Studie: Hierachie in Social Networks

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Die aktuelle Studie „Social Network Hierarchies and their Impact on Business“ von Bridge Ratings bestätigt eine Theorie, die ich schon seit einigen Wochen in Vorträgen vertrete. Die Nutzung von sozialen Netzwerken hängt sehr stark von einer alterabhängigen, stufenleiter-orientierten Hierachie (oder Evolution?) der User ab, die sich mit dem Alter und Wissen verändert.

Kurz gesagt, macht die Studie unter 2322 Personen im Alter zwischen 6 und 54 Jahren eins klar: Für jedes Alter gibt es einen bestimmten Typus von Social Media und Social Networks sowie eine entsprechende Hierarchieordnung von Social Netzwerk Nutzertypen.

Vor allem bei der Nutzung durch die Generation X und Generation Y zeichnen sich hierbei besondere Unterschiede ab. Aber auch in den Generationen bis 54 Jahre lässt sich dieser Trend beobachten. Das Marketing Verhalten bei der Adressierung der Zielgruppen ist entsprechend anzupassen, folgern die Studienmacher.

Mädchen im Alter zwischen 6-17 Jahren beginnen vorwiegend mit der Nutzung von Seiten wie Club Penguin, Poptropica and Stardoll. Über die Jahre hinweg geht die Nutzung dann in Twitter oder Spieleseiten wie Habbo über, was einem Aufstieg in der Nutzungshierarchie gleichzusetzen ist.

Obwohl man meinen könnte, daß auch sie Seiten wie Facebook und MySpace nutzen, so zeigt sich, daß Freunde zwar im Lebensmittelpunkt stehen, aber mittels anderer Netzwerktypen kommuniziert wird. Die Nutzung dieser führenden Social Networks unter 35-54 Jährigen ging um 25% im Vergleich zum Vorjahr nach oben.

Ein Test bei einer Radiostation, die mit ihren Marketingaktivitäten die Hierachie Muster beachtete und anwand, belegt die Hierachie-Theorie. Die Station promotete regelmäßig die Seiten mit Gewinnspielen und Kunden-promotions. Das Ergebnis: In allen Bereichen stieg die Response und/oder Teilnahme um nicht weniger als 25%. Dies belegt -nebenbei bemerkt- auch die Wichtigkeit von Outbound für Inbound Marketing.

Bei den 18-24 jährigen jungen Damen steht das Hochladen von Produkt-orientiertem Inhalten (45%) hoch im Kurs. Dies lässt sich auch leicht an der Begeisterung für das Bloggen nachvollziehen, bei dem das Thema „Trends setzen und finden“ eine nicht unerhebliche Stellung einnimmt.

Daß junge Erwachsene selbstbewußt ihre eigene Meinung vertreten und ihre Fähigkeit diesbezüglich nutzen, zeigt sich als eine der Haupt-Charakteristiken durch die ganze Studie. Vor allem wird dies ersichtlich aus ihrem Verhalten hinsichtlich ihres Markenbewußtseins. Mehr als ein Drittel (35%) haben sich in einem Internet Forum oder einem sozialen Netzwerk über ein Produkt oder eine Marke in den letzten Monaten geäußert. Fast 40% haben online ein Produktmeinung geschrieben.

Junge Männern zwischen 18 und 28 Jahren zeigen sich als Multiplikatoren von Produkt-Informationen – 76% haben derartige Informationen weitergeleitet. Sie gelten als die Markenexperten, denn 54% haben auf Onlinewerbung geklickt und sogar 38% haben sich Werbung vor einem Videoinhalt angesehen.

45% laden regelmäßig Werbung oder Produktmeinungen (und Clips) auf Social Networks oder Videoseiten hoch. Ein Drittel hat in Foren über Marken gesprochen und ein gleicher Prozentsatz kommuniziert über markenbezogenen Inhalte auf Instant Messenger oder sozialen Netzwerken.

Spot On!
Die Studie zieht folgende sechs Schlüße aus den Ergebnissen, die spezielle Aufmerksamkeit verdienen (sollten) bei sozialen Marketingaktivitäten:

1. Soziale Seiten targeten, wenn spezifische Konsumenten erreicht werden sollen. Nicht alle Konsumer nutzen soziale Netzwerke auf die gleiche Weise.
2. Laser-fokussierte Produktbotschaften, verschlüsselt an den Lebensstil des Targets zu richten, sind kritisch.
3. Jede Konsumentengruppe und Seite wird begrenzte Wiederholung von Botschaften tolerieren.
4. Begrüßen sie die Hierarchie durch die jede Gruppe reist während ihre sozialen Netzwerk-Fähigkeiten und Erfahrung wachsen und sich verbessern.
5. Staffeln sie Hierarchie Botschaften um den effektivsten Responseraten zu erzielen.
6. Social Networking Kampagnen in Flights abfeiern.

Die Studie liefert einige gute Erkenntnisse. Was denkt Ihr darüber? Decken sich Eure Erfahrungen mit den Ergebnissen?

