Studie: Die Unternehmens-Webseite hat noch nicht ausgedient

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Welches Informationsverhalten zeigen Medienvertreter, Finanzanalysten, Investoren oder auch Jobsuchende im Web? Kann die Facebook Fanpages in Zukunft die Webseite werden? Oder wie? Die Studie „Vom Website-Betreiber zum Multi-Channel Manager“ von Virtual Identity hat mit einer Online-Umfrage untersucht, welche Informationsbedürfnisse und Mediennutzungsgewohnheiten über 5.000 Personen haben.

Die Studie bestätigt mich im Wissen, daß in der Phase der Neuorientierung die allgemeinen und traditionellen Plattformen, sprich etablierten Medien wie Suchmaschinen, Unternehmens-Websites oder Online-Fachzeitschriften immernoch (und vermutlich auch noch lange) erste Anlaufstelle zur Informationsaufnahme sind.

Interessanterweise nehmen Blogs in ihrer Bedeutung bei der Informationsvermittlung immer mehr zu. Dennoch zeigen neuste Umfragen, daß das Bloggen auf privater Ebene abnimmt und auf professioneller beruflicher Ebene im Sinne eines erweiterten Marketing-Channels zulegt. 34% der U.S. Firmen nutzen derzeit Blogs für Marketingzwekce und eMarketer rechnet mit einer Steigerung auf 39% in 2011 und 43% bis 2012.

In der Phase der Evaluierung und des Erstellens der Shortlist bei einem Einkaufsprozess stellt die Relevanz der etablierten Unternehmensmedien -Brand Websites- weiterhin eine starke Bedeutung dar, was ich jetzt mal auf die B2C Industrie beziehen würde. In der B2B Welt stellt sich dies erfahrungsgemäß anders dar. Die Meinung der „Peers“ ist entscheidend, wird hier via Blogs oder Wikis vertieft und dann in Social Networks verifiziert. Kaufentscheidungen werden meiner Erfahrung nach dort auch rückversichert.

Insofern liegt meiner Meinung nach Frau Dr. Nadja Parpart, Director Consulting bei Virtual Identity, richtig, wenn sie meint dass…

„Im Kontext der heutigen, stark ausdifferenzierten Medienlandschaft muss sich die Unternehmenskommunikation einem verschärften Wettbewerb der Aufmerksamkeit stellen. Dies erfordert neue thematische, mediale wie auch organisatorische Strategien auf Seiten der Kommunikationsverantwortlichen. Kommunikationsverantwortliche, die in der Vergangenheit als Website-Betreiber erfolgreich waren, werden sich zukünftig eher als flexible Information Broker und Multi-Channel-Manager positionieren müssen.“

Weitere Erkenntnisse zum Informationsmehrwert von Unternehmenskomunikation…
– Informationen zu Produkten (92%) wichtiger als zu Dienstleistungen (71%)
– Finanzanalysten halten Geschäfts- und Zwischenberichte für (sehr) wichtig (81%), aber nur 52% der Investoren nutzen Unternehmenswebsites für die Recherche und den Vergleich von Anlageoptionen
– Medienvertreter nutzen Blogs (40%) und Foren und Fach-Communities (39%) bei der Themenfindung
– 51% der Mitglieder in Verbänden und Interessengruppen nutzen die Unternehmenswebsite zum Kennenlernen eines Unternehmens
– Zur Stelensuche nutzen 70% der Jobsuchenden Unternehmenswebsites

Spot On!
Die Hauptmessage ist dennoch, daß der User sein Verhalten verändert. Elemente für Multimedialität, Flexibilität und Vernetzung von Informationsangeboten muß dem User bei der Informationsvermittlung geboten werden. Der Informationsbedarf wächst und der User ist gegenüber neuen Informationsquellen – nutzergenerierten Medien, aber auch Videos sowie mobilen Medienanwendungen – aufgeschlossen. Eine These, die ich schon lange vertrete, ist, daß Foren und Communities sowie Social-Bookmarking-Dienste in der Phase der Detailrecherche steigende Relevanz gewährt werden muß aufgrund des Wertes für SEO-Massnahmen. Endlich weist auch diese Studie ansatzweise darauf hin (Abbildung 6).

Die gesamte Studie ist kostenlos hier erhältlich.

