Report: Was bedeutet Information im Jahr 2015?

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Es ist ein faszinierender Report mit dem Titel „Information 2015 – Reforming the paradigm„, den Accenture da veröffentlicht hat. Das Thema ist aber nicht umsonst ein Accenture sehr nahe stehender Aspekt. Schließlich hat man in Indien das Innovation Center for Information Management und sich somit dem dem Thema Information Management verschrieben. Für die Studie hat Accenture mit der deutschen Trendagentur Z-punkt kooperiert.

Die Haupterkenntnisse werden in vier Szenarien zusammengefasst…

– Hoch-performante Unternehmen analysieren Produktivitätsdaten über Status und Vorgänge in der physischen und sozialen Welt, welche durch Sensoren und das ‚Internet der Dinge‘ generiert wird.

– Social Software in andere Platformen und mobile Endgeräte integriert werden sowie sich in der physische Welt verbreiten (Augmented Social Workspace – der zukünftige Arbeitsplatz).

– Erfolgreiche Unternehmen in 2015 werden ein Netzwerk aus Experten bilden, und somit eine Angebotspalette an Kunden- und Business-Intelligenz, Vertrauenswürdigkeit und Echtzeit offerieren (Von SaaS zu Platform as a Service zu Experts as a Service)

– Persönliche Entscheidungsmaschinen werden die Fähigkeit von Firmen dramatisch verbessern, Konzepte zu erstellen und schnell und transparent Lösungen zu entwickeln (Personal Web Manager als Hybrid-Modell zwischen Mensch und Maschine?)

Spot On!
Es ist manchmal faszinierend, mit welchen Visionen die „große“ Strategieberater aufwarten. Und liest man sich die Vorhersagen durch, vergleicht sie mit den angebotenen Beispielen aus 2005, so wird schnell klar, was möglich gewesen wäre, wenn man die heutigen Optionen vor fünf Jahren gehabt hätte. Für mich die erschreckendste Vorstellung und größte Herausforderung ist das erste Szenario. Ist sie doch auf gewisse Art und Weise ein „Big Brother is Watching You Working“ -Szenario. Da dürften Betriebsräte in Deutschland Alarm schlagen. Erinnert an das IBM JamCamp und Gedanken hierzu…

Was haltet Ihr von den Accenture-Szenarien und wie realistisch seht Ihr sie?

Top-Banken nähern sich Social Web langsam

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Es ist eine Weile her, daß ich über Deutsche Top-Banken zu Social Media und Web 2.0 geschrieben habe. Und in den letzten Wochen wurde mehrfach die Frage aufgeworfen, ob hierzu nicht mal ein Update notwendig wäre. Gute Idee meiner User – machen wir!

Nun könnte man annehmen, daß nach der Finanzkrise in 2009 bei Banken vermutlich ganz andere Prioritäten auf der Liste der Verantwortlichen stehen. Aber da gerade jetzt Vertrauensbildung Not tut, entdecken auch die Banken die Möglichkeiten des Social Web. Und wie man sich strategisch geschickt als Bank im Social Web ins Gespräch bringen kann, hat Mashable kürzlich mit einer guten Zusammenstellung der verschiedener Social Media Optionen und Cases des amerikanischen Marktes gezeigt.

Dieser Post soll nun den deutschen Markt durchleuchten. Methode: Eigene Recherche, ohne die Hilfe der PR-Exeperten aus den Bankhäusern. Schließlich sind wir Kunde und wollen uns den Markt selbst erkunden.

Deutsche Bank
Die Deutsche Bank hat wahrlich einen erstaunlichen Aktionismus hingelegt in den letzten Monaten. Alle aktiven sozialen Kommunikationsstränge bekommt der Kunde als eigene Sub-Seite innerhalb des Webauftrittes angeboten. Von diversen Social Networks wie Facebook, YouTube, Twitter bis hin zu RSS Feeds ist alles übersichtlich dargestellt. Die Deutsche Bank hat aber nicht nur einen Account in den Netzwerken sondern bei den meisten gleich mehrere mit klarer Zielausrichtung (Investement, Karriere oder auch Corporate Communication) bei der Kundenadressierung.

Kundenadressierung? Ja, von Kommunikation kann noch wenig die Rede sein, eher von klassischem PR Broadcasting. Twitter Accounts sind mit Facebook 1:1 verbunden und es sieht aus, als füttere lediglich der RSS-Feed der Presse- und/oder Marcomabteilung die Accounts inhaltlich. Klassische Push-Kommunikation in meinen Augen, da meist mit Webinaren, PR-Meldungen und Promotions mehr die Leadgenerierung im Vordergrund steht.

Da manche Accounts allerdings noch jung sind und wenige Follower haben, bleibt abzuwarten, wie sich der Umgang mit den modernen Medien etabliert. Auf jeden Fall hat die Deutsche Bank das Ohr nah am Markt und bereitet die Kunden auf zukünftige Banken-Trends vor: „Nach Schätzungen der Deutschen Bank werden bis zum Jahr 2011 weltweit bis zu 150 Millionen Menschen ihre Bankgeschäfte online und mobil tätigen.“ Eine gute Idee, gleich einen Ratgeber anzubieten: „Sicherheit beim Mobile Banking“.

Dresdner Bank
Eine schnelle Recherche eröffnet einem, daß anscheinend an einem Corporate Twitter Account und an einem Corporate Facebook Account gearbeitet wird. Und auch die Investoren-Riege Dresdner Kleinwort der Unternehmensgruppe hat sich auf Facebook schonmal einen „sozialen Anfang“ eingerichtet. Die sozialen Aktivitäten der übernommende Commerzbank AG hat vor kurzem erst Armin Cremerius beleuchtet. Die Dresdner Bank öffnet sich langsam (ganz langsam) auf den Weg zur sozialen Webkundschaft.

HypoVereinsbank – UniCredit
Stilles Twitter-Monitoring? Der Sparkasse hört man jedenfalls schonmal fleissig zu, wenn man sich die Following-Accounts ansieht.

