Safer Internet: Social Networks want to protect children

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Let’s hope this was kind of a historical day, yesterday… The day against ‚Cyber-Mobbing‘ was called the Safer Internet Day. One reason why 18 companies signed a new kind of declaration of a self-imposed obligation named the Safer Social Networking Principles for the EU contract.

In order to prevent the misuse of new technologies companies go hand-in-hand on their social networking future. Probably, much appreciated from parents is that big social networks have signed the agreement, i.e. MySpace, Facebook, Habbo or Bebo – but also Google and Yahoo belong to the group of signatories.

Spot On!
Children and young people face many risks with new technologies: i.e. cyber-bullying, grooming, privacy violation or exposure to harmful content (pornography, racism, etc). The contract is like a company-grouped agreement to protect young people online more than European legislation already does. As a dad of two kids I definitely appreciate the effort and will keep an eye on it.

Gedanken zu Datenschutz in Business und Web

08.09.2008 von  
Kategorie: Recht

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Derzeit diskutieren Datenschützer, Experten und Politiker über verschärfte Bestimmungen im Datenschutz – alle sind sich dabei einig, dass persönliche Daten besser geschützt werden müssen, um Datenmissbrauch zu vermeiden. Dennoch gibt es dabei zahlreiche Fragezeichen für das Daily Business der Unternehmen.

Wie ambivalent das Thema Datenschutz in und für Unternehmen ist, zeigt allein schon ein banaler Vergleich des gängigen Einsatzes von Microsoft und Google Produkten in Unternehmen. Microsoft lieferte Jahrzehnte lang -nicht nur Klein- und Mittelständlern- die Komplettausstattung für Unternehmenscomputer mit seiner Software, was zwar immer wieder diskutiert aber letztendlich -mangels verlässlicher Alternativen- hingenommen wurde. Das Thema Datenschutz wurde trotz permanenter Sicherheitslücken -allein schon des Internet Explorers- hier weniger diskutiert als jetzt beim Launch des Google Browsers Chrome.

Immer mehr Unternehmen vertrauen sich dem beliebten Produkt Google Adsense an, welches die begehrten Leads für Marketing und Sales generiert oder auch ohne großen Aufwand nette Nebenverdienste für die Portokasse liefert. Auf der anderen Seite warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Internetuser vor dem privaten Gebrauch des Google Browsers. Google separiert derzeit die Interessen der Internetuser von denen der Unternehmen.

Google ist ein Abbild der menschlichen Doppelmoral: wunderbares Nebengericht, aber mit Vorsicht zu genießen – denn zuviel Genuß ist ungesund. Nachdem Google an allen Fronten mit intelligenten Lösungen aufwarten kann, kommt die große Furcht vor dem ‚gläsernen Menschen‘ – ein Abbild der 1984 Vision eines gewissen Herrn Orwell. Nachdem nun Bertelsmann und die Deutsche Telekom mit ihren Aktivitäten zur Neukundengenerierung das Thema Datenschutz endlich zu einem wichtigen Thema erheben, musman sich mal ansehen, was die Diskussion auf der Seite der Unternehmen bedeutet.

Aus Usersicht ist das Thema Datenschutz eigenlich schnell erzählt: In Deutschland gibt es das Recht auf ‚informationelle Selbstbestimmung‘. Jeder Bürger kann danach frei entscheiden, wer wann auf welche seiner persönlichen Daten Zugriff erhält. Prinzipiell sollte es eigentlich kein Problem geben, oder nicht? Jeder ist seiner Daten Schützer. Ganz einfach und für manche Menschen doch so kompliziert. Oder warum kommt das Thema sonst ins Gerede…?

Für Unternehmen hingegen wird es immer schwieriger und komplexer ’sauber‘ mit dem Thema Datenschutz umzugehen. Zehn Gedanken zum Thema Datenschutz in Daily Business, die die Diskussion weiter anregen sollen…

1. Datenschutzbestimmungen: Die Datenschutzbestimmungen kommen am Ende eines langen Einkaufs- und/oder Registrierungsprozesses. Eine Kurzfassung am Anfang eines jeden Einkaufes würde beim Kunden Vertrauen zum Shop schaffen und ihm das gute Gefühl der Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens bezüglich seiner zukünftigen Kontaktaufnahme zum Kunden geben.

