Social Media oder die Qual der Wahl
16.08.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie English Content, Featured Stories, Webstrategie
Wir haben gestern einen Ausflug gemacht. An den Tegernsee, denn wir lieben die Bergregion um München. Schöne Berge, traumhafte Natur und auf den Almen immer nette Menschen und leckeres Essen. Aber eine Sache macht uns immer wieder zu schaffen. Die Qual der Wahl… Die Qual der Wahl, welche Hütte wir diese Wochenende “bewandern”. Welchen Weg wir nehmen sollen. Oder, welches Essen uns wohl am meisten ansprechen wird, wenn wir oben auf dem Berg angekommen sind. Und selbst wenn wir es wissen, lesen wir die Karte und sehen immernoch vor der Entscheidung … oder haben weiterhin die Qual der Wahl.
Eine große Auswahl zu haben, ist eine schöne Sache. Man könnte sagen, ein Luxusproblem… Aber wie auch schon Miriam Meckel in ihrem Buch Das Glück der Unerreichbarkeit klar macht, ist die Qual der Wahl eine unserer größten Herausforderungen der Zukunft. Viele Sachen stimulieren uns, viele Sinne rühren uns, viel Auswahl verwirrt uns. Ohne Filter wird alles zu einem einzigen Chaos.
Wir lieben es Karten zu lesen, die eine große Auswahl bieten und soind enttäuscht, wenn die Karte nur klassische Breotzeit offeriert. Es sei denn auf der Hütte, wo die Brotzeit zu einem kulinarischen Highlight avenziert. Und wie es immer so ist, scheint der Hunger und die Begeisterung größer als das Bedürfnis. Die Qual der Wahl wächst…
Warum erzähle ich das alles?
Manchmal möchte ich nicht in der Haut von den Leuten stecken, die ich so berate oder beraten habe in den letzten Wochen und Monaten. Social Media Marketing scheint einen ähnlichen Effekt auf Marketing-, PR-, HR- und Customer Service Manager zu haben.
Die Qual der Wahl stapelt sich für sie in Form von zahlreichen Fragen…
- Nutze ich Social Media überhaupt? Eine Wahl, die eigentlich keine mehr sein sollte…
- Bleibe ich besser bei meinen Leisten und erklimme nicht die Höhen und Tiefen der modernen Medien?
- Welche Kommunikationmedien nutzt meine Zielgruppe (am liebsten und in 5 Jahren noch)?
- Welche Plattform schmeckt mir (Benutzerfreundlichekeit, Usability, Technik) am besten?
- Welche Plattform oder welche sozialen Medien ist/sind für mich zielführend?
- Kann ich eine Strategie, die meisten meinen eher eine taktisches Vorgehen, eines Mitbewerbes adaptieren?
- Geht die Geschäftsführung d’accord mit einer unstrategisch wirkenden Trial-and-Error Phase?
- Welche Tools, Taktiken und Trends nutze ich um meine Botschaften anzubringen?
- Wie und womit hört man eigentlich am besten in die Zielgruppe rein?
- Wie kommunizire ich und mache die Marke menschlich?
- Mit welchen Techniken oder Apps erhöhe ich meinen ROI-Output?
Die Qual der Wahl ist wie ein unbewanderter gebirgiger Waldweg. Man muß sich ab des Weges der Konformität wandern und testen, wenn man dann doch mal mit Ruhe einen klaren und zielführenden Gedanken fassen will.
Ein paar grundsätzliche Fragen, die man sich machen sollte…
- Wer ist meine Zielgruppe und wie ist sie im Social Web heute und morgen unterwegs (Baby Boomers, Gen X, Gen Y, Gen Z)?
- Wann soll mein Auswahl Erfolg zeigen? Deklinieren Sie vom kleinsten gemeinsamen Nenner der Unternehmensziele (Markenbildung, Engagement, Leads, Umsatzzahlen…
- Was schränkt mein Vorgehen (One-Voice Policy, Kunden Status Updates, Kommentare oder Posts) mit den sozialen Medien aufgrund business-strategischer Vorgaben ein?
