Studie zu Social Media Nutzung: Von den Top 500 US Firmen lernen
23.11.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Social Media
Das dritte Jahr in Folge findet eine Studie des Center for Marketing Research at University of Massachusetts Dartmouth den Beleg, daß Social Media immer stärker Anklang in Unternehmen findet. Die Studie belegt dabei, wie Social Media bei den am schnellsten wachsenden US-Firmen im Aufschwung ist. Zudem liefert sie gutes Zahlenmaterial für Marketiers, Geschäftsführer und CEOs, wie man sich im Social Web bewegt.
Die Studie besagt, dass 75% der befragten Firmen sich mit Social Media 2009 stark vertraut gemacht haben. Dies entspricht einem Anstieg um 18% zu 2008. Das starke Aufkommen der Nutzung von Business Netzwerken hat hier sicherlich seinen Teil zu beigetragen.
62% der ‘C-Levels’ kennen sich mit Twitter aus, 52% haben die Micro-Blogging Platform und Social Networking genutzt, um ihr Business zu promoten. Sicherlich interessant ist, daß eine von vier Inc. 500 B2B Firmen angeben, Twitter sei ein angemessener Platz, um mit Partnern und Händlern online zu kommunizieren.
Blogging spiele generell eine besondere Rolle. 45% betrieben 2009 ein Blog mit ihrer Firma (39%/2008 und 19%/2007). Das Wachstum bei Message Boards, Online video, Wikis, sowie Podcasting ist eher gebremst bzw. leicht fallend.
Social Media = wichtiger Bestandteil der Marketing-Strategie
43% der Inc. 500 Firmen glauben, daß Social Media ein “sehr wichtiger” Teil ihrer Business- und Marketing-Strategie ist. Sogar 91% gaben an, zumindest ein Social Media Tool einzusetzen (77%/2008). Und auch weiterhin wird Social Media in der Strategie der Firmen eine große Rolle einnehmen. Von den nicht bloggenden Firmen planen 44% einen Firmen-Blog in 2010. Mit Twitter wollen im nächsten Jahr 27% der Firmen einen weiteren Zugang für ihr Business schaffen.
Der Erfolg gibt Social Media Einsatz recht. Denn 48% der Unternehmen haben mit ihrem Einsatz von Social Media Erfolg. Bei Twitter ist die Quote sogar 82% und bei anderen Social Networks kam eine unfassbare Erfolgsquote von 87% zusammen.
Spot On!
Der Siegeszug von Social Media hält an und das Annehmen der neuen Medien geht rasch voran. Kein Wunder: 87% der befragten Firmen berichten von Erfolgen hinsichtlich Engagement, Leads oder Abverkäufen. Die Argumente sprechen für sich. Wer sich diesem Trend verweigert als Businesszweig, läßt zahlreiche Optionen aus, die Kundenkommunikation und Kundenbindung zu fördern.
Social Media-Strategie? Nur jedes dritte Unternehmen hat eine…
16.11.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Social Media
Die Personalarbeit von Unternehmen profitiert von ihr. Sind doch Millionen Arbeitnehmer und Studenten im sogenannten Social Web aktiv. Doch genutzt wird sie von den Wenigsten, wie eine Studie jetzt zeigt. Die Rede ist von der Social Media Strategie.
Eine neue Studie “Social Media und Personalarbeit” des Beratungsunternehmens IFOK hat mehr als 800 Personalverantwortliche aus deutschen Unternehmen aller Branchen und Größenklassen zur Bedeutung sozialer Medien im Bereich Human Ressources (HR) und deren Nutzung im eigenen Unternehmen befragt. Das Ergebnis ist ernüchternd, könnte aber auch schlimmer sein.
Der Mehrheit deutscher Personalentscheider ist klar, dass das Social Web (inkl. Social Networks und Web 2.0-Tools) für die Personalarbeit von wichtiger Bedeutung ist. Dennoch mangelt es in den meisten Unternehmen an einer Strategie, welche Tools und Taktiken für welchen Zweck zu nutzten sind.
60% der Personalentscheider messen Social Media bei der Personalarbeit eine große strategische Bedeutung bei. Doch zwei von drei befragten Unternehmen haben keine geregelte Zuständigkeit für den Themenbereich. Nur 30% haben eine unternehmensweite Social Media-Strategie. Social Media Guidelines gibt es bei nur 15% der Unternehmen. Auch bei der Fortbildung ist der Stellenwert sozialer Medien schwach: Gerade mal 7% bieten Schulungen zum Thema Social Media an.
