Die verdeckten Strategien des Internet-Giganten Google

07.12.2009 von  
Kategorie Web Strategy

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Google ÖkonomieEs wurden schon viele Bücher über Google veröffentlicht, aber nur wenige, die über den strategischen Tellerrand hinaus schauen. The Strategy Web hat sich mit Veit Siegenheim, Co-Autor des Buchs „Die Google-Ökonomie: Wie der Gigant das Internet beherrschen will“ unterhalten. Er hat das Buch zusammen mit Dr. Ralf Kaumanns geschrieben.

Q: Herr Siegenheim, Sie haben in ihrem Buch die Strategien und Taktiken des Konzerns umfassend analysiert. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?

Veit Siegenheim Google zeigt ein sehr breites Spektrum an Strategien, Taktiken und Vorgehensweisen, um seine Ziele zu erreichen und im Wettbewerb bestehen zu können. Grundsätzlich kann man auf drei Aspekte verweisen. Erstens: Google versucht, seine Erlösquellen zu schützen und weiter auszubauen. Schaut man auf die Finanzkennzahlen so kann man feststellen, dass die Abhängigkeit von den Umsätzen, die über die eigenen Angebote generiert wurden in den letzten Jahren von 50 Prozent auf fast 67 Prozent gestiegen ist. Dies ist erstaunlich, da dadurch die Abhängigkeit von seiner wichtigsten Erlösquelle immer weiter steigt und ganz entgegen dem Bemühenist, die Erlösquellen diversifizieren zu wollen. Google erzielte im Wesentlichen auch hieraus das Wachstum der letzten Jahre. Konsequent wurde Werbung in alle möglichen kostenlosen Dienste integriert und mit neuen Werbeformen experimentiert. Zweitens: Google versucht die Regeln des Wettbewerbs im Internet nach seinen Vorstellungen zu beeinflussen. Dies erfolgt über das Bemühen aus seiner Technologie oder aus seinen Konzepten de-facto-Standards machen zu wollen. Ein wesentliches Element spielt hier Open Source. Indem man viele Technologien und technische Konzepte als Open Source bereitstellt, hofft man, dass möglichst viele Entwickler auf den Zug aufspringen und sich dadurch ein de-facto-Standard bildet – der natürlich dann mit anderen Standards im Wettbewerb steht. Drittens: Google versucht gnadenlos sein Geschäftmodell der Werbefinanzierung überall dort durchzusetzen, wo sich der Konzern einen Vorteil im Wettbewerb und eine Akzeptanz der Nutzer verspricht. Dabei setzt man Werbung als Refinanzierung auch dort ein, wo dies vor ein paar Jahren noch nicht denkbar erschien.

Google_ÖkonomieQ: Was ist das Besondere am Vorgehen von Google im Wettbewerb im Internet?

Veit Siegenheim Google zeigt bei genauem Hinsehen auf zwei sehr unterschiedliche strategische Ansätze, sein Geschäftsmodell zu schützen und sich im Wettbewerb zu behaupten. Für alle kostenlosen Dienste und Anwendungen für die Webnutzer verfolgt Google eine klassische Produktführerschaftstrategie. Diese zeichnen sich beispielweise durch eine hohe Innovationsgeschwindigkeit aus. Immer neue Features und Funktionen werden entwickelt. Viele Produkte laufen mit kleineren und größeren Fehlern (Beta Phase) und werden mit dem Feedback der Nutzer verbessert. Flankiert wird dies durch die sehr starke Marke Google, die für Innovation und Vertrauen steht. Interessanterweise setzt Google auch nur hier auf die Karte Open Source. Im zweiten strategischen Ansatz, der Systemführerschaftsstrategie im Bereich der Werbeplattform rund um AdWords und AdSense ist von Open Source keine Spur mehr. Die Systemführerschaft, die Google bei der Werbeplattform verfolgt, ist weithin unbekannt und sehr intransparent. Dies haben wir in unserem Buch näher analysiert und beleuchtet.

Q: Ein wenig ausführlicher bitte…

Veit Siegenheim Ein strategisches „System“ ist als eine umfassende Problemlösung zu verstehen, die aus einer Reihe komplementärer Anwendungen und Möglichkeiten besteht, die sich im Sinne der Problemlösungsqualität für den Werbekunden vorteilhaft ergänzen. Ein System besteht aus Schlüsseltechnologien wie AdWords und begleitenden Leistungen wie dem Ad Manager, Analytics oder dem Ad Planner, die konstituierende Bedeutung für die gesamte Systemleistung haben. Diese Bedeutung kann beispielsweise durch ein hohes Maß an Innovation oder die integrierende Rolle innerhalb des Systems zustande kommen. Die Systemführerschaftsstrategie setzt ein Produkt mit Schlüsselproduktpotenzial voraus. Bei Google sind dies AdWords und AdSense. Durch das Schlüsselproduktpotenzial entstehen so genannte Lock-In-Effekte, das heißt, der Werbekunde ist in besonderem Maße an Google gebunden, weil bei einem Wechsel zu einem neuen Konkurrenzanbieter mehr oder minder hohe Hürden im Wege stehen und entsprechende Wechselkosten und Wechselrisiken anfielen.

