Gute Aussichten: Gedanken zu Social-Web-Studien

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studienzeitIn den Sommerferien ereignet sich manchmal Sonderbares. Da fahren alle in den Urlaub und just in diesem Moment erscheinen zwei verheißungsvolle Social Web Studie. Diese Studien prophezeien verheißungsvolle Aussichten für die Budgets des Social Web-Marketing als noch vor zwei Wochen, als ich in den Urlaub gefahren bin und dieses Blog aus familiären Gründen einfach mal ruhen lassen musste.

Oder hat man, wenn man so aus dem Urlaub kommt, gern die rosige Brille auf, ist erholt und sieht Nachrichten eher nach dem Prinzip ‚Glas voll, denn ‚Glas leer‘? Ich weiß es nicht… Fakt ist: Ich sehe die beiden Social Web Studien positiv. Und das aus zwei Gründen…

Als jahrelanger Webbegleiter des Webbusiness weiß ich, wie langsam sich Unternehmen bewegen, wenn es um Web-Neuerungen geht und wie ungern dafür, „schnell mal“ Budgets in die Hand genommen wird. Unternehmen scheinen die Notwendigkeit für den Einsatz von Social Web Aktivitäten zu erkennen.

Zudem kommt endlich eine Entwicklung in Gang, die den Kunden in den Mittelpunkt des Unternehmensinteresses rückt und den Unternehmen keine andere Wahl läßt, als sich mit ihm eindringlich zu beschäftigen. Kunde und Unternehmen arbeiten enger zusammen, denn aneinander vorbei.

Zwei wunderbare positive Erkenntnisse… Und nun zu den Studien:

Social Media Company 2009
Betrachten wir mal die Studieergebnisse der Social Media Company Studie 2009 unter der Leitung von Prof. Dr. Klemens Skibicki von Brain Injection in Zusammenarbeit mit der Cologne Business School.

Wenn 350 deutsche Führungskräfte zu ihren Kenntnissen und Strategien im Social Web befragt werden, muß man dann von einem „niederschmetternden“ Urteil sprechen, wenn bei der Hälfte der Befragten kaum oder gar kein Wissen über Web 2.0 vorhanden ist? Das Ergebnis erinnert ein wenig an die IFOM-Online Klima Studie 1/2009, die Entscheidern fehlende Webkompetenz bescheinigte.

Aber ist die Social Media Company 2009 nicht eher positiv zu sehen…
– wenn schon 15% der Businessentscheider die Steigerung des Umsatzes durch den Einsatz von Social Media, sowie diese Handlungsnotwendigkeit, den Nutzen und die Vorzüge von Social Media erkennen?
– wenn 80% der Businessentscheider schon wissen, was sich hinter dem Begriff Web 2.0 verbirgt. (Fragen Sie mal einen solchen Entscheider nach diversen Bannerformaten, die es weitaus länger schon gibt…).
– wenn ‚erst‘ 60% der Entscheider ein Community Profil haben, muß das nichts Schlechtes sein. Denn wie wir „business-entscheidenden Community-Profil-Eigner“ alle wissen, ist Social Networking auch gerne mal ein wertvolle Zeit fressendes Monster. Oder haben Sie alle nur wertvolle Kontakte in ihrem Kontaktarchiv?
– wenn nahezu 70% über sich denken, sie wissen zu wenig über Web 2.0. Wer noch lernen will, ist im Geschäft, sage ich mal. Erschreckender und „niederschmetternd“ erscheint mir da eher, wenn zahlreiche Web 2.0-ler sich gleich mal als Social Web Experten bezeichnen, wenn sie bloggen und twittern.

CMO Council: Social Media Investements
Auch eine aktuelle Studie aktuellen Befragung von 511 Top-Marketingverantwortlichen im Auftrag der American Marketing Association des CMO Council beweißt, daß Social Media immer mehr in den Marketingbudgets Einzug findet. Bis 2014, so besagen die Ergebnisse Studie, sollen bereits an die 14% der Budgets anstatt heute 3,5% den neuen sozialen Medien zugute kommen. Wenn man sich überlegt, daß es in vielen Unternehmen fast zehn Jahre gedauert hat, bis Webmarketing im Ganzen die 10% Hürde überschritten hat, so zeigen diese Aussichten doch eine sehr züge Wachstumsprognose.

Interessant ist natürlich, wo der Fokus der Budgetumschichtungen liegt…: 65% Social Networking, 52% Video und Photosharing und 50% Blogging. Die Begründungen sind einleuchtend: Die befragten Unternehmensvertreter versprechen sich davon eine bessere Markenentwicklung, Neukundengewinnung, Produkteinführungen und Kundenbindung sowie bessere Einsichten in die Märkte und damit das Kundenverhalten. Kommt das Investment ins Social Web also nicht einem Investment in den Kunden gleich?

Spot On!
Der Kunde gestaltet gerade in der Social Web Welt die Geschicke einer Marke „aktiv“ mit, wie Florian Haarhaus, Deutschlandleiter von Alterian richtig feststellt. „Das Social Web wird dadurch für Unternehmen, die diese Informationen erfassen können, zu einer regelrechten Daten-Mine, die wertvolle Informationen für die Gestaltung aller online- und offline-Marketingaktivitäten liefert, ohne in die Persönlichkeitsrechte der Akteure im Social Web einzugreifen.“ Unternehmen, die weiterhin aktiven Einfluss auf das Heiligtum namens „Marke“ haben wollen, müssen ihre Erkenntnisse aus der Onlinekommunkation im Social Web ziehen. Hier erhalten Marken bei ordentlichem Monitoring die notwendigen Informationen über Kundenprofile, Zielgruppensegmentierungen und Produktpräferenzen. Nur auf diese Weise bleiben die guten Aussichten auf Kontrolle sowie die Gestaltungshoheit über die Marke bestehen.

Und insofern ist es anhand der aufgeführten Studien immer gut, sich selbst, seine Manager und sein eigenes Unternehmen auf den Prüfstand zum Thema Social Web und Web 2.0 zu stellen. Das liefert dann hoffentlich gute Aussichten…

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Kommentare

Ein Kommentar zu "Gute Aussichten: Gedanken zu Social-Web-Studien"

  1. Tweets that mention Gute Aussichten: Gedanken zu Social-Web-Studien -- Topsy.com am 10.09.2009 07:06 

    […] This post was mentioned on Twitter by Arjen van den Akker. Arjen van den Akker said: RT @thestrategyweb Gute Aussichten: Gedanken zu Social-Web-Studien http://bit.ly/IIP3y […]

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