Auch Personal sind eher sporadisch im Social Web unterwegs. 80% haben zwar im Zusammenhang mit ihrer Personalarbeit etablierte Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn besucht. Zur Recherche nach potenziellen Mitarbeitern nutzen 60% Web 2.0 Plattformen. Facebook ist hingegen dort noch nicht wirklich angekommen. Nur jeder dritte Personaler war bereits im Rahmen seiner Personalarbeit hier aktiv.
Twitter erhält noch wneiger Aufmerksamkeit, denn nur jeder Zehnte hat den Micro-Blogging Dienst schon genutzt. Die Studie macht klar: Dies kann eklatante Folgen haben:
“Nehmen Personaler die Kurznachrichten-Plattformen nicht einmal wahr, können sie kaum die entsprechenden Risiken und Chancen bewerten, um gemeinsam mit anderen Fachbereichen effektive Strategien zu entwickeln”, warnen die Autoren.
Auch sich dem Arbeitgeber (Employer Branding) große Möglichkeiten zum Fachkräftegewinn bieten und Stellensuchende hier schwer aktiv sind, wird diesem Umstand von den Personalern offensichtlich noch nicht wirklich Rechnung getragen.
- 3,8% beobachten systematisch, was über sie auf Web 2.0-Portalen geschrieben
- 28,6% macht dies hingegen nur gelegentlich oder selten (27,8%)
- 33,8% verzichten ganz auf ein Social Media Monitoring
Einträge auf Arbeitgeber-Bewertungsplattformen hat noch nicht mal jeder vierte Personaler zur Kenntnis genommen. “Damit vergeben erstaunlich viele Unternehmen eine der größten Chancen, die digitale Gespräche bieten: Erfahren, was und wie über das Unternehmen kommuniziert wird”, so die Studie.
Spot On!
Die Unternehmen wissen um die Benefits des Social Web, mit Social PR Eigenwerbung zu betreiben. Und die Chancen des Social Web für den HR-Bereich werden ebenfalls gesehen.

Dennoch ist es oft nicht so einfach die Kultur einer offenen Unternehmenskommunkation einzuführen oder zu etablieren. Wer die Produktivität der Mitarbeiter geregelt fördern will, sollte sich eine klare Social Media Strategie und Guidelines zugrunde legen, bevor er die Mitarbeiter zu produktiven ‘Social Webern’ macht. Denn dann stellt sich auch nachhaltig der Erfolg ein, daß die „Talentpipeline“ ordentlich und mit wahrem Personal-Potential gefüllt wird.
Studie: B2B-Entscheider nutzen Web 2.0 für Investitionsentscheidungen
10.11.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Web Strategy
Was im Consumer-Bereich kein Geheimnis mehr, bestätigt sich jetzt auch im B2B-Bereich: Im Prozess der Investitionsentscheidungen nutzen deutsche Manager vermehrt das Web 2.0 – und suchen erstmal im Internet nach aussagekräftigen Fakten.
85% haben einen späteren Dienstleister im Internet gefunden. Was früher ein großes Plus der Print-Fachzeitschriften und Fach-Messen war, verlagert sich immer mehr in die Onlinewelt. Suchmaschinen, Herstellerseiten, Anbieterverzeichnisse, Online-Fachportale und -Netzwerke laufen den klassischen Fachzeitschriften immer mehr den Rang der Business-Entscheidungshilfen ab.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie (mittels Telefonumfrage) von Virtual Identity unter 750 Geschäftsführern oder verantwortlichen Managern aus mittelgroßen Unternehmen (Minimum: 50+ Mitarbeiter und Investitionsvolumen von einer Millionen EUR).

Sie bringt diese Veränderungen im Businessverhalten jetzt mit Zahlen zum Ausdruck. Weiterhin entscheidend bleibt aber auch die Meinung von Kollegen und Fachexperten, die nach der Vorauswahl eines Dienstleisters größere Bedeutung erhalten.

