Productivity! – Hardly working, or working hard?

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The main fear of C-level management is loss of control when it comes to the new media. The truth is the younger generation expects to have access to social media at the workplace and they use it, too.

Management wishes you are working hard, but you are hardly working? Management finds Facebook and their different derivats of social media are critical for productivity, and you are just eager after latest information and trends while you find the information needed through the latest technology better than years ago because people are less ego-centric? Management sees your distraction at work coming from Twitter but you were one of the people that helped the marketing, PR and sales department spread the message. Maybe they better watch out, that some of your colleagues are not playing PacMan in 2010 during working hours anymore?

See what affects productivity at the working desk…

Source: Good Men Project

So, my question would be: Is loss in productivity really coming from social media and social networking? Or what is your explanation…?

Banken & Social Media – die aktive und passive Content-Theorie

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Kürzlich kam eine ‚10-Kontra-Punkte‚-Liste heraus, warum Banken und Social Media keine Freunde werden und ein interessanter Lagebericht über Banken und Web 2.0 von Sebastian Scherbeck. Wie unterschiedlich Kreditinstitute generell mit dem Thema Social Media umgehen, sei an dieser Stelle an zwei aktuellen kurzen Firmenbeispielen illustriert: Credit Suisse & First Direct (gehört zu HSBC).

Offensichtlich gibt es Unterschiede in den Communication Policies, ob man als Finanzinstitut über Blogs im Web kommuniziert oder eine Community gründet. Nennen wir die beiden Kommunikationsstrategien gemäß der Web 2.0 Terminologie (meine Definitionen) Passive Content Motivator (First Credit) gegenüber -in diesem Fall non- Active Content Placer (Credit Suisse).

First Credit
Animiert zu diesem Beitrag hat Brandrepublic, die gestern einen guten Post zum Thema ‚Banking buddies? The limits of how far brands can tap into social networking‘ brachten. Der Artikel beleuchtet die neue Social Community der First Direct für UK-Kunden mit Namen ‚Little Black Book‚, die im ‚klassischen‘ Corporate-Community-Stil daherkommt. So sollen sich Kunden untereinander Empfehlungen geben und über Tagesausflüge sowie Restaurants austauschen (Suche erfolgt wie Postleitzahl). Ein ‚Schlag‘ gegen die Finanzkrise? Fragwürdig… Der Artikel stellt in Frage, ob es mehr Gründe als die blanke Mitgliedschaft gibt, die Bankkunden vereinen? Eine weitere berechtigte Frage…

Auch wenn die Community grundsätzlich ‚cool‘ und ‚stylish‘ wirkt – muss eine Bank diese Eigenschaften überhaupt vorweisen. Die ausgelöste Kritik hinsichtlich dieser Bewegung erscheint dementsprechend logisch. Hätte man nicht eher erforschen sollen, ob die Kunden sich nicht schon woanders ‚gruppieren‘. Kurze Recherche von zwei Minuten ergibt: Facebook wäre hier ein Ansatz gewesen, denn dort finden sich schon zwei Gruppen, die mit über 300 Mitgliedern aufwarten. Ja, wäre eine Option gewesen…

Aber Gavin Reeder, Head of Planning bei BLM Quantum, sieht generell mit solchen Community-Aktivitäten einer Bank das Brand in Gefahr.

„If a brand is worried about negative customer reactions of any sort, they probably shouldn’t get involved in social media at all. It could give rise to a lot of negativity, as if it looks contrived people will jump on that. There are always more people willing to say negative things than positive.“

Die First Credit stellt sich mit ihrer Webkommunikation -meiner Definition nach- als Passive Content Motivatrr dar – die Company motiviert mit der Plattform, kommuniziert nicht und lässt die Community sich selbst Inhalte und Mehrwerte gestalten.

Dem stellen wir das ‚vorsichtige Vorgehen‘ einer internationalen Bank mit schweizer Wurzeln entgegen, der…

Credit Suisse
Vor einigen Wochen habe ich zweimal versucht, ein Interview mit einem Webexperten der Credit Suisse zu organisieren. Vor dem extremen Ausbruch der Finanzkrise schrieb ich Mails über meine Netzwerke und versuchte zwei Personen zu einem One-On-One Interview zum Thema Webstrategie und Banken zu bewegen.

