Social Media oder die Qual der Wahl

Wir haben gestern einen Ausflug gemacht. An den Tegernsee, denn wir lieben die Bergregion um München. Schöne Berge, traumhafte Natur und auf den Almen immer nette Menschen und leckeres Essen. Aber eine Sache macht uns immer wieder zu schaffen. Die Qual der Wahl… Die Qual der Wahl, welche Hütte wir diese Wochenende “bewandern”. Welchen Weg wir nehmen sollen. Oder, welches Essen uns wohl am meisten ansprechen wird, wenn wir oben auf dem Berg angekommen sind. Und selbst wenn wir es wissen, lesen wir die Karte und sehen immernoch vor der Entscheidung … oder haben weiterhin die Qual der Wahl.

Eine große Auswahl zu haben, ist eine schöne Sache. Man könnte sagen, ein Luxusproblem… Aber wie auch schon Miriam Meckel in ihrem Buch Das Glück der Unerreichbarkeit klar macht, ist die Qual der Wahl eine unserer größten Herausforderungen der Zukunft. Viele Sachen stimulieren uns, viele Sinne rühren uns, viel Auswahl verwirrt uns. Ohne Filter wird alles zu einem einzigen Chaos.

Wir lieben es Karten zu lesen, die eine große Auswahl bieten und soind enttäuscht, wenn die Karte nur klassische Breotzeit offeriert. Es sei denn auf der Hütte, wo die Brotzeit zu einem kulinarischen Highlight avenziert. Und wie es immer so ist, scheint der Hunger und die Begeisterung größer als das Bedürfnis. Die Qual der Wahl wächst…

Warum erzähle ich das alles?

Manchmal möchte ich nicht in der Haut von den Leuten stecken, die ich so berate oder beraten habe in den letzten Wochen und Monaten. Social Media Marketing scheint einen ähnlichen Effekt auf Marketing-, PR-, HR- und Customer Service Manager zu haben.

Die Qual der Wahl stapelt sich für sie in Form von zahlreichen Fragen…

- Nutze ich Social Media überhaupt? Eine Wahl, die eigentlich keine mehr sein sollte…
- Bleibe ich besser bei meinen Leisten und erklimme nicht die Höhen und Tiefen der modernen Medien?
- Welche Kommunikationmedien nutzt meine Zielgruppe (am liebsten und in 5 Jahren noch)?
- Welche Plattform schmeckt mir (Benutzerfreundlichekeit, Usability, Technik) am besten?
- Welche Plattform oder welche sozialen Medien ist/sind für mich zielführend?
- Kann ich eine Strategie, die meisten meinen eher eine taktisches Vorgehen, eines Mitbewerbes adaptieren?
- Geht die Geschäftsführung d’accord mit einer unstrategisch wirkenden Trial-and-Error Phase?
- Welche Tools, Taktiken und Trends nutze ich um meine Botschaften anzubringen?
- Wie und womit hört man eigentlich am besten in die Zielgruppe rein?
- Wie kommunizire ich und mache die Marke menschlich?
- Mit welchen Techniken oder Apps erhöhe ich meinen ROI-Output?

Die Qual der Wahl ist wie ein unbewanderter gebirgiger Waldweg. Man muß sich ab des Weges der Konformität wandern und testen, wenn man dann doch mal mit Ruhe einen klaren und zielführenden Gedanken fassen will.

Ein paar grundsätzliche Fragen, die man sich machen sollte…

- Wer ist meine Zielgruppe und wie ist sie im Social Web heute und morgen unterwegs (Baby Boomers, Gen X, Gen Y, Gen Z)?
- Wann soll mein Auswahl Erfolg zeigen? Deklinieren Sie vom kleinsten gemeinsamen Nenner der Unternehmensziele (Markenbildung, Engagement, Leads, Umsatzzahlen…
- Was schränkt mein Vorgehen (One-Voice Policy, Kunden Status Updates, Kommentare oder Posts) mit den sozialen Medien aufgrund business-strategischer Vorgaben ein?
- Warum scheinen soziale Medien für meine Zielgruppe am aussichtsreichsten? Eine gute Analyse der Erfolgssäulen gehört vorangeschaltet, um Kosten, Personalaufwand und sonstige Resourcen abschätzen zu können…
- Wie setze ich die sozialen Kommunikationskanäle Blog, Twitter, Faceboook, Youtube oder XING/LinkedIn zukunftsträchtig als Informationsmedien auf, wer testet und wer optimiert? Wie kann hieraus ein steter Prozess entstehen?

