Fussball Bundesliga Vereine: Twitter nicht auf Transferliste…
28.08.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Webkommunikation
Schlechter Bundesligastart, aber bei Twitter ganz vorne: FC Bayern ist wirklich in der Unternehmenskommunikation eine Nummer für sich, manchmal eben (derzeit nicht fussballerisch) auch die Nummer 1 und aus Sicht der Twitteraktivität berechtigt in der Champions League… Dennoch spielt Twitter in der Bundesliga noch keine Rolle auf dem “Kommunikationstransfermarkt”, wie Olaf Kohlbrück schreibt.
Der Post “Bayern führt die Bundesliga bei Twitter an” ist ein herrlicherWachrüttler für die Fussball Bundesligisten. Oder bewahrheitet sich doch, daß Twitter für Marken nicht erfolgversprechend ist und haben die Bundesligavereine deshalb keine Kommunikation dort gestartet? Dass Bundesligisten als Marke zu sehen sind, da sind wir uns doch einig. Eine ordentliche Markenausrichtung der Vereine und der Bundesliga hat nicht zuletzt der FC Bayern Manager vor wenigen Jahren gefordert.
Und wenn man sich Hoffenheim anschaut, so ist die Namen-/Markenänderung sicherlich nicht nur auf die Assoziation mit einem Amateurvereinen zurückzuführen. Ach ja… ok, ich hab mich animieren und verführen lassen: 1899Hoffenheim ist inzwischen nicht mehr verfügbar und TSGHoffenheim ist ja inzwischen unpassend. Als alter IT-ler sympathisiere ich doch sehr stark mit Dietmar Hopp und seinen Erfolgen. Aber er soll ein guter Verhandlungspartner sein – ich bin mir sicher, dass man sich einigen wird.
PS: Borussia Dortmund tut mir leid. BVB ist weg, an einen ‘full-time rockstar’. Naja, singen und Stimmung machen können die Fans ja wie kaum jemand in der Bundesliga… – vielleicht kommt der Twitter Account ‘BVB’ ja auf die Transferliste als Fan-Animateur.
Offlinewelt 1.0: Games Convention und Business Netzwerke – ein klein wenig wie spielen…
26.08.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Offlinewelt 1.0
Die Games Convention bringt schon manchmal erstaunliche Erkenntnisse an den Tag, wenn man so drüber nachdenkt. Auf jeden Fall ist es gut, dass manche Messe noch zur Bekanntmachung von Neuerungen genutzt wird – was man von einigen Messen der neuzeitlichen Offlinewelt 1.0 nicht mehr sagen kann.
So erfuhr man auf der Games Convention, wie nah das Business-Gebaren an der Spielewelt der heranwachsenden Jungendlichen ist. Bewußt wurde einem das bei der Veröffentlichung der Ergebnisse der Medienkonvergenz-Monitoring-Studie. Seit 2003 untersucht die Universität Leipzig darin, wie die Jugendlichen sich der Medienwelten nähern.
Gesamtergebnis: Jugendliche sind weniger als süchtige ‘Zocker’ denn als klassische Netzwerker -wie Businessleute eben- zu sehen.
So meint ein 17-jähriger: “Man kommt dann so ins Gespräch: Wie alt seit ihr? Woher kommt ihr? Was macht ihr so? Naja, dann hast du halt so Connections und manchmal reicht das bis zur Freundschaft.” Herrlich diese Fragetechnik! Da kann sich so mancher Manager was abschauen….
Ziel ist demnach also das Kennenlernen neuer Personen und Kontakte – eben wie im Business Netzwerk. Oder ist es anders, wenn wir in Xing und LinkedIn recherchieren, weil wir gerade mal neue Kontakte zum Meinungsaustausch, Kooperieren oder Vernetzen suchen.
Wenn 84% der Befragten -laut Studienergebnissen- in sogenannten Clans und Gilden spielen, erinnert einen das an die zahlreichen Gruppen in Business Netzwerken, in denen man fachsimpelt über GreenIT, SEO oder Jobvermittlung.
Noch ein Beleg… Wenn die jugendlichen Gamer berichten, dass sie in einem Clan nicht nur über das Spiel diskutieren sondern auch private Probleme ansprechen, erinnert man sich schnell an seine letzte Diskussion im Forum ‘Fussball – mein Freund aus Leder’ und die persönlichen Sorgen um die Zukunft der Lieblingsmannschaft.
