Mobile Internet: Unterschiedliche Nutzung und das Thema Monetarisierung

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TNS Infratest Relation Browser hat das Nutzungsverhalten der Deutschen im mobilen Internet getrackt und die ‚Mobile Internet Benchmarking Studie 2008‚ veröffentlicht. Die Early Adaptor, die die Studie als Zielgruppe hatte, ist zwischen 26 und 40 Jahren alt und nutzt hauptsächlich neben Suchmaschinen, Nachrichtenportale, die Nutzung von E-Maildiensten und das Abrufen von Wetterinformationen.

Die Hauptunterschiede im mobilen Internet zwischen Mann und Frau sind tendentiell dabei…

* Männer shoppen mehr mobil und nutzen Nachrichten aus Kultur, Politik und Wirtschaft.

* Frauen nutzen mehr Datendienste wie Musik, Spiele und Klingeltöne herunterladen.

Die Nutzung der klassischen Internetdienste wie Suchmaschinen, E-Mail-Portale oder Wetterbericht ist bei beiden Geschlechtern gleich hoch.

Der mobile Internetmarkt kommt in Bewegung und die Anbieter von Content sollten rechtzeitig planen und Monetarisierungsideen haben. Denn wie das Manager-Magazin schreibt: „Neue Multimedia-Handys à la iPhone, breitbandige Funkstrecken, günstige Daten-Flatrates und populäre Inhalte wie Youtube verhelfen dem seit Jahren propagierten „Web in der Westentasche“ nun endlich zum Durchbruch“. Bereits 2011 werden bis zu eine Milliarde Menschen das mobile Internet nutzen, prognostizieren die Experten des Beratungsunternehmens Oliver Wyman.

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Der direkte Vergleich der Studie hinkt und sollte mehr als Trend gewertet werden: Frauen stellen erst rund ein Viertel der derzeitigen Nutzer im deutschsprachigen mobilen Internet. Unklar ist wie immer die Monetarisierung. Auch wenn Paid-Content Vermarktungsmodelle auf dieselben Akzeptanz-Probleme wie im Web stoßen, ist hier vermutlich der erste Ansatz zu sehen – für Datendienste wird hier wie dort gezahlt werden und der Markt rechnet im ‚Mobile-Markt‘ hier vorerst mit dem größten Wachstum, wie Chip vor kurzem berichtete.

Die Diskussion ist zwar gewagt, aber die Frage sei gestellt: Wieso eigentlich nicht eine angemessene Jahres-Flatrate für mobile Content Nutzung anbieten? Vom Content-Anbieter aus oder vom Mobil-Provider – langsam könnten mal die Provider ruhig auch in die Pflicht genommen und kreativ im Sinne der Monetarisierung werden.

Generell gilt doch: Je einfacher die Abrechnung, umso eher bezahlt man dafür. Alles eine Frage des Mehrwertes, der Personalisierung sowie der Qualität des angebotenen Contents und Services, oder nicht? Oder macht sich noch ein Premium Mitglied bei XING Gedanken über die paar monatlichen EURO, die da abgebucht werden?

Und das mit mobile Content auch über Werbevermarktung ordentlich Geld zu verdienen ist, hat Arne Wolter, Geschäftsführer Gruner & Jahr, auf den Medientagen verlauten lassen. Er spricht von siebenstelligen Umsätzen, die „keine Peanuts“ sind, wie Horizont berichtet.

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