B2B vs. B2C: Wofür sich Social Media eignet?

Egal ob Veranstaltung, Webinar oder Kundengespräch – viele meiner leitenden Ansprechpartner oder Kunden fragen mich, ob Social Media nun (mehr) für B2B oder B2C tauglich ist. Die Frage klingt ein wenig so wie vor 15 Jahren, als man mich fragte, ob das Internet für das Business, die Umsätze und die Lead Generierung wirklich wichtig wird.

Grundsätzlich ist Social Media mal für beides einsetzbar – aber selbstverständlich unter unterschiedlichen Vorzeichen. Und: Ja, man kann Social Media sehr gut für die B2B PR-, Marketing- und Saleskommunikation einsetzen (siehe hierzu auch Erkenntnisse der Studie der wob AG). In meinen Augen ist das Social Web für B2B sogar effizienter und mit oft schwerwiegenderer Wirkung nachhaltig als im B2C Umfeld.

Vor jedem Social Media Engagement sollte dennoch geklärt sein, warum das Unternehmen überhaupt ’sozial’ werden will, wo die Stärken und Schwächen der Produkte und Dienstleistungen sind und wen das Unternehmen mit dem sozialen Web-Engagement adressiert.

Entsprechend empfehle ich Unternehmen nachfolgende drei Denkansätze vor jeder Wahl eines Plattform-Engagements zu untersuchen und analysieren – denn die Vorzeichen sind in diesem Fall für B2B wie für B2C gültig.

Analysieren Sie…
Stellen Sie sich als verantwortlicher Manager nachfolgende Fragen. Es würde mich wundern, wenn Sie danach nicht wissen, ob der Einsatz von Social Media eine Relevanz für ihr Unternehmen hat.

- Wer meiner Kunden ist bereits im Social Web unterwegs? Firma, Jobtitel und Branche sind dabei getrennt be(tr)achten!
- Was schreiben meine Kunden auf sozialen Netzwerken?
- Wann sind meine Kunden in diesen Plattformen aktiv?
- Wo schreiben die Kunden Status Updates, Kommentare oder Posts?
- Warum engagieren die Kunden sich mit (hohem) zeitlich Aufwand im Social Web?

Diese Analyse läßt sich im übrigen gleichermaßen bei der Mitbewerbsanalyse durchführen. Es läßt ähnliche Schlüsse auf potentielle Kundschaft für ihr Unternehmen im sozialen Web zu.

Ein einfacher erster Schritt ist, mal testweise Facebook, Twitter, YouTube oder Business-Netzwerke wie LinkedIn oder XING nach Mitarbeitereinträgen und Unternehmenspräsenzen der Kundschaft durchzusehen.

Social Networking Profile agieren oft wie Hubs der im Social Web aktiven Firmen. Die persönlichen und unternehmerischen Profile vernetzen sich, verdeutlichen welches Engagement man im Social Web betreibt und wen man in seinem sozialen Netzwerk Wert schätzt.

Das ist übrigens kein “Social Media Stalking”, sondern reine Business-Recherche der Neuzeit 2.0. Diese taktische Massnahme nutzen auf meinen Businessprofilen bei XING und LinkedIn tagtäglich zahlreiche Menschen (Kunden, Mitbewerber, Partner, Personaler, usw.). Warum also nicht Sie?

Rechnen Sie…
Bei sozialer B2B Kommunikation geht es nicht um erkaufte Reichweite (Page Impressions oder Clicks), die sie erzielen, sondern um taktische Intensitätstiefe in der Kundenkommunikation (Konversation, Transparenz und Offenheit), die ihre sozialen Auftritte offerieren. Es geht um das Angebot an den Kunden, sich zu zeigen und ihr Business anzusprechen, zu loben oder zu kritisieren.

Wie wir alle wissen, ist jeder Kunde eine Referenz. Kommt dieser im ‘öffentlichen’ Gespräch transparent zu Wort, hat das Gewicht und zeigt, daß diese Person nicht ein traditionell vom Unternehmen gelistetes Testimonial ist. Und stellen Sie sich mal vor, aus so einem offenen Web-Gespräch über ihr Blog wird ein Kunde – den sie wieder zu einer Referenz machen können?

Vor allem im B2B Geschäft macht sich das umsatztechnisch mehr bemerkbar denn im B2C Geschäft. Man stelle sich nur mal vor, eine Firma verkauft dank einer Empfehlung mal eben im Produktionsbereich eine Maschine für 20.000 EUR im Vergleich zu einem Kopfhörer für 25 EUR. Wer es also schafft, seine Kunden in sogenannte “Brand-vangelists”, sprich ‘indirekte Marken-Fürsprecher’ zu wandeln, kann gerade im B2B Geschäft mit ordentlichen Umsatzzuwächsen dank Empfehlungsmultiplikation rechnen.

Bedenken Sie…
Die B2B Geschäfte beruhen auf einem zeitlich längeren Entscheidungs- und Einkaufsprozess. Die Preismodelle sind meistens bedeutend höher und die Kundenbasis ist kleiner als im B2C Geschäft. Nachhaltigkeit ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Business-Kundenbeziehungen. Man kommuniziert, diskutiert und argumentiert eben lange mit einem Kunden bis er ein Produkt oder eine Dienstleistung im Einkaufsprozess in Betracht zieht. Diese nachhaltige Kommunikationsbereitschaft mit Kunden sollte sich in der Content Strategie im Social Web wiederfinden. Oder machen Sie das derzeit auf ihrer Unternehmenswebseite?

