CeBIT 2.010 – Always mobile, always social, always on
09.03.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webstrategie
Als mobile Devices (altdeutsch = Handys) erfunden wurden, dienten sie dem Sinn, im Notfall in Echtzeit Informationen auszutauschen. Das mag zwar heute immernoch so sein. Dennoch hat die CeBIT 2.010 die soziale Erweiterung des Nutzungsbeweggrundes sowie die damit einhergehende Bedeutung für Sales und Marketing den Massen eindringlich verdeutlicht.
Tippte man früher umständlich die notwendige Nummer ein, um schnellstmöglich die Polizei, den Krankenwagen oder Abschleppdienst zu einem Unfallort zur Hilfe zu holen und den Verkehrsfluß wieder zu gewährleisten. So wird heute mit dem Handy ein Film (Bild ist schon fast uncool) vom Unfall gemacht. Dieses Video wird dann in einem sozialen Netzwerk hochgeladen und die Freunde auf die verkehrstechnische Umfahrung des Unfallortes per Twitter in Echtzeit aufmerksam gemacht.
Die Tastatur des Handys spielt dabei zukünftig immer unerheblicher. Gilt es doch, wertvolle Zeit zu sparen. Schließlich wissen Usability Experten um die Wichtigkeit eines der Moderne entsprechenden kundenfreundlichen Bedienungskonzeptes. Ja ok, und auch der Notwendigkeit keine Zeit bei einem Unfall zu verlieren. Richtig.
Ergo, die App revolutioniert nicht nur das (mobile) Internet, sondern auch den Markt der mobilen Endgeräte und deren Grundausstattung. Und wer denkt, daß gelte nur für das Handy irrt sich. Auch das Auto der Zukunft greift vermutlich per Touchscreen nur noch auf Apps zu, wie die T-Systems wunderbar offline auf der CeBIT illustrierte.
Man mag sich gar nicht ausmalen, wenn man auf das Auto Screenplay noch die Apps von Facebook und Twitter hochladen kann, wie es Ford erst kürzlich in Aussicht gestellt hat. Dank Google Streetview können sich die Netzwerk Freunde dann den Ort des Geschehens zukünftig aus der sicheren Ferne ins Gedächtnis rufen. Und das Ganze sogar im Vorzeit-Webzustand – in Echtzeit schafft wohl selbst Google den aktuellen Straßenüberblick nicht. Auf der Cebit konnte man die Autos bewundern, die diese Strassen-Bilder zukünftig für uns machen – von Künstlern in liebevoller Kleinstarbeit verziert.
Ob die Künstler sich wohl danach erstmal bei studiVZ auf der Couch ausgeruht haben? So ganz unmobil, aber natürlich sozial und im “always on” Modus? Vermutlich nicht. Man musste schon ein Auto vor die Couch fahren, um irgendwie darauf zu kommen. Vielleicht haben sie aber auch nur ein Bild mit der erhöhten Kamera-Perspektive gemacht, um es dann vom Auto aus in ein soziales Netzwerk hochzuladen.
Offline gibt es den Menschen 2.010 anscheinend nicht mehr. Aber vielleicht braucht er gerade deswegen bald wieder die Ursprungsfunktion des Handys, wenn es nämlich vor lauter Onlinezeit dann in der Offlinewelt ständig kracht, weil gerade mal wieder umstrittene Location-Based Services gecheckt wurden nach den neusten Promotions und Angeboten in der Umgebung ums Auto.
Spot on!
Ach ja. Zur Deutschen Telekom gibt es auch noch ein paar Worte zu sagen. Man frägt sich, ob der Konzern Re-Branding -Weltmeister werden will. Mit jeder neuen Business-Strategie würfelt man anscheinend auch gleich ein neues Branding in den Markt. Egal ob die dann Webstrategie 2.0 heißt oder nicht und man mit Kundengeschenken wirbt, die vom Obama 2.0 Leitspruch abgeleitet sind. So wird aus “Yes, we can” einfach mal schnell “U Can” (mit dem Claim ‘The power to transform’). Und ebenso schnell wandelt man T-Online, T-Com, T-Mobile oder T-Home um. Jetzt geht der Konzern mit T auf Kundenfang. Mit weiterhin einem Punkt davor, 3 dahinter und gleichem Audio-Logo? Der PR Twitter Account darf nicht fehlen und auch Facebook wird offensichtlich bald kommen, wenn man mal genau sucht.
