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	<title>Kommentare zu: Über Schleichwerbung und die Trennung von Redaktion und Anzeigen&#8230;</title>
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	<description>Tools, Tactics, Trends * Martin Meyer-Gossner is a web business strategist, trainer &#38; speaker</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 20:01:18 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: wingthom</title>
		<link>http://www.thestrategyweb.com/es-war-einmal-von-redaktion-und-anzeigen#comment-2171</link>
		<dc:creator>wingthom</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 21:13:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ich war ja immer auf der Seite der Nicht-Journalisten, hatte also hinter meinem Handeln den konkreten Antrieb, dass ein finanzieller Erfolg rausspringen muss. 

Auch, damit Journalismus finanziert werden kann, der ist schließlich der Stoff, von dem alle anderen zehren. Und ich denke hier liegt der wesentliche Punkt: wenn Journalismus dadurch entwertet wird, dass man ihm jederzeit &quot;Schleichwerbung&quot; unterstellt, verlieren alle:

1. die Leser, weil sie nun auch dem Journalisten, dem Medium nicht mehr trauen können

2. die Produzenten, weil er einen Kommunikationskanal verliert, denn in so einem Umfeld wirken auch Anzeigen nachweislich nicht mehr - selbst absolut neutrale positive Testberichte werden nicht als solche wahrgenommen, wenn mangelnde Neutralität unterstellt wird

3. die Journalisten, weil solche &quot;wertlosen&quot; Medien auf Dauer nicht genug Einnahmen abwerfen, um ihre Arbeit zu finanzieren

Dass wir uns vor allem bei Fachmedien auch mit Journalisten (und anderen Experten für das jeweilige Thema) inhaltlich austauschen mag für beide Seiten manchmal sogar befruchtend sein. Vor allem wenn es beim Informationsaustausch bleibt - und kein Einfluss genommen wird, kein Versuch der Einflussnahme unterstellt wird.

Das gilt in beide Richtungen.

Wer &quot;gute&quot; Produkte herstellt, hält auch aus, wenn mal ein Produkt daneben geht und berechtigte Kritik folgt. Der verbessert sich beim nächsten Mal, kommuniziert in der Zwischenzeit fair und transparent und dann bekommt er auch wieder eine Chance.

Wer versucht, austauschbare Produkte durch gekaufte &quot;thematische Umfelder&quot; aufzuwerten, hat schon verloren, bevor er damit anfängt.

Das hat das Web vielleicht wirklich geändert, dass PR-Stunts ganz schnell auffliegen und sich gegen den wenden (können), der sie losgetreten hat.

Also macht das Web unseren Job einfacher: lügen lohnt sich nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war ja immer auf der Seite der Nicht-Journalisten, hatte also hinter meinem Handeln den konkreten Antrieb, dass ein finanzieller Erfolg rausspringen muss. </p>
<p>Auch, damit Journalismus finanziert werden kann, der ist schließlich der Stoff, von dem alle anderen zehren. Und ich denke hier liegt der wesentliche Punkt: wenn Journalismus dadurch entwertet wird, dass man ihm jederzeit &#8220;Schleichwerbung&#8221; unterstellt, verlieren alle:</p>
<p>1. die Leser, weil sie nun auch dem Journalisten, dem Medium nicht mehr trauen können</p>
<p>2. die Produzenten, weil er einen Kommunikationskanal verliert, denn in so einem Umfeld wirken auch Anzeigen nachweislich nicht mehr &#8211; selbst absolut neutrale positive Testberichte werden nicht als solche wahrgenommen, wenn mangelnde Neutralität unterstellt wird</p>
<p>3. die Journalisten, weil solche &#8220;wertlosen&#8221; Medien auf Dauer nicht genug Einnahmen abwerfen, um ihre Arbeit zu finanzieren</p>
<p>Dass wir uns vor allem bei Fachmedien auch mit Journalisten (und anderen Experten für das jeweilige Thema) inhaltlich austauschen mag für beide Seiten manchmal sogar befruchtend sein. Vor allem wenn es beim Informationsaustausch bleibt &#8211; und kein Einfluss genommen wird, kein Versuch der Einflussnahme unterstellt wird.</p>
<p>Das gilt in beide Richtungen.</p>
<p>Wer &#8220;gute&#8221; Produkte herstellt, hält auch aus, wenn mal ein Produkt daneben geht und berechtigte Kritik folgt. Der verbessert sich beim nächsten Mal, kommuniziert in der Zwischenzeit fair und transparent und dann bekommt er auch wieder eine Chance.</p>
<p>Wer versucht, austauschbare Produkte durch gekaufte &#8220;thematische Umfelder&#8221; aufzuwerten, hat schon verloren, bevor er damit anfängt.</p>
<p>Das hat das Web vielleicht wirklich geändert, dass PR-Stunts ganz schnell auffliegen und sich gegen den wenden (können), der sie losgetreten hat.</p>
<p>Also macht das Web unseren Job einfacher: lügen lohnt sich nicht.</p>
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