Interessante Erkenntnis war für mich, daß bei YouTube die Branded Accounts offensichtlich nicht wie bei Facebook in die Markenhoheit der Unternehmen migrieren oder für diese freigehalten werden. Wenn man sich mal den HypoVereinsbank Account ansieht. Ob das für die Marke so dienlich ist…?

Bei meiner Recherche fand ich als erstes Googleergebnis eine Stelle als „Praktikant/in für Projekt im Bereich Social Media / Web 2.0 / Employer Branding“. Eine Praktikantenstelle für eine Person, die Internet-Trends erkennen soll? Eine tolle Herausforderung? Oder unterschätzt man angesichts der Job-Beschreibung nicht ein wenig die Macht des „Web 2.0“?

Die HypoVereinsbank nutzt offensichtlich die Kraft von Social Media zur Markeninszenierung, wie sich beim HypoVereinsbank-Lego-Tower-Event über Facebook zeigt. Kommunikation mit den Kunden kann im Social Web auch so entstehen – allerdings mit fragwürdiger Nachhaltigkeit und auf klassischem Marketing- oder PR-Kampagnenlevel. Ist die Aktion vorbei, kommt der Facebook Account zum Stillstand.

Sparkasse
Die Sparkasse zeigt aufgrund ihrer Unternehmensstruktur vor allem regionales soziales Web-Engagement. Die Sparkassen Holstein und Pforzheim Calw twittern schon fleißig. Letztere haben sogar schon Facebook für sich entdeckt. Die Nürnberger haben sogar ein Weblog, welches von Mitarbeitern der Sparkasse Nürnberg geschrieben wird und „offen und ehrlich über verschiedene Themen, z.B. Finanzen, Ausbildung, Gesundheit im Beruf und vieles mehr diskutieren“.

Die Sparkasse Berlin integriert Facebook zur Marketingunterstützung beim aktuellen Konzept „Giro Challenge 2010“. Eine gute Idee, die zum Mitmachen anregt und auf einem interessanten Konzept für Jugendliche basiert. Gut auch der Brückenschlag der Synergieerzeugung mit der Hautpstadtseite Berlin.de, die die Kandidatensuche ausschrieb.

Der Corporate Twitter Account ist eher ein erweitertes Sales-Promotionstool wie man derzeit am Beispiel der Autokredit-Aktion mit Gebrauchtwagen.de ersehen kann. Der übergreifende Youtube Channel der Sparkasse und auch der DEKA Investment Unternehmensbereich vorwiegend auf die eigenen Werbespots zurückgreift, wobei letzterer auch schon kleine Ansätze von informativem Web-TV liefert.

Generell wirken die Accounts noch wenig lebendig und wird selten aktualisiert.

West LB
Man könnte wahrlich sagen, im Westen nichts Neues. Wenn bei Google mein Post zu Social Media und Web 2.0 in Verbindung zur WestLB immernoch als erstes Ergebnis angezeigt wird, dann steht dort offensichtlich Social Media nicht auf der Tagesordnung und ist auch weiterhin kein Bestandteil der webstrategischen Planung.

Spot On!
Vielleicht machen die Banken ja ordentliches Social Media Monitoring. Dann wird sich in den Kommentaren sicherlich bald eine Antwort auf einige Fragen finden. Grundsätzlich fällt auf, daß die populären Social Networks gerne als verlängerter Marketingkanal gesehen werden und sehr kampagnengetriebenen Einsatz erfahren.

Ansonsten muss man mal feststellen, daß Social Media selbst in einer größeren Studie zur Bank 2015 nicht einmal erwähnt wird. Verwundert es da, daß einige Banken sich die Kundenkommunikation nach traditionellem Vorbild genehmigen und stärker auf ihre Kernkompetenzen Beratung und Vertrieb konzentrieren sowie strategisch wenig relevante Bereiche outsourcen?

Ob Social Media wohl zukünftig im Kundengeschäft des Bankenwesens eine Rolle spielt? Und ob Social-Banking auf Facebook bald zum Alltag gehört, darf man trotz einer verheissungsvollen Steria Mummert Consulting Studie wohl eher anzweifeln.

Unerklärlich bleibt mir, warum das Thema Blogs wenig Anklang bei Top-Banken findet. Obwohl doch selbst die Deutsche Bank in ihren Marktforschungsbemühungen das Wirkungspotential bereits vor Jahren erkannt hat. Aber vielleicht habe ich die auch übersehen…? Wer weiß…

PS: Danke an Brandflow für ein paar Links zum Post.

Lotus JamCamp 2010 – Gedanken zu(m) BarCamp(s)…

26.04.2010 von  
Kategorie Visionen

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Das Lotus JamCamp war für mich ein sehr inspirierender Eintages-Gedankenaustausch, auch wenn die Veranstaltung zwei Tage ging. Teilweise erreichte mich die professionell organisierte Veranstaltung (IBM Standard eben…) mit positiven, teilweise mit kritischen Einblicken in ein modernes Enterprise 2.0 Offline-Brainstorming.

Der Input der Beteiligten war allemal wertvoll und damit mal mein dank an die Organisatoren.

Vor allem der Vortrag ‚Strategie am Limit – Studienergebnisse zum Kulturraum Internet‘ von Frank Schomburg, verdeutlichte eindringlich den Kulturwandel, der zwar in die Gesellschaft eindringt, aber für Unternehmen und ihre Entscheider eine große Herausforderung für die kommenden Jahre darstellt. Die Wertepräferenz der Digital Residents nach mehr Eigenverantwortung und veränderten Unternehmens-Spielregeln versus der die traditionelle Norm wahrenden Unternehmensführer der Digital Visitors steht noch an einem Scheideweg. Die ideologische Zusammenführung wird wohl noch ein paar Jahre dauern dürfte. Was über Jahrzehnte als bewährt galt, lässt sich nunmal nicht in einem Jahrzehnt reformieren.

