The web and the funerals…
18.08.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie English Content, Webmarketing
Wired magazine announced the end of the web in their article The Web Is Dead. Long Live the Internet. And many people took part in the funeral by sharing their views in interesting blog posts or tweets. But it was not the only funeral that I came across yesterday…
The trend of agencies to create virals in order to predict the end of the old advertising world seems to be ongoing as well. This time it is coming from Eastern Europe.
The idea is nice, the execution could have been better. This time CSS, a social media agency in Latvia, is hosting the end of traditional advertising called The Grand funeral…
Come on agencies, let us know what you are thinking about this project…
Social Media oder die Qual der Wahl
16.08.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie English Content, Featured Stories, Webstrategie
Wir haben gestern einen Ausflug gemacht. An den Tegernsee, denn wir lieben die Bergregion um München. Schöne Berge, traumhafte Natur und auf den Almen immer nette Menschen und leckeres Essen. Aber eine Sache macht uns immer wieder zu schaffen. Die Qual der Wahl… Die Qual der Wahl, welche Hütte wir diese Wochenende “bewandern”. Welchen Weg wir nehmen sollen. Oder, welches Essen uns wohl am meisten ansprechen wird, wenn wir oben auf dem Berg angekommen sind. Und selbst wenn wir es wissen, lesen wir die Karte und sehen immernoch vor der Entscheidung … oder haben weiterhin die Qual der Wahl.
Eine große Auswahl zu haben, ist eine schöne Sache. Man könnte sagen, ein Luxusproblem… Aber wie auch schon Miriam Meckel in ihrem Buch Das Glück der Unerreichbarkeit klar macht, ist die Qual der Wahl eine unserer größten Herausforderungen der Zukunft. Viele Sachen stimulieren uns, viele Sinne rühren uns, viel Auswahl verwirrt uns. Ohne Filter wird alles zu einem einzigen Chaos.
Wir lieben es Karten zu lesen, die eine große Auswahl bieten und soind enttäuscht, wenn die Karte nur klassische Breotzeit offeriert. Es sei denn auf der Hütte, wo die Brotzeit zu einem kulinarischen Highlight avenziert. Und wie es immer so ist, scheint der Hunger und die Begeisterung größer als das Bedürfnis. Die Qual der Wahl wächst…
Warum erzähle ich das alles?
Manchmal möchte ich nicht in der Haut von den Leuten stecken, die ich so berate oder beraten habe in den letzten Wochen und Monaten. Social Media Marketing scheint einen ähnlichen Effekt auf Marketing-, PR-, HR- und Customer Service Manager zu haben.
Die Qual der Wahl stapelt sich für sie in Form von zahlreichen Fragen…
- Nutze ich Social Media überhaupt? Eine Wahl, die eigentlich keine mehr sein sollte…
- Bleibe ich besser bei meinen Leisten und erklimme nicht die Höhen und Tiefen der modernen Medien?
- Welche Kommunikationmedien nutzt meine Zielgruppe (am liebsten und in 5 Jahren noch)?
- Welche Plattform schmeckt mir (Benutzerfreundlichekeit, Usability, Technik) am besten?
- Welche Plattform oder welche sozialen Medien ist/sind für mich zielführend?
- Kann ich eine Strategie, die meisten meinen eher eine taktisches Vorgehen, eines Mitbewerbes adaptieren?
- Geht die Geschäftsführung d’accord mit einer unstrategisch wirkenden Trial-and-Error Phase?
- Welche Tools, Taktiken und Trends nutze ich um meine Botschaften anzubringen?
- Wie und womit hört man eigentlich am besten in die Zielgruppe rein?
- Wie kommunizire ich und mache die Marke menschlich?
- Mit welchen Techniken oder Apps erhöhe ich meinen ROI-Output?
Die Qual der Wahl ist wie ein unbewanderter gebirgiger Waldweg. Man muß sich ab des Weges der Konformität wandern und testen, wenn man dann doch mal mit Ruhe einen klaren und zielführenden Gedanken fassen will.
Ein paar grundsätzliche Fragen, die man sich machen sollte…
- Wer ist meine Zielgruppe und wie ist sie im Social Web heute und morgen unterwegs (Baby Boomers, Gen X, Gen Y, Gen Z)?