Das Ende der mobilen Internet-Flatrate und die endlose Mär vom Durchbruch des mobilen Internets…

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Das mobile Internet hat den Durchbruch geschafft… Das sagt der BITKOM und begründt es mit einer repräsentative Forsa-Umfrage. Schließlich nutzen 10 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Internetdienste via Mobiltelefon, was 17% aller Handybesitzer in Deutschland entspricht. Und 4 Millionen nutzen regelmäßig Apps als Zugang. Die anderen sehen die Massennutzung dagegen noch nicht. Noch Anfang des Jahres sagte Accenture in seiner „Mobile Web Watch“ Studie eher einen Durchbruch auf Raten vorher. Als Begründung führt man an…

„Das mobile Internet hat es geschafft, sich im Alltag seiner Nutzer zu etablieren – und steht vor der nächsten großen Herausforderung, nämlich durch attraktive Preisgestaltung und durch interessante Angebote neue Nutzer für den Einstieg in das mobile Internet zu begeistern.“ Dr. Nikolaus Mohr, Ann-Kathrin Sauthoff-Bloch, Partner, Communications & High Tech, Accenture

Den richtigen Durchbruch haben auch die UMTS Technologie nicht leisten können. Schließlich steht mit LTE (Long-Term-Evolution) bereits ein neue, leistungsfähigere und schnellere nächste Generation eines mobilen Netzwerks in den Startlöchern. Und auch wenn die Smartphones eine neue Ära in der mobilen Internetnutzung eingeleitet haben, scheint die Zukunft des mobilen Webs nach Meinungen von Fittkau & Maaß erst ganz am Anfang zu stehen.

Auch in dieser Studie wird deutlich, das die fragwürdige Transparenz der Kostenstruktur ein grundsätzlicher Hinderungsgrund für die zukünftige Massennutzung ausmacht. Ob der Mobile World Congress dann in München, Köln oder Barcelona stattfindet, wird das Problem der Preisfrage nicht grundsätzlich beeinflussen.

Am User hängt es also mal wieder. Er soll, aber will nicht. Und nutzt er erstmal das mobile Internet im Ausland, ist gleich alles zu spät. Da wird der Geldbeutel schnell leer. Mit dem Thema Daten-Roaming läßt Marcus Rohwetter von der ZEIT zurecht einen Appell an die „Halsabschneider“ ab und kritisiert, daß die Inanspruchnahme des Versprechens der grenzenlosen Mobilität nur unter Inkaufnahme der Privatinsolvenz möglich sei. Das Gefühl habe ich auch, wenn ich im Ausland unterwegs bin und nach ein paar Minuten der Nutzung eine SMS eintrudelt. „Ihr Limit von XXEUR (je nach Anbieter und Tarif unterschiedlich) ist aufgebraucht.“ Das Kostenspiel mit wenig Gegenwert nervt. Deshalb wird die Forderung laut: Wir brauchen eine globale Flatrate!

MOMENT…! Die Frage ist, ob es die mobile Internet-Flatrate überhaupt noch zukünftig geben wird… egal ob global oder lokal.

Die mobile Internetnutzung stellt die mobilen Internet-Provider nämlich vor eine Traffic-Problem. Wo früher nur wenige Kunden ein Mobiltelefon hatten, war das Datenvolumen in den Netzen der Mobilfunker überschaubar. Heute ist weltweit bereits jedes fünfte verkaufte Handy ein Smartphone-Typus (Quartal 2 2010 gingen über 60 Millionen neue Smartphones live). Die Datenabnahme wächst und die Provider stellen sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Der iPad (oder auch andere Netbooks) wird seinen nicht unerheblichen Beitrag hierzu leisten.

Und deshalb sollen jetzt die mobilen Flatrates wieder abgeschafft werden. Zumindest nach Vorstellung von 391 Managern aus der Mobilfunkbranche, die in einer Umfrage „Mobile Challenges Survey 2010“ der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer (durchgeführt von Economist Intelligence Unit) ihre Meinung kundtun durften. Wenn 55% der Manager die herkömmlichen, volumenabhängigen Preise für eine Antwort halten, muß man sich fragen, wie der Durchbruch geschafft werden soll. Die Transparenz der Festpreisangebote im Mobilfunk werden demnach weltweit an Bedeutung verlieren.

So sehen rund die Hälfte befragten Mobilfunkmanager die Entwicklung neuer Tarifmodelle als eine der wichtigsten Herausforderungen. Dem stimmen wir mal ganz feste zu. Aber nicht, indem man einen Rückschritt macht in die alte Welt der intransparenten Roaming-Abrechnung, sondern hin zu einer Tarifentwicklung, wie sie sich auch im Festnetz-Telefon durchgesetzt hat.

Die mobile Internet-Flatrate abzuschaffen, ist als wolle man den Durchbruch des mobilen Internets nicht wirklich. Und diese Entscheidung würde auch die Popularität der Smartphones und mobilen Internet-Devices schwer mindern.

Oder wie seht Ihr das?

Studie: Bewertungen treiben Online-Shopping an

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Die aktuelle Studie „netz98 fragt nach – Einfluss sozialer Elemente im E-Commerce auf das Kaufverhalten“ des Marktforschungsunternehmens eResult GmbH im Auftrag der Internetagentur netz98 new media GmbH besagt, daß für fast 50% der Internet-Kunden Bewertungen und Empfehlungen anderer Kunden ein wichtiges Argument sind, überhaupt online einzukaufen. Gegenüber dem traditionellen Shopping biete Online Shopping mit dem Zugriff auf die Meinungen unabhängiger Verbraucher einen klaren Mehrwert.

