Marken, …lasst Taten folgen!

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Die Anforderung sowie das Selbstverständnis von Marken verändert sich. Die Gründe dafür sind im Web schnell auszumachen: Social Media, Search, Online Videos, etc. verändern die Grundfeste der Einbahnstraßen-Kommunikation ‚Marke zum Kunden‚.

Unternehmen und ihre Marken müssen lernen, an der Kommunikation im Web teilzuhaben und nicht weiterhin, dieselben alten ,Nachrichtenschleudern‘ zu verwenden, mit der bisher ihre Marken mittels ihrer Unternehmenskommunikation nach Begeisterung heischten. Malia Supe und Garrick Schmitt haben sich des Themas im Beitrag ‚Brands do‚ angenommen und machen an Fallbeispielen von Camper, Nike, Starbucks und Zappos.com deutlich, daß nicht mehr nur Worte zählen, sondern Taten folgen müssen.

Fünf Grundregeln: Weg von Worten hin zu Aktionismus

1. Definieren. Festlegen, wofür die Marke stehen soll. Was sind die elementaren ‚Glaubenswerte‘, die verantwortlich zeichnen, wie die Marke mit der Welt interagiert? Bevor man das und den Kern der Marken DNA nicht versteht, ist es nahezu unmöglich, sinnvoll vorzugehen.

2. Identifizieren. Beginnen, die Verhaltensweisen oder Aktionen zu identifizieren, die mit diesen ‚Glaubenswerten‘ einhergehen. Was ist absolut authentisch an der Marke? Zum Beispiel, wenn Ihre Firma Software verkauft, will man dann wirklich eine Weinbar eröffnen?

3. Prüfen. Prüfen aller ihrer Marketinganstrengungen, online wie offline. Gibt es eine Diskrepanz zwischen dem, wie man selbst will, dass sich die Marke verhält und wie sie sich wirklich verhält? Man kann beispielsweise nicht eine Marke um Kundenservice bauen, wenn die Kunden den Support nicht erreichen können. Oder drückt die Anzeige im “O” Magazin wirklich die Qualität der Marke aus?

4. Zuhören. Dies ist wahrlich der Schlüssel. Gute Marken werden darauf aufgebaut, was Menschen darüber sagen. Verlass das Bewährte und fang an, mit Kunden zu sprechen. Monitor auf jeden Fall ihre Aktionen innerhalb der sozialen Sphären auf ‚empfangenden‘ Seiten wie Twitter, Facebook und andere. Dann reagiere.

5. Mach die Marke greifbar. Der letzte Schritt ist, der Marke einen greifbaren Ausdruck zu verleihen. Was soll die Marke tun? Wo soll sie hin? Was soll sie sagen, was sind die Produkte und Dienstleistungen, die eine Marke mit diesem Bekenntnis System kreieren würde? Vor 5 bis 10 Jahren hätte dies ausdrücklich ein Produkt adressiert, aber heute bietet die digitale Erfahrung einen wahren Mehrwert für Konsumenten. Für das Finanzwesen bedeutet dies, einen außergewöhnlichen Service anzubieten. Für eine Konsumer-Marke kann das heißen, eine spezifische Community zu erstellen, die zur Interaktion anregt.

Spot On!
Klingt ein wenig nach Cluetrain Manifest? Oder eher nach Social Media Evangelismus? Egal. Das Entscheidende ist, daß die Marken sich trauen. Oder…

Markenentscheider müssen nicht mehr allein gegen den internen Entscheiderstrom schwimmen, sondern sich vom externen Konsumentenstrom treiben, inspirieren, weiterbilden und mit Argumenten helfen lassen. Dann ändert auch der interne Strom seine Bedenkensrichtung ganz schnell.

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Kommentare

3 Kommentare zu "Marken, …lasst Taten folgen!"

  1. Jan Manz am 16.02.2009 09:41 

    Spannende Worte – wahre Worte. Aber: Ich würde den Begriff des Dialogs, bzw. auch des Monitorings der vorhandenen (Erst-)Meinung etwas früher bzw. deutlicher pointieren.
    Denn: Das „Definieren“ steht in obiger Form etwas arg „selbstreferentiell“ da. Und wir wissen doch: Die Eigenwahrnehmung des Markenkerns ist in den meisten Fällen doch anders als die Außen-Wahrnehmung.
    Dieser Punkt (oben dann: 3) kann m.E. nur mit dem Monitoring-Aspekt PLUS interne wie externe Analyse einhergehen.

    Und: Der Punkt (bewusstes) „Vernetzen“ fehlt in meinen Augen. Wobei sich dieser Punkt sicher nur auf die Unternehmen und deren Marken anwenden lässt (es sich empfiehlt), die den Weg hin zum „kontrollierten Kontrollverlust“ des Markenverstädnis/ der Markenbildung mit voller Überzeugung gehen wollen.

  2. Social Media: Guideline für Brand Manager am 19.02.2009 08:28 

    […] On! Die Guidelines für Markenverantwortliche nehmen langsam zu. Es ist erstaunlich, wieviel schlaue Tips sich für Brand Manager finden. Langsam wird es Zeit, […]

  3. freitags news flash KW 8 | ethority weblog am 20.02.2009 16:36 

    […] >> thestrategyweb.com […]

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