Die 3-Säulen-Strategie: Erst Marke, dann Mensch, oder andersrum?

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Credits: Pixelio

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Nachhaltigkeit in Social Media fordert Unternehmen

Social Media hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem neuen Element im Mix der Unternehmens-Kommunikation etabliert. Unternehmen und Agenturen erkennen zunehmend mehr Chancen, die ein Social Media Engagement bietet. Sei es in der Marketingkommunikation, in der PR, im Vertrieb, HR oder Sales. Über die neuen Möglichkeiten wird nicht nur diskutiert, es finden sich immer mehr Unternehmen, die Social Media in mindestens einem Bereich installieren. Auch wenn sich viele Engagements noch in der Versuchsphase befinden, so ist bereits zu erkennen, dass Unternehmen Social Media ernster nehmen als noch vor einigen Monaten.

Viele Unternehmen lagern ihr Social Media Engagement an Agenturen aus, bei anderen werden neue Abteilungen und Verantwortlichkeiten geschaffen. Von Social Media Beratern, Social Media Managern und Evangelisten ist die Rede. So manche versuchen, auch eine Hybrid-Funktion aus traditioneller Jobbeschreibung und „soziale Zusatzaufgabe“ zu erschaffen.

Social Media Verantwortliche erhalten weitreichende Verantwortlichkeiten, die es in dieser Form selten vorher im Unternehmen gab. Sie können meist ohne vorherige Abstimmungen über das Unternehmen im Netz sprechen. Sie werden zur Stimme, zum Gesicht, zum Aushängeschild. Doch was passiert mit dem Engagement, wenn Social Media Verantwortliche das Unternehmen verlassen? Verlieren Social Media Aktivitäten damit ein „Gesicht“, eine „Stimme“ im Netz?

Social Media sollte unserer Meinung nach daher immer auf drei Säulen aufgebaut sein, um es nachhaltig im Unternehmen zu verankern. Ob die Konzentration auf eine Person vorteilhaft, bzw. das Auslagern der Aktivitäten auf Agenturen sinnvoll ist, steht hierbei als Frage im Mittelpunkt.

Marken (statt Personen): „Vermenschlichung durch Authentizität der Personen“, oder kann die Marke das selbst?

Social Media soll authentisch sein, transparent und dialogorientiert. Um diese Bedingungen erfüllen zu können, bedarf es nicht nur einer Strategie, sondern Menschen, die eine Marke leben können und der Marke im Netz eine Stimme verleihen, die Unternehmenswerte vermittelt. Oftmals ist die Stimme eine Person, die auf Kommentare, Retweets etc. reagiert. Dieser Mensch verleiht der Stimme im Netz einen eigenen Charakter. Wie reagiert die Stimme auf Kommentare? Wie geht sie mit Followern um? Inwieweit lässt sie sich auf einen Dialog ein? Natürlich kann man versuchen, alle Maßnahmen genauestens zu konzipieren, Social Media ist aber schnell, schneller als jedes Konzeptpapier. Und zu viel Konzeption schadet dem Engagement, sowie der Authentizität. Also muss ein Unternehmen nicht nur auf eine Person setzen, sondern auf die Vermenschlichung der Marke.

Organisationskultur: Mehrere Personen im Unternehmen stützen den Social Media Auftritt

Social Media Aktivitäten sollten niemals auf eine Person fokussiert werden, sondern immer mehrere Personen aus verschiedenen Abteilungen einbinden. Im Idealfall gibt es einen Markenauftritt im Social Web, der von verschiedenen Personen betreut wird, die wiederum selbst aktiv als Person auftreten können. In der Kombination Marke / Person können vielerlei Synergien entstehen, die den Auftritt als Ganzes ,als „unternehmerische Menschheit“, stützen. Fällt eine Person aus, können die Maßnahmen schnell vom Social-Media-Team übernommen werden, ohne dass ein Bruch in der Transparenz der Kommunikation zu befürchten ist. Besonders in Urlaubszeiten scheint das Problem der Verlagerung bzw. des Management von Social-Media-Aktivitäten durchaus brisant zu sein. Wir hören bereits von mehreren Seiten, dass aufgrund der Umsetzung von nur einer Person hier ein eklatantes Problem entstehen kann. Denn eines ist gewiss: Auch Social Media Betreuer brauchen eine Auszeit.

Automatisierte Prozesse, oder… Das perfekte Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik

In der beobachtenden Analyse setzen viele Unternehmen bereits erfolgreich auf Social-Media-Monitoring-Tools, die wertvolle Ergebnisse zu Tage bringen. Die Reaktion selbst auf bestimmte Anlässe wird aber immer noch vom Mensch bestimmt, definiert, organisiert und orchestriert. An dieser Stelle sollte unserer Meinung nach, automatisierte Prozesse Unterstützung leisten, wie dies zum Beispiel auch Online-Marketing bereits erfolgreich eingesetzt wird. Dank Targeting, Frequency Capping oder dynamischen Updates werden Online-Kampagnen schnell optimiert und damit auch erfolgreich. Für Social Media sind solche automatisierten Prozesse zwingend zur Entlastung und taktischen Optimierung notwendig und dienen der Unterstützung der Verantwortlichen. Sie lassen Social Media auch langfristig ein wertvolles Instrument der Kundenbindung zu werden.