Vielleicht bietet der Post eine Leilinie zur Entscheidungshilfe. Falls nicht, sagen Sie mir, wie sie mit der Qual der Wahl umgehen oder umgegangen sind. Die Diskussion ist eröffnet…

Social Networks – Are niche communities the future of networks?

More often people are fed up with all that self-referential talk of individuals on social networks. Or, companies which do not understand the idea of an online conversation, including clients and not just broadcasting the old-fashioned marketing and sales way. Just today, I had some people in my Facebook stream and my Twitter updates telling me how the weather was, what their kids had for breakfast, or that their wives don’t understand their affinity to social networks. OK, nice, fair enough… Interesting? No!

And then I hear my wife saying… “Why keeping up the contact to so many people if there is no option to even get actively into 10 per cent of the conversations happening in these online relationships?” True, but you never know when some contact might need you, or vice versa.

Checking Facebook and staying up-to-date on Twitter becomes challenging on a busy day, with kids that are happy to see dad in the evening for some minutes, and long-time friends complaining why they don’t hear anything from you anymore.

So, is there another trend coming up in the future that might go for niche social networks, niche communities? Why? We had that offline for ages. Years ago, people have spend hours in their football club bar after a training session, or went to book readings to enjoy the discussion afterwards, or went to a vernisage in order to “philosophy” about the latest gallery exhibition with someone they don’t know. The reason for doing it was just their share of interest in something, a hobby, a passion, or a kind of affinity. So, are we seeing social networks for art geeks going on virtual gallery tours in the future?

My father was telling me that he uses a Bridge community and plays daily for one or two hours. A friend of mine is a DJ and he spend hours in communities for DJs like My DJ Space or Mix DJ. Some even still (or again?) love vinyl and become members in a community there. These music enthusiasts do nothing more or less than share their interest in being DJs, and obviously loving to mix tapes. The special interest is the centre of their community engagement.

Some years ago, somebody approached me with the idea of an international golfer network (http://www.golffriends.com/welcome/community). As I love playing golf (though don’t have enough time to play often…), there was some interest to become a member, if not more to become more engaged in the business idea. But then, time and the thought of managing many private interest networks -as I have quite some hobbies- next to my business networks and the top networks made me not investing too much time in that vision. Maybe I should have done…

Mothers share their passion for coffee on Cafemom, and if we think about all the Starbucks communities it does not surprise us. Games exchange ideas and thoughts on Raptr, or real social activists use Care2. Even more “nichy” is the passion of men for their moustache that they express online to the public. And others share their interest in Whisky or Wine networks.

So, my question is if niche networks could take a big portion of the market share of global social networks (Facebook, Twitter, Myspace, etc.) in the future? Can you see people going away from the self-gloryfying popular networks that the mainstream web user is engaged in? Tell us of niche networks you know and how you see this trend?

News Update – Best of the Day

28.07.2010 von Martin Meyer-Gossner  
Kategorie Daily Top 3

Have you ever though on the impact of your logo and your web design? Why do they matter? If you haven’t, read Jennifer Schiff’s post on this topic and profit from great storytelling – and it is also a nice piece of content for enterprise brand managers.

PS: The story of the logo creation for The Strategy Web can be found here.

Every brand manager wants to know what is the ultimate Facebook fan page success code. The answer is, there is no blue print for it. It is driven by humanity and the humanization of brands. Now, Altimeter’s Jeremiah Owyang published 8 success factors that make your Facebook strategy more powerful. Interested on your views…

Though the football world cup is over, the spirit of the game is still alive. Managers took their learnings with them. And those football freaks that have to wait for the next season to be kicked off, they can enjoy this great commercial…

Die 3-Säulen-Strategie: Erst Marke, dann Mensch, oder andersrum?

Credits: Pixelio

Credits: Pixelio

Nachhaltigkeit in Social Media fordert Unternehmen

Social Media hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem neuen Element im Mix der Unternehmens-Kommunikation etabliert. Unternehmen und Agenturen erkennen zunehmend mehr Chancen, die ein Social Media Engagement bietet. Sei es in der Marketingkommunikation, in der PR, im Vertrieb, HR oder Sales. Über die neuen Möglichkeiten wird nicht nur diskutiert, es finden sich immer mehr Unternehmen, die Social Media in mindestens einem Bereich installieren. Auch wenn sich viele Engagements noch in der Versuchsphase befinden, so ist bereits zu erkennen, dass Unternehmen Social Media ernster nehmen als noch vor einigen Monaten.

