Die 3 größten Twitter-Herausforderungen sind…
05.11.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Social Media
Twitter ist eine Herausforderung. Für Unternehmen noch mehr als für den Privatmann. Womit aber hat man am meisten zu kämpfen?
Auf der Tweet Akademie habe ich die Moderation der Case Studies übernommen und danach noch einmal zwei der für mich interessantesten Fälle zum Webcast gebeten.
Die beiden Vertreter von der Allianz und Deutsche Bahn haben mir dann ihre drei größten Herausforderungen auf dem Weg zum twitternden Unternehmen erzählt.
Robindro Ullah, Deutsche Bahn, Hochschulmarketing – twittert unter: @DBKarriere
Markus Walter, Allianz Deutschland, Corporate Communication – twittert unter: Allianz_de
Wie sehen Sie das? Was ist noch wichtig auf dem Weg zu twitternden Unternehmen? Ich bin gespannt…
Wie mit Twitter monetarisiert wird…
13.08.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Sales, Social Media
Darf man seinen Twitter Stream mit Werbetweets monetarisieren? Sich Follower kaufen? Falls nein, wieso eigentlich nicht? Falls ja, welche Möglichkeiten bietet der Social Media Markt derzeit? Fragen, die mich in den letzten Wochen beschäftigt haben.
Während die ersten Fragen ethische oder moralische Standpunkte erwarten lassen, ist die Monetarisierungsfrage eine pragmatische. Man schaue sich einfach an, wie derzeit über oder mit Twitter Geld von Hand zu Hand wechselt.
Eine Übersicht derzeitiger Business-Modelle, wie mit Twitter Geld verdient wird…
Be a magpie
Magpie bietet Werbekunden die Option, Kampagnen zu erstellen und findet die einflussreichsten Magpie Twitterati für die Kampagne. Die Basis liefert eine Auswahl von Keywords. Die Kampagnenmodell kann eine Anzeigen Botschaft oder Anzeigen Keyword Kampagne sein bis hin zu Cost-per-… Click, Follower, Lead oder View sein. Die Twitterati monetarisieren somit ihre Gefolgschaft. Magpie -zumindest sagt man das- ‘identifiziert’ die Anzeigen einer Kampagne mit dem, worüber man generell tweetet und spielt die relevante Werbetweets ein.
BeTweeted
Das Ad Network BeTweeted ermöglicht Werbekunden die Netzwerke der Twitterati zu adressieren. Das Monetarisierungsmodell erfolgt auf CPC (cost-per-click) Basis. Der Anbieter behält 25% der Einnahmen für sich.
FeaturedUsers
FeaturedUsers ist ein Twitter Applikationen Ad Network. Werbekunden kaufen Banner, die wiederum auf ‘Recommended User’ Bereichen der Twitter Applikationen laufen, welche zum FeaturedUser Netzwerk gehören. Der Dienst fokussiert Entwickler von Twitter Applikationen und ist weniger für Werbekunden geeignet.
Million Dollar Follow
Was die Million Dollar Page nicht alles bewirkt… Als Netzwerk ermöglicht Million Dollar Follow dem Twitterati mehr Follower zu verdienen. Man investiert ab 1 US Dollar, kauft eine Anzeige, kommt in einen Lostopf, in dem man neue Follower gewinnen kann. Der Clou: Von dem Moment an, wo man sich als Werbekunde registriert, wird man bei 150 Accounts (z.B. Werbekunden) eingecshrieben und das System wählt nach Verkauf der 1 Millionen Werbeplätze dem Zufallsprinzip einen Werbekunden, der eine Millionen Follower erhält.
PaymeTweets
Paymetweet ist eine einfaches ‘Pay per RT’-System: Man loggt sich mit seinem Twitter Account ein und folgt @paymetweets. Sieht man einen Tweet auf der @paymetweets Account-Seite, der zu dem was man selbst tweetet paßt, klickt man den rtee.me Link am Ende des Tweets. Nur eingeloggt, kann man den gesamten Tweet sehen, wie dieser sich bei Twitter darstellt. Der RT beginnt mit PRT (für Paid Retweet), gefolgt vom @User, von der Person oder Marke, die den Tweet gesponsert hat. Man kann bis zu 18 US Dollar pro Tweet bekommen, heißt es auf der Seite (…aber nur, wenn man die Gefolgschaft von GuyKawasaki oder Chris Brogan hat – ließt man in Tweets).
Twittad
Das Ad Network Twittad funktioniert nach dem Targeting-Prinzip. Twitterati können ihr Profil monetarisieren, in dem sie dem Ad Network demografische, geografische, örtliche und themenspezifische Daten liefern. Wer sich dort registriert, bekommt ein “Dollarwert”, der aus einer speziellen Rechnung nach Followern und anderen Parametern erstellt wird. Werbekunden bieten ähnlich dem Google-Adwords System für eine Platzierung auf der Profilseite des Twitterati. Via API werden vom twitterati akzeptierte Anzeigen auf den Profilstream hochgeladen.