Ist es da nicht gut, immer wieder einen kommunikativen Impuls abseits einer PR-Meldung oder Marketingaktion zu setzen? Teilen Sie die Bedenken, die ihre Kunden haben mit potentiellen Kunden, die sie noch gar nicht kennen. FAQs sind nett, aber schauen Sie sich genau an, wie oft die noch jemand liest.

B2B Kundenkommunikation über Web 2.0 Tools wie Blogs und soziale Netzwerke (siehe auch diese Studie hierzu) kann man wunderbar spiegeln und vernetzen, damit noch mehr potentielle Kunden von grundsätzlichen FAQs um Produkte, Lösungen und Services zeitnah erfahren. Das Engagement der Kunden ist aufgrund der Investmenthöhe intensiver im B2B höher als im B2C Business. Hat man den Kunden gewonnen, ist der Faktor der Mundpropaganda alles entscheidend – und den bietet Social Media in höchstem Masse… (Referenzseiten werden nebensächlich).

Warum also das Social Web nicht aus webstrategischen Aspekten für die B2B Aktivitäten nutzen?

Spot On!
Entscheidend ist: Business geschieht zwischen Menschen, die Beziehungen zueinander haben und deshalb Geschäfte abschließen, weil sie sich vertrauen. Das Social Web vermenschlicht – auch Unternehmen. Das ist eine große Chance für Unternehmen dem Anstrich eines Fabrikwesens zu entweichen. Ja, es gibt Unterschiede im taktischen Einsatz von B2B und B2C. Nein, aus strategischer Sicht gibt es keine Unterschiede. Das strategische Ziel des Social Media Einsatzes eines Unternehmens, ob hier oder da, sollte demselben Erhebungsprozess folgen und den gleichen Fokus haben: Die Unternehmensvision Wirklichkeit werden zu lassen.

Oder wie sehen/seht Sie/Ihr den Unterschied zwischen B2B und B2C im Social Web?

PS: Brian Solis hat hierzu übrigens kürzlich zahlreiche Fakten zum Status von B2B in Social Media aus der 2009 B2B Social Media Benchmarking Study präsentiert.

Case Study: Social Media zur Lead Generierung

19.01.2010 von Martin Meyer-Gossner  
Kategorie Social Media

Eine aktuelle Fallstudie von Breakingpoint (THX to Jeff Bullas) unterstreicht die weitreichenden Möglichkeiten, die das Social Web bei der Lead Generierung offeriert. Im Mittelpunkt der Strategie stehen dabei als taktische Massnahmen integrierte Emailkampagnen und Social Media Ansätze, welche über verschiedene Plattformen angegangen werden. Die Messung der Ergebnisse zeigt vorzeigbare Zahlen…

55% aller Leads kommen von Inbound Web Visits
75% der durch Marketing beeinflußten Pipeline kommen von Inbound Web Leads

Das Fallbeispiel “verordnet” 6 Social Media Schritte, die den Sales Funnel füllen:

1. Erstelle ein Blog, um anzufangen und nimm an der Konversation teil.
2. Setze einen aktiven Twitter-Account auf.
3. Erstelle eine LinkedIn Gruppe (oder Facebook Page, abhängig von deiner Demographie) – Anmerkung: XING Gruppe in Europa ist sicherlich auch nicht verkehrt.
4. Modifiziere Deine Strategie für Pressemitteilungen für Blogger Coverage
5. Promote Social Media Channels auf Deiner Firmen Webseite und in Email Signaturen
6. Messe die Größe der Social Media Accounts und des Web-Traffic

Die Ergebnisse der Social Media Kampagne machen klar, daß es einen starken Zusammenhang zwischen der Nutzung von Social Media Channeln und dem Wachstum des Web-Traffics sowie der Leads gibt. Das Besondere daran ist, daß der Zuwachs des Traffics sich in der Mehrzahl der Leads niedergeschlagen hat. Hier die Ergebnisse nach sechs Monaten Laufzeit:

10,230 Unique Blog Page Views in Q3
280 Twitter Follower
141 Mitglieder in ihrer LinkedIn Gruppe
155% Erhöhung der Unique Visitor

Die Aufsplittung der generierten Leads…

55% Inbound Web
23% Messen
20.5% Email
1.5% Seminare

Durch Marketing beeinflußte Pipeline…

75% Inbound Web
17% Email
4% Seminare
4% Messen

Spot On!
Die Zahlen wirken sehr überzeugend und zeigen die Möglichkeiten, die dem Social Web bei der Lead Generierung beigemessen werden können. Man darf bei der gesamten Euphorie ein paar Dinge nicht vergessen: Die saubere Trennung der Lead-Ursprünge dürfte noch schwierig nachzuvollziehen sein. Und es stellt sich immer die Frage, wieviele der generierten Kontakte man als bestehende Kunden hatte oder ein Salesteam als “Datenbank-Leichen” über Jahre mit sich herumschleppt. Dennoch kann man die Aktivierung solcher Kontakte mittels Social Media als einen fast noch größeren Erfolg im Vergleich zu kostspieligen Outbound-Aktionen werten. Natürlich wäre es wichtig zu wissen, welchen Aufwand an Personal und Budgets man hinter die Anstrengungen gepackt hat im Vergleich zu traditionellen Marketing-Strategien zur Lead Generierung.

