Über die Vermarktung von Tweets und Onlinewerbung

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Nun hat also kress (Haymarket Media GmbH) öffentlich bekannt gegeben, daß man Tweets in seinem Twitter-Stream ab sofort vermarkte. Die Mail erreichte mich heute früh und ich hab dann das Ganze mal über einen Tweet promotet. Nein, natürlich nicht! Schließlich hab ich es absichtlich ‚entfremdet‘ und mit der Frage nach der Zukunft von Social Media und Werbung versehen. Verstanden hat es dennoch jeder….

kressMein Tweet hat mich aber indirekt zu einem Promoter der kress-Aktion gemacht. Der Buzz geht zugunsten der neuen kress Vermarktung. Und die Promotion der Vermarktung des turi2-Streams geschieht mit diesem Post – und das alles ‚for free‘. Ja, so läuft das Social Web…

Erst Ende April diesen Jahres wurde von turi2 bekannt gegeben, daß man bei beim eigenen Twitter-Stream mit der Vermarktung von Tweets begonnen hat. Nun zieht also kress nach. Aber nicht einfach so… – nein!

kress startet gleich in den Mitbewerb – mit Vollgas. Was sich bei jeder Vermarktung im Web immer wieder abzeichnet, führt sich auch hier fort. Man unterbietet erstmal sofort die Konkurrenz.

Die Tendenz in der Vermarktung der klassischen Print-Verlage zeigt nach unten… auch im Web. kress, ein Traditionstitel der Marketingbranche, vermarktet günstiger als die modernen Medienblogger des Peter Turi.

Ist das ein positiver Trend für die Bloggosphäre? Oder irre ich da? Nicht umsonst habe ich die Umfrage derzeit live zum Thema ‚Monetarisierung und Blogs‚. Die Bloggosphäre sucht nach Antworten auf die Frage der Vermarktung. Traditionelle Medienhäuser offensichtlich auch.

Unverständniss macht sich bei mir breit, wenn ich sehe, daß turi2 5.000 Follower hat und kress sogar über 7.900 Follower. Warum hat kress bei gleichem Inhalt (110 Zeichen und Link pro Tweet) dann den Preis von 200,- EUR und nicht 250,- EUR (oder mehr) pro Tweet gewählt? Man wäre trotzdem günstiger in den Markt der Twitter-Stream Vermarktung gestartet.

Aufgrund der hohen Followerzahl wäre der CPF (Cost-per-Follower) bei kress bei Anpassung an den turi2-Preis mit 3,1 Cents immernoch niedriger als die 5 Cents des turi2-Streams. Jetzt ist er halt „potenziert“ niedriger: 2,5 Cents.

(Die Zahlen sind bewußt der Einfachheit halber gerundet…)

Spot On!
Auch wenn es Centbeträge sind. Es geht hier um die grundsätzliche Haltung, wie mit dem Thema Monetarisierung und Webvermarktung umgegangen wird. Und die läßt in meinen Augen zu wünschen übrig. Vielleicht habe ich das Prinzip der Vermarktung nicht verstanden und sollte mir das nochmals zu Gemüte führen. Aber irgendwie ist mir die Situation auch klar. Wir bewegen uns im Web…

Günstig, günstiger, free! Willkommen in der Webvermarktung…

Wollen wir wirklich, daß das alles so weitergeht mit der Webvermarktung?

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Kommentare

5 Kommentare zu "Über die Vermarktung von Tweets und Onlinewerbung"

  1. Peter Schwierz am 30.09.2009 22:10 

    Ob nun 3 oder 5 Cent – es ist doch vor allem toll, dass die Kollegen das Thema weiter voran bringen!

  2. Martin Meyer-Gossner am 30.09.2009 22:45 

    Kann man diese Vermarktung als „voran bringen“ bezeichnen, so wundert mich in der heutigen Zeit der Webvermarktung nichts mehr. Eines steht auf jeden Fall fest: Der Abstand zwischen Redaktion und Sales in der Medienwelt wird stetig geringer. Man könnte fast sagen, daß das Social Web Grenzen öffnet.

  3. Frank Wenz am 01.10.2009 15:15 

    „Es gibt nichts gutes ausser man tut es.“ (W. Busch) In diesem Sinne denke ich auch, daß die beiden Versuche, Schritte in die richtige Richtung sind und Kress wie turi2 weiterbringen.

    Interessant wären natürlich für alle Beobachter dieses neuen Phänomens a. die CTRs zu verschiedenen Themen sowie b. die Reaktion der Follower. Vielleicht erfahren wir dazu ja einmal mehr.

  4. Martin Meyer-Gossner am 01.10.2009 23:31 

    Richtig! Und turi2 sowie kress wird es weiterbringen. Zumindest wünsche ich Ihnen das. Dennoch ist fraglich, ob es die Webvermarktung an sich weiterbringt – im Sinne einer hochwertigen Monetarisierung.

    Und: Zu a.) Fragen wir doch einfach mal turi2 via Twitter… b.) zumiondest im Stream sieht man keine Beschwerden, was aber nichts heißen muss.

  5. News Update – Best of the Day am 06.01.2010 00:41 

    […] publishers in the marketing arena were the first to monetize their Twitter timeline (cpm = 30-40 cents in B2B!!!). Now, it seems to become a common trend amongst news companies and […]

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