mediacoffee: Erkenntnisse der ‘Großen’ aus der deutschen Medienbranche

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Gestern abend habe ich mir selbst mal ein Bild gemacht, wie die ‘Großen’ der Print-Medienbranche mit der Krise umgehen. Und ich war gespannt, so versprach der Titel, auf die ‘Gewinner und Auslaufmodelle’ sowie Antworten auf die Frage ‘Wer profitiert von der Medienkrise?’.

Fazit: Der Gewinner wird die Onlinewelt, denn die Zeit (nicht die ZEIT) spielt für die digitale Welt…

Das interessant besetzte Podium mit Hans Werner Kilz (Chefredakteur, Süddeutsche Zeitung), Wolfgang Blau (Chefredakteur, ZEIT Online/Tagesspiegel.de), Dr. Dirk Ippen (Verleger, Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co. KG) und Markus Peichl (LeadAcademy) wirkte irgendwie lustig und ausgelassen auf den Zuhörer. Man traf sich eben auf einen Kaffee um über Medien zu plaudern… Und man war sich in einem einig: Der Mensch hat zukünftig immer weniger Zeit und deshalb muss man sich neue Medienkonzepte überlegen. Eine bahnbrechende Erkenntnis…?

Bestes Beispiel für die Ausgelassenheit der Referenten war eine Aussage von Hans Werner Kilz, der seine Leserschaft mit der seiner eigenen Redaktion verglich: “Die Leser der SZ sind so alt wie die Redaktion. (Publikum bricht in Lachen aus!) – ich verstehe nicht, was es hier zu lachen gibt”.

Nein, entweder die Panelisten haben hier nicht ganz verstanden, was derzeit in der Medienwelt los ist, oder sie wollten dem Publikum nicht die Wahrheit sagen und einfach nur ein wenig Lobbyarbeit leisten. Platitüden wie “Bloggen und Online sind kein Journalismus zweiter Klasse mehr”, “Wir haben schon graue Haare, wir haben schon viel erlebt, aber komplett verändert hat sich nichts” oder “Es ist eine spannende Zeit jetzt Journalist zu werden…” wurden entsprechend vom Auditorium belächelt. Ernst nehmen konnte man die Aussagen nicht…

Wolfgang Blau lag sicherlich richtig mit der Aussage, das Konzept der Zeitung stamme aus dem Industriezeitalter und sei ueberholt. Ob allerdings, wie Blau meinte, nur die Onliner überleben, die eine starke Printredaktion im Rücken haben, wage ich schwerstens zu bezweifeln. Denn Beispiele wie die Huffington Post und die komplette Umstellung diverser Verlage auf Online, allen voran die Webstrategie der New York Times scheinen in eine andere Richtung zu deuten.

Fasziniert hat mich, daß das Thema Monetarisierung nie wirklich diskutiert wurde. Ja, man erkennt, daß sich qualitativer Journalismus durchsetzen wird. Aber, wenn die BILD-Zeitung mit einer halben Größe (Tabloid-Format) auf den Markt gehen wird, ist das eher ein Zeichen, daß Produktionskosten gesenkt werden, denn das hier innovative Verlegerarbeit geleistet wird.

Oder wie Kilz es so treffend selbst formulierte: “Die Vertriebserlöse sind in diesem Jahr wahrscheinlich erstmals höher als die Anzeigenerlöse”. Dennoch glaubt Dr. Ippen immernoch an Print und will auch weiterhin in Print investieren. Liesst man seinen Twitter-Account glaubt man es sofort…

Immerhin hat man erkannt, daß die IVW auf den Prüfstand gestellt werden muß. Forderungen von Markus Peichl allerdings zu folgen, der neue Bewertungskriterien à la ‘emotional value’ von Zeitschriften jenseits von reinen Zahlen forderte, ist ein steiniger und glühender Pfad, der Medien nicht finanziert.

Denn: Wer schonmal ein Medium vermarktet hat, der weiß, daß Agentuen und Kunden nur ein Zahlensystem bei der Medienvermarktung verstehen.