PS: Da habe ich Kyle Flaherty (Marketingleiter von BreakingPoint) mal drauf angesprochen. Hier ist seine Antwort

Webstrategie 2010 – Gedanken zum Jahreswechsel

webstrategieDie Frage wurde mir in 2009 ein paar Mal gestellt und ich hab mich entschlossen, jetzt doch ein paar Worte zu schreiben. Der Jahreswechsel steht an, alle schreiben ihre Vorhersagungen für 2010 – selbst der Hausmeister schreibt mir mit Jahresgrüßen, worauf wir uns 2010 bei der Mülltrennung einstellen dürfen. Vorhersagungen gibt es bei The Strategy Web keine – es kommt eh alles anders als wir denken.

Die Frage meiner Kunden lautet:
“Worauf sollen wir denn im nächsten bei unserer Webstrategie achten?”
Ein Punkt vorweg: Die Internet-Marketing-Strategie ist nicht ihre Webstrategie – Webstrategie ist Businessstrategie!

Hier also meine Gedanken, die sie als Basis für ihre Webstrategie anstellen können, um mit ihrer Internet-Marketing Strategie erfolgreicher zu sein.

Die Webseite
Für viele Unternehmen ist die Webseite die zentrale Schaltstelle, an der sich Mitarbeiter orientieren, Partner Kooperationsmöglichkeiten evaluieren und mit der Kunden mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Gerade im Zuge der Social Web Bewegung übersehen Business-Entscheider ihre Bedeutung. Man will überall sein, betreibt das (noch) Herzstück nur noch halbherzig und verliert hier potentielle Leads und zählbare Umsätze. Um eine optimierte Nutzbarkeit und “Zugangsperfektion” zu gewährleisten, sollten sie intern bei den Mitarbeiter und extern über einen Drittanbieter eine Usability-Studie durchführen (lassen).
Lassen sie Mitarbeiter und potentielle Kunden rund 8-10 Fragen zum Look-and-Fell, Navigation und Usability beantworten. Und scheuen sie sich nicht, dies online wie offline (audio/video) zu machen. Der Vergleichstest zwischen alter Webseite und der nach einem Relaunch (A/B Test) sollte einen klaren Upside bei den Business KPI’s und dem Online ROI hervorbringen. Und das nicht nur kurzfristig…

Das/Die Blog/s
Wenn sie noch nicht bloggen, sollten sie damit anfangen. Die Benefits sind vielfältig: Community-Building, Assoziation mit Themen rund um ihr Business, Positionierung einer Vorreiterschaft, Offene Echtzeit-Kundenkommunikation und… SEO-Effizienz. Die Chance von organischer Suche zu profitieren, ist mit einem Blog höher als mit einer klassischen Webseite, aufgrund inhaltlicher Genauigkeit, relevanter Aktualität und der interaktiven Dialogs. Prämisse: Der Blogaufwand muß auch der organischen Suche gerecht werden.

SEM/SEO
Wer im eigenen “Webhaus” sitzt, sucht dort seltenst. Haben sie schonmal nach ihren Keywörter durch externe Personen suchen lassen? Oder Kunden ihre SEM/SEO Taktiken nachvollziehen lassen? Oft ist es angenehm und kostengünstig, die Aufgabe selbst zu übernehmen. Ob man dabei aber neuen Input oder Ideen zu neuen Ansätzen bekommt? Der externe Einblick offeriert die Sinnhaftigkeitsüberprüfung ihrer Vorgehensweise – die so richtig wie falsch sein kann. Einen Test ist es definitiv wert, oder?

Email-Marketing
Fast alle Unternehmen haben ihre Prozesse und vergessen dabei den Kunden, der das Unternehmen “beim Wort nimmt”. Das fängt an beim ordentlichen Umgang mit Mailing-Datenbanken, ansprechenden Überschriften, inhaltlicher Aussage, etc. Oft wird dem Tag oder der Uhrzeit der Aussendung wenig Aufmerksamkeit geschenkt – ein bitterer Fehler. Manchmal kann eine Kampagne an einem Tag schlechter ausfallen als am anderen, obwohl das Mailing und die Liste identisch ist. Kurze Zusammenfassungen am Anfang sind hilfreich und teasern erfolgreiche Inhalte vergangener Kampagnen.

Social Media
Social Networks wie Facebook, Twitter, XING oder LinkedIn sind derzeit sehr populär. Auch ihre Kunden sind dort und investieren viel Zeit darin. Sei es, weil man sich als Fan oder Follower einer Marke, eines Produktes oder eines Services bekennt und zu erkennen gibt, oder weil man auf ein Schäppchen hofft, oder kollaborieren will mit dem Hersteller, oder nach besserem Kundenservice sucht. ‘Lernen und Empfehlen’ sind die Treiber des Social Web, ein großes Plus für wache Unternehmen und Marken. Hören sie hin, ob und wo ihre Kunden sind, sprechen sie an und ja: Sie dürfen noch Fehler machen… Nobody is perfect. Aber hören sie auf, Monologe zu führen (gerade im Social Web).

