Social Media für die Produktentwicklung – AUDI läßt Facebook Fans das Auto der Zukunft designen

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Immer mehr Marken wagen den Versuch, mit der Social Web Welt die Kreativität der Social Medians anzusticheln. Egal ob Brauerei oder Automarke – Social Media ist im Trend. Der Unterschied: Die einen nutzen es als Marketing-Tool und die anderen zur Unterstützung der Produktentwicklung.

Nachdem die Crowd Scourcing Ansätze von Dell und Starbucks erfolgreich waren, will nun AUDI das Auto der Zukunft mit dem Designer-Wettkampf „Youth Mobile 2030″ entwickeln lassen – von Facebook Fans.

Inzwischen hat man auch hier erkannt, daß man sich vom loyalen Kunden das beste Feedback holen kann, um das Brand zu stärken. Als taktisches Mittel Social Media einzusetzen, erscheint als Kundenbindungsinstrument immer beliebter zu werden. Nun will man also auch AUDI die kollaborative „Masse der Bekennenden“ zum Innovationsinput motivieren.

Audi stellt Videos des Designprozesses in Facebook ein, begleitet den Contest mit Informationen und hört genau auf das Feedback und die Fragen der Teilnehmer um herauszufinden, welche Tools die Fans im Auto der Zukunft haben wollen. Bei fast 400.000 Fans wird sich wohl ein ordentliches Engagement zur Zukunftsvision eines Autos einstellen – und AUDI hat sein Ohr ganz nah am Kunden.

Spot On!
Die Meinungen gehen jetzt schon auseinander, ob man die Konsole mit Twitter oder Facebook im Auto integriert haben muß – wie inzwischen auch Google Earth im A8. Grundsätzlich macht die Idee von AUDI was her. Ob Sie erfolgreich ist, hängt aber nicht nur von der Einigkeit der Community ab. Erst kürzlich hat Mercedes den Versuch gewagt, die Community der Marketing-Bloggoshpäre einen neuen Claim entwickeln zu lassen. Die Anzahl der Einträge war zahlreich, das Ergebnis ernüchternd. Die Idee blieb erfolglos. Mercedes änderte nichts. Man hat weiterhin keinen Claim. Die Ernsthaftigkeit der Aktion erschien fragwürdig. Hoffen wir, daß es bei AUDI ein besseres Ende hat…

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Kommentare

10 Kommentare zu "Social Media für die Produktentwicklung – AUDI läßt Facebook Fans das Auto der Zukunft designen"

  1. Andreas am 18.12.2009 11:26 

    Aber wo kann der Fan da etwas mitgestalten??
    Ich kann doch nur das Video ansehen!
    Oder bin ich jetzt blind?

  2. links for 2009-12-18 « Das Textdepot am 18.12.2009 13:30 

    […] Social Media für die Produktentwicklung – AUDI läßt Facebook Fans das Auto der Zukunft designen (tags: innovation facebook marken) […]

  3. Linkdump vom Fr, 18. Dezember 2009 bis Sa, 19. Dezember 2009 | synapsenschnappsen am 19.12.2009 08:06 

    […] Social Media für die Produktentwicklung – AUDI läßt Facebook Fans das Auto der… – (Tags: SocialMedia Marketing Audi automotive ) […]

  4. Andreas Stadtmüller am 29.12.2009 23:16 

    Auch auf die Gefahr hin, als Erbsenzähler wahrgenommen zu werden: die Suche nach dem neuen Mercedes-Benz Claim wurde mitnichten seitens Daimler angestoßen, sondern von einem Blog des Deutschen Fachverlags, der unter anderem das Werbe- und Marketing Fachblatt Horizont (horizont.net) publiziert.
    Nichtsdestotrotz ist Daimler sicher einer der aktivsten deutschen Unternehmen in Sachen Social Media.

  5. Martin Meyer-Gossner am 29.12.2009 23:55 

    Richtig ist, die Community um Horizont hat sein Bestes getan: 100 Kommentare mit rund 200 Vorschlägen. Keiner gut genug für Daimler? Nur der , der keiner ist? Sind die Leser Marketingprofis ohne Esprit?

