Web 2.0 und Unternehmensführung: Diskussion zum Status 2010

15.01.2010 von  
Kategorie Web Strategy

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webstrategieFür die Süddeutsche Zeitung 1,90 EUR zu investieren, ist heutzutage für so manchen Blogger ungewöhnlich. Für mich war es das gestern nicht. Stand da doch einiges über Web 2.0 Strategien und die aktuelle Zukunft des Web zu lesen: vom Streit zwischen Google und China, über die Safttante sowie diversen mit ihrem Unternehmensblog zusammengebrachten Hintergründen und taktischen Anregungen zu Erfahrungen für Unternehmen.

Die Zukunftsvisionen für Unternehmen wurden mal wieder von Don Tapscott, Web-Berater und Autor der Bücher Wikinomics und Grow up digital, in einem Interview zum Ausdruck gebracht. Erst kürzlich hatte er den Titel seines neuen Buches „Rebuilding the world“ über sein Blog gesucht, sprich: Kollaboration mit seiner Community hat ihm bei der Titelfindung geholfen.

Das Interview möchte ich als Ansporn zur Diskussion Web 2.0 in der Unternehmensführung nehmen. Tapscott regt Unternehmen an, die Web 2.0 Grundprinzipien offene Diskussion, transparenteres Innovationsmanagement und zukunftsfähige Kollaboration verstärkt einzusetzen und zu fördern. Schließlich könne man mit deratigen Netzwerkmodellen „sein Geschäft ausbauen“.

Auf die Frage ‚Warum macht es dann nicht jeder?‘ entgegnet Tapscott:

„Weil eingefahrene Gewohnheiten schwer zu ändern sind. Vor 30 Jahren sagten Kritiker, Manager werden nie internetfähige Computer nutzen – weil sie nicht selbst tippen werden. Können Sie sich das vorstellen? Der gesamte Wechsel zur Internetgesellschaft wurde mit diesem einen Argument in Frage gestellt. Und genauso ist es heute. Eine Web2.0-Kultur würde die Machtverhältnisse in Firmen von grundauf verändern. Daran haben viele Unternehmensführer überhaupt kein Interesse.“

Moment!? Ist das wirklich heute noch so? Sind Unternehmensführer wirklich so internet-resistent? Können sich Unternehmensführer das noch leisten in der Zukunft? Ändern sich Machtverhältnisse in Euren Augen? Was wird sich ändern? Wird es weiterhin 30 Jahre dauren, bis Kollaboration zwischen konkurrierenden Unternehmen stattfindet.

Es gibt so viele Social Media und Social Web Berater neben Don Tapscott (vielleicht noch nicht so bekannt wie er, ok…). Jeder trägt einen gewissenen Erfahrungsschatz aus seiner Beratung von Unternehmen zu dem Thema. Teilt ihn mit uns. Lasst uns die Diskussion führen und alle davon profitieren.

Die verdeckten Strategien des Internet-Giganten Google

07.12.2009 von  
Kategorie Web Strategy

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Google ÖkonomieEs wurden schon viele Bücher über Google veröffentlicht, aber nur wenige, die über den strategischen Tellerrand hinaus schauen. The Strategy Web hat sich mit Veit Siegenheim, Co-Autor des Buchs „Die Google-Ökonomie: Wie der Gigant das Internet beherrschen will“ unterhalten. Er hat das Buch zusammen mit Dr. Ralf Kaumanns geschrieben.

Q: Herr Siegenheim, Sie haben in ihrem Buch die Strategien und Taktiken des Konzerns umfassend analysiert. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?