So ist die Gamer- der Businesswelt so ähnlich und Jugendliche dem Businessverhalten so nah, dass man nicht mehr angstvoll von der süchtigen ‘Daddlergemeinde’ sprechen muß. Die Frage ist eher, ob man sich nicht vor den ‘süchtigen’ Netzwerken sowie ihrer ‘Jäger und Sammler’-Mentalität in Acht nehmen muß.
Und wenn man erst die Aussage bedenkt, dass die meisten Jugendlichen die virtuelle Welt inzwischen nicht als Möglichkeit einer Flucht vor der Realität erkennen… Dann stellt sich eine weitere Frage: Nehmen nicht manche Manager die Mailfunktion in Business Netzwerken als Vorwand, das Telefon für den Cold-Call weniger in die Hand nehmen zu müssen? Eine Mail ist eben schneller geschrieben und umgeht den Weg der unangenehmen Einwandbehandlung. Gell…?!
Spot On!
Jugendliche Gamer sind lange nicht mehr so wie von den Medien lange proklamiert. Die Suchtgefahr, Verwahrlosung und Realitätsverlust ist ihnen bewußt und auch Eltern wissen, dass sie sich mit den Kindern auseinandersetzen müssen. Die Frage ist nur, wer erklärt manchen Managern, dass ihr Aktionismus in Business Netzwerken und eine Vielzahl von Kontakten, nicht unbedingt die Umsätze fördert sondern oft nur Zeit kostet?
Papa, Mama – Hilfe!
PS:
Die Studie läuft seit dem Jahr 2003 und beschäftigte sich bereits mit Animes, Handy-Downloads und dem Internet als Massenmedium. Seit 2005 wird auch das Verhalten von Online-Spielern analysiert. Die Uni Leipzig hat dazu rund 1000 Spieler auf der Games Convention und etwa 360 Spieler im Rahmen von Online-Interviews befragt.
LinkedIn, XING, Facebook – Business der Zukunft oder Zukunft des Business?
20.08.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Business Networks, Social Media
Wer zukünftig ein erfolgreicher Businessentscheider ist, ist gut verlinkt über Social Netzwerke mit Businesscharakter. Welches Social Netzwerk ist aber für das Business wichtig und richtig, oder bietet den wahren Mehrwert? Die Antwort ist vermutlich eine Mixtur aus unterschiedlichen Angeboten. Schließlich hat jeder seine Vorlieben und man will idealerweise die Kontakte seines beruflichen Werdens nicht verlieren – trifft man sich doch immer zweimal im Leben.
Grundsätzliches
Wer die Zeit im Business aufwenden kann, muss sich prinzipiell in folgender Weise vernetzen…
- (mindestens) ein professionelles Business-Netzwerk (z.B. Xing, LinkedIn) – idealerweise eines bei der Nutzung priorisieren. Vielleicht lassen sich die Kontakte auch auf nur einer Plattform bündeln….
- ein Hobby-Netzwerk, welches dem Business zuträglich ist und mit Businesspartnern ausgeführt werden kann (z.B. Golf, Radeln, Fussball, etc.)
- ein Social Netzwerk mit großer Reichweite (z.B. Facebook, MySpace) – stärkt das Wissen über private und hobbytechnische Vorlieben der Kontakte.
Aber wer hat die Zeit und die Muse, sich permanent mit allen businessrelevanten Themen zu beschäftigen? Oder sich in Business Netzwerken wissenstechnisch auszutauschen? Oder muss man sich überhaupt permanent und regelmäßig dort zeigen? Auf jeden Fall ist eine Rückbesinnung einer Priorisierung auf das Wesentliche dienlich und unbedingt empfehlenswert.
Wesentliches
Ein paar wesentliche Grundsätze zu Social Netzwerken aus Businesssicht sollte man als Businessentscheider beachten…
- Wer sich in Business Netzwerken ‘tummelt’, muss auch aktiv werden, will man das Social Netzwerk für das Business erfolgreich nutzen.
- Wer in Business Netzwerken abwartet und eher beobachtet, verschenkt viele Business Möglichkeiten und sollte sich überlegen, ob -angesichts der herrschenden persönlichen Ressourcenknappheit (und der des Arbeitgebers) im heutigen Business- die Notwendigkeit besteht, Mitglied einer solchen Plattform zu sein.
- Wer nichts investiert (finanziell), nutzt die Plattform suboptimal. Ein Grund, warum Social Netzwerke schnell zu einer Me-Too Business Plattform verkümmern. Man ist halt dort auch registriert.