Spot On!
Grundsätzlich frage ich mich, warum sich die ‘Großen’ der Medienwelt nicht endlich mal zusammensetzen und versuchen, ihre Vertriebserlöse online zu erhöhen, respektive die der Printversionen zurück zu holen. Denn wenn Kilz feststellt, daß “fünf gute Artikel in der SZ pro Tag zwei Euro rechtfertigen”, dann ist Paid Content -auch online- doch gar nicht soweit entfernt. Wenn die Qualität der Redaktion großer Medienhäuser mehr wert ist als die der z.B. Bloggosphäre (q.e.d), dann müssen sich die Großen eben zusammensetzen und ein Abo-Modell entwickeln, was einfach und leicht zu handhaben ist für den User. Ob man die zwei EUR am Kiosk oder im Netz los wird, ist dem User egal. Daß das Netz ewig kostenlos ist, kann aber dem Verleger nicht gleichgültig sein.

Ein Satz ging mir die ganze Veranstaltung durch den Kopf: Stell Dir vor es ist Krise und dennoch laufen die ‘Großen’ der deutschen Medienbranche immernoch ‘prind’* durch die Welt.

Und das obwohl in Amerika bereits mehr als 120 Printmedien im letzten Jahr dicht gemacht wurden, sagt man hier einfach: Was in Amerika passiert, kann man nicht 1:1 auf Deutschland projezieren. Doch kann man, wie die neusten PWC Meinungen und Zahlen zur Rezession in der Medienbranche zeigen.

Der Chefredakteur ist sicherlich nicht der Monetarisierungsexperte der Medienlandschaft, aber von langjährigen Experten der Medienbranche erwarte ich mehr als nur die Aussicht: Qualitätsjournalismus setzt sich durch.

*prind = print und blind

Werbewirkung von Werbeformaten im Web: Es zählt, was unterhält…

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Der Onlinevermarkter Tomorrow Focus hat die Ergebnisse der ‘AdEffects 2009′ veröffentlicht, welche die unterschiedlichen Werbewirkungsindikatoren für sechs verschiedene Werbeformate aus 13 Kampagnen zeigen.

Basis der Studie unter knapp 4.500 Nutzern ist eine Onsite-Befragung im Netzwerk der Tomorrow Focus. Etwas wenig aussagekräftig kommt das Ergebnis daher, welches besagt, daß alle Formate je nach Dimensionen ihre Stärken haben. Keines der Werbemittel wird durchgängig gut oder durchgängig schlecht beurteilt, so dass für jeden Anspruch, egal ob Performance oder Branding, das entsprechende Format auf die passende Weise wirkt.

Dennoch stellt die Studie mit einem Ranking der effizientesten Onlinewerbe-Banner auf, welches als Indikator bei der Planung von Mediakampagnen hilfreich sein kann. In sechs unterschiedlichen Kategorien konnten bis zu fünf Punkte gegeben werden, so dass ein Bannerformat unter dem Strich maximal 30 Punkte erreichen konnte:

1. Banderole Ad – 27 Punkte
2. Video Ad – 21 Punkte
3. Medium Rectangle – 15 Punkte
4. Skyscraper – 14 Punkte
5. Wallpaper – 14 Punkte
6. Super Banner – 11 Punkte

Das Banderole Ad gewann in fünf von sechs Kategorien mit der höchsten Punktzahl. Dennoch scheint es für Awareness nicht geeignet, wo es gerade mal mit dem Skyscraper auf einer Ebene liegt mit zwei erzielten Punkten. Es verwundert auch nicht, daß das Video Ad im Kommen ist und mit hohen Klickraten und guter Awareness hoch punktet.

Das Medium Rectangle erscheint neben der Banderole als das reponseträchtigste Format. Die Autoren der Studie bezeichnen das Banner als den ‘Allrounder’ bezeichnen – vielleicht wäre das ‘Aktivierende’ eine treffendere Bezeichnung gewesen. Auch wenn die Werte durchschnittlich positiv sind.