- Warum scheinen soziale Medien für meine Zielgruppe am aussichtsreichsten? Eine gute Analyse der Erfolgssäulen gehört vorangeschaltet, um Kosten, Personalaufwand und sonstige Resourcen abschätzen zu können…
- Wie setze ich die sozialen Kommunikationskanäle Blog, Twitter, Faceboook, Youtube oder XING/LinkedIn zukunftsträchtig als Informationsmedien auf, wer testet und wer optimiert? Wie kann hieraus ein steter Prozess entstehen?
Vielleicht bietet der Post eine Leilinie zur Entscheidungshilfe. Falls nicht, sagen Sie mir, wie sie mit der Qual der Wahl umgehen oder umgegangen sind. Die Diskussion ist eröffnet…
Die 3-Säulen-Strategie: Erst Marke, dann Mensch, oder andersrum?
26.07.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webstrategie
Social Media hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem neuen Element im Mix der Unternehmens-Kommunikation etabliert. Unternehmen und Agenturen erkennen zunehmend mehr Chancen, die ein Social Media Engagement bietet. Sei es in der Marketingkommunikation, in der PR, im Vertrieb, HR oder Sales. Über die neuen Möglichkeiten wird nicht nur diskutiert, es finden sich immer mehr Unternehmen, die Social Media in mindestens einem Bereich installieren. Auch wenn sich viele Engagements noch in der Versuchsphase befinden, so ist bereits zu erkennen, dass Unternehmen Social Media ernster nehmen als noch vor einigen Monaten.
Viele Unternehmen lagern ihr Social Media Engagement an Agenturen aus, bei anderen werden neue Abteilungen und Verantwortlichkeiten geschaffen. Von Social Media Beratern, Social Media Managern und Evangelisten ist die Rede. So manche versuchen, auch eine Hybrid-Funktion aus traditioneller Jobbeschreibung und „soziale Zusatzaufgabe“ zu erschaffen.
Social Media Verantwortliche erhalten weitreichende Verantwortlichkeiten, die es in dieser Form selten vorher im Unternehmen gab. Sie können meist ohne vorherige Abstimmungen über das Unternehmen im Netz sprechen. Sie werden zur Stimme, zum Gesicht, zum Aushängeschild. Doch was passiert mit dem Engagement, wenn Social Media Verantwortliche das Unternehmen verlassen? Verlieren Social Media Aktivitäten damit ein „Gesicht“, eine „Stimme“ im Netz?
Social Media sollte unserer Meinung nach daher immer auf drei Säulen aufgebaut sein, um es nachhaltig im Unternehmen zu verankern. Ob die Konzentration auf eine Person vorteilhaft, bzw. das Auslagern der Aktivitäten auf Agenturen sinnvoll ist, steht hierbei als Frage im Mittelpunkt.
Marken (statt Personen): “Vermenschlichung durch Authentizität der Personen”, oder kann die Marke das selbst?
Social Media soll authentisch sein, transparent und dialogorientiert. Um diese Bedingungen erfüllen zu können, bedarf es nicht nur einer Strategie, sondern Menschen, die eine Marke leben können und der Marke im Netz eine Stimme verleihen, die Unternehmenswerte vermittelt. Oftmals ist die Stimme eine Person, die auf Kommentare, Retweets etc. reagiert. Dieser Mensch verleiht der Stimme im Netz einen eigenen Charakter. Wie reagiert die Stimme auf Kommentare? Wie geht sie mit Followern um? Inwieweit lässt sie sich auf einen Dialog ein? Natürlich kann man versuchen, alle Maßnahmen genauestens zu konzipieren, Social Media ist aber schnell, schneller als jedes Konzeptpapier. Und zu viel Konzeption schadet dem Engagement, sowie der Authentizität. Also muss ein Unternehmen nicht nur auf eine Person setzen, sondern auf die Vermenschlichung der Marke.
Organisationskultur: Mehrere Personen im Unternehmen stützen den Social Media Auftritt
Social Media Aktivitäten sollten niemals auf eine Person fokussiert werden, sondern immer mehrere Personen aus verschiedenen Abteilungen einbinden. Im Idealfall gibt es einen Markenauftritt im Social Web, der von verschiedenen Personen betreut wird, die wiederum selbst aktiv als Person auftreten können. In der Kombination Marke / Person können vielerlei Synergien entstehen, die den Auftritt als Ganzes ,als “unternehmerische Menschheit”, stützen. Fällt eine Person aus, können die Maßnahmen schnell vom Social-Media-Team übernommen werden, ohne dass ein Bruch in der Transparenz der Kommunikation zu befürchten ist. Besonders in Urlaubszeiten scheint das Problem der Verlagerung bzw. des Management von Social-Media-Aktivitäten durchaus brisant zu sein. Wir hören bereits von mehreren Seiten, dass aufgrund der Umsetzung von nur einer Person hier ein eklatantes Problem entstehen kann. Denn eines ist gewiss: Auch Social Media Betreuer brauchen eine Auszeit.