Q: Inwieweit hat das Social Web die Denke von Google verändert?

Veit Siegenheim Das Selbstverständnis von Google ist geprägt und durchdrungen von der Welt der Algorithmen und dem Glauben von der universellen Messbarkeit der Dinge. Das Social Web und im besonderen Facebook verfolgt hingegen vielmehr die Vision eines persönlicheren Internets, in der unser Beziehungsgeflecht, unser Netzwerk an Freunden, Bekannten, Kollegen oder Leute mit gleichartigen Interessen unsere primären Quelle von Informationen, Kommunikation und Neuigkeiten ist – halt so wie im richtigen Leben. Dem Motto von Google die Informationen der Welt zu organisieren und verfügbar zu machen, setzt Facebook ein deutlich anderes Motto entgegen: den Menschen die Macht zu geben, sich mitzuteilen, und dadurch die Welt offener und enger verbunden zu machen. Zum Leidwesen von Google, komplett abgeschirmt für deren Suchcrawler. Der Erfolg von Seiten wie Facebook lässt an einer zentralen Stelle im Internet einen immer größer werdenden blinden Fleck für Google entstehen. Immer größere Aufmerksamkeitsströme verlagern sich in das Angebot von Facebook. Es entsteht so etwas wie ein Internet im Internet, mit sehr persönlichen Daten der Nutzer, betrieben auf den Servern von Facebook. Google hat dem nichts wirksames entgegenzusetzen. Das eigene Soziale Netzwerk Orkut ist nur in Brasilien und Indien von Bedeutung und dümpelte lange vor sich hin. Die Initiative Open Social kann als der verzweifelte Versuch gewertet werden, sich mit anderen sozialen Netzwerken gegen Facebook verbunden zu wollen und deren Wachstum zumindest zu verlangsamen.

Q: Schafft es Microsoft den von Google eingeleiteten Paradigmenwechsel aufzuhalten?

Veit Siegenheim Den eingeleiteten Paradigmenwechsel hin zu mehr webbasierten Anwendungen und weg vom PC-zentrierten Modell der Wintel-Jahre wird Microsoft wahrscheinlich nicht mehr aufhalten können. Dies kann man als eine logische Entwicklung und Konsequenz aus den steigenden Bandbreiten und immer leistungsfähigeren Netzen sowie immer besserer Technologien sehen. Informationstechnologie wird mehr und mehr zur Commodity wie Gas, Wasser und Strom. Amazon hat hier mit den Amazon Web Services eindrucksvoll gezeigt wie die Zukunft aussehen kann. Aber auch andere Unternehmen wie Salesforce.com gehen konsequent diesen interessanten Weg – zum Vorteil der Nutzer und Kunden. Hier ist Google durchaus nicht allein. Microsoft dürfte versuchen, die künftige Welt der Informationstechnologie auf seine Weise zu beeinflussen. Hier zeigen die Redmonder durchaus, dass sie in der Lage sind, die Entwicklungen aufzugreifen und mitgestalten zu wollen – Stichwort: Windows Azure oder internet-basierte Office Anwendungen. Wenn auch mit einem spürbaren Widerwillen, der aber auch verständlich ist, weil man viel zu verlieren hat. Ich gehe davon aus, dass Microsoft auch in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle in der Internetökonomie spielen wird.

Vielen Dank für Ihre Zeit Herr Siegenheim.

siegenheim_veitVeit Siegenheim ist Geschäftsführerender Gesellschafter der Siegenheim & Cie. GmbH und Executive Partner bei Accenture. Seine Arbeit fokussiert sich auf die Transformation von Medien- und Telekommunikationsunternehmen, die durch die zunehmende digitale Konvergenz notwendig wird. Veit Siegenheim ist Autor verschiedener Studien, Fachbeiträge und Fachbücher sowie Redner auf Fachkonferenzen und Gastreferent an Universitäten.

Studie: Entscheidern fehlt Webkompetenz

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ifom-q12009Eine Studie, die die These dieses Blogs bestätigt: Obwohl sich das Internet als treibende Kraft der Businessbemühungen der B2B Unternehmen zeigt, fehlt den Unternehmen eine stringente Webstrategie, die mit der Unternehmensstrategie einhergeht. Es hapert sowohl am Vorstellungsvermögen als auch an der Erkenntnis, wie Effizienz und Effektivität im Industrieumfeld mit dem Einsatz des Internets optimiert werden kann.