Vorgestern bekam ich nun ein Feedback per Mail mit der Aussage…

„Aufgrund der aktuellen Ereignisse an den Finanzmärkten und deren Inpact auf unser Daily Business muss ich leider absagen. Zudem laufen sie Gefahr, dass im Banking Bereich die Corporate Governance eine Partizipation an einem Blog nicht gestattet (häufig ausdrücklich in Communication-Policies explizit verankert).“

Auf Nachfrage, ob dies bei allen Banken so sei, bekam ich ein „Das wird wohl die Mehrheit der Branche betreffen“. Corporate Governance und Communication-Policys sind allerdings wohl doch unterschiedlich, wie der Beitrag zeigt. Das Interview hätte das Thema Finanzkrise nicht berührt, sondern lediglich das strategische Vorgehen und die Herausforderungen eines Webstrategen aus dem Finanzwesen in den Vordergrund gestellt. Die Interview Partner wären Active Content Placer für das Brand Credit Suisse gewesen – eine externe Plattform motiviert, die Firma gibt aktiven Input und profitiert von der Außendarstellung des Brands in einer branchenfremden Welt.

Spot On!
Von Transparenz kann derzeit in der Welt der Kreditinstitute nicht die Rede sein – auch wenn sich jetzt mal eine Bank jetzt web 2.0-orientiert zeigt. Trotz der zunehmenden Unsicherheit der Kunden in der Finanzkrise scheuen sich die Unternehmen auf mehr Offenheit und für mehr Kundennähe zur Steigerung der Investitionsbereitschaft zu setzen. Vielleicht ist es aber auch die Nähe zur Börse und damit verbundener Kommunikationsauflagen, die den Kreditinstituten ‚Fesseln anlegt‘. Klar muss man vorbereitet sein, wenn die Effekte von Social Media einsetzen, aber sich als Bank vor der aktuellen Entwicklung im Web verstecken, muss man sich nun auch nicht. Schließlich kann ein Brand sich auch einem Imagewechsel unterziehen, was -zugegeben- ein Challenge darstellt und ein wenig mehr Ressourcen erfordert. Es sein denn die Community macht Front gegen die Bank

Aber wie sagte Edison doch gleich: „Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf den Erfolg wartet“. Egal, ob aktiv oder passiv… In Krisenzeiten wird das zum Zitat 2.0!

Segway – moderne Mobilität im Web 2.0

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Nach der Betrachtung der interaktiven Bemühungen von General Motors als Beispiel für die Old Economy, soll nun die Zukunft der Mobilität betrachtet werden. Wenn dabei eine Firma von sich reden macht, dann ist das Segway: Steckdose statt Tankstelle, kleiner Wendekreis gegenüber großer Parkplatznot und hoher Frischluftfaktor kontra Blechdosenluft lassen über zahlreiche Stunden Ladezeit hinwegtrösten. Segway liegt im Trend…

Aber wie sieht die Webkommunikation der Firma Segway aus? Eine Zusammenfassung …und ein Tipp, wie Kinder jetzt schon auf den Segway heiß gemacht werden können.

Segway Social
Die Community für Segway Besitzer und Interessierte bietet so ziemlich alles, was derzeit ‚hipp‘ im Mobilitätstrend ist. Ähnlich wie die Bugaboo Community für die modernen ‚Kindernwagenschubser‘ offeriert Segway auf der Plattform Touren, News, Tipps und Tricks und hat sogar einen ‚Green Calculator‘, der die umweltbewußte Lohas Gemeinde erfreuen und ‚die Welt grüner machen‘ dürfte. Ein Segway ist zu teuer?! Ist kein Problem: Lassen sie sich einfach ausrechnen, wieviel Frapuccinos sie weniger trinken müssen, um einen Segway erschwinglich zu machen.