Spot On!
Generell gilt: Was unterhält, hat Aussicht auf Erfolg. Da unterscheidet sich die Internetwerbung nicht von der TV- oder Radiowerbung.

Dennoch ist die Begeisterung und Akzeptanz für Banner in der Nutzerschaft weiterhin nicht überwältigend (alle analysierten Banner-Formate erreichen gerade mal einen Akzeptanzwert von 3,36). Der Nutzer empfindet Banner immernoch als störend, akzeptiert aber inzwischen die Massnahme als Refinanzierungsmittel wie im Print, TV oder Radio auch.

Das Web ist eben nicht kostenlos und Banner sind immer noch die Monetarisierungsform Nummer 1. Ohne Werbung kann kein Medium langfristig existieren und dann bleibt dem Mediengeschäft wohl nur eine Zukunft mit Paid Content – und die werden dem User wohl auch nicht gefallen. Wer glaubt, daß Web 2.0 könne sich als werbefreie Zone etablieren, dem sei die Illusion hiermit genommen.

Die Ergebnisse sind aus B2B Sicht mit Vorsicht zu genießen, denn eine Unterscheidung zwischen B2B und B2C Zielgruppe muss bei der Auswahl der Bannerformate auf jeden Fall bei Kampagenplanungen berücksichtigt werden – und in der B2B Zielgruppe wage ich mal zu sagen, daß die Banerdole nicht angesagt ist.

Grundsätzlich decken sich einige Aussagen der Studie mit Ergebnissen einer weiteren Studie von AdTech.

Der gesamte Ergebnisband der Tomorrow Focus Studie ist hier einsehbar…

Studie: Mobiler User akzeptiert Werbung

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Eine aktuelle Studie der Mediaagentur Universal McCann lässt Hoffnung für die Monetarisierung des mobilen Webs aufkeimen. Nach der Befragung von 1.800 Nutzern des mobilen Internets ließ sich bei einem Drittel der Teilnehmer eine positive Reaktion auf die geschalteten Werbeanzeigen verzeichnen.

Die Ergebnisse im Schnellüberblick…
– 53% klicken regelmäßig auf Werbefelder
– 35% fordern sogar zusätzliche Informationen an
– 24% kaufen über ihr Mobiltelefon.

Diese mobilen ‘Klickraten-Ergebnisse’ scheinen den gegenwärtigen mobilen Hype als neuen Marketing-Kanal zu rechtfertigen – was sicherlich ein Erfolg der iPhones und Blackberrys ist, die den mobilen Web-Zugriff attraktiver und wertvoller erscheinen lassen.

Spot On!
Die Zahlen sollten aber mit Vorsicht genutzt werden. Der Zugriff auf das mobile Web erfolgt immer noch vorwiegend über Netbooks oder Laptops, denn 82% der Befragten nutzen das drahtlose Internet am Arbeitsplatz. Der positive Ausblick dabei ist: 81% sagen, das Mobilfunktelefon bei ihren Shopping-Touren stets dabei zu haben und das Internet als Informationsquelle und Orientierungshilfe in Anspruch zu nehmen. Es verwundert nicht, daß Pendler die mobile Nutzung positiv bewerten. Ob mit dem Handy oder mit dem Notebook – schnell kann hier das Wissen mti dem mobilen Zugang ein Update erfahren.

Monetarisierung und Metriken 2.0 – wohin geht die Reise?

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Das Thema Monetarisierung von Social Media ist in aller Munde. Twitter testet Werbung nach dem AdSense-Modell und vermeldet das zukünftige Angebot bezahlter Pro-/Corporate-Accounts. Auch Facebook und MySpace haben zwar grundsätzlich gute Umsätze und Vermarktungsansätze, aber ganz ohne Schwierigkeiten läuft auch dort die Monetarisierung nicht.

Die Erbringung eines Nachweises einer Leistung ist in allen Businesszweigen ein Muss, weshalb auch die Kennzahlen und die Messgrößen bei Social Networks -nicht nur hinsichtlich der Werbung- ein großes Thema bleibt. Über all diesen Gedanken steht die Frage: Was ist die Wertigkeit eines Social Media Profils und eines Social Networks im generellen?