2. Erhöhte Transparenz: Der Online-Einkauf müsste aus Sicht des Datenschutzes vereinfacht und transparenter gemacht werden. Die Erhebung, Weitergabe und spätere Nutzung von Kundendaten der Unternehmen könnte über einfache Tick-Boxen am Anfang der Registrierung festlegen, wo die Daten hingehen. Manche Unternehmen sind bereits auf dem Weg dorthin. Der Online Einkauf dauert kürzer und der Einkaufsspaß wird später weniger getrübt.

3. Customer Relationship Management (CRM) und Business Intelligence (BI): Die IT wurde in den letzten Jahren im Sinne der verbesserten Kundenkommunikation umgebaut und erweitert. In vielen Unternehmen sind Kundendaten und -gewohnheiten zahlreich vorhanden, werden aber nicht ausreichend genutzt. Was bei Google Chrome kritisiert wird, ist nichts anderes als so manche Data Mining Massnahme in Unternehmen. Stellt sich die Frage, ob irgendwann Google oder der Staat die tiefergehenden Kundendaten für die Unternehmen sammelt, verfügbar und transparent macht oder weiterhin jedes Unternehmen selbst die Daten hosten. Tatsache ist, einer wird die Daten sammeln, ob die Kunden wollen oder nicht. Ist eine Zentralisierung erwünscht…?

4. Zielgruppengenaues Marketing: Targetierung von Abverkaufs- und Marketingaktionen wird immer problematischer, wenn tiefergehende zielgruppengerechte Adressierung aufgrund mangelhafter, nicht ausreichender Datenerhebung nicht mehr möglich ist. Der Kunde oder Interessent darf sich nicht wundern, wenn auf einmal Werbung eintrudelt, die nicht wirklich von Interesse ist. Ein klarer Rückschritt für die Unternehmen, die an die Zeit überfüllter Offline- wie Online -Briefkästen erinnert…

5. Kreditkarten: Das Vertrauen seine Kreditkartennummer beim Einkauf weiterzureichen, ist groß und weitläufig. Mit der Weitergabe der Kreditkartennummer weiß jedes Unterhemen, oder kann herausfinden, wer der Kunde ist, wenn es wirklich nötig ist. Stellt sich die Frage, warum alle Unternehmen mit einem langen Registrierungsprozeß beim Kunden die Datenschutzängste schüren. Hat man einmal erfolgreich und problemlos irgendwo eingekauft, macht man das doch sowieso nochmal, oder? Muss man wirklich seine Daten zusätzlich zur Kreditkarte bei jedem Kauf hinerlassen? Wenn ich ‚Offline‘ einkaufe, mache ichdas doch auch nicht, oder…?

6. Empfehlungsmarketing: Unternehmen sammeln die Daten beim Online-Einkauf aus zahlreichen Gründen – nicht nur um dem verbraucher zu schaden. Viele Kunden der Unternehmen kaufen nach Empfehlung des Herstellers, seiner Händler oder durch Drittanbieter später wieder. Gerade im Web 2.0 Zeitalter lassen sich durch tiefergehende Datenerhebungen neue Märkte oder Nutzerprofile vereinfachter erschließen. Ein Vorteil für den Kunden: In Social Netzwerken werden beispielsweise nur noch zielgruppengerechte Werbung angeboten. Es wird Zeit, dass die Unternehmen das erkennen und sich hierauf stärker fokussieren.

7. Partielle Datenschutz-Verantwortung: Müsste nicht der Browseranbieter, der die Tür zum WWW öffnet, auch eine gewisse grundsätzliche Verantwortung für den Datenschutz tragen? Gerade am Beispiel von Google Chrome müsste sich diese Diskussion doch langsam mal entzünden, hätte man meinen können…

8. Datenschutz Allianzen und Gütesiegel: Gäbe es Datenschutz Allianzen bzw. Gütsiegel für im Umgang mit persönlichen Daten ’saubere‘ Unternehmen -branchenweit oder im allgemeinen- würde sich die Datenschutz Diskussion im Rahmen halten. Diverse Ansätze wie Security Alliances deuteten mal in diese Richtung, sind aber irgendwie nicht mit der richtigen Ernsthaftigkeit von den Unternehmen weiterverfolgt worden.

