Das erste Jahr – von Personal Branding und Produktivität

Pin It

Geschafft! Das erste Jahr als aktiver ‚Social Median‘ liegt hinter mir…

Lange habe ich überlegt, wie ich zum Geburtstag meines Blogs ‚The Strategy Web‘ in die Retrospektive gehe. Die Ereignisse der letzten Tage haben mir die Entscheidung abgenommen. Es wird vorwiegend eine Zusammenfassung der letzten zwei Wochen, sozusagen exemplarisch zum Thema: Personal Branding und Produktivität.

Denn um diese Themen geht es meiner Meinung nach vorwiegend in dieser schönen Social Media Welt…

Ein paar statistische Werte des ersten Jahres…
– 486 Beiträge
– 280 Kommentare
– 1.600+ Twitter Follower
– 7.000 Unique User und 10.500 Page Impressions (Durchschnitt der letzten 6 Monate)
– tolle neue Kontakte weltweit, die das Blog mit wertvollem Feedback bedachten
…und ja, ich habe zahlreiche Stunden am Personal Branding in weiteren Social Networks (siehe Buttons unten) gearbeitet und bin noch lange nicht fertig, meine Digital DNA zu vollenden. Sprich… ob ich produktiv im Sinne eines ‚Social Median‘ war? Sieht ganz so aus…

Gehen wir mal ein wenig auf die Ergebnisse ein…

Die Karriere 3.0 entscheidet sich im Web
So ähnlich wie die Überschrift klang auch mein Vortrag auf der Webinale im sagenumworbenen Telekom-Szeneladen 4010, die Anfang letzter Woche stattfand. Unter dem Titel ‚Karriere 3.0 – Spagat zwischen Personal Branding und Produktivität‘ habe ich den Zuhörern meine Vision zukünftiger Karriereschritte im Web erläutert. Das ist ein Erfolg meines Blogs, denn ohne diese Arbeit, wäre ich bei der Webinale nicht aufgetreten.

Die aktuellen LinkedIn Nutzerdaten bestätigen meine dort vertretenen Ansichten: Social Network Profile werden verstärkt zu unsere digitalen Lebensläufe, die klassischen CVs verlieren an Wichtigkeit und Online Reputation bestimmt unsere Karriere 3.0. Beispielhaft sein hier Nutzerzahlen des ersten Quartals 2009 genannt: Bewerbungen auf LinkedIn gingen um 49% nach oben, ebenso die durchschnittliche Anzahl an Bewerbungen pro Stellenanzeige (43%). Zudem streben die User vermehrt nach Empfehlungen (Steigerung um 34%). Die Online Reputation bekommt zunehmend mehr Relevanz für die Arbeitswelt, wie Jobvite erst kürzlich in einer Studie berichtete.

Warum ist Personal Branding wichtig?
Firmen investieren Milliarden in Branding, um den USP, den Wiedererkennungswert und die Einzigartigkeit von Produkten und Services beim Konsumenten zu stärken. Der ‚Social Median‘ wird sich zukünftig als Marke begreifen lernen und da ist die Notwendigkeit nicht fern, sich selbst aktiv in Position zu bringen. Er/Sie investiert zukünftig eben Zeit, in Profile auf Social Networks, ein eigenes Blog, einen ‚Micro-Blogging-Stream‘, oder wo es auch immer Sinn macht.

Das alles kostet zwar fast kein Geld, aber Zeit – die wertvollste Resource unseres Jahrhunderts.

Dementsprechend wird der von mir propagierte Personal Web Manager zukünftig von großer Bedeutung für engagierte Manager 2.0 oder 3.0 werden. Sonst zahlt sich der Invest in das Personal Branding wohl nur schwer aus – und wie sich der Personal Web Manager finanziert, steht in meiner nachhaltigsten Vision aus meinem ersten Jahr als Blogger.

Zwei positive Wochen für mein Personal Branding
Zurück zur Webinale… Unmittelbar nach meinem Vortrag erschien ein Interview mit mir auf Sian-Ru Lai’s Blog von European Venture Fund GmbH, welches sich meiner privaten Personal Branding Orientierung widmet. Mit Sian habe ich zudem ein paar Worte zum Inhalt des Vortrags, Erfolgskriterien für Start-Ups und Web-Investoren gewechselt. Wenn mein geistiger Output unproduktiven Wert hat, werdet Ihr es mich wissen lassen, liebe ‚Follower‘ – oder sagt man Leser oder Community-User?