    Wir werden nicht erfahren, wer der wahre Initiator war. Es sei denn, Daimler äußert sich dazu mal ordentlich öffentlich zur Aktion. „…Die Vielzahl und Vielfalt der Claims zeigt uns, welche Faszination von der Marke Mercedes-Benz ausgeht“. Ein Zitat ohne Quellenangabe auf das Ergebnis als Beleg – und das von Medienexperten?

    Eine starke Marke, die zu seinem (nicht vorhandenen) Claim steht, hätte sich als aktives Social Media Unternehmen in meinen Augen sauber geäußert. Daimler ist in der Selbstfindungsphase. Das ist mir aus persönlichen Drähten sehr wohl bekannt. Die Marke sucht ein neues Gesicht. Jede Hilfe ist da willkommen. Die Aktion paßt dazu. Wollte Daimler mal ein wenig „Crowdsourcing“ testen?

    Von wem die Aktion losgetreten wurde, ist, ob Erbsenzähler oder nicht, doch grundsätzlich für die Effizienz der Social Media Welt nebensächlich…

  6. Andreas Stadtmüller am 30.12.2009 16:00 

    @Martin Meyer-Gossner: absolut richtig, der Initiator ist letztendlich nebensächlich. Wichtig ist das große Involvement (autsch, wieder Werbersprache) und letzendlich, was ein Unternehmen wie Daimler aus solchen Aktionen macht.

    Auf dem Horizont-Blog heisst es übrigens: „Die Aktion läuft natürlich völlig unabhängig von der Suche des Unternehmens selbst …“

    Mein Eindruck ist, dass Daimler sich bei solchen Aktionen eher auf Beobachtung und Recherche beschränkt (@uknaus hat die Claimsuche immerhin ab und zu bei Twitter kommentiert) und sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen will. Denn immerhin geht es hier auch um interne Prozesse (Selbstfindung trifft es vermutlich ganz gut), mal abgesehen von den vielen Dienstleistern, die mit der Entwicklung von Claims eigentlich auch Geld verdienen ;).

  7. Leitfaden zur erfolgreichen Social Media Strategie | Grafikatur Blog - Design mit Tiefgang am 21.04.2011 13:06 

    […] schon mal in der Situation, dass die Zielsetzung schon Teil einer neuen Social Media Strategie ist. Produktentwicklung, Kundenbindung, Support Forum, Fanrekorde brechen, Meinungsbildung uvm. sind legitime Ziele für […]

  8. Autolino am 28.06.2011 11:42 

    Ich seh auch nur das Video. Aber das macht mich schon glücklich :-)

  9. Sören am 11.10.2012 10:36 

    Ich finde das schon an sich ’ne super Idee.
    Allerdings gab es da ja bei der Rügenwalder Mühle so einen „Skandal“: Da wurden Facebook-Fans dazu aufgerufen, Ideen für eine neue Sorte mitzuteilen. Aber das Produkt, was später als Facebook-Produkt im Laden war soll wohl nie durch Facebook-Fans entstanden sein…
    (Leider keine Quelle, sorry.)
    Aber eigentlich ist es schon eine super Sache, den Kunden miteinzubinden.
    Hab noch einen anderen Artikel zu dem Thema gelesen. Da entwickelt ein Hersteller eine Stromtankstelle gemeinsam mit künftigen Kunden und Anwendern. (Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/idee-des-tages/stromtankstelle-im-kundendesign/)
    Das finde ich super! Grade eine Branche, die noch in den Kinderschuhen steckt braucht doch das Input des Endkonsumenten.

  10. Martin Meyer-Gossner am 11.10.2012 11:46 

    Ja, es gab ja auch bei Pril so ein kleines Problem, bei dem der Konsument am Ende dann die Idee in eine andere Richtung interpretiert und nicht ganz so ernst genommen hat.

    Interessant wäre zu wissen, wie das Projekt in einer Community Plattform abgebildet wurde und wie und wo der Input der Nutzer steht, sowie wie man hier vorgegangen ist, um möglichst viele User dabei einzubinden.

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