Eine beruhigende Erkenntnis war, daß die Unterschiede in der Wertediskussion zwischen Digital Natives und Digital Residents (zumindest bei ‚heavy usern‘ – Basis der Studienbefragten) keine Altersproblematik in sich birgt. Zeigt es doch, daß Offenheit ein Umdenken ermöglicht. Der Beteiligungs Boom im Social Web geht dennoch erst langsam richtig los und mit ihm verschiebt sich die Macht auf die Anbieterseite. Unternehmen sollten vor der glimmenden Lunte der Netzwerkresonanz Vorsorge treffen, so der Rat vom Schomburg. Er resumierte, daß der Erfolgsfaktor der Unternehmen in der Fahigkeit liege, zwischen Netzwerk und Hierarchie zu wechseln (schön illustriert am Beispiel des Chaos-Pendels).

Eine wichtige Bemerkung von Dr. Peter Schütt, Leiter Knowledge Management IBM Software Group EMEA, aus seinem Vortrag „Führen im Enterprise 2.0“ sei hierbei nicht unerwähnt. Beim Thema Crowdscourcing und Ergebnisfindung weist er auf eine feinen Unterscheidung zu James Surowiecki hin, der sich mit meiner Erkenntnis deckt. Letztendlich entscheide nicht der Mittelwert der Masse, sondern es gilt die „Leuchttürme in den Crowds zu identifizieren, um die Weisheit der Masse zu erkennen“.

Barcamp als Eventmodus
Allerdings sind für mich, offen gesagt, Barcamps bzw. Open Space Offline Sharings mit Businessfokus immernoch nicht unbedingt in meinen persönlichen Arbeitsalltag übergegangen. Das hat verschiedene Gründe (Feedback an IBM)…

Zeit ist eines unserer wertvollsten Güter für die und in der Zukunft. Als Als Familienvater hat man auch im Zeitalter des Social Web seine Verpflichtungen und seine Wertevorstellung von Zeit für die Familie – früher sagte man mal Wochenende. Wenn BarCamps am Wochenende stattfinden, brigt das Konfliktpotential für Communities wie den heimischen Familienrat oder auch den auf dem Camp zahlreich angesprochene Betriebsrat.

Wenn es ein Business-Event ist und trotzdem BarCamp Charakter hat, kann es ruhig unter der Woche stattfinden. Ob es dann nun als BarCamp tituliert wird, oder nicht, ist zweitrangig für die obigen Communities. Der Austausch des Input bringt den Erfolg der Veranstaltung. Bekommt die Veranstaltung zusätzlich noch einen inhaltlich und organisatorisch-traditionellen Eventtag, so birgt es allerdings die Gefahr, daß Teilnehmer dem offiziellen Tag zuviel Aufmerksamkeit widmen könnten.

Die Location Ehningen als Standpunkt halte ich auch weiterhin für sehr sinnvoll. Ehningen ist die Basis des Unternehmens IBM (in Deutschland) und ein klares Bekenntnis zum gelebten Kulturwandel. Große Unternehmen wie IBM müssen den Geist und die Inspiration der modernen Event-Kommunikationsformate anderen Großunternehmen vorleben. Eine Auslagerung würde den Anschein erwecken, daß das Format nicht von der Unternehmsführung anerkannt wird.

Entscheidend für die positive Infizierung weiterer Unternehmen „Pro Social-Web“ ist es sicherlich, mehr Business-Entscheider als Listener für eine solche Veranstaltung zu gewinnen. Da das Format den Eindruck eines traditionellen Club-Charakters („Aktionismus ist gefragt“) erweckt, kann das gerade diese Personen davon abhalten, sich die Zeit zu nehmen. Und, wer nicht firm ist, will sich nicht mit einem Beitrag die Blöse geben… schon gar nicht als Top-Entscheider.

Spot On!
Mein Beitrag „Karriere der Zukunft – Zwischen Personal Branding und Produktivität“ wurde eingehend diskutiert. Die anschließende Diskussion drehte sich um den Gedanken des unbezahlten Zweitjobs, den zeitlichen Aufwand, Monetarisierung und die Vision des Personal Web Managers als gangbares Hilfsmodel zum täglichen Aufwand, den das Social Web im Business fordert. Mein vorangegangener Gedankenaustausch mit Dr. Peter Schütt beim Mittagessen und der Besuch seines Vortrages zeigte mir zahlreiche gemeinsame Strategie-Denkansätze. Vor allem die Erkenntnis der Zerstreuung der Mitarbeiteraufmerksamkeit durch Soziale Medien und die damit notwenidge Refokussierung von Resourcen durch das Management deckte sich: „Führen bedeutet heute immer mehr, die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter zu lenken“.

PS: Hätte man auch enden können… ‚im Sinne des Unternehmensauftrages zu inspirieren‘?

Die 3 größten Twitter-Herausforderungen sind…

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Twitter ist eine Herausforderung. Für Unternehmen noch mehr als für den Privatmann. Womit aber hat man am meisten zu kämpfen?

Auf der Tweet Akademie habe ich die Moderation der Case Studies übernommen und danach noch einmal zwei der für mich interessantesten Fälle zum Webcast gebeten.

Die beiden Vertreter von der Allianz und Deutsche Bahn haben mir dann ihre drei größten Herausforderungen auf dem Weg zum twitternden Unternehmen erzählt.

Robindro Ullah, Deutsche Bahn, Hochschulmarketing – twittert unter: @DBKarriere

Markus Walter, Allianz Deutschland, Corporate Communication – twittert unter: Allianz_de

Wie sehen Sie das? Was ist noch wichtig auf dem Weg zu twitternden Unternehmen? Ich bin gespannt…

Wie mit Twitter monetarisiert wird…

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twitter-monetarisierungDarf man seinen Twitter Stream mit Werbetweets monetarisieren? Sich Follower kaufen? Falls nein, wieso eigentlich nicht? Falls ja, welche Möglichkeiten bietet der Social Media Markt derzeit? Fragen, die mich in den letzten Wochen beschäftigt haben.