- Die entscheidende Frage stellt sich aber, in welcher Form man sich in Social Netzwerken mit Businesscharakter als Businessmensch präsentiert und verlinkt. Der private Ansatz wird hier sehr gerne in den Vordergrund gestellt. Vorsicht: Auch die Chefs und die Chef Chefs (der eigenen Firma und der Kunden) können hier sein!
- Wie man Business in Social Netzwerken lostritt und durchführt, sollte ein Teil der Firmen Policy sein. Gewisse Richtlinien zu Firmennennung, Brandauftritt, Berechtigung zur Moderation von Themen, usw. sind durchaus ratsam. Idealerweise werden diese Personen definiert und helfen anderen Mitarbeitern, ein ordentliches und professionelles Bild in Social Netzwerken abzugeben.
- Wer die Gruppen der Social Netzwerke initiiert und führt, wikt immer wie ein Innovator und Businessleader. Ein großer Bonus…
- ‘Richtlinien’ hat vor kurzem Chris Brogan in seinen Social Media und Marketing Tipps beschrieben. Was hier für das Marketing gilt, gilt auch für jede einzelne Businessperson, die sich in Social Netzwerken bewegt und diese für das Business nutzt.
Den Umfragen und dem Medieninteresse zufolge stehen drei Business Netzwerke hoch im Kurs in Deutschland: Xing, LinkedIn und Facebook. Facebook ist zwar ein klassisches Social Netzwerk, wird aber von vielen Businessentscheidern auch zu Businesszwecken genutzt, weshalb es in dieser Analyse Betrachtung findet.
Xing
Gründer: Lars Hinrichs – Interview auf turi2
6,5 Millionen Mitglieder, 470.000 (Aussage Homepage) oder 325.000 zahlende Premium User (Aussage Hinrichs auf turi2)
Xing -als erstes deutsches Business-Netzwerk gestartet, inzwischen weltweit orientiert- stellt sich als ‘business-cosmopolites’ Netzwerk dar und erfreut sich wachsender Beliebtheit – inzwischen nicht nur in Deutschland. Premium-User zahlen monatliche Beiträge, bekommen dafür aber keine Werbung und reichlich Such- und Serviceoptionen, um (potentielle) Businesskontakte zu durchleuchten und zu kontaktieren – ein sehr gutes Rechercheportal für avisierte Businesskontakte. Gruppen werden zu fast jedem Businessthema (aber nicht doppelt) aufgesetzt, wirken dynamisch und für das Business ergeben sich schnell Ansätze zur Diskussion und zum Meinungsaustausch. Professionell ist die Führung der Gruppen aufgrund verantwortlicher Moderatoren – ein Business Netzwerk, ganz im Web 2.0 Stil.
Erfahrungswert: sehr detailliert, starke Interaktion, kein Selbstläufer
Aufgrund der erweiterten Suche für Premium-Mitglieder ergeben sich hier zielgenaue Trefferergebnisse und ein hoher Informationsfaktor, der die Option der konkreten Ansprache für Sales-, Marketing- und Personalverantwortliche ermöglicht. Aktionismus ist unbedingt gefragt und wird belohnt. Kooperationen ergeben sich schnell.
Die Gefahr des Missverständnisses ist dennoch gegeben, denn schreibt jemand bei ‘Ich suche’ und ‘Ich biete’ dasselbe, hat man schnell den falschen Ansprechpartner am Telefon. Enttäuschungen sind da schon mal an der Tagesordnung. Egal ob man Fragen an Gruppen stellt oder Diskussionen anregt, die Mehrdimensionalität und hohe Kommunikationsstärke ist hier definitiv gegeben. Wer die Kontaktaufnahme durch Dienstleister nicht wünscht, schreibt dies in sein Profil und wird auch nicht indirekt mit Werbung konfrontiert. Basis-User zu sein, entspricht nicht dem Sinn des Netzwerkes – nur dem olympischen Motto: Dabei sein, ist alles. Grundsätzlich: einfache Handhabung der Plattform.
Businessnutzen = sehr nützlich, hochwertig.
LinkedIn
Gründer: Reid Hoffman – Interview in “Tomorrow”-Printausgabe KW34, Auszüge zum Deutschlandlaunch gibt es hier.
