Corporate Blogging: Studien belegen ambivalente Ansichten

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Zwei aktuelle Studien machen deutlich, wie unterschiedlich Unternehmen Corporate Blogging gegenüberstehen. Während Unternehmen aus dem E-Commerce dort großes Potential bei Firmenblogs sehen, sind grundsätzlich Unternehmen noch eher skeptisch eingestellt. Die Option der Meinungsführerschaft, die man mit einem Blog untermauern kann, ist offensichtlich bei vielen Unternehmen als Argument noch nicht valide.

Viele Unternehmen mit ambivalenter Meinung
Eine aktuelle Studie von Schwartz Public Relations zeigt, daß derzeit nur ein Drittel der befragten Unternehmen ein eigenes Blog betreibt. Sprich: Die Mehrheit nutzt die Chance des weiteren Kommunikationsmediums derzeit nicht.

Die Unternehmen, die ein Firmenblog einsetzen, sind wiederum positiv eingestellt. Über die Hälfte der Befragten sieht darin den Benefit der Intensivierung von Interaktion mit den Kunden. Die Option, sich an branchenrelevanten Themen und Debatten mit Corporate Blogs zu beteiligen, ist für 23% ausschlaggebend. Als weitere Gründe geben die befragten Unternehmen an, mit Firmenblogs das Firmenprofil zu stärken (14%) oder aber auch einfach die Suchmaschinenoptimierung zu pushen (11%).

„Wir registrieren bei vielen Firmen eine große Verunsicherung in Bezug auf Themen wie Web 2.0 und Social Media“, kommentiert Christoph Schwartz, Inhaber von Schwartz Public Relations, die Studienergebisse. Zwar vermuten viele Unternehmen ungeahnte Potenziale, aber die meisten Firmen wissen nicht, wie sie mit diesen neuen Medien umgehen sollen oder fürchten zuviel Transparenz. „Da kommt uns Agenturen eine zentrale Beratungsaufgabe zu“, erkennt Schwartz.

E-Commerce Unternehmen wollen Blogs
Dem gegenüber steht eine internationale Online-Marketing-Studie von Adobe in Zusammenarbeit mit Scene7. Diese besagt, daß Unternehmen aus dem E-Commerce zur Stärkung der sichtbare Präsenz ihrer Marken und Produkte im Internet in Social Media investieren wollen. 90% der befragten Unternehmen werden demnach in neue Rich Media- und soziale Netzwerktechnologien investieren. Zudem wollen 32% in diesem Jahr ein Corporate Blog einrichten oder ihr bestehendes Blog erweitern. Dabei sind die Faktoren Benutzerbewertung, Kommentare und Ranglisten für 31% eine interessante Investitionsoption für die befragten Unternehmen.

Spot On!
Die gespaltenen Euphorie hat natürlich Gründe. Die Schwartz PR Studie zeigt, daß 36% den hohen Aufwand scheuen, 33% darin keinen Mehrwert sehen, 12% mit einem Blog nicht negativ auffallen wollen und ein Fünftel hat sich noch nicht mit dem Thema Corporate Blog beschäftigt hat. Die Adobe Studie hingegen macht klar, daß die Steigerungen der Klickzahlen und Seitenbesuche sowie der Kaufrate die wichtigsten Kennzahlen bei der Messung der Effektivität der Webaktivitäten bleibt. Vor allem in Verbindung mit Umsatzzahlen und Bestellmengenberechnungen läßt sich so die Effizienz der Webstrategie messen. Diese Aussagen decken sich mit einem kürzlich veröffentlichten CMO Report und macht deutlich, wie stark Internetaktivitäten der Unternehmen von Zahlen getrieben werden – oder eben nicht.

Adobe Studie: Teilnehmer rund 470 namhafte Händler, Agenturen, Hersteller sowie High-Tech-Unternehmen aus USA und EMEA-Region
Schartz PR Studie: Teilnehmer 335 Führungskräften aus dem weltweiten Technologiesektor

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Kommentare

Ein Kommentar zu "Corporate Blogging: Studien belegen ambivalente Ansichten"

  1. Zurückhaltung gegenüber Blogging im Unternehmen - fuellhaas.com - Online-Reputation Management und Social Media am 18.04.2009 17:26 

    […] Martin Meyer-Gossner von The Strategy Web hat die Studie von Schwartz PR mit anderen Studien verglichen und zieht folgenden Schluss: Gut messbaren Kommunikationsmassnahmen geben Unternehmen den Vorzug. „…die Steigerungen der Klickzahlen und Seitenbesuche sowie der Kaufrate die wichtigsten Kennzahlen bei der Messung der Effektivität der Webaktivitäten bleibt. Vor allem in Verbindung mit Umsatzzahlen und Bestellmengenberechnungen läßt sich so die Effizienz der Webstrategie messen. Diese Aussagen decken sich mit einem kürzlich veröffentlichten CMO Report und macht deutlich, wie stark Internetaktivitäten der Unternehmen von Zahlen getrieben werden – oder eben nicht.“ (Quelle) […]

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