Automatisierte Prozesse, oder… Das perfekte Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik
In der beobachtenden Analyse setzen viele Unternehmen bereits erfolgreich auf Social-Media-Monitoring-Tools, die wertvolle Ergebnisse zu Tage bringen. Die Reaktion selbst auf bestimmte Anlässe wird aber immer noch vom Mensch bestimmt, definiert, organisiert und orchestriert. An dieser Stelle sollte unserer Meinung nach, automatisierte Prozesse Unterstützung leisten, wie dies zum Beispiel auch Online-Marketing bereits erfolgreich eingesetzt wird. Dank Targeting, Frequency Capping oder dynamischen Updates werden Online-Kampagnen schnell optimiert und damit auch erfolgreich. Für Social Media sind solche automatisierten Prozesse zwingend zur Entlastung und taktischen Optimierung notwendig und dienen der Unterstützung der Verantwortlichen. Sie lassen Social Media auch langfristig ein wertvolles Instrument der Kundenbindung zu werden.
Spot On!
Diese 3-Säulen-Strategie soll Unternehmens- und Abteilungsverantwortlichen einen Denkansatz beim Einsatz und der Optimierung von Social Media im Unternehmen liefern. Der sinnvolle Einsatz von Social Media Entschleunigung im Unternehmen (Slow Media Manifest) sowie produktivitätssteigernde Wex-Experten in Unternehmen (Personal Web Manager) sind hierbei zukunftsweisende Visionen für eine effiziente soziale Online-Unternehmenskultur. Denn nur, wenn wir sinnvoll mit unserer Zeit umzugehen lernen, kann eine 3-Säulen-Strategie das Social Media Engagement eines Unternehmens unterstützen und sich im Sinne der Wertschöpfungseffizienz manifestieren und dieser sinnvoll nützlich sein.
Über die Autoren…
Für die Idee zu diesem Post haben Heike Bedrich und ich die Köpfe auf dem Internet World Kongress zusammengesteckt. Uns hat die 3-Säulen-Strategie gefallen und ist unserer Überzeugung nach, ein guter Schritt für Unternehmen in eine erfolgreiche Social Media Welt.
Heike Bedrich ist seit vielen Jahren in der PR- und Marketing-Welt zu Hause. 1998 gründete sie mit Talisman ihre eigene Agentur für Kommunikation und Imagebildung. Sie betreut Kunden aus der IT- und Medienszene und hat sich auf die Themen PR, PR 2.0, Corporate Communications und Online Reputation Management spezialisiert.
News Update – Best of the Day
26.07.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Daily Top 3
Every social media expert out there loves talking about The Cluetrain Manifesto and it’s impact on the future of our marketplaces. Now that the Cluetrain is more than 10 years old, I am trying to follow it’s creators in order to see how their views have changed. One of the founders Doc Searls -after Christopher Locke and david Weinberger some weeks ago- was writing last week about the main drivers of the open marketplace transaction, conversation and relationship. “Marketing is now all gaga over “social media” as well, in part because many believe that Cluetrain was all about “social” markets”, he says, and I have to admit sometimes I do see it that way, too. Having agreed with him, I do have to add: Technology changes quickly but it is difficult to change a market situation – no matter if social or open. Why? In the first place, it is driven by human beings. And it takes them a long time to adapt new culture. Haven’t we seen this 10-15 years ago when all this internet hype started? In some way, we seem to be on this learning curve again. Don’t you agree?
There are many valuable Twitter tool lists. Vadim Lavrusik created one of the (in my eyes) best Twitter tools top 20 lists that will help you improve your Twitter experience.