In Deutschland befasst sich derzeit die AG Social Media mit dem Thema Messgrößen und Kennzahlen und hat auch bereits eine neue Internet-Währung für Social Media vorgestellt. Ein theoretisch guter Ansatz, der aufgrund der zahlreichen zu beachtenden Komponenten und Kennzahlen schwierig umzusetzen sein dürfte. Der werthaltige Input zwischen einem Twitter-Account, Facebook Profil und einem Blog ist zwar kein Quantensprung, aber dennoch immens.

Auf der CeBIT gab Oliver Schiffers, Head of Marketing Strategy and Analysis bei Sapient, Einblicke in die Zukunft von Messkenzahlen und Messgrößen – im Mittelpunkt soll zukünftig der Share-of-Buzz stehen, den man vielleicht am ehesten als ‘Kommunikationsdruck innerhalb der ‘individuellen’ Reichweite eines Profils’ bezeichnen kann.

Laut Schiffers wird sich Social Media also nicht an der klassischen Kennzahlen der Internet-Währung messen lassen. Entscheidend wird bei der Bewertung von Social Media Profilen eher sein: die Qualität des Profils, Relevanzmessung, inhaltliche Wertigkeit sowie die Nachhaltigkeit des Aktivitäten des Einzelnen bzw. des einzelnen Profils innerhalb der Social Networks.

Das Thema kostenpflichtige Accounts und Applikationen sieht Schiffers zukünftig nicht als Problem der Social Networks, sondern als valide Monetarisierungsform – eher die Positionierung selbiger als Werbeform findet er kritisch.

Die Ansätze regen zum Denken an und werfen die Frage auf, warum Kommunikation im Internet so zahlreich kostenfrei ist. Dies erinnert wieder an den ‘The Social Globe’ Gedanken – Social Media als Abodienst.

Was die Monetarisierung und Kennzahlen im Social Media Umfeld anbetrtifft, so kristallisiert sich ein Grundsatz heraus, der das Internet vom ersten Tag an gekennzeichnet hat: Beweist die Aktivität keine unmittelbaren Erfolg, so wird ihre Wertigkeit und ihr Nutzen sofort in Frage gestellt. Man frägt sich, warum Unternehmen Jahrzehnte lang Zeitungen buchten und deren Anzeigenausgaben nahezu nie hinterfragt wurden. Die Bürde des ‘Werbe-Web’ ist ihr ursprünglicher ‘Geburtserfolg: Alles ist trackbar.

Spot On!
Die moderne Form der Monetarisierungs-Metrik im Social Media Umfeld geht bewußt am klassischen Bewertungssystem der Onlinewerbung (Page Impressions, Unique User and Klickraten) vorbei. Was für alle ‘Social Medians’ von Nutzen sein wird und die gesamte Online-Industrie vor die Frage nach einer neuen, validen und sinnvollen Internet-Währung stellt. Letztendlich zählt der User, der ein Vertrauen, eine Begeisterung und eine individuell-spezifische Affinität zum einem Medium bzw. Social Media Profil hat. Dennoch muß allen Beteiligten klar sein, daß der klassische Marketingleiter und CMO immernoch die alten Metriken ganz vorne auf seinem Radar hat. Was dann wiedermal die Vermarktungs-Evangelisten vor eine langewierige und harte Aufgabe stellen wird, eine neue Internet-Währung bei Unternehmen und Agenturen zu etablieren.

News Update – Best of the Day

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Sometimes it gives you a great feeling to have foreseen some upcoming development… Twitter confirms plans on paid pro-accounts.

“Key point: Companies and individuals will always be able to use Twitter for free; the for-sale features will be add-ons.” says co-founder Biz Stone.