Bei aller Euphorie sind Bewertungsmöglichkeiten für die meisten User kein zwingendes Element, wenn auch ein wichtiger Baustein eines Online-Shops. 70% sehen es nicht negativ, wenn die Bewertungskriterien in einem Online-Shop fehlen. Man möchte anfügen, das die Gefahr auf ein anderes Portal zu wechseln, wo Bewertungskriterien angegeben werden, dennoch durchaus gegeben ist. Und von dort zum Kauf ist es dann nicht mehr weit… Die Frage wäre also, was ist entscheidender für den finalen Kauf. Die Bewertungen oder das Vertrauen in den Shop?

Die Frage beantwortet sich teilweise mit den Rezensions-Optionen, die für mehr als ein Viertel der Befragten wichtig sind. Diese Nutzer weichen im Zweifel auf andere Online-Angebote aus, die diese Funktionen bieten. Denn: Wenn 45% der Teilnehmer angeben, Produkte oder Dienstleistungen sogar regelmäßig zu kommentieren oder zu bewerten, dann sollten Shopbetreiber dies Ernst nehmen.

Der Sharing Trend ist hingegen verhalten. Nur von etwa 10% werden die Weiterleiten Funktionen wiederholt genutzt. Frauen (13%) nutzen sie mehr als Männer (9%).

„Wir halten es für sehr wichtig, uns auch wissenschaftlich und quantitativ mit dem E-Commerce zu beschäftigen. Viele aktuelle Fragestellungen können eben nur die Nutzer selbst beantworten. Davon profitieren nicht zuletzt unsere eigenen Kunden – denn die Ergebnisse der Studie fließen unmittelbar in unsere tägliche Arbeit ein.“ Tim Hahn, Geschäftsführer, netz98

Spot On!
Interessant ist aber auch ein weiteres Ergebnis. Nahezu 40% der Befragten können sich vorstellen, unmittelbar in einem sozialen Netzwerk über eine Shopping App einzukaufen. Mit einer Einschränkung… Der Shop, bei dem eingekauft wird, muss dem Käufer bekannt und vertraut sein. Wer also eine App baut, sollte bei der Konzeption mit Check-out sowohl vertrauensbildende Maßnahmen (z.B. Gütesiegel) als auch die transparente Darstellung des übergeordneten Shops klar kenntlich machen.

Social Media oder die Qual der Wahl

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Wir haben gestern einen Ausflug gemacht. An den Tegernsee, denn wir lieben die Bergregion um München. Schöne Berge, traumhafte Natur und auf den Almen immer nette Menschen und leckeres Essen. Aber eine Sache macht uns immer wieder zu schaffen. Die Qual der Wahl… Die Qual der Wahl, welche Hütte wir diese Wochenende „bewandern“. Welchen Weg wir nehmen sollen. Oder, welches Essen uns wohl am meisten ansprechen wird, wenn wir oben auf dem Berg angekommen sind. Und selbst wenn wir es wissen, lesen wir die Karte und sehen immernoch vor der Entscheidung … oder haben weiterhin die Qual der Wahl.

Eine große Auswahl zu haben, ist eine schöne Sache. Man könnte sagen, ein Luxusproblem… Aber wie auch schon Miriam Meckel in ihrem Buch Das Glück der Unerreichbarkeit klar macht, ist die Qual der Wahl eine unserer größten Herausforderungen der Zukunft. Viele Sachen stimulieren uns, viele Sinne rühren uns, viel Auswahl verwirrt uns. Ohne Filter wird alles zu einem einzigen Chaos.

Wir lieben es Karten zu lesen, die eine große Auswahl bieten und soind enttäuscht, wenn die Karte nur klassische Breotzeit offeriert. Es sei denn auf der Hütte, wo die Brotzeit zu einem kulinarischen Highlight avenziert. Und wie es immer so ist, scheint der Hunger und die Begeisterung größer als das Bedürfnis. Die Qual der Wahl wächst…

Warum erzähle ich das alles?

Manchmal möchte ich nicht in der Haut von den Leuten stecken, die ich so berate oder beraten habe in den letzten Wochen und Monaten. Social Media Marketing scheint einen ähnlichen Effekt auf Marketing-, PR-, HR- und Customer Service Manager zu haben.

Die Qual der Wahl stapelt sich für sie in Form von zahlreichen Fragen…

– Nutze ich Social Media überhaupt? Eine Wahl, die eigentlich keine mehr sein sollte…
– Bleibe ich besser bei meinen Leisten und erklimme nicht die Höhen und Tiefen der modernen Medien?
– Welche Kommunikationmedien nutzt meine Zielgruppe (am liebsten und in 5 Jahren noch)?
– Welche Plattform schmeckt mir (Benutzerfreundlichekeit, Usability, Technik) am besten?
– Welche Plattform oder welche sozialen Medien ist/sind für mich zielführend?
– Kann ich eine Strategie, die meisten meinen eher eine taktisches Vorgehen, eines Mitbewerbes adaptieren?
– Geht die Geschäftsführung d’accord mit einer unstrategisch wirkenden Trial-and-Error Phase?
– Welche Tools, Taktiken und Trends nutze ich um meine Botschaften anzubringen?
– Wie und womit hört man eigentlich am besten in die Zielgruppe rein?
– Wie kommunizire ich und mache die Marke menschlich?
– Mit welchen Techniken oder Apps erhöhe ich meinen ROI-Output?