Viele Unternehmen lagern ihr Social Media Engagement an Agenturen aus, bei anderen werden neue Abteilungen und Verantwortlichkeiten geschaffen. Von Social Media Beratern, Social Media Managern und Evangelisten ist die Rede. So manche versuchen, auch eine Hybrid-Funktion aus traditioneller Jobbeschreibung und „soziale Zusatzaufgabe“ zu erschaffen.

Social Media Verantwortliche erhalten weitreichende Verantwortlichkeiten, die es in dieser Form selten vorher im Unternehmen gab. Sie können meist ohne vorherige Abstimmungen über das Unternehmen im Netz sprechen. Sie werden zur Stimme, zum Gesicht, zum Aushängeschild. Doch was passiert mit dem Engagement, wenn Social Media Verantwortliche das Unternehmen verlassen? Verlieren Social Media Aktivitäten damit ein „Gesicht“, eine „Stimme“ im Netz?

Social Media sollte unserer Meinung nach daher immer auf drei Säulen aufgebaut sein, um es nachhaltig im Unternehmen zu verankern. Ob die Konzentration auf eine Person vorteilhaft, bzw. das Auslagern der Aktivitäten auf Agenturen sinnvoll ist, steht hierbei als Frage im Mittelpunkt.

Marken (statt Personen): “Vermenschlichung durch Authentizität der Personen”, oder kann die Marke das selbst?

Social Media soll authentisch sein, transparent und dialogorientiert. Um diese Bedingungen erfüllen zu können, bedarf es nicht nur einer Strategie, sondern Menschen, die eine Marke leben können und der Marke im Netz eine Stimme verleihen, die Unternehmenswerte vermittelt. Oftmals ist die Stimme eine Person, die auf Kommentare, Retweets etc. reagiert. Dieser Mensch verleiht der Stimme im Netz einen eigenen Charakter. Wie reagiert die Stimme auf Kommentare? Wie geht sie mit Followern um? Inwieweit lässt sie sich auf einen Dialog ein? Natürlich kann man versuchen, alle Maßnahmen genauestens zu konzipieren, Social Media ist aber schnell, schneller als jedes Konzeptpapier. Und zu viel Konzeption schadet dem Engagement, sowie der Authentizität. Also muss ein Unternehmen nicht nur auf eine Person setzen, sondern auf die Vermenschlichung der Marke.

Organisationskultur: Mehrere Personen im Unternehmen stützen den Social Media Auftritt

Social Media Aktivitäten sollten niemals auf eine Person fokussiert werden, sondern immer mehrere Personen aus verschiedenen Abteilungen einbinden. Im Idealfall gibt es einen Markenauftritt im Social Web, der von verschiedenen Personen betreut wird, die wiederum selbst aktiv als Person auftreten können. In der Kombination Marke / Person können vielerlei Synergien entstehen, die den Auftritt als Ganzes ,als “unternehmerische Menschheit”, stützen. Fällt eine Person aus, können die Maßnahmen schnell vom Social-Media-Team übernommen werden, ohne dass ein Bruch in der Transparenz der Kommunikation zu befürchten ist. Besonders in Urlaubszeiten scheint das Problem der Verlagerung bzw. des Management von Social-Media-Aktivitäten durchaus brisant zu sein. Wir hören bereits von mehreren Seiten, dass aufgrund der Umsetzung von nur einer Person hier ein eklatantes Problem entstehen kann. Denn eines ist gewiss: Auch Social Media Betreuer brauchen eine Auszeit.

Automatisierte Prozesse, oder… Das perfekte Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik

In der beobachtenden Analyse setzen viele Unternehmen bereits erfolgreich auf Social-Media-Monitoring-Tools, die wertvolle Ergebnisse zu Tage bringen. Die Reaktion selbst auf bestimmte Anlässe wird aber immer noch vom Mensch bestimmt, definiert, organisiert und orchestriert. An dieser Stelle sollte unserer Meinung nach, automatisierte Prozesse Unterstützung leisten, wie dies zum Beispiel auch Online-Marketing bereits erfolgreich eingesetzt wird. Dank Targeting, Frequency Capping oder dynamischen Updates werden Online-Kampagnen schnell optimiert und damit auch erfolgreich. Für Social Media sind solche automatisierten Prozesse zwingend zur Entlastung und taktischen Optimierung notwendig und dienen der Unterstützung der Verantwortlichen. Sie lassen Social Media auch langfristig ein wertvolles Instrument der Kundenbindung zu werden.

