Webstrategie 2009 – Budgetierung und Social Media

Pin It

Das Jahr hat zwar schon begonnen, aber dennoch sind viele Firmen derzeit erst in der Budgetierungsphase ihrer Webaktivitäten. Und das mit der Budgetierung ist für Unternehmen in diesem Jahr eine größere Herausforderung denn je. Dank technischer Herausforderungen (Hosting, SEO, Analytics, etc.), veränderter Medienaufnahme und -nutzung (Social Media und Internet Marketing), Monitoring (Recht), Attraktivität des Webauftritts (Design) und nicht zuletzt der Finanzkrise (Effizienzbetrachtungen der Webaktivitäten intern und extern) wollen die Budgets für die Webstrategie gut verteilt und eingesetzt sein.

Derzeit schreibt Andy Brutkuhl, Chief Web Guru von 48Web, eine interessante Serie zum Thema ‚Budgeting 2009 Web-Strategy‘, die er bereits 2008 aufgesetzt hat. Bisher wurden für 2009 die Punkte Hosting, Analytics, SEM/SEO sowie Social Media behandelt. Als weitere Themen stehen noch Internet Marketing &Advertising, Legal, Production und Intranet auf dem Plan, die sicherlich nicht minder interessant sein dürften.

An dieser Stelle wollen wir beispielhaft auf die Aussagen von Brutkuhl zum Thema ‚Social Media‘ eingehen und diese kommentieren.

Social Media

„The biggest part of a social media budget (…) is time. It takes time to build community – and community is one of the most powerful facets of an effective web strategy. There are three steps to using social media as a marketing tool – listen, join the conversation, and engage discussions.“ Andy Brutkuhl

Social Media ist zwar zumeist kostenfrei, aber dennoch zeit- und ressourcenaufwendig. Das kostet zwar vordergründig wiederum Man Power, zahlt sich aber langfristig in Effizienzsteigerung und besserem ROI aus. Dementsprechend benötigt man die richtige Vorgehensweise im Bezug auf Tools, Taktiken und Trends.

Zuhören
Registrieren muss man sich schon selbst, Zuhören in Social Networks ist mittels Monitoring größtenteils automatisierbar. Anfangs sind erstmal Tools hilfreich wie Google Blog Search, Trackur or FiltrBox oder die Twitter-Suche. Für fortgeschrittene Unternehmen gilt es sich aus einer Liste von Monitoring- und Reputationstools die effizientesten für das eigene Unternehmen zu wählen. Mit nur Zuhören ist aber noch kein Unternehmen in der Social Media Welt erfolgreich gewesen (auch wenn es schonmal gut ist, den gebrandeten Account aus rechtlicher und zukünftiger Sicht zu blocken).

Teilnehmen
Die Schwierigkeit beim Teilnehmen ist, daß Unternehmen nicht eine ausgewählte Person hierfür benötigen, sondern in der Regel -je nach Unternehmensgröße- einen ganzen Stab an Personen, die untereinander via Intranet (oder Micro-Blogging, Instant Messanger oder Wiki) verknüpft sind. Je nach Themenbereich sollte sich die entsprechende Person mit der von der Unternehmensführung bewilligten Themen-Verantwortung in die Konversation einschalten und sich dieser annehmen. Nicht empfehlenswert ist, die (potentiellen) Kunden mit Unternehmensbotschaften wie PR- oder Marketing Meldungen in den Social Networks zu bombadieren. Auch von zu agressiven Brand-Massnahmen via Social Media Plattformen sollte man Abstand nehmen (siehe Burger King und Facebook Beispiel).

Engagieren
Auf Communities zu setzen, ist von Vorteil – egal ob die eigene des Unternehmens gebaut wird oder man eine Gruppe im Social Netzwerk führt oder moderiert. Unternehmen, die es wie Brian Solis halten (Engage or die!), verlassen sich nicht darauf, dass der komplexe und manchmal verrückte ‚Trend‘ Social Media irgendwann verschwindet. Sie suchen die Diskussion in Netzwerken und in Communities, den Austausch mit ihren Kunden und setzen bewußt auf Twitter oder Facebook. Wenn man sich ansieht wie unterschiedlich führende Kaffeefirmen mit Micro-Blogging umgehen, dann kann man nur raten, Starbucks oder Dunkin Donuts als Vorbilder im Umgang mit dem ‚Ad-hoc Online-Kundengespräch‘ zu wählen.

Spot on!
Social Media bietet zahlreiche Vorteile in Zeiten schwieriger Budgetierungsphasen und zahlt sich für Unternehmen definitiv aus. Dennoch ist die zeitliche Komponente als Faktor bei der Budgetierung nicht außer Acht zu lassen. Denn wer sich hinsichtlich der Trends auf dem Laufenden sein will, kann dies zwar günstig via Blogs, Micro-Blogging, Web-TV oder RSS-Feeds tun. Dennoch sollte man für die Bereichsverantwortlichen die finanziellen Rahmenbedingungen schaffen, sich auf Konferenzen und Workshops weiterzubilden, der Dienste persönlicher Web Manager zu bedienen. Nur so wird man es zeitlich schaffen, wertvolle gleichgesinnte Kontakte zu erhalten und Wissen mit im Markt gleich ausgerichteten Unternehmen auszutauschen. Insofern sollte die Budgetierung Social Media als Kennzahl mit einem vernünftigen und angemessenen Budget bedenken.

Related Posts

Kommentare

2 Kommentare zu "Webstrategie 2009 – Budgetierung und Social Media"

  1. Andy Brudtkuhl am 19.01.2009 19:10 

    Thanks for sharing!

  2. Michael Hafner am 23.01.2009 16:44 

    Der Arbeitsaufwand kann nicht genug betont werden. Wichtig sind aber auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten: Social Media sind, wie Medien generell, nicht NUR Saleschannels oder NUR Werbeplätze oder NUR PR-Tools – sie haben gestalterischen Einfluss auf unser Leben, auf die Art und Weise, wie wir Dinge wahrnehmen.

Schreiben Sie Ihren Kommentar...
(Ein Foto neben dem Kommentar erhalten Sie bei Gravatar.com)