Twivert
Mit Twivert können Werbekunden Werbe-Botschaften erstellen und zeitlich festlegen, wann die Ads erscheinen sollen. Die Micro-Blogger registrieren sich für die Anzeigen und veröffentlichen die Paid Tweets gegen Bezahlung.
uSocial
Inzwischen gibt es aber auch Dienstleister wie die australische Social Media Marketing Agentur uSocial, die wie bereits vor Wochen beschrieben Twitter Follower zum Kauf anbieten. 10.000 Follower gibt es dort schon ab unter 400 US Dollar.
Spot On!
Die einen bieten die Erweiterung der Follower-Base. Die anderen wiederum ermöglichen Werbungtreibenden den Zugang zu neuen Zielgruppen innerhalb der Twittersphäre. Grundsätzlich stellt man sich jedoch die Frage, warum eigentlich nicht Twitter selbst mit einem Monetarisierungsmodell aufwartet, welches die stark wachsende Gemeinde der Twitterati auch in bares Geld für das Team um Twitter Gründer Evan Williams ( hier im Interview) werden läßt. Mehr als Ankündigungen findet man nicht.
Bis das Monetarisierungsmodell von Twitter kommt, machen sich manche lustig über Twitter, finden Shortcomings oder diskutieren Monetarisierungs-Ideen und die Folgen für das Folgen … von Twitterstreams.
Und was sagt Ihr zu Werbung auf dem Twitterstream oder das Kaufen von Followern?
Studie: Entscheidern fehlt Webkompetenz
27.07.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webstrategie
Eine Studie, die die These dieses Blogs bestätigt: Obwohl sich das Internet als treibende Kraft der Businessbemühungen der B2B Unternehmen zeigt, fehlt den Unternehmen eine stringente Webstrategie, die mit der Unternehmensstrategie einhergeht. Es hapert sowohl am Vorstellungsvermögen als auch an der Erkenntnis, wie Effizienz und Effektivität im Industrieumfeld mit dem Einsatz des Internets optimiert werden kann.
Das Ergebnis der Studie ‘IFOM-Online-Klima I/2009′ des Fürther Instituts für Online-Markenführung macht deutlich, daß 70% der Unternehmen das Internet für sehr wichtig/wichtig in Bezug auf Schnelligkeit der Geschäftsabwicklung halten. Interessant dabei ist, daß nur etwa 25% zugeben, einen substantiellen Anteil (> 40%) ihrer Geschäftsprozesse mithilfe des Internets abzuwickeln.
Der Einfluss des Internets am Kaufentscheidungsprozess wird von etwa 40% der befragten 141 deutschen Marketing- und Vertriebsentscheider (aus diversen B2B-Segmenten) als sehr hoch/hoch beurteilt. Unerklärlich ist, daß demgegenüber die Ermittlung relevanter Online-Kennzahlen oder der konsequente Einsatz von Kennzahlensystemen klar vernachlässigt wird.
Trends werden mal berücksichtigt, mal aber auch nicht. Während immerhin 20% eine flexible, erfolgsorientierte Steuerung des Online-Marketings sowie Video-Content oder Social Networks im Marketing-Mix einsetzen, finden Semantic Web, Vertical Search und Medienkonvergenz generell nur wenig Beachtung.
Die Studie belegt auch, daß fehlender Mut und mangelnde Innovation innerhalb der Unternehmen den Fortschritt nicht unbedingt begünstigen. Ein Beleg hierfür liefern die angesagtesten Werbeformen: Diese sind immernoch Newsletter (78%), Suchmaschinenoptimierung und Online-PR (über 70%). Social Media und Forenaktivitäten sind da noch weniger im Fokus (weniger als 50%).
Spot On!
Die Darstellung der Unternehmen in Social Media ist vorwiegend über den Einzelnen im Unternehmen gegeben. Der motivierende Antrieb vermutlich die individuelle Hoffnung auf den Karrierebeschleuniger. Eine Strategie im Umgang mit Social Media haben immernoch wenige Unternehmen. Vorbildlich zeigen sich bisher vor allem IT-Unternehmen wie Intel, IBM oder SAP. Diese geben klaren Social Media Guidelines an ihre Mitarbeiter und umgehen so ungeliebte “Selbstdarstellungen”, die nicht den Corporate Governance Richtlinien der Unternehmen entsprechen.
Studie: 71% der Grundschüler sind Onliner
09.07.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webstrategie
Die deutschen Schüler sind bereits im Grundschulalter häufig im Web aktiv. Wie eine Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) belegt, sind bereits 71% der Sieben- bis Zehnjährigen im Internet unterwegs – vorausgesetzt die Eltern haben einen Anschluß. Bei den 11- bis 14-Jährigen sind es sogar 93% und im Alter von 15 bis 17 Jahren gar 99%. Sprich: Das Web 2.0 hat die Jugend erreicht.
Die Studie des BITKOM zeigt dabei, daß der interaktive Austausch mit Gleichgesinnten sowie die Präsentation eigener Inhalte im Mittelpunkt der Nutzung stehen. Bei den 10- bis 17-Jährigen ist die echtzeitnahe Kommunikation mit Messaging-Dienste vorherschend (90%). Diskussionsforen werden von rund einem Vietel genutzt.