Das Ergebnis der Studie ‚IFOM-Online-Klima I/2009‘ des Fürther Instituts für Online-Markenführung macht deutlich, daß 70% der Unternehmen das Internet für sehr wichtig/wichtig in Bezug auf Schnelligkeit der Geschäftsabwicklung halten. Interessant dabei ist, daß nur etwa 25% zugeben, einen substantiellen Anteil (> 40%) ihrer Geschäftsprozesse mithilfe des Internets abzuwickeln.

Der Einfluss des Internets am Kaufentscheidungsprozess wird von etwa 40% der befragten 141 deutschen Marketing- und Vertriebsentscheider (aus diversen B2B-Segmenten) als sehr hoch/hoch beurteilt. Unerklärlich ist, daß demgegenüber die Ermittlung relevanter Online-Kennzahlen oder der konsequente Einsatz von Kennzahlensystemen klar vernachlässigt wird.

Trends werden mal berücksichtigt, mal aber auch nicht. Während immerhin 20% eine flexible, erfolgsorientierte Steuerung des Online-Marketings sowie Video-Content oder Social Networks im Marketing-Mix einsetzen, finden Semantic Web, Vertical Search und Medienkonvergenz generell nur wenig Beachtung.

Die Studie belegt auch, daß fehlender Mut und mangelnde Innovation innerhalb der Unternehmen den Fortschritt nicht unbedingt begünstigen. Ein Beleg hierfür liefern die angesagtesten Werbeformen: Diese sind immernoch Newsletter (78%), Suchmaschinenoptimierung und Online-PR (über 70%). Social Media und Forenaktivitäten sind da noch weniger im Fokus (weniger als 50%).

Spot On!
Die Darstellung der Unternehmen in Social Media ist vorwiegend über den Einzelnen im Unternehmen gegeben. Der motivierende Antrieb vermutlich die individuelle Hoffnung auf den Karrierebeschleuniger. Eine Strategie im Umgang mit Social Media haben immernoch wenige Unternehmen. Vorbildlich zeigen sich bisher vor allem IT-Unternehmen wie Intel, IBM oder SAP. Diese geben klaren Social Media Guidelines an ihre Mitarbeiter und umgehen so ungeliebte „Selbstdarstellungen“, die nicht den Corporate Governance Richtlinien der Unternehmen entsprechen.

News Update – Best of the Day

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– Heute übernimmt Barack Obama. Wer sich sein eigenes Obamicon erschaffen will, kann das hier tun. Wollen wir hoffen, daß der per Default eingestellte Text ‚HOPE‘ sich auch wirklich mit seiner Amtszeit einstellt.

– Was es heißt, konvergent zu denken und in neue Märkte vorzustoßen, zeigt Lego. Zukünftig will der dänische Spielzeughersteller in Zusammenarbeit mit Digital Blue Walky Talky Funkgeräte, digitale Kameras und mp3-Player verkaufen, schreibt der englische Telegraph. Zudem lockt Lego derzeit mit einer eigenen Online-Community, die den Legofans eine eigene ‚Lego ID‘ offeriert. Ein wunderbares Tool für Lego zu Marktforschungszwecken, um Produktpromotions zu fahren und Gewinn- und Onlinespiele in der lego-affinen Zielgruppe zu veranstalten.

– Kennen Sie Joshua Bell? Nicht? Kein Problem… Sie sind eben einer der Menschen, die vor lauter umgebendem digitalen Space die reale Offlinewelt vernachlässigt. Der mal schnell seine Kinder an einem außerordentlichem ‚Straßenmusiker‘ vorbeizerrt. Und der sich nicht mehr den wahren Künsten der Musik hingibt … weil die Zeit so knapp ist. Lesen Sie über ein faszinierendes soziales Experiment ‚He played the violin in the subway‘ und sie werden wieder mit offeneren Augen ihre irdische Umwelt wahrnehmen.

Warum Print- gegen Onlinemedien verlieren

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Am Wochenende nimmt man sich gerne die Zeit und studiert am Kiosk die Journalie der Print-Magazine. Als internetaffiner Mensch blättert man, wägt ab, liest an und legt letztendlich zurück. Und das hat dann nichts mit der Finanzkrise zu tun. Die Entscheidung ist lediglich im Wesen der gedruckten Magazine begründet.

