Studie: Cross-Channel-Marketing nur eine Absichtserklärung

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Endlich mal wieder eine Studie, die die Verknüpfung von Online- und Offline-Marketing auf den Punkt bringt: Cross-Channel-Marketing ist und bleibt interessant, aber schwierig ist die Umsetzung, Messung und Zusammenführung der Kampagnenergebnisse dennoch. Auch wenn sich weltweit um die Synchronisation ihrer Marketingaktivitäten Print, Online und TV bemühen.

So resümiert die Studie „Der digitale Horizont: Eine Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ von TNS und Eyeblaster unter 400 leitenden Marketiers weltweit, daß 85% den Wert der Cross-Media Integration als wertvoll erachten und 67% Cross-Channel Kampagnen durchführen.

Dennoch gäbe es drei Gründe, so die Meinung der Marketingprofis, die die konsequenten Umsetzung von „Cross-Channelling“ hindern. Es gebe…

44% zu wenig geeignete Kennzahlen, Kampagnenwirkung und ROI zu messen
37% zu wenige Fallstudien, die die Wirksamkeit von „Cross-Channelling“ belegen
34% generell einen Mangel an nötiger Technologie

Wenn es jedoch zum Vergleich der Cross-Channel Performance Daten kommt, herrscht das Motto: „Der Wille ist stark, aber die Durchführung ist schwach.“ Nur 12% machen den übergreifenden Performance-Abgleich der Daten, während die Mehrheit von 60% der Absichtserklärung verhaftet bleiben, da das Vertrauen in die Daten offensichtlich noch fehlt.

Der Vergleich der einzelnen Marketingaktionen zeigt, wie unterschiedlich das Wissen und die Umsetzung bei den Marketingprofis ist…

– Vergleich Display vs. Suchmaschinenwerbung: 51% der Befragten analysieren und vergleichen den Erfolg dieser beiden Werbekanäle, 38% würde es gerne tun.
– Vergleich PC mit TV oder PC mit Mobile Media: 22% der Befragten führen diese Analysen durch, bei 62 Prozent ist es noch ein Wunsch.
– Vergleich TV mit Mobile Media oder Außenwerbung (Outdoor) mit Mobile Media: Erst sieben bis acht Prozent der Befragten beherrschen die Erfolgsanalyse dieser Kanäle, 65% haben Interesse daran

Spot On!
Die Metrikendiskussion in der Marketingwelt ist weiterhin in schwerem Gange, aber wie es auch die Messungskriterien des Onlinemarktes an sich und der Social Media Bereich zeigen, so einfach ist es nicht.

„Die Frage ist: Will man die Daten zusammenbringen? Falscher Ansatz wäre klassischen Mediadruck und Internet zusammenzubringen, das macht noch wenig Sinn. Die Zukunft sieht anders aus. Was passiert, wenn ich eine Woche lang TV mache und dann auf Internet Key Words projeziere? Welchen Vorlauf brauche ich, wenn ich auf andere Medien projezieren will? Das werden die großen Themen.“
Christoph Benning, Managing Director, Eyeblaster

Niemand weiß, wer, wie, wann, wo und welche Metriken definieren wird. Keiner will es machen und einen ‚wahrheitsgemäßen‘ und validen Standard der Welt schenken. Die Prognose von Christoph Benning, ob es jemals einen geben wird, ist: „Nein, die Datenerhebung ist zu unterschiedlich“.

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