Spot On!
Diese 3-Säulen-Strategie soll Unternehmens- und Abteilungsverantwortlichen einen Denkansatz beim Einsatz und der Optimierung von Social Media im Unternehmen liefern. Der sinnvolle Einsatz von Social Media Entschleunigung im Unternehmen (Slow Media Manifest) sowie produktivitätssteigernde Wex-Experten in Unternehmen (Personal Web Manager) sind hierbei zukunftsweisende Visionen für eine effiziente soziale Online-Unternehmenskultur. Denn nur, wenn wir sinnvoll mit unserer Zeit umzugehen lernen, kann eine 3-Säulen-Strategie das Social Media Engagement eines Unternehmens unterstützen und sich im Sinne der Wertschöpfungseffizienz manifestieren und dieser sinnvoll nützlich sein.

Über die Autoren…
Für die Idee zu diesem Post haben Heike Bedrich und ich die Köpfe auf dem Internet World Kongress zusammengesteckt. Uns hat die 3-Säulen-Strategie gefallen und ist unserer Überzeugung nach, ein guter Schritt für Unternehmen in eine erfolgreiche Social Media Welt.

Heike Bedrich ist seit vielen Jahren in der PR- und Marketing-Welt zu Hause. 1998 gründete sie mit Talisman ihre eigene Agentur für Kommunikation und Imagebildung. Sie betreut Kunden aus der IT- und Medienszene und hat sich auf die Themen PR, PR 2.0, Corporate Communications und Online Reputation Management spezialisiert.

My 5 learnings for management from the WorldCup

15.07.2010 von Martin Meyer-Gossner  
Kategorie Daily Top 3

The FIFA WorldCup is over. The matches are played. Spain is the new World Champion. The team really has deserved to get the Copa del Mundo (…not only because they won against Germany.. ;-)… ). Now that the tournament is over I thought about it and asked myself, what were my management take-aways from the last five weeks…for me.

1. The team is the star. Worldcup 2010 was like Enterprise 2.0: Teams with top stars fail (Rooney, Ronaldo, Ribery, Kaka, etc…), real teamwork wins.

2. A scarf seems to be a team managers fashion guarantee for success. Though, managers who wear a scarf built world-class teams, it’s no guarantee to make a world-class team win the cup (Jogi Löw, Bert van Marwijk, etc.).

3. Managers need to have the courage to change long-serving systems in favor of integrating young players techniques, visions and ideas (Mexico, Germany, Uruguay, etc.). Nevertheless, the accompany of “old stars” as motivators is a great back-up…

4. Management stand-still is a killer. The market-competition for the “on-paper” leading countries is increasing. Globalization, new training opportunities and new markets offer countries great opportunities to become a challenging competitor for the old market champions (England, France, Italy, Brasil).

5. It’s all about communication, authority needs to be defined anew. There is no right or wrong in leading until the communication is not aligned with the culture and mentality of the players (France, France, France,…).

What are your key-findings, take-aways from a management perspective. Share them with us… And by the way: If it is serious fun you would like to share, just go ahead…

Product strategists think social innovations could increase

If there are more and more people engaging with brands on the social web, the opportunity to collaborate with the social community becomes a lucrative meaning for brands – and their product strategists. These managers could open up a new “external R&D department” when they use social technology in order to increase product innovations by integrating their customers in the process of product creation and development.

A recent Forrester study of 181 consumer product strategy professionals from companies around the globe states that product strategists in companies strive for social innovations. Though Forrester makes clear that social innovation is not yet where it should be from the product strategist’s point-of-view. The study shows the familiar picture that we see in more or less all departments in companies: It is still early days also for product strategists to work with social media. And only some leverage social media in favor of social innovations.

Still it seems to be a big challenge for companies to find their way from being engaged with their customers on the social web to understanding the impacts and chances to social innovation management. This becomes clear when we see that 83% of the companies use social media to drive customer conversation but then not even half of those have product teams that influence product design, creation, or strategy by using social media.