In vielen Kundengesprächen haben wir jahrelang die Vorzüge von Online gegenüber Print bei B2B Magazinen beleuchtet. Das war auch nicht schwer, denn der Benefit eines Webangebotes lag für uns auf der Hand. Manchmal macht man sich nochmal Gedanken als Onlineverleger, warum Print- gegenüber Web-Angeboten langfristig auf der Verlierstrasse ist. Ein paar Meinungen lassen wir jetzt einfach mal hier fallen…

Natürlich erhebt dieser Post keinen Anspruch auf absolute und kosmopolitische Unangreifbarkeit, aber irgendwie fällt es einem aus vielen dieser Gründe immer schwerer, den ‚Euronen‘ für ein gedrucktes Hochglanz-Magazin auszugeben. Vielleicht erscheinen die Gründe aber auch aufgrund eines gewissen Publisherblicks so…

1. Verfügbarkeit
Printmagazine scheinen grundsätzlich ausverkauft, wenn man gerade ein bestimmtes Medium erwerben will. Steht man eigentlich immer ausgerechnet zur unpassenden Zeit am falschen Zeitungsstand? Im Web kann das nur passieren, wenn die Internetleitung mal gekappt ist (was mehr als selten vorkommt). Oder wenn die Webseiten sich einer externen Attacke gegenüberstehen – durch welche internet- oder inhaltsfeindlichen Seelen auch immer.

2. Copypreis
Der Copypreis stellt für die Verleger immer wieder eine neue Herausforderung dar. Wird der Copypreis erhöht, rümpfen der Privatleser die Nase. Überschreitet der Preis eine virtuelle Grenze, die kein Verleger für die einzelnen Magazine kennt, wandern die Leser ab. Im Business-Abonnement passiert das nicht, weil Firmen die Abo-Kosten übernehmen (und sich maximal in Krisenzeiten Gedanken über den Nutzen selbiger machen). Webangebote rechtfertigen einen Monatsbeitrag für Pro-Accounts einzelner Webangebote allein schon aufgrund der Nachweisbarkeit des interaktiven Social Networking und durch dortige textliche oder grafische Platzierung, die in glaubwürdiger Reputationsgewinnung (oder -verlust) innerhalb der Seiten durch den Nutzer resultiert (das Monitoring diesbezüglich müsste aus Unternehmersicht verpflichtend sein). Eine Diskussion über den Nutzwert eines Copy- bzw. Abopreises als neue Monetarisierungsform interaktiver Medien ist attraktiv, vor allem aufgrund der Social Media Welle erscheint es verstärkt diskussionwürdig. Das Problem der ‚online-publizierenden‘ Printmedien: Unique content wird immer seltener, vor allem jener, welcher auf investigativem Journalismus basiert.

3. Cover/Titelbild
Nimm mich, nimm mich, nimm mich! Am Cover bzw. Titelbild scheiden sich die Käufer. Was vorne nicht ‚catchy‘, kann drinnen nicht ’sexy‘ sein – und bleibt bis zur nächsten Ausgabe am Zeitungsstand. Das gedruckte Produkt wird zum Ladenhüter. Beim Webangebot muss man bei der Betrachtung differenzieren. Erster Eindruck oder Top-Story – was entscheidet zum ‚Kauf‘? Webangebote haben in der Regel nicht eine Chance mit der Top-Story, sondern offerieren gleich meistens drei herausragende Stories als ‚Aufmacher‘ und können flexibler am Layout spielen. Vielfalt und die Übersichtlichkeit des Webangebotes lenken schnell von einem Aufmacherthema ab. Die Gefahr, den Leser durch das ‚Cover‘ zu verlieren, ist hier vermutlich mininal – dann noch eher durch den das Bild umgebenden Inhalt.

4. Inhaltsverzeichnis
Das Inhaltsverzeichnis ist Spiegelbild der Kreativität der Redaktion und des Wissens über die Zielgruppe. Trotz der allgemeinen Einsicht über zeitliche Gebundenheit und Inflexibilität der Print-Produktion verzeiht der Leser beim Durchblicken des Inhaltsverzeichnises keinen Fehler. Trifft der Inhalt nicht zu mindestens 75% den Leser-Gusto, wird das Heft den Weg aus dem Laden nicht finden. Webmagazine sind schnell änderbar, Suchansprüchen der Zielgruppe anpassbar, geben mit Webanalyse-Tools detailliertes Feedback über das Nutzerinteresse und bieten nahezu unendliche, zeitungebundene Flexibilität bei der ‚Erstansprache‘ des Internetusers. Die Startseite ist tägliches Inhaltsverzeichnis und bekommt kann jeden Morgen, eine neue Chance bekommen.

5. Inhalte
Beim Inhalt kann das Printmagazin aufgrund der Kombination mit Hochglanzfotos punkten. Ansonsten fehlt dem Content der TV-, Rating- und Verlink-Faktor, der den Leser weiterführt sowie Produkte greifbar, dreidimensional und kaufbar macht. Vor allem aber vermißt man bei Printmedien die Kommentarfunktion, die Themen, Produkte und Ansichten ‚vermenschlichen‘ und nicht nur die Sicht des Autors zulassen. Die Kommentarfunktion ist in der heutigen Zeit für die Menschheit elementar wichtig und wertvoll. Der Mensch sucht immer nach Gleichgesinnten und will diese kennenlernen. Durch Verlinkung lässt das Medium dem Leser diesen Networking-Faktor, treibt das Thema weiter und lässt dem User die Freiheit zu bleiben und zu gehen. Und Freiheit ist das größte Gut in einer Welt, die von Zwängen bestimmt ist.