- Wann soll mein Auswahl Erfolg zeigen? Deklinieren Sie vom kleinsten gemeinsamen Nenner der Unternehmensziele (Markenbildung, Engagement, Leads, Umsatzzahlen…
- Was schränkt mein Vorgehen (One-Voice Policy, Kunden Status Updates, Kommentare oder Posts) mit den sozialen Medien aufgrund business-strategischer Vorgaben ein?
- Warum scheinen soziale Medien für meine Zielgruppe am aussichtsreichsten? Eine gute Analyse der Erfolgssäulen gehört vorangeschaltet, um Kosten, Personalaufwand und sonstige Resourcen abschätzen zu können…
- Wie setze ich die sozialen Kommunikationskanäle Blog, Twitter, Faceboook, Youtube oder XING/LinkedIn zukunftsträchtig als Informationsmedien auf, wer testet und wer optimiert? Wie kann hieraus ein steter Prozess entstehen?
Vielleicht bietet der Post eine Leilinie zur Entscheidungshilfe. Falls nicht, sagen Sie mir, wie sie mit der Qual der Wahl umgehen oder umgegangen sind. Die Diskussion ist eröffnet…
Social Networks – Are niche communities the future of networks?
06.08.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Prosumer, Social Media
More often people are fed up with all that self-referential talk of individuals on social networks. Or, companies which do not understand the idea of an online conversation, including clients and not just broadcasting the old-fashioned marketing and sales way. Just today, I had some people in my Facebook stream and my Twitter updates telling me how the weather was, what their kids had for breakfast, or that their wives don’t understand their affinity to social networks. OK, nice, fair enough… Interesting? No!
And then I hear my wife saying… “Why keeping up the contact to so many people if there is no option to even get actively into 10 per cent of the conversations happening in these online relationships?” True, but you never know when some contact might need you, or vice versa.
Checking Facebook and staying up-to-date on Twitter becomes challenging on a busy day, with kids that are happy to see dad in the evening for some minutes, and long-time friends complaining why they don’t hear anything from you anymore.
So, is there another trend coming up in the future that might go for niche social networks, niche communities? Why? We had that offline for ages. Years ago, people have spend hours in their football club bar after a training session, or went to book readings to enjoy the discussion afterwards, or went to a vernisage in order to “philosophy” about the latest gallery exhibition with someone they don’t know. The reason for doing it was just their share of interest in something, a hobby, a passion, or a kind of affinity. So, are we seeing social networks for art geeks going on virtual gallery tours in the future?
My father was telling me that he uses a Bridge community and plays daily for one or two hours. A friend of mine is a DJ and he spend hours in communities for DJs like My DJ Space or Mix DJ. Some even still (or again?) love vinyl and become members in a community there. These music enthusiasts do nothing more or less than share their interest in being DJs, and obviously loving to mix tapes. The special interest is the centre of their community engagement.
Some years ago, somebody approached me with the idea of an international golfer network (http://www.golffriends.com/welcome/community). As I love playing golf (though don’t have enough time to play often…), there was some interest to become a member, if not more to become more engaged in the business idea. But then, time and the thought of managing many private interest networks -as I have quite some hobbies- next to my business networks and the top networks made me not investing too much time in that vision. Maybe I should have done…
Mothers share their passion for coffee on Cafemom, and if we think about all the Starbucks communities it does not surprise us. Games exchange ideas and thoughts on Raptr, or real social activists use Care2. Even more “nichy” is the passion of men for their moustache that they express online to the public. And others share their interest in Whisky or Wine networks.
So, my question is if niche networks could take a big portion of the market share of global social networks (Facebook, Twitter, Myspace, etc.) in the future? Can you see people going away from the self-gloryfying popular networks that the mainstream web user is engaged in? Tell us of niche networks you know and how you see this trend?
Studie: Social Web Nutzung am Arbeitsplatz steigt
13.07.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Social Media
Social Media am Arbeitsplatz bereitet vielen Unternehmen Sorgen hinsichtlich der Produktivität und Ertragssteigerung. Eine neue Studie zeigt nun, daß zum einen immer mehr Mitarbeiter auf das Web während der Arbeitszeit zugreifen und gerade in Deutschland die Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz in letzter Zeit steigt.