Wer denkt, Business-Entscheider nutzen die sozialen Netzwerke nicht regelmäßig, der irrt sich. Hier die Essentials der Studie…
- B2B Entscheider verbringen zwei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit im Web
- 40% der B2B Entscheider nutzen regelmäßig Internet-Foren für berufliche Zwecke
- 28% der Entscheider nutzen regelmäßig aktiv den Dialog in Internetforen für den Austausch mit Fachexperten.
- Nicht verwunderlich ist, daß XING mit 30% der Befragten eine der beliebtesten Plattformen für den Businesstalk geworden ist.
Spot On!
Die Studie macht aber noch eins klar. Zugangsbeschränkungen zu Social Media für Mitarbeiter wird dem Unternehmenserfolg nicht gerade zuträglich sein. Die Nutzung dieser modernen Online-Medien wird bei B2B Entscheidern immer beliebter.

Das Engagegment der Mitarbeiter am bzw. im Social Web bietet Unternehmen die Option, Wettbewerbsvorteile schneller zu erkennen und bei der Auswahl der Produkte oder Dienstleister vom Wissen und der Urteilskraft Gleichgesinnter zu profitieren. Insofern kann man Business-Entscheider nur ermutigen, ihren Mitarbeitern den Vorteil der Nutzung des Web 2.0 immer wieder vor Augen zu führen.
dmexco: Rückblick auf die Premiere
29.09.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Web Marketing
Die Premiere der dmexco war ein Erfolg, … oder nicht? 14.200 Besucher, 290 Aussteller (mit 2900 Mitarbeitern) und 250 Pressevertreter. Zahlen sind gut. Zahlen sind beeindruckend. Denn Zahlen sind das Messinstrument der Branche und entsprechen der Sprache der Marketiers. Auch in dem von mir gehosteten Panel hatten Zahlen die entscheidende Bedeutung und eins wurde auch hier deutlich: Zahlen sind wichtig für das C-Level bei der Entscheidungsfindung und Investitionsbereitschaft, Marketing-Dollars zu “approven”.
Aber Zahlen beziehen sich nicht nur auf Page Impressions und Clicks. Und das war sicherlich eine der neusten Erkenntnisse der Marketiers seit dem Aufkommen von Social Media: Engagement ist gefragt. Das Blut des Engagements ist der Dialog (bzw. Multilog), denn nur der führt zu nachhaltigem Business-Leben, sprich zum Erfolg. Eigentlich ist das aber nunmal die Antithese von Werbung, die eine klare Sender-Empfänger Botschaft beherbergt.
Engagement als Messinstrument in die Überlegungen der Bewertung von Plattformen einzubringen, die dann auch von Marketingentscheidern und Media-Plannern entsprechender Wichtigkeit gewürdigt werden, dürfte eine der größten Herausforderungen der Web-Industrie werden. Die aktuelle europäische Yahoo!-Studie „Online-Werbeformate – Wissen, was wirkt“ bringt die Werbebranche bei der Definition von digitalen Erfolgskriterien vermutlich weniger weiter als eine Studie “Welche Erfolgsdefinition will das C-Level Management sehen”.
Zur Erfolgsmessung der dmexco könnte man in diesem Sinne die “beste OMD aller Zeiten” mal mit einer Bannerkampagne vergleichen (egal ob auf einem traditionellen Portal oder in einem Social Network gebucht). Entscheidend bei beiden ist, was am Ende dabei rauskommt.
Weder die Page Impressions noch ein Click haben einen Wert, wenn am Ende kein Engagement steht, d.h. die Staying Time am Stand (bzw. der Landing Page) wenigen Sekunden entspricht und keine Aktivität nach sich zieht. Da kann die Dwell-Time dann doch als Messkriterium wesentlich mehr an Erkenntnis leisten. Ist der Besucher am Stand stehen geblieben, hat er/sie sich den Stand angesehen, hat er/sie das Gespräch mit dem Standpersonal gesucht und hat er/sie sich Unterlagen oder Broschüren mitgenommen.
Ja, Erfolgsmessung ist mehr als nur zwei vordergründige Zahlen, die eine Koeffizienten (CPC) ergeben… Sicherlich ein Grund, warum Webanalyse groß im Fokus der Messe stand.