Die Qual der Wahl ist wie ein unbewanderter gebirgiger Waldweg. Man muß sich ab des Weges der Konformität wandern und testen, wenn man dann doch mal mit Ruhe einen klaren und zielführenden Gedanken fassen will.

Ein paar grundsätzliche Fragen, die man sich machen sollte…

– Wer ist meine Zielgruppe und wie ist sie im Social Web heute und morgen unterwegs (Baby Boomers, Gen X, Gen Y, Gen Z)?
– Wann soll mein Auswahl Erfolg zeigen? Deklinieren Sie vom kleinsten gemeinsamen Nenner der Unternehmensziele (Markenbildung, Engagement, Leads, Umsatzzahlen…
– Was schränkt mein Vorgehen (One-Voice Policy, Kunden Status Updates, Kommentare oder Posts) mit den sozialen Medien aufgrund business-strategischer Vorgaben ein?
– Warum scheinen soziale Medien für meine Zielgruppe am aussichtsreichsten? Eine gute Analyse der Erfolgssäulen gehört vorangeschaltet, um Kosten, Personalaufwand und sonstige Resourcen abschätzen zu können…
– Wie setze ich die sozialen Kommunikationskanäle Blog, Twitter, Faceboook, Youtube oder XING/LinkedIn zukunftsträchtig als Informationsmedien auf, wer testet und wer optimiert? Wie kann hieraus ein steter Prozess entstehen?

Vielleicht bietet der Post eine Leilinie zur Entscheidungshilfe. Falls nicht, sagen Sie mir, wie sie mit der Qual der Wahl umgehen oder umgegangen sind. Die Diskussion ist eröffnet…

Soziale Netzwerke: Markenfreunde treiben Lieblingsmarken

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Soziale Netzwerke sind weiterhin einer der führenden Kanäle für Kunden, um mit ihrer Lieblingsfirma oder -marke auf dem Laufenden zu bleiben. Eine neue Studie von Invoke Soultions zeigt nun, daß Social Networking dank der Markenfreunde, ich bezeichne sie gerne als Brandvangelist, die Firmen antreibt, sich in Social Media zu engagieren.

Die Studie besagt, daß 65% der Social Netzwerk Nutzer mindestens einer Firma oder einer Marke folgen auf Facebook. Schon 47% geben an, schonmal einen Kommentar auf einem Fanpage-Profil einer Firma hinterlassen zu haben und 31% der Social Networking Nutzer folgen den Twitter Accounts einer Marke bzw. einer Firma nach den Studienergebnissen von Invoke.

Diejenigen, die einer Marke auf Twitter folgen, sind aktiver, engagierter und bringen ihre Lieblingsmarke schneller in Schwung, wie die Studie besagt. 68% dieser Nutzer kommentieren auf Firmenseiten, 47% schreiben Kommentare auf ihren Facebook Seiten und 25% bloggen oder schreiben Tweet über Marken. Diese Aussage deckt sich mit einer Studie, die gestern von ExactTarget publiziert wurde.

Spot On!
Das Düsseldorfer Marktforschungsunternehmen Innofact hat erst kürzlich festgestellt, daß auch werbliche Botschaften von Social Netzwerk Nutzern außerhalb von Social Communities stärker angenommen werden. 80% besagen, daß sie Fernsehwerbung wahrnehmen und 63% sogar Außenwerbung. Dies steht im Gegensatz zu den Nicht-Aktiven in sozialen Netzwerken, die in der Regel um 20 Punkte darunter liegen. Facebook treibt den Markenaufbau an. 28% der Befragten sagen, dass der Kontakt zu Marken auf Facebook das Markenimage verbessert hat. Kein Wunder, daß wir anzeigen, wie die von Adidas sehen, die nicht mehr die Homepage sondern den Facebook-Auftritt der Marke bewerben.

Wie man aber die Aussage zu werten hat, daß Werbung in Social Networks eher schlecht wegkommt, wenn nur 20% diese wahrnehmen, ist ein diskussionswürdiger Punkt. Denn in meinen Augen verwischen bei vielen Aktionen „redaktionelle Bereiche“ und „Advertising“.

Oder wie seht ihr das, wenn im Status Update mal Kommunikation getrieben wird und dann auf einemal ein Gewinnspiel auftaucht?

Studie: Hierachie in Social Networks

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Die aktuelle Studie „Social Network Hierarchies and their Impact on Business“ von Bridge Ratings bestätigt eine Theorie, die ich schon seit einigen Wochen in Vorträgen vertrete. Die Nutzung von sozialen Netzwerken hängt sehr stark von einer alterabhängigen, stufenleiter-orientierten Hierachie (oder Evolution?) der User ab, die sich mit dem Alter und Wissen verändert.