34 Millionen Mitglieder weltweit (laut Homepage), Zahl Premium-User unbekannt
LinkedIn hat den Ruf des international bekanntesten Social Netzwerks und wer sich mit dem visuellen Mantel des Weltmännischen umgeben möchte, ist hier Mitglied. In den letzten Jahren haben sich die Mitgliedschaften des profesionellen Netzwerkes mehr als verdoppelt. Weil es vorwiegend kostenlos genutzt wird? LinkedIn ist derzeit nur englischssprachig verfügbar – Markteintritt in Deutschland noch dieses Jahr. Derzeit werden drei kostenpflichtige Accounts ( Business, Business Plus, Pro) angeboten, die von 20 bis 200 US Dollar kosten.
Erfahrungswert: internationale Jäger und Sammler, keine Interaktion
Als Basisnutzer versucht man wohl die internationalen Kontakte zu bündeln und zu halten. Die erweiterte Suche ist hier frei verfügbar, was ein großer Benefit des kostenlosen Accounts ist (bei Xing nur als Premium-User möglich). Der rege kommunikative Businessaustausch erscheint nicht gegeben (Mailfunktionalität ist nicht kostenfrei). Weder aus technischer noch aus menschlicher Sicht sehr kommunikative Plattformen, was vielleicht an der Mentalität der vorwiegend englischsprachigen User liegt – unter dem Motto: Come and see me! Ein typisches Angebot der englischsprachigen Businessmenschen, was nicht 1:1 ernst genommen werden sollte. Als Premium-User hat man Mailfunktionalität, aber der zusätzliche Mehrwert (klassisches Empfehlungsmarketing auf HR Basis) ist ein Tool, was vermutlich nur von absoluten Pro Nutzern eingesetzt wird.
Die Gruppen wirken eindimensional (= Web 1.0 Standard), da es eher um die pure Mitgliedschaft, denn um Businessanregungen, Diskussionen und Meinungsaustausch geht. Moderation nicht nötig, da es keine interaktive Web 2.0 Plattform ist. Der wahre Businessnutzen ist fragwürdig, aber für die reine B2B Kommunikation sicherlich eine gute Plattform, wenn sich die Entwickler die richtigen Gadgets für die Businessuser ausdenken. Die Frage ist, wann die Plattform Open Social wird. Bisher fehlt dies gänzlich… Grundsätzlich kann man in vielen Blogs und Foren lesen, dass die Handhabung der Business Plattform nicht intuitiv ist.
Businessnutzen = international interessant, ausbaufähig.
Facebook
Gründer: Mark Zuckerberg – Interview auf allfacebook.com
rund 55 Millionen Mitglieder, keine Premium-Accounts
Facebook ist ebenfalls aus internationaler Sicht eine hervorragende Plattform für internationale Businesskontakte -mehrsprachig verfügbar und sehr beliebt in englischsprachigen Regionen. Kostenfrei bekommt man alle Optionen und kann zahlreiche, kommunikative Features und Applikationen nutzen und kreieren. Die absolute Open Social Plattform, bei der man inzwischen viele Business Professionals antrifft – vom Chef bis zu administrativen Kräften.
Erfahrungswert – internationales B2B Socializing mit Wohnzimmerflair
Schaut man sich die Anzahl der Topentscheider aus diversen Firmen an, die bei Facebook registriert sind, muss man inzwischen von einem Social Netzwerk mit Businessfaktor sprechen. Man kann auf Facebook viel über seine begehrten oder potentiellen Kunden lernen (privat wie beruflich). Vorsicht ist bei der Selbstdarstellung geboten, wenn man nicht zu viel seiner privaten Persönlichkeit preisgeben will (vor allem bei Bildern und Videos).
Die Gruppen sind zahlreich vorhanden (inkl. Moderatoren = Initiatoren) wirken aber etwas unübersichtlich. Es gibt zu jedem Thema eine oder mehrere Gruppen, teilweise in gleicher, teilweise in unterschiedlicher Sprache. Das erhöht den Awarenesswert für ein Brand und eine Firma, aber aufgrund der Anzahl der Gruppen wird es schwierig, den Überblick über die Wichtigkeit der einzelnen Gruppen zu behalten. Wo soll oder muss ich mich jetzt engagieren und mit welcher Gruppe verlinken?
Businessnutzen = international business-technisch angesehen und hoher Business Socializing Effect, national noch privat-orientiert.
Spot On!