Betrachtet man die Tatsache, daß rund die Hälfte eigene Bilder im Internet veröffentlicht, so sind die Eltern gefragt, die Kinder auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Dennoch macht dies jeder sechste Erziehungsberechtigte überhaupt nicht. Von den befragten Eltern antworten dabei 31% sie könnten die Web-Aktivitäten ihrer Kinder nicht kontrollieren.
Nachdem 32% bekennen, ihnen fehlen Informationen über den Schutz von Kindern im Internet, haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und BITKOM nun Empfehlungen herausgegeben:
* vorhandene Jugendschutz-Filter im Betriebssystem zu nutzen oder einen Kinderschutz nachzurüsten. Ein solches Angebot gibt es etwa von der Initiative “Ein Netz für Kinder“, die unter anderem von der Bundesregierung und dem BITKOM getragen wird.
* Einen sicheren Surfraum und damit eine gute Hilfe für Eltern, ihre Kinder altersgerecht an die Angebote im Web heranzuführen, bieten spezielle Kinder- und Jugendportale. So zum Beispiel das Portal http://www.fragfinn.de/, das zur Initiative „Ein Netz für Kinder“ gehört oder die neue Initiative „Watch your Web“, die zum verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten im Internet animieren soll.
* Eltern sollten mit ihren Kindern unbedingt über Erlebnisse im Internet sprechen. Das hilft den Kindern, den Wahrheitsgehalt von Informationen zu prüfen. Mütter und Väter sollten sich dabei aber nicht nur für Inhalte von Webseiten interessieren, sondern auch für Erfahrungen ihrer Kinder mit anderen Nutzern – etwa beim Chat, in Netzwerken oder bei Online-Spielen. So können Eltern erkennen, ob ihre Kinder möglicherweise von anderen belästigt werden.
* Medienerziehung sollte schon in den Lehrplänen der Grundschulen verankert werden, damit alle Kinder frühzeitig lernen, sich sicher im Web zu bewegen – unabhängig vom Engagement der Eltern im Einzelfall.
Spot On!
Aber es gibt auch schon Fortschritte hinsichtlich familieninterner Prävention bei der Internetnutzung. Mit 38% der Eltern sprechen schon relativ viele mit ihren Kindern über deren Online-Erfahrungen. Zudem setzt jeder vierte Erziehungsberechtigte spezielle Software ein, die etwa vor Gewalt- oder Sexualdarstellungen schützt. Diese Massnahmen sind in meinen Augen zwingend. Die Weichen für eine erfolgreiche Karriere werden schon früh gestellt und ein jugendlicher Fehltritt aufgrund von fehlender Aufklärung hat schon vor dem Web 1.0 Zeitalter in anderen Bereichen zu so manchem Umweg geführt…
Überflieger: Zur rechten Zeit am rechten Ort mit rechtem Glück
07.07.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Sales
Nach Tipping Point und Blink erscheint es nun, als ob Malcolm Gladwell über sich selbst und seine Karriere schreibt: Überflieger. Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere weniger.
Wer dieses Buch eines der hundert einflussreichsten Meinungsmacher Amerikas bis zum Ende liest, bekommt diesen Eindruck der Selbstrechtfertigung des eigenen Erfolgs auch gewissermaßen bestätigt. Denn das letzte Kapitel wirkt wie eine Familienbiografie um den Mathematikprofessors sowie seine Familie.
Malcolm Gladwell macht mit diesem Buch jedem ehrgeizigen Manager 2.0 klar, daß zum Überflieger mehr gehört als nur Können, Ausdauer, Beharrlichkeit und Disziplin. Eine weitere Tatsache ist mindestens ebenso ausschlaggebend für die Geburt eines Überfliegers: Manchmal muß man einfach zur rechten Zeit am rechten Ort sein muß, sprich: das entsprechende Quentchen Glück und Zufall braucht man eben auch.
Der Autor, hier im Interview, bleibt auch in diesem Buch seinem bewährten Erzählstil treu. Wissenschaft und Statistik sind Beiwerk. Gladwell ist ein gewiefter Geschichtenschreiber, der Einzelschicksale in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Nicht langweilige Rhetorik und Theorie der Zahlen, sondern biographische Exempel sind der Stoff eines unterhaltsamen Leseerlebnisses. Die Banalität des Glücks und des Zufalls übermäßig begünstigter Individuen wird so schnell zum Credo seiner Beweisführung.
Das einleuchtendste Beispiel erzählt die Geschichte des Überfliegers Bill Gates. Er wird als Sohn eines wohlhabenden Rechtsanwalts und einer Lehrerin in Seattle 1955 geboren. Mit 13 Jahren geht er auf eine außergewöhnlichen Privatschule – Lakeside School. Dort gibt es in diesen Jahren schon einen Computerclub, in dem der mathematisch talentierte Nerd einen 24/7-Zugang zur Computernutzung hat. Diesen lebt er Tag und Nacht für die Analyse von Rechensystemen und Programmiersprache aus.
Die zahlreichen Programierstunden sind gut investiert. Sein Engagement resultiert in selbst-entwickelten Programmen. Es entsteht “Traf-O-Data”, ein Programm zur Messung von Verkehrsströmen, womit er und sein Mitschüler Paul Allen 20.000 Dollar verdienen. Statt seine Harvardkarriere eines Jura-Studiums zu beenden, macht er sich an die Verbesserung des Kleincomputers “Altair 8800″. Das Ende vom Lied? Die Gründung des Unternehmens Microsoft (mit Paul Allen).