Ebenfalls letzte Woche erschien auch ein Video-Interview mit mir – aber zu meinem alltäglichen Berufsfeld: Marketing, Sales und Medien. Vor ein paar Wochen habe ich den Web 2.0 Kongress in München besucht und dort zwischen interessanten Vorträgen, selbst initiierten Gesprächen z.B. mit John Della Volpe und einem mit mir geführten Interview ‚geswitcht‘. Christian Schmitt von Media-Treff hat mich zu Marketingstrategien und Chancen im Marketing in der Krise vor die Kamera geholt. Das Ergebnis ist hoffentlich produktiv, aber meinem Personal Branding hat es geholfen. Im Sommer soll ein Webinar zum Thema Lead Generation folgen – zu Gunsten der Produktivität der Marketiers und Salesleiter.

Um meinen Input ins Web 2.0 und somit meine Online Reputation besser monitoren und aggregieren zu können, habe ich inzwischen auf Anregung von Mario Grobholz, Gründer von myON-ID, mein Profil dort mit dem Personal Branding meines Twitter-Account versehen. Auch dies hat Zeit gekostet – ebenso wie ein Interview auf dem myON-ID Blog. Ob das myON-ID Profil produktiv ist oder nicht, wird sich zeigen, wenn sich die Plattform als Web 2.0 ‚Reputation-Visitenkarte‘ durchsetzt.

Beendet habe ich die zwei Wochen mit einem Gastbeitrag zum Thema Vermarktung von Social Networks: Social Medians müssen Zeichen setzen auf dem Social Media Vordenker-Blog von David Nelles und Nils Maier, letzterer hat interessanterweise sein Twitter Branding wiederum dem ihres Blogs angepasst.

Als Sales- und Marketingexperte frage ich mich immer noch, ob wir unsere Social Media Aktivitäten auch zukünftig für unseren ‚guten Ruf‘ machen (müssen), oder ob ‚Social Medians‘ ihre Online Reputation irgendwann mal nach meiner Idee oder einem ähnlichen Konzept monetarisieren werden, z.B. um den Personal Web Manager selbst bezahlen zu können.

Denn um Profit geht es in der Social Media Welt nicht. Eher darum, noch mehr Produktivität für ein optimaleres Personal Branding herauszuholen – ohne der Notwendigkeit eines 36 Stunden Tages.

Spot On!
Ein Jahr Personal Branding mit zahlreichem Output – daraus die letzten beiden Wochen exemplarisch. Produktiv für Euch? Für meine Zukunft…? In meinen Augen: Ja! Diverse Einladung zu Events, Workshops, Seminaren und Interviews haben mir dies gezeigt. Und Spaß gemacht hat es auf jeden Fall.

Und allen, die meinen Input oder Output schätzen, möchte ich hiermit für Euren Input und Output danken. Und freue mich auch weiterhin auf Euer Feedback hierzu…

Related Posts

Kommentare

4 Kommentare zu "Das erste Jahr – von Personal Branding und Produktivität"

  1. Renate Eck am 10.06.2009 08:31 

    Hallo Herr Meyer-Gossner,

    da zeichnet sich doch ein sehr positives und vor allem spannendes Fazit ab. Ich wünsche noch nachträglich einen herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!

  2. Karl-Heinz aka Blogtrainer am 10.06.2009 16:46 

    Hallo Herr Meyer-Gossner,

    auch von meiner Seite herzliche Grüße und beste Wünsche für das zweite Jahr als Social Median und Blogger!

  3. Mario Grobholz, myON-ID am 11.06.2009 21:53 

    Hallo Martin,

    auch von meiner Seite herzlichen Glückwunsch zum ersten Geburtstag! Freu mich auf viele weitere interessante Diskussionen und Ideenaustausch mit Dir!

  4. Warum Personal Branding wichtig ist, der Personal Web Manager notwendig für Unternehmen ist, das alles (fast) nichts kostet - nur Ihre Zeit | media-TREFF.de am 01.03.2010 15:33 

    […] […] Firmen investieren Milliarden in Branding, um den USP, den Wiedererkennungswert und die Einzigartigkeit von Produkten und Services beim Konsumenten zu stärken. Der ‘Social Median’ wird sich zukünftig als Marke begreifen lernen und da ist die Notwendigkeit nicht fern, sich selbst aktiv in Position zu bringen. Er/Sie investiert zukünftig eben Zeit, in Profile auf Social Networks, ein eigenes Blog, einen ‘Micro-Blogging-Stream’, oder wo es auch immer Sinn macht. Das alles kostet zwar fast kein Geld, aber Zeit – die wertvollste Resource unseres Jahrhunderts. Dementsprechend wird der von mir propagierte Personal Web Manager zukünftig von großer Bedeutung für engagierte Manager 2.0 oder 3.0 werden […] -> zum Beitrag auf thestrategyweb […]

Schreiben Sie Ihren Kommentar...
(Ein Foto neben dem Kommentar erhalten Sie bei Gravatar.com)