Studie: Nur 15% nehmen Suchwortanzeigen wahr

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Eine aktuelle Studie von Interface Consult macht klar, daß nur rund 15% der Nutzer Suchwortanzeigen auf Ergebnisseiten von Suchmaschinen wahrnehmen. Für die Auffälligkeit der Anzeige ist die Intention des Nutzers entscheidend. Je nachdem, ob er kaufen oder sich infomieren will, fallen die Suchwortanzeigen mehr oder weniger ins Auge.

Die Eyetracking Studie hat das Suchverhalten auf Google und die Wirkung der Suchergebnisse auf den Nutzer unter die Lupe genommen. Die meisten Blickkontakte entfallen dabei auf organische Links und Top-Links. Die Adwords Anzeigen werden leider nur von einem geringenm Anteil der Suchenden wahrgenommen.

Welche Ergebnisse werden wahrgenommen…
Der erste Suchtreffer wird in 95% der Suchanfragen betrachtet, der zweite in 85%, etc. Treffer acht und neun werden immerhin noch von jedem dritten Nutzer wahrgenommen. Ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen die Top-Links, allerdings in umgekehrter Reihenfolge.

Top-Links werden betrachtet…
1. Top-Link 73%
2. Top-Link 89%
3. Top-Link 93%

Als Schlussfolgerung meinen die Studienautoren…

„Offensichtlich werden Top-Links umso besser wahrgenommen, je näher sie an den eigentlichen Suchergebnissen liegen“

Adwords hingegen schneiden schlechter ab. Nur 15% der Nutzer betrachten Adwords. Interessanterweise erhält die zweite Position mit 20% die meiste Aufmerksamkeit, auch wenn eins und drei nur gering dahinter liegen.

Spot On!
SEM bleibt dennoch aufgrund der Effizienz ein beliebtes Werbe-Instrument. Trotz geringer Aufmerksamkeit erzielen Suchwortanzeigen gute Ergebnisse in der ROI Gesamtbetrachtung im Vergleich zu Bannern, die vor allem mit steigender Banner-Blindness zu kämpfen haben. Wobei hierbei oft fehlende Kreativität bei der Bannergestaltung mit Schuld ist. Speziell wenn der Kauf im Vordergrund steht, können Textanzeigen gute Ergebnisse erzielen, wenn die Textanzeigen richtig aufgebaut sind. Benutzer auf virtueller Shopping-Tour klicken eher auf bezahlte Links als jene, die eine Information suchen: Jeder vierte Klick einer Person mit Kaufabsicht erfolgt auf einen bezahlten Link, während bei Personen auf Informationssuche nur jeder zehnte Klick auf einen bezahlten Link erfolgt. Vermutlich hat sich inzwischen der User daran gewöhnt, redaktionelle Inhalte von Werbeinhalten bei Suchergebnissen zu trennen.

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Kommentare

3 Kommentare zu "Studie: Nur 15% nehmen Suchwortanzeigen wahr"

  1. Nils Kowalczek am 05.05.2009 09:50 

    Der gemeine Internetnutzer ist eben nicht blöd. Er hat gelernt, dass die obersten Ergebnisse keine „echten“ Suchergebnisse sind, also werden diese überlesen. Und dass Werbung umso mehr wahrgenommen wird, je näher sie an redaktionellem/unabhängigem Content steht (und je ähnlicher sie diesem sieht), sollte so langsam mal jeder Werbetreibende verstanden haben (sollte). Klar ist, dass SEM durch das Preismodel weiterhin ein wichtiges Tool bleibt. Aber man sollte es ohnehin nicht mit Bannerwerbung vergleichen.
    comScore hat im Dezember 2008 eine Studie veröffentlicht, die die deutlich messbare Wirkung von Display-Werbung auf Online- und Offlinekäufe, die oftmals erst Wochen nach dem Sehen der Werbung erfolgen, belegt. Ebenso, dass Display-Werbung die Searchwerbung deutlich spürbar unterstützt.

    Es ist eben wichtig, dass ein Marketing-Mix diesen Namen auch verdient. Fokussierung auf nur ein Marketingtool kann nicht funktionieren.

  2. Martin Meyer-Gossner am 05.05.2009 10:42 

    Danke für den guten Kommentar, der sicherlich vielen Publishern auf der Zunge lag… Um den Wert von Onlinewerbung genauer beurteilen zu können, langt es nicht, nur den letzten Click zu zählen. Man muss schon den Gesamtzusammenhang betrachten. Hierzu habe ich vor kurzem auf die Studien von Eyeblaster und ADTech verwiesen. Conversion and Convergence: the transparency of click-rates… http://bit.ly/QjONv

    PS: Die von Nils genannte comScore Studie gibt es hier… http://www.comscore.com/downloads/How_Online_Advertising_Works.pdf

  3. Wie Landing Pages konvertieren… am 07.04.2010 09:24 

    […] On! Nur 15% nehmen Textanzeigen auf Suchseiten wahr. Den meisten Landing Pages fehlt die Führungslinie zur […]

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