9. Gewinnspiele: Vermutlich das größte Bottle-Neck des Datenschutzes bei den Unternehmen. Wenn man schon Gewinnspiele macht, solte man folgende Grundsätze endlich mal beachten, die Nutzer ausdrücklich wissen lassen und dazu stehen: a) die Daten werden ausgewertet b) die Daten werden genutzt zu Marketing- und Vertiebszwecken – auch mal durch Partner c) wer mitmacht, muss damit rechnen, Werbung zugesandt zu bekommen. Diese Offenheit der Unternehmen wird die Offenheit der Kunden treffen: Wer mitmacht, ist offen für meine Produkte und Angebote- und will nicht nur Gewinnpreise ‚abstauben‘ gemäß des ‚Jäger und Sammler‘- Prinzips. Solche User/-daten bringen den Unternehmen sowieso fast nie etwas…

10. Automatisierte- bzw. initiierte Datenlöschung durch Unternehmen: Gäbe es eine automatische oder durch Kunden einfach zu regelnde Löschung der Daten (z.B. nach Ablauf der Garantiefrist), hätten die Kunden es selbst in der Hand, wie lange die Daten bei den Unternehmen vorliegen. Man stelle sich eine Email oder einen Brief vor, welche den Kunden daran erinnert, seine Daten beim Unternehmen zu löschen, wenn er die direkte Kommunikation zukünftig nicht mehr wünscht. Bei jedem Online-Newsletter ist das Angebot des Abbestellens des Newsletters längst Gang und Gäbe. Hat man aber irgendwo mal eingekauft und den Newsletter nicht abonniert, liegen die Daten vermutlich noch Jahrezehnte später den Unternehmen vor. Vielleicht wäre aber auch eine unmittelbare Datenlöschung durch die Unternehmen als Pflichtprogramm zwei (oder drei) Jahre nach dem letzten Kauf sinnvoll.

Spot On!
Der Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer fordert: „Wir brauchen mündige Kunden. Ohne das Vertrauen der Kunden kann kein Anbieter auf Dauer erfolgreich sein.“ Umgekehrt könnte man aus Kundensicht argumentieren: „Wir brauchen ethisch-saubere und vernünftige Unternehmen.“ Eine weitere Vision wäre zum Beispiel die sichere Schnittstelle zwischen Staat und Unternehmen herzustellen. Könnte man seine Kundendaten über einen gesicherten staatlichen Zugang selbst verwalten, wären die Diskussionen schnell erledigt.

Studie: Sicherheitsbewußtsein der Onliner steigt

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Das Sicherheitsbewußtsein der Internet-User wird in Deutschland im Internet groß geschrieben – und ist jetzt mit einer Studie in Zahlen belegt worden. Die initiative D21 und Microsoft haben die Ergebnisse der Studie „Sicher Surfen 2008: Wie schützen sich Onliner im Internet?“ gestern bekannt gegeben.

Der erhöhte Einsatz von Sicherheitssoftware tritt dabei in den Mittelpunkt, Updates werden sofort nach Verfügbarkeit eingespielt (74%) und nicht mal 10% aktualisieren ihr Betriebssystem weniger als einmal im Monat oder nie. Die Werte zeigen eine klare Erhöhung zum Vorjahr. Bei der derzeitigen Nachrichtenlage wundert auch nicht, dass der Informationsbedarf zum Thema Datenschutz deutlich amgestiegen ist auf über 21% (2007: 6,7%).

„Unsere Sonderstudie zum Thema Sicherheit verzeichnete auch in diesem Jahr einen erfreulichen Aufwärtstrend beim Sicherheitsbewusstsein“, sagte Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. „Das Interesse der Internetnutzer am Thema Datenschutz hat sich im Jahrestrend fast verfünffacht. Das ist ein deutliches Signal für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Der Schutz der Privatsphäre muss an die Spitze der Agenda. Das Thema Sicherheit im Internet bleibt also ein Dauerbrenner“, erklärt Berg.

Bestätigt wird dies auch durch die Politik. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte, die Bayerische Staatsregierung habe ein umfangreiches Maßnahmenbündel im Kampf gegen die Gefahren des Internets geschaffen. „Bereits 1995 haben wir beim Bayerischen Landeskriminalamt die so genannte Netzwerkfahndung eingerichtet. Ihre Aufgabe besteht darin, in Datennetzen zu fahnden, um so Straftaten oder konkrete Gefahrenlagen festzustellen. In den letzten Jahren hat Bayern die polizeiliche Internetüberwachung intensiviert und die länderübergreifende Koordinierung verbessert“, sagte Herrmann.

An der repräsentativen Studie nahmen 2378 deutsche Internetnutzer teil.

Emails: Regeln vom Arbeitgeber erwünscht

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Vor ein paar Tagen habe ich auf Anregung des Instituts für Rhetorik das Thema E-Mail Kommunikation und E-Mail Knigge fokussiert und darauf hingewiesen, dass der korrekte Umgang mit Emails mit mehr Ordentlichkeit und klaren Vorgaben seitens des Arbeitgebers zu versehen ist.