Die Studie von Trendmiro, die in den Länder USA, UK, Deutschland and Japan 1.600 Einwohner befragte, zeigt, daß die Social Web Nutzung am Arbeitsplatz in den letzten beiden Jahren im Schnitt von 19% auf 24% gestiegen ist. Die Frage stellt sich vielen Unternehmen hierbei, inwieweit es das Business nach vorne bringt oder ob die Firmen lediglich Zeit und Geld verlieren. Nur zu gerne würde man mal in die Bilanzen sehen…
Leider kommt die Studie nicht zu einem Ergebnis, womit der Zuwachs der Nutzung zusammenhängt. Nun kann man sich aus der Historie der Webnutzung mal überlegen, wie es dazu gekommen sein könnte. Vor Jahren haben sich Firmen wenig Gedanken darum gemacht, wie oder warum die Mitarbeiter den Zugang zum Web nutzen. Das Web galt als Informationsmedium, weniger als Medium zum Kommunikationsaustausch. Das ist natürlich heute dank Social Media und Networks anders, denn viele nutzen die Netzwerke als erweiterte CRM Tools. Und für viele Menschen hängen ganz alltägliche Arbeitsprozesse davon ab. Man denke nur an den Vertriebler, der hier neue Kontakte knüpfen kann.
Unternehmen argumentieren gerne in Richtung Sicherheitsrisiken -vor allem die IT-Führung-, die mit der Social Web Nutzung am Arbeitsplatz verbunden sind, um das Thema Produktivitätsverlust zu umgehen. Bedenklich stimmt natürlich, wenn laut Studie mehr als 50% der Befragten angeben, daß sie ihren persönlichen Interessen und nicht unbedingt zu Arbeitszwecken browsen oder über 30% sagen, daß sie während der Arbeitszeit private Onlineeinkäufe erledigen.
Die Folge: Zugänge zu sozialen Kanälen werden unternehmensseitig gesperrt oder überwacht, wenn das Projekt-Management oder die IT zunehmende Social Web Engagement feststellen. Business Socializing entfällt dann, oder muß auf den Abend verlegt werden.
Spot On!
Ein Aspekt wird in meinen Augen in dieser Diskussion aber oft aus den Augen verloren. Firmen sind die Treiber der Social Media Nutzung in der Zukunft, wenn sie mit immer neuen Aktionen um die Aufmerksamkeit der Menschen buhlen (der klassische Kampagnenansatz tut sein Nötigstes). Wenn Unternehmen die Nutzung von Social Media zulassen und einem gemeinnützigen Unternehmensziel anheim stellen, so ist die Nutzung am Arbeitsplatz nie negativ zu sehen. Ein Beispiel: Wenn Mitarbeiter sich in einer Gruppe eines Social Netzwerks Inspiration holen für neue Marketingideen, Salesaktivitäten oder ähnlichem, und sich kommunikativ engagieren, so gilt es für die Leiter der Abteilung oder des Unternehmens eher darum, die wertvollen Informationen zu filtern, zu sammeln und den kollektiven Zugang zu organisieren sowie den Austauschs zu fördern. Ermöglichen die Verantwortlichen diesen Schritt, so hat Social Media am Arbeitsplatz ganz schnell seine Berechtigung.
Es würde mich interessieren, wie ihr darüber denkt. Wie sollten Firmen mit der Social Media Nutzung am Arbeitsplatz zukünftig umgehen? Wie und warum überlappen sich Social Media Nutzung und Arbeitszeit?
News Update – Best of the Day
18.06.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Daily Top 3
Foursquare, the location-based application, is one of the rising stars for innovative marketing efforts with social networks. But often employees take the fun out of the game for business purpose, and quite often the most tech-savvy employee is the mayor (checking in every day…) so that customers cannot get the mayorship award. How to get around it, explains David Griner. Why businesses should have a close look at the location-based app services reveals a tweet and a world-wide study by uTest on Foursquare, Gowalla and Brightkite. People love touse the service as of ease-to-use factor though personal privacy and security concerns are high and disappointment on the deals and coupons opportunities.
It is always important to get some insights in what digital experts are thinking will make the trends in the future. Richard Edelmann shares some input from a future media panel and how media is re-shaping. Adam Shlachter, Director of Digital Investment, MEC shares his view what 3 things are working with new & emerging media, like social & mobile…
Global warming is an issue for everyone of us. Watch the video and think about it…
Meine Marken – Das Milka Bekenntnis
16.06.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Offlinewelt 1.0
In zahlreichen Gesprächen und Präsentationen mit Marketingverantwortlichen habe ich in den letzten Wochen die Bedeutung der Bekenntnisse von Prosumern zu Marken im Social Web zugunsten des Referenz-Marketing und des Buzz um die Marke hervorgehoben. Auch Facebook nutzt dieses neuzeitliche Phänomen mit Fanpages von Marken, um den Marken eine Plattform auf ihrer Plattform zu gewähren, wo sie die Markenbekenntnisse in der externen Community-Cloud zusammenführen und Erkenntnisse über Gespräche hinsichtlich der Marke generieren können.
