Wie mit Twitter monetarisiert wird…

twitter-monetarisierungDarf man seinen Twitter Stream mit Werbetweets monetarisieren? Sich Follower kaufen? Falls nein, wieso eigentlich nicht? Falls ja, welche Möglichkeiten bietet der Social Media Markt derzeit? Fragen, die mich in den letzten Wochen beschäftigt haben.

Während die ersten Fragen ethische oder moralische Standpunkte erwarten lassen, ist die Monetarisierungsfrage eine pragmatische. Man schaue sich einfach an, wie derzeit über oder mit Twitter Geld von Hand zu Hand wechselt.

Eine Übersicht derzeitiger Business-Modelle, wie mit Twitter Geld verdient wird…

Be a magpie
Magpie bietet Werbekunden die Option, Kampagnen zu erstellen und findet die einflussreichsten Magpie Twitterati für die Kampagne. Die Basis liefert eine Auswahl von Keywords. Die Kampagnenmodell kann eine Anzeigen Botschaft oder Anzeigen Keyword Kampagne sein bis hin zu Cost-per-… Click, Follower, Lead oder View sein. Die Twitterati monetarisieren somit ihre Gefolgschaft. Magpie -zumindest sagt man das- ‘identifiziert’ die Anzeigen einer Kampagne mit dem, worüber man generell tweetet und spielt die relevante Werbetweets ein.

BeTweeted
Das Ad Network BeTweeted ermöglicht Werbekunden die Netzwerke der Twitterati zu adressieren. Das Monetarisierungsmodell erfolgt auf CPC (cost-per-click) Basis. Der Anbieter behält 25% der Einnahmen für sich.

FeaturedUsers
FeaturedUsers ist ein Twitter Applikationen Ad Network. Werbekunden kaufen Banner, die wiederum auf ‘Recommended User’ Bereichen der Twitter Applikationen laufen, welche zum FeaturedUser Netzwerk gehören. Der Dienst fokussiert Entwickler von Twitter Applikationen und ist weniger für Werbekunden geeignet.

Million Dollar Follow
Was die Million Dollar Page nicht alles bewirkt… Als Netzwerk ermöglicht Million Dollar Follow dem Twitterati mehr Follower zu verdienen. Man investiert ab 1 US Dollar, kauft eine Anzeige, kommt in einen Lostopf, in dem man neue Follower gewinnen kann. Der Clou: Von dem Moment an, wo man sich als Werbekunde registriert, wird man bei 150 Accounts (z.B. Werbekunden) eingecshrieben und das System wählt nach Verkauf der 1 Millionen Werbeplätze dem Zufallsprinzip einen Werbekunden, der eine Millionen Follower erhält.

PaymeTweets
Paymetweet ist eine einfaches ‘Pay per RT’-System: Man loggt sich mit seinem Twitter Account ein und folgt @paymetweets. Sieht man einen Tweet auf der @paymetweets Account-Seite, der zu dem was man selbst tweetet paßt, klickt man den rtee.me Link am Ende des Tweets. Nur eingeloggt, kann man den gesamten Tweet sehen, wie dieser sich bei Twitter darstellt. Der RT beginnt mit PRT (für Paid Retweet), gefolgt vom @User, von der Person oder Marke, die den Tweet gesponsert hat. Man kann bis zu 18 US Dollar pro Tweet bekommen, heißt es auf der Seite (…aber nur, wenn man die Gefolgschaft von GuyKawasaki oder Chris Brogan hat – ließt man in Tweets).

Twittad
Das Ad Network Twittad funktioniert nach dem Targeting-Prinzip. Twitterati können ihr Profil monetarisieren, in dem sie dem Ad Network demografische, geografische, örtliche und themenspezifische Daten liefern. Wer sich dort registriert, bekommt ein “Dollarwert”, der aus einer speziellen Rechnung nach Followern und anderen Parametern erstellt wird. Werbekunden bieten ähnlich dem Google-Adwords System für eine Platzierung auf der Profilseite des Twitterati. Via API werden vom twitterati akzeptierte Anzeigen auf den Profilstream hochgeladen.

Twivert
Mit Twivert können Werbekunden Werbe-Botschaften erstellen und zeitlich festlegen, wann die Ads erscheinen sollen. Die Micro-Blogger registrieren sich für die Anzeigen und veröffentlichen die Paid Tweets gegen Bezahlung.

uSocial
Inzwischen gibt es aber auch Dienstleister wie die australische Social Media Marketing Agentur uSocial, die wie bereits vor Wochen beschrieben Twitter Follower zum Kauf anbieten. 10.000 Follower gibt es dort schon ab unter 400 US Dollar.

Spot On!
Die einen bieten die Erweiterung der Follower-Base. Die anderen wiederum ermöglichen Werbungtreibenden den Zugang zu neuen Zielgruppen innerhalb der Twittersphäre. Grundsätzlich stellt man sich jedoch die Frage, warum eigentlich nicht Twitter selbst mit einem Monetarisierungsmodell aufwartet, welches die stark wachsende Gemeinde der Twitterati auch in bares Geld für das Team um Twitter Gründer Evan Williams ( hier im Interview) werden läßt. Mehr als Ankündigungen findet man nicht.

Bis das Monetarisierungsmodell von Twitter kommt, machen sich manche lustig über Twitter, finden Shortcomings oder diskutieren Monetarisierungs-Ideen und die Folgen für das Folgen … von Twitterstreams.

Und was sagt Ihr zu Werbung auf dem Twitterstream oder das Kaufen von Followern?

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Kommentare

2 Kommentare zu "Wie mit Twitter monetarisiert wird…"

  1. Twitter gezwitscher | online-targeting.com am 23.08.2009 12:14 

    [...] zu sichten. Wer merh dazu lesen möchte, der ist bei Marting Meyer-Gossner und seinem Blog TheStrategyWeb gut aufgehoben. Der verlinkte Artikel gibt einen sehr schönen Überblick über verschiedene [...]

  2. Studie: Twitterer sind Werbung nicht abgeneigt am 28.09.2009 08:55 

    [...] Wie seht Ihr das? Wollt Ihr Werbung auf Twitter? Und wenn ja, wie soll die aussehen. So manches Twitter Werbe-Modell gibt es ja [...]

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