Veit Siegenheim Google zeigt ein sehr breites Spektrum an Strategien, Taktiken und Vorgehensweisen, um seine Ziele zu erreichen und im Wettbewerb bestehen zu können. Grundsätzlich kann man auf drei Aspekte verweisen. Erstens: Google versucht, seine Erlösquellen zu schützen und weiter auszubauen. Schaut man auf die Finanzkennzahlen so kann man feststellen, dass die Abhängigkeit von den Umsätzen, die über die eigenen Angebote generiert wurden in den letzten Jahren von 50 Prozent auf fast 67 Prozent gestiegen ist. Dies ist erstaunlich, da dadurch die Abhängigkeit von seiner wichtigsten Erlösquelle immer weiter steigt und ganz entgegen dem Bemühenist, die Erlösquellen diversifizieren zu wollen. Google erzielte im Wesentlichen auch hieraus das Wachstum der letzten Jahre. Konsequent wurde Werbung in alle möglichen kostenlosen Dienste integriert und mit neuen Werbeformen experimentiert. Zweitens: Google versucht die Regeln des Wettbewerbs im Internet nach seinen Vorstellungen zu beeinflussen. Dies erfolgt über das Bemühen aus seiner Technologie oder aus seinen Konzepten de-facto-Standards machen zu wollen. Ein wesentliches Element spielt hier Open Source. Indem man viele Technologien und technische Konzepte als Open Source bereitstellt, hofft man, dass möglichst viele Entwickler auf den Zug aufspringen und sich dadurch ein de-facto-Standard bildet – der natürlich dann mit anderen Standards im Wettbewerb steht. Drittens: Google versucht gnadenlos sein Geschäftmodell der Werbefinanzierung überall dort durchzusetzen, wo sich der Konzern einen Vorteil im Wettbewerb und eine Akzeptanz der Nutzer verspricht. Dabei setzt man Werbung als Refinanzierung auch dort ein, wo dies vor ein paar Jahren noch nicht denkbar erschien.

Google_ÖkonomieQ: Was ist das Besondere am Vorgehen von Google im Wettbewerb im Internet?

Veit Siegenheim Google zeigt bei genauem Hinsehen auf zwei sehr unterschiedliche strategische Ansätze, sein Geschäftsmodell zu schützen und sich im Wettbewerb zu behaupten. Für alle kostenlosen Dienste und Anwendungen für die Webnutzer verfolgt Google eine klassische Produktführerschaftstrategie. Diese zeichnen sich beispielweise durch eine hohe Innovationsgeschwindigkeit aus. Immer neue Features und Funktionen werden entwickelt. Viele Produkte laufen mit kleineren und größeren Fehlern (Beta Phase) und werden mit dem Feedback der Nutzer verbessert. Flankiert wird dies durch die sehr starke Marke Google, die für Innovation und Vertrauen steht. Interessanterweise setzt Google auch nur hier auf die Karte Open Source. Im zweiten strategischen Ansatz, der Systemführerschaftsstrategie im Bereich der Werbeplattform rund um AdWords und AdSense ist von Open Source keine Spur mehr. Die Systemführerschaft, die Google bei der Werbeplattform verfolgt, ist weithin unbekannt und sehr intransparent. Dies haben wir in unserem Buch näher analysiert und beleuchtet.

Q: Ein wenig ausführlicher bitte…

Veit Siegenheim Ein strategisches „System“ ist als eine umfassende Problemlösung zu verstehen, die aus einer Reihe komplementärer Anwendungen und Möglichkeiten besteht, die sich im Sinne der Problemlösungsqualität für den Werbekunden vorteilhaft ergänzen. Ein System besteht aus Schlüsseltechnologien wie AdWords und begleitenden Leistungen wie dem Ad Manager, Analytics oder dem Ad Planner, die konstituierende Bedeutung für die gesamte Systemleistung haben. Diese Bedeutung kann beispielsweise durch ein hohes Maß an Innovation oder die integrierende Rolle innerhalb des Systems zustande kommen. Die Systemführerschaftsstrategie setzt ein Produkt mit Schlüsselproduktpotenzial voraus. Bei Google sind dies AdWords und AdSense. Durch das Schlüsselproduktpotenzial entstehen so genannte Lock-In-Effekte, das heißt, der Werbekunde ist in besonderem Maße an Google gebunden, weil bei einem Wechsel zu einem neuen Konkurrenzanbieter mehr oder minder hohe Hürden im Wege stehen und entsprechende Wechselkosten und Wechselrisiken anfielen.

Q: Inwieweit hat das Social Web die Denke von Google verändert?