It is also surprising for me to acknowledge that it is not the resources that are lacking. More than two-thirds of the responding product strategists have dedicated social managers or teams. On the one hand, it lacks the right technological connection bridges between the different company departments. On the other hand, when not more than one-fifth have formal policies in their companies for sharing data from social technologies with product teams, the road to succeed with social co-creation efforts seems to be long.

Spot On!
The best way to produce the right products for your customers is to ideally let them inspire a business. In the past, we had focus-groups which were cost-intensive, time-limited and time-consuming. The concept of social creation and social innovation can work on a day-to-day innovation platform. Just think of Dell Ideastorm, MyStarbucksidea, Adobe’s ideas lab or the IKEA Hacker approach. Nevertheless, companies should be aware that customers very often need or want some kick-back for their inspirational efforts. So, in my eyes the point of giving away some form of incentive will be necessary to get such communities started and make them sustainable.

Or will customers in the future co-create for free to receive better product-price-quality? What do you think?

Youtube bringt TV-Personalisierung für die Lean Back Gesellschaft

Mit einem neuen Service Angebot adressiert Youtube die Lean Back Gesellschaft. Und das mit einer cleveren Idee: Man verbindet den personalisierten Youtube Account und macht ihn zur Broadcasting Show. Das Angebot mit dem Titel Lean Back ging jetzt live und macht sich auf eine neue (oder alte?) Perspektive des Internet TV-Watching werden.

Für die Navigation ist keine Eingabe von URLs und nicht einmal eine Maus notwendig – Enter Taste und Mousetasten genügen. Es ist irgendwie revolutionär und dann doch die altbekannte Back-to-the-Roots TV-Nutzung – nur eben in der digitalen Welt und mit Personalisierung. Keine Kommentare, keine Kommunikation und keine Ratings. Ein Rückschritt für die Social Web-Gesellschaft oder die Option sich wie gewohnt einfach nur berieseln lassen?

Der Senior Product Manager Kuan Yong von YouTube beschreibt die Technik wie folgt…

“This feed is based on your YouTube settings and preferences, including content from your subscriptions and videos your friends are sharing on Facebook (assuming you’ve connected your YouTube account to your Facebook account).”

Die Verknüpfung mit Facebook und den Informationen aus den Youtube Info Inhalten funktioniert noch unzulänglich im Bezug auf meine Vorlieben, Wünsche und meinen Geschmack zumindest. Es beruhigt ein wenig zu sehen, daß Google und seine Abgesandten noch nicht in mein Hirn sehen oder aus meinen Neuronen lesen kann. Bleibt dennoch interessant zu beobachten, wie man versuchen wird, andere Social Networks zu integrieren. Denn die Chance der Cross-Synergien wird Youtube sicherlich nicht auslassen…

PS: Irgendwie frage ich mich ob das Konzept nicht gegen den Claim des Brands “Broadcast yourself” geht. Wie seht Ihr das?

Web 3.0 – Kate Ray interviews web experts

This is a fascinating film story about the Semantic Web. Student Kate Ray is a journalism/psych major and has done some excellent interviews with the web experts: Tim Berners-Lee, Clay Shirky, Chris Dixon, David Weinberger, Nova Spivack, Jason Shellen, Lee Feigenbaum, John Hebeler, Alon Halevy, David Karger and Abraham Bernstein.

The short film gives us insights in what the Semantic Web is, the technology behind it, and how much it will influence our use of the internet.

Web 3.0 from Kate Ray on Vimeo.

The main take-away for me is Clay Shirky’s message. Having been in the news business for years (and still feel like being in one…), I can only agree with his point of view…

“If I was going to start a news business tomorrow, I would start a new business designed not to produce one bit of news but instead to aggregate news for individuals in ways that matter to them.”

The video makes clear that there is more than enough content producers in the world. Definitely more content exists than human kind will ever be able to read. The new value for media consumption will be providers that are saving time for individuals as well as for business professionals.

Yesterday, I wrote to an event company: “Time is the gold of the future!”. And the way I understand Clay’s words, we are heading in this direction. The world needs to find ways to make a combination of an aggregation and productive vision happen. Microsoft is working on Spindex, tools like Netvibes, Noserub and the likes could become such aggregation providers.