Während die ersten Fragen ethische oder moralische Standpunkte erwarten lassen, ist die Monetarisierungsfrage eine pragmatische. Man schaue sich einfach an, wie derzeit über oder mit Twitter Geld von Hand zu Hand wechselt.

Eine Übersicht derzeitiger Business-Modelle, wie mit Twitter Geld verdient wird…

Be a magpie
Magpie bietet Werbekunden die Option, Kampagnen zu erstellen und findet die einflussreichsten Magpie Twitterati für die Kampagne. Die Basis liefert eine Auswahl von Keywords. Die Kampagnenmodell kann eine Anzeigen Botschaft oder Anzeigen Keyword Kampagne sein bis hin zu Cost-per-… Click, Follower, Lead oder View sein. Die Twitterati monetarisieren somit ihre Gefolgschaft. Magpie -zumindest sagt man das- ‚identifiziert‘ die Anzeigen einer Kampagne mit dem, worüber man generell tweetet und spielt die relevante Werbetweets ein.

BeTweeted
Das Ad Network BeTweeted ermöglicht Werbekunden die Netzwerke der Twitterati zu adressieren. Das Monetarisierungsmodell erfolgt auf CPC (cost-per-click) Basis. Der Anbieter behält 25% der Einnahmen für sich.

FeaturedUsers
FeaturedUsers ist ein Twitter Applikationen Ad Network. Werbekunden kaufen Banner, die wiederum auf ‘Recommended User’ Bereichen der Twitter Applikationen laufen, welche zum FeaturedUser Netzwerk gehören. Der Dienst fokussiert Entwickler von Twitter Applikationen und ist weniger für Werbekunden geeignet.

Million Dollar Follow
Was die Million Dollar Page nicht alles bewirkt… Als Netzwerk ermöglicht Million Dollar Follow dem Twitterati mehr Follower zu verdienen. Man investiert ab 1 US Dollar, kauft eine Anzeige, kommt in einen Lostopf, in dem man neue Follower gewinnen kann. Der Clou: Von dem Moment an, wo man sich als Werbekunde registriert, wird man bei 150 Accounts (z.B. Werbekunden) eingecshrieben und das System wählt nach Verkauf der 1 Millionen Werbeplätze dem Zufallsprinzip einen Werbekunden, der eine Millionen Follower erhält.

PaymeTweets
Paymetweet ist eine einfaches ‚Pay per RT‘-System: Man loggt sich mit seinem Twitter Account ein und folgt @paymetweets. Sieht man einen Tweet auf der @paymetweets Account-Seite, der zu dem was man selbst tweetet paßt, klickt man den rtee.me Link am Ende des Tweets. Nur eingeloggt, kann man den gesamten Tweet sehen, wie dieser sich bei Twitter darstellt. Der RT beginnt mit PRT (für Paid Retweet), gefolgt vom @User, von der Person oder Marke, die den Tweet gesponsert hat. Man kann bis zu 18 US Dollar pro Tweet bekommen, heißt es auf der Seite (…aber nur, wenn man die Gefolgschaft von GuyKawasaki oder Chris Brogan hat – ließt man in Tweets).

Twittad
Das Ad Network Twittad funktioniert nach dem Targeting-Prinzip. Twitterati können ihr Profil monetarisieren, in dem sie dem Ad Network demografische, geografische, örtliche und themenspezifische Daten liefern. Wer sich dort registriert, bekommt ein „Dollarwert“, der aus einer speziellen Rechnung nach Followern und anderen Parametern erstellt wird. Werbekunden bieten ähnlich dem Google-Adwords System für eine Platzierung auf der Profilseite des Twitterati. Via API werden vom twitterati akzeptierte Anzeigen auf den Profilstream hochgeladen.

Twivert
Mit Twivert können Werbekunden Werbe-Botschaften erstellen und zeitlich festlegen, wann die Ads erscheinen sollen. Die Micro-Blogger registrieren sich für die Anzeigen und veröffentlichen die Paid Tweets gegen Bezahlung.

uSocial
Inzwischen gibt es aber auch Dienstleister wie die australische Social Media Marketing Agentur uSocial, die wie bereits vor Wochen beschrieben Twitter Follower zum Kauf anbieten. 10.000 Follower gibt es dort schon ab unter 400 US Dollar.

Spot On!
Die einen bieten die Erweiterung der Follower-Base. Die anderen wiederum ermöglichen Werbungtreibenden den Zugang zu neuen Zielgruppen innerhalb der Twittersphäre. Grundsätzlich stellt man sich jedoch die Frage, warum eigentlich nicht Twitter selbst mit einem Monetarisierungsmodell aufwartet, welches die stark wachsende Gemeinde der Twitterati auch in bares Geld für das Team um Twitter Gründer Evan Williams ( hier im Interview) werden läßt. Mehr als Ankündigungen findet man nicht.

Bis das Monetarisierungsmodell von Twitter kommt, machen sich manche lustig über Twitter, finden Shortcomings oder diskutieren Monetarisierungs-Ideen und die Folgen für das Folgen … von Twitterstreams.

Und was sagt Ihr zu Werbung auf dem Twitterstream oder das Kaufen von Followern?

Studie: Entscheidern fehlt Webkompetenz

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ifom-q12009Eine Studie, die die These dieses Blogs bestätigt: Obwohl sich das Internet als treibende Kraft der Businessbemühungen der B2B Unternehmen zeigt, fehlt den Unternehmen eine stringente Webstrategie, die mit der Unternehmensstrategie einhergeht. Es hapert sowohl am Vorstellungsvermögen als auch an der Erkenntnis, wie Effizienz und Effektivität im Industrieumfeld mit dem Einsatz des Internets optimiert werden kann.