Wer Social Netzwerke wirklich für sein Business nutzen will, muss viel Zeit mitbringen. Denn nur, wer sich als Moderator oder aktiver Gruppenteilnehmer einbringt, wird langfristig von Business Netzwerken profitieren. Gewinnbringend ist auf jeden Fall, wer viel kommuniziert und schnell sein Netzwerk ausbaut – aber das ist eine alte Bauern… *Entschuldigung*… Businessregel.
sport1.de Realunch zum Bundesligastart
13.08.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Company
Rechtzeitig zum Bundesligastart präsentiert sich das Internet-Angebot sport1.de (EM Sport Media) im modernen, zeitgemäßen Design und mit einigen neuen Features. Das Team um Sport1-Geschäftsführer Jan Schwark hat sechs Monate am Relaunch gearbeitet, um das Sport-Portal rechtzeitig fit zu machen.
Im Vergleich zur Vorgängerversion machen eine horizontale Navigation (früher vertikal) und ein zweispaltiges Design sport1.de viel übersichtlicher und lassen die Seite aufgeräumter erscheinen. Geschickt, gemäß der neuesten Erkenntnisse zu Streaming Video, werden ein Mediencenter für kurze Sport-Videos und der Aufmacher platziert. Diese dürften die Aufmerksamkeit der sportbegeisterten User auf sich ziehen.
Auch Web 2.0 Features wurden inzwischen integriert, um den begeisterten Sportfans auch die Option der freien Meinungsäußerung zu gewähren – abgesehen vom bereits existierenden Forum. Wie der FC Bayern mit seinem Relaunch so hat auch sport1.de inzwischen die Macht der RSS Feeds entdeckt und bietet hier alle Optionen der Vernetzung. Zudem wurde die von den Usern stark kritisierte Suche optimiert.
Inhaltlich will man den Fokus nicht mehr nur auf Fussball legen, sondern auch Sportarten wie Handball, Basketball, Formel 1 oder Boxen ins ‘sport1.de-Stadion’ holen. Natürlich ist man weiterhin mit sämtlichen Zahlen, Statistiken und Ergebnisse zu Spielern und Teams am Start.
Der neue Auftritt dürfte ein voller Erfolg im Kampf gegen die Mitbewerber “kicker.de”, “Sportbild.de” und “Spox.com” werden.
Umsetzende Dienstleister
- Design: Exozet/Berlin
- CMS-Integration: Arithnea/Taufkirchen
Bundesliga Saisonstart: Neuigkeiten, Infos, Services für fussballinteressierte Webprofis
13.08.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Offlinewelt 1.0
Der Tabellenführer geht mit gutem Beispiel voran: Pünktlich zum Saisonstart zeigt sich der FC Bayern in neuem Internetgewand inklusive RSS-Feed und FCB-Webmail.
Grund genug, sich mal umzuschauen, was der Internetgemeinde der fussballinteressierten Webprofis an Neuigkeiten zum Bundesligastart sonst noch so geboten wird.
Über die Verfügbarkeit von guten Tickets…
Eine gute Idee ist die Kooperation zwischen den Bundesligaclubs und Viagogo.de, der Onlineplattform für den Wiederverkauf von Tickets. Ab sofort können Jahreskartenbesitzer ihre Tickets der Saison 2008/09 zur Verfügung stellen, sollten sie selbst ein Heimspiel nicht besuchen können. Somit besteht die Möglichkeit für Normalsterbliche, noch an gute Karten für offiziell bereits ausverkaufte Spiele der Clubs zu kommen.
Weitere Infos unter viagogo.de
Über die Verfügbarkeit von Dauerkarten…
Die neue Saison steht vor der Tür, viele Vereine haben bereits das Maximum an Dauerkarten abgesetzt und verkaufen keine mehr. Bei anderen Vereinen ist noch viel Luft nach oben. fussballfan.net hat sich die Mühe gemacht und alle Webseiten der Bundesligavereine besucht. Teilweise sind Informationen ohne Probleme zu finden und das Kaufen der Dauerkarte ist simple.
Weitere Infos unter fussballfan.net
Über die ganze Saison Fussball im Internetradio…
Das Internet-Radio 90elf überträgt alle Bundesliga Spiele der 1. und 2. Bundesliga – live und in voller Länge, einzeln oder als Konferenzschaltung. Das 24-stündige Vollprogramm will den Angaben zufolge rund um den Fußball informieren. Auch Entertainment und Musik gehörten zum Angebot. Veranstalter von «90elf» ist Regiocast Digital, ein Tochterunternehmen der Radioholding Regiocast. Das Unternehmen erwarb von der Deutschen Fußball-Liga die Übertragungsrechte für digitale Verbreitungswege. «90elf» ist werbefinanziert.