Spot On!
Diese 3-Säulen-Strategie soll Unternehmens- und Abteilungsverantwortlichen einen Denkansatz beim Einsatz und der Optimierung von Social Media im Unternehmen liefern. Der sinnvolle Einsatz von Social Media Entschleunigung im Unternehmen (Slow Media Manifest) sowie produktivitätssteigernde Wex-Experten in Unternehmen (Personal Web Manager) sind hierbei zukunftsweisende Visionen für eine effiziente soziale Online-Unternehmenskultur. Denn nur, wenn wir sinnvoll mit unserer Zeit umzugehen lernen, kann eine 3-Säulen-Strategie das Social Media Engagement eines Unternehmens unterstützen und sich im Sinne der Wertschöpfungseffizienz manifestieren und dieser sinnvoll nützlich sein.

Über die Autoren…
Für die Idee zu diesem Post haben Heike Bedrich und ich die Köpfe auf dem Internet World Kongress zusammengesteckt. Uns hat die 3-Säulen-Strategie gefallen und ist unserer Überzeugung nach, ein guter Schritt für Unternehmen in eine erfolgreiche Social Media Welt.

Heike Bedrich ist seit vielen Jahren in der PR- und Marketing-Welt zu Hause. 1998 gründete sie mit Talisman ihre eigene Agentur für Kommunikation und Imagebildung. Sie betreut Kunden aus der IT- und Medienszene und hat sich auf die Themen PR, PR 2.0, Corporate Communications und Online Reputation Management spezialisiert.

dmexco: Rückblick auf die Premiere

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dmexcoDie Premiere der dmexco war ein Erfolg, … oder nicht? 14.200 Besucher, 290 Aussteller (mit 2900 Mitarbeitern) und 250 Pressevertreter. Zahlen sind gut. Zahlen sind beeindruckend. Denn Zahlen sind das Messinstrument der Branche und entsprechen der Sprache der Marketiers. Auch in dem von mir gehosteten Panel hatten Zahlen die entscheidende Bedeutung und eins wurde auch hier deutlich: Zahlen sind wichtig für das C-Level bei der Entscheidungsfindung und Investitionsbereitschaft, Marketing-Dollars zu „approven“.

Aber Zahlen beziehen sich nicht nur auf Page Impressions und Clicks. Und das war sicherlich eine der neusten Erkenntnisse der Marketiers seit dem Aufkommen von Social Media: Engagement ist gefragt. Das Blut des Engagements ist der Dialog (bzw. Multilog), denn nur der führt zu nachhaltigem Business-Leben, sprich zum Erfolg. Eigentlich ist das aber nunmal die Antithese von Werbung, die eine klare Sender-Empfänger Botschaft beherbergt.

Engagement als Messinstrument in die Überlegungen der Bewertung von Plattformen einzubringen, die dann auch von Marketingentscheidern und Media-Plannern entsprechender Wichtigkeit gewürdigt werden, dürfte eine der größten Herausforderungen der Web-Industrie werden. Die aktuelle europäische Yahoo!-Studie „Online-Werbeformate – Wissen, was wirkt“ bringt die Werbebranche bei der Definition von digitalen Erfolgskriterien vermutlich weniger weiter als eine Studie „Welche Erfolgsdefinition will das C-Level Management sehen“.

Zur Erfolgsmessung der dmexco könnte man in diesem Sinne die „beste OMD aller Zeiten“ mal mit einer Bannerkampagne vergleichen (egal ob auf einem traditionellen Portal oder in einem Social Network gebucht). Entscheidend bei beiden ist, was am Ende dabei rauskommt.

Weder die Page Impressions noch ein Click haben einen Wert, wenn am Ende kein Engagement steht, d.h. die Staying Time am Stand (bzw. der Landing Page) wenigen Sekunden entspricht und keine Aktivität nach sich zieht. Da kann die Dwell-Time dann doch als Messkriterium wesentlich mehr an Erkenntnis leisten. Ist der Besucher am Stand stehen geblieben, hat er/sie sich den Stand angesehen, hat er/sie das Gespräch mit dem Standpersonal gesucht und hat er/sie sich Unterlagen oder Broschüren mitgenommen.

Ja, Erfolgsmessung ist mehr als nur zwei vordergründige Zahlen, die eine Koeffizienten (CPC) ergeben… Sicherlich ein Grund, warum Webanalyse groß im Fokus der Messe stand.

Grundsätzlich bleibt auch nach der dmexco die Frage bestehen, ob das bevorstehende, zukünftig den Ton angebende Messinstrument der deutschen Internet-Industrie, die Visits, wirklich zielführend für eine Modernisierung und die Monetarisierung der Branche ist. Hierzu habe ich mich im Vorfeld ausführlich auf dem dmexco Blog „Create Effects“ geäußert. Die Messe hat hierzu keine neuen Erkenntnisse gebracht. Nur positive Stimmen waren zu vernehmen, die ebenfalls der Meinung waren, daß man hier nicht wirklich einen Schritt in der Vermarktung und Bewertung der Web-Plattformen weitergekommen sei.

