Ein Anfang… die OMD Messe und Business Strategie

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Erinnern wir uns mal an die Anfänge der OMD (Online Marketing Messe) in Düsseldorf um die Jahrtausendwende und bringen wir den Gedanken des Blogs ins Rollen…

Als Medienpartner für TV Content war silicon.de seinerzeit auf der ‚bedeutendsten‘ Online Marketing Messe (OMD) vertreten. silicon.de hatte gerade das Business gelauncht und war mächtig motiviert. Unwissend und blauaügig, wie damals die Welt war, wollte jeder bei der OMD dabei sein. Das Internet boomt, alle Onlineentscheider in Firmen informieren sich dort und nur dort erfährt man die wichtigsten strategischen Tipps und Tricks für das eigene Business, so die Message des Veranstalters.

Die Enttäuschung war einzigartig, als man von der Messe mit dem Filmmaterial zurückkam und sich fragte, warum haben wir unsere wertvolle Leser-Medium Beziehung mit einer solche Partnerschaft auf die Probe gestellt haben. Denn der Erfolg war ernüchternd – keine Interesse an den produzierten (TV-) News, geringe Webzugriffe, hohe Kosten an allen Fronten und von potentiellen Kunden keine Spur…

Dabei hatte man doch eine klare Strategie für das Business. silicon ist nur bei Topevents Medienpatner, bei denen sich Topentscheider wie Kunden in hohem Masse treffen – die Praxis hat uns schlauer gemacht. Die OMD sollte kein Einzelfall bleiben…

Noch entscheidender war aber der Fact, dass die OMD mehr ein Friedhof der Eitelkeiten (und der sog. E-vangelists) war. Die strategischen Messages waren bekannt, die Tools kurzweilig wie der Internet-Hype – sowie die Infos althergebracht. Neuerungen scheiterten an der Umsetzbarkeit und mit dem Support der Dienstleister konnte man auch nicht rechnen, denn die hatten die Manpower nicht. Tolle Ideen, aber das Internetaktivitäten sind kostspielig und ,fressen‘ Ressourcen.

So werden auch heute noch damalige Marketing-Innovationen, wie die Messaging Plus Unit (navigierbare Miniwebsite im Bannerformat) nicht im Sinne der Erfinder gebaut, da die Kosten den Nutzen nicht rechtfertigen – zumindest aus Marketingsicht, wo die steigende Budgets immernoch vergleichsweise kleine Brötchen backen. Die Idee war theoretisch gut, aber in der Praxis eher boo.comig.

Zurück zur OMD: Jedes Jahr stellen sich Internetcompanies die Frage nach einer Standpräsenz auf der OMD – ja oder nein? Aus operativer Sicht wird argumentiert: Ja, denn die Konkurrenz zeigt sich auch. Aus strategischer Sicht betrachtet, gibt es längerfristige, dem Business zuträglichere Optionen: spezifische Kundeneinladungen zu Incentiveevents (ohne Mitbewerb), Speakerslots bei inhaltlich hochwertigen Events besetzen (mit Mitbewerb), Einladung zu Sportveranstaltungen (Segeln, Golf, Fussball, etc.). Bleibt die Frage nach der Strategie?

Welchen Businessmehrwert für seine Internetstrategie erfährt ein Besucher einer mittelständischen Firma oder eines Großunternehmens, der sich Zeit für die OMD nimmt? Marketingpersonen finden sicherlich interessante Ansätze, aber was ist mit dem Sales und der Rest des Managements – dem ganzheitlichen-unternehmerischen Ansatz? Welchen Sinn hat das Internet heute für das Business der Unternehmen – nur ein Marketinginstrument? Betreibt man die Firmenwebsite, weil es die Konkurrenz auch macht? Benötigt man eine Strategie für das Internet -genauso wie für das Business selbst?

Die OMD ist nur ein Anfang für viele Gedanken rund um das Thema Business und Strategie im Bezug auf die Internetaktivitäten der Firmen.

Die Firmenwebseite ist die Visitenkarte eines Businessmodels – stimmt dies nicht, investiert niemand in das Model.

Zeit also für das Management, sich mal ein wenig Gedanken zu machen:
Warum betreiben wir eine Firmenwebseite und rechtfertigt der Nutzen den edrzeitigen Aufwand?

Ich lade Sie zur Diskussion hiermit ein und freue mich auf Ihr Feedback.

PS: Und dann stellt sich die Frage: Quo vadis Internet?

Die OMD bekommt Konkurrenz aus Köln, oder orientiert sich von Düsseldorf nach Köln, wobei der ehemalige Kopf der OMD dann aber zur Konkurrenz wird… Ja, die Internetwelt ist komplex!

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