Diesem Bekenntnistrend folgt auch die W&V-Online. Sie hat die Serie “Meine Marken” ins Leben gerufen. Dort bekennen sich Branchen-Promis wöchentlich zu ihren Lieblingsmarken. Stephan Vogel von Ogilvy fährt für TWIX auch nachts noch an die Tanke, Serviceplan-Geschäftsführer Ronald Focken eher für Kitkat. Weber Shandwick Deutschland Chefin Astrid von Rudloff zieht Ritter Sport der Yoghurette vor. Saatchi-Chef Michael Samak mag Überraschungseier und Werbeprofi Thomas Kock liebt Kinderschokolade.
Schokolade ist ein gutes Thema bei Markenbekentnissen. Dem will auch ich mich hier mal widmen. Denn heute bekenne ich mich zu einer meiner Marken: Milka Schokolade. “I love Milka”! Nein, nicht die Herzen oder andere Milka Marken-Derivate. Nur die Richtige, die einzig Wahre. Die Milka Alpenmilch-Schokolade (Vollmilch). So, jetzt ist es raus.
Aber warum?
Ganz einfach. Meine Frau kam auf die glorreiche Idee, unserer Küche mehr Farbe zu verleihen. Und nun ratet mal welche… Richtig: Lila! Nein, kein Witz. Das Foto kann bezeugen, daß meine Frau wahrlich “milka-lila” gewählt hat. Ob sie das nun getan hat, damit ich mich endlich zur Marke bekenne, oder weil “Flieder” als Farbe gerade trendy ist. Ich weiß es nicht. Vermutlich eher, weil ich mir “Milka Schokolade wie Brot” einverleibe, wie sie meint. Und da könne ich mich auch endlich zu meiner Schoko-Lieblingsmarke bekennen.
Die Wand ist schön geworden. Die Küche ein kulinarischer Wohntraum sozusagen. Es werden noch zwei Designer-Barhocker gekauft (aus Gründen des Markenbekenntnisses vermutlich in weiß…). Dennoch wirkt die Wand und die Küche unvollständig.
Was fehlt?
Der Milka Schriftzug und natürlich der angemessene Schokoladenvorrat an Milka Vollmilch Tafeln.
Kraft Foods, bitte macht Social Media Monitoring. Denn auf das Social Web scheint sich das Unternehmen noch nicht so richtig einzulassen. Auch wenn es schon zahlreiche Bekenntnisse zu Milka auf Facebook gibt. Die offizielle Fanpage fehlt noch. Ebenso wie ein Twitter, YouTube oder ähnliche Social Media Engagements. Offensichtlich hat Kraft die Daten der Bekenner lieber incognito im eigenen Kuhstall statt publik in der Cloud. Die Gemeinde der Milka-Fans trifft sich derzeit in der Kuh-munity. Muß ich jetzt da noch Mitglied werden? Ich hab mich ja öffentlich zur Marke bekannt… Mehr Bekenntnis geht nicht, oder?
Studie: Hierachie in Social Networks
07.06.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webmarketing
Die aktuelle Studie “Social Network Hierarchies and their Impact on Business” von Bridge Ratings bestätigt eine Theorie, die ich schon seit einigen Wochen in Vorträgen vertrete. Die Nutzung von sozialen Netzwerken hängt sehr stark von einer alterabhängigen, stufenleiter-orientierten Hierachie (oder Evolution?) der User ab, die sich mit dem Alter und Wissen verändert.
Kurz gesagt, macht die Studie unter 2322 Personen im Alter zwischen 6 und 54 Jahren eins klar: Für jedes Alter gibt es einen bestimmten Typus von Social Media und Social Networks sowie eine entsprechende Hierarchieordnung von Social Netzwerk Nutzertypen.
Vor allem bei der Nutzung durch die Generation X und Generation Y zeichnen sich hierbei besondere Unterschiede ab. Aber auch in den Generationen bis 54 Jahre lässt sich dieser Trend beobachten. Das Marketing Verhalten bei der Adressierung der Zielgruppen ist entsprechend anzupassen, folgern die Studienmacher.