Man mag mir verzeihen, wenn ich -trotz einer positiven Bilanz des Veranstalters oder der Branchengrößen (des BVDW)- dennoch in der Messeinheit der Marketer spreche. Die letzte OMD hatte 20.000 Besucher und 380 Aussteller, was einem Verlust von über 30% bzw. 25% entspricht. Liegt es an der abwartenden Mentalität der Deutschen: „Erstmal sehen, wie die neue Messe ist…“, oder an den Vermarktungs-Packages für die Standfläche? Es war nur eine Halle statt zwei wie in Düsseldorf- die vermarkteten Quadratmeter der Fläche im Vergleich zur OMD wären hier interessant. An der Rezession lag es offensichtlich nicht, obwohl die auch vor der Internet-Branche vermutlich nicht Halt macht. Man weiß es nicht so genau. Im nächsten Jahr (15.-16. September 2010) wird man es suggerieren können.

Über die Zahlen der offiziellen dmexco Party im Vergleich zur Kontraveranstaltung trg OMclub kann man sich jeder sein eigenes Bild machen. Eine Party ist nicht der Kernpunkt einer Messe – auch wenn man dies in den letzten Jahren beim Run um die Partytickets der OMD oft gedacht hat.

Spot On!
Mit Satellite Events und Twitter hat die dmexco internationale und neue Zielgruppen erschlossen sowie Anschluß an moderne Web-Standards gefunden, die eine OMD seinerzeit nicht berücksichtigt hat. Ob Google dann ausstellt oder nicht, ist kein Messkriterium für den Erfolg einer Messe. Der Zuspruch für die dmexco war ordentlich: offline wie online – Optimierungsbedarf gibt es immer. Und noch ein Gutes: Im nächsten Jahr wird man vermutlich nicht mehr an den Zahlen der OMD gemessen…

Und wie seht Ihr das?

Das erste Jahr – von Personal Branding und Produktivität

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Geschafft! Das erste Jahr als aktiver ‚Social Median‘ liegt hinter mir…

Lange habe ich überlegt, wie ich zum Geburtstag meines Blogs ‚The Strategy Web‘ in die Retrospektive gehe. Die Ereignisse der letzten Tage haben mir die Entscheidung abgenommen. Es wird vorwiegend eine Zusammenfassung der letzten zwei Wochen, sozusagen exemplarisch zum Thema: Personal Branding und Produktivität.

Denn um diese Themen geht es meiner Meinung nach vorwiegend in dieser schönen Social Media Welt…

Ein paar statistische Werte des ersten Jahres…
– 486 Beiträge
– 280 Kommentare
– 1.600+ Twitter Follower
– 7.000 Unique User und 10.500 Page Impressions (Durchschnitt der letzten 6 Monate)
– tolle neue Kontakte weltweit, die das Blog mit wertvollem Feedback bedachten
…und ja, ich habe zahlreiche Stunden am Personal Branding in weiteren Social Networks (siehe Buttons unten) gearbeitet und bin noch lange nicht fertig, meine Digital DNA zu vollenden. Sprich… ob ich produktiv im Sinne eines ‚Social Median‘ war? Sieht ganz so aus…

Gehen wir mal ein wenig auf die Ergebnisse ein…

Die Karriere 3.0 entscheidet sich im Web
So ähnlich wie die Überschrift klang auch mein Vortrag auf der Webinale im sagenumworbenen Telekom-Szeneladen 4010, die Anfang letzter Woche stattfand. Unter dem Titel ‚Karriere 3.0 – Spagat zwischen Personal Branding und Produktivität‘ habe ich den Zuhörern meine Vision zukünftiger Karriereschritte im Web erläutert. Das ist ein Erfolg meines Blogs, denn ohne diese Arbeit, wäre ich bei der Webinale nicht aufgetreten.

Die aktuellen LinkedIn Nutzerdaten bestätigen meine dort vertretenen Ansichten: Social Network Profile werden verstärkt zu unsere digitalen Lebensläufe, die klassischen CVs verlieren an Wichtigkeit und Online Reputation bestimmt unsere Karriere 3.0. Beispielhaft sein hier Nutzerzahlen des ersten Quartals 2009 genannt: Bewerbungen auf LinkedIn gingen um 49% nach oben, ebenso die durchschnittliche Anzahl an Bewerbungen pro Stellenanzeige (43%). Zudem streben die User vermehrt nach Empfehlungen (Steigerung um 34%). Die Online Reputation bekommt zunehmend mehr Relevanz für die Arbeitswelt, wie Jobvite erst kürzlich in einer Studie berichtete.

Warum ist Personal Branding wichtig?
Firmen investieren Milliarden in Branding, um den USP, den Wiedererkennungswert und die Einzigartigkeit von Produkten und Services beim Konsumenten zu stärken. Der ‚Social Median‘ wird sich zukünftig als Marke begreifen lernen und da ist die Notwendigkeit nicht fern, sich selbst aktiv in Position zu bringen. Er/Sie investiert zukünftig eben Zeit, in Profile auf Social Networks, ein eigenes Blog, einen ‚Micro-Blogging-Stream‘, oder wo es auch immer Sinn macht.

Das alles kostet zwar fast kein Geld, aber Zeit – die wertvollste Resource unseres Jahrhunderts.

Dementsprechend wird der von mir propagierte Personal Web Manager zukünftig von großer Bedeutung für engagierte Manager 2.0 oder 3.0 werden. Sonst zahlt sich der Invest in das Personal Branding wohl nur schwer aus – und wie sich der Personal Web Manager finanziert, steht in meiner nachhaltigsten Vision aus meinem ersten Jahr als Blogger.