Kurz gesagt, macht die Studie unter 2322 Personen im Alter zwischen 6 und 54 Jahren eins klar: Für jedes Alter gibt es einen bestimmten Typus von Social Media und Social Networks sowie eine entsprechende Hierarchieordnung von Social Netzwerk Nutzertypen.

Vor allem bei der Nutzung durch die Generation X und Generation Y zeichnen sich hierbei besondere Unterschiede ab. Aber auch in den Generationen bis 54 Jahre lässt sich dieser Trend beobachten. Das Marketing Verhalten bei der Adressierung der Zielgruppen ist entsprechend anzupassen, folgern die Studienmacher.

Mädchen im Alter zwischen 6-17 Jahren beginnen vorwiegend mit der Nutzung von Seiten wie Club Penguin, Poptropica and Stardoll. Über die Jahre hinweg geht die Nutzung dann in Twitter oder Spieleseiten wie Habbo über, was einem Aufstieg in der Nutzungshierarchie gleichzusetzen ist.

Obwohl man meinen könnte, daß auch sie Seiten wie Facebook und MySpace nutzen, so zeigt sich, daß Freunde zwar im Lebensmittelpunkt stehen, aber mittels anderer Netzwerktypen kommuniziert wird. Die Nutzung dieser führenden Social Networks unter 35-54 Jährigen ging um 25% im Vergleich zum Vorjahr nach oben.

Ein Test bei einer Radiostation, die mit ihren Marketingaktivitäten die Hierachie Muster beachtete und anwand, belegt die Hierachie-Theorie. Die Station promotete regelmäßig die Seiten mit Gewinnspielen und Kunden-promotions. Das Ergebnis: In allen Bereichen stieg die Response und/oder Teilnahme um nicht weniger als 25%. Dies belegt -nebenbei bemerkt- auch die Wichtigkeit von Outbound für Inbound Marketing.

Bei den 18-24 jährigen jungen Damen steht das Hochladen von Produkt-orientiertem Inhalten (45%) hoch im Kurs. Dies lässt sich auch leicht an der Begeisterung für das Bloggen nachvollziehen, bei dem das Thema „Trends setzen und finden“ eine nicht unerhebliche Stellung einnimmt.

Daß junge Erwachsene selbstbewußt ihre eigene Meinung vertreten und ihre Fähigkeit diesbezüglich nutzen, zeigt sich als eine der Haupt-Charakteristiken durch die ganze Studie. Vor allem wird dies ersichtlich aus ihrem Verhalten hinsichtlich ihres Markenbewußtseins. Mehr als ein Drittel (35%) haben sich in einem Internet Forum oder einem sozialen Netzwerk über ein Produkt oder eine Marke in den letzten Monaten geäußert. Fast 40% haben online ein Produktmeinung geschrieben.

Junge Männern zwischen 18 und 28 Jahren zeigen sich als Multiplikatoren von Produkt-Informationen – 76% haben derartige Informationen weitergeleitet. Sie gelten als die Markenexperten, denn 54% haben auf Onlinewerbung geklickt und sogar 38% haben sich Werbung vor einem Videoinhalt angesehen.

45% laden regelmäßig Werbung oder Produktmeinungen (und Clips) auf Social Networks oder Videoseiten hoch. Ein Drittel hat in Foren über Marken gesprochen und ein gleicher Prozentsatz kommuniziert über markenbezogenen Inhalte auf Instant Messenger oder sozialen Netzwerken.

Spot On!
Die Studie zieht folgende sechs Schlüße aus den Ergebnissen, die spezielle Aufmerksamkeit verdienen (sollten) bei sozialen Marketingaktivitäten:

1. Soziale Seiten targeten, wenn spezifische Konsumenten erreicht werden sollen. Nicht alle Konsumer nutzen soziale Netzwerke auf die gleiche Weise.
2. Laser-fokussierte Produktbotschaften, verschlüsselt an den Lebensstil des Targets zu richten, sind kritisch.
3. Jede Konsumentengruppe und Seite wird begrenzte Wiederholung von Botschaften tolerieren.
4. Begrüßen sie die Hierarchie durch die jede Gruppe reist während ihre sozialen Netzwerk-Fähigkeiten und Erfahrung wachsen und sich verbessern.
5. Staffeln sie Hierarchie Botschaften um den effektivsten Responseraten zu erzielen.
6. Social Networking Kampagnen in Flights abfeiern.

Die Studie liefert einige gute Erkenntnisse. Was denkt Ihr darüber? Decken sich Eure Erfahrungen mit den Ergebnissen?

5 strategische Ansätze, warum Marken eine mobile App benötigen

12.04.2010 von  
Kategorie Mobile Business

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Zahlreiche Unternehmen stellen sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, eine mobile App programmieren zu lassen. Ob dabei unbedingt der Kundennutzen oder eher die kommerziellen Interessen im Vordergrund stehen, sei mal dahingestellt. Fakt ist: Die mobilen Apps und das mobile Web (Studien-Ausblick bis 2015) bekommen, nicht nur durch den kürzlichen iPad Hype, zunehmende Aufmerksamkeit in der breiten Masse der Prosumer.