Is this the right way to look at the future? Or is it more the hybrid model of man and mashine like the personal web manager vision that we need? Which other formats can you imagine? Share your views…

Report: Was bedeutet Information im Jahr 2015?

Es ist ein faszinierender Report mit dem Titel “Information 2015 – Reforming the paradigm“, den Accenture da veröffentlicht hat. Das Thema ist aber nicht umsonst ein Accenture sehr nahe stehender Aspekt. Schließlich hat man in Indien das Innovation Center for Information Management und sich somit dem dem Thema Information Management verschrieben. Für die Studie hat Accenture mit der deutschen Trendagentur Z-punkt kooperiert.

Die Haupterkenntnisse werden in vier Szenarien zusammengefasst…

- Hoch-performante Unternehmen analysieren Produktivitätsdaten über Status und Vorgänge in der physischen und sozialen Welt, welche durch Sensoren und das ‘Internet der Dinge’ generiert wird.

- Social Software in andere Platformen und mobile Endgeräte integriert werden sowie sich in der physische Welt verbreiten (Augmented Social Workspace – der zukünftige Arbeitsplatz).

- Erfolgreiche Unternehmen in 2015 werden ein Netzwerk aus Experten bilden, und somit eine Angebotspalette an Kunden- und Business-Intelligenz, Vertrauenswürdigkeit und Echtzeit offerieren (Von SaaS zu Platform as a Service zu Experts as a Service)

- Persönliche Entscheidungsmaschinen werden die Fähigkeit von Firmen dramatisch verbessern, Konzepte zu erstellen und schnell und transparent Lösungen zu entwickeln (Personal Web Manager als Hybrid-Modell zwischen Mensch und Maschine?)

Spot On!
Es ist manchmal faszinierend, mit welchen Visionen die “große” Strategieberater aufwarten. Und liest man sich die Vorhersagen durch, vergleicht sie mit den angebotenen Beispielen aus 2005, so wird schnell klar, was möglich gewesen wäre, wenn man die heutigen Optionen vor fünf Jahren gehabt hätte. Für mich die erschreckendste Vorstellung und größte Herausforderung ist das erste Szenario. Ist sie doch auf gewisse Art und Weise ein “Big Brother is Watching You Working” -Szenario. Da dürften Betriebsräte in Deutschland Alarm schlagen. Erinnert an das IBM JamCamp und Gedanken hierzu…

Was haltet Ihr von den Accenture-Szenarien und wie realistisch seht Ihr sie?

Lotus JamCamp 2010 – Gedanken zu(m) BarCamp(s)…

26.04.2010 von Martin Meyer-Gossner  
Kategorie Visionen

Das Lotus JamCamp war für mich ein sehr inspirierender Eintages-Gedankenaustausch, auch wenn die Veranstaltung zwei Tage ging. Teilweise erreichte mich die professionell organisierte Veranstaltung (IBM Standard eben…) mit positiven, teilweise mit kritischen Einblicken in ein modernes Enterprise 2.0 Offline-Brainstorming.

Der Input der Beteiligten war allemal wertvoll und damit mal mein dank an die Organisatoren.

Vor allem der Vortrag ‘Strategie am Limit – Studienergebnisse zum Kulturraum Internet’ von Frank Schomburg, verdeutlichte eindringlich den Kulturwandel, der zwar in die Gesellschaft eindringt, aber für Unternehmen und ihre Entscheider eine große Herausforderung für die kommenden Jahre darstellt. Die Wertepräferenz der Digital Residents nach mehr Eigenverantwortung und veränderten Unternehmens-Spielregeln versus der die traditionelle Norm wahrenden Unternehmensführer der Digital Visitors steht noch an einem Scheideweg. Die ideologische Zusammenführung wird wohl noch ein paar Jahre dauern dürfte. Was über Jahrzehnte als bewährt galt, lässt sich nunmal nicht in einem Jahrzehnt reformieren.

Eine beruhigende Erkenntnis war, daß die Unterschiede in der Wertediskussion zwischen Digital Natives und Digital Residents (zumindest bei ‘heavy usern’ – Basis der Studienbefragten) keine Altersproblematik in sich birgt. Zeigt es doch, daß Offenheit ein Umdenken ermöglicht. Der Beteiligungs Boom im Social Web geht dennoch erst langsam richtig los und mit ihm verschiebt sich die Macht auf die Anbieterseite. Unternehmen sollten vor der glimmenden Lunte der Netzwerkresonanz Vorsorge treffen, so der Rat vom Schomburg. Er resumierte, daß der Erfolgsfaktor der Unternehmen in der Fahigkeit liege, zwischen Netzwerk und Hierarchie zu wechseln (schön illustriert am Beispiel des Chaos-Pendels).