Mädchen im Alter zwischen 6-17 Jahren beginnen vorwiegend mit der Nutzung von Seiten wie Club Penguin, Poptropica and Stardoll. Über die Jahre hinweg geht die Nutzung dann in Twitter oder Spieleseiten wie Habbo über, was einem Aufstieg in der Nutzungshierarchie gleichzusetzen ist.
Obwohl man meinen könnte, daß auch sie Seiten wie Facebook und MySpace nutzen, so zeigt sich, daß Freunde zwar im Lebensmittelpunkt stehen, aber mittels anderer Netzwerktypen kommuniziert wird. Die Nutzung dieser führenden Social Networks unter 35-54 Jährigen ging um 25% im Vergleich zum Vorjahr nach oben.
Ein Test bei einer Radiostation, die mit ihren Marketingaktivitäten die Hierachie Muster beachtete und anwand, belegt die Hierachie-Theorie. Die Station promotete regelmäßig die Seiten mit Gewinnspielen und Kunden-promotions. Das Ergebnis: In allen Bereichen stieg die Response und/oder Teilnahme um nicht weniger als 25%. Dies belegt -nebenbei bemerkt- auch die Wichtigkeit von Outbound für Inbound Marketing.
Bei den 18-24 jährigen jungen Damen steht das Hochladen von Produkt-orientiertem Inhalten (45%) hoch im Kurs. Dies lässt sich auch leicht an der Begeisterung für das Bloggen nachvollziehen, bei dem das Thema “Trends setzen und finden” eine nicht unerhebliche Stellung einnimmt.
Daß junge Erwachsene selbstbewußt ihre eigene Meinung vertreten und ihre Fähigkeit diesbezüglich nutzen, zeigt sich als eine der Haupt-Charakteristiken durch die ganze Studie. Vor allem wird dies ersichtlich aus ihrem Verhalten hinsichtlich ihres Markenbewußtseins. Mehr als ein Drittel (35%) haben sich in einem Internet Forum oder einem sozialen Netzwerk über ein Produkt oder eine Marke in den letzten Monaten geäußert. Fast 40% haben online ein Produktmeinung geschrieben.
Junge Männern zwischen 18 und 28 Jahren zeigen sich als Multiplikatoren von Produkt-Informationen – 76% haben derartige Informationen weitergeleitet. Sie gelten als die Markenexperten, denn 54% haben auf Onlinewerbung geklickt und sogar 38% haben sich Werbung vor einem Videoinhalt angesehen.
45% laden regelmäßig Werbung oder Produktmeinungen (und Clips) auf Social Networks oder Videoseiten hoch. Ein Drittel hat in Foren über Marken gesprochen und ein gleicher Prozentsatz kommuniziert über markenbezogenen Inhalte auf Instant Messenger oder sozialen Netzwerken.
Spot On!
Die Studie zieht folgende sechs Schlüße aus den Ergebnissen, die spezielle Aufmerksamkeit verdienen (sollten) bei sozialen Marketingaktivitäten:
1. Soziale Seiten targeten, wenn spezifische Konsumenten erreicht werden sollen. Nicht alle Konsumer nutzen soziale Netzwerke auf die gleiche Weise.
2. Laser-fokussierte Produktbotschaften, verschlüsselt an den Lebensstil des Targets zu richten, sind kritisch.
3. Jede Konsumentengruppe und Seite wird begrenzte Wiederholung von Botschaften tolerieren.
4. Begrüßen sie die Hierarchie durch die jede Gruppe reist während ihre sozialen Netzwerk-Fähigkeiten und Erfahrung wachsen und sich verbessern.
5. Staffeln sie Hierarchie Botschaften um den effektivsten Responseraten zu erzielen.
6. Social Networking Kampagnen in Flights abfeiern.
Die Studie liefert einige gute Erkenntnisse. Was denkt Ihr darüber? Decken sich Eure Erfahrungen mit den Ergebnissen?
Studie: Kinder mögen iPhone und Social Networks
19.05.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webmarketing
Auch wenn zahlreiche Erwachsenen die moderne Medienvielfalt schätzen, die uns das Social Web bietet. Mainstream ist die neue Onlinevielfalt (noch) nicht – und Kindern offensichtlich auch nicht. Die Kinder konzentrieren sich immer noch auf wenige Medienmarken und mögen grundsätzlich die Medien, die den Erwachsenen gefallen, wie eine aktuelle Studie “Trend Tracking Kids 2010” unter 6 bis 19-Jährigen belegt.