Allerdings sind die Apps als Zugangsvehikel zu Unternehmens Content nicht ganz unumstritten. Manche Insider disuktieren über die App Economy und sich sind uneins, ob Apps als perfide Content-Zensur gesehen werden soll oder höhere Benutzerfreundlichkeit liefert. Andere dagegen frage sich, wie man diese in die Plattformstrategie einbindet. Und die App-Developer sind -laut einer Studie von Appcelerator– immer mehr interessiert an Android Entwicklung denn an iPhone oder iPad App. Eine andere Studie belegt, daß das Nutzungsverhalten von Apps durch den User auf beiden Systemen vergleichbar ist.

Die Diskussion über die Relevanz, Notwendigkeit und Nachhaltigkeit von mobilen Apps wird sicherlich noch lange andauern. Der Hype hingegen ist nicht zu verkennen. Und ganz schnell könnte man als Unternehmen zu dem Ergebnis kommen, man sollte es einfach mal machen. An erster Stelle sollte bei allen Überlegungen der Kunde stehen. Schließlich will man den ja auch weiterhin mit seinen Produkten und Services beglücken will.

In den letzten Tagen sind bei mir 5 Gründe eingefallen, warum ein Unternehmen durchaus eine mobile App für seine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung als startegische Massnahme einsetzen sollte.

1. Trendsetter
Innovationen sind der Treibsand für die Zukunft einer Marke. Geht die Strategie eines Unternehmens in die Richtung der Vorreiterstellung bei Markteröffnung und -entwicklung, wird die mobile App den standesgemäßen Erwartungen intern wie extern nahezu gleichgesetzt. Ist die Außenwahrnehmung durch die Kunden der Strategie entsprechend, wird kein Unternehmen auf den permanenten Zugang zum Kunden verzichten wollen. Zumal das Unternehmen alle Neuigkeiten dem Kunden jederzeit und an jedem Ort je nach Wichtigkeit kurz und bündig mitteilen kann – ohne Ablenkungsmöglichkeiten, die das Web 2.0 nunmal bietet. Aber nur wer sich auch als Trendsetter fühlt, verfolgt die Neuerungen einer Marke (nahezu) in Echtzeit.

2. Brandsetter
Der Erste und Beste zu sein, ist im Echtzeitweb ein Wettbewerbsvorteil (siehe Dell, Starbucks oder Spreadshirt). Es garantiert PR-starkes Feedback der Social Web Gemeinde und den gewünschten Buzz-Effekt. Im stark umkämpften Mitbewerbsmarkt müssen Marken stärker auf ihre Präsenz und Nachhaltigkeit achten bzw. dieser frischen Nachdruck verleihen. Die Omnipräsenz und Wirkungsstärke der Marke beim (potentiellen) Kunden kann mittels mobiler Apps optimiert werden. Gerade im Consumer-Engagement geprägten Markt, habe ich oft die Frage gestellt bekommen: „Hast Du mal wieder eine gute App gefunden?“ Sobald ich diese zeige, wird sie auf dem eigenen Device installiert, gestestet und erhält (manchmal) eine Bewertung. Schnell kann sie im Ranking steigen und die gewünschte Marken-Aufmerksamkeit durch die App-Economy generieren.

3. Fansetter
Der Prosumer ist aufgrund der Austauschbarkeit von Marken, Produkte und Services (Preiskampf!) wechselwilliger denn je. Was Facebook mit seinen Anzeigen den Unternehmen bietet, ist die App für den mobilen Nutzer. Eine für die Marke geschlossene Umgebung, in der sich Unternehmen auf das Wesentliche konzentrieren. Wer als Kunde seine Marke liebt, wird sich mit ihr beschäftigen (selbst Flyer und Kataloge werden heute noch genutzt!) und will die Neuerungen als Erster wissen. Hatte früher Nokia aufgrund von Symbian die Nase vorn, so hat das iPhone den Handymarkt revolutioniert. Android hat nachgezogen und bietet gute Aussichten für die Zukunft. Schnell ändert sich die Wahl des Handies. Wer seine Fans behalten will, kann nicht umhin für alle Handyplattformen seine App anzubieten. Zumindest wenn man seine Fans nicht im mobilen Web verlieren will.

4. Standardsetter
Wer die Vorreiterstellung im Markt übernehmen will, muß Standards setzen. Er stellt Regeln (Standards) für Abläufe und Prozesse für die Branche auf bzw. stellt und schlägt diese dem Mitbewerbsmarkt vor. Schnell ergeben sich hieraus allgemeingültige Vorschriften, die konvergente Märkte bedienen und somit die Marke stärken. Das gilt für die Kommunikation, in der Produktentwicklung und im Kundenservice. Auch wenn man aus den Fehlern der Mitbewerber lernen und eigentlich erstmal mit der Entwicklung einer App abwarten kann, kann man aber auch selbst Standards für den Mitbewerb setzen. Das entspricht dem Web 2.0 Grundgedanken. Da ist nicht gleich alles optimal. Wenn etwas fehlt, wird es optimiert, nachjustiert und neu aufgesetzt – vom Unternehmen aus oder von der Community der Kunden.