Zwei positive Wochen für mein Personal Branding
Zurück zur Webinale… Unmittelbar nach meinem Vortrag erschien ein Interview mit mir auf Sian-Ru Lai’s Blog von European Venture Fund GmbH, welches sich meiner privaten Personal Branding Orientierung widmet. Mit Sian habe ich zudem ein paar Worte zum Inhalt des Vortrags, Erfolgskriterien für Start-Ups und Web-Investoren gewechselt. Wenn mein geistiger Output unproduktiven Wert hat, werdet Ihr es mich wissen lassen, liebe ‚Follower‘ – oder sagt man Leser oder Community-User?

Ebenfalls letzte Woche erschien auch ein Video-Interview mit mir – aber zu meinem alltäglichen Berufsfeld: Marketing, Sales und Medien. Vor ein paar Wochen habe ich den Web 2.0 Kongress in München besucht und dort zwischen interessanten Vorträgen, selbst initiierten Gesprächen z.B. mit John Della Volpe und einem mit mir geführten Interview ‚geswitcht‘. Christian Schmitt von Media-Treff hat mich zu Marketingstrategien und Chancen im Marketing in der Krise vor die Kamera geholt. Das Ergebnis ist hoffentlich produktiv, aber meinem Personal Branding hat es geholfen. Im Sommer soll ein Webinar zum Thema Lead Generation folgen – zu Gunsten der Produktivität der Marketiers und Salesleiter.

Um meinen Input ins Web 2.0 und somit meine Online Reputation besser monitoren und aggregieren zu können, habe ich inzwischen auf Anregung von Mario Grobholz, Gründer von myON-ID, mein Profil dort mit dem Personal Branding meines Twitter-Account versehen. Auch dies hat Zeit gekostet – ebenso wie ein Interview auf dem myON-ID Blog. Ob das myON-ID Profil produktiv ist oder nicht, wird sich zeigen, wenn sich die Plattform als Web 2.0 ‚Reputation-Visitenkarte‘ durchsetzt.

Beendet habe ich die zwei Wochen mit einem Gastbeitrag zum Thema Vermarktung von Social Networks: Social Medians müssen Zeichen setzen auf dem Social Media Vordenker-Blog von David Nelles und Nils Maier, letzterer hat interessanterweise sein Twitter Branding wiederum dem ihres Blogs angepasst.

Als Sales- und Marketingexperte frage ich mich immer noch, ob wir unsere Social Media Aktivitäten auch zukünftig für unseren ‚guten Ruf‘ machen (müssen), oder ob ‚Social Medians‘ ihre Online Reputation irgendwann mal nach meiner Idee oder einem ähnlichen Konzept monetarisieren werden, z.B. um den Personal Web Manager selbst bezahlen zu können.

Denn um Profit geht es in der Social Media Welt nicht. Eher darum, noch mehr Produktivität für ein optimaleres Personal Branding herauszuholen – ohne der Notwendigkeit eines 36 Stunden Tages.

Spot On!
Ein Jahr Personal Branding mit zahlreichem Output – daraus die letzten beiden Wochen exemplarisch. Produktiv für Euch? Für meine Zukunft…? In meinen Augen: Ja! Diverse Einladung zu Events, Workshops, Seminaren und Interviews haben mir dies gezeigt. Und Spaß gemacht hat es auf jeden Fall.

Und allen, die meinen Input oder Output schätzen, möchte ich hiermit für Euren Input und Output danken. Und freue mich auch weiterhin auf Euer Feedback hierzu…

Web 2.0 mindset: What business learns from politics

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At the Web 2.0 Kongress 2009 in Munich, end of March, Director of Polling at Harvard University’s Institute of Politics, John Della Volpe, commented on the latest election in the United States, and the change in political communication strategies.

His presentation made clear that web 2.0 is more of a mindset than a technology, and he showed how quick ‚followers‘ can be activated and motivated for new mindsets and ideas – his case was Obama’s web 2.0 strategy.

„How to mobilize the millennial generation? – Let them mobilize each other. (…) The millennial generation crave opportunities to make an impact (…) they will help if asked“.

This worthy knowledge in mind, combined with convincing success data of the successful Obama strategy (2 mio. profile in a social network, 400.000 generated blog posts, 200.000 offline events kicked off, plus more than 35.000 self-initiated non-profit groups), it is no wonder Obama raised half a billion dollars online.

But what can companies learn from this input? Glad, John Della Volpe spend some minutes after his presentation with me and passed on some advice for companies…

So in his opinion, companies and their business decision makers need to let control go. Managers should forget their old ‚control mindset‘ and make a move…

„Find your most passionate advocates, empower them, ask for more.(…) Give them authority, treat them with respect, tear down the wall between the customers and the organization, empower them with the right tools in the right atmosphere, with the right philosophy, and it can be very benefitial.“

Spot On!
To me this sounds like Dion Hinchcliffe’s advice. He said that if you position the right people inside your company to implement enterprise 2.0 strategies, the rest will follow. Now, Della Volpe conclusion on web 2.0 is quite close to Hincliffe’s words. If these two experts make the same case, why are decision makers still not embracing web 2.0 tool and techniques in order to improve customer communication and for internal process optimization? Or is this savvy, normal management tactic and wording?

Enterprise 2.0: Dion Hinchcliffe’s advice for Europe

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At Cebit, I had the pleasure to be part of an exclusive social media experts group to enjoy dinner with Dion Hinchcliffe, the enterpise 2.0 specialist as well as ZDNet blogger, and Dr. Frank Schoenefeld, Head of Business Internet Applications and Services at T-Systems.