Der BITKOM hat das Thema ebenfalls auf dem Radar und jetzt Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, welche besagen, dass sich mehr als die Hälfte (54%) der beruflichen E-Mail-Nutzer mehr Orientierungshilfen vom Arbeitgeber wünschen. Vor allem vermissen sie Regeln, welche Vorgänge per E-Mail erledigt werden sollen und welche besser per Telefon oder im persönlichen Gespräch.

Dass die dienstliche E-Mail an immer mehr Arbeitsplätzen zum Standard wird, ist dabei das ausschlaggebende Ergebnis der Studie. Gut 40% der Berufstätigen verfügen schon über eine dienstliche E-Mail-Adresse. Vier von zehn Berufstätigen (42%) haben mindestens eine dienstliche E-Mail-Adresse, 12% sogar zwei oder mehr dienstliche Accounts. Häufig werden auch private Adressen für berufliche Zwecke eingesetzt. Jeder zweite Mail-Nutzer bekommt mehr als fünf Nachrichten täglich. „Das ist ein hoher Wert, weil nicht nur Büro-Jobs berücksichtigt wurden, sondern alle Tätigkeiten“, sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

„Die E-Mail hat ihre Stärke dort, wo sie wichtige Informationen schneller und leichter zugänglich macht“, so Verbandspräsident Scheer. „Doch nicht immer ist sie der Königsweg – zu viele und zu belanglose Nachrichten lenken vom Wesentlichen ab.“ Deshalb rät der Bitkom zu einem bedachtsamen Umgang mit dem Medium: Vor allem Kopien von E-Mails sollten nur an Empfänger gesendet werden, die die Informationen wirklich benötigen. „Die Funktionen CC und ‚Allen antworten‘ sollten sparsam eingesetzt werden.“

Spot On!
Es wäre mal eine Studie interessant, die darauf schließen lässt, wieviel Zeit Arbeitstätige mit business-irrelevantem Emailverkehr verbringen. Oder ein Ergebnis, welches besagt, wieviel Unternehmen überhaupt keinen privaten E-Mail Verkehr über die geschäftliche Mailadresse zulassen. Vielleicht erhört einen der BITKOM ja und findet die Vor- und Nachteile solcher Ergebnisse und Massnahmen heraus. Das wäre für alle Unternehmen hilfreich…

Anleitung: Veröffentlichung fremder Emails

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Dass Datenschutz ein heikles Thema im Business ist, erfahren wir wieder aus den jüngsten öffentlichen Diskussionen um Bertelsmann.

Bei der Veröffentlichung von Emails sieht die Sache aber noch kritischer aus. Da kommen so Punkte wie Anonymität, Postgeheimnis, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht usw. ins Spiel.

Advisign hat hierzu einen Kurzleitfaden geschrieben: Darf ich eine Email oder ein Schreiben im Internet veröffentlichen? – eine Anleitung in 7 Schritten

Lesenwert!

Studie: Daten werden generiert, Datenschutz immernoch vernachlässigt

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Jeder frägt sich, was Unternehmen mit personenbezogenen Daten machen, die über Unternehmenswebseiten bei Aktionen, Gewinnspielen und Downloads generiert werden. Die Wahrheit liefert jetzt eine Studie… oder auch nicht.

Mehr als 85% aller deutschen Unternehmen und Behörden verzichten auf jegliche Information dahingehend, was mit diesen Daten geschieht. Das besagt das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Xamit Bewertungsgesellschaft mbH, die im Februar 2008 mehr als 815.000 Webseiten privater Firmen und öffentlicher Institutionen unter die Lupe genommen hat.

Die Studie zeigt, dass gut 41% der Behörden und Unternehmen in Deutschland Kontaktformulare, Newsletteranmeldungen oder weitere Instrumente einsetzen, um innerhalb des eigenen Webauftrittes Fremddaten zu generieren. In diesem Zusammenhang war untersucht worden, ob diese Webpräsenzen personenbezogene Daten (Name, Anschrift, E-Mailadresse) abfragen, ob eine Datenschutzerklärung hinterlegt ist und letztlich, ob diese mit maximal einem Klick vom Kontaktformular aus abrufbar ist.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Gesetzlich vorgeschriebene Pflichten zur Veröffentlichung einer Datenschutzerklärung werden schlichtweg meist ignoriert. Und auch die höchsten Ebenen machen davor nicht halt: Sogar die Bundesregierung und das Auswärtige Amt bleiben im Internet jegliche Erklärung zur Nutzung der von ihnen abgefragten Personendaten schuldig.