Grundsätzlich bleibt auch nach der dmexco die Frage bestehen, ob das bevorstehende, zukünftig den Ton angebende Messinstrument der deutschen Internet-Industrie, die Visits, wirklich zielführend für eine Modernisierung und die Monetarisierung der Branche ist. Hierzu habe ich mich im Vorfeld ausführlich auf dem dmexco Blog “Create Effects” geäußert. Die Messe hat hierzu keine neuen Erkenntnisse gebracht. Nur positive Stimmen waren zu vernehmen, die ebenfalls der Meinung waren, daß man hier nicht wirklich einen Schritt in der Vermarktung und Bewertung der Web-Plattformen weitergekommen sei.
Man mag mir verzeihen, wenn ich -trotz einer positiven Bilanz des Veranstalters oder der Branchengrößen (des BVDW)- dennoch in der Messeinheit der Marketer spreche. Die letzte OMD hatte 20.000 Besucher und 380 Aussteller, was einem Verlust von über 30% bzw. 25% entspricht. Liegt es an der abwartenden Mentalität der Deutschen: “Erstmal sehen, wie die neue Messe ist…”, oder an den Vermarktungs-Packages für die Standfläche? Es war nur eine Halle statt zwei wie in Düsseldorf- die vermarkteten Quadratmeter der Fläche im Vergleich zur OMD wären hier interessant. An der Rezession lag es offensichtlich nicht, obwohl die auch vor der Internet-Branche vermutlich nicht Halt macht. Man weiß es nicht so genau. Im nächsten Jahr (15.-16. September 2010) wird man es suggerieren können.
Über die Zahlen der offiziellen dmexco Party im Vergleich zur Kontraveranstaltung trg OMclub kann man sich jeder sein eigenes Bild machen. Eine Party ist nicht der Kernpunkt einer Messe – auch wenn man dies in den letzten Jahren beim Run um die Partytickets der OMD oft gedacht hat.
Spot On!
Mit Satellite Events und Twitter hat die dmexco internationale und neue Zielgruppen erschlossen sowie Anschluß an moderne Web-Standards gefunden, die eine OMD seinerzeit nicht berücksichtigt hat. Ob Google dann ausstellt oder nicht, ist kein Messkriterium für den Erfolg einer Messe. Der Zuspruch für die dmexco war ordentlich: offline wie online – Optimierungsbedarf gibt es immer. Und noch ein Gutes: Im nächsten Jahr wird man vermutlich nicht mehr an den Zahlen der OMD gemessen…
Und wie seht Ihr das?
Panel: Social Media & Effective Ways to Advertise
22.09.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie English Content, Featured Stories
This week is one of the highlights in the online industry. Online industry? Well, let’s say online marketing industry… – It’s the week of the newly launched dmexco – digital marketing exposition and conference.
So, more or less all digital marketers and agencies, portal owners, online experts, media/pr consultants and interactive sales are traveling to Cologne to get the latest buzz and trends on digital marketing and sales philosophy.
In the last weeks, there has been a lot of talk about changes in the monetization of social networks like Facebook, MySpace, or Twitter – and the options for marketers to spend their budgets effectively within social networks. With the rise of social media the tables in the online marketing industry are turning and budgets will be relocated towards social media marketing.
It is no surprise that the dmexco will also be focusing on this topic – and I am feeling honored to be the host of the panel called…
“Social Media: Show me the money – effective ways to advertise”
Congress Hall – Thursday, 24th of September 2009
The panel will be having an introduction speech by Blake Chandlee, vice president and commercial director EMEA for Facebook, on the impact of social media on both consumers and advertisers – as well as both the challenges and opportunities this presents.
The panelists will be….
Joel Berger – Managing Director GSA & Northern Europe, Fox Interactive Media Germany, MySpace Germany
Alison Fennah – Executive Director, European Interactive Advertising Association (EIAA)
Tony Douglas – Innovation Manager, BMW
Tim Meier – Brand Manager, Bacardi
Felix Holzapfel – Managing Partner, conceptbakery Germany
And the challenge for the host…?
The host has to get two sides of the coin engaged in the discussion with the same intensity: the platform owners and the brand marketers. Both are depending on the success of online advertising within social media and social networks – and in some mails all panelist were very excited about the panel.
For the platform owners the main questions will be…
- What is the future of advertising space?
- Traffic, Electricity, IT for millions of users: Who is going to pay the bill…?
- From “freemium” to “premium”: Is it better to let the user pay for the service?
- Old school and new business: Will marketers monetize social media like they did it in the past with traditional media?