The fireside talk offered some very interesting insights on enterprise 2.0 and how companies are starting to put the pieces together for a progressive approach on ‚breaking the chains of control‘ and ‚being open for change in terms of the new dialogue with customers‘.

Dion explained on how much companies in the US use wikis, social networks, external and internal blogs for the sake of collaborative working benefit. What was surprising is that companies in Europe are also preparing to become enterprise 2.0 business focused (i.e. ABB, BASF, Deutsche Lufthansa and Vodafone) – although these ‚offices‘ don’t really have an elaborated enterprise 2.0 strategy, yet, both experts admitted as much as they could see it.

On my question how far enterprise 2.0 goes, when facing the Skittles website experiment Dion simply answered that this is a social media experiment which we will see more often probably. Nevertheless, a good example that shows how companies experiment on social media and web 2.0 opportunities – though this ‚completely open approach‘ might be risky.

Next day, Dion found some minutes to spend with me to give European companies some advice on…

How to find the right attention for enterprise 2.0 inside your company?

and…

What are the biggest challenges of enterprise 2.0 for European companies?

Spot On!
The final conclusion of the very well organized dinner by Kongress Media was that the enterprise 2.0 strategy heads in the direction of…

Position the ‚right‘ people who live and breath the enterprise 2.0 intelligence and know of the appropriate techniques and tools. The rest will follow…

Up to now, there is no case of bad experience with enterprise 2.0, at least none Dion, Frank or the other experts knew of. Still… There is no proof whether this is the right tactic to convince business decision makers of a new enterprise communication strategy – but the essential strategies are visible. Will stakeholders rely on this kind of business outlook? And afford to focus the risk of ‚letting go responsibility‘ in difficult financial times of strong accountability? The fact is, the more examples of enterprise 2.0 we find the better for every business. Enterprise 2.0 shares knowledge, intelligence and humanitizes companies in the eyes of customers.

Es lebe die Mobilität – in den eigenen vier Wänden…

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Wie eine Umfrage der Marktforscher NPD Group unter 3.200 Besitzern mobiler Unterhaltungsgeräte ergab, nutzen die Besitzer von iPhone und Co. ihre mobilen Geräte am liebsten zu Hause.

Mobilität wird somit mehr zum Verkaufsargument den zum Sinn und Zweck des Gerätes: 79% der Befragten nutzen die Geräte mehr in den eigenen Wänden als unterwegs. Die geschäftsliche Nutzung steht dabei nicht im Fokus. Da sind Musikhören oder Spielen den Nutzern klar wichtiger (30 %).

Spot On!
Ist es nicht ein Vorteil der Mobilität zuhause, dass man nicht den Rechner starten muss, wenn man mal eben die privaten oder beruflichen Mails checken will?

Die Ergebnisse verwundern nicht, geht es bei der Mobilität doch mehr um die Erreichbarkeit (privat wie beruflich) denn die aktive Nutzung unterwegs wie zuhause. Gerne greift man lieber auf das eigene WLAN zu und testet erstmal, was so alles möglich ist – und spart so seine Kreuzer. Das mobile Internet hat die Menschheit halt aus Kostengründen noch nicht so ganz erreicht.

Dass das iPhone sich im mobilen Business als gute Alternative zu Palm und Blackberry beweist, wird wohl kaum noch jemand bezweifeln, der offenen Auges durch die Städte läuft. Auch wenn eine Studie aus Sicherheitsgründen davon abrät. Übrigens wurde aus demselben Grund offensichtlich auch im US Kongress das iPhone abgelehnt. Dort hat Blackberry immernoch die ‚Regierungshoheit’…

OMD und DMEX: aktueller Zwischenstand

23.10.2008 von  
Kategorie Web Marketing

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Das Werben um die Aussteller hält an und der Kampf scheint in eine vorentscheidene Phase zu gehen. Der nächste OMD Newsletter kam gestern in die Mailboxen der Interessierten und verkündete den Anmeldungsstand der Aussteller seitens der OMD. Da schaut man eben mal zum Vergleich auf die DMEX Seite und kann den Zwischenstand der bereits gesicherten Aussteller durch die Veranstalter verkünden…

OMD – DMEX 29:61

Spot On!
Zwei Sachen erschließen sich einem nicht so ganz: Alle Marketiers reden auf dem Internet-World Kongress von etablierten Brands, die zukünftig erfolgreich Online und Offline sind und beim Kunden gewinnen. Offensichtlich hatte die OMD diesen Brand-Status nicht erreicht (trotz 20.000 Besuchern und rund 380 Ausstellern). Sonst wäre die Kehrtwende die einzige Ausnahme im modernen Marketing und ginge als nicht erklärbare, irrationale Marketingentscheidung der Web 2.0 Zeit in die Historie ein. Oder nicht…?!

