Meine Marken – Das Milka Bekenntnis

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In zahlreichen Gesprächen und Präsentationen mit Marketingverantwortlichen habe ich in den letzten Wochen die Bedeutung der Bekenntnisse von Prosumern zu Marken im Social Web zugunsten des Referenz-Marketing und des Buzz um die Marke hervorgehoben. Auch Facebook nutzt dieses neuzeitliche Phänomen mit Fanpages von Marken, um den Marken eine Plattform auf ihrer Plattform zu gewähren, wo sie die Markenbekenntnisse in der externen Community-Cloud zusammenführen und Erkenntnisse über Gespräche hinsichtlich der Marke generieren können.

Diesem Bekenntnistrend folgt auch die W&V-Online. Sie hat die Serie „Meine Marken“ ins Leben gerufen. Dort bekennen sich Branchen-Promis wöchentlich zu ihren Lieblingsmarken. Stephan Vogel von Ogilvy fährt für TWIX auch nachts noch an die Tanke, Serviceplan-Geschäftsführer Ronald Focken eher für Kitkat. Weber Shandwick Deutschland Chefin Astrid von Rudloff zieht Ritter Sport der Yoghurette vor. Saatchi-Chef Michael Samak mag Überraschungseier und Werbeprofi Thomas Kock liebt Kinderschokolade.

Schokolade ist ein gutes Thema bei Markenbekentnissen. Dem will auch ich mich hier mal widmen. Denn heute bekenne ich mich zu einer meiner Marken: Milka Schokolade. „I love Milka“! Nein, nicht die Herzen oder andere Milka Marken-Derivate. Nur die Richtige, die einzig Wahre. Die Milka Alpenmilch-Schokolade (Vollmilch). So, jetzt ist es raus.

Aber warum?
Ganz einfach. Meine Frau kam auf die glorreiche Idee, unserer Küche mehr Farbe zu verleihen. Und nun ratet mal welche… Richtig: Lila! Nein, kein Witz. Das Foto kann bezeugen, daß meine Frau wahrlich „milka-lila“ gewählt hat. Ob sie das nun getan hat, damit ich mich endlich zur Marke bekenne, oder weil „Flieder“ als Farbe gerade trendy ist. Ich weiß es nicht. Vermutlich eher, weil ich mir „Milka Schokolade wie Brot“ einverleibe, wie sie meint. Und da könne ich mich auch endlich zu meiner Schoko-Lieblingsmarke bekennen.

Die Wand ist schön geworden. Die Küche ein kulinarischer Wohntraum sozusagen. Es werden noch zwei Designer-Barhocker gekauft (aus Gründen des Markenbekenntnisses vermutlich in weiß…). Dennoch wirkt die Wand und die Küche unvollständig.

Was fehlt?
Der Milka Schriftzug und natürlich der angemessene Schokoladenvorrat an Milka Vollmilch Tafeln.

Kraft Foods, bitte macht Social Media Monitoring. Denn auf das Social Web scheint sich das Unternehmen noch nicht so richtig einzulassen. Auch wenn es schon zahlreiche Bekenntnisse zu Milka auf Facebook gibt. Die offizielle Fanpage fehlt noch. Ebenso wie ein Twitter, YouTube oder ähnliche Social Media Engagements. Offensichtlich hat Kraft die Daten der Bekenner lieber incognito im eigenen Kuhstall statt publik in der Cloud. Die Gemeinde der Milka-Fans trifft sich derzeit in der Kuh-munity. Muß ich jetzt da noch Mitglied werden? Ich hab mich ja öffentlich zur Marke bekannt… Mehr Bekenntnis geht nicht, oder?

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Kommentare

6 Kommentare zu "Meine Marken – Das Milka Bekenntnis"

  1. Tweets that mention Meine Marken – Das Milka Bekenntnis -- Topsy.com am 16.06.2010 12:41 

    [MARKED AS SPAM BY ANTISPAM BEE]
    […] This post was mentioned on Twitter by Martin Meyer-Gossner, agentur wagner. agentur wagner said: RT @thestrategyweb Meine Marken – Das Milka Bekenntnis – In zahlreichen Gesprchen und Prsentationen mit Marketingver… http://ht.ly/17L4AT […]

  2. Michael Pleitgen am 19.06.2010 09:55 

    Die Konkurrenz von LINDT hat sich einmal auf Youtube und flickr versucht. Ich denke, viele Marketer haben Probleme damit, ein Stück weit die Kontrolle über ihre Marke zu verlieren. Wie der Goldhase sich einmal ins Web 2.0 wagte, habe ich einmal für eines meiner Seminare zusammengestellt. http://bit.ly/cq6UbE

  3. Martin Meyer-Gossner am 19.06.2010 13:16 

    Kann mich an die Sache erinnern. Das passiert, wenn man kurzfristig eine Kampagne im Social Web startet und dann (zumindest hat es den Anschein) die Resourcen ausgehen. An deinem Post sieht man jetzt im Nachhinein sehr schön: Manche Sachen verschwinden in Social Networks, andere bleiben erstmal. Die Frage ist dann, welche Nachhaltigkeit der Kontrollverlust auf die Marke hat.

  4. Social Media Krieg der Marken Chocri vs. Milka – Die zarteste Versuchung, seit es Social Media gibt ‹ smaboo AG am 21.06.2010 10:48 

    […] jeweils mehr als 200.000 Fans versammelt haben. Das nenne ich mal ungenutztes Potenzial (und das sehe übrigens nicht nur ich so!). Aber was nicht ist, kann ja noch werden – siehe Coca […]

  5. Money,money,money | Uncategorized | Information about Car Trading! am 27.07.2010 17:02 

    […] Meine Marken – Das Milka Bekenntnis […]

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