For the marketers the main questions will be…
- Old school and new business: Is the amount of time in telling and selling mode shifting to listening?
- Is advertising in the social media world still advertising the way we learned it?
- Concerning social media marketing budgets, are we facing a trial and error era?
- Where and how shall marketers spend digital budgets and what are successful ‘advertising’ models?
- Do companies have to realign their web-strategy before they start advertising in social media?
- Agencies and the advertising industry vs. Social Media – a cultural clash or a creative challenge?
So, there is a lot of topics to discuss. And if you have some more input, you can send us your questions during the panel to moderator@dmexco.de. Or just send me an email or comment on this blog…
Looking forward to your ideas and questions…
Studie: Cross-Channel-Marketing nur eine Absichtserklärung
23.06.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Web Strategy
Endlich mal wieder eine Studie, die die Verknüpfung von Online- und Offline-Marketing auf den Punkt bringt: Cross-Channel-Marketing ist und bleibt interessant, aber schwierig ist die Umsetzung, Messung und Zusammenführung der Kampagnenergebnisse dennoch. Auch wenn sich weltweit um die Synchronisation ihrer Marketingaktivitäten Print, Online und TV bemühen.
So resümiert die Studie “Der digitale Horizont: Eine Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit” von TNS und Eyeblaster unter 400 leitenden Marketiers weltweit, daß 85% den Wert der Cross-Media Integration als wertvoll erachten und 67% Cross-Channel Kampagnen durchführen.
Dennoch gäbe es drei Gründe, so die Meinung der Marketingprofis, die die konsequenten Umsetzung von „Cross-Channelling“ hindern. Es gebe…
44% zu wenig geeignete Kennzahlen, Kampagnenwirkung und ROI zu messen
37% zu wenige Fallstudien, die die Wirksamkeit von „Cross-Channelling“ belegen
34% generell einen Mangel an nötiger Technologie
Wenn es jedoch zum Vergleich der Cross-Channel Performance Daten kommt, herrscht das Motto: “Der Wille ist stark, aber die Durchführung ist schwach.” Nur 12% machen den übergreifenden Performance-Abgleich der Daten, während die Mehrheit von 60% der Absichtserklärung verhaftet bleiben, da das Vertrauen in die Daten offensichtlich noch fehlt.
Der Vergleich der einzelnen Marketingaktionen zeigt, wie unterschiedlich das Wissen und die Umsetzung bei den Marketingprofis ist…
- Vergleich Display vs. Suchmaschinenwerbung: 51% der Befragten analysieren und vergleichen den Erfolg dieser beiden Werbekanäle, 38% würde es gerne tun.
- Vergleich PC mit TV oder PC mit Mobile Media: 22% der Befragten führen diese Analysen durch, bei 62 Prozent ist es noch ein Wunsch.
- Vergleich TV mit Mobile Media oder Außenwerbung (Outdoor) mit Mobile Media: Erst sieben bis acht Prozent der Befragten beherrschen die Erfolgsanalyse dieser Kanäle, 65% haben Interesse daran
Spot On!
Die Metrikendiskussion in der Marketingwelt ist weiterhin in schwerem Gange, aber wie es auch die Messungskriterien des Onlinemarktes an sich und der Social Media Bereich zeigen, so einfach ist es nicht.
“Die Frage ist: Will man die Daten zusammenbringen? Falscher Ansatz wäre klassischen Mediadruck und Internet zusammenzubringen, das macht noch wenig Sinn. Die Zukunft sieht anders aus. Was passiert, wenn ich eine Woche lang TV mache und dann auf Internet Key Words projeziere? Welchen Vorlauf brauche ich, wenn ich auf andere Medien projezieren will? Das werden die großen Themen.”
Christoph Benning, Managing Director, Eyeblaster
Niemand weiß, wer, wie, wann, wo und welche Metriken definieren wird. Keiner will es machen und einen ‘wahrheitsgemäßen’ und validen Standard der Welt schenken. Die Prognose von Christoph Benning, ob es jemals einen geben wird, ist: “Nein, die Datenerhebung ist zu unterschiedlich”.
Studien: E-Commerce in Deutschland legt zu…
02.06.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Sales, Web Strategy
Deutschland gilt als Gradmesser für die E-Commerce Entwicklung in Europa. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Deutschland hat die größte Internetbevölkerung in Europa und zahlreiche Entwicklungen beim E-Commerce (Sicherheitsbedenken, Zahlungsgewohnheiten, etc.) die sich in Europa erst später einstellen, sind hier in der Vergangenheit zuerst zu beobachten gewesen.