Zumal frägt man sich, wieso Aussteller einem Messekonzept schlagartig den Rücken kehren, von der man überzeugt war (laut Studien der OMD). Obwohl man keine Ahnung hat, was einen bei dem neuen Konzept erwartet. Vielleicht war die ‚360 Grad Ausrichtung‘ der OMD aber einfach eine 180 Grad Drehung zuviel – dann dreht man der OMD nämlich den Rücken zu und schaut nach Köln…

Onlinestar 2008 – über Schein und Sein digitaler Awardverleihungen

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Alle Jahre wieder gibt es die Onlinestar Preisverleihung – 2008 bereits zum 10-ten Mal. Die Einladung hat einen gefreut, schließlich bietet die Verleihung den ältesten Award der digtalen Branche. Und nicht nur deshalb hat sie einen Ruf -und einen zu verlieren. Mal abgesehen von dem, die… „kürzeste Preisverleihung Deutschlands“ zu bleiben, wie der Host des Abends Florian Ebner in seiner Eröffnungsrede berichten kann.

Die Preisverleihung hat vor allem eins offeriert: Zeit… – Zeit zum Nachdenken! Nachdenken über die Sinnhaftigkeit von (digitalen) Awards. Nein, jetzt keine Angst… ich will nicht Reich-Ranicki’s Erbe antreten. Dennoch will kommentiert werden, was zahlreich in den Sitzreihen ‚bespöttelt‘, dann von der Moderatorin des Abends wortreich ‚beschmunzelt‘ sowie schließlich und endlich von Jurymitglied Prof. Anette Scholz auf den Höhepunkt getrieben wurde: „Vorab die gute Nachricht: Die jungen Herren von Jung von Matt dürfen jetzt auf Ihren Plätze bleiben“. Danke Frau Prof. Scholz, dass sie den Zuschauern von den Lippen gelesen haben: Die jungen Herren waren wirklich ein wenig zu oft als Sieger auf dem Podium…

Den Post hier abzubrechen, wäre irgendwie angebracht… aber auch schade! Also weiter nachdenken…

Grundsätzlich galt es bei der Preisverleihung zu unterscheiden zwischen zwei Kategorien: Kreativaward (Online-Werbung in sieben verschiedenen Kategorien) und Publikumspreis (nach Webseiten Kategorisierung). Die Sieger und Ausgezeichneten des Keativawards (nachzulesen bei Adzine) sowie die des Publikumspreises (Ripanti Blog) beglückwünschen wir auf jeden Fall!

Die Ideen der Kreativen waren teilweise gut, teilweise brilliant… – ebenso wie die Kritiken nach der Preisverleihung so treffend waren wie selten zuvor. Richtig, gehen Sie bitte noch einmal zurück auf Herrn Ripantis Blog…. Gelesen?! Ob Konstante oder Blaupause oder dieser Kommentar (werbeblogger) – alle waren sich irgendwie einig: Die Peisverleihung war ein Deja-Vu und regte zum Nachdenken an. Und das soll nicht negativ verstanden sein. Nein, es sei als positiver Ansatz gedacht für alle diejenigen, denen bald selbst eine Preisverleihung ins Haus steht.

Kreativawards
Die erste Kategorie wurde von einer Jury (u.a. war ein Vertreter von Jung v. Matt ein Jury-Mitglied…) bewertet, die offensichtlich ihre eigenen Arbeiten besser findet als die des Mitbewerbs. Oder wie ist es sonst zu verstehen, daß von insgesamt 26 Medaillen mit 15 Awards die Agenturen der Jurymitglieder ausgezeichnet wurden – und das mehrmals?! Ein Zufall…? Vielleicht gibt es wahrlich keine besseren Arbeiten. Wer kann schon die gesamte Branche der über 12.000 Werbeagenturen und ihrer digitalen Kreativarbeiten überblicken…?!

Als Ende September die Awardverleihung ‚Die Klappe‚ stattfand, schaffte es übrigens ein Ad Spot dort auf den Bronzeplatz, der auch die Zuschauer des Onlinestars 2008 komplett von den Stühlen riß…: The Crazy Leader Spot. Die verantwortliche Agentur Scholz & Friends schaffte es aber leider wieder nur zu Bronze-Medaille. Man hätte ihnen diesmal ein besseres Abschneiden gegönnt…

Apropos Bronze! Erstaunlich fanden es zahlreiche Besucher der Awardverleihung, dass es manchmal Bronze und Gold aber kein Silber gab, dann wieder Bronze und Silber aber kein Gold, machmal auch viel von allen dreien. Wie sich der Umstand verhält, bleibt fragwürdig bei allen Erklärungsversuchen und führt zu einer generellen Überlegung, die wir am zweiten Award festmachen wollen…

Publikumsawards
Denken wir mal über den tieferen Sinn von Awards nach – wenn es den gibt. Awards dienen als Auszeichnung für außergewöhnliche Innovationen und Ideen, als Motivation für außergewöhnliche Talente und als Prämierung für Markenbildung – alles bezogen auf das vorangegangene Jahr – sonst würde man langfristiges Können oder Lebenswerke auszeichnen.

Als Joachim Graf, Publisher iBusiness, auf der Internet-World Kongress wenige Stunden vorher von einem Paradigmenwechsel berichtete, hatte er die ‚Machtablösung‘ von Microsoft durch Google in der Internet-Ära im Fokus. Ein Weitblick, der einen ‚Internet-Zukunftsforscher‘ auszeichnet. Denn Google einen Publikumspreis für das beste ‚Online-Portal‘ zu verleihen, kommt weder der Macht und Bedeutung des Unternehmens, noch dem Erreichten und Avisierten, noch der Philosophie und Strategie gleich.

