Studie: Marken für Konsumenten austauschbar – Trend steigend

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Eine repräsentative, aktuelle Studie der BBDO Consulting beweist, daß die Konsumenten die Marken nicht mehr auseinanderhalten können. Speziell in den Bereichen Benzin, Molkereiprodukte und Vollwaschmittel werden Brands austauschbar. Mit diesem Ergebnis wartet die „Brand-Parity-Studie“ auf, für die die Strategieberatung BBDO Consulting 1000 Konsumenten interviewte.

Die geringste Austauschbarkeit weisen Automobile, Bekleidung und Parfüm. Dennoch sei auch hier der Trend steigend. So betrage die durchschnittliche Markengleichheit 64%, was einer Steigerung von 2 Prozentpunkten seit der letzten Studie 2004 entspreche. Die Marken werden demnach in den Augen von zwei Drittel der Konsumenten nicht voneinander trennbar.

„Den Problemen liegen oftmals gravierende Managementfehler zugrunde (…) Gerade vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und verringerter Zahlungsbereitschaft gilt es aber, mit einem differenzierenden Markenversprechen, das konsequent und einheitlich umgesetzt wird, eine nachhaltige Markenpräferenz zu schaffen“, sagt Björn Sander, Managing Partner bei BBDO Consulting.

Die höchste wahrgenommene Markengleichheit der 29 untersuchten Branchen und Produktkategorien liegt mit 67,5% bei den Verbrauchsmarken: Benzin 84%, Vollwaschmitteln 81% und Molkereiprodukten 76%. Bei Dienstleistern ist die Austauschbarkeit bei 62,5% und bei Gebrauchsgütern bei 55,3%. Auch in den Pharma und Personal Computer Branchen zeichnet sich ein steigender Trend der Markengleichheit ab. Bier, Online-Anbieter und Telefongesellschaften hingegen weisen einen gegensätzlichen Trend auf.

Das Fazit der Studie
• Gerade in Krisenzeiten spielen starke Marken eine große Rolle und haben eine hohe Orientierungsfunktion für Verbraucher.
• Es besteht ein Mangel an eigenständigen, differenzierenden Markenkonzepten zur nachhaltigen Generierung von Markenwert.
• Statt auf ein klares Leistungsversprechen wird häufig auf stereotype Klischees und Rabattschlachten gesetzt und Markenwerte somit nachhaltig vernichtet.

Spot On!
Die repräsentative Studie der Strategieberatung BBDO unterstreicht, daß Unternehmen in ihrer Webstrategie das Potential der Markenbildung in vielen Industriezweigen nicht ausschöpfen. Social Media könnte hier zukünftig gute Ansätze zur verstärkten Markenbildung bieten, denn wer sich als Firma im innovativen Part des Web 2.0 engagiert, differenziert seine Markenführung von den stereotypen Klischees und dem marktüblichen Preiskampf. Der aggressive Werbeauftritt von Retailer wie z.B. Saturn und Media Markt verwässert die Markenbotschaft und führt so schnell in Markengleichheit. Wenn jede Woche Sonderangebote und Rabatte über die Werbekanäle ‚flimmern‘, hat der Konsument es schwer zu unterscheiden, wer nun gerade hinter der Werbung als Marke steht. Interessant wäre zukünftig zu analysieren, ob das Mitbewerbsverbot hierbei sich eher negativ auf die Markenbildung auswirkt (z.B. Kopieren von Kreativkonzepten) und hierbei einen Auslöser für die steigende Markengleichheit darstellt.

PS: Passend hierzu ein Beitrag über die Wichtigkeit von Labels und Web 2.0 hinsichtlich der Musikbranche von Tonspion.

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Kommentare

Ein Kommentar zu "Studie: Marken für Konsumenten austauschbar – Trend steigend"

  1. Corporate TV - Audio-Visualisierung von Unternehmenskommunikation am 02.04.2009 23:23 

    […] ein Potential, welches Unternehmen baldmöglichst nutzen sollten angesichts einer wachsenden Austauschbarkeit von Marken. Corporate TV ist ein wenig wie Social Media – wenig Standards bei zahlreichen Spielvarianten (aber […]

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