicht und man nicht mal mehr den Namen erwähnen muss am Ende einer Mail.

Der Respekt vor anderen wird schließlich auch bei der Kleidung in der Form ausgedrückt. Oder gehen Sie in Sandalen und Shorts zu einem offiziellen Neukundenmeeting?

Interne Mail-Kommunikation

Alle Tipps des Institus für Rhetorik für die interne Mail-Kommunikation gebe ich hier unkommentiert (aber leicht gekürzt) weiter. Das Institut schlägt vor, in einem „Mail-Meeting“ einen E-Mail-Knigge zu erstellen. Folgende Punkte sollten Sie in diesem Meeting besprechen…

Mehr miteinander reden – weniger mailen!
Es ist ein unding, wenn Menschen, die im Büro nebeneinander sitzen oder ‚fußnah‘ zusammenarbeiten, sich permanent Mails zusenden. Sie begeben sich der Chance, über ihre Sprache und Stimme Gefühle und auch Informationen zu vermitteln. Hier droht der Weg in die E-Mail-Unkultur.

Erst denken – dann schreiben – dann noch mal denken – dann versenden
Wie oft wird im Büro eine E-Mail versendet, ohne die Folgen zu bedenken. Man hat schlampig formuliert – und merkt es erst, wenn der Text verschickt ist: „Das habe ich eigentlich ganz anders gemeint…“ Jetzt lässt sich der Inhalt nicht mehr zurücknehmen; was folgt, ist ein Mail-Krieg, der durch ein Missverständnis ins elektronische Leben gerufen worden ist.

Auch intern auf den Ansprechpartner Rücksicht nehmen
Den einen nerven die Smileys, mit deren Inhalt – oft allerdings missverständlich – kommentiert werden. Der andere möchte nur in dem Fall eine E-Mail, wenn die mündliche Kommunkation nicht möglich ist. Form und Inhalt der Mail sollten auf den Empfänger abgestimmt werden.

Der Ton macht die Musik
„Warum haben Sie immernoch nicht meine Mail beantwortet?“ Welche Gefühle werden in Ihrem Mailpartner geweckt? Wut, Unverständniss, gar Aggressivität? Ihr Bedauern, er habe sie falsch verstanden, nutzt nichts. Investieren Sie etwas Gedankenschmalz in höfliche und unmissverständliche Formulierungen – gerade bei der internen Kommunikation: „Schade, dass Sie bisher keine Zeit hatten, auf meine Farge zu reagieren. Oder gibt es noch Unklarheiten? Ich schlage vor, adss wir uns…“ Zu dieser Regel sollten sich im Mail-Meeting alle bekennen.

Vermeiden Sie cc-(Absicherungs)Wahn
Ärgerlich sind jene Mails, bei denen alle möglichen Leute ins cc gesetzt werden. Eine unerquickliche Maildiskussion belastet dann die Leitungen – und die Leistungen.

Spot On!
Eigentlich sollte der Post kurz werden, aber je länger man drüber nachdenkt, umso mehr elektronische Fauxpas fallen einem ein. Ich bin mir sicher, noch nicht em Ende zu sein. Aber den Part des Weiterschreibens überlasse ich den Lesern des Blogs…

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