Der Vergleich von Zahlen diverser Studien zeigt, daß Deutschland beim Thema E-Commerce anscheinend immer mehr zulegt.
Die GFK Gruppe berichtete im März, daß E-Commerce Fachhandelsumsätze in 2008 auf 13,6 Milliarden EUR gestiegen sind (ohne Veranstaltungstickets, Finanzprodukte oder Reisen!). Damit ist der E-Commerce Umsatz um 19% gewachsen, ein Plus von 3,2 Milliarden im Vergleich zu 2007. Pro Person werden 9,4 Käufe pro Jahr getätigt und die Durchschnittsausgaben pro Kauf stiegen um 7% auf knapp 49 Euro.
Offensichtlich ist die Abneigung der Deutschen gegenüber dem Onlineshopping gesunken – auch im Vergleich zu Europa. Denn eine weitere Studie “Digital World, Digital Life” von TNS Global besagt, daß der Prozentsatz der Onlineshopper zwischen 18 und 55 Jahren in Deutschland deutlich höher ist als in allen anderen untersuchten Ländern. Hier als Beispiel nur ausgewählte Zahlen der EU-Länder im Vergleich…
Aus geschlechtlicher Sicht ist interessant, daß die Männer und Frauen fast gleich viel online einkaufen. Zwischen 16 und 74 gehen laut statistischer Zahlen von Eurostat mit 89% fast ebenso viele Männer online shoppen wie Frauen mit 87%. Nimmt man hier eine ungefähr vergleichbare (zu TNS Global Studie) untersuchte Kernzielgruppe von 25 bis 54 Jahren bei den Männern heraus, so geben 93% an 2008 Online auf Shoppingtour gewesen zu sein.
Spot On!
E-Commerce als Vertriebskanal zu nutzen, ist populär wie nie zuvor – vor allem in Deutschland. Das konnte man auch einer breit angelegten Studie der ibi Research an der Universität Regensburg 2008 entnehmen. Daß die Händler viel ausliefern, SEO vorantreiben und auch ausländischen Umsatz erzielen, ist bekannt. Was aber wirklich interessieren würde, wären mal Einsichten in die Rentabilität von Online-Shops im Vergleich zum Aufwand. Leider gibt es hierzu noch wenig Auskunft durch die Onlineshop-Betreiber. Oder auch Zahlen zu der Verlagerung von Offlineshopping nach Onlineshopping… egal ob aus User oder Shopbetreibersicht.
Corporate Blogging: Studien belegen ambivalente Ansichten
17.04.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Web Strategy
Zwei aktuelle Studien machen deutlich, wie unterschiedlich Unternehmen Corporate Blogging gegenüberstehen. Während Unternehmen aus dem E-Commerce dort großes Potential bei Firmenblogs sehen, sind grundsätzlich Unternehmen noch eher skeptisch eingestellt. Die Option der Meinungsführerschaft, die man mit einem Blog untermauern kann, ist offensichtlich bei vielen Unternehmen als Argument noch nicht valide.
Viele Unternehmen mit ambivalenter Meinung
Eine aktuelle Studie von Schwartz Public Relations zeigt, daß derzeit nur ein Drittel der befragten Unternehmen ein eigenes Blog betreibt. Sprich: Die Mehrheit nutzt die Chance des weiteren Kommunikationsmediums derzeit nicht.
Die Unternehmen, die ein Firmenblog einsetzen, sind wiederum positiv eingestellt. Über die Hälfte der Befragten sieht darin den Benefit der Intensivierung von Interaktion mit den Kunden. Die Option, sich an branchenrelevanten Themen und Debatten mit Corporate Blogs zu beteiligen, ist für 23% ausschlaggebend. Als weitere Gründe geben die befragten Unternehmen an, mit Firmenblogs das Firmenprofil zu stärken (14%) oder aber auch einfach die Suchmaschinenoptimierung zu pushen (11%).