Keine lineare Karriere, keine klassische Startegie, kein planbares Manifest des Erfolges haben Bill Gates zu einem Überflieger gemacht. Und auch die anderen Beispiele folgen keiner systematischen Logik – weder die der kleinen fleißigen italienischen Bauern, des talentierten Eishockeynachwuchses oder eines der erfolgreichsten Anwälte oder Schneider seiner Zeit.
Es sind immer andere Faktoren, die den Begünstigten den Weg zum Überflieger ebnen. Mal ist es der Stichtag für eine spezielle Rekrutierung in der Sportwelt, mal das geographisch günstige Klima, mal auch nur der familiäre Ursprung und mal die grüne Welle, auf der man reitet.
Spot On!
Als die Welt am Sonntag das Buch als ‘Sommerlektüre für Kapitalisten’ und mit den Worten ‘mit besserer Karrierestrategie durch die Wirtschaftskrise’ ankündigte, mußte ich schmunzeln. Denn das Buch gibt ebenso wenig Tips für unsere heutige wirtschaftliche Zeit, wie daß man den Traum ‘Vom Tellerwäscher zum Millionär’ mal schnell (er-)leben kann. Wer also erwartet, daß sich sein Leben radikal nach Lesen des Buches ändern lässt, der wird erkennen, daß zum Überflieger ein kluger Kopf, rationale Überlegenheit und rund 10.000 Übungsstunden nur die Basis für eine klares Taktikvorgehen ist. Eine langfristige Karrierestrategie läßt sich hieraus leider nicht ableiten. Denn die ist abhängig von der soziokultureller Prägung und historischen Gegebenheiten, die sich einzig und allein dem Zufall unterordnen müssen. Und dieser wird einem nun mal -zumindest nach der Gladwellschen Theorie- mit dem Geburtstermin in die Wiege gelegt…, oder eben nicht.
Online Reputation Management bleibt (zeit)aufwendig…
29.06.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Social Media
Als ich meine Vision des Personal Web Managers geschrieben habe, dachte ich, es wird sicherlich bald eine solche Dienstleistung des Reputation Coaches für aufstrebende Manager oder stark im Web aktive Persönlichkeiten geben. Derzeit ist interessant zu beobachten, wie sich dieser Plattform-Markt für persönliches Reputation Management in Position bringt.
Es steht eben viel auf dem Spiel: die Bewerbung einer Karriere, die für Nachhaltigkeit einer authentischen und erfolgreichen Persönlichkeit steht. Die Online Reputation wird dabei immer wichtiger für den nächsten Karriereschritt, aber ihr Management bleibt leider trotz unterstützender Plattformen zeitaufwendig. Ein kleiner Überblick…
Bisher galt der amerikanische Dienstleister Reputation Defender als der weltweite ‘Platzhirsch’ im Entfernen oder ‘Geradebiegen’ von bildlich belegbaren Fehltritten oder voreilig getroffenen Statements und Kommentaren, die im Web verewigt sind. Denn, wie wir alle inzwischen wissen sollten: Das Web vergißt nichts – teilweise nur, wenn wir entsprechend nachhelfen. Und so bietet Reputation Defender mit myChild ein Produkt an, das den Ruf und die Privatsphäre des Kindes schon von Kindesbeinen an online schützt.
In Deutschland ist mit my ON-ID eine sehr interessante Plattform am Start, die Online Reputation auf technischer Basis zu handeln, monitoren und optimieren anbietet. Die Web 2.0 Plattform offeriert sehr viele Optionen, das eigene Personal Brand als Visitenkarte (bzw. fast schon im Format eines Online CV aufzubauen (mit zahlreichen Schnittstellen und Widgetfunktionen zu anderen Social Networks).
Am Wochenende erhielt ich nun die neuste Pressemitteilung von Dein Guter Ruf, die mir von meinem Ex-Kollegen Jannis Moutafis zugespielt wurde. Die Nachricht preist die ab sofort kostenlose Suche des (mir noch völlig unbekannten) Reputations-Dienstsleisters an, sowie die Option eine Web-Imageseite zu veröffentlichen. Als Gadget wird der Test „Welcher Online-Typ bin ich“ angeboten, der einem Tips zum persönlichen Reputation Management offeriert (mein Testergebnis siehe Bild).
Hintergrund des Tests: Der Profil Organiser wird hiermit promotet. Dort kann man seine Netzwerk-Profile eingeben und hat diese so im Schnellüberblick und -zugriff. Der vordergründige Vorteil der Übersichtlichkeit, läßt sich mit einem grundlegenden Tip entkräften…
Starte kein Profil in einem sozialen Netzwerk, wo Du nur einen kleinen Mehrwert siehst und evaluiere vorher, ob Du nur aus einer zeitweiligen Zugehörigkeit (Schule, Uni, etc.) oder aus zukünftiger Überlegung (Kontakte halten, Karrierebenefit, etc.) dieses nutzen wirst.