Eine wichtige Bemerkung von Dr. Peter Schütt, Leiter Knowledge Management IBM Software Group EMEA, aus seinem Vortrag “Führen im Enterprise 2.0″ sei hierbei nicht unerwähnt. Beim Thema Crowdscourcing und Ergebnisfindung weist er auf eine feinen Unterscheidung zu James Surowiecki hin, der sich mit meiner Erkenntnis deckt. Letztendlich entscheide nicht der Mittelwert der Masse, sondern es gilt die “Leuchttürme in den Crowds zu identifizieren, um die Weisheit der Masse zu erkennen”.

Barcamp als Eventmodus
Allerdings sind für mich, offen gesagt, Barcamps bzw. Open Space Offline Sharings mit Businessfokus immernoch nicht unbedingt in meinen persönlichen Arbeitsalltag übergegangen. Das hat verschiedene Gründe (Feedback an IBM)…

Zeit ist eines unserer wertvollsten Güter für die und in der Zukunft. Als Als Familienvater hat man auch im Zeitalter des Social Web seine Verpflichtungen und seine Wertevorstellung von Zeit für die Familie – früher sagte man mal Wochenende. Wenn BarCamps am Wochenende stattfinden, brigt das Konfliktpotential für Communities wie den heimischen Familienrat oder auch den auf dem Camp zahlreich angesprochene Betriebsrat.

Wenn es ein Business-Event ist und trotzdem BarCamp Charakter hat, kann es ruhig unter der Woche stattfinden. Ob es dann nun als BarCamp tituliert wird, oder nicht, ist zweitrangig für die obigen Communities. Der Austausch des Input bringt den Erfolg der Veranstaltung. Bekommt die Veranstaltung zusätzlich noch einen inhaltlich und organisatorisch-traditionellen Eventtag, so birgt es allerdings die Gefahr, daß Teilnehmer dem offiziellen Tag zuviel Aufmerksamkeit widmen könnten.

Die Location Ehningen als Standpunkt halte ich auch weiterhin für sehr sinnvoll. Ehningen ist die Basis des Unternehmens IBM (in Deutschland) und ein klares Bekenntnis zum gelebten Kulturwandel. Große Unternehmen wie IBM müssen den Geist und die Inspiration der modernen Event-Kommunikationsformate anderen Großunternehmen vorleben. Eine Auslagerung würde den Anschein erwecken, daß das Format nicht von der Unternehmsführung anerkannt wird.

Entscheidend für die positive Infizierung weiterer Unternehmen “Pro Social-Web” ist es sicherlich, mehr Business-Entscheider als Listener für eine solche Veranstaltung zu gewinnen. Da das Format den Eindruck eines traditionellen Club-Charakters (“Aktionismus ist gefragt”) erweckt, kann das gerade diese Personen davon abhalten, sich die Zeit zu nehmen. Und, wer nicht firm ist, will sich nicht mit einem Beitrag die Blöse geben… schon gar nicht als Top-Entscheider.

Spot On!
Mein Beitrag “Karriere 3.0 – Zwischen Personal Branding und Produktivität” wurde eingehend diskutiert. Die anschließende Diskussion drehte sich um den Gedanken des unbezahlten Zweitjobs, den zeitlichen Aufwand, Monetarisierung und die Vision des Personal Web Managers als gangbares Hilfsmodel zum täglichen Aufwand, den das Social Web im Business fordert. Mein vorangegangener Gedankenaustausch mit Dr. Peter Schütt beim Mittagessen und der Besuch seines Vortrages zeigte mir zahlreiche gemeinsame Strategie-Denkansätze. Vor allem die Erkenntnis der Zerstreuung der Mitarbeiteraufmerksamkeit durch Soziale Medien und die damit notwenidge Refokussierung von Resourcen durch das Management deckte sich: “Führen bedeutet heute immer mehr, die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter zu lenken”.

PS: Hätte man auch enden können… ‘im Sinne des Unternehmensauftrages zu inspirieren’?

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