“Wir registrieren bei vielen Firmen eine große Verunsicherung in Bezug auf Themen wie Web 2.0 und Social Media”, kommentiert Christoph Schwartz, Inhaber von Schwartz Public Relations, die Studienergebisse. Zwar vermuten viele Unternehmen ungeahnte Potenziale, aber die meisten Firmen wissen nicht, wie sie mit diesen neuen Medien umgehen sollen oder fürchten zuviel Transparenz. “Da kommt uns Agenturen eine zentrale Beratungsaufgabe zu”, erkennt Schwartz.
E-Commerce Unternehmen wollen Blogs
Dem gegenüber steht eine internationale Online-Marketing-Studie von Adobe in Zusammenarbeit mit Scene7. Diese besagt, daß Unternehmen aus dem E-Commerce zur Stärkung der sichtbare Präsenz ihrer Marken und Produkte im Internet in Social Media investieren wollen. 90% der befragten Unternehmen werden demnach in neue Rich Media- und soziale Netzwerktechnologien investieren. Zudem wollen 32% in diesem Jahr ein Corporate Blog einrichten oder ihr bestehendes Blog erweitern. Dabei sind die Faktoren Benutzerbewertung, Kommentare und Ranglisten für 31% eine interessante Investitionsoption für die befragten Unternehmen.
Spot On!
Die gespaltenen Euphorie hat natürlich Gründe. Die Schwartz PR Studie zeigt, daß 36% den hohen Aufwand scheuen, 33% darin keinen Mehrwert sehen, 12% mit einem Blog nicht negativ auffallen wollen und ein Fünftel hat sich noch nicht mit dem Thema Corporate Blog beschäftigt hat. Die Adobe Studie hingegen macht klar, daß die Steigerungen der Klickzahlen und Seitenbesuche sowie der Kaufrate die wichtigsten Kennzahlen bei der Messung der Effektivität der Webaktivitäten bleibt. Vor allem in Verbindung mit Umsatzzahlen und Bestellmengenberechnungen läßt sich so die Effizienz der Webstrategie messen. Diese Aussagen decken sich mit einem kürzlich veröffentlichten CMO Report und macht deutlich, wie stark Internetaktivitäten der Unternehmen von Zahlen getrieben werden – oder eben nicht.
Adobe Studie: Teilnehmer rund 470 namhafte Händler, Agenturen, Hersteller sowie High-Tech-Unternehmen aus USA und EMEA-Region
Schartz PR Studie: Teilnehmer 335 Führungskräften aus dem weltweiten Technologiesektor
Studie: Twitter bei deutschen Jugendlichen unpopulär
15.04.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Social Media
Sie lieben SchülerVZ, Facebook, MySpace oder studiVZ – aber Twitter läuft bei der Web 2.0 Bewegung den Jugendlichen noch hinterher. Dies zeigt eine aktuelle, nicht repräsentative Studie aus Deutschland hinsichtlich neuer Trends bei der Webnutzung von Jugendlichen. Die Nutzung von Social Networks und Instant Messenger-Software steht im Vordergrund.
Eine aktuelle Online-Studie des Jugendreise-Veranstalters RUF Jugendreisen mit über 3400 jugendlichen
Teilnehmern zwischen 11 und 21 Jahren zeigt, daß bei mehr als 90% der deutschen Jugendlichen der Micro-Blogging Dienst Twitter unbekannt ist.
Zur Kommunikation genutzt werden von den meisten Jugendlichen im Internet ICQ, MSN und schülerVZ. Lediglich ein Prozent der Befragten nutzen laut der Befragung mit dem Micro-Blogging Dienst Twitter.
“Dass Twitter bisher überhaupt nicht bei den deutschen Jugendlichen angekommen ist, hat uns sehr erstaunt“, sagt Dirk Föste, Vertriebsleiter bei RUF Jugendreisen. “Wir hatten angenommen, dass die Kids als erstes auf den Zug aufspringen und Twitter vom Kommunikationsbedürfnis der jungen Leute profitiert“, so Föste.
Die Ergebnisse der Studie sollen in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.
Spot On!
Interessant wäre es, diese Befragung mal aus dem Blickwinkel zu betrachten, warum Twittern Erwachsene überhaupt? Was ist die Motivation? Selbstdarstellung? Der Drang, Medienmacher sein zu wollen? Community Building für eigene Projekte? Bei mehr als 200 Followern ist das Folgen eh schon schweirig- und wenn die Jugendlichen die Zeit dafür nicht haben, warum sollten berufstätige Erwachsene diese haben?