Adbands has become a classic event in the last years. And the commercial which was produced for the event tells us why. No more to say…
Studie: Social Web Nutzung am Arbeitsplatz steigt
13.07.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Social Media
Social Media am Arbeitsplatz bereitet vielen Unternehmen Sorgen hinsichtlich der Produktivität und Ertragssteigerung. Eine neue Studie zeigt nun, daß zum einen immer mehr Mitarbeiter auf das Web während der Arbeitszeit zugreifen und gerade in Deutschland die Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz in letzter Zeit steigt.
Die Studie von Trendmiro, die in den Länder USA, UK, Deutschland and Japan 1.600 Einwohner befragte, zeigt, daß die Social Web Nutzung am Arbeitsplatz in den letzten beiden Jahren im Schnitt von 19% auf 24% gestiegen ist. Die Frage stellt sich vielen Unternehmen hierbei, inwieweit es das Business nach vorne bringt oder ob die Firmen lediglich Zeit und Geld verlieren. Nur zu gerne würde man mal in die Bilanzen sehen…
Leider kommt die Studie nicht zu einem Ergebnis, womit der Zuwachs der Nutzung zusammenhängt. Nun kann man sich aus der Historie der Webnutzung mal überlegen, wie es dazu gekommen sein könnte. Vor Jahren haben sich Firmen wenig Gedanken darum gemacht, wie oder warum die Mitarbeiter den Zugang zum Web nutzen. Das Web galt als Informationsmedium, weniger als Medium zum Kommunikationsaustausch. Das ist natürlich heute dank Social Media und Networks anders, denn viele nutzen die Netzwerke als erweiterte CRM Tools. Und für viele Menschen hängen ganz alltägliche Arbeitsprozesse davon ab. Man denke nur an den Vertriebler, der hier neue Kontakte knüpfen kann.
Unternehmen argumentieren gerne in Richtung Sicherheitsrisiken -vor allem die IT-Führung-, die mit der Social Web Nutzung am Arbeitsplatz verbunden sind, um das Thema Produktivitätsverlust zu umgehen. Bedenklich stimmt natürlich, wenn laut Studie mehr als 50% der Befragten angeben, daß sie ihren persönlichen Interessen und nicht unbedingt zu Arbeitszwecken browsen oder über 30% sagen, daß sie während der Arbeitszeit private Onlineeinkäufe erledigen.
Die Folge: Zugänge zu sozialen Kanälen werden unternehmensseitig gesperrt oder überwacht, wenn das Projekt-Management oder die IT zunehmende Social Web Engagement feststellen. Business Socializing entfällt dann, oder muß auf den Abend verlegt werden.
Spot On!
Ein Aspekt wird in meinen Augen in dieser Diskussion aber oft aus den Augen verloren. Firmen sind die Treiber der Social Media Nutzung in der Zukunft, wenn sie mit immer neuen Aktionen um die Aufmerksamkeit der Menschen buhlen (der klassische Kampagnenansatz tut sein Nötigstes). Wenn Unternehmen die Nutzung von Social Media zulassen und einem gemeinnützigen Unternehmensziel anheim stellen, so ist die Nutzung am Arbeitsplatz nie negativ zu sehen. Ein Beispiel: Wenn Mitarbeiter sich in einer Gruppe eines Social Netzwerks Inspiration holen für neue Marketingideen, Salesaktivitäten oder ähnlichem, und sich kommunikativ engagieren, so gilt es für die Leiter der Abteilung oder des Unternehmens eher darum, die wertvollen Informationen zu filtern, zu sammeln und den kollektiven Zugang zu organisieren sowie den Austauschs zu fördern. Ermöglichen die Verantwortlichen diesen Schritt, so hat Social Media am Arbeitsplatz ganz schnell seine Berechtigung.
Es würde mich interessieren, wie ihr darüber denkt. Wie sollten Firmen mit der Social Media Nutzung am Arbeitsplatz zukünftig umgehen? Wie und warum überlappen sich Social Media Nutzung und Arbeitszeit?
Web 3.0 – Kate Ray interviews web experts
12.05.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie English Content, Featured Stories, Web 3.0
This is a fascinating film story about the Semantic Web. Student Kate Ray is a journalism/psych major and has done some excellent interviews with the web experts: Tim Berners-Lee, Clay Shirky, Chris Dixon, David Weinberger, Nova Spivack, Jason Shellen, Lee Feigenbaum, John Hebeler, Alon Halevy, David Karger and Abraham Bernstein.