Social PR
PR Releases gehören zwar noch dazu – effizienter ist Social PR. Platzieren Sie ihre Pressemitteilungen bei populären Blogs oder bei im Page Rank hochwertigen sowie generell stark verlinkten Seiten. Eine noch viel zu wenig genutzte Taktik, vor allem im Produkt Marketing. Wie wenig Firmen nutzen die Chance, einfach mal ein Produkt oder Gadget zu platzieren (Backlinks!). Es bringt Traffic und zieht Medien Anfragen nach sich, um sich als Vordenker oder Experte zu plazieren. Etwaige Effekte zugunsten der Auffindbarkeit ihres Businesses, der Produkte und Services bei Suchergebnissen mal ganz außen vor gelassen. Vergessen sie nicht, daß die Echtzeit-Suche kommt – nutzen sie dies als Wettbewerbsvorsprung…

Display Werbung
Die gute alte Banner- oder Text-Ad Kampagne hat noch lange nicht ausgedient – aber sie gehört in ihrer Anspruchsdenke bei Marketiers reformiert. Wer eine Branding-Kampagne startet, darf keine Leads erwarten. Und eine Lead-Kampagne braucht ein Call-To-Action mit Benefit für den Kunden. “Hier klicken für mehr Infos…” ist zu wenig. Dazu braucht der User keine Aufforderung. Dazu sollte das Creative bereits anregen. Und noch etwas: Banner- und Search-Marketing ergänzen sich; ersetzen können sie sich gegenseitig nicht.

Online Kunden-Service
Angefangen bei Kampagnen Landing Pages über die klassische Kontaktseite bis hin zum Twitter-Account: Was im Echtzeit-Web zählt ist die Reaktionszeit. Zwischenzeitliche Tests, die ich mit Kollegen und Freunden ab und zu durchführe, zeigen hier unfassbare Ergebnisse. Manche Großunternehmen haben offensichtlich keine CRM-Policy (oder leben diese nicht), oder sie ignorieren ihre Kunden im Gedanken an die Massen(umsätze). Aber mit dem Social Web kann sich diese Welt schnell verändern. Auch hier hilft A/B Testing hervorragend und ist zwingend von Nöten. Nur so bleibt die CRM Strategie aktuell und sie haben auch zukünftig ihr Ohr am Kunden. Denn am Schluß bestimmt der Kunde, ob er mit ihrem Online Angebot umgehen will, oder nicht.

Web-Analyse
Viele Marketiers tracken ihre Webergebnisse und machen auch ihre Analysen, manche werden sogar Benchmarks haben. Diese Benchmarks dürften sich 2010 verschieben, da sich die Intensität und Länge der Aufmerksamkeit zugunsten des Brands und der Produkte neuen Einflüssen aus dem Social Web weichen dürften. Wo man früher den Click und dem Visit die Hoheit gönnte, rückt auf einmal die soziale Koversion in den Vordergrund, die soziale Aktivität der Kunden. Und die kann sich in Gesprächen, Ratings, Reviews oder Kommentaren zeigen. Metriken werden sich verädern und Benchmarks werden überdacht werden. Und so werden Dollars aus reaktivem Sales entstehen – eine vollkommen neue Form des Kundendialogs.

Webstrategie ist eine Herausforderung, die 2010 aufgrund der spannenden und schnellen Entwicklung des Web weiterhin faszinierend sein wird. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei ihren Bemühungen und der Weiterentwicklung ihrer Businessstrategie.

Social Media Strategie? – Studie der 100 größten Werbemarken…

Eine aktuelle Studie der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Agentur Construktiv besagt, daß inzwischen 60% der größten Marken in Deutschland auf Social-Media-Seiten aktiv sind. Untersucht wurde der Einsatz von Facebook, Twitter, YouTube und Blogs bei den 100 Brands mit den “größten Werbegeldern”. Die konkludierenden Aussagen der Studienmacher wirken allerdings etwas oberflächlich.

Interessant sind dabei zwei Ergebnisse der Executive Summary…

Social Media 100 Top1. Welches Social Netzwerk und wie die Firmen dieses nutzen?
- 25% beschränken sich auf den Einsatz von einer Social Media-Plattform, ein Drittel der Marken nutzt zwei oder drei.
- 39% der befragten deutschen Unternehmen nutzten Twitter, 37% YouTube und 28% Faceboo, 12% setzen auf Corporate Blogs
- 5% nutzen alle untersuchten Social Media Plattformen: Sparkasse, RWE, Süddeutsche Zeitung, Hornbach und Vodafone

2. Wie werten die Studienmacher die Ergebnisse?
Etwas unverständlich und ungestützt wirkt die Aussage: “Eine umfassende Social Media-Strategie ist
noch die Ausnahme: Nur 5% bedienen zugleich Facebook, Twitter, YouTube und Corporate Blogs.”

Das lasse ich jetzt mal wirken auf meine Leser…

Wer besagt denn, daß eine umfassende Social-Media-Strategie die Klaviatur aller dieser vier Medien umfaßt? Macht es wirklich für alle Unternehmen Sinn hier überall präsent zu sein? Oder gibt es vielleicht auch Ausnahmen und sind deshalb die Banken, chemische Industrie und Lebensmittelhersteller noch etwas zurückhaltender (nicht mehr als 50% sind hier aktiv)? Und was ist mit XING oder LinkedIn? Oder mit Sevenload? StudiVZ oder MySpace? Oder mit den Bookmarking-Diensten? Die gehören also nicht zu einer Social Media Strategie? Oder doch…?