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Kommentare

12 Kommentare zu "Studie: Hierachie in Social Networks"

  1. Tweets that mention Studie: Hierachie in Social Networks -- Topsy.com am 07.06.2010 14:48 

    [MARKED AS SPAM BY ANTISPAM BEE]
    […] This post was mentioned on Twitter by Avi Joseph, Markus Neubert. Markus Neubert said: Studie: Mit dem Alter verändert sich sowohl die Art der Social Media Nutzung, als auch welche Netzwerke genutz werden http://bit.ly/aGUZjB […]

  2. Rochus am 07.06.2010 15:37 

    Erfahrungen, die diese Erkenntnisse stützen würden, kann ich in der Form nicht anbringen. Dennoch ist in den verschiednartigsten Netzgemeinschaften die Tendenz zur Hierarchisierung ersichtlich.
    Einerseits über Aktivitäts-Rankings, wettbewerbsorientierte Top(10 – 100)-Anzeigen etc. Ferner ist dies auch an der Evolution von Begrifflichkeiten ablesbar. Wenn ich bspw. an den Einsatz der Begriffe „Clans“ oder „Tribes“ (die gefühlte Realität sind) bin hin zur Vision virtueller Demokratie denke. Scheinbar vollzieht sich die Offline-Evolution des Menschen online auch – nur deutlich schneller.

  3. Martin Meyer-Gossner am 08.06.2010 13:46 

    Danke Rochus, sehe ich genauso. Online wird zu einem Katalysator für die Evolution des digitalen Menschen. Doch je mehr ich mich dmait beschäftige, um so eklatanter fällt mir der Digital Divide in der Menschheit auf. Manche vergessen, einfach mal das iPhone stecken zu lassen und andere, endlich mal ein XING Profil aufzusetzen. Grundsätzlich denke ich die Hierarchie wird auch durch industriellen Branchen-Treibsand beschleunigt.

  4. Lesetipps für den 9. Juni | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 am 09.06.2010 09:17 

    [MARKED AS SPAM BY ANTISPAM BEE]
    […] Studie: Hierachie in Social Networks: Sehr interessant. Vor allem die 6 Schlüsse, die aus der Studie gezogen werden. Selten so gelacht…#ähem […]

  5. Rochus am 11.06.2010 10:00 

    Hallo Martin,

    vielen Dank für Dein Feedback. Leider kann ich mich nur zu oft zu denen zählen, die das iphone mal stecken lassen sollten. In der Tat ist es recht schwierig sich diesem Sog – oder noch besser Branchen-Treibsand zu entziehen. Was sich bei mir nach einigen Jahren Marktforschung in Web2.0-Kontexten eingestellt hat ist ein weiterer Aspekt der Spaltung. Es ist auch mehr ein Gefühl als harte faktische Marktforschung. Für die Digital Natives +5 Jahre, sagen wir mal von 2 – 33 Jahren ist der Einsatz von Technik so normal wie Essen & Trinken. Sie erscheinen mir also absolute Technologieführer. Wenn man dann auch die Silver Surfer schaut, hat man den Eindruck, dass sich hier eine inhaltliche Qualitätsführerschaft anbahnt oder durchgesetzt hat. Sprich das was online kommuniziert wird muss vom Niveau her stimmen. Bei der „Zielgruppe“ dazwischen bleibt wohl nur noch das „Stuck in the Middle“ und diese Gruppe muss sich schon sehr anstrengen nicht zum Fähnchen im Wind zu werden, den Hersteller entfachen, drehen und wenden. Denn im Hinblick auf die Anwendung moderner Technologien ist es eher ein Stochern im Nebel und Qualität zu schätzen steht hier scheinbar mangelndes Verständnis beziehungsweise oszillieren zwischen Hipness und Resignation, aber Hauptsache irgendwie dabei gegenüber.

  6. Tweets that mention http://www.thestrategyweb.com/studie-hierachy-evolution-in-social-networks#sf356227?utm_source=pingback -- Topsy.com am 11.06.2010 18:29 

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    […] This post was mentioned on Twitter by . said: […]

  7. HG Hinz am 16.10.2010 20:12 

    Guter Beitrag; als 50plus-User hätten mich allerdings auch die Ergebnisse in den anderen Altersgruppen interessiert.

    Eine kritische Anmerkung: Orthographie und Sprache dieses Artikels sind unter aller Kritik(Fehler und überflüssige Amerikanismen).

  8. Martin Meyer-Gossner am 16.10.2010 22:01 

    Danke für das Feedback. Da sich der grundlegende Unterschied eher in den Jahren bis 40 zeigt, habe ich mich darauf vorwiegend bezogen. Die Studie dürfte aber noch kostenfrei zur Verfügung stehen nach Klick auf den obigen Link auf den Firmennnamen.

    Die Anmerkungen nehme ich dankend auf und gelobe Besserung. Wenn man zweisprachig bloggt, fallen einem solche Schwachstellen erst nach Anmerkungen auf.

  9. Der Studien-Rückblick 2010 am 10.01.2011 23:05 

    […] Social Network Hierarchies and their Impact on Business Die Nutzung von sozialen Netzwerken hängt sehr stark von einer alterabhängigen, stufenleiter-orientierten Hierachie der Nutzer ab, die sich mit dem Alter und Wissen verändert. Demnach gibt es für jedes Alter einen bestimmten Typus von sozialen Medien sowie eine entsprechende Hierarchieordnung von Social Netzwerk Nutzertypen. […]

  10. Sharing study: Men or Women the best brand advocates? am 06.05.2011 15:03 

    […] On! Although many marketers acknowledge the challenge of addressing gender properly with quality social content, many marketers lack the opportunity of having the right resources for production. The study […]

  11. Ermis-Net Social Bookmarking Service am 10.06.2011 09:38 

    Studie: Hierachie in Social Networks…

    Ein kleiner Artikel über hierarchische Strukturen….

  12. Studies – How women and moms use social media and mobile today… am 22.07.2011 15:02 

    […] network. Also interesting, that male versus female usage on Twitter is just the opposite. Another study last year by BridgeRatings said that men prefer Twitter while Facebook is more appealing to […]

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