Monetarisierung und Metriken 2.0 – wohin geht die Reise?
27.03.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Social Media
Das Thema Monetarisierung von Social Media ist in aller Munde. Twitter testet Werbung nach dem AdSense-Modell und vermeldet das zukünftige Angebot bezahlter Pro-/Corporate-Accounts. Auch Facebook und MySpace haben zwar grundsätzlich gute Umsätze und Vermarktungsansätze, aber ganz ohne Schwierigkeiten läuft auch dort die Monetarisierung nicht.
Die Erbringung eines Nachweises einer Leistung ist in allen Businesszweigen ein Muss, weshalb auch die Kennzahlen und die Messgrößen bei Social Networks -nicht nur hinsichtlich der Werbung- ein großes Thema bleibt. Über all diesen Gedanken steht die Frage: Was ist die Wertigkeit eines Social Media Profils und eines Social Networks im generellen?
In Deutschland befasst sich derzeit die AG Social Media mit dem Thema Messgrößen und Kennzahlen
und hat auch bereits eine neue Internet-Währung für Social Media vorgestellt. Ein theoretisch guter Ansatz, der aufgrund der zahlreichen zu beachtenden Komponenten und Kennzahlen schwierig umzusetzen sein dürfte. Der werthaltige Input zwischen einem Twitter-Account, Facebook Profil und einem Blog ist zwar kein Quantensprung, aber dennoch immens.
Auf der CeBIT gab Oliver Schiffers, Head of Marketing Strategy and Analysis bei Sapient, Einblicke in die Zukunft von Messkenzahlen und Messgrößen – im Mittelpunkt soll zukünftig der Share-of-Buzz stehen, den man vielleicht am ehesten als ‘Kommunikationsdruck innerhalb der ‘individuellen’ Reichweite eines Profils’ bezeichnen kann.
Laut Schiffers wird sich Social Media also nicht an der klassischen Kennzahlen der Internet-Währung messen lassen. Entscheidend wird bei der Bewertung von Social Media Profilen eher sein: die Qualität des Profils, Relevanzmessung, inhaltliche Wertigkeit sowie die Nachhaltigkeit des Aktivitäten des Einzelnen bzw. des einzelnen Profils innerhalb der Social Networks.
Das Thema kostenpflichtige Accounts und Applikationen sieht Schiffers zukünftig nicht als Problem der Social Networks, sondern als valide Monetarisierungsform – eher die Positionierung selbiger als Werbeform findet er kritisch.
Die Ansätze regen zum Denken an und werfen die Frage auf, warum Kommunikation im Internet so zahlreich kostenfrei ist. Dies erinnert wieder an den ‘The Social Globe’ Gedanken – Social Media als Abodienst.
Was die Monetarisierung und Kennzahlen im Social Media Umfeld anbetrtifft, so kristallisiert sich ein Grundsatz heraus, der das Internet vom ersten Tag an gekennzeichnet hat: Beweist die Aktivität keine unmittelbaren Erfolg, so wird ihre Wertigkeit und ihr Nutzen sofort in Frage gestellt. Man frägt sich, warum Unternehmen Jahrzehnte lang Zeitungen buchten und deren Anzeigenausgaben nahezu nie hinterfragt wurden. Die Bürde des ‘Werbe-Web’ ist ihr ursprünglicher ‘Geburtserfolg: Alles ist trackbar.
Spot On!
Die moderne Form der Monetarisierungs-Metrik im Social Media Umfeld geht bewußt am klassischen Bewertungssystem der Onlinewerbung (Page Impressions, Unique User and Klickraten) vorbei. Was für alle ‘Social Medians’ von Nutzen sein wird und die gesamte Online-Industrie vor die Frage nach einer neuen, validen und sinnvollen Internet-Währung stellt. Letztendlich zählt der User, der ein Vertrauen, eine Begeisterung und eine individuell-spezifische Affinität zum einem Medium bzw. Social Media Profil hat. Dennoch muß allen Beteiligten klar sein, daß der klassische Marketingleiter und CMO immernoch die alten Metriken ganz vorne auf seinem Radar hat. Was dann wiedermal die Vermarktungs-Evangelisten vor eine langewierige und harte Aufgabe stellen wird, eine neue Internet-Währung bei Unternehmen und Agenturen zu etablieren.