Die Dienstleistungen von Dein Guter Ruf erinnern mich dennoch stark an den Personal Web Manager, denn hier geht es offensichtlich wirklich um den strategischen Ansatz des Reputation Managements mit persönlicher PR-Betreuung. Man bietet vier verschiedene Versionen an: Basis-, Profi-, Premium- und VIP-Manager – von kostenlos bis 129,90 EUR pro Monat. Letztere verspricht sogar…
- Wir legen für Sie Profile in mit Ihnen abgestimmten Portalen an.
- Wir integrieren bereits vorhandene Inhalte in Foren, Blogs, Fachportalen.
- Wir prüfen monatlich Ihre Reputation und liefern für Sie geeignete Portal- und Themenvorschläge.
- Wir führen für Sie geeignete Online-PR Aktivitäten durch.
Insofern wirken die Preise vernünftig und erinnern an das Preismodell von Reputation Defender.
Kurztest: Dein Guter Ruf
Suche: Die Suche ist unbefriedigend. Bei 466.000 Googletreffern zu meinem Namen fand Dein Guter Ruf rund 70. Einige hatten überhaupt nichts mit mir zu tun. Zahlreiche positive, wie Interviews und Gastbeiträge von/mit mir, wurden gar nicht gefunden.
Image-Webseite: Ein Bild kann nicht gefunden, hochgeladen oder integriert werden (vielleicht in einer Bezahlversion?!). Der erste Eindruck eines Menschen zählt – und der Mensch verkauft sich in der Karrierebewerbung über ein persönliches Bild. Man verschickt ja auch keinen Lebenslauf ohne Foto.
Paid Services: Daß man für zahlreiche Funktionen (z.B. Kommentar eines Suchtreffers) im Web 2.0 Zeitlater bezahlen muß, ist irgendwie Web 1.0 Welt. Zumal my ON-ID hier schon diese Funktion ohne Aufpreis anbietet.
Fazit. Unspektakulär, nüchtern, sachlich, nicht personalisierbar – aber vielleicht ist die Form genau das, was zukünftig für das Personalwesen die nachhaltige Bewerbung ist. Wer weiß…
Spot On!
Neben my ON-ID macht sich mit Dein Guter Ruf ein weiterer Anbieter auf, unsere individuelle Online Reputation im Auge zu behalten und zu professionalisieren. Mein Urteil bleibt dennoch kritisch. Die Idee Reputation Management mit persönlicher PR-Strategie zu verknüpfen, gefällt mir gut (schon wegen seiner Nähe zu ‘meinem’ Personal Web Manager). Man müsste es fast einmal einem Test unterziehen, um zu sehen, wie erfolgreich sich die Arbeit für das Personal Branding zeigt (Erfahrungsberichte bitte an mich schicken). my ON-ID ist dennoch derzeit einen ganzen Schritt voraus und bietet die spannendere und zielgenauere Lösung das Online Reputation in der Spur zu halten. Reputation Management bleibt weiterhin aufwendig, vor allem zeitaufwendig, denn am besten wird sie derzeit noch von jedem Einzelnen kritisch beäugt, bewacht und bewertet.
Das erste Jahr – von Personal Branding und Produktivität
05.06.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webstrategie
Geschafft! Das erste Jahr als aktiver ‘Social Median’ liegt hinter mir…
Lange habe ich überlegt, wie ich zum Geburtstag meines Blogs ‘The Strategy Web’ in die Retrospektive gehe. Die Ereignisse der letzten Tage haben mir die Entscheidung abgenommen. Es wird vorwiegend eine Zusammenfassung der letzten zwei Wochen, sozusagen exemplarisch zum Thema: Personal Branding und Produktivität.
Denn um diese Themen geht es meiner Meinung nach vorwiegend in dieser schönen Social Media Welt…
Ein paar statistische Werte des ersten Jahres…
- 486 Beiträge 
- 280 Kommentare
- 1.600+ Twitter Follower
- 7.000 Unique User und 10.500 Page Impressions (Durchschnitt der letzten 6 Monate)
- tolle neue Kontakte weltweit, die das Blog mit wertvollem Feedback bedachten
…und ja, ich habe zahlreiche Stunden am Personal Branding in weiteren Social Networks (siehe Buttons unten) gearbeitet und bin noch lange nicht fertig, meine Digital DNA zu vollenden. Sprich… ob ich produktiv im Sinne eines ‘Social Median’ war? Sieht ganz so aus…
Gehen wir mal ein wenig auf die Ergebnisse ein…
Die Karriere 3.0 entscheidet sich im Web
So ähnlich wie die Überschrift klang auch mein Vortrag auf der Webinale im sagenumworbenen Telekom-Szeneladen 4010, die Anfang letzter Woche stattfand. Unter dem Titel ‘Karriere 3.0 – Spagat zwischen Personal Branding und Produktivität’ habe ich den Zuhörern meine Vision zukünftiger Karriereschritte im Web erläutert. Das ist ein Erfolg meines Blogs, denn ohne diese Arbeit, wäre ich bei der Webinale nicht aufgetreten.
Die aktuellen LinkedIn Nutzerdaten bestätigen meine dort vertretenen Ansichten: Social Network Profile werden verstärkt zu unsere digitalen Lebensläufe, die klassischen CVs verlieren an Wichtigkeit und Online Reputation bestimmt unsere Karriere 3.0. Beispielhaft sein hier Nutzerzahlen des ersten Quartals 2009 genannt: Bewerbungen auf LinkedIn gingen um 49% nach oben, ebenso die durchschnittliche Anzahl an Bewerbungen pro Stellenanzeige (43%). Zudem streben die User vermehrt nach Empfehlungen (Steigerung um 34%). Die Online Reputation bekommt zunehmend mehr Relevanz für die Arbeitswelt, wie Jobvite erst kürzlich in einer Studie berichtete.
Warum ist Personal Branding wichtig?
Firmen investieren Milliarden in Branding, um den USP, den Wiedererkennungswert und die Einzigartigkeit von Produkten und Services beim Konsumenten zu stärken. Der ‘Social Median’ wird sich zukünftig als Marke begreifen lernen und da ist die Notwendigkeit nicht fern, sich selbst aktiv in Position zu bringen. Er/Sie investiert zukünftig eben Zeit, in Profile auf Social Networks, ein eigenes Blog, einen ‘Micro-Blogging-Stream’, oder wo es auch immer Sinn macht.
Das alles kostet zwar fast kein Geld, aber Zeit – die wertvollste Resource unseres Jahrhunderts.
Dementsprechend wird der von mir propagierte Personal Web Manager zukünftig von großer Bedeutung für engagierte Manager 2.0 oder 3.0 werden. Sonst zahlt sich der Invest in das Personal Branding wohl nur schwer aus – und wie sich der Personal Web Manager finanziert, steht in meiner nachhaltigsten Vision aus meinem ersten Jahr als Blogger.
Zwei positive Wochen für mein Personal Branding
Zurück zur Webinale… Unmittelbar nach meinem Vortrag erschien ein Interview mit mir auf Sian-Ru Lai’s Blog von European Venture Fund GmbH, welches sich meiner privaten Personal Branding Orientierung widmet. Mit Sian habe ich zudem ein paar Worte zum Inhalt des Vortrags, Erfolgskriterien für Start-Ups und Web-Investoren gewechselt. Wenn mein geistiger Output unproduktiven Wert hat, werdet Ihr es mich wissen lassen, liebe ‘Follower’ – oder sagt man Leser oder Community-User?
Ebenfalls letzte Woche erschien auch ein Video-Interview mit mir – aber zu meinem alltäglichen Berufsfeld: Marketing, Sales und Medien. Vor ein paar Wochen habe ich den Web 2.0 Kongress in München besucht und dort zwischen interessanten Vorträgen, selbst initiierten Gesprächen z.B. mit John Della Volpe und einem mit mir geführten Interview ‘geswitcht’. Christian Schmitt von Media-Treff hat mich zu Marketingstrategien und Chancen im Marketing in der Krise vor die Kamera geholt. Das Ergebnis ist hoffentlich produktiv, aber meinem Personal Branding hat es geholfen. Im Sommer soll ein Webinar zum Thema Lead Generation folgen – zu Gunsten der Produktivität der Marketiers und Salesleiter.
Um meinen Input ins Web 2.0 und somit meine Online Reputation besser monitoren und aggregieren zu können, habe ich inzwischen auf Anregung von Mario Grobholz, Gründer von myON-ID, mein Profil dort mit dem Personal Branding meines Twitter-Account versehen. Auch dies hat Zeit gekostet – ebenso wie ein Interview auf dem myON-ID Blog. Ob das myON-ID Profil produktiv ist oder nicht, wird sich zeigen, wenn sich die Plattform als Web 2.0 ‘Reputation-Visitenkarte’ durchsetzt.
Beendet habe ich die zwei Wochen mit einem Gastbeitrag zum Thema Vermarktung von Social Networks: Social Medians müssen Zeichen setzen auf dem Social Media Vordenker-Blog von David Nelles und Nils Maier, letzterer hat interessanterweise sein Twitter Branding wiederum dem ihres Blogs angepasst.
Als Sales- und Marketingexperte frage ich mich immer noch, ob wir unsere Social Media Aktivitäten auch zukünftig für unseren ‘guten Ruf’ machen (müssen), oder ob ‘Social Medians’ ihre Online Reputation irgendwann mal nach meiner Idee oder einem ähnlichen Konzept monetarisieren werden, z.B. um den Personal Web Manager selbst bezahlen zu können.
Denn um Profit geht es in der Social Media Welt nicht. Eher darum, noch mehr Produktivität für ein optimaleres Personal Branding herauszuholen – ohne der Notwendigkeit eines 36 Stunden Tages.
Spot On!
Ein Jahr Personal Branding mit zahlreichem Output – daraus die letzten beiden Wochen exemplarisch. Produktiv für Euch? Für meine Zukunft…? In meinen Augen: Ja! Diverse Einladung zu Events, Workshops, Seminaren und Interviews haben mir dies gezeigt. Und Spaß gemacht hat es auf jeden Fall.