Auch die nachfolgende Aussage ist würdig, überdenkt zu werden. “So lässt sich (…) erkennen, dass die Top-5 Marken „Der Spiegel“, „Süddeutsche Zeitung“, „Hornbach“, „FOCUS“ und „Vodafone“ allein 54,3 Prozent aller Videos, Tweets, Artikel oder Nachrichten produzieren”. Das sind allein drei Medien-Marken, die auf Clicks zur Vermarktung ihres Contents setzen. Hier zählt noch der Gedanke an Reichweite und Quantität. Die Frage ist, ob hier Zielgruppen-Affinität und inhaltliche Qualität die Folge ist. Eine Frage, die sich auch alle Firmen stellen sollten, die auf Social Media setzen wollen. Und es ist ein Mobiltelefon-Provider, der sich schon ganz ordentlich in der Social Media Welt ins Gespräch gebracht hat. Ob positiv oder nicht, können andere beurteilen…

Spot On!
Wenn man am Schluß als letzten Punkt schreibt: “Generell gilt: Je aktiver Social Media betrieben wird, desto stärker ist die Resonanz der Internetnutzer”, klingt das sehr… generell. Gilt das nicht auch für gute Online-PR, gutes Webmarketing, aktive Salesarbeit und ordentlichen Kundendienst. Letztendlich ist doch die Frage, ob und wie der Social Media Einsatz in eine unternehmenseigene schlüssige Webstrategie und noch weitergehend in die Businessstrategie integriert wird. Ob die Kommunikation der internen Kultur entspricht und administrativ im Back-End aufgefangen werden kann, ob sie extern authentisch wirkt, ob sie nachhaltig aufrecht erhalten werden kann sowie einen zukunftsträchtigen Einsatz innnerhalb einer Kommunikationsstrategie findet. Hier bietet die Studie leider wenig Anhaltspunkte hinsichtlich eines strategischen Ansatzes…

Social Media-Strategie? Nur jedes dritte Unternehmen hat eine…

Social Media HRDie Personalarbeit von Unternehmen profitiert von ihr. Sind doch Millionen Arbeitnehmer und Studenten im sogenannten Social Web aktiv. Doch genutzt wird sie von den Wenigsten, wie eine Studie jetzt zeigt. Die Rede ist von der Social Media Strategie.

Eine neue Studie “Social Media und Personalarbeit” des Beratungsunternehmens IFOK hat mehr als 800 Personalverantwortliche aus deutschen Unternehmen aller Branchen und Größenklassen zur Bedeutung sozialer Medien im Bereich Human Ressources (HR) und deren Nutzung im eigenen Unternehmen befragt. Das Ergebnis ist ernüchternd, könnte aber auch schlimmer sein.

Der Mehrheit deutscher Personalentscheider ist klar, dass das Social Web (inkl. Social Networks und Web 2.0-Tools) für die Personalarbeit von wichtiger Bedeutung ist. Dennoch mangelt es in den meisten Unternehmen an einer Strategie, welche Tools und Taktiken für welchen Zweck zu nutzten sind.

60% der Personalentscheider messen Social Media bei der Personalarbeit eine große strategische Bedeutung bei. Doch zwei von drei befragten Unternehmen haben keine geregelte Zuständigkeit für den Themenbereich. Nur 30% haben eine unternehmensweite Social Media-Strategie. Social Media Guidelines gibt es bei nur 15% der Unternehmen. Auch bei der Fortbildung ist der Stellenwert sozialer Medien schwach: Gerade mal 7% bieten Schulungen zum Thema Social Media an.

Auch Personal sind eher sporadisch im Social Web unterwegs. 80% haben zwar im Zusammenhang mit ihrer Personalarbeit etablierte Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn besucht. Zur Recherche nach potenziellen Mitarbeitern nutzen 60% Web 2.0 Plattformen. Facebook ist hingegen dort noch nicht wirklich angekommen. Nur jeder dritte Personaler war bereits im Rahmen seiner Personalarbeit hier aktiv.

Twitter erhält noch wneiger Aufmerksamkeit, denn nur jeder Zehnte hat den Micro-Blogging Dienst schon genutzt. Die Studie macht klar: Dies kann eklatante Folgen haben:

“Nehmen Personaler die Kurznachrichten-Plattformen nicht einmal wahr, können sie kaum die entsprechenden Risiken und Chancen bewerten, um gemeinsam mit anderen Fachbereichen effektive Strategien zu entwickeln”, warnen die Autoren.

Auch sich dem Arbeitgeber (Employer Branding) große Möglichkeiten zum Fachkräftegewinn bieten und Stellensuchende hier schwer aktiv sind, wird diesem Umstand von den Personalern offensichtlich noch nicht wirklich Rechnung getragen.
- 3,8% beobachten systematisch, was über sie auf Web 2.0-Portalen geschrieben
- 28,6% macht dies hingegen nur gelegentlich oder selten (27,8%)
- 33,8% verzichten ganz auf ein Social Media Monitoring

Einträge auf Arbeitgeber-Bewertungsplattformen hat noch nicht mal jeder vierte Personaler zur Kenntnis genommen. “Damit vergeben erstaunlich viele Unternehmen eine der größten Chancen, die digitale Gespräche bieten: Erfahren, was und wie über das Unternehmen kommuniziert wird”, so die Studie.

Spot On!
Die Unternehmen wissen um die Benefits des Social Web, mit Social PR Eigenwerbung zu betreiben. Und die Chancen des Social Web für den HR-Bereich werden ebenfalls gesehen.