Was ist also “in” bei den Kids und Jugendlichen? Kurz gesagt: Social Networks, iPhone und wenige Medienmarken, meinen die Studienmacher.
Die Studie von Icon Kids & Youth bestätigt laut Zahlen aus der WUV Print-Ausgabe dieser Woche, daß 26% der Grundschüler (6 bis 9-Jährige) dem iPhone Fieber bereits “erliegen”. Je älter sie werden, je höher wächst der Anteil der Begeisterung – bis über 50% sind es bei den Volljährigen. Ein eigenes mobiles Device kann aber nur jeder Zehnte unter den 18 bis 19-Jährigen sein eigen nennen.
Daß Social Communities im Trend liegen – auch bei den Kindern- wundert vermutlich niemanden. Nahezu die Hälfte aller 6 bis 19-Jährigen hat ein Profil in einem Netzwerk. Bei den 16-Jährigen sind es sogar 80% – mit einer kleinen Nutzungsdominanz bei der weiblichen Jugend. Daß SchülerVZ die Jugendlichen am meisten anzieht verwundert ebenso nicht unbedingt. Aber inzwischen liegt auch Facebook im Interesse der Jugend und legt im Vergleich zum Vorjahr zu.
Die durchschnittliche Auswahl an relevanten Medien, die die Kinder nutzen, beschränkt sich auf im Schnitt zehn Medien. Auch wenn die Auswahl im Alter zunimmt. Doch auch die 17 bis 19-Jährigen wählen nur durchschnittlich aus 13 Angeboten aus. Die Frage ist allerdings dabei, welche Online-Medien die Kinder nutzen. Denn mit Facebook kann man insgesamt zigfach andere Medien nutzen. Insofern spiegelt die Studie nicht die vollkommene Wahrheit.
Spot On!
“Nur” 10 Online-Medien nutzen Kinder im Schnitt. Liegt das nun an dem Angebot, welches von den Eltern ausgeht, oder am Interesse des Kindes? Das Fazit der Studienmacher wage ich mal in Frage zu stellen. Sie meinen: “Wir sind auf dem Weg zu einer Medienmarkenmonokultur”. Was für Marketer ein Traum wäre, ist jedoch ganz so einfach nicht. Denn die Medienaufnahme ist sporadisch, sprunghaft und vernetzt, wenn man sich mit Kindern und ihrer Informationsaufnahme bzw. der Struktur von modernen Medien intensiver beschäftigt. Und wenn Kindern zunehmend Facebook nutzen, dann haben sie Zugang zu zahlreichen Online-Medienangeboten. Nur mit dem Unterschied, daß diese “eingebettet” werden in andere Angebote.
Oder seht Ihr das anders?
Report: Was bedeutet Information im Jahr 2015?
08.05.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webstrategie
Es ist ein faszinierender Report mit dem Titel “Information 2015 – Reforming the paradigm“, den Accenture da veröffentlicht hat. Das Thema ist aber nicht umsonst ein Accenture sehr nahe stehender Aspekt. Schließlich hat man in Indien das Innovation Center for Information Management und sich somit dem dem Thema Information Management verschrieben. Für die Studie hat Accenture mit der deutschen Trendagentur Z-punkt kooperiert.
Die Haupterkenntnisse werden in vier Szenarien zusammengefasst…
- Hoch-performante Unternehmen analysieren Produktivitätsdaten über Status und Vorgänge in der physischen und sozialen Welt, welche durch Sensoren und das ‘Internet der Dinge’ generiert wird.
- Social Software in andere Platformen und mobile Endgeräte integriert werden sowie sich in der physische Welt verbreiten (Augmented Social Workspace – der zukünftige Arbeitsplatz).
- Erfolgreiche Unternehmen in 2015 werden ein Netzwerk aus Experten bilden, und somit eine Angebotspalette an Kunden- und Business-Intelligenz, Vertrauenswürdigkeit und Echtzeit offerieren (Von SaaS zu Platform as a Service zu Experts as a Service)
- Persönliche Entscheidungsmaschinen werden die Fähigkeit von Firmen dramatisch verbessern, Konzepte zu erstellen und schnell und transparent Lösungen zu entwickeln (Personal Web Manager als Hybrid-Modell zwischen Mensch und Maschine?)
Spot On!