From the top 6 web-sites world-wide according to Alexa.com, there are 4 search engines and two sites that are not: YouTube.com and Facebook.com. Jamie Zoch did a random search engine keyword study, TLD, Hyphen and found two things: ‘.com domain names are a MUST’ and ‘Sub domains are nothing to sneeze at!’.

History as a lesson in primary school is ‘out’, Twitter, wikis and blogs are ‘in’ – at least if the UK education system will be starting the new curriculum. The Guardian published an article on the idea of a change in the English education system. In terms of educating children on the modern communication options and risks this is probably a good idea, but the question remains if this is not the parents’ job – and obviously history knowledge will suffer.

CeBIT 2009 – Webciety vs. Webciety

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Die Messe CeBIT 2009 ist gelesen. Also, wollen wir eine kleinen Rückblick wagen…

Was hat die CeBIT 2009 ‘getrieben’?
Viel Hoffnung auf Wachstum, viele Visionen und viel Wunschdenken.
Was steht geschrieben?
25% weniger Aussteller (4300 Unternehmen), 20% weniger Besucher (rund 400.000) und einen Tag weniger CeBIT 2010.
Was ist geblieben?
Fragen, Fragen, Fragen… meistens zum Thema und Konzept der Webciety

Webciety – Was war das nochmal?
Der Veranstalter Deutsche Messe hat es zur Chefsache gemacht. Web-Visionäre nehmen es dankbar auf. Vor der Messe zelebrieren die beiden Parteien im Schulterschluß das Kunstwort ‘Webciety’. Sie sprechen vom wachsenden Einfluss des Internets (Web) auf sämtliche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche des Lebens (Society). Ein Trend, der grundsätzlich natürlich nachweisbar ist und von dem sich Unternehmen Erfolg versprechen.

In der Businesswelt der CeBIT scheint dieser allerdings nicht wirklich angekommen zu sein. Was virtuell zwar in den Köpfen der Businessmenschen 2.0 verankert, sah sich auf der CeBIT einer realen, schwarzen ‘Stand-Barriere’ gegenüber. Und selbst die Hauptdarsteller der Themen um Social Networks, Blogging und Co. Facebook, Twitter, MySpace und XING blieben der Webciety fern. Und die Oberen dieser Firmen sprachen bezeichnenderweise teilweise eher auf der Global Conference der CeBIT.

Die Halle 6: Ort der Gegensätze
Wer sich an den Rand der Halle 6 stellte, dem erschloss sich auch schnell die unüberwindliche Hürde zwischen IT und Internet. Oder besser: zwischen Businessentscheidung und Internetbegeisterung. Von ‘Internet is coming home’, Slogan der Webciety, konnte da nicht wirklich die Rede sein – auch wenn man noch so viel über die Zukunft des Internets diskutiert. Dem Schlipsträger, oder ‘Grauanzugträger‘, schien das Wabenkonzept der Webciety wie eine kleines ‘Schwarzes Loch’ vorzukommen, in das er besser nicht eintauchen wollte. Das ‘Schwarze Loch’ Internet, vor dem viele Business-Entscheider sich fürchten, kam in Form einer dunklen unwägbaren Fläche daher – mit seinen 24 vermieteten Mini-Ständen, welche sich von 130 weiteren Webunternehmen umringt fanden. Weder Besucher noch Aussteller nahmen so richtig Notiz von der Webciety.

Spielvarianten von Webciety
Den meisten Messebesucher vermutlich entgangen, ist die Tatsache, daß es in der Halle 4 einen weiteren Webciety Bereich auf dem SAP-Stand gab. In diesem eher wissenschaftlichen Webciety Bereich war der Researchbereiches der SAP zuhause, der sich auf der CeBIT mit demselben ‘Buzz-Word’ platzierte und an einem kleinen Nebenstand seine ‘Dienstleistungen im Internet der Zukunft’ zelebrierte. Diesem komplexen Ansatz eines ‘Mehrwert durch Vernetzten, Automatisieren und Personalisieren’ liegt die Initiative THESEUS-Programm des Wirtschaftsminiteriums zugrunde.