6. Anzeigen
Eine Printanzeige wirkt – Bannerwerbung auch. Print kann nur statisch, Onlinewerbung auch animiert (bei zahlreichen Kampagnen oft weniger nötig als Kunden und Agenturen meinen). Hier werden die Werber inzwischen kreativ, um die alte Mär von der Medienkonvergenz Wahrheit werden zu lassen: Print- und Onlinewerbung wird spannender und faszinierender zusammengeführt. Augmented Reality wird von MINI derzeit erstmals eingesetzt. Im direkten Vergleich ist Bannerwerbung der vielversprechendere Ansatz der ROI-Generierung: 1:1 definierbar, 1:1 trackbar und 1:1 kostengünstiger – aber nicht ‚billig‘. Und ‚Webanzeigen‘ wechseln online permanent, was absolut informativ und bildend ist, denn die Zielgruppe man kann viel mehr Unternehmen kennenlernen. Es stellt sich eine Win-Win Situation zwischen Kunden und Anbietern ein.

7. Inhaltsumfang
Bei Printmagazinen wird der Heftumfang einer Ausgabe allein schon aus Porto- und Zustellgründen limitiert – die Post liefert nur bis zu einem bestimmten Gewicht zu einem ‚verleger-erträglichen‘ Preis. Das Web kann der Publisher vollpacken, soviel die Redaktion hergibt und kann es je nach Marktbedingungen oder Inhalts- sowie Lesererfordernissen erweitern – jederzeit.

8. Shopping-Drang
Oft greifen beispielsweise Lifestyle- oder IT-Medien interessante Ideen und Trends zu Produkten in Inhalten oder Anzeigen auf, die man als Leser gerne genauer ansehen will. Entweder um Preisrecherche zu betreiben (bei Printangeboten fehlen Preisangabe meist) oder um das Produkt gleich einzukaufen. In der Regel hat man aber beim Lesen eines Heftes einen Strand in der Nähe, sitzt beim Wochenendausflug in der bayerischen Prärie oder genießt den morgendlichen Duft der U-Bahnfahrer. Webzugang ist dort meist leider noch nicht vorhanden. Also setzt man den Kopfhörer auf und schaltet einfach mal ab. Lesend und Musik hörend, sieht man die Menschheit heutzutage selten. Da hat TV eine größere Chance, denn es gibt schon Formate (z.B. CBS Viewing Rooms), die erfordern den gleichzeitigen Umgang mit TV und Internet.

9. Die Gewinnspiel-Taktik
Abonnenten zu gewinnen, war nie einfach. Die Gewinnspiel-Taktik galt zur Abo-Gewinnung als erfolgversprechend. Vor ein paar Jahren haben Printangebote ihre Webseiten gepusht, indem sie z.B. Gewinnspiele machten, die Print angekündigt wurden, die Teilnahme am Gewinnspiel war aber nur online möglich (schnelle Datenübertragung führt zu frischer neuer Wechselversand-Datenbank). Wäre es für Print nicht eigentlich viel cooler und effizienter, diesen Trend gegenläufig zu gestalten? Das Onlineangebot bewirbt ein Gewinnspiel, an dem nur beim Kauf oder Abonnements eines Printobjektes teilgenommen werden kann. Man generiert Umsätze beim Heftverkauf, gewinnt vielleicht neue Abonnenten, die aufgrund der Vielzahl der Abonnenten dann wieder hohe Schaltkosten für Anzeigen rechnfertigen. Naja, war wohl eher früher so. Die ‚Umsätzeströme‘ der klassischen Medienhäuser kommen inzwischen wohl doch eher aus dem Onlinegeschäft.

10. Das Lese-Erlebnis
OK, Punkt für die Printmagazine. Ein Heft in der Hand zu halten und den Bildschirm mal nicht anzuhaben, ist definitiv ein Pluspunkt für die Printmagazine. Online kann auch ganz schön anstrengend sein, weil es heutzutage vor den Augen permanent flimmert, man sich ständig ‚verklickt‘ und liest, liest, liest.

Spot On!
Das ist die einmalige Chance für Printverleger, in die Opposition gehen, neue Denkanstöße zu bringen und sich auszutoben. Was meinen Sie?

‚Verquert‘ gedacht! – Was Sie schon immer über Google wissen wollten…

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…aber sich nicht zu Fragen trauten.

faberNovel, ein französisches Beratungshaus, bringt eine außergewöhnliche Präsentation über Google. Es beleuchtet die Firmenstrategie, der erst 10 Jahre alten Firma und ihrer unzähligen Services.

Auch wenn Google anhand der nachfolgenden Punkte seine Erfolge (und Misserfolge) aufzeigt, wollen wir auf die Schnelle untersuchen, wo Google verwundbar ist.