Die unachtsame Datenerhebung hat Folgen: Ein Vertrauensverlust seitens der Bürger bzw. Kunden ist bereits deutlich spürbar. Bestätigt wird dies durch eine bereits 2007 veröffentlichte das Allensbach Institut: 54% der deutschen Internet-Nutzer befürchten, dass ihre persönlichen Daten im Internet nicht geschützt sind.

Die Konsequenz könnte für Unternehmen bitter sein: Jeder dritte User gab schon damals an, aus Sicherheitsgründen auf den Einkauf im Internet zu verzichten.

Spot On!
Dass Unternehmen mit personenbezogenen Daten sorgsam umgehen sollten, dürfte nach der langen Diskussion über Datenschutzbestimmungen inzwischen bekannt sein. Ein wenig mehr Transparenz und das Einhalten von ein paar Grundregeln würde schon das Vertrauen der Kunden ins Internet stärken. Dennoch zeigt das Ergebnis der Studie, dass darauf immernoch zu wenig Wert gelegt wird innerhalb der Unternehmen.

Wie man positiv mit Datenschutz umgeht, kann in diesem Podcast nochmal nachgehört werden. Tipps zum vertrauensbildenden und gesetzeskonformen Umgang mit online generierten Personendaten bietet auch die Studie.

Email Marketing – was ist rechtlich zulässig?

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Im Webbusiness ist das Opt-In Thema immer wieder Grundlage der Erlaubnis, jemanden mit Informationen per Email versorgen zu dürfen.

So sagt das Gesetzt gegen den unlauteren Wettbewerb (USW) in §7 über die Einwilligung: „E-Mail-Werbung ohne Einwilligung des Adressaten (Permission Marketing) ist eine unzumutbare Belästigung. Das gilt für Privatbereich wie auch bei Geschäftskunden. Einzige Ausnahme sind bestehende Geschäftsbeziehungen.“

Dennoch ist die Einwilligung nicht der Freibrief für alles, was dem Kunden danach zugemutet werden kann. Aber was darf man überhaupt? Es gibt inzwischen eine kleine rechtliche Hilfe, die der Verband der Internetwirtschaft eco jetzt herausgegeben hat.

In seinem Leitfaden ,Richtlinien für zulässiges Marketing‘ werden u.a. Punkte wie Online Anmeldung, Datenschutzhinweis oder Anbieterkennung zum Thema aus rechtlicher Sicht gemacht.

Spot On!
Der Internetmarkt ist sehr schnelllebig und die Gesetzteslage ändert sich mit dem dynamischen Markt permanent. Oft steht man unter Managern zusammen und überlegt: Dürfen wir das überhaupt? Grund genug, seinen Wissenstatus hier aufzufrischen – gerade als Geschäftsführer oder Partner kann man bei Vergehen schnell haftbar gemacht werden.

Eltern haften online – mal anders gedacht…

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Die Schlagzeilen überschlagen sich wiedermal… das Landgericht München hat ein 16jähriges Mädchen haftbar gemacht, das 70 urheberrechtlich geschützte Fotos auf zwei Webseiten live gestellt hatte. Sicherlich kein Kavaliersdelikt… Die Frage ist aber, inwieweit haben Eltern online überhaupt Einfluss auf die Mediennutzung der Kinder?

Das Landgericht ist der Auffassung, Eltern müssen mit Kindern über Internetnutzung sprechen, die Kinder überwachen und ihrer Aufsichtspflicht nachkommen. Der BITKOM rät Eltern -laut Welt Kompakt- die Internet-Nutzung im Bezug auf Urheberrechte zu thematisieren. Es handelt sich schließlich um fremdes geistiges Eigentum.