Das Ergebnis der Studie ‚IFOM-Online-Klima I/2009‘ des Fürther Instituts für Online-Markenführung macht deutlich, daß 70% der Unternehmen das Internet für sehr wichtig/wichtig in Bezug auf Schnelligkeit der Geschäftsabwicklung halten. Interessant dabei ist, daß nur etwa 25% zugeben, einen substantiellen Anteil (> 40%) ihrer Geschäftsprozesse mithilfe des Internets abzuwickeln.

Der Einfluss des Internets am Kaufentscheidungsprozess wird von etwa 40% der befragten 141 deutschen Marketing- und Vertriebsentscheider (aus diversen B2B-Segmenten) als sehr hoch/hoch beurteilt. Unerklärlich ist, daß demgegenüber die Ermittlung relevanter Online-Kennzahlen oder der konsequente Einsatz von Kennzahlensystemen klar vernachlässigt wird.

Trends werden mal berücksichtigt, mal aber auch nicht. Während immerhin 20% eine flexible, erfolgsorientierte Steuerung des Online-Marketings sowie Video-Content oder Social Networks im Marketing-Mix einsetzen, finden Semantic Web, Vertical Search und Medienkonvergenz generell nur wenig Beachtung.

Die Studie belegt auch, daß fehlender Mut und mangelnde Innovation innerhalb der Unternehmen den Fortschritt nicht unbedingt begünstigen. Ein Beleg hierfür liefern die angesagtesten Werbeformen: Diese sind immernoch Newsletter (78%), Suchmaschinenoptimierung und Online-PR (über 70%). Social Media und Forenaktivitäten sind da noch weniger im Fokus (weniger als 50%).

Spot On!
Die Darstellung der Unternehmen in Social Media ist vorwiegend über den Einzelnen im Unternehmen gegeben. Der motivierende Antrieb vermutlich die individuelle Hoffnung auf den Karrierebeschleuniger. Eine Strategie im Umgang mit Social Media haben immernoch wenige Unternehmen. Vorbildlich zeigen sich bisher vor allem IT-Unternehmen wie Intel, IBM oder SAP. Diese geben klaren Social Media Guidelines an ihre Mitarbeiter und umgehen so ungeliebte „Selbstdarstellungen“, die nicht den Corporate Governance Richtlinien der Unternehmen entsprechen.

Studie: 71% der Grundschüler sind Onliner

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Die deutschen Schüler sind bereits im Grundschulalter häufig im Web aktiv. Wie eine Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) belegt, sind bereits 71% der Sieben- bis Zehnjährigen im Internet unterwegs – vorausgesetzt die Eltern haben einen Anschluß. Bei den 11- bis 14-Jährigen sind es sogar 93% und im Alter von 15 bis 17 Jahren gar 99%. Sprich: Das Web 2.0 hat die Jugend erreicht.

Die Studie des BITKOM zeigt dabei, daß der interaktive Austausch mit Gleichgesinnten sowie die Präsentation eigener Inhalte im Mittelpunkt der Nutzung stehen. Bei den 10- bis 17-Jährigen ist die echtzeitnahe Kommunikation mit Messaging-Dienste vorherschend (90%). Diskussionsforen werden von rund einem Vietel genutzt.

Betrachtet man die Tatsache, daß rund die Hälfte eigene Bilder im Internet veröffentlicht, so sind die Eltern gefragt, die Kinder auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Dennoch macht dies jeder sechste Erziehungsberechtigte überhaupt nicht. Von den befragten Eltern antworten dabei 31% sie könnten die Web-Aktivitäten ihrer Kinder nicht kontrollieren.

Nachdem 32% bekennen, ihnen fehlen Informationen über den Schutz von Kindern im Internet, haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und BITKOM nun Empfehlungen herausgegeben:

* vorhandene Jugendschutz-Filter im Betriebssystem zu nutzen oder einen Kinderschutz nachzurüsten. Ein solches Angebot gibt es etwa von der Initiative “Ein Netz für Kinder“, die unter anderem von der Bundesregierung und dem BITKOM getragen wird.
* Einen sicheren Surfraum und damit eine gute Hilfe für Eltern, ihre Kinder altersgerecht an die Angebote im Web heranzuführen, bieten spezielle Kinder- und Jugendportale. So zum Beispiel das Portal http://www.fragfinn.de/, das zur Initiative „Ein Netz für Kinder“ gehört oder die neue Initiative „Watch your Web“, die zum verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten im Internet animieren soll.
* Eltern sollten mit ihren Kindern unbedingt über Erlebnisse im Internet sprechen. Das hilft den Kindern, den Wahrheitsgehalt von Informationen zu prüfen. Mütter und Väter sollten sich dabei aber nicht nur für Inhalte von Webseiten interessieren, sondern auch für Erfahrungen ihrer Kinder mit anderen Nutzern – etwa beim Chat, in Netzwerken oder bei Online-Spielen. So können Eltern erkennen, ob ihre Kinder möglicherweise von anderen belästigt werden.
* Medienerziehung sollte schon in den Lehrplänen der Grundschulen verankert werden, damit alle Kinder frühzeitig lernen, sich sicher im Web zu bewegen – unabhängig vom Engagement der Eltern im Einzelfall.

Spot On!
Aber es gibt auch schon Fortschritte hinsichtlich familieninterner Prävention bei der Internetnutzung. Mit 38% der Eltern sprechen schon relativ viele mit ihren Kindern über deren Online-Erfahrungen. Zudem setzt jeder vierte Erziehungsberechtigte spezielle Software ein, die etwa vor Gewalt- oder Sexualdarstellungen schützt. Diese Massnahmen sind in meinen Augen zwingend. Die Weichen für eine erfolgreiche Karriere werden schon früh gestellt und ein jugendlicher Fehltritt aufgrund von fehlender Aufklärung hat schon vor dem Web 1.0 Zeitalter in anderen Bereichen zu so manchem Umweg geführt…

Überflieger: Zur rechten Zeit am rechten Ort mit rechtem Glück

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Nach Tipping Point und Blink erscheint es nun, als ob Malcolm Gladwell über sich selbst und seine Karriere schreibt: Überflieger. Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere weniger.