Veit Siegenheim Das Selbstverständnis von Google ist geprägt und durchdrungen von der Welt der Algorithmen und dem Glauben von der universellen Messbarkeit der Dinge. Das Social Web und im besonderen Facebook verfolgt hingegen vielmehr die Vision eines persönlicheren Internets, in der unser Beziehungsgeflecht, unser Netzwerk an Freunden, Bekannten, Kollegen oder Leute mit gleichartigen Interessen unsere primären Quelle von Informationen, Kommunikation und Neuigkeiten ist – halt so wie im richtigen Leben. Dem Motto von Google die Informationen der Welt zu organisieren und verfügbar zu machen, setzt Facebook ein deutlich anderes Motto entgegen: den Menschen die Macht zu geben, sich mitzuteilen, und dadurch die Welt offener und enger verbunden zu machen. Zum Leidwesen von Google, komplett abgeschirmt für deren Suchcrawler. Der Erfolg von Seiten wie Facebook lässt an einer zentralen Stelle im Internet einen immer größer werdenden blinden Fleck für Google entstehen. Immer größere Aufmerksamkeitsströme verlagern sich in das Angebot von Facebook. Es entsteht so etwas wie ein Internet im Internet, mit sehr persönlichen Daten der Nutzer, betrieben auf den Servern von Facebook. Google hat dem nichts wirksames entgegenzusetzen. Das eigene Soziale Netzwerk Orkut ist nur in Brasilien und Indien von Bedeutung und dümpelte lange vor sich hin. Die Initiative Open Social kann als der verzweifelte Versuch gewertet werden, sich mit anderen sozialen Netzwerken gegen Facebook verbunden zu wollen und deren Wachstum zumindest zu verlangsamen.

Q: Schafft es Microsoft den von Google eingeleiteten Paradigmenwechsel aufzuhalten?

Veit Siegenheim Den eingeleiteten Paradigmenwechsel hin zu mehr webbasierten Anwendungen und weg vom PC-zentrierten Modell der Wintel-Jahre wird Microsoft wahrscheinlich nicht mehr aufhalten können. Dies kann man als eine logische Entwicklung und Konsequenz aus den steigenden Bandbreiten und immer leistungsfähigeren Netzen sowie immer besserer Technologien sehen. Informationstechnologie wird mehr und mehr zur Commodity wie Gas, Wasser und Strom. Amazon hat hier mit den Amazon Web Services eindrucksvoll gezeigt wie die Zukunft aussehen kann. Aber auch andere Unternehmen wie Salesforce.com gehen konsequent diesen interessanten Weg – zum Vorteil der Nutzer und Kunden. Hier ist Google durchaus nicht allein. Microsoft dürfte versuchen, die künftige Welt der Informationstechnologie auf seine Weise zu beeinflussen. Hier zeigen die Redmonder durchaus, dass sie in der Lage sind, die Entwicklungen aufzugreifen und mitgestalten zu wollen – Stichwort: Windows Azure oder internet-basierte Office Anwendungen. Wenn auch mit einem spürbaren Widerwillen, der aber auch verständlich ist, weil man viel zu verlieren hat. Ich gehe davon aus, dass Microsoft auch in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle in der Internetökonomie spielen wird.

Vielen Dank für Ihre Zeit Herr Siegenheim.

siegenheim_veitVeit Siegenheim ist Geschäftsführerender Gesellschafter der Siegenheim & Cie. GmbH und Executive Partner bei Accenture. Seine Arbeit fokussiert sich auf die Transformation von Medien- und Telekommunikationsunternehmen, die durch die zunehmende digitale Konvergenz notwendig wird. Veit Siegenheim ist Autor verschiedener Studien, Fachbeiträge und Fachbücher sowie Redner auf Fachkonferenzen und Gastreferent an Universitäten.

Digital Natives: Was CEO’s 2.0 und Unternehmer beachten sollten

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dnadigitalDie letzten Tage habe ich meine Abende dem Buch „DNAdigital – Wenn Anzugträger auf Kapuzenpullis treffen: Die Kunst aufeinander zuzugehen“ gewidmet. Aus drei Gründen: Der Titel spricht an, der Job erfordert die Auseinandersetzung mit der nachrückenden Manager-Generation und ihrer digitalen Arbeitsphilosophie, sowie vor allem, weil mich eine Frage beschäftigt: Woher kommt das Selbstbewußtsein der heutigen Jugend und jungen, aufstrebenden Manager – des Digital Native?

Die Antwort ist schnell gefunden: der Führungsstil der Häuptlinge verändert sich – zugunsten der sogenannten ‚Indianer‘. Er wird offen, zugänglich und baut auf Verständnis. Und warum? Weil die Mitarbeiter es fordern und die Ketten sprengen wollen, die traditionelle, autoritäre Managementstile geschaffen haben.