In einem Exklusiv-Gespräch erklärte mir Dr. Joachim Schaper, Vice President EMEA, die SAP Definition von ‘Webciety’.

Dem gegenüber steht der oben beschriebene CeBIT Auftritt der Webciety durch die Follower des ‘Web-Avantgardisten’ und CeBIT-Webciety Initiator Sascha Lobo. Den Erfolg seiner Webciety beschreibt Lobo mir gegenüber wie folgt…

Welcher Part nun die Zukunft des Business und das Business der Zukunft prägen wird, wird sich zeigen.

Spot On!
Der Webciety Gedanke war generell eine gute Idee hinsichtlich der Awareness Generierung ‘Pro-Internet im Business’ – gerichtet an den Kreis der budgetmächtigen Entscheider. Gewirkt hat das CeBIT-Model nicht, weil sich ein ‘Schwarzes Loch’ nicht gut vermarkten, verkaufen und verstehen lässt. Selbst der Schwerpunkt der ‘klassischen’ Internetfirmen zog es vor, lieber im lichten Flur der Halle 6 die altbewährte Variante des Messeauftritts zu wählen, wie z.B. CoreMedia, Imperia, Intershop, Infopark oder Open Text. Nicht mal ein konkurrenzlos günstiger 10.000 EUR Messestand war ein Argument, Teil der Webciety zu werden. Nach dem geringen Zuspruch durch Managementbesucher ist das Konzept in dieser Form zukünftig fragwürdig. Es sei denn, die Monetarisierung des Internets soll weiter ohne umsatzbringende Silberlinge vorankommen…

Der Messeveranstalter ist mit der Idee der Webciety dennoch zufrieden: “Wir haben diesen Unternehmen eine Heimstatt geboten, die sie vorher nicht hatten”, erklärte CeBIT-Chef Ernst Raue und ergänzt “Alle Aussteller haben bereits jetzt für die nächste CeBIT zugesagt”. Irgendwie erinnern einen diese Aussagen des Veranstalters an jene nach Abschluss der ‘letzten’ Online Marketing Düsseldorf (OMD) vor einem Jahr. Den Ausgang bildete ein neues Konzept. Es besteht also noch Hoffnung…

PS: Aber auch eine SAP muss sich fragen, ob man weiterhin zukunftsweisende Projekt an ein Buzz-Word anlehnen will, welches wenige Businessentscheider angenommen haben.

News Update – Best of the Day

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Können Sie sich vorstellen, daß immernoch 44% kleiner Unternehmen keine Webseite haben, von denen 78% nicht mal 5% in Internetwerbung investieren? Ist aber so… wie Andy Beal aus einer Studie weiß.

Interessante Einsichten in den Schweizer Onlinemarkt und das Nutzungsverhalten der Schweizer Eidgenossen liefert persoenlich.com. Dabei geht der Beitrag Online-Shops vergolden Schweizer Nachrichtenportale noch nicht auf die verschiedenen Monetarisierungoptionen der Schweizer Businessmodelle im Web ein. So hielten sich die Ausgaben der Internetuser für Produkte und Dienstleistungen im Wert von rund 5,87 Milliarden Franken die Waage im Vergleich zu den Werbeausgaben – allerdings fielen davon nur zwischen 200 und 300 Millionen Franken für Online-Werbung ab (Analyse: PricewaterhouseCoopers Schweiz).

Wie integriert man Social Media ins Produktmarketing? Jeder will wissen, wie man mit Social Media aus professioneller Sicht anfängt. Alle wissen, daß es hilfreich sein kann. Aber wie man einen Anfang macht, wissen die wenigsten. Hutch Carpenter weiß bescheid und gibt in seinem Post zahlreiche gute Ansätze.