Ob und wie diese zahlreichen Brandingwechsel die Markenführungs-Experten auslegen, bleibt spannend und abzuwarten. Sachdienliche Hinweise bitte an die Branding-Unfall-Notaufnahme MMG bei The Strategy Web. Danke im voraus!
PS: Geschrieben auf dem Flug von Hannover nach München, auf dem iPhone – aber offline im Flugmodus…
News Update – Best of the Day
21.01.2010 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Daily Top 3
Content strategy becomes more and more important as customers approach companies and get engaged in company buzz. In order to be prepared companies should have a good content strategy in place. Shay Howe writes about the relevant tactical steps involved in developing a content strategy and offers great case studies with it.
Marketers want to get insight in what kind of advertising are seen and what is not being noticed o the web. The book “Eyetracking Web Usability” offers some answers based on an eyetracking study. Only close to 36% notice ads on a web page. 52% look at purely textual ads, 52% view ads where image and text were separate, 51% of viewers noticed sponsored links on search engine pages. Ads carrying text on top of images is not very successful.
What is the formula of social media success? With Starbucks we have an interesting show case which was summarized by Ayelet Noff that highlight their powerful social media tactics and strategic motivation.
Webstrategie 2010 – Gedanken zum Jahreswechsel
19.12.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webstrategie
Die Frage wurde mir in 2009 ein paar Mal gestellt und ich hab mich entschlossen, jetzt doch ein paar Worte zu schreiben. Der Jahreswechsel steht an, alle schreiben ihre Vorhersagungen für 2010 – selbst der Hausmeister schreibt mir mit Jahresgrüßen, worauf wir uns 2010 bei der Mülltrennung einstellen dürfen. Vorhersagungen gibt es bei The Strategy Web keine – es kommt eh alles anders als wir denken.
Die Frage meiner Kunden lautet:
“Worauf sollen wir denn im nächsten bei unserer Webstrategie achten?”
Ein Punkt vorweg: Die Internet-Marketing-Strategie ist nicht ihre Webstrategie – Webstrategie ist Businessstrategie!
Hier also meine Gedanken, die sie als Basis für ihre Webstrategie anstellen können, um mit ihrer Internet-Marketing Strategie erfolgreicher zu sein.
Die Webseite
Für viele Unternehmen ist die Webseite die zentrale Schaltstelle, an der sich Mitarbeiter orientieren, Partner Kooperationsmöglichkeiten evaluieren und mit der Kunden mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Gerade im Zuge der Social Web Bewegung übersehen Business-Entscheider ihre Bedeutung. Man will überall sein, betreibt das (noch) Herzstück nur noch halbherzig und verliert hier potentielle Leads und zählbare Umsätze. Um eine optimierte Nutzbarkeit und “Zugangsperfektion” zu gewährleisten, sollten sie intern bei den Mitarbeiter und extern über einen Drittanbieter eine Usability-Studie durchführen (lassen).
Lassen sie Mitarbeiter und potentielle Kunden rund 8-10 Fragen zum Look-and-Fell, Navigation und Usability beantworten. Und scheuen sie sich nicht, dies online wie offline (audio/video) zu machen. Der Vergleichstest zwischen alter Webseite und der nach einem Relaunch (A/B Test) sollte einen klaren Upside bei den Business KPI’s und dem Online ROI hervorbringen. Und das nicht nur kurzfristig…
Das/Die Blog/s
Wenn sie noch nicht bloggen, sollten sie damit anfangen. Die Benefits sind vielfältig: Community-Building, Assoziation mit Themen rund um ihr Business, Positionierung einer Vorreiterschaft, Offene Echtzeit-Kundenkommunikation und… SEO-Effizienz. Die Chance von organischer Suche zu profitieren, ist mit einem Blog höher als mit einer klassischen Webseite, aufgrund inhaltlicher Genauigkeit, relevanter Aktualität und der interaktiven Dialogs. Prämisse: Der Blogaufwand muß auch der organischen Suche gerecht werden.