Auch wenn sich die CEO’s 2.0 und Unternehmer in Nadelstreifen noch schwer damit zurechtfinden, die modernen sozialen Medien wie Wikis, (Micro-)Blogs und Social Networks schaffen eine neue Dimension der Kooperation, Kollaboration und Korrelation zwischen den (Management-)Ebenen innerhalb der Unternehmen. Und wer eine Arbeitsatmosphäre mit modernen Zukunftsperspektiven in seinem Unternehmen schaffen will, kommt nicht umhin, sich mit dem Digital Native zu befassen, ja intensiv auseinanderzusetzen.

Ebenso wie die Managementstile verändern sich heute wissenschaftliche Rechercheprozesse und progressive, wirtschaftliche Arbeitseinstellungen. Aus einem Festhalten an starren ‚Top-Down‘ Führungstaktiken entsteht ein Loslassen der Führungsriege zugunsten orts- und zeitunabhängiges Flexibilität, Vertrauen schaffender Transparenz sowie hocheffizienter Vernetzung und Innovationen fördernder Interaktion bei Produktionsvorgängen.

Der Digital Native interagiert nicht nur, er/sie netzwerkt, kooperiert und visioniert – nicht nur für Geld, sondern auch für ein positiveres und offeneres Zusammenleben mit den sie Führenden. Man sollte den Digital Native mit offenen Armen empfangen, sich ab und an mit ihnen zurückziehen und sich von seinem Netzleben inspirieren lassen.

Das kann man übrigens auch immer wieder mal mit dem Buch machen: Die Kapitelstruktur (kurz und prägnant) erlaubt es, sich auch mal eben ein Kapitel bei einer Umstrukturierung oder Re-Orientierung im Unternehmen ein wiederholtes Mal als inspirierende Blaupause zu Gemüte zu führen.

Und meine Erkenntnisse… Als ich vor Monaten das Manifest der Digital Natives gelesen habe, dachte ich: OK, ich bin ein Digital Native! Nach der Definition im Buch habe ich erkannt, ich bin es nicht wirklich (11 Jahre zu spät geboren…). Und dennoch fühle ich mich wie einer. Hybris oder Jugendwahn? Egal, als Unternehmer weiß ich zumindest, wie ich dem Digital Native begegnen werde: Mit offenen Armen!

Spot On!
Das Buch hat mich aus verschiedenen Gründen begeistert. Inhaltlich kreiert es eine runde Abhandlung der modernen Spezies ‚Digital Native‘, die Vorreiter im Bereich Enterprise 2.0 in kurzen gut verständlichen Beiträgen interviewen oder ihre Visionen für notwendiges Umdenken im umgang mit Mitarbeitern darlegen lassen. Zudem läßt es den Autoren Don Tapscott und David Weinberger ihre sprachliche Authentizität, von der in der heutigen sozialen Medienkultur viel gesprochen wird. Das Buch erscheint berechtigt zweisprachig (deutsch-englisch) – entgegen aller oft gehegten Diskussionen, Medien müßen einsprachig sein. Womit es auch eine Bestätigung und Bekräftigung für mich und mein Social Media Dasein ist – was auch in englischer und deutscher Sprache lebt.

Launch Bookstore auf The Strategy Web

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bookstore-tswDie Nachricht von dem Partner E-Commerce Strategie der QStores bei Quelle liest sich fast schon wie ein lustiger Zufall für mich. Erst gestern habe ich mein Blog The Strategy Web um einen neuen Bücher Shop erweitert. Allerdings mit aStore von Amazon, nicht QStore von Quelle…

Warum ein Book Store?
In den letzten Monaten habe ich ab und an Rezensionen geschrieben zu Büchern, die mich in irgendeiner Weise fasziniert, bewegt oder nachhaltig beeinflußt haben. Diese (Business)-Bücher wurden dann in der Sidebar als Widget „Buchempfehlung“ vorgestellt. Leider verschwanden mit jedem Update einer Empfehlungen die anderen gänzlich – und grundsätzlich zu schnell.

Karl-Heinz Wenzlaff, der die Idee des Bookstores an mich herangetragen hat, meinte mal in einer Mail: „So schnell kommt man ja mit dem Lesen nicht nach, wie Sie die Buchempfehlungen wechseln“. Mag daran liegen, daß ich mir als ehemaliger Literaturwissenschaftler das schnelle Lesen beigebracht habe. Was hier jetzt aber eher kontraproduktiv war. Mit dem Bