Der Zwang und Drang nach Information

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Das Credo meiner digitalen Kreativität beherrscht immer der Grundsatz „Online ist nur ein Katalysator für die Offline Welt!“.

Nachdem ich nun Frank Schirrmachers Buch Payback überdacht habe, will ich eine Frage aufwerfen, die sich mir schon nach der Lektüre von Miriam Meckels Buch Das Glück der Unerreichbarkeit: Wege aus der Kommunikationsfalle aufgedrängt hat.

Ist es ein Zwang oder ein Drang nach Informationen, welcher uns so an die Faszination für die modernen und sozialen Medien fesselt?

Als Anregung sollen zwei Zitate Schirrmachers aus seinem Buch die Diskussion anregen…

In einem Einkaufszentrum können wir immerhin den Laden verlassen, in der digitalen Welt merken wir gar nicht, daß wir ihn betreten haben. Wir sind online, selbst wenn wir es nicht sind. Denn wir denken permanent an die Informationen, die uns entgangen sind oder die auf uns warten können.

Und weiter sagt der Autor…

„Früher haben wir uns unsere Informationen gesucht, heute suchen die Informationen uns.“

Dem stelle ich mal meine Version zur Frage gegenüber…

Die Faszination für die digitale Welt, die wir und in der wir leben, ist der gewollte Drangs nach Information. Es ist kein Zwang. Es ist kein Müssen. Es ist ein können wollen, oder wollen können. Es ist ein Bedürfnis nach Wissen. Keine Fessel, sondern ein Dürfen. Die Menschheit hat die Wahl.

Die Frage ist, ob Schirrmachers These nach menschlicher Differenzierung vom Computer durch Kreativität dafür nun ein ganzes Buch benötigt, oder ein gutes Blog es auch getan hätte. Die Frage stelle ich mir inzwischen bei so manchen Buch. Ein Blog mit diversen Posts, welches ähnliche Weisheiten gefördert hätte, hätte dieselbe Wirkung. Oder mehr? Gerade bei der heutigen Informationsflut, ist gezielte Pointiertheit und Präzision der Menschen Gnade…

Zudem… Wer spricht in dem Buch? Ein Opfer der Printindustrie, der sich dem neuen Drang nach Informationen nicht erwehren kann, nicht entziehen kann. Nicht damit klar kommt, daß die Masse an Medienproduktion nicht mehr zu bewältigen ist? Projeziert der Autor dies zu sehr auf die Allgemeinheit? Ist nicht das Schöne an den sozialen Medien die Kreativität, die fließen kann? Oder ist das dann wieder ein Zwang…?

Was als negativer Zwang geschrieben, kann auch als positiver Drang nach Informationen interpretiert werden. Es würde mich Eure Meinung interessieren. Ist es ein Zwang oder Drang nach Informationen, der Euch antreibt im Social Web mitzumachen?

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