SEM/SEO
Wer im eigenen “Webhaus” sitzt, sucht dort seltenst. Haben sie schonmal nach ihren Keywörter durch externe Personen suchen lassen? Oder Kunden ihre SEM/SEO Taktiken nachvollziehen lassen? Oft ist es angenehm und kostengünstig, die Aufgabe selbst zu übernehmen. Ob man dabei aber neuen Input oder Ideen zu neuen Ansätzen bekommt? Der externe Einblick offeriert die Sinnhaftigkeitsüberprüfung ihrer Vorgehensweise – die so richtig wie falsch sein kann. Einen Test ist es definitiv wert, oder?
Email-Marketing
Fast alle Unternehmen haben ihre Prozesse und vergessen dabei den Kunden, der das Unternehmen “beim Wort nimmt”. Das fängt an beim ordentlichen Umgang mit Mailing-Datenbanken, ansprechenden Überschriften, inhaltlicher Aussage, etc. Oft wird dem Tag oder der Uhrzeit der Aussendung wenig Aufmerksamkeit geschenkt – ein bitterer Fehler. Manchmal kann eine Kampagne an einem Tag schlechter ausfallen als am anderen, obwohl das Mailing und die Liste identisch ist. Kurze Zusammenfassungen am Anfang sind hilfreich und teasern erfolgreiche Inhalte vergangener Kampagnen.
Social Media
Social Networks wie Facebook, Twitter, XING oder LinkedIn sind derzeit sehr populär. Auch ihre Kunden sind dort und investieren viel Zeit darin. Sei es, weil man sich als Fan oder Follower einer Marke, eines Produktes oder eines Services bekennt und zu erkennen gibt, oder weil man auf ein Schäppchen hofft, oder kollaborieren will mit dem Hersteller, oder nach besserem Kundenservice sucht. ‘Lernen und Empfehlen’ sind die Treiber des Social Web, ein großes Plus für wache Unternehmen und Marken. Hören sie hin, ob und wo ihre Kunden sind, sprechen sie an und ja: Sie dürfen noch Fehler machen… Nobody is perfect. Aber hören sie auf, Monologe zu führen (gerade im Social Web).
Social PR
PR Releases gehören zwar noch dazu – effizienter ist Social PR. Platzieren Sie ihre Pressemitteilungen bei populären Blogs oder bei im Page Rank hochwertigen sowie generell stark verlinkten Seiten. Eine noch viel zu wenig genutzte Taktik, vor allem im Produkt Marketing. Wie wenig Firmen nutzen die Chance, einfach mal ein Produkt oder Gadget zu platzieren (Backlinks!). Es bringt Traffic und zieht Medien Anfragen nach sich, um sich als Vordenker oder Experte zu plazieren. Etwaige Effekte zugunsten der Auffindbarkeit ihres Businesses, der Produkte und Services bei Suchergebnissen mal ganz außen vor gelassen. Vergessen sie nicht, daß die Echtzeit-Suche kommt – nutzen sie dies als Wettbewerbsvorsprung…
Display Werbung
Die gute alte Banner- oder Text-Ad Kampagne hat noch lange nicht ausgedient – aber sie gehört in ihrer Anspruchsdenke bei Marketiers reformiert. Wer eine Branding-Kampagne startet, darf keine Leads erwarten. Und eine Lead-Kampagne braucht ein Call-To-Action mit Benefit für den Kunden. “Hier klicken für mehr Infos…” ist zu wenig. Dazu braucht der User keine Aufforderung. Dazu sollte das Creative bereits anregen. Und noch etwas: Banner- und Search-Marketing ergänzen sich; ersetzen können sie sich gegenseitig nicht.