Wer dieses Buch eines der hundert einflussreichsten Meinungsmacher Amerikas bis zum Ende liest, bekommt diesen Eindruck der Selbstrechtfertigung des eigenen Erfolgs auch gewissermaßen bestätigt. Denn das letzte Kapitel wirkt wie eine Familienbiografie um den Mathematikprofessors sowie seine Familie.

Malcolm Gladwell macht mit diesem Buch jedem ehrgeizigen Manager 2.0 klar, daß zum Überflieger mehr gehört als nur Können, Ausdauer, Beharrlichkeit und Disziplin. Eine weitere Tatsache ist mindestens ebenso ausschlaggebend für die Geburt eines Überfliegers: Manchmal muß man einfach zur rechten Zeit am rechten Ort sein muß, sprich: das entsprechende Quentchen Glück und Zufall braucht man eben auch.

Der Autor, hier im Interview, bleibt auch in diesem Buch seinem bewährten Erzählstil treu. Wissenschaft und Statistik sind Beiwerk. Gladwell ist ein gewiefter Geschichtenschreiber, der Einzelschicksale in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Nicht langweilige Rhetorik und Theorie der Zahlen, sondern biographische Exempel sind der Stoff eines unterhaltsamen Leseerlebnisses. Die Banalität des Glücks und des Zufalls übermäßig begünstigter Individuen wird so schnell zum Credo seiner Beweisführung.

Das einleuchtendste Beispiel erzählt die Geschichte des Überfliegers Bill Gates. Er wird als Sohn eines wohlhabenden Rechtsanwalts und einer Lehrerin in Seattle 1955 geboren. Mit 13 Jahren geht er auf eine außergewöhnlichen Privatschule – Lakeside School. Dort gibt es in diesen Jahren schon einen Computerclub, in dem der mathematisch talentierte Nerd einen 24/7-Zugang zur Computernutzung hat. Diesen lebt er Tag und Nacht für die Analyse von Rechensystemen und Programmiersprache aus.

Die zahlreichen Programierstunden sind gut investiert. Sein Engagement resultiert in selbst-entwickelten Programmen. Es entsteht „Traf-O-Data“, ein Programm zur Messung von Verkehrsströmen, womit er und sein Mitschüler Paul Allen 20.000 Dollar verdienen. Statt seine Harvardkarriere eines Jura-Studiums zu beenden, macht er sich an die Verbesserung des Kleincomputers „Altair 8800“. Das Ende vom Lied? Die Gründung des Unternehmens Microsoft (mit Paul Allen).

Keine lineare Karriere, keine klassische Startegie, kein planbares Manifest des Erfolges haben Bill Gates zu einem Überflieger gemacht. Und auch die anderen Beispiele folgen keiner systematischen Logik – weder die der kleinen fleißigen italienischen Bauern, des talentierten Eishockeynachwuchses oder eines der erfolgreichsten Anwälte oder Schneider seiner Zeit.

Es sind immer andere Faktoren, die den Begünstigten den Weg zum Überflieger ebnen. Mal ist es der Stichtag für eine spezielle Rekrutierung in der Sportwelt, mal das geographisch günstige Klima, mal auch nur der familiäre Ursprung und mal die grüne Welle, auf der man reitet.

Spot On!
Als die Welt am Sonntag das Buch als ‚Sommerlektüre für Kapitalisten‘ und mit den Worten ‚mit besserer Karrierestrategie durch die Wirtschaftskrise‘ ankündigte, mußte ich schmunzeln. Denn das Buch gibt ebenso wenig Tips für unsere heutige wirtschaftliche Zeit, wie daß man den Traum ‚Vom Tellerwäscher zum Millionär‘ mal schnell (er-)leben kann. Wer also erwartet, daß sich sein Leben radikal nach Lesen des Buches ändern lässt, der wird erkennen, daß zum Überflieger ein kluger Kopf, rationale Überlegenheit und rund 10.000 Übungsstunden nur die Basis für eine klares Taktikvorgehen ist. Eine langfristige Karrierestrategie läßt sich hieraus leider nicht ableiten. Denn die ist abhängig von der soziokultureller Prägung und historischen Gegebenheiten, die sich einzig und allein dem Zufall unterordnen müssen. Und dieser wird einem nun mal -zumindest nach der Gladwellschen Theorie- mit dem Geburtstermin in die Wiege gelegt…, oder eben nicht.

Online Reputation Management bleibt (zeit)aufwendig…

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Als ich meine Vision des Personal Web Managers geschrieben habe, dachte ich, es wird sicherlich bald eine solche Dienstleistung des Reputation Coaches für aufstrebende Manager oder stark im Web aktive Persönlichkeiten geben. Derzeit ist interessant zu beobachten, wie sich dieser Plattform-Markt für persönliches Reputation Management in Position bringt.

Es steht eben viel auf dem Spiel: die Bewerbung einer Karriere, die für Nachhaltigkeit einer authentischen und erfolgreichen Persönlichkeit steht. Die Online Reputation wird dabei immer wichtiger für den nächsten Karriereschritt, aber ihr Management bleibt leider trotz unterstützender Plattformen zeitaufwendig. Ein kleiner Überblick…

Bisher galt der amerikanische Dienstleister Reputation Defender als der weltweite ‚Platzhirsch‘ im Entfernen oder ‚Geradebiegen‘ von bildlich belegbaren Fehltritten oder voreilig getroffenen Statements und Kommentaren, die im Web verewigt sind. Denn, wie wir alle inzwischen wissen sollten: Das Web vergißt nichts – teilweise nur, wenn wir entsprechend nachhelfen. Und so bietet Reputation Defender mit myChild ein Produkt an, das den Ruf und die Privatsphäre des Kindes schon von Kindesbeinen an online schützt.

In Deutschland ist mit my ON-ID eine sehr interessante Plattform am Start, die Online Reputation auf technischer Basis zu handeln, monitoren und optimieren anbietet. Die Web 2.0 Plattform offeriert sehr viele Optionen, das eigene Personal Brand als Visitenkarte (bzw. fast schon im Format eines Online CV aufzubauen (mit zahlreichen Schnittstellen und Widgetfunktionen zu anderen Social Networks).

Am Wochenende erhielt ich nun die neuste Pressemitteilung von Dein Guter Ruf, die mir von meinem Ex-Kollegen Jannis Moutafis zugespielt wurde. Die Nachricht preist die ab sofort kostenlose Suche des (mir noch völlig unbekannten) Reputations-Dienstsleisters an, sowie die Option eine Web-Imageseite zu veröffentlichen. Als Gadget wird der Test „Welcher Online-Typ bin ich“ angeboten, der einem Tips zum persönlichen Reputation Management offeriert (mein Testergebnis siehe Bild).

Hintergrund des Tests: Der Profil Organiser wird hiermit promotet. Dort kann man seine Netzwerk-Profile eingeben und hat diese so im Schnellüberblick und -zugriff. Der vordergründige Vorteil der Übersichtlichkeit, läßt sich mit einem grundlegenden Tip entkräften…

Starte kein Profil in einem sozialen Netzwerk, wo Du nur einen kleinen Mehrwert siehst und evaluiere vorher, ob Du nur aus einer zeitweiligen Zugehörigkeit (Schule, Uni, etc.) oder aus zukünftiger Überlegung (Kontakte halten, Karrierebenefit, etc.) dieses nutzen wirst.

Die Dienstleistungen von Dein Guter Ruf erinnern mich dennoch stark an den Personal Web Manager, denn hier geht es offensichtlich wirklich um den strategischen Ansatz des Reputation Managements mit persönlicher PR-Betreuung. Man bietet vier verschiedene Versionen an: Basis-, Profi-, Premium- und VIP-Manager – von kostenlos bis 129,90 EUR pro Monat. Letztere verspricht sogar…

– Wir legen für Sie Profile in mit Ihnen abgestimmten Portalen an.
– Wir integrieren bereits vorhandene Inhalte in Foren, Blogs, Fachportalen.
– Wir prüfen monatlich Ihre Reputation und liefern für Sie geeignete Portal- und Themenvorschläge.
– Wir führen für Sie geeignete Online-PR Aktivitäten durch.

Insofern wirken die Preise vernünftig und erinnern an das Preismodell von Reputation Defender.

Kurztest: Dein Guter Ruf
Suche: Die Suche ist unbefriedigend. Bei 466.000 Googletreffern zu meinem Namen fand Dein Guter Ruf rund 70. Einige hatten überhaupt nichts mit mir zu tun. Zahlreiche positive, wie Interviews und Gastbeiträge von/mit mir, wurden gar nicht gefunden.
Image-Webseite: Ein Bild kann nicht gefunden, hochgeladen oder integriert werden (vielleicht in einer Bezahlversion?!). Der erste Eindruck eines Menschen zählt – und der Mensch verkauft sich in der Karrierebewerbung über ein persönliches Bild. Man verschickt ja auch keinen Lebenslauf ohne Foto.
Paid Services: Daß man für zahlreiche Funktionen (z.B. Kommentar eines Suchtreffers) im Web 2.0 Zeitlater bezahlen muß, ist irgendwie Web 1.0 Welt. Zumal my ON-ID hier schon diese Funktion ohne Aufpreis anbietet.
Fazit. Unspektakulär, nüchtern, sachlich, nicht personalisierbar – aber vielleicht ist die Form genau das, was zukünftig für das Personalwesen die nachhaltige Bewerbung ist. Wer weiß…

Spot On!
Neben my ON-ID macht sich mit Dein Guter Ruf ein weiterer Anbieter auf, unsere individuelle Online Reputation im Auge zu behalten und zu professionalisieren. Mein Urteil bleibt dennoch kritisch. Die Idee Reputation Management mit persönlicher PR-Strategie zu verknüpfen, gefällt mir gut (schon wegen seiner Nähe zu ‚meinem‘ Personal Web Manager). Man müsste es fast einmal einem Test unterziehen, um zu sehen, wie erfolgreich sich die Arbeit für das Personal Branding zeigt (Erfahrungsberichte bitte an mich schicken). my ON-ID ist dennoch derzeit einen ganzen Schritt voraus und bietet die spannendere und zielgenauere Lösung das Online Reputation in der Spur zu halten. Reputation Management bleibt weiterhin aufwendig, vor allem zeitaufwendig, denn am besten wird sie derzeit noch von jedem Einzelnen kritisch beäugt, bewacht und bewertet.

Das erste Jahr – von Personal Branding und Produktivität

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Geschafft! Das erste Jahr als aktiver ‚Social Median‘ liegt hinter mir…

Lange habe ich überlegt, wie ich zum Geburtstag meines Blogs ‚The Strategy Web‘ in die Retrospektive gehe. Die Ereignisse der letzten Tage haben mir die Entscheidung abgenommen. Es wird vorwiegend eine Zusammenfassung der letzten zwei Wochen, sozusagen exemplarisch zum Thema: Personal Branding und Produktivität.

Denn um diese Themen geht es meiner Meinung nach vorwiegend in dieser schönen Social Media Welt…

Ein paar statistische Werte des ersten Jahres…
– 486 Beiträge
– 280 Kommentare
– 1.600+ Twitter Follower
– 7.000 Unique User und 10.500 Page Impressions (Durchschnitt der letzten 6 Monate)
– tolle neue Kontakte weltweit, die das Blog mit wertvollem Feedback bedachten
…und ja, ich habe zahlreiche Stunden am Personal Branding in weiteren Social Networks (siehe Buttons unten) gearbeitet und bin noch lange nicht fertig, meine Digital DNA zu vollenden. Sprich… ob ich produktiv im Sinne eines ‚Social Median‘ war? Sieht ganz so aus…

Gehen wir mal ein wenig auf die Ergebnisse ein…

Die Karriere 3.0 entscheidet sich im Web
So ähnlich wie die Überschrift klang auch mein Vortrag auf der Webinale im sagenumworbenen Telekom-Szeneladen 4010, die Anfang letzter Woche stattfand. Unter dem Titel ‚Karriere 3.0 – Spagat zwischen Personal Branding und Produktivität‘ habe ich den Zuhörern meine Vision zukünftiger Karriereschritte im Web erläutert. Das ist ein Erfolg meines Blogs, denn ohne diese Arbeit, wäre ich bei der Webinale nicht aufgetreten.

Die aktuellen LinkedIn Nutzerdaten bestätigen meine dort vertretenen Ansichten: Social Network Profile werden verstärkt zu unsere digitalen Lebensläufe, die klassischen CVs verlieren an Wichtigkeit und Online Reputation bestimmt unsere Karriere 3.0. Beispielhaft sein hier Nutzerzahlen des ersten Quartals 2009 genannt: Bewerbungen auf LinkedIn gingen um 49% nach oben, ebenso die durchschnittliche Anzahl an Bewerbungen pro Stellenanzeige (43%). Zudem streben die User vermehrt nach Empfehlungen (Steigerung um 34%). Die Online Reputation bekommt zunehmend mehr Relevanz für die Arbeitswelt, wie Jobvite erst kürzlich in einer Studie berichtete.

Warum ist Personal Branding wichtig?
Firmen investieren Milliarden in Branding, um den USP, den Wiedererkennungswert und die Einzigartigkeit von Produkten und Services beim Konsumenten zu stärken. Der ‚Social Median‘ wird sich zukünftig als Marke begreifen lernen und da ist die Notwendigkeit nicht fern, sich selbst aktiv in Position zu bringen. Er/Sie investiert zukünftig eben Zeit, in Profile auf Social Networks, ein eigenes Blog, einen ‚Micro-Blogging-Stream‘, oder wo es auch immer Sinn macht.

Das alles kostet zwar fast kein Geld, aber Zeit – die wertvollste Resource unseres Jahrhunderts.

Dementsprechend wird der von mir propagierte Personal Web Manager zukünftig von großer Bedeutung für engagierte Manager 2.0 oder 3.0 werden. Sonst zahlt sich der Invest in das Personal Branding wohl nur schwer aus – und wie sich der Personal Web Manager finanziert, steht in meiner nachhaltigsten Vision aus meinem ersten Jahr als Blogger.

Zwei positive Wochen für mein Personal Branding
Zurück zur Webinale… Unmittelbar nach meinem Vortrag erschien ein Interview mit mir auf Sian-Ru Lai’s Blog von European Venture Fund GmbH, welches sich meiner privaten Personal Branding Orientierung widmet. Mit Sian habe ich zudem ein paar Worte zum Inhalt des Vortrags, Erfolgskriterien für Start-Ups und Web-Investoren gewechselt. Wenn mein geistiger Output unproduktiven Wert hat, werdet Ihr es mich wissen lassen, liebe ‚Follower‘ – oder sagt man Leser oder Community-User?

Ebenfalls letzte Woche erschien auch ein Video-Interview mit mir – aber zu meinem alltäglichen Berufsfeld: Marketing, Sales und Medien. Vor ein paar Wochen habe ich den Web 2.0 Kongress in München besucht und dort zwischen interessanten Vorträgen, selbst initiierten Gesprächen z.B. mit John Della Volpe und einem mit mir geführten Interview ‚geswitcht‘. Christian Schmitt von Media-Treff hat mich zu Marketingstrategien und Chancen im Marketing in der Krise vor die Kamera geholt. Das Ergebnis ist hoffentlich produktiv, aber meinem Personal Branding hat es geholfen. Im Sommer soll ein Webinar zum Thema Lead Generation folgen – zu Gunsten der Produktivität der Marketiers und Salesleiter.

Um meinen Input ins Web 2.0 und somit meine Online Reputation besser monitoren und aggregieren zu können, habe ich inzwischen auf Anregung von Mario Grobholz, Gründer von myON-ID, mein Profil dort mit dem Personal Branding meines Twitter-Account versehen. Auch dies hat Zeit gekostet – ebenso wie ein Interview auf dem myON-ID Blog. Ob das myON-ID Profil produktiv ist oder nicht, wird sich zeigen, wenn sich die Plattform als Web 2.0 ‚Reputation-Visitenkarte‘ durchsetzt.

Beendet habe ich die zwei Wochen mit einem Gastbeitrag zum Thema Vermarktung von Social Networks: Social Medians müssen Zeichen setzen auf dem Social Media Vordenker-Blog von David Nelles und Nils Maier, letzterer hat interessanterweise sein Twitter Branding wiederum dem ihres Blogs angepasst.

Als Sales- und Marketingexperte frage ich mich immer noch, ob wir unsere Social Media Aktivitäten auch zukünftig für unseren ‚guten Ruf‘ machen (müssen), oder ob ‚Social Medians‘ ihre Online Reputation irgendwann mal nach meiner Idee oder einem ähnlichen Konzept monetarisieren werden, z.B. um den Personal Web Manager selbst bezahlen zu können.

Denn um Profit geht es in der Social Media Welt nicht. Eher darum, noch mehr Produktivität für ein optimaleres Personal Branding herauszuholen – ohne der Notwendigkeit eines 36 Stunden Tages.

Spot On!
Ein Jahr Personal Branding mit zahlreichem Output – daraus die letzten beiden Wochen exemplarisch. Produktiv für Euch? Für meine Zukunft…? In meinen Augen: Ja! Diverse Einladung zu Events, Workshops, Seminaren und Interviews haben mir dies gezeigt. Und Spaß gemacht hat es auf jeden Fall.

Und allen, die meinen Input oder Output schätzen, möchte ich hiermit für Euren Input und Output danken. Und freue mich auch weiterhin auf Euer Feedback hierzu…

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