Und allen, die meinen Input oder Output schätzen, möchte ich hiermit für Euren Input und Output danken. Und freue mich auch weiterhin auf Euer Feedback hierzu…
Online Reputation – Social Networking und Lebensläufe
07.05.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Social Media
Soziale Netzwerke haben unser Leben, und damit unsere klassischen Lebensläufe (CVs), revolutioniert. Was irgendwo digital in einem Netzwerk über das Leben einer Person geschrieben steht, ergibt ein komplexes und detailliertes Karrierebild einer Person. Und dieses Social Networking Auftreten kann so dienlich sein für die weitere Karriere…
Ob das Profil nun auf Linked, XING, Facebook, Twitter oder sonstigen Social Networks ist, immer wieder gibt es Einzelheiten der Persönlichkeit hinsichtlich des Werdegangs wieder – von Erfahrung und Wissensstand über Interessen und Fähigkeiten. Im privaten Netzwerk -egal ob digital oder offline- sind diese Daten nicht neu.
In der Berufswelt entscheiden diese Fakten zunehmend über die Karriere jedes Einzelnen. Manchmal stellt man sich die Frage, welche Relevanz klassische Lebenslauf-Formate überhaupt noch bei der Jobvergabe von gehobenen Positionen haben, oder ob die Betrachtung der Bestandteile einer Digitalen DNA durch Personalverantwortliche oder Personalberater nicht bereits mehr ins Gewicht fällt.
Alle Social Networks wollen bei der Registrierung so viel wie möglich über die Persönlichkeit erfahren… was natürlich später ‘public’ wird, sobald das Profil freigeschaltet wird. Und ‘public’ heißt, es geht ins Netz, ins Web und ist damit weltweit einsehbar. Eine große Chance, aber auch ein mögliches Karriere-Risiko…
So empfiehlt sich, und das sollte im Interesse eines jeden Menschen mit Social Media Profilen sein, bei diesen Profilen ein gutes Bild abzugeben. Mein Credo als Empfehlung lautet kurzgefasst…
“Bleibe die digitale Persönlichkeit, die Du auch in der realen Welt repräsentierst. Erfolgreich wirst Du Social Networks nutzen, wenn Du Deine Individualität in der vernetzten Kommunikation informativ, authentisch und qualifiziert abbildest.”
Detailliert lässt sich dieses Credo mit folgenden drei Tips zur Darstellung der eigenen Biographie in Social Networks zusammenfassen.
Wirke informativ.
Speziell bei Suchmaschinen und Twitter liegt die Würze in der Kürze. Man muss nicht unbedingt die komplette angebotenen Länge des Profiles ausnutzen (in Suchmaschinen werden die Profile als Suchergebnisse meist nur kurz angerissen). Je länger das Text-Profil, umso treffender sollten die Worte gewählt werden. Basisdaten müssen aussagekräftig sein. Was müssen die Leute über meine Person in diesem speziellen Social Network unbedingt wissen? Dann folgen persönliche USPs, mit denen sie sich von der Masse differenzieren, Interesse kreieren oder Besonderheiten fokussieren.
Spreche authentisch.
Wer sich online verstellt, sich in den Vordergrund stellt oder sich exponiert durch besondere Qualifikationen, muss den Beweis erbringen können. Beim ersten Offline-Meeting wird man sonst schnell entlarvt werden. Persönliche Qualifikationen, die aufgemacht sind, müssen bewiesen und erworben werden im realen Leben. Wer den Nachweis nicht erbringen kann, sollte nach dem Motto leben: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Bei privaten Fotos hingegen ist generell vorsicht bei der Veröffentlichung geboten. Man kann inzwischen auch nach persönlichen Fotos im Web suchen, von denen man gar nicht weiß, daß sie dort existieren. Sehr interessant vor allem, wenn diese nicht authentisch sind…
Vernetze strategisch.
Qualität der Kontakte in Business-Netzwerken geht vor Quantität – es geht nicht darum, mit ‘Hinz und Kunz’ vernetzt zu sein, sondern mit Vordenkern, Meinungsführern, Querdenkern, Mitdenkern und natürlich (verantwortlichen) Kollegen. Nicht jedes Social Network adressiert denselben Typus an Leuten. Dementsprechend sollten die biographischen Details und auch die Status-Updates nicht 1-zu-1 in allen Networks inhaltlich gleich erscheinen. Eine mögliche Business-Strategie für die biographische Darstellung im sozialen Business-Web könnte sein: XING für die deutsche berufliche Reputation, LinkedIn für die internationale professionelle Reputation und Facebook für Bekannte, Freunde oder wertvolle internationale Business-Socializing Kontakte. Kontakte in verschiedenen Netzwerken zu segmentieren, erleichtert die Pflege und Organisation der Kontakte ungemein und macht die Notwendigkeit der biographischen Detailangaben bedeutend spannender und aussagekräftiger.
Innerhalb der Netzwerke gilt grundsätzlich die Prämisse: Wer, welche Daten einsehen kann, wird unbedingt über die Einstellungen festgelegt.
Spot On!