Es ist manchmal faszinierend, mit welchen Visionen die “große” Strategieberater aufwarten. Und liest man sich die Vorhersagen durch, vergleicht sie mit den angebotenen Beispielen aus 2005, so wird schnell klar, was möglich gewesen wäre, wenn man die heutigen Optionen vor fünf Jahren gehabt hätte. Für mich die erschreckendste Vorstellung und größte Herausforderung ist das erste Szenario. Ist sie doch auf gewisse Art und Weise ein “Big Brother is Watching You Working” -Szenario. Da dürften Betriebsräte in Deutschland Alarm schlagen. Erinnert an das IBM JamCamp und Gedanken hierzu…
Was haltet Ihr von den Accenture-Szenarien und wie realistisch seht Ihr sie?
Top-Banken nähern sich Social Web langsam
30.04.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webstrategie
Es ist eine Weile her, daß ich über Deutsche Top-Banken zu Social Media und Web 2.0 geschrieben habe. Und in den letzten Wochen wurde mehrfach die Frage aufgeworfen, ob hierzu nicht mal ein Update notwendig wäre. Gute Idee meiner User – machen wir!
Nun könnte man annehmen, daß nach der Finanzkrise in 2009 bei Banken vermutlich ganz andere Prioritäten auf der Liste der Verantwortlichen stehen. Aber da gerade jetzt Vertrauensbildung Not tut, entdecken auch die Banken die Möglichkeiten des Social Web. Und wie man sich strategisch geschickt als Bank im Social Web ins Gespräch bringen kann, hat Mashable kürzlich mit einer guten Zusammenstellung der verschiedener Social Media Optionen und Cases des amerikanischen Marktes gezeigt.
Dieser Post soll nun den deutschen Markt durchleuchten. Methode: Eigene Recherche, ohne die Hilfe der PR-Exeperten aus den Bankhäusern. Schließlich sind wir Kunde und wollen uns den Markt selbst erkunden.
Deutsche Bank
Die Deutsche Bank hat wahrlich einen erstaunlichen Aktionismus hingelegt in den letzten Monaten. Alle aktiven sozialen Kommunikationsstränge bekommt der Kunde als eigene Sub-Seite innerhalb des Webauftrittes angeboten. Von diversen Social Networks wie Facebook, YouTube, Twitter bis hin zu RSS Feeds ist alles übersichtlich dargestellt. Die Deutsche Bank hat aber nicht nur einen Account in den Netzwerken sondern bei den meisten gleich mehrere mit klarer Zielausrichtung (Investement, Karriere oder auch Corporate Communication) bei der Kundenadressierung.
Kundenadressierung? Ja, von Kommunikation kann noch wenig die Rede sein, eher von klassischem PR Broadcasting. Twitter Accounts sind mit Facebook 1:1 verbunden und es sieht aus, als füttere lediglich der RSS-Feed der Presse- und/oder Marcomabteilung die Accounts inhaltlich. Klassische Push-Kommunikation in meinen Augen, da meist mit Webinaren, PR-Meldungen und Promotions mehr die Leadgenerierung im Vordergrund steht.
Da manche Accounts allerdings noch jung sind und wenige Follower haben, bleibt abzuwarten, wie sich der Umgang mit den modernen Medien etabliert. Auf jeden Fall hat die Deutsche Bank das Ohr nah am Markt und bereitet die Kunden auf zukünftige Banken-Trends vor: “Nach Schätzungen der Deutschen Bank werden bis zum Jahr 2011 weltweit bis zu 150 Millionen Menschen ihre Bankgeschäfte online und mobil tätigen.” Eine gute Idee, gleich einen Ratgeber anzubieten: “Sicherheit beim Mobile Banking”.
Dresdner Bank
Eine schnelle Recherche eröffnet einem, daß anscheinend an einem Corporate Twitter Account und an einem Corporate Facebook Account gearbeitet wird. Und auch die Investoren-Riege Dresdner Kleinwort der Unternehmensgruppe hat sich auf Facebook schonmal einen “sozialen Anfang” eingerichtet. Die sozialen Aktivitäten der übernommende Commerzbank AG hat vor kurzem erst Armin Cremerius beleuchtet. Die Dresdner Bank öffnet sich langsam (ganz langsam) auf den Weg zur sozialen Webkundschaft.
HypoVereinsbank – UniCredit
Stilles Twitter-Monitoring? Der Sparkasse hört man jedenfalls schonmal fleissig zu, wenn man sich die Following-Accounts ansieht.