Chance_HR

Dennoch ist es oft nicht so einfach die Kultur einer offenen Unternehmenskommunkation einzuführen oder zu etablieren. Wer die Produktivität der Mitarbeiter geregelt fördern will, sollte sich eine klare Social Media Strategie und Guidelines zugrunde legen, bevor er die Mitarbeiter zu produktiven ‘Social Webern’ macht. Denn dann stellt sich auch nachhaltig der Erfolg ein, daß die „Talentpipeline“ ordentlich und mit wahrem Personal-Potential gefüllt wird.

Studie: B2B-Entscheider nutzen Web 2.0 für Investitionsentscheidungen

BusinessWas im Consumer-Bereich kein Geheimnis mehr, bestätigt sich jetzt auch im B2B-Bereich: Im Prozess der Investitionsentscheidungen nutzen deutsche Manager vermehrt das Web 2.0 – und suchen erstmal im Internet nach aussagekräftigen Fakten.

85% haben einen späteren Dienstleister im Internet gefunden. Was früher ein großes Plus der Print-Fachzeitschriften und Fach-Messen war, verlagert sich immer mehr in die Onlinewelt. Suchmaschinen, Herstellerseiten, Anbieterverzeichnisse, Online-Fachportale und -Netzwerke laufen den klassischen Fachzeitschriften immer mehr den Rang der Business-Entscheidungshilfen ab.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie (mittels Telefonumfrage) von Virtual Identity unter 750 Geschäftsführern oder verantwortlichen Managern aus mittelgroßen Unternehmen (Minimum: 50+ Mitarbeiter und Investitionsvolumen von einer Millionen EUR).

B2B Nutzung Web

Sie bringt diese Veränderungen im Businessverhalten jetzt mit Zahlen zum Ausdruck. Weiterhin entscheidend bleibt aber auch die Meinung von Kollegen und Fachexperten, die nach der Vorauswahl eines Dienstleisters größere Bedeutung erhalten.

B2B Entscheidung Final

Wer denkt, Business-Entscheider nutzen die sozialen Netzwerke nicht regelmäßig, der irrt sich. Hier die Essentials der Studie…

- B2B Entscheider verbringen zwei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit im Web
- 40% der B2B Entscheider nutzen regelmäßig Internet-Foren für berufliche Zwecke
- 28% der Entscheider nutzen regelmäßig aktiv den Dialog in Internetforen für den Austausch mit Fachexperten.
- Nicht verwunderlich ist, daß XING mit 30% der Befragten eine der beliebtesten Plattformen für den Businesstalk geworden ist.

Spot On!
Die Studie macht aber noch eins klar. Zugangsbeschränkungen zu Social Media für Mitarbeiter wird dem Unternehmenserfolg nicht gerade zuträglich sein. Die Nutzung dieser modernen Online-Medien wird bei B2B Entscheidern immer beliebter.

B2B Social Media Nutzung

Das Engagegment der Mitarbeiter am bzw. im Social Web bietet Unternehmen die Option, Wettbewerbsvorteile schneller zu erkennen und bei der Auswahl der Produkte oder Dienstleister vom Wissen und der Urteilskraft Gleichgesinnter zu profitieren. Insofern kann man Business-Entscheider nur ermutigen, ihren Mitarbeitern den Vorteil der Nutzung des Web 2.0 immer wieder vor Augen zu führen.

Zum Twitter Impulsreferat auf den Medientagen

twitterview-2Bloggen liefert wertvolle Impulse. Das Kommentieren darauf ist ein ebenso wertvolles Gut – aber nur, wenn man es erkennt. Und manchmal wird es länger als man dachte, das Kommentieren.

Dann kommt es eben doch vor, daß letztendlich daraus ein Blog Post entsteht. Und manchmal sind die Leute einer Meinung mit dem Blogger, dann kommt neuerdings dank Twitter ein RT statt eines positiven Blog Kommentars dabei raus. Was sehr schade ist…

Heute morgen habe ich mir mit Begeisterung den Twitter-Impulsvortrag auf den Medientagen von Rainer Meyer (Don Alphonso) durchgelesen. Ich finde es eine interessante Analyse und wollte also kommentieren.

Nur manchmal kommt dann inhaltlich etwas heraus, was einem seit langem auf der Zunge liegt und diverse Medien- und PR-Leute vielleicht mal erreichen sollte. Deshalb habe bei Don Alphonso kommentiert und schnell einen Post daraus gemacht – ganz im Sinne meines sozial vernetzten Hirns.

Hier also der angedachte Kommentar…

Der Hype um Twitter ist wahrlich erstaunlich. Verständlich ist er nicht. Facebook, LinkedIn und XING haben auch Status Updates. Und dort betreibt man grundsätzlich intensivere unlimitierte Kommunikation, übersichtlichere Dialoge und persönlichere Gespräche. Nachvollziehbar ist der Rummel um Twitter dennoch, irgendwie… Für manche sogar in einem Wort begründbar. Und eine aktuelle Studie von CrowdScience liefert interessante aufklärende Zahlen zum Twitter-Phänomen.

Bei dem Hype um Twitter frage ich mich eins. Ist es der Wunsch des Einzelnen, der Erste zu sein, der Trendsetter zu bleiben, der Medienexperte 2.0 zu werden, welcher Gehör findet? Und als solcher wahrgenommen zu werden und sich zu positionieren. Mit weniger Aufwand als die Medien, aber eben ganz so, wie es die Medien früher machten.

‘Gehör finden…’. Entsprechend vermutlich auch die permanenten Reden diverser PR-Berater vom ‘Zuhören’. Zuhören ist aber keine Social Media Disziplin, sondern gehört zum Leben. In der Wirtschaft ist dies schon lange eine große Kunst, die langsam mal auch von Unternehmen erkannt werden sollte. Vermutlich haben manche Social Media Berater von David Bohm noch nichts gehört. Hier entsprechend nochmal ein Link zum Nachlesen

Der Einzelne und die Unternehmen sollten Twitter auch als das verstehen, was es ist: EIN Social Network von vielen. Pflege deine Follower, sprich mit ihnen wie mit Freunden und lerne aus dem Dialog mit ihm und unter ihnen. Klingt das irrelevant für dich oder dein Business, dann ist Twitter das auch für dich. Aber wie wir alle wissen, macht eine Schwalbe noch keinen Sommer. Darüber sollten Firmen nachdenken, wenn sie sich mit Twitter und Social Media beschäftigen.

Twitter ist ein Social Network. Twitter ist keine Linkschleuder, kein Traffic-Aggregator, kein Kunden Generator und keine Marketing-Wunderwaffe, wie es fälschlicherweise derzeit sehr oft dargestellt wird. Es ist eine weitere Chance Kurzkommunikation zu betreiben, die man von der SMS-Technologie kennt. Und mit dem Handy textet man auch nicht willenlos an das gesamte Adressbuch: “Ich popel mir gerade in der Nase…”.

Twitter ist eine Chance moderne Kommunikation zu erkennen, zu finden, zu nutzen und zu lernen… für das Leben (oder das Business).

Und ich lerne gerne. Zum Beispiel von Euren Meinungen zu Twitter…

Studie: Arbeitgeber wollen Arbeitnehmer nicht auf Facebook und Twitter sehen

social-networks-sepia1In einem Jahr, in dem von Social Media Governance seit Jahresbeginn gesprochen wird, erscheint das nachfolgende Studienergebnis unglaublich. Aber offensichtlich haben diverse Arbeitgeber noch nicht in die neuste Datenbank für Social Media Governance geschaut – ein Wiki mit zahlreichen Varianten diverser Unternehmen und Organisationen.

Zurück zur Studie… Eigentlich muß man sich vor einem RT dieses Posts gut überlegen, ob und wann man diesen ‘tweeted’ – oder ob man davon nicht lieber absieht. Zumindest sollte man sich der Social Media Policies im Klaren sein.

Robert Half International hat eine aktuelle Studie herausgegeben und folgendes herausgefunden…

54% von 1.400 Chief Information Officer (CIO’s) verbieten die Nutzung von Social Networking Seiten während der Arbeitszeit. Und das gilt nicht nur bei Twitter und Facebook – nein auch für LinkedIn, was ja bekanntermassen ein Business-Netzwerk ist. Und für manche schon ein Roll-Ex bzw. ein Adressbuch ersetzt.

Immerhin kam auch heraus, daß dann doch 20% der befragten Unternehmen die Nutzung von Social Networking Seiten zu Businesszwecken erlauben. Persönliche Tweets sind in 16% der befragten Unternehmen genehmigt.

Für die Studie wurden nur Unternehmen mit 100 Mitarbietern und mehr per Telefon befragt. Robert Half gibt basierend auf der Studie folgende Tips zum Schutz der Online Reputation.

# Know what’s allowed. Make sure you understand and adhere to your company’s social networking policy.

# Use caution. Be familiar with each site’s privacy settings to ensure personal details or photos you post can be viewed only by people you choose.

# Keep it professional. Use social networking sites while at work to make connections with others in your field or follow industry news — not to catch up with family or friends.

# Stay positive. Avoid complaining about your manager and coworkers. Once you’ve hit submit or send, you can’t always take back your words — and there’s a chance they could be read by the very people you’re criticizing.

# Polish your image. Tweet or blog about a topic related to your profession. You’ll build a reputation as a subject matter expert, which could help you advance in your career.

# Monitor yourself. Even if your employer has a liberal policy about social networking, limit the time you spend checking your Facebook page or reading other people’s tweets to avoid a productivity drain.

Spot On!
Angesichts der Studienergebnisse und der Wünsche der Arbeitgeber kann man doch froh sein, wenn die beiden Business Netzwerke LinkedIn und XING sich zusammenschließen. Bei nur einem Business-Netzwerk geht weniger Zeit bei der Nutzung von Social Networks verloren. Oder liegen die Ängste der Arbeitgeber wo anders?

Panel: Social Media & Effective Ways to Advertise

dmexco-sepiaThis week is one of the highlights in the online industry. Online industry? Well, let’s say online marketing industry… – It’s the week of the newly launched dmexco – digital marketing exposition and conference.

So, more or less all digital marketers and agencies, portal owners, online experts, media/pr consultants and interactive sales are traveling to Cologne to get the latest buzz and trends on digital marketing and sales philosophy.

In the last weeks, there has been a lot of talk about changes in the monetization of social networks like Facebook, MySpace, or Twitter – and the options for marketers to spend their budgets effectively within social networks. With the rise of social media the tables in the online marketing industry are turning and budgets will be relocated towards social media marketing.