Die digitale Biographie ist ihr persönliches Kapital, ihr einzigartiges individuelles Wertversprechen für die Offlinewelt. Und es wird täglich für ihre Karriere wichtiger. Behandeln Sie sie auch entsprechend, vor allem im Social Networks. Mittels sozialer Netzwerke kann die individuelle Anerkennung als Experten eines Themenbereichs (z.B. in Gruppen) steigen, die Glaubwürdigkeit und das Selbstbewußtsein gestärkt werden, und letztendlich die Karriere ‘katalysiert’ werden. Neue Dienste wie KnowEm können übrigens bei der Registrierung und Organisation und my ON-ID beim Monitoring von Online Reputation hilfreich sein.
Je höher man die Karriereleiter aufsteigen will, umso besser sollte man seine Profile pflegen. Niemand weiß, welche Kontakte unter den Hunderten, die man hat, sich mal als neuer Arbeitgeber zeigen könnte. Manche Details des digitalen Lebenslaufes kann man positiv beeinflussen, manche nur bedingt – teilweise mit externer Hilfe von Institutionen wie ReputationDefender – oder zukünftig vielleicht mal dem Personal Web Manager.
Was ist Euer Credo? Was findet Ihr essentiell für eine Social Network Biographie? Freue ich auf Eure Kommentare.
PS: Der Artikel ist aufgrund meiner Teilnahme an der Panel-Diskussion ‘Persönlichkeit im Netz – Identität und Reputation’ auf dem Medientreffpunkt in Leipzig entstanden.
Wie nutzen die Deutschen Social Networks?
01.05.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Social Media
Das Marktforschungsinstitut Forschungswerk hat 545 Panel-Teilnehmer nach ihrer bevorzugten Social Network Nutzung befragt. Insgesamt gaben 63% der Internetnutzer ab 18 Jahren an, Mitglied in einem oder mehreren Online-Netzwerken zu sein.
Das Ranking wird aber nicht von den Top-Playern des Marktes angeführt.
1. Stayfriends 27%
2. Wer-kennt-wen 20%
3. Xing 15%
4. StudiVZ 13%
5. Facebook 10%
Generell betätigt die Studie die Beliebtheit von Social Networks in der Generation Internet (18-29 Jahre). 90% von ihnen sind in einem Netzwerk registriert und immerhin schon 43% der über 50-jährigen Silver Surfer (bevorzugt bei Stayfriends, Wer-kennt-wen oder Xing). Dennoch haben sich auch schon 11% bei einer der Communities wieder abgemeldet. Ein Indiz dafür, daß die Internetnutzer langsam ihre Social Networking Aktivitäten konsolidieren? Vermutlich…
Sicherlich interessant aus Advertising-Perspektive ist die Entwicklung der Sichtweise, welche Social Networks sind ‘in’ and ‘out’ im Vergleich zur Bekanntheit. Twitter ist ‘In’, bei 37% bekannt – aber nur 1% ist aktiv (bei leitenden Angestellten, Selbständigen und Studenten höhere Werte). Stayfriends rangiert hingegen eher in der ‘Out’ Ecke, was zeigt, daß sich hier eine Verschiebung für die zukünftige Nutzung abzeichnet. 75% nutzen es nur einmal die Woche. Knapp die Hälfte der Facebook und StudiVZ User nutzen diese Networks dagegen täglich – sicherlich auch aufgrund der zahlreichen zusätzlichen Apps und Features.
Die Nutzungsmotive bei XING-Nutzung
- Geschäftsbeziehungen knüpfen 78%
- eigene Karrierechancen verbessern 44%
- zur Auftragsakquise nutzen 26%
Spot On!
Die Welt der Social Networks ist in einem starken Wandel begriffen. Während man früher einfach ‘mitmachte’, wird heutzutage doch klar differenziert, die Nutzungshäufigkeit vermindert oder sich gegebenenfalls auch abgemeldet. Für die Werbebranche bleibt wenig Verwertbares, denn über klare Kennzahlen hinsichtlich der wahren aktiven Nutzer gibt es bisher wenig Einblicke.
Die Studien-Ergebnisse sind hinsichtlich Alter, Geschlecht und Region repräsentativ für die Internetbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Gewinner stehen fest!
02.02.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Daily Top 3
Zum Relaunch von The Strategy Weg gab es ein kleines Gewinnspiel. Unter den 355 Teilnehmern haben wir die Gewinner inzwischen ausgelost…
* Das Designer-Handy KF510 der Firma LG Electronics hat gewonnen: Wolfgang Heinrich aus Sindelfingen.
Vielen Dank an Herrn Heinrich, der nach seinem Gewinn eine schöne Referenz über The Strategy Web mitlieferte:
“Als regelmäßiger Leser von The Strategy Web freue ich mich natürlich sehr über den Gewinn. Wer sich mit Internettrends, Social Media & Webstrategien beschäftigt kommt an The Strategy Web nicht vorbei Martin Meyer-Gossner liefert in seinem Blog regelmäßig einen umfassenden Überblick über aktuelle Internet-Entwicklungen und bietet gleichzeitig Lösungsansätze für die Internet-Wirtschaft.”
* Je ein Buch ‘Karrierefalle Internet’ von Klaus Eck aus dem Carl Hanser Verlag geht an: Thorsten Fricke aus Bad Gandersheim und Anette E. aus Quickborn
Den Gewinner viel Spaß mit den Preisen!