The short film gives us insights in what the Semantic Web is, the technology behind it, and how much it will influence our use of the internet.
Web 3.0 from Kate Ray on Vimeo.
The main take-away for me is Clay Shirky’s message. Having been in the news business for years (and still feel like being in one…), I can only agree with his point of view…
“If I was going to start a news business tomorrow, I would start a new business designed not to produce one bit of news but instead to aggregate news for individuals in ways that matter to them.”
The video makes clear that there is more than enough content producers in the world. Definitely more content exists than human kind will ever be able to read. The new value for media consumption will be providers that are saving time for individuals as well as for business professionals.
Yesterday, I wrote to an event company: “Time is the gold of the future!”. And the way I understand Clay’s words, we are heading in this direction. The world needs to find ways to make a combination of an aggregation and productive vision happen. Microsoft is working on Spindex, tools like Netvibes, Noserub and the likes could become such aggregation providers.
Is this the right way to look at the future? Or is it more the hybrid model of man and mashine like the personal web manager vision that we need? Which other formats can you imagine? Share your views…
Fast die Hälfte der Unternehmen untersagt den Mitarbeitern Social Media Nutzung
19.04.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Social Media
Alle wollen es, alle tun es – nur die Unternehmen sträuben sich noch: Bloggen, Twittern und Facebook-Austausch entzweit die Unternehmenswelt. Eine aktuelle Studie von Cisco zeigt, was letzte Woche auch eine Studie von Robert Half angedeutet hat. 44% der deutschen Unternehmen untersagen die Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit.
Die aktuelle Studie mit dem Titel „Collaboration Nations“ unter 1.000 IT-Entscheider und 2.000 IT-Anwender in den Ländern USA, England, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, China, Russland, Indien und Japan belegt, daß auch die Blogs mit 35% und YouTube 38% noch weit davon entfernt sind, in Unternehmen Anklang zu finden. Offensichtlich sind den Unternehmen die Vorzüge und Benefits von Social Media im Daily Business noch unklar.
“Social Media ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens und Arbeitens und kann Unternehmen klare Wettbewerbsvorteile verschaffen”… “Ein Verbot der Anwendungen ist der falsche Schritt” Michael Ganser, Geschäftsführer, Cisco Deutschland
Was Verbote bewirken, zeigen die Studienergebnisse. Schließlich gibt es genug Wege auch während der Arbeitszeit Social Medi zu nutzen. Als Schlüssel sein hier nur mal die verschiedensten mobilen Endgeräten erwähnt. 40% der befragten deutschen Arbeitnehmer nutzen laut der Studie mindestens einmal in der Woche die verbotenen Anwendungen.
Auch hierfür liefert Cisco eine plausible Erklärung. Die Arbeitnehmer haben kaum eine andere Wahl. Um ihre Jobs optimal erledigen zu können, benötigten sie die sozialen Anwendungen und Tools. Außerdem erleichtere es den effizienten Austausch mit Kollegen oder Kunden.
Spot On!
Social Media ist keine Frage des “Teilnehmen-Wollens” mehr. Ob Mittelständler oder Konzern – weder der eine, noch der andere sollte sich dem Trend und der Entwicklung der modernen Mediennutzung entziehen. Social Media findet sowieso statt – ob mit oder ohne die Unternehmen. Die Frage ist also vielmehr: Soll man als Unternehmen den Kulturwandel zulassen und wenn ja, mit welchen Social Media Richtlinien (Guidelines) ermöglichen wir als Unternehmen dies. Daß dabei auch gleichzeitig die Sicherheit der Unternehmens-IT gewährleistet wird, ist natürlich ein schöner Nebeneffekt für die Studienmacher von Cisco.
News Update – Best of the Day
14.04.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Daily Top 3
About a year ago, a Robert Hall study showed that 55% of CIOs don’t allow the access to social networking sites like Facebook and Twitter. This year’s study shows that the IT policies are changing to stricter guidelines…
- 38% have implemented stricter social networking policies regarding personal use of social media sites
- 15% have become stricter regarding business use
- 17% have become more lenient
Booz Allen Hamilton just published its “Marketing Media Ecosystem 2010″ report which sees a significant necessary change away from a “traditional marketer/client – agency – media company structure” to an economy that needs to change the pace of adopting new marketing tools towards a new marketer to end user relationship.
The key findings show the relevance of reference marketing…
- 88% agree the speed of marketing execution will become more important due to digital
- 80% believe insights into consumer’s digital behavior and related targeting will become more important
- 55% of users see consumer recommendation more important than pur brand knowledge
- 59% lack sufficient experience with digital/online media
- 51% do not have adequate senior support for digital
This commercial from Jack Rabbit Beer might be made for male humor. But it is more the chronology of the narrative time that makes it funny.
News Update – Best of the Day
03.04.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Daily Top 3
Those who see and embrace the modern social web world will understand the 7C’s by Umair Haque, Director of the Havas Media Lab.
“Social media strategy fits inside a marketing (business, corporate) strategy, and is shaped by it. Social strategy fits outside business and corporate strategies, and shapes them. Social strategies are about rewriting the logic of the industrial era entirely, shifting gears in how we think, envisioning a broader, more powerful, more challenging use of social tools. They are about developing the capacity to understand an organization’s role in society, and how to play a more constructive one, wielding sociality as a source of advantage — by acting radically more meaningfully than rivals. Social strategies are about reinventing tomorrow.”
These words correspond as a long version format with the interview I have given to the Internet World some months ago (German only).
In order to improve your online sales tactics, here is a clear cut approach by TJ McCue how to improve your website sales efforts. He shows us some good and bad examples of online sales communication.
This funny insurance commercial from the Bangkok Insurance is excellent. It is showing the probability (0,00000001%) that your next unexpected accident or thunderstorm will not end without the need of an insurance company…
Eine Ära endet – Auf zu neuen Ufern
01.04.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webstrategie
Vor 10 Jahren habe ich mich entschlossen, mit silicon.de an der Zukunft des modernen Publishing zu arbeiten. Am Freitag hat sich „Mr. silicon“, wie ich oft genannt wurde, von seinem Team verabschiedet und wird sich der Zukunft des Social Web widmen. Es ist Zeit für einen kurzen Rückblick…
Ein Rückblick
Vieles an der ursprünglichen Vision des IT B2B Mediums silicon beweist heute vom strategischen Ansatz (Closed Front-Door, Community Building, Personalisierung) seine Richtigkeit. Viele Ursprungsgedanken sind heute noch umstritten und zahlreich diskutiert wie vor 10 Jahren (Paid Content oder Paid Service?). Und vieles war seiner Zeit auf technischer Ebene weit voraus (z.B. Web Business TV). Auch sind die freien Zugangsoptionen zu externen Communities oder Web-TV Inhalten in Unternehmen selbst heute mit XING, LinkedIn oder Facebook nicht unumstritten. Die Vision war da, der Markt reformiert vieles im Laufe der Jahre.
Zum Anfang möchte ich einmal Danke sagen. Danke an alle, die dem silicon Team und mir viele tolle und spannende Jahre bereitet haben. Unsere Kunden und Agenturen möchte ich da als Erstes erwähnen. In guten Anfangsjahren (2000) haben sie uns das grundlegende Vertrauen geschenkt (vor allem IBM und Intel) und in schweren Zeiten (Management Buy Out 2002) an uns geglaubt (z.B. HP und Oracle). Und in boomenden Jahren haben sie mit uns (u.a. Symantec) tolle Projekte gestartet wie z.B. den Security Drive mit Porsche und AUDI (2005).
Bei unseren Lesern haben wir uns auf unsere eigene Art bedankt. Indem wir immer unsere Kunden mit einbezogen haben und den Kontakt zwischen Anbieter und Abnehmer sowie die Verbindung zwischen Offline und Online (nicht umsonst Credo dieses Blogs) immer im Fokus behielten.
Unsere Leser durften die etwas unsanft endende Fahrt eines Königsegg Testfahrers am Hockenheimring live miterleben. Ja, passenderweise beim Security Drive! Nein, ihm ist zum Glück nichts passiert. Oder sie durften nicht unbedingt ausschließlich Business-orientiertem Networking beiwohnen bei der IT Tipp-Kick Fussball WM im Unterhachinger Stadion (2006).
Neun Jahre lang haben unsere Leser die Chance gehabt, bei einem der von mir ins Leben gerufenen silicon.de Golf Masters mitzuspielen – sei es als Einladungs- oder Charity-Turnier. Dabei wurden zahlreiche Golfbälle ins Tegernseer Tal des Golf-Club Bad Wiessee verstreut und so mancher Regenwurm aus seinem sanften Schlaf gerissen, wenn der Schläger mal wieder nicht so wollte wie der Spieler.
Natürlich geht mein Dank aber vor allem an meine silicon Kollegen, die mich teilweise viele Jahre begleitet haben, silicon teilweise immernoch treu sind und mit denen ich ein tolles offenes, kollegiales Management-Verhältnis 2.0 gepflegt habe. Ihr seid „1a“ und habt verstanden, was investigatives Publizieren heißt. Macht weiter so!
Ja, man könnte viel erzählen über die gute alte Zeit, aber ich glaube, nun ist genug Sentimentalität geflossen. Nochmal Danke an alle!
Ein Ausblick
In den letzten Jahren habe ich mich in meiner Freizeit und zahlreichen Nachtschichten im Selbststudium sehr intensiv mit dem modernen Business-Web auseinandergesetzt. Dabei ist mir aufgefallen, daß unsere silicon Vision in verschiedensten Formen in der Webwelt immer mehr Einzug erhalten hat.
Social Networking mit Closed Front-Door ist Community-Standard geworden. Bannerformate, die silicon vor 10 Jahre hatte, erleben ihre perfektionierte Rennaissance auf Facebook. Modelle für Bezahlte Inhalte fangen langsam an zu krabbeln. Und ohne Web-TV kann man sich die Onlinewelt nicht mehr vorstellen. Es fehlt: Personalisierung – und zwar beim derzeitigen Information-Overflow an allen Ecken und Enden. Vielleicht ist das ja gerade der Schlüssel zum Paid Service?! Und es fehlt mir eine Personal Web Manager, den ich für den Manager der Zukunft als unerlässliche Unterstützungsnotwendigkeit sehe.
Was hat der Meyer-Gossner eigentlich in der Zukunft vor? Ja, diese Frage ist berechtigt und wurde mir schon am Wochenende des Öfteren gestellt. In den letzten Jahren sind viele Menschen auf mich zugekommen mit Fragen zum Webbusiness, zum Markteintritt eines Produktes, zur Online-Kommunikation, zu neuen Tools, Taktiken und Trends.
Märkte sind Gespräche!
Als geborener Networker habe ich bestmöglich versucht, diesen Menschen zu helfen, Kontakte herzustellen und neue Denkanstöße zu liefern. Ich habe erlebt, was es heißt, seine Gedanken zu teilen. Und ich glaube fest an das „Web des Geben“ (Wer gibt, bekommt auch etwas zurück).
Meine Gedanken gehen in verschiedene Richtungen: Entwicklung neuer Vermarktungsprodukte, Web-Business Strategie-Beratung und ein neues Social Business Medium. Vielleicht alles unter einem Dach?!
Es ist Zeit, das Thema Webstrategie verstärkt in die Unternehmen zu bringen, Social Web Aktivisten und Visionäre für Unternehmen attraktiv zu machen, moderne Tools für Unternehmen zu bündeln, der Webvermarktung einen neuen Anstrich zu geben und damit Investoren zu begeistern. Wer sich bei einem dieser Punkte angesprochen fühlt, der wird sich mit mir in Verbindung setzen.
„Reden ist Online, Schweigen ist Print.
Auf zu neuen Ufern…!
News Update – Best of the Day
15.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Daily Top 3
Using a web analytics tool is one of the essentials when businesses want to get some insights on their customers’ movement around their websites. The Cosmos blog shows 10 useful website analytics tools. And before you ask: The tool I am using is Statcounter.
If your company has a fan page profile on Facebook, there are also some tools to track stats and monitor the traffic. The All Facebook blog offers 4 ways to monitor Facebook page traffic.
Some years ago, we were used to listen to street sales people in pedestrian areas downtown telling us how to get our vegetables, fruit or onions get cut and done. Now, all this can be done by just using a viral. Watch this Slap Chop sales guy and don’t tell this is not persuasive…