It is no surprise that the dmexco will also be focusing on this topic – and I am feeling honored to be the host of the panel called…

“Social Media: Show me the money – effective ways to advertise”
Congress Hall – Thursday, 24th of September 2009

The panel will be having an introduction speech by Blake Chandlee, vice president and commercial director EMEA for Facebook, on the impact of social media on both consumers and advertisers – as well as both the challenges and opportunities this presents.

The panelists will be….
Joel Berger – Managing Director GSA & Northern Europe, Fox Interactive Media Germany, MySpace Germany
Alison Fennah – Executive Director, European Interactive Advertising Association (EIAA)
Tony Douglas – Innovation Manager, BMW
Tim Meier – Brand Manager, Bacardi
Felix Holzapfel – Managing Partner, conceptbakery Germany

And the challenge for the host…?
The host has to get two sides of the coin engaged in the discussion with the same intensity: the platform owners and the brand marketers. Both are depending on the success of online advertising within social media and social networks – and in some mails all panelist were very excited about the panel.

For the platform owners the main questions will be…
- What is the future of advertising space?
- Traffic, Electricity, IT for millions of users: Who is going to pay the bill…?
- From “freemium” to “premium”: Is it better to let the user pay for the service?
- Old school and new business: Will marketers monetize social media like they did it in the past with traditional media?

For the marketers the main questions will be…
- Old school and new business: Is the amount of time in telling and selling mode shifting to listening?
- Is advertising in the social media world still advertising the way we learned it?
- Concerning social media marketing budgets, are we facing a trial and error era?
- Where and how shall marketers spend digital budgets and what are successful ‘advertising’ models?
- Do companies have to realign their web-strategy before they start advertising in social media?
- Agencies and the advertising industry vs. Social Media – a cultural clash or a creative challenge?

So, there is a lot of topics to discuss. And if you have some more input, you can send us your questions during the panel to moderator@dmexco.de. Or just send me an email or comment on this blog…

Looking forward to your ideas and questions…

Best feature of social networks? The Pick-a-boo effect…

pick-a-booDon’t we love to play this game with kids because we know how happy it makes them… Pick-a-boo. But as adults using social networks: What is it that makes us happy? Some weeks ago, I asked some friends of mine who in turn asked friends of theirs as well as their colleagues: What is the main benefitial feature of social networks? The most frequent answer that came up was the ‘Who has been on your profile lately’ feature which goes along the lines of ‘The Pick-a-boo’ effect.

Now, what does that mean ‘The Pick-a-boo’ effect’? Well, people register in social networks in order to get in contact or connected with peers, (old) friends or humans that are (or might be) interested in them or/and their work. The tricky point is that there are people in the world of social networks we don’t want to contact any longer, in the future or in general. Nevertheless, we still love to take a peek as we wonder if they are still interested in us, what they are up to and what impact is driving their lives. It’s kind of human vanity and curiosity thing. We want to compare ourselves with them, want to check out how ’sexy’ our online (and offline) reputation is – not only in terms of business life. We want to play Pick-a-boo. We are there and everybody in social networks knows that, but we are not visible all the time. And, we would love not to be visible for everybody when we are looking at people’s profiles who appear not to be relevant for our life. But we’ll pop-up from time to time to stay ‘up to date’.

So, we make us accessible and available in social networks for those who are also users of these networks. As we don’t know the size of the target group of people who is interested in us, we want to find out about it. By this we are making the ‘ego-community’ transparent for ourselves. And most of us ’social medians’ are eager and would love to know that, wouldn’t we? Some networks have acknowledged this desire of being famous and our nasty habit of being vain. And they satisfy our need and desire for that with great application features supporting this pick a boo effect: status updates, birthday calender or ‘contacts of your contacts’.

No matter if you are a sales person, a recruiter or a consultant. We all want to know how a person looks like after making a call, or attending a meeting or a conference. And we all want to know more about them, either because it facilitates a second conversation or because we would like to recruit someone or sell something. The more we know, the easier the effort. Playing Pick-a-boo has become standard.

The active Pick-a-boo
Let’s identify the active pick a boo effect in social networks. We try to find the person or/and go to a profile page, x-ray the contact or find out details on his mentality, personality or hobbies. So, we take a quick look at the profile and then we are off again. Sometimes, we might be going there for a second or a third time before getting in touch with that person. And the funny thing is: We know that the other person knows that we have been visiting their profile page. Is it because we want them to do the first step. Or we ‘pick-a-boo’ just to let them know, someone is interested.

The passive Pick-a-boo
The passive benefit of the pick a boo effect lies in the feature ‘Who has been to your profile’ application or widget. Although a paid service feature on some social networks (XING and LinkedIn), it is probably the most viewed or reloaded feature of active social ‘medians’, those users who have access to it. Why is this ‘pick a boo’ application so attractive for us? We can…
… receive transparency on the ego-community
… monitor the quantity and quality of visitors to our profiles
… identify our ‘personal branding target group’
… evaluate our job market options
… see how often Google is used for ‘Recruit-Googling’
… see who ‘delivers’ good contacts to us
and finally the best of all parts: Via the passive pick a boo effect, we can contact people and definitely have a starting point for a business and/or private conversation.

Spot On!
Seeing all these benefits of the Pick-a-boo application ‘Who has seen to your profile lately’, it surprises me that the biggest network of all, Facebook, still doesn’t have this application feature. Or will it be coming with the announcement of becoming a paid service platform? We will see…

Curious to hear your view and experience on the Pick-a-boo effect in social networks?

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