OMD und dmex werben um Aussteller

Pin It

Im Wettbewerb mit der neuen digitalen Online-Messe dmex, hat die OMD in ihrem Newsletter das Gerangel um Aussteller aktiv eröffnet. In der neusten Ausgabe werden Ergebnisse der Besucherbefragung bekanntgegeben, die natürlich überzeugend und imposant klingen. Oder besser, klingen sollen…

Im Mittelspunkt der Argumentation: der begeisterte OMD Besucher.

„93,2% der Befragten geben an, direkten und indirekten Einfluss auf den Kauf von Medialeistungen zu haben.“

… und …

„Drei Viertel der Besucher haben sich bereits jetzt für einen erneuten Besuch entschieden.“

… sowie …

„Vor diesem Hintergrund wird die Spaltung der Messe von den Besuchern äußerst kritisch gesehen: Viele Besucher befürchten vor allem negative Auswirkungen auf die Internationalisierung. Für richtig hält die Spaltung keiner der Befragten.“

Liest man die Zahlen der OMD, muss man sich hier um Besucher 2009 offensichtlich keine Sorgen machen (wären gerechnete 15.000 Besucher in 2009). Wenn man die Besucher von den ’negativen Auswirkungen auf die Internationalisierung‘ sprechen hört, stellt man sich allerdings die Frage, was diese damit meinten. Oder ob das eher die Meinung der OMD-Veranstalter wiederspiegelt? Wenn im Newsletter belegende Zahlen und Angaben zur Quelle der Studie fehlen, wirkt das nicht sehr glaubwürdig.

Die dmex wirbt mit Testimonials auf ihrer Webseite dagegen. Der BVDW Vorsitzende Arndt Groth stellt der dmex jetzt schon in Aussicht, „Europas führende Messe für digitales Marketing“ zu werden. Zudem bekennen sich mit ihm namentlich 40 weitere Freunde und Top-Player der Branche ebenfalls schon ausdrücklich zur dmex. Da stellt sich für Besucher wie Aussteller schnell die Frage: Was macht man zwei Tage auf der OMD, wenn zahlreiche Größen der Branche zur dmex abwandern? Die hohen Zahlen des OMD-Newsletters bezüglich der bereits sicheren Besucher für 2009 darf man da schon in Frage stellen…

Das Zünglein an der Waage zur Entscheidung des großen Siegers in diesem Konkurrenzkampf sind sicherlich die ‚kleinen‘ Aussteller, die sich noch im Zwiespalt zwischen ‚Tradition‘ und Neuanfang befinden. Vielleicht sind sie es aber auch, die die beiden Messen abstrafen, indem sie im nächsten Jahr einfach mal als Besucher denn als Aussteller vor Ort sind: bei beiden Messen. Eine solche Putt-Situation wäre sicherlich für die beiden Veranstalter nicht erstrebenswert.

Nur in einem Punkt herrscht Einigkeit unter den Konkurrenten: Wenn man den OMD Newsletter und das Interview mit dem dmex-Gründer Frank Schneider vergleicht, stimmen beiden Messen darin überein, dass die Orientierung für die Entscheider eindeutig vereinfachen muss, wenn zufriedene Besucher von den Messen gehen sollen.

Spot On!
Wenn die Party der OMD -laut einer Umfrage– wirklich einen hohen Stellenwert hat, kann man das Gerangel um die Aussteller auch in Form einer Marktforschung beenden und sich schnell auf einen Ort einigen: Alt oder Kölsch – das ist die Frage?! Den Ausstellern, die den Unterschied nicht kennen, kann hier die Entscheidungsfindung erleichtert werden. Oder brauchen wir wirklich zwei Digitalmessen in Deutschland?

Related Posts

Kommentare

Schreiben Sie Ihren Kommentar...
(Ein Foto neben dem Kommentar erhalten Sie bei Gravatar.com)