Würde Google wie Reich-Ranicki denken, ob sie wohl den Preis stehen lassen hätten? Schwierig, denn schließlich war es nicht die Jury sondern die User die bei der Wahl entschieden haben. Für die Strategie des Unternehmens heißt das aber: Die Unternehmenskommunikation erreicht den User definitiv nicht. Denn offensichtlich kennt der die unzähligen Produkte von Google gar nicht… Oder hätte man sonst auf Augenhöhe mit web.de und T-Online konkurriert? Ob Google nun von den Usern oder der Jury in diese Kategorie gesteckt wurde, entzieht sich unseres Wissens.

Spot On!

Publikumspreise an Marktführer oder Top-Player zu vergeben, erscheint wenig prikelnd für Besucher der Awardverleihung. Keder Internetuser weiß, wie hilfreich und nutzefreundlich die Player sind, schließlich nutzt man sie deshalb tagein tagaus. Da lobt man sich die Awardverleihung für den Gründerwettbewerb der Internet-World Messe 2008 für die beste Business-Idee des Jahres. Ein Gewinner mit brands4friends, Bransparent und Doodle belegen zusammen Platz 2 (ok, auch wenn ein Zweiter und ein Dritter logischer erscheinen). Alles schnell, einfach und logisch begründet – fertig! Und somit kürzere Preisverleihung als der Onlinestar 2008. Hat der Onlinestar seinen Ruf verloren? Nächste Jahr wissen wir mehr… bis dahin denken wir noch ein wenig nach.

Exklusiv-Interview: Frank Schneider über den Launch der dmex und die OMD

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Nachdem sich die ‚großen‘ Internet Messen neu positionieren, hat The Strategy Web heute den neuen dmex-Chef Frank Schneider mit Fragen zu seinem neuen und alten Projekt konfrontiert: zum Launch der dmex und der ebenfalls von ihn gelaunchten OMD.

Herr Schneider, was ist schwieriger zu launchen: Ein Messekonzept, welches es vorher nicht gab ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF oder eine Messe dmex, die im Mitbewerb zu ihrem eigenen Ex-Konzept steht?

Frank Schneider: Beides stellt spezielle Herausforderungen, und beides kann man nicht 1:1 vergleichen.

Der Start der ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF im Jahr 2000 erfolgte damals auf dem Höhepunkt des New-Economy Hype’s. Die Aufgabe bestand darin, einer in der Entstehung befindlichen, schnell wachsenden, neuen Branche, eine Plattform zu bieten, die Ihre Vertriebs-, Informations- und Kontaktziele erfüllt.

Inzwischen ist der Markt erwachsener geworden – mit einem viel gesunderen Maß an Dynamik. Die Ziele für eine zentrale Veranstaltung haben sich nicht grundsätzlich geändert, aber die Branche ist komplexer geworden. Insofern besteht die Herausforderung heute darin, eine B2B-Messe mit begleitendem Kongress für die gesamte digitale Wertschöpfungskette zu konzipieren und dabei die Kontaktqualität auf einem hohen Niveau zu halten.

Was wird die dmex inhaltlich von der ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF unterscheiden?

Frank Schneider: In vielen Gespräche wurde uns vermittelt, dass es aus Sicht der Aussteller noch erhebliches Potenzial gibt, weitere wichtige Werbungtreibende für einen Besuch der Messe zu gewinnen. Zusätzlich gilt es, einzelne Branchen zu identifizieren, in denen digitales Marketing noch unterrepräsentiert ist und diese gezielt auf die dmex einzuladen. Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass die dmex den Besuchern eine bessere Orientierung und einen einfacheren Überblick bieten muß.

Die ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF ist gerade vorbei und der Tenor war, dass es wieder ein schönes Klassentreffen war: gute Businesskontakte machen und netten Branchentalk pflegen, ist das vorrangige Ziel. Soll die dmex ähnlich ablaufen?

Frank Schneider:„Klassentreffen statt Business“ war ja ein Kommentar zur online-marketing-duesseldorf auf Strategy Web. Das Ziel der dmex ist es, ein Get-Together für Aussteller- und Besucher der für die digitale Branche relevanten Unternehmen zu organisieren – mit dem ganz klaren Fokus auf Geschäftsabschlüsse. Wir wollen eine Businessmesse mit Networking im angenehmen Rahmen!

Bei der diesjährigen Umfrage auf www.thestrategyweb.com kam heraus, dass die Party einen hohen Stellenwert bei der Messe einnimmt. Gibt es auf der dmex auch einen großen Partyabend oder eine Awardverleihung?

Frank Schneider: Die Party hatte schon immer einen hohen Stellenwert. Neben dem ausgelassenen Feiern, bestand Ihr eigentlicher Sinn und Zweck in einer zusätzlichen Kontaktmöglichkeit mit Marketingentscheidern und Agenturen in ungezwungener Athmosphäre. Insofern wird es natürlich eine Party zur dmex geben, auf die wir uns alle schon sehr freuen. Einen Award können wir uns vorstellen, glauben aber, dass eine solche Veranstaltung nur in enger Abstimmung mit der gesamten Branche ins Leben gerufen werden sollte.

Würde es Ihnen leid tun, wenn die ONLINE-MARKETING-DUESSELDORF durch die dmex eingestellt wird?

Frank Schneider: Das Wichtigste ist, dass die Branche mit der dmex eine zentrale Plattform erhält, die zum einen das Geschäft aller Marktpartner im Digitalen Marketing fördert und zum anderen dem wachsenden Stellenwert der Digitalen Wirtschaft Rechnung trägt. Wenn das gelingt, freue ich mich.