Weitere Infos unter 90elf.de
Über die ganze Saison per Handy die Bundesliga live…
FußballFlatrate gratis – Die ganze Welt der Bundesliga auf Ihrem Handy. Alle Spiele der 1. und 2. Bundesliga live im UMTS-Tarif inklusive (ohne Aufpreis). Mit Live-Ticker immer up to date und kein Tor mehr verpassen, inklusive Datenbank mit Tabellen, News, Statistiken, Infos und Videos
Per SMS bestellen: GRATISBALL an die 55555. Nach Abschluss der Bestellung sendet Vodafone eine Nachricht mit dem direkten Link auf den neuen Dienst. Link klicken, um den Dienst herunterzuladen – fertig!
Weitere Infos unter Vodafone…
Viel Spaß bei der neuen Bundesliga Saison!
Gewinnspiele begleiten die EM 2008 – und was ist mit dem Thema Datenschutz?
10.06.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Recht
Europameisterschaft, EM oder EURO 2008… in allen Kombinationen mit dem Wort ‘Gewinnspiel’ zu suchen, ist ein voller Erfolg. Die Generierung von Kontaktdaten rund um das Fussballfest ist u.a. in der Autoindustrie (s. Spiegel Online) wieder in vollem Gange. Kein Unternehmen will die Unbekümmertheit der Fussball- oder Gewinnspielfans auslassen. Jeder will am Ball sein und seine Datenbank der Interessenten in Schwung bringen.
In Vergessenheit geraten dabei sehr schnell die Richtlinien zum Datenschutz für derartige Aktionen – bei User und Unternehmen.
Eine bunte Seite mit Fussbällen, ein leichte Frage an den User, die Landing Page schön einfach gestaltet und schon generiert man zahlreiche Daten. Denn: welcher Internetuser liest schon die Datenschutzbestimmungen bei Gewinnspielen? Was zählt, ist was man gewinnen kann – und das führt oft zur allseits bekannten Datenschutzblindheit. Die Unternehmen freut’s, die Aktionen lohnen sich und im Anschluss werden die neuen User ordentlich mit Mailings und Flyern angeschrieben. Auch gerne mal über Dritte, denn mit dem Gewinnspiel rollt auch der Rubel. Bei einer Vermarktungsoption von bis zu 15 EUR pro Adresse kann ein Gewinnspiel ein lukratives Geschäft sein.
Vorsicht! Was und wie Unternehmen mit Daten aus Gewinnspielen umgehen dürfen, ist zu 100% gesetztlich geregelt.
Folgende Richtlinien sollten Sie auf jeden Fall bei Gewinnspielen beachten…
- Die Einwilligung muss freiwillig und aktiv erfolgen.
- Die Einwilligung kann in den AGBs sein. Diese müssen bei der Aktion (z.B. Gewinnspiel) ausdrücklich hervorgehoben werden.
- Die Kopplung von Gewinnspiel und Newsletter ist nicht erlaubt. Die Zustimmung für die Zusendung des Newsletters ist auch hier aktiv erforderlich.
- Gewinnerdaten dürfen nur nach vorheriger Einwilligung veröffentlicht werden.
–> Generell gilt: Die Tickbox darf nicht vorausgewählt sein – das Häkchen muss aktiv gesetzt werden!
Wer sich ausführlich informieren will, hört sich diesen dreiteiligen Podcast zum Thema ‘Gewinnspiele und Datenschutz’ an. Der Podcast nimmt die folgenden Bereiche unter die Lupe: “Verwendung der Daten zu Vertragszwecken”, “Datenschutzrechtliche Einwilligung” und “Kopplung von Gewinnspiel und Newsletter”.
Spot on!
Die Folgen des Nichteinhaltens der gesetzlichen Richtlinien können von einer Unterlassungsklage bis hin zu einem hohen Bußgeld für das Unternehmen führen.