Segway sitzt wahrlich ganz vorne im Social Media Zug und Carol Vilanti, Vice President Global Communication, weiß wovon sie spricht:

„After listening to customer feedback (…) it was clear that the Segway community (was) wanted, and needed this tool. Our goal is to foster growth and communication in an already exuberant and growing fan community. Creating a social media tool that facilitated this seemed natural. We already had a very social community – now we’re giving them a better set of tools to connect with each other, in a new Web 2.0 kind of way.“

Facebook und MySpace
Diese ‚very social community‘ kann man wahrlich überall finden: Beispiel Facebook. Von der regionalen bis zur überregionalen Gruppe organisieren sich die Fahrer und Freunde des Fortbewegungsmittels, wobei sie sich dort in bis heute 269 Gruppen (!) finden – vom Polizisten bis Polo-Profis bis hin zu ‚Segway for President‘.

MySpace steht da in nichts nach: Es gibt unzählige Einträge, bei denen vor allem der Segway Chat besonders heruassticht, der sich selbst als die ‚world’s largest community of Segway owners and enthusiasts!‘ bezeichnet. Wer alle die Einträge verfolgt, kann sich um die Old Economy nicht mehr kümmern.

The Last Mile – der Blog
Natürlich bloggt die Firma unter dem Titel The Last Mile selbst. Hier finden sich die klassischen PR-trächtigen Themen wieder wie z.B. Kultur, Umwelt und Sicherheit. Aber es gibt teilweise auch geschickt kritische Anmerkungen. Denn wenn in manchen Ländern die Strassenzulassung ein Problem ist, zeigt man halt Polizisten, die gut gelaunt auf einem Segway unterwegs sind. Ansonsten wird hier natürlich die ‚Green-Welle‘ groß geschrieben und mit zahlreichen Posts zu erneuerbaren Energien, grünen Technologien und Umwelt unterlegt.

Youtube muss Segway nicht als Firma nutzen: das machen die User selbst und setzen es ebenfalls als ‚Bekennungsfeld‘ zu Segway ein. Segway selbst tut auf der Werbeebene sein Nötigstes bei den angesagten Events TV-technisch gut platziert zu sein, um dann auf Youtube zu erscheinen: SuperBowl 2008… einfach geniale Kommunikation!


Die Idee, wie man die Kleinsten auf den Segway heiß macht…

Wenn ein fast Sechsjähriger und seine Mutter auf die Idee kommen, ein Segway-Modell auf Basis der Erinnerung aus dem letzten Urlaub (auf dem Hotel-Parkplatz war immer ein Segway unterwegs!) zu bauen und sich zur Perfektion des Ganzen viel Zeit nimmt, dann muss von dem Gefährt eine unheimliche Begeisterung ausgehen. Die Modelle auf den Bildern sind copyright-geschützte Ideen, die mein Sohn und meine Frau entwickelt haben.

Segway, das solltet Ihr umsetzen: Es hat einen genialen Ständer, eine tolle Fläche für das Brand und einen obercoolen Fahrer! Prinzipiell muss man das auf ‚Segway Social‘ oder ‚The Last Mile‘ promoten, oder nicht…?

Spot On!
Segway zeigt, wie man alle Hebel der Webkommunikation ziehen kann. Ideenreich, trendy, lustig und mit spannender, anregender Unternehmenskommunikation. Jetzt sind wir nur noch gespannt, ob Segway die Lego-Idee aufnimmt. Dabei zählt nur der Company-Claim: Simply moving!

General Motors: Online hui, Offline schreiben andere Medien schon genug…

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Alle Welt redet über die Krise bei General Motors – in Deutschland eher strikt Opel genannt, um etwaige Geldspritzen und damit verbundene Besitzansprüche aus dem Land oder dem deutschen Staat vor dem amerikanischen Konzern deutlich zu schützen. Als Internetaffiner Businessmensch macht man sich so seine Gedanken, wieso man mit einer solchen Krise bei GM aus Marketingsicht nicht unbedingt gerechnet hätte.

Ein paar Beispiele, die einen zu dieser Annahme verleiten…

2005 Launch des Tigra
Damals sicherte man sich mit den ‚Best of Swiss‘ Award, den man für eine konvergente und anspruchsvolle Kampagne bekam, die das volle Engagement von den Opelfans fordert. In zwei Phasen wurden Opelfans per Offline/Online und Mobile aufgefordert den Tigra zu ‚catchen‘. Diese erste Phase erreichte über 1’000 Fotos und mehr als 10’000 SMS. Die zweite Phase
generierte zusätzliche 15’000 SMS, 4’500 MMS und 550 bereits ausgeführten Testfahrten. Weitere 2’000 Personen haben sich für eine Testfahrt zu einem späteren Zeitpunkt beim lokalen Opel Händler angemeldet.

2007: Key-Note zu einer erfolgreichen Werbeaktion
Man erinnert sich beispielsweise auch an die tolle Sales- und Marketing Konferenz 2007 seines Arbeitgebers in San Francisco. Da trat damals als Guest Keynote Mike Jackson, Vice President Marketing und Advertising GM: North America, auf und erzählte von einer atemberaubenden Web 2.0 Marketingaktion, die dem Konzern eine Community begeisterter GM Fahrer bescherte mit noch höheren Zahlen registrierter User als bei der Tigra-Aktion. Man nahm ihm das bis heute ab – auch wenn er kurz nach dem Vortrag seinen Posten räumte. Denn schließlich hat man das Web und Social Media seither als starkes Kommunikationskonzept im Konzern groß geschrieben und blickt stolz auf dieses Jahr…

2008: Zahlreiche GM Blogs
Aus Kommunikationssicht kann man sicher sagen, dass sich General Motors alle Mühe gibt, den modernen Web 2.0 Weg zum Kunden, seinen Freunden und Fans zu finden. Nicht weniger als sieben Corporate Blogs stark ist der Kommunikationskanal des Autobauers derzeit: Vom Cadillac-Test Blog über das News- und Info Blog, ein deutsches Insignia Blog bis hin zum Produkt Blog findet sich alles, was das Social Media Herz begehrt.

Letzterer Blog wettert derzeit in einem offenen Brief gegen den harten Kommentar des Kolumnisten Thomas L. Friedman. Dem nimmt sich jetzt Steven J. Harris, GM Vice President, Global Communications an und die derzeitige Krisensituation von GM stellt er wie folgt dar:

„Mr. Friedman, what exposes us to failure now is not our product lineup, or our business plan, or our long-term strategy. What exposes us to failure now is the global financial crisis. Please know that you have an open invitation to come and visit GM. We’ll be happy to brief you and we’ll even show you the cool stuff. Please give us a call. We’re looking forward to your visit.“

Spot On!
Die Kampagnen und die Kommunikationsstrategie erscheinen modern, konvergent, ausgereift und erfolgversprechend. Dennoch bleibt die Frage: War bei der Tigra Aktion der Tigra nur als Gewinn Objekt der Begierde? Offensichtlich schafft man es nicht, den Reiz und die Begeisterung für die Produkte auf die zahlreiche potentielle Käuferschaft zu übertragen. Social Media hin, Web 2.0 her. Vielleicht hätte man sich doch mehr auf die reale Offlinewelt konzentrieren sollen – nur Online gut zu sein, reicht selbst in der heutigen verdigitalisierten Businesswelt nicht aus.

BITKOM macht IT- und Internetbranche Mut

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Wenn man sich die Nachrichten des BITKOM liest, besteht angesichts der in diversen Medien verbreiteten Krisenstimmung eigentlich kein Grund zur Panikmache in der IT- und Internetwelt.

ITK-Industrie: Auswirkung der Finanzbranche
Status 2008: Eine Studie unter 301 IT-Unternehmen vermeldet, dass 86% der Befragten keine unmittelbaren Auswirkungen der derzeit kritischen Zeiten auf das Geschäft spüren. Bisher geben nur 13%, weniger Umsatz gemacht zu haben und das erwartete Aufträge ausbleiben.
Aussicht 2009: Auch die mittelfristigen Aussichten sind nicht so schlecht: 60% gehen nicht davon aus, dass die Finanzkrise negative Auswirkungen auf ihr Geschäft in den nächsten Monaten habe. 39% hingegen rechnen mit schwächeren Umsätzen als vor der Krise angenommen.

Auch die Angst vor einer erschwerten Kreditvergabe sehen 60% nicht. „Das spricht für ein gesundes Selbstvertrauen der Unternehmen“, sagte BITKOM Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.

Internet-Industrie: Online-Werbemarkt wächst
Status 2008: Der klassische Online-Werbemarkt wächst um 44% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zwischen Januar und September wurden Netto-Umsätze mit grafischer Online-Werbung in Deutschland gebucht von 1,4 Milliarden Euro.
Aussicht 2009: „Nach einem Wachstumsschub im Jahr 2007 hat die rasante Entwicklung angehalten. Der Online-Werbemarkt wird weiter zulegen, auch weil die werbetreibende Wirtschaft ihre Marketingbudgets ins Internet umschichtet“, erläutert BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.

Spot On!
Ohne Computer, kein Internet und ohne Internet, kein Computer. Irgendwie ist es manchmal herrlich, dass sich diese Branchen gegenseitig bedingen. Wenn man dann noch Teil dieses Zyklus ist, kann man selbstbewußt in die Zukunft blicken. Der OVK prognostiziert übrigens 1,8 Milliarden Euro Online-Werbung bis Jahresende in seinem Halbjahresbericht.

Falls alle Prognosen nicht stimmen, muss man eben wie 13 Millionen Deutsche privater Internetseller werden. Hilfreiche Tipps für private Anbieter bei Auktionen bietet übrigens auch der BITKOM schonmal…

Google Docs nimmt Microsoft prominenten Kunden – Onlinestrategiewechsel in Redmond

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Die heilige Kuh der Microsoft Umsätze (Microsoft Office) wird nun zu neuen Ufern getrieben. Was Google erst kürzlich ankündigte, muss Microsoft jetzt schlagartig umsetzen: Office-Anwendungen sollen künftig online verfügbar sein. Dieser radikale Wechsel der Onlinestrategie tut Not, denn inzwischen drohen Microsoft die Kunden wegzulaufen. Ein prominenter ist bereits ‚abspenstig‘.

Wie man heute den IT-Medien entnehmen kann, wird Washington D.C. ab sofort alle 38.000 Rechner zukünftig mit Google Docs, Google Video for business und Google Sites for intranets anstatt mit den bekannten Microsoft Office Produkten laufen lassen. Da wird es Zeit, dass Microsoft’s Steve Ballmer ein „neues Betriebssystem …, was im Netz läuft“ ankündigt.

Spot On!
Die Bottom-Up Strategie von Google setzt sich immer mehr gegen die Top-Down Strategie von Microsoft durch. Alle bisherigen Bemühungen von Microsoft Google den Rang etwas abzulaufen, waren nicht besonders erfolgreich. Als Beleg kann man die bisher gescheiterten Übernahmeversuche von Yahoo nehmen oder das vermeintliche Bemühen hinsichtlich Live Mesh. Und jetzt gerät auch noch die Cash-Cow unter Beschuss durch Google. Bleibt abzuwarten, ob sich die neue Online-Offensive für die ‚Redmonder‘ auszahlt…

iPhone: Bald auch ohne Vertrag – Strategiewechsel bei T-Mobile

18.09.2008 von  
Kategorie: Company

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Das iPhone gibt es -laut welt.de- bald auch ohne zweijährige Vertragsbindung an T-Mobile, sprich mit einer Prepaid Karte. Die Kosten: 569,- EUR inklusive 100 EUR Gesprächs- und Datenübertragungs-Guthaben. Ein radikaler Wechsel der Strategie hinsichtlich des exklusiven iPhone Deals.

Weitere Infos hier.

Yahoo mit neuer Strategie

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Ja, Yahoo hat Fehler gemacht. Ja, wir waren alle schlauer und hätten es besser gemacht. Nein, den Strategiewechsel hätte man Yahoo so schnell nicht zugetraut…

Mit YOS, der „Yahoo Open Strategy“, will der Internetriese jetzt zu neuer Stärke zurückkehren. Das Portal will sich zukünftig für externe Inhalte und Anwendungen öffnen und so den Negativmeldungen um sinkende Aktienkurse, Personalwechselmeldungen, Übernahmegerüchte und Managementchaos Einhalt gebieten. YOS soll, wie Yahoos CTO Ari Balog meint, Yahoos alte Stärke wiederaufleben lassen: „Es zeigt, dass Yahoo wirkliche Innovationen vorantreiben will“.

YOS wird die Lösung. Zukünftig wird eine Open Social Strategie gefahren, bei der Internetuser dann bei den Konkurrenten wie Apple’s iTunes musikalisch shoppen gehen, Videos ausleihen oder bei Amazon dem Kaufhausrausch erliegen können. Dies gab das Unternehmen am vergangenen Wochenende auf der „Open Hack 2008“ bekannt. Ein cleverer Managementzug, der den neuen Weg der Firma unterstreichen sollte. Man hat auf dem Event 300 Programmierer neue Anwendungen für Yahoo programmieren lassen.

Ganz im Web 2.0 Stil will man die User mehr in den Strategieprozess integrieren. ‚Auf Basis der Nutzerwünsche‘ will Yahoo seine Seite mit den Inhalten füllen, die auf einer Widget-Basis aufgebaut werden. Durch die Integration der Widgets werden die angesprochenen externen Dienste dann erreichbar sein. Dass sich das Yahoo-Mailprogramm für externe Anwendungen öffnet, ist sicherlich ein Fortschritt, der Yahoo wieder interessanter für Werbekunden, Entwickler und Internetuser macht. Inwieweit sich das Portal allerdings für Nicht-Yahoo Nutzer öffnet, bleibt fraglich – auch wenn Yahoo davon überzeugt ist.

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Yahoo will das angestaubte Image der Old-New-Economy loswerden, was angesichts der letzten Meldungen auch ratsam ist. Wird YOS schnell vom Management umgesetzt, kann man ganz schnell wieder in einem Atemzug mit erfolgreichen Internetunternehmen genannt werden, was man allein an der Entwicklung von Facebook sieht. Der grundsätzliche Umbau und die Organisation der Inhalte obliegt aber dennoch weiterhin Yahoo. Ganz will man sich die Butter dann doch nicht von den Usern vom Brot nehmen lassen. Hoffentlich rutscht man damit nicht wieder ins alte Fahrwasser ab…

Social Media Score ihrer Firma – jetzt testen!

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Welche Manager sich schon immer die Frage gestellt haben, wie der eigene Social Media Score der Firma ist, der kann das jetzt machen… kurzweilig und interessanter Ansatz! Und wer es geschickt anstellt, kann daraus einiges ableiten für die eigene Webstrategie…

Jetzt hier testen!

Offlinewelt 1.0: Interactive Media geht zurück in die Zukunft

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Muss man sich bei der Namensgebung einer Firma gut überlegen, ob man dem Unternehmen einen eindimensionalen Touch angedeihen lässt? Oder läßt man sich die Chancen für andere Märkte mit einem allgemein gültigeren Flavour offen? Offensichtlich ist es nicht wichtig… Haben diverse Agenturen sich um die Jahrtausendwende den Namen ‚Digital‘ oder ‚Interactive‘ gegeben, der eindeutig in Richtung Internetkundschaft und persönlicher Webexpertise abzielte, so heißt das heute anscheinend nichts mehr.

Eine Internet-Agentur geht jetzt zurück in die Zukunft: InteractiveMedia, die Online-Vermarktungstochter der Deutschen Telekom. Spricht der Firmenname doch eine klare Internetsprache, wird jetzt trotzdem das Portfolio um die Offlinewelt erweitert, schreibt WUV: Out-of-Home-Medien in den Bereichen InStore-Marketing und digitale Außenwerbung sollen nun den Wirkungsgrad von Mobile- und Online-Kampagnen in der Offlinewelt erweitern, meint Guido Sachs, Geschäftsführer von InteractiveMedia.

Zu den Standorten gehören zum Beispiel die Lanxess-Arena in Köln, die Ladenlokale der Friseurkette Unisex, der Flughafen Stuttgart und bundesweite 3700 öffentliche Telefon-Stationen, die mit digitaler Bildschirmtechnik ausgestattet sind.

Spot On!
Das gute alte ‚Alles-aus-einer-Hand-Konzept‘ wird also wiederentdeckt. Sind manche Agenturen früher als ausgemachte Internetexperten gestartet, so bewegen sie sich viele heute in der Agenturszene nicht anders als klassische Full-Service-Agenturen. Wer ordentlich wachsen will, kann eben nicht nur online existieren. Und es lassen sich nunmal immer noch nicht alle Menschen online erreichen.

Ob Interactive Media wohl irgendwann seinen Namen ändert…?

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