OMD und DMEX: aktueller Zwischenstand

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Das Werben um die Aussteller hält an und der Kampf scheint in eine vorentscheidene Phase zu gehen. Der nächste OMD Newsletter kam gestern in die Mailboxen der Interessierten und verkündete den Anmeldungsstand der Aussteller seitens der OMD. Da schaut man eben mal zum Vergleich auf die DMEX Seite und kann den Zwischenstand der bereits gesicherten Aussteller durch die Veranstalter verkünden…

OMD – DMEX 29:61

Spot On!
Zwei Sachen erschließen sich einem nicht so ganz: Alle Marketiers reden auf dem Internet-World Kongress von etablierten Brands, die zukünftig erfolgreich Online und Offline sind und beim Kunden gewinnen. Offensichtlich hatte die OMD diesen Brand-Status nicht erreicht (trotz 20.000 Besuchern und rund 380 Ausstellern). Sonst wäre die Kehrtwende die einzige Ausnahme im modernen Marketing und ginge als nicht erklärbare, irrationale Marketingentscheidung der Web 2.0 Zeit in die Historie ein. Oder nicht…?!

Zumal frägt man sich, wieso Aussteller einem Messekonzept schlagartig den Rücken kehren, von der man überzeugt war (laut Studien der OMD). Obwohl man keine Ahnung hat, was einen bei dem neuen Konzept erwartet. Vielleicht war die ‚360 Grad Ausrichtung‘ der OMD aber einfach eine 180 Grad Drehung zuviel – dann dreht man der OMD nämlich den Rücken zu und schaut nach Köln…

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Kommentare

2 Kommentare zu "OMD und DMEX: aktueller Zwischenstand"

  1. Joachim Graf am 31.10.2008 20:47 

    Nun existiert zwar eine Aussteller-Klientel, die OMD-Veranstalter Igedo Relation Browser schmerzlich vermissen wird: Diejenigen Unternehmer, die erklärt haben, künftig ausschließlich in Köln auszustellen – vor allem die OVK-Mitglieder. Aber dennoch können sowohl Igedo als auch die Marketingbranche damit leben, dass es beide Messen gibt. Weil es für jede eine relativ klar umrissene eigene Zielgruppe gibt.

    Erklärtes Ziel von OVK Relation Browser, BVDW Relation Browser und Kölnmesse Relation Browser ist es, eine eigene Spielwiese der großen Jungs zu schaffen. Man will im europäischen Umfeld Marktdominanz schaffen. Und das ist gut: Für den interaktiven Standort Deutschland und für die Branche. Die Stichworte heißen hier „europäische Leitmesse“, „Finanzwirtschaft“ und vor allem: „Besucherauswahl“. Klein, fein, elitär – das ist sinnvoll für die börsennotierten Vermarkter. Für die großen Verlagshäuser. Für die großen Markenartikler. Für die Mediaagenturen.

    Kurz: Für das große Geld, das in die Online-Werbebranche sprudelt, weil Online-Werbung sich inzwischen auf Augenhöhe mit der TV- und Print-Werbung bewegt. Eigentliche Konkurrenz der DMEX ist damit die Ad:tech Relation Browser, die global in Sydney, Paris, San Franzisko, Miami, Singapur, Chicago, London (24. und 25. 9. 2009!) und Tokyo eben diese Zielgruppe ansprechen will (und es letztes Jahr in Deutschland eben nicht geschafft hat, in Hamburg ein deutsches Format hochzuziehen).

    Für die OMD könnte als Zielgruppe bleiben die inhabergeführten mittelständischen Interaktiv-Agenturen, die mittelständischen Online-Werbetreibenden, die SEM- und SEO-Dienstleister – kurz: die ganze restliche Online-Werbebranche sowie diejenigen, deren Geschäftsmodell auf viele kleine Marketingbudgets aufgebaut ist. Heißen sie nun Zanox, Gelbe Seiten oder Google.

    Diese beiden von DMEX und OMD angesprochenen Zielgruppen haben miteinander ohnehin nur bedingt etwas gemeinsam. Insoweit könnte eine Trennung vielleicht sogar gut sein für die Branchenentwicklung, weil sich jede Messe für sich spezialisieren kann und keinen inhaltlichen Spagat betreiben muss. Und vielleicht sogar sieht künftig das eine oder andere OVK-Mitglied mit unterschiedlichen Produkten einen Sinn darin, wieder auf beiden Messen präsent zu sein.

  2. Anonymous am 01.11.2008 15:36 

    Gute Ausführungen von Hr. Graf, die als praktische Lösung die gesamte Onlinebranche beflügeln würde…

    Vielleicht wäre der richtige Ansatz für eine Lösung, ein offenes Gepräch zur klaren inhaltlichen und zielgruppenorientierten Trennung der Konzepte zu führen. Ende des Mitbewerbsszenarios und Anfang der Berechtigung von zwei spezialisierten Internetmessen. In anderen Branchen hat so etwas schon funktioniert…

    Für die Aussteller wäre viel schneller eine Entscheidung zur Verteilung der Marketingbudgets zu treffen – und so mancher Verantwortliche würde sich sehr wohl überlegen, ob er nicht beide Messen mit Geldern bedenkt. Schließlich gibt es auch unterschiedliche Optionen sich hier wie da darzustellen….

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