Interessante Erkenntnis war für mich, daß bei YouTube die Branded Accounts offensichtlich nicht wie bei Facebook in die Markenhoheit der Unternehmen migrieren oder für diese freigehalten werden. Wenn man sich mal den HypoVereinsbank Account ansieht. Ob das für die Marke so dienlich ist…?
Bei meiner Recherche fand ich als erstes Googleergebnis eine Stelle als “Praktikant/in für Projekt im Bereich Social Media / Web 2.0 / Employer Branding”. Eine Praktikantenstelle für eine Person, die Internet-Trends erkennen soll? Eine tolle Herausforderung? Oder unterschätzt man angesichts der Job-Beschreibung nicht ein wenig die Macht des “Web 2.0″?
Die HypoVereinsbank nutzt offensichtlich die Kraft von Social Media zur Markeninszenierung, wie sich beim HypoVereinsbank-Lego-Tower-Event über Facebook zeigt. Kommunikation mit den Kunden kann im Social Web auch so entstehen – allerdings mit fragwürdiger Nachhaltigkeit und auf klassischem Marketing- oder PR-Kampagnenlevel. Ist die Aktion vorbei, kommt der Facebook Account zum Stillstand.
Sparkasse
Die Sparkasse zeigt aufgrund ihrer Unternehmensstruktur vor allem regionales soziales Web-Engagement. Die Sparkassen Holstein und Pforzheim Calw twittern schon fleißig. Letztere haben sogar schon Facebook für sich entdeckt. Die Nürnberger haben sogar ein Weblog, welches von Mitarbeitern der Sparkasse Nürnberg geschrieben wird und “offen und ehrlich über verschiedene Themen, z.B. Finanzen, Ausbildung, Gesundheit im Beruf und vieles mehr diskutieren”.
Die Sparkasse Berlin integriert Facebook zur Marketingunterstützung beim aktuellen Konzept “Giro Challenge 2010″. Eine gute Idee, die zum Mitmachen anregt und auf einem interessanten Konzept für Jugendliche basiert. Gut auch der Brückenschlag der Synergieerzeugung mit der Hautpstadtseite Berlin.de, die die Kandidatensuche ausschrieb.
Der Corporate Twitter Account ist eher ein erweitertes Sales-Promotionstool wie man derzeit am Beispiel der Autokredit-Aktion mit Gebrauchtwagen.de ersehen kann. Der übergreifende Youtube Channel der Sparkasse und auch der DEKA Investment Unternehmensbereich vorwiegend auf die eigenen Werbespots zurückgreift, wobei letzterer auch schon kleine Ansätze von informativem Web-TV liefert.
Generell wirken die Accounts noch wenig lebendig und wird selten aktualisiert.
West LB
Man könnte wahrlich sagen, im Westen nichts Neues. Wenn bei Google mein Post zu Social Media und Web 2.0 in Verbindung zur WestLB immernoch als erstes Ergebnis angezeigt wird, dann steht dort offensichtlich Social Media nicht auf der Tagesordnung und ist auch weiterhin kein Bestandteil der webstrategischen Planung.
Spot On!
Vielleicht machen die Banken ja ordentliches Social Media Monitoring. Dann wird sich in den Kommentaren sicherlich bald eine Antwort auf einige Fragen finden. Grundsätzlich fällt auf, daß die populären Social Networks gerne als verlängerter Marketingkanal gesehen werden und sehr kampagnengetriebenen Einsatz erfahren.
Ansonsten muss man mal feststellen, daß Social Media selbst in einer größeren Studie zur Bank 2015 nicht einmal erwähnt wird. Verwundert es da, daß einige Banken sich die Kundenkommunikation nach traditionellem Vorbild genehmigen und stärker auf ihre Kernkompetenzen Beratung und Vertrieb konzentrieren sowie strategisch wenig relevante Bereiche outsourcen?
Ob Social Media wohl zukünftig im Kundengeschäft des Bankenwesens eine Rolle spielt? Und ob Social-Banking auf Facebook bald zum Alltag gehört, darf man trotz einer verheissungsvollen Steria Mummert Consulting Studie wohl eher anzweifeln.
Unerklärlich bleibt mir, warum das Thema Blogs wenig Anklang bei Top-Banken findet. Obwohl doch selbst die Deutsche Bank in ihren Marktforschungsbemühungen das Wirkungspotential bereits vor Jahren erkannt hat. Aber vielleicht habe ich die auch übersehen…? Wer weiß…
PS: Danke an Brandflow für ein paar Links zum Post.