Online Kunden-Service
Angefangen bei Kampagnen Landing Pages über die klassische Kontaktseite bis hin zum Twitter-Account: Was im Echtzeit-Web zählt ist die Reaktionszeit. Zwischenzeitliche Tests, die ich mit Kollegen und Freunden ab und zu durchführe, zeigen hier unfassbare Ergebnisse. Manche Großunternehmen haben offensichtlich keine CRM-Policy (oder leben diese nicht), oder sie ignorieren ihre Kunden im Gedanken an die Massen(umsätze). Aber mit dem Social Web kann sich diese Welt schnell verändern. Auch hier hilft A/B Testing hervorragend und ist zwingend von Nöten. Nur so bleibt die CRM Strategie aktuell und sie haben auch zukünftig ihr Ohr am Kunden. Denn am Schluß bestimmt der Kunde, ob er mit ihrem Online Angebot umgehen will, oder nicht.
Web-Analyse
Viele Marketiers tracken ihre Webergebnisse und machen auch ihre Analysen, manche werden sogar Benchmarks haben. Diese Benchmarks dürften sich 2010 verschieben, da sich die Intensität und Länge der Aufmerksamkeit zugunsten des Brands und der Produkte neuen Einflüssen aus dem Social Web weichen dürften. Wo man früher den Click und dem Visit die Hoheit gönnte, rückt auf einmal die soziale Koversion in den Vordergrund, die soziale Aktivität der Kunden. Und die kann sich in Gesprächen, Ratings, Reviews oder Kommentaren zeigen. Metriken werden sich verädern und Benchmarks werden überdacht werden. Und so werden Dollars aus reaktivem Sales entstehen – eine vollkommen neue Form des Kundendialogs.
Webstrategie ist eine Herausforderung, die 2010 aufgrund der spannenden und schnellen Entwicklung des Web weiterhin faszinierend sein wird. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei ihren Bemühungen und der Weiterentwicklung ihrer Businessstrategie.
The future – is paid service the ‘old’ paid content?
11.11.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie English Content, Featured Stories
The idea for this post came with the following idea. What is paid content and what is paid service? Would you know the difference?
So, if a news site charges for an amount of time, for an amount of activities or clicks, and not exclusively for mere access to a news site, are we still talking about paid content then? Or will this become paid service?
OK, CoTweet gave the kick off for this post. Although I am still using Twitter, I have thought about CoTweet for a while as it is a good Twitter CRM tool and offers more opportunity to handle multiple accounts with multiple people. Yesterday, the company announced to launch an enterprise edition as a paid service version – probably in order to monetize their business model. The new enterprise program plans to start with $1,500 per month.
Among the first booking clients that will use the fee-based service are top companies like Ford and McDonalds. They profit from the new paid service offer in terms of benefits for data storage, usability and analytic features versus pure conversational options. And CoTweet makes way -and becomes another test- for Twitter to launch their commercial accounts soon.
Now, I don’t want to discuss whether it makes sense to start the paid service era. As in my eyes the need for paid service offers is definitely evident if content will still be valued the way it deserves to be valued. Content production costs time, resources and fees for service partners. It costs money. And somebody has got to pay the bill…
No wonder, Murdoch openly discussed the idea of removing the News Corp sites from Google’s index in the following interview. He wants to make money with ‘his’ content.
And as a consequence Hulu, a joint venture of Murdoch’s News Corp. and NBC Universal, just recently thought about the launch of a paid service subscription offer.
Spot On!
In my eyes, the future of content monetization will be some kind of fee-based subscription model for those web businesses that want to survive. The question remains: Which model will the users finally accept? Paid content or paid service? But it is not as easy as you might think. As paid content could become paid service in the future – no matter if indexed on Google, or not- are we not talking about a new word for the same idea: Getting money for content value.
Curious about your views…
Studie: Live Online-Hilfe bei Kundenservice bevorzugt
09.10.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Sales, Social Media
Wie wichtig Live Online-Kundenservice in unserer modernen Webwelt ist, wird permanent von Social Media Begeisterten in den Vordergrund gestellt. Beispiele von Twitter-Accounts wie Bank of America, Starbucks oder Dell sind der lebende Beweis dafür, daß zeitnaher Kundenservice immer stärker online gewünscht wird.