5. Servicesetter
24/7 Service und Support ist für den heutigen Konsumenten schon (fast) zum Standard geworden. Je mobiler die Menschheit -nicht nur im Web- unterwegs ist, umso mehr benötigt sie den schnellen Zugriff auf Markenservice. Und je schneller der Mensch die relevanten Daten wie zum Beispiel Hotline Nummern findet, umso zufriedener und weniger „abwanderungswillig“ ist er/sie als Kunde. Erst gestern habe ich mich geärgert, als meine Frau mich anrief, die Kaffeemaschine sei hin. „Check mal schnell die Nespresso App nach deren Hotline Nummer!“ – „Herzblatt, die haben zwar eine App, bei der ich einkaufen kann, aber die Support-Hotline fehlt leider…“ Versteht Nestle wohl, was ich meine (fragwürdig… da man nicht mal auf eine XING Anfrage reagierte)?

Spot On!
37% der Smartphone User haben 2009 gemäß einer Compete Studie schon online gekauft. Und 91% der Amerikaner nutzen bereits mobile Telefone, um Social Networking zu betreiben. Wenn das nicht grundsätzlich schon klare Trends sind, als Brand oder Unternehmen mal über eine App nachzudenken, dann muß mir jemand die Zukunft des mobilen Internet und Shoppings erklären. Aber vielleicht liege ich ja falsch? Was denkt Ihr?

PS: Von The Strategy Web hat mir die Mannschaft von Motherapp eine Android Version und eine iPhone Version erstellt. THX, guys – you are doing a great job!

Studie: Vergleich von Social Media Werbung

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Eine aktuelle Studie von Psychster Inc. und allrecipes.com hat jetzt die Effizienz von Bannern in Social Networks unter die Lupe genommen. So wurden sieben unterschiedliche Formate auf verschiedenen Publisher-Seiten, auf Facebook und Allrecipes.com getestet, u.a. Bannerwerbung, Newsletter-Links, Corporate Profiles mit sowie ohne Fans und Logos, „Get-“/„Give-Widgets“ und Sponsored Content Ads. Das Ergebnis zeigt, daß jedes Banner für sich eine besondere Wirkung auf die Interaktion und Kaufentscheidung eines Kunden hat.

Sponsored Content Ads
Eignen sich am stärksten die Interaktion mit dem Kunden zu steigern. Dennoch sind sie am wenigsten erfolgversprechend bei der Beeinflussung des Users in der finalen Kaufentscheidung haben.

Corporate Profiles
Bringen den Prozess der Kaufentscheidung positiv weiter. Zudem führen sie vermehrt zu Weiterempfehlungen durch die Nutzer. Auf die empfehlende Wirkung des „Fan“ eines Unternehmens oder des Produktes Banners (Referenzmarketing), habe ich bereits im Eyeblaster Blogpost hingewiesen.

Corporate Profiles mit Logo und Fan-Bekundung eröhen Awareness und Nutzerinteraktion innerhalb von sozialen Netzwerken

Give- and Get Widgets
Wenn User eines Social Networks Widgets mitgestalten oder personalisieren können, diese an Freuden senden (“give” widget) oder für sich selbst nutzen können (“get” widget), erhöht dies die Interaktion stärker als bei traditionellen Bannern. Die positive Kaufentscheiung beeinflußt es allerdings nicht.

Spot on!
Unternehmen sollten sich gut überlegen, welches Bannerformat für welche Aktion der idealen Mehrwert bietet. Klassische Bannerformate haben laut der Studie immernoch die beste Wirkung auf die Kaufentscheidung. Für den Aufbau und Ausbau der Kundenkommunikation sowie die Steigerung der Awareness einer Firma, eines Brands oder eines Produktes bietet das ordentlich geführte Corporate Profile und die Sponsored Ads die besten Aussichten auf Erfolg.

Und auf einmal bist Du eine Werbeikone…

25.03.2010 von  
Kategorie Web Marketing

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Man macht sich dann so Gedanken wie… Ob das überhaupt jemand bemerkt und interessiert? Warum gerade ich? Wieso nicht ein anderer bekannter Medienvertreter? Aber vermutlich hat turi2 seine Social VIP Testimonials sorgfältig ausgewählt. Zumindest gehen wir bei der Qualität des investigativen Journalismus von turi2 mal davon aus.

Vorgestern finde ich also auf meiner Facebook Wall folgende Bemerkung…

„Glückwunsch zum Start als Werbeikone bei turi2!! ;)“

Ein Ex-Kollege hatte meine Freude das wissen lassen. Was man erst nicht glaubt, erscheint einem dann offensichtlich und authentisch, wenn man auf turi2 ging.