Ein Anfang… die OMD Messe und Business Strategie
29.05.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Web Marketing
Erinnern wir uns mal an die Anfänge der OMD (Online Marketing Messe) in Düsseldorf um die Jahrtausendwende und bringen wir den Gedanken des Blogs ins Rollen…
Als Medienpartner für TV Content war silicon.de seinerzeit auf der ‘bedeutendsten’ Online Marketing Messe (OMD) vertreten. silicon.de hatte gerade das Business gelauncht und war mächtig motiviert. Unwissend und blauaügig, wie damals die Welt war, wollte jeder bei der OMD dabei sein. Das Internet boomt, alle Onlineentscheider in Firmen informieren sich dort und nur dort erfährt man die wichtigsten strategischen Tipps und Tricks für das eigene Business, so die Message des Veranstalters.
Die Enttäuschung war einzigartig, als man von der Messe mit dem Filmmaterial zurückkam und sich fragte, warum haben wir unsere wertvolle Leser-Medium Beziehung mit einer solche Partnerschaft auf die Probe gestellt haben. Denn der Erfolg war ernüchternd – keine Interesse an den produzierten (TV-) News, geringe Webzugriffe, hohe Kosten an allen Fronten und von potentiellen Kunden keine Spur…
Dabei hatte man doch eine klare Strategie für das Business. silicon ist nur bei Topevents Medienpatner, bei denen sich Topentscheider wie Kunden in hohem Masse treffen – die Praxis hat uns schlauer gemacht. Die OMD sollte kein Einzelfall bleiben…
Noch entscheidender war aber der Fact, dass die OMD mehr ein Friedhof der Eitelkeiten (und der sog. E-vangelists) war. Die strategischen Messages waren bekannt, die Tools kurzweilig wie der Internet-Hype – sowie die Infos althergebracht. Neuerungen scheiterten an der Umsetzbarkeit und mit dem Support der Dienstleister konnte man auch nicht rechnen, denn die hatten die Manpower nicht. Tolle Ideen, aber das Internetaktivitäten sind kostspielig und ,fressen’ Ressourcen.
So werden auch heute noch damalige Marketing-Innovationen, wie die Messaging Plus Unit (navigierbare Miniwebsite im Bannerformat) nicht im Sinne der Erfinder gebaut, da die Kosten den Nutzen nicht rechtfertigen – zumindest aus Marketingsicht, wo die steigende Budgets immernoch vergleichsweise kleine Brötchen backen. Die Idee war theoretisch gut, aber in der Praxis eher boo.comig.
Zurück zur OMD: Jedes Jahr stellen sich Internetcompanies die Frage nach einer Standpräsenz auf der OMD – ja oder nein? Aus operativer Sicht wird argumentiert: Ja, denn die Konkurrenz zeigt sich auch. Aus strategischer Sicht betrachtet, gibt es längerfristige, dem Business zuträglichere Optionen: spezifische Kundeneinladungen zu Incentiveevents (ohne Mitbewerb), Speakerslots bei inhaltlich hochwertigen Events besetzen (mit Mitbewerb), Einladung zu Sportveranstaltungen (Segeln, Golf, Fussball, etc.). Bleibt die Frage nach der Strategie?
Welchen Businessmehrwert für seine Internetstrategie erfährt ein Besucher einer mittelständischen Firma oder eines Großunternehmens, der sich Zeit für die OMD nimmt? Marketingpersonen finden sicherlich interessante Ansätze, aber was ist mit dem Sales und der Rest des Managements – dem ganzheitlichen-unternehmerischen Ansatz? Welchen Sinn hat das Internet heute für das Business der Unternehmen – nur ein Marketinginstrument? Betreibt man die Firmenwebsite, weil es die Konkurrenz auch macht? Benötigt man eine Strategie für das Internet -genauso wie für das Business selbst?
Die OMD ist nur ein Anfang für viele Gedanken rund um das Thema Business und Strategie im Bezug auf die Internetaktivitäten der Firmen.
Die Firmenwebseite ist die Visitenkarte eines Businessmodels – stimmt dies nicht, investiert niemand in das Model.
Zeit also für das Management, sich mal ein wenig Gedanken zu machen:
Warum betreiben wir eine Firmenwebseite und rechtfertigt der Nutzen den edrzeitigen Aufwand?
Ich lade Sie zur Diskussion hiermit ein und freue mich auf Ihr Feedback.
PS: Und dann stellt sich die Frage: Quo vadis Internet?
Die OMD bekommt Konkurrenz aus Köln, oder orientiert sich von Düsseldorf nach Köln, wobei der ehemalige Kopf der OMD dann aber zur Konkurrenz wird… Ja, die Internetwelt ist komplex!