Die Kunden sind aber auch von anderen Online-Formen des Kundenservice begeistert, wie jetzt eine aktuelle Studie von ATG (Art Technology Group) unterstreicht, die die Wichtigkeit des Live Online-Kundenservice zur Förderung der Kundenbindung in den Mittelpunkt stellt.
Die Studienbefragung beleuchtet die Eindrücke und Vorlieben von 1.000 Internetusern, die sich für Live Online-Hilfe Möglichkeiten aussprechen. Es ging dabei um die Frage, ob die Kunden Click-to-Call und Click-to-Chat nutzen, wenn sie online auf Shoppingtour gehen.
Die interessanteste Erkenntnisse der Studie ist, daß 67% dazu tendieren, idealerweise beide Optionen zu haben: ein Live Text-Chat und ein Live-Voice-Konversation, um Hilfe zu bekommmen, wenn Sie Online einkaufen.
Der Trend, mit jemand online in Echtzeit sprechen zu können, nimmt demnach klar zu. Lange Wartezeiten, bis jemand auf eine Email antwortet, sind demnach eindeutig ‘out’.
Spot On!
Weiterhin ganz oben auf der Wichtigkeitsskala der Angaben auf einer Webseite sind Preise für Produkte und Services sowie einfache Usability beim Browsen und Suchen. Interessant ist noch zu erwähnen, daß der durchschnittliche Online-Einkaufswert bei 73% weiterhin im Bereich zwischen 1-100 US Dollar liegt. Unverständlich sind allerdings die Zahlen in diesem Sheet, da sich hier keine 100% am Ende ergeben…
Studie: Nur 15% nehmen Suchwortanzeigen wahr
04.05.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webmarketing
Eine aktuelle Studie von Interface Consult macht klar, daß nur rund 15% der Nutzer Suchwortanzeigen auf Ergebnisseiten von Suchmaschinen wahrnehmen. Für die Auffälligkeit der Anzeige ist die Intention des Nutzers entscheidend. Je nachdem, ob er kaufen oder sich infomieren will, fallen die Suchwortanzeigen mehr oder weniger ins Auge.
Die Eyetracking Studie hat das Suchverhalten auf Google und die Wirkung der Suchergebnisse auf den Nutzer unter die Lupe genommen. Die meisten Blickkontakte entfallen dabei auf organische Links und Top-Links. Die Adwords Anzeigen werden leider nur von einem geringenm Anteil der Suchenden wahrgenommen.
Welche Ergebnisse werden wahrgenommen…
Der erste Suchtreffer wird in 95% der Suchanfragen betrachtet, der zweite in 85%, etc. Treffer acht und neun werden immerhin noch von jedem dritten Nutzer wahrgenommen. Ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen die Top-Links, allerdings in umgekehrter Reihenfolge.
Top-Links werden betrachtet…
1. Top-Link 73%
2. Top-Link 89%
3. Top-Link 93%
Als Schlussfolgerung meinen die Studienautoren…
“Offensichtlich werden Top-Links umso besser wahrgenommen, je näher sie an den eigentlichen Suchergebnissen liegen”
Adwords hingegen schneiden schlechter ab. Nur 15% der Nutzer betrachten Adwords. Interessanterweise erhält die zweite Position mit 20% die meiste Aufmerksamkeit, auch wenn eins und drei nur gering dahinter liegen.
Spot On!
SEM bleibt dennoch aufgrund der Effizienz ein beliebtes Werbe-Instrument. Trotz geringer Aufmerksamkeit erzielen Suchwortanzeigen gute Ergebnisse in der ROI Gesamtbetrachtung im Vergleich zu Bannern, die vor allem mit steigender Banner-Blindness zu kämpfen haben. Wobei hierbei oft fehlende Kreativität bei der Bannergestaltung mit Schuld ist. Speziell wenn der Kauf im Vordergrund steht, können Textanzeigen gute Ergebnisse erzielen, wenn die Textanzeigen richtig aufgebaut sind. Benutzer auf virtueller Shopping-Tour klicken eher auf bezahlte Links als jene, die eine Information suchen: Jeder vierte Klick einer Person mit Kaufabsicht erfolgt auf einen bezahlten Link, während bei Personen auf Informationssuche nur jeder zehnte Klick auf einen bezahlten Link erfolgt. Vermutlich hat sich inzwischen der User daran gewöhnt, redaktionelle Inhalte von Werbeinhalten bei Suchergebnissen zu trennen.