Das Übersichts-Slide gibt die Vorlage zur Diskussion…


Eine kleine Analyse also der Fakten, die Google das Leben schwer machen könnten…

@1: Ach ja. Laut einer Studie des CEOs von eMarketer, Geoffrey Ramsey, ging der Aktienkurs von 700 USD auf 40 USD runter…
@2: Die Frage ist noch, ob der User vom Operating System und Location Based Services überzeugt ist und dabei Werbung (auch a la Google) akzeptiert…
@3: YouTube setzt auf die klassischen Formen der Online-Vermarktung. Bleiben allerdings den Marketiers die messbaren Ergebnisse aus, so sieht es dürftig mit Monetarisierungs-Visionen aus.
@4: Microsoft schläft nicht und hat den Offline to Online Trend mitbekommen und die Strategie dementsprechend ausgerichtet. Zudem weist Microsoft hochwertige Distributionskanäle mit dem IT-Reseller Channel auf und hat den unmittelbaren Zugang zu den Hardware-Herstellern. Web-based Services ist kein Trend mehr, gehört nicht Google allein und ist lediglich von Microsoft spät erkannt und falsch eingeschätzt worden.
@5: Wir leben in Zeiten der Konvergenz der Märkte. Facebook und seine Gleichen dringen genauso in andere Märkte vor wie Google… und haben eine definierte Zielgruppe – was Marketiers und Agenturen lieben, weil es ‚griffiger und realer‘ beim Pitch ist.
@6: Wenn man Sateliten kauft, will man dann den User irgendwann mal ‚Zwangsvergooglen‘? Fragwürdig, ob die Internetuser das mitmachen…
@7: Microsoft ist nicht arm und weiß um Jahre länger, wie man Traffic organisiert – die Wege dürften sich ähneln – wenn nicht sogar deckungsgleich sein.
@8: Das war wahrlich ein genialer Schachzug – da fehlen einem die Worte. Vielleicht nur eine Frage: Wieso haben die Wettbewerbshüter das zugelassen? Und: Werden sie bei zukünftigen Akquisitionen von Google genauer hinsehen? Vermutlich…
@9: Indirekte Finanzierung von Services ist kein Dauerthema, wie man aus der Medienwelt lernt. Letztendlich werden zukünftig CMOs für Sales-Erfolge verantwortlich gemacht werden. Hier wird sich zeigen, welche Sales-Strategie sich durchsetzt…
@10: Es lebe die jugendliche Naivität der ‚Open-Scource-Jünger‘, die sich nach einem gut-bezahlten Job umsieht und vergißt, was das Leben zu bieten hat. Wenn die Open Scource Community erstmal den eigenen Benefit ihres Könnens erkennt und lernt sich selbst zu vermarkten, ist fraglich ob der Stützpfeiler der Google Strategie nicht einknickt.
@11: Bisher reden wir hier von Adsense/Adwords und alles, was irgendwann mal erfolgreich wird, kann noch Jahre in der Zukunft liegen. Denn manchmal nimmt der User Services einfach nicht an oder hat einen Werbe-Overload…
@12: So werden Daten gesammelt und Datenbanken gebaut – die größte Angst des Users! Wie man sich vor Datensammlern schützt, kann man u.a. in diesem Podcast hören und über Google hinsichtlich Datenschutz wird gern in den Medien warnend aufgeklärt.
@13: Der PageRank kann Qualität und Quantität nicht unterscheiden. Es kann inhaltlich- oder nutzwertig hochwertige kleine Seiten geben, die einfach noch nicht den Weg in die Masse gefunden haben. Und die Masse muss nicht unbedingt wissen, was gut ist, was den Algorithmus in Frage stellt. Genau aus diesem Grund ist es für alle Suchmaschinenanbieter schwer, gute Ergebnisse für die User zu bekommen. Der ‚Spot On!‘ am Ende ist herrliches Beispiel hierfür…
@14: Die Media Automatisierung im Long Tail Advertising ist ein Fortschritt für die Unternehmen. Allerdings ist das ein Markt, den gerade viele Vermarktermodelle mit unterschiedlichen Konzeoten adressieren.

Die Studie als SlideShare gibt’s natürlich auch, sonst lässt es sich schwer weiter diskutieren. Wer sich hier in die Diskussion einbringen will, ist hier herzlich dazu eingeladen.