News Update – Best of the Day

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Krise oder Wechsel? Wenn auch etwas seltsam überschrieben… Harvard Business Review beleuchtet die 20 ‘Durchbruchsideen’ für 2009. Dennoch unbedingt lesenswert

Für Twitter wurden schon einige Vermarktungsansätze angedacht. Aber das ist mal neu: ein Contest, der 11 Businessmodelle für Twitter aufgetan hat. Bleibt abzuwarten, welcher davon umgesetzt wird…

Marken müssen sich neu definieren und Taten folgen lassen. Manche haben das schon getan und setzen auf die totale Transparenz: Best Buy mit ‘Best Buy Conntect‘ und ist ein öffentlich sichtbarer Social Media Aggregator der Social Media Aktivitäten der eigenen Mitarbeiter. ethority weiß mehr…

News Update – Best of the Day

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- Einen sehr interessanten Einblick für Unternehmensverantwortliche über die Do’s zur Nutzung von Social Media Networks liefert der Beitrag von Shawn McCarthy ’16 Rules for Using Social Media Networks’. Er gibt dabei hilfreiche technische Tips sowie unternehmensstrategische Hilfestellung hinsichtlich Guidelines und der Frage: Person oder Brand, wie präsentiert das Unternehmen sich innerhalb der Networks?

– Wie man mit Blogs Geld macht, zeigt das Beispiel Glam. Das amerikanische Blogkonzept scheint zu funktionieren und wirft offensichtlich auch Profit ab. Wie das geht? Man macht einfach aus gut laufenden Blogs eine ‘Vermarktungs-Community’ und bringe deren Post’s auf einer Plattform zusammen. So entsteht ein zentrales Vermarktungs-Netzwerk von Blogs, an dem die Blogger an den Umsätzen beteiligt sind, schreibt die FAZ Online.

– Auch Facebook hat mal wieder einen Weg gefunden, Geld zu machen: mit den User-Daten. Die 150 Millionen User Datenbank soll Firmen als Marktforschungstool dienen. Mittels Targeting wird Facebook zielgerichtete Produkt-Marktforschungen an User adressieren. Zugpferd sind Engagement Ads, die auf der Homepage eingesetzt werden, welche wie eine Art Schneball-System bei eigener Teilnahme an den Umfragen die eigenen Kontakte mit Marktforschungen beglücken – weitere Hintergründe liefert ReadWriteWeb.

News Update – Best of the Day

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- Basic Thinking ist verkauft: 46.902,- EUR hat das Blog gebracht. Der Käufer stellt sich auf seinem neu erkauften Blog auch gleichmal vor: Thomas Strohe, Gründer von Serverloft. Robert Basic ist zufrieden und nimmt ebenfalls in einem kleinen ‘PS.’ Stellung.

– Es wurde viel diskutiert über die Finanzierung- und Monetarisierungschanen von Twitter. Nun sieht es so aus, als ob Licht in die Kassen des Mico-Blogging Anbieters kommt. ‘Freunde kaufen für 1 US Dollar’ ist der neue Revenue-Stream. Über die neue Idee schreibt ausführlich ReadWriteWeb. Ein Muss für Twitter-Fans… Wenn die Idee gut ist, muss Twitter einen richtigen Businessnutzen haben. Sagt uns diesen in unserer Umfrage.

– Burger King muss bei Facebook seinen Hut nehmen. Nachdem ein Widget (82.000 Nutzer) mit einem kostenlosen Whopper winkte, wenn man einen seiner Freund löscht (über 233.000 wurden daraufhin entfernt!), hat das Facebook Management nun auf die Kampagne reagiert. Techcrunch veröffentlicht die Begründung:

“We encourage creativity from developers and brands using Facebook Platform, but we also must ensure that applications follow users’ expectations of privacy. This application facilitated activity that ran counter to user privacy by notifying people when a user removes a friend. We have reached out to the developer with suggested solutions. In the meantime, we are taking the necessary steps to assure the trust users have established on Facebook is maintained.”

Vielleicht hat Facebook jetzt wie Twitter ein sinnvolles Businessmodell gefunden – zumindest wird schon von Joe Budde gemutmaßt – und Zeit zum Geldverdienen wird es auch langsam. Ob 2009 das ‘Year of Twitter’ wird? Matt Rhodes diskutiert den Gedanken hier.

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