Studie Usability: Kurze Startseiten bei Shops bevorzugt
26.02.2009 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Featured Stories, Webmarketing
Eine aktuelle Studie der Marktforscher von eResult beleuchtet das ‘Scrollverhalten auf Startseiten von Online-Shops’. Hierzu wurden 600 deutsche Personen befragt über die Länge von Startseiten und wie weit User nach unten scrollen. Ergebnis: Kurze Startseiten werden definitiv bevorzugt.
40,4% der deutschsprachigen Webnutzer wollen gar nicht scrollen auf der Startseite. Mehr als 48% der Umfrageteilnehmer bevorzugen Startseiten, bei denen sie möglichst nicht scrollen müssen. Aber die Einschränkungen gehen noch weiter: Die Bereitschaft auf einer Startseite zu scrollen, besteht bei 42,8% dann, wenn dafür idealerweise nicht mehr als rund 1,5 Scrollraddrehungen getätigt werden müssen. Ist die Bildschirmauflösung 1024 x 768 Pixel dann entspricht dies etwa 1500 Pixel (ca. 2 Bildschirmseiten).
Geschlechtsspezifische Unterschiede
Frauen sind gundsätzlich eher bereit zu scrollen als Männer. Sie lassen sich anscheinend schneller oder stärker dazu verleiten weiter bzw. länger zu scrollen.
Altersspezifische Unterschiede
Die scrollbereiten Zielgruppen der unter 20jährigen und der über 60jährigen stechen klar heraus. Die Zielgruppe der 40-49jährigen ist eher ’scroll-renitent’.
Sonstige Einflusskriterien
Die Scrollakzeptanz der Webnutzer nimmt deutlich zu, wenn ziellos geshoppt wird. Diese ‘Shopper’ scrollen länger und die Scrollbereitschaft steigt von unter 10% auf über 20%. Sind interessante Produkte auf der Startseite angeordnet, so steigt ebenfalls die Bereitschaft bei 20% der Befragten.
Dennoch… Die Stimmung, die Bildschirmauflösung sowie die Intensität der Internetnutzung hat keinen signifikanten Einfluss auf die Scrolltoleranz.
Spot On!
Die Studie beweist, Online-Shops sollten ihre Startseiten im Sinne Staying Time und der Umsatzsteigerung kurz halten (max. 2 Bildschirmseiten). Sie sollten sich genaustens überlegen, welche geschlechts- und alterspezifische Unterschiede in Frage kommen können und diese im Sinne der Usability einfach halten.
Traditional Media: Embrace new modes of communication
17.12.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie English Content, Featured Stories
One-on-One Interview with Julian Desborough
Publishing Operations Director and Webstrategist, Times Online

Julian Desborough is the content web strategist at Times Online. He helped run the development of the current iteration of Times Online and facilitated the content migration from Vignette to Escenic, after which he became the Publishing Operations Director of Times Online.
The Strategy Web interviewed Julian to get his idea on the ideal web strategy for a traditional media company.
Q: Please tell us in one sentence what webstrategy means to you?
Julian Desborough For me, Webstrategy is defining and maintaining your presence in the appropriate sectors of the digital marketplace.
Q: What makes a great web strategist and why does he become more and more important for a company?
Julian Desborough A great web strategist should spot emerging technologies and opportunities in the digital sphere while advising on corporate exposure and effort on existing channels. The web strategist also has a crucial role in evangelizing the digital space to more traditional areas of the business and leading the call for change within the organisation.
Q: What are the departments in your company that need you most and why?
Julian Desborough There is not one single department that does not need a web strategist. Commercial needs someone to spot the opportunities; Editorial needs someone to maximize the value of the content they produce; Technical needs someone to constantly challenge existing technologies, architectures and workflows to maintain standards of service and ability to future-proof investment.
Q: Did you face any kind of problems and issues when collaborating with departments (reporting structure or hierarchy)?
Julian Desborough Departments that are not “online facing” have a natural resistance to change. Most issues were around new work flows and integration issues with existing technology and workforces.
Q: What are the 3 biggest challenges you are ‘fighting’ against in your daily business?
Julian Desborough (a) Rate of change within the organisation, (b) Ability to keep the company in line with trends within the industry, (c) Technical stability and usability.
Q: Publishing houses are said to be ‘inflexible and not really Web 2.0 focused’? Is this something you can underline?
Julian Desborough The biggest problem for traditional media companies is their inability to embrace new modes of communication and content delivery and provide investment in a manner that does not fly in the face of normal business opportunity planning (there was a time when too much money was thrown at online ideas without sound business cases).
Q: Talking about Social Media und Web 2.0 @ Times Online, did you implement any web 2.0 projects already? Examples like blogs, wikis, youtube, etc.)
Julian Desborough We have been running more than 50 blogs over the past three years (a challenge has been integrating them within our existing content infrastructure). We invite readers to comment on articles that they read (these are displayed within the article) and we embed youtube video clips, google maps and other items into articles to encourage reader interaction. We also have created online communities around small niche collections of content such as crossword clubs and book clubs and we successfully market content and promotions to popular email bulletins that readers have selected to receive.
Q: Will every company have a webstrategist in the near future?
Julian Desborough Sadly, I think not.
Thank you for the interview and your time, Julian!
News Update – Best of the Day
03.11.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Daily Top 3
- Generation X hat sich zwar von klassischer Werbung verabschiedet, ist aber dennoch in die Jahre gekommen und freundet sich inzwischen mit dem mobilen Internet an – laut eMarketer.
- Adnation: Macht es Sinn, Banner mit Kommentarfunktion zu haben? Hugo E. Martin steht dem skeptisch gegenüber. Ein Banner kommentieren, macht wahrlich keinen Sinn… Optionen bietet die technische Lösung dennoch: Direct-Reponse Meschanismen Banner sind -richtig eingesetzt- ein Feedback-Traum für Unternehmen.
- Webdesign und Usability wird für erfolgreiche Webseiten immer bedeutsamer. Auf den Medientage München konnte man hierzu diverse gute Beiträge anhören, die Gerrit van Aaken auf seinem Blog praegnanz.de treffend zusammenfasst.
Schnell-Check für Online-Shops – günstiges Shopsiegel mit Mehrwert
27.08.2008 von Martin Meyer-Gossner
Kategorie Prosumer, Webkommunikation
Die GFK stellte erst kürzlich mit einer Studie die Wertigkeit von Gütesiegel für Online-Shops in den Vordergrund. Ein solches Shopsiegel bietet das Shop-Zertifizierungsinstitut SECUREDSHOP jetzt mit einem preiswerten Schnell-Check für Online-Shops an (95,- EUR zzgl. USt. je Check, per E-Mail bestellbar).
Es werden dabei -laut SECUREDSHOP- alle wichtigen juristischen, sicherheitsrelevanten und kundenorientierten Merkmale eines Online-Shops überprüft. Vor allem werden aber die Pflichtangaben im Impressum überprüft sowie sonstige weit verbreitete Abmahnungsrisiken. Sogar Themen wie Security und Usability werden mit in die Überprüfung einbezogen.
Shop-Betreiber Markus Schmitz von Inkpool hält viel von der Idee und kann bestätigen, dass die Kunden Wert auf die Zertifizierung eines Online-Shops als vertrauensbildende Massnahme legen. Zudem bekommt man gute Hilfestellungen und über sieht diverse businessrelevante Faktoren von Online-Shops nicht, meint Schmitz.
Fazit: Der Shop-Betreiber erhält so innerhalb kürzester Zeit einen Überblick und wertvolle Tipps und Optimierungshinweise von Shop-Spezialisten.