Warum ist diese Textanzeige etwas besonderes?
Zum einen zeigt es mal die Wirkung von Empfehlungsanzeigen, respektive Facebook Anzeigen, in einer Community auf die User. Vor Wochen habe ich bereits auf dem Eyeblaster Blog die essentielle Wichtigkeit der Referenz-Nennung eines Freundes in den Facebook Anzeigen betont. Die taktische Massnahme des Referenz-Marketings, oder wie man auch sagen könnte, des Aufzeigens eines sozialen Marken-VIPs, wird auf Facebook sehr clever eingesetzt. Die Wirkung zeigt sich in der Vielzahl an generierten Fans für Company Fan Pages oder Branded Pages.

Zum anderen, weil die turi2 Anzeige sich von den klassischen Facebook Anzeigen unterscheidet. Entsprechend einer Business-Referenz nennt sie nämlich vorerst den Namen das Unternehmen, für das ich tätig bin. Diese Erstnennung dürfte CBS freuen. Erst dann nennt man meine Person als Experten-Empfehlung. Ein nicht ganz unerheblicher Überzeugungsgrund vermutlich für potentielle Interessenten der turi2 Fan-Page.

Dieser Post soll aber mal grundsätzlich aufzeigen, daß wir eigentlich alle bei Facebook, oder anderen Communitys, zur „Werbeikone“ werden können. Dann nämlich, wenn auch in klassischen Banner Anzeigen die Kraft des Empfehlungs-Marketings eingesetzt wird. Nur müßte dafür ein neues System geschaffen werden, was auf eine Bannernutzer-Datenbank zurückgreift. Sicherlich keine einfache Herausforderung. Denn die Hand-Picked Lösung ist vermutlich auf grafischer Ebene eine Herausforderung. Sie bietet aber auch Vorteile bei der selektiven Empfehlung für spezielle Neukunden oder neue Community-Mitglieder.

Was bei turi2 eine „hand-picked choice“ war, folgt bei Facebook einem automatischen System. Scoot Woods, Commercial Director bei Facebook schrieb mir dazu, daß es derselben Technologie folge, wie wenn man auf eine Seite geht und sieht, welche seiner Freunde im Social Graph bereits mit dieser Seite verbunden sind.

Die Idee der Referenzanzeigen hat Methode und macht Sinn: Referenz-Marketing ist die Zukunft. Wissen wir doch aus der Nielsen Studie (April 2009), vertrauen 90% den Empfehlungen von Leuten, die sie kennen. Somit macht es Sinn, sich des Themas Referenz-Marketing in Unternehmen verstärkt zu widmen.

Seht Ihr das ähnlich? Oder anders? Freue mich auf Eure Meinungen…

Social Micro-Payment: Flattr = Paid Trend mit Zukunft?

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Die meisten meiner Follower und Fans werden mitbekommen haben, daß mir die Verwirklichung des Paid Service Gedankens sehr am Herzen liegt. Es wird Zeit, daß sich auch wertvoller Content vermarkten lässt.

Aber bitte nicht die Diskussion um Paid Content, sondern weiterhin zukünftig bei Paid Service bleiben. Was die Verlage nun über Jahre nicht geschafft haben, will nun Peter Sunde schaffen – Gründer von The Pirate Bay. Sein Projekt heißt Flattr.

Flattr ist ein Social Micro-Payment Vision, die bisher noch nicht am Gedankenstart war. Aber sicherlich nicht nur den Micro-Content Anbietern gefallen dürfte…

Flattr läuft in der Beta und man kann sich als Content Anbieter um einen Account bewerben – Email Adresse abgeben genügt. Gleich vorweg: Reich wird man damit nicht!

Wie funktioniert Flattr?
Der Internetnutzer zahlt einen fixen monatlichen Obulus. Wer die Seite eines Content-Anbieters besucht, findet neben den Inhalten einen Flattr-Button. Wenn der Inhalt gefällt, wird geklickt. Am Monatsende werden die Klicks des Nutzers gezählt und der eingespielte Betrag entsprechend dann unter allen Empfängern anteilsmäßig verteilt.

Spot On!
Die Idee klingt gut. Der Teufel steckt in der Umsetzung und die hat es in sich. „Every month the Flattr User pays a small fee.“ Wer bezahlt denn da eigentlich? Eine Vorauszahlung für Content, den ich vielleicht gar nicht bekomme oder konsumiere? Soll das eine Art Donation-System sein? Hmmm, ist das ein gangbarer Ansatz?

Und dann mag ich gar nicht ausdenken, wie sich das auf die positiven Kommentare in Blogs und RTs auswirkt. „Hey, ich hab schon bezahlt. Lassen wir das mit dem RT oder Kommentar mal…“

Oder liege ich mit meiner Sichtweise falsch…? Nochmal die Idee ist irgendwie cool, aber auch bis zu Ende gedacht?

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