All about Google
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Spot On!
Der Paradigmenwechsel im Markt ist klar erkennbar – viel deutet auf eine Mitbewerbsschlacht mit Microsoft hin. Faszinierend ist, was passiert, wenn man bei Google nach ‚Microsoft und Internet-Strategie‘ sucht… – das erste Ergebnis ist vom 31.10.2005!!! Noch ein Grund, warum Google verwundbar ist… Oder ist das ein strategischer Zug gegen Microsoft? Nein, eher eine Chance für Microsoft hinsichtlich des Angriffs auf das Page Rank Thema. Wenn Microsoft es früh erkennt…

Internet und Fernsehen nähern sich nur langsam an

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In den frühen 90-ern sah man die Zukunft des Fernsehens ein wenig wie einen riesigen Informationskanal voll Inhalte, die dem heutigen Internet ein wenig gleicht. Die Fernsehsender und die Kabelfirmen verstanden es als ein Netzwerk aus interaktiven TVs Boxen, die auf zahlreiche bis unzählige Inhalte zurückgreifen können, die dann in die Wohnzimmer der Menschen geschleust werden. Damals rechnete man auch -wie heute im Internet- mit einem klassischen Bezahlsystem, welches die Attraktivität des neuzeitlichen Fernsehens ausmachen wird. Beide Seiten sind inzwischen eines besseren hinsichtlich des ‚Pay-per-View Modells‘ belehrt worden.

Als dann aber Ende der 90er Jahre das Internet den Staffelstab der Interaktivität übernahm, schauten die Fernsehsender in die Röhre. Denn die gesamten Investitionen, die die Fernsehsender und Kabelanbieter in die eigene Wertschöpfung als Content-Lieferanten gesteckt hatten, verlor schlagartig an Bedeutung. Mit einem Mal gab es soviel Content, wie noch nie zuvor. Die Nutzer wurden erschlagen von Inhalten, die sie selbst gar nicht mehr aufnehmen konnten – egal ob Text oder Video.

Der Witz an der Sache ist, dass immernoch etliche der neuen Video-Inhalte aus der Fernsehwelt kommen. Inwieweit das eigentlich legal ist, oder nicht, bleibt offen. Stellt sich also die Frage, wie geht man als Fernsehsender damit um? Die einen schlugen den gerichtlichen Weg gegen YouTube (z.B. Viacom) ein, die anderen versuchten, sich mit der neuen Web 2.0 Welt zu verbünden und sehen diese als Chance, ihr Business zu erweitern.

Erfolgreichstes Beispiel: NBC HULU. Inzwischen eine der größten US-Videoseiten im Netz, die zahlreiche Services von YouTube übernommen hat wie z.B. Einbetten von Videos in Web 2.0 Content-Plattformen. Sogar Seiten wie MTV und Disney Channel hat man inzwischen hinter sich gelassen, aber die neue Konkurrenz kommt bereits mit großen Plänen: So will Sling.com in Zukunft nicht nur das aktuelle Fernsehprogramm bieten sondern auch mit einem Videoportal den nächsten Schritt wagen.

Das Internet dringt also mehr und mehr die ehemaligen Hoheitgebiete der Fernsehwelt. So sagen diverse Marktforscher vorher, dass zukünftig der Videokonsum über das Web den TV-Konsum überholen wird – vor allem bei jungen Zuschauern. Und wenn sich CEO’s von Medienhäusern einreden, dass sei nur für kurze Clips und video-on-demand der Fall, dann kann man davon ausgehen, dass die Herren sich täuschen – viele Nutzer sehen sich ganze Sendungen an.

Nicht umsonst hat CBS mit den Viewing Rooms auf diesen Trend reagiert. Die User können so zeitunabhängig in das Netz glotzen und erfreut sich eines ‚wahrlich‘ interaktiven Mediums beim Fernschauen. Zeitgleich kann so auch noch auf fernseh-relevante Inhalte zurückgegriffen, recherchiert und sich informiert werden. Die volle Fernsehdröhnung mit Bildungs- und Communitycharakter also, wann immer gewünscht. Eine Chance der Multitasking-Fähigkeit des ‚homo interactivus‘ aber auch für Fernsehsender, neben den Sendungen Meinungen, Chats oder Umfragen zu offerieren.

Was die Umsätze der Video-Plattformen betrifft, so scheint die Monetarisierung hier aber noch in den Kinderschuhen zu stecken. Auch wenn Video immer mehr online geschaut wird, stecken die Umsätze doch immernoch vorwiegend im klassischen TV Business. Die Frage ist, ob man hier dieselben Barrieren antrifft wie damals zwischen Print und Online – bis zur Konvergenz scheint hier noch ein langer Weg zu sein. Bei den usern ist die Konvergenz klar sichtbar – ob nun die Internet-Plattform der Ausgangspunkt ist, um auf den Fernsehsender zuzugehen oder anders herum.

