Exklusiv-Interview: Frank Schneider über den Launch der dmex und die OMD

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Nachdem sich die ‚großen‘ Internet Messen neu positionieren, hat The Strategy Web heute den neuen dmex-Chef Frank Schneider mit Fragen zu seinem neuen und alten Projekt konfrontiert: zum Launch der dmex und der ebenfalls von ihn gelaunchten OMD.

Herr Schneider, was ist schwieriger zu launchen: Ein Messekonzept, welches es vorher nicht gab ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF oder eine Messe dmex, die im Mitbewerb zu ihrem eigenen Ex-Konzept steht?

Frank Schneider: Beides stellt spezielle Herausforderungen, und beides kann man nicht 1:1 vergleichen.

Der Start der ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF im Jahr 2000 erfolgte damals auf dem Höhepunkt des New-Economy Hype’s. Die Aufgabe bestand darin, einer in der Entstehung befindlichen, schnell wachsenden, neuen Branche, eine Plattform zu bieten, die Ihre Vertriebs-, Informations- und Kontaktziele erfüllt.

Inzwischen ist der Markt erwachsener geworden – mit einem viel gesunderen Maß an Dynamik. Die Ziele für eine zentrale Veranstaltung haben sich nicht grundsätzlich geändert, aber die Branche ist komplexer geworden. Insofern besteht die Herausforderung heute darin, eine B2B-Messe mit begleitendem Kongress für die gesamte digitale Wertschöpfungskette zu konzipieren und dabei die Kontaktqualität auf einem hohen Niveau zu halten.

Was wird die dmex inhaltlich von der ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF unterscheiden?

Frank Schneider: In vielen Gespräche wurde uns vermittelt, dass es aus Sicht der Aussteller noch erhebliches Potenzial gibt, weitere wichtige Werbungtreibende für einen Besuch der Messe zu gewinnen. Zusätzlich gilt es, einzelne Branchen zu identifizieren, in denen digitales Marketing noch unterrepräsentiert ist und diese gezielt auf die dmex einzuladen. Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass die dmex den Besuchern eine bessere Orientierung und einen einfacheren Überblick bieten muß.

Die ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF ist gerade vorbei und der Tenor war, dass es wieder ein schönes Klassentreffen war: gute Businesskontakte machen und netten Branchentalk pflegen, ist das vorrangige Ziel. Soll die dmex ähnlich ablaufen?

Frank Schneider:„Klassentreffen statt Business“ war ja ein Kommentar zur online-marketing-duesseldorf auf Strategy Web. Das Ziel der dmex ist es, ein Get-Together für Aussteller- und Besucher der für die digitale Branche relevanten Unternehmen zu organisieren – mit dem ganz klaren Fokus auf Geschäftsabschlüsse. Wir wollen eine Businessmesse mit Networking im angenehmen Rahmen!

Bei der diesjährigen Umfrage auf www.thestrategyweb.com kam heraus, dass die Party einen hohen Stellenwert bei der Messe einnimmt. Gibt es auf der dmex auch einen großen Partyabend oder eine Awardverleihung?

Frank Schneider: Die Party hatte schon immer einen hohen Stellenwert. Neben dem ausgelassenen Feiern, bestand Ihr eigentlicher Sinn und Zweck in einer zusätzlichen Kontaktmöglichkeit mit Marketingentscheidern und Agenturen in ungezwungener Athmosphäre. Insofern wird es natürlich eine Party zur dmex geben, auf die wir uns alle schon sehr freuen. Einen Award können wir uns vorstellen, glauben aber, dass eine solche Veranstaltung nur in enger Abstimmung mit der gesamten Branche ins Leben gerufen werden sollte.

Würde es Ihnen leid tun, wenn die ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF durch die dmex eingestellt wird?

Frank Schneider: Das Wichtigste ist, dass die Branche mit der dmex eine zentrale Plattform erhält, die zum einen das Geschäft aller Marktpartner im Digitalen Marketing fördert und zum anderen dem wachsenden Stellenwert der Digitalen Wirtschaft Rechnung trägt. Wenn das gelingt, freue ich mich.

Wir wünschen Hr. Schneider viel Erfolg mit seinem neuen Projekt dmex in Köln 2009.

PS: Vor kurzem erst veröffentlichte The Strategy Web ein Preview eines Interviews mit der Projektleiterin der Internet World 2008 – Sabine Weissenbach.

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