Zum Twitter Impulsreferat auf den Medientagen

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twitterview-2Bloggen liefert wertvolle Impulse. Das Kommentieren darauf ist ein ebenso wertvolles Gut – aber nur, wenn man es erkennt. Und manchmal wird es länger als man dachte, das Kommentieren.

Dann kommt es eben doch vor, daß letztendlich daraus ein Blog Post entsteht. Und manchmal sind die Leute einer Meinung mit dem Blogger, dann kommt neuerdings dank Twitter ein RT statt eines positiven Blog Kommentars dabei raus. Was sehr schade ist…

Heute morgen habe ich mir mit Begeisterung den Twitter-Impulsvortrag auf den Medientagen von Rainer Meyer (Don Alphonso) durchgelesen. Ich finde es eine interessante Analyse und wollte also kommentieren.

Nur manchmal kommt dann inhaltlich etwas heraus, was einem seit langem auf der Zunge liegt und diverse Medien- und PR-Leute vielleicht mal erreichen sollte. Deshalb habe bei Don Alphonso kommentiert und schnell einen Post daraus gemacht – ganz im Sinne meines sozial vernetzten Hirns.

Hier also der angedachte Kommentar…

Der Hype um Twitter ist wahrlich erstaunlich. Verständlich ist er nicht. Facebook, LinkedIn und XING haben auch Status Updates. Und dort betreibt man grundsätzlich intensivere unlimitierte Kommunikation, übersichtlichere Dialoge und persönlichere Gespräche. Nachvollziehbar ist der Rummel um Twitter dennoch, irgendwie… Für manche sogar in einem Wort begründbar. Und eine aktuelle Studie von CrowdScience liefert interessante aufklärende Zahlen zum Twitter-Phänomen.

Bei dem Hype um Twitter frage ich mich eins. Ist es der Wunsch des Einzelnen, der Erste zu sein, der Trendsetter zu bleiben, der Medienexperte 2.0 zu werden, welcher Gehör findet? Und als solcher wahrgenommen zu werden und sich zu positionieren. Mit weniger Aufwand als die Medien, aber eben ganz so, wie es die Medien früher machten.

‚Gehör finden…‘. Entsprechend vermutlich auch die permanenten Reden diverser PR-Berater vom ‚Zuhören‘. Zuhören ist aber keine Social Media Disziplin, sondern gehört zum Leben. In der Wirtschaft ist dies schon lange eine große Kunst, die langsam mal auch von Unternehmen erkannt werden sollte. Vermutlich haben manche Social Media Berater von David Bohm noch nichts gehört. Hier entsprechend nochmal ein Link zum Nachlesen

Der Einzelne und die Unternehmen sollten Twitter auch als das verstehen, was es ist: EIN Social Network von vielen. Pflege deine Follower, sprich mit ihnen wie mit Freunden und lerne aus dem Dialog mit ihm und unter ihnen. Klingt das irrelevant für dich oder dein Business, dann ist Twitter das auch für dich. Aber wie wir alle wissen, macht eine Schwalbe noch keinen Sommer. Darüber sollten Firmen nachdenken, wenn sie sich mit Twitter und Social Media beschäftigen.

Twitter ist ein Social Network. Twitter ist keine Linkschleuder, kein Traffic-Aggregator, kein Kunden Generator und keine Marketing-Wunderwaffe, wie es fälschlicherweise derzeit sehr oft dargestellt wird. Es ist eine weitere Chance Kurzkommunikation zu betreiben, die man von der SMS-Technologie kennt. Und mit dem Handy textet man auch nicht willenlos an das gesamte Adressbuch: „Ich popel mir gerade in der Nase…“.

Twitter ist eine Chance moderne Kommunikation zu erkennen, zu finden, zu nutzen und zu lernen… für das Leben (oder das Business).

Und ich lerne gerne. Zum Beispiel von Euren Meinungen zu Twitter…

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