Spot On!
Ein paar Anmerkungen zu den neusten Entwicklungen: Interessant ist, dass es keine bekannte Web-Show gibt, die dann auch noch ins TV dringt. Auf der anderen Seite faszinierend, dass eine Vision der Fernsehanbieter der 90er immernoch nicht funktioniert. Es gab mal den Gedanken, dass man ein Kleidungsstück, welches ein VIP auf einem Empfang trägt, direkt mit einem Klick bestellen kann. Irgendwie ist das trotz Interaktivität immer noch nicht umgesetzt – weder im TV noch im Web. Lediglich Musik kann man sich inzwischen auf diese Weise bestellen. Wenn Kabelfernsehen solche Visionen mal hatte und das Internet die erst schwerlich umsetzt, wird es wohl noch lange eine Berechtigung für das Kabelfernsehen geben. Was früher zwei völlig getrennte Welten waren -Internet und TV-, versucht nun sich anzunähern und eine Beziehung zueinander aufzubauen. Warten wir es ab, wo die Reise der Informationskanäle hinführt…

Offlinewelt 1.0: Games Convention und Business Netzwerke – ein klein wenig wie spielen…

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Die Games Convention bringt schon manchmal erstaunliche Erkenntnisse an den Tag, wenn man so drüber nachdenkt. Auf jeden Fall ist es gut, dass manche Messe noch zur Bekanntmachung von Neuerungen genutzt wird – was man von einigen Messen der neuzeitlichen Offlinewelt 1.0 nicht mehr sagen kann.

So erfuhr man auf der Games Convention, wie nah das Business-Gebaren an der Spielewelt der heranwachsenden Jungendlichen ist. Bewußt wurde einem das bei der Veröffentlichung der Ergebnisse der Medienkonvergenz-Monitoring-Studie. Seit 2003 untersucht die Universität Leipzig darin, wie die Jugendlichen sich der Medienwelten nähern.

Gesamtergebnis: Jugendliche sind weniger als süchtige ‚Zocker‘ denn als klassische Netzwerker -wie Businessleute eben- zu sehen.

So meint ein 17-jähriger: „Man kommt dann so ins Gespräch: Wie alt seit ihr? Woher kommt ihr? Was macht ihr so? Naja, dann hast du halt so Connections und manchmal reicht das bis zur Freundschaft.“ Herrlich diese Fragetechnik! Da kann sich so mancher Manager was abschauen….

Ziel ist demnach also das Kennenlernen neuer Personen und Kontakte – eben wie im Business Netzwerk. Oder ist es anders, wenn wir in Xing und LinkedIn recherchieren, weil wir gerade mal neue Kontakte zum Meinungsaustausch, Kooperieren oder Vernetzen suchen.

Wenn 84% der Befragten -laut Studienergebnissen- in sogenannten Clans und Gilden spielen, erinnert einen das an die zahlreichen Gruppen in Business Netzwerken, in denen man fachsimpelt über GreenIT, SEO oder Jobvermittlung.

Noch ein Beleg… Wenn die jugendlichen Gamer berichten, dass sie in einem Clan nicht nur über das Spiel diskutieren sondern auch private Probleme ansprechen, erinnert man sich schnell an seine letzte Diskussion im Forum ‚Fussball – mein Freund aus Leder‘ und die persönlichen Sorgen um die Zukunft der Lieblingsmannschaft.

So ist die Gamer- der Businesswelt so ähnlich und Jugendliche dem Businessverhalten so nah, dass man nicht mehr angstvoll von der süchtigen ‚Daddlergemeinde‘ sprechen muß. Die Frage ist eher, ob man sich nicht vor den ’süchtigen‘ Netzwerken sowie ihrer ‚Jäger und Sammler‘-Mentalität in Acht nehmen muß.

Und wenn man erst die Aussage bedenkt, dass die meisten Jugendlichen die virtuelle Welt inzwischen nicht als Möglichkeit einer Flucht vor der Realität erkennen… Dann stellt sich eine weitere Frage: Nehmen nicht manche Manager die Mailfunktion in Business Netzwerken als Vorwand, das Telefon für den Cold-Call weniger in die Hand nehmen zu müssen? Eine Mail ist eben schneller geschrieben und umgeht den Weg der unangenehmen Einwandbehandlung. Gell…?!

Spot On!
Jugendliche Gamer sind lange nicht mehr so wie von den Medien lange proklamiert. Die Suchtgefahr, Verwahrlosung und Realitätsverlust ist ihnen bewußt und auch Eltern wissen, dass sie sich mit den Kindern auseinandersetzen müssen. Die Frage ist nur, wer erklärt manchen Managern, dass ihr Aktionismus in Business Netzwerken und eine Vielzahl von Kontakten, nicht unbedingt die Umsätze fördert sondern oft nur Zeit kostet?

Papa, Mama – Hilfe!

PS:
Die Studie läuft seit dem Jahr 2003 und beschäftigte sich bereits mit Animes, Handy-Downloads und dem Internet als Massenmedium. Seit 2005 wird auch das Verhalten von Online-Spielern analysiert. Die Uni Leipzig hat dazu rund 1000 Spieler auf der Games Convention und etwa 360 Spieler im Rahmen von Online-Interviews befragt.