Wir wünschen Hr. Schneider viel Erfolg mit seinem neuen Projekt dmex in Köln 2009.

PS: Vor kurzem erst veröffentlichte The Strategy Web ein Preview eines Interviews mit der Projektleiterin der Internet World 2008 – Sabine Weissenbach.

Preview: Interview zur Internet World Messe mit Projektleiterin Weissenbach

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Kaum ist die OMD beendet, schon steht die Internet World 2008 vor der Tür (21.-22. Oktober). Stellt sich die Frage, wie sich die Internet World nun von den anderen beiden Messen OMD und DMEX unterscheidet bzw. was die Besucher auf der Internet World erwartet.

Frank Kemper, stellvertretender Chefredakteur der Internet-Wirtschaftszeitschrift INTERNET WORLD Business, hat ein Interview mit Sabine Weißenbach, Projektleiterin Internet World 2008 geführt, welches in der Ausgabe der INTERNET WORLD Business vom 02. Oktober erscheint.

The Strategy Web bringt den Preview…

Was genau macht eigentlich die Internet World aus? Worin unterscheidet sie sich von anderen Veranstaltungen zum Thema E-Commerce?
S
abine Weißenbach:
Vermutlich könnte man jeden Tag auf irgendeine E-Commerce-Veranstaltung fahren, so viele gibt es inzwischen davon in Deutschland. Aber die Internet World ist mit ihrem breiten Themenspektrum etwas Besonderes. Schon seit Jahren konzentrieren wir uns nicht nur auf einzelne Aspekte des E-Commerce, sondern bilden die gesamte Wertschöpfungskette im Internet ab. Daraus ergibt sich ein Kongress, dessen thematische Breite von Jahr zu Jahr größer wird. Auch die Spannbreite der Aussteller auf der Messe wird größer. Hier treffen sich alle, vom Hoster über den E-Mail-Marketingdienstleister bis zum Payment-Anbieter. In diesem Jahr werden wir auf der Messe übrigens viele neue Gesichter sehen, denn rund fünfzig Prozent der Aussteller sind 2008 zum ersten Mal auf der Internet World mit einem Stand vertreten.

Wer sollte einen Besuch auf der Internet World einplanen?
Weißenbach: Mit unserem Kongressprogramm sprechen wir überwiegend die strategischen Entscheider an, also Geschäftsführer, Online-Marketing-Entscheider sowie E-Commerce- und IT-Leiter. Mit der Messe wollen wir dazu auch die operative Ebene erreichen, also alle, die mit Dienstleistungen und Produkten im Internet zu tun haben. Die Vorträge und Präsentationen in den Infoarenen wenden sich zum Beispiel explizit an Praktiker – zum Beispiel an Webmaster oder Ebay-Powerseller.

Was hat sich auf dem Kongress gegenüber dem vergangenen Jahr geändert?
Weißenbach:
Das Spektrum der Themen auf dem Kongress ist im Vergleich zu 2007 erneut größer geworden. Specials zu Themen wie „Personalentwicklung“ und „Silver Surfer“ sind neu im Programm. Natürlich versuchen wir auch immer, aktuelle Trends in das Kongressprogramm einfließen zu lassen, zum Beispiel Bewegtbilder im Internet oder virales Marketing. Dazu wird es im Oktober einige Case Studys und Studienergebnisse geben, die man so noch nicht gehört hat.

Und was sind die Highlights der Messe in diesem Jahr?
Weißenbach: Das Konzept der Infoarena ist 2007 bei den Messegästen sehr gut angekommen, deshalb haben wir in diesem Jahr zwei Infoarenen. Dort gibt es ungefähr alle zwei Stunden einen Themenwechsel, sodass Besucher sich einen guten Überblick verschaffen können. Die Vorträge haben „How-to“-Charakter, also: Wie funktioniert’s? Beim Career Center haben wir darauf geachtet, dass es nicht nur für Jobsucher interessant ist. Von vielen unserer Aussteller wissen wir, dass sie akut Personal suchen, und im Career Center geben Experten Tipps, wie man Personal findet – und es hält.

Am Abend des ersten Messetags verleiht die Redaktion den OnlineStar für die INTERNET WORLD Business-Idee 2008. Haben Sie schon einen Tipp, wer die Trophäe bekommen wird?
Weißenbach: Natürlich haben wir uns im Team die nominierten Kandidaten für den OnlineStar und ihre Geschäftsideen mit großem Interesse angesehen. Ich möchte aber an dieser Stelle keinen konkreten Favoriten nennen, weil ich die Wahl nicht beeinflussen möchte. Ich freue mich aber schon besonders auf die Preisverleihung und die anschließende After Conference Party. Dieser Event bietet sicherlich für Aussteller, Messebesucher, Referenten und Kongressteilnehmer einen schönen Ausklang des ersten Messetags – und lädt zum Networking ein.

Wer dann noch weiterfeiern möchte, sollte sich eine Karte für die OnlineStar-Gala sichern, die anschließend in der Kongresshalle Alte Messe – unweit des Oktoberfest-Geländes in der Mitte Münchens – stattfindet. Dort werden die OnlineStars für die kreativsten Onlinewerbekampagnen vergeben. Das wird bestimmt sehr festlich – und natürlich auch sehr spannend.

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