Urheberrecht und Aufsichtspflicht…

Eine Diskussion über Urheberrecht mit Kindern anzuzetteln, stelle ich mir so schwierig vor wie Kindern den guten Knigge beim Essen beizubringen: Sitzt gerade! Schlürf nicht! Nimm die Serviette! Lehn Dich nicht mit den Ellbogen auf den Tisch! Wer Kinder hat, weiß wie lange es dauert, bis die ersten Massnahmen halbwegs ziehen. Und dann sind die Internetkinder ja nicht gerade im Alter, in dem sie jeden guten Rat der Eltern freudig annehmen – im Gegenteil. (Und wenn ich mir überlege, wie beliebt unsere Eltern bei uns in der pubertierenden Phase waren, ist das Urteil ein willkommener rebellischer Rülpser am elterlichen Tisch. )

Mit der Aufsichtspflicht ist es nicht anders: Ich stelle mir das so vor… Protokolliere alle deine Schritte im Internet für deine Eltern, les keine verbotenen Inhalte, ziehe nicht irgendwelche Bilder und Texte ein, begib dich nach dem Surfen direkt zu deinen Eltern, gehe vorher nicht aus dem Haus! Klar, Kindern werden die Schritte befolgen. Ab einem gewissen Alter kann man den Kindern auch nicht ständig auf die Finger schauen, wenn man sie zur aktiven Mediennutzung erziehen will.

Eigentlich gibt es nur eine sinnvolle Lösung: die Schule muss das Thema Internet zur Chefsache machen und in den Lehrplan frühzeitig aufnehmen. Eltern haben nur bedingten Einfluss – Schule für die Zukunft absoluten, meint man in der Regel.

Fazit…
Es empfiehlt sich rechtzeitig das Gespräch mit Kindern bezüglich der Internetnutzung anzufangen. Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, aber auf die Strafen kann man gespannt sein: 20 Tagessätze a 8 Stunden Internet nach Urheberrachtsverletzung absuchen vielleicht? Bin gespannt auf wieviel ,faule‘ Firmenwebseiten Kinder dabei findet.

Gewinnspiele begleiten die EM 2008 – und was ist mit dem Thema Datenschutz?

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Europameisterschaft, EM oder EURO 2008… in allen Kombinationen mit dem Wort ‚Gewinnspiel‘ zu suchen, ist ein voller Erfolg. Die Generierung von Kontaktdaten rund um das Fussballfest ist u.a. in der Autoindustrie (s. Spiegel Online) wieder in vollem Gange. Kein Unternehmen will die Unbekümmertheit der Fussball- oder Gewinnspielfans auslassen. Jeder will am Ball sein und seine Datenbank der Interessenten in Schwung bringen.

In Vergessenheit geraten dabei sehr schnell die Richtlinien zum Datenschutz für derartige Aktionen – bei User und Unternehmen.

Eine bunte Seite mit Fussbällen, ein leichte Frage an den User, die Landing Page schön einfach gestaltet und schon generiert man zahlreiche Daten. Denn: welcher Internetuser liest schon die Datenschutzbestimmungen bei Gewinnspielen? Was zählt, ist was man gewinnen kann – und das führt oft zur allseits bekannten Datenschutzblindheit. Die Unternehmen freut’s, die Aktionen lohnen sich und im Anschluss werden die neuen User ordentlich mit Mailings und Flyern angeschrieben. Auch gerne mal über Dritte, denn mit dem Gewinnspiel rollt auch der Rubel. Bei einer Vermarktungsoption von bis zu 15 EUR pro Adresse kann ein Gewinnspiel ein lukratives Geschäft sein.

Vorsicht! Was und wie Unternehmen mit Daten aus Gewinnspielen umgehen dürfen, ist zu 100% gesetztlich geregelt.

Folgende Richtlinien sollten Sie auf jeden Fall bei Gewinnspielen beachten…
– Die Einwilligung muss freiwillig und aktiv erfolgen.
– Die Einwilligung kann in den AGBs sein. Diese müssen bei der Aktion (z.B. Gewinnspiel) ausdrücklich hervorgehoben werden.
– Die Kopplung von Gewinnspiel und Newsletter ist nicht erlaubt. Die Zustimmung für die Zusendung des Newsletters ist auch hier aktiv erforderlich.
– Gewinnerdaten dürfen nur nach vorheriger Einwilligung veröffentlicht werden.
–> Generell gilt: Die Tickbox darf nicht vorausgewählt sein – das Häkchen muss aktiv gesetzt werden!

Wer sich ausführlich informieren will, hört sich diesen dreiteiligen Podcast zum Thema ‚Gewinnspiele und Datenschutz‘ an. Der Podcast nimmt die folgenden Bereiche unter die Lupe: “Verwendung der Daten zu Vertragszwecken”, “Datenschutzrechtliche Einwilligung” und “Kopplung von Gewinnspiel und Newsletter”.

Spot on!
Die Folgen des Nichteinhaltens der gesetzlichen Richtlinien können von einer Unterlassungsklage bis hin zu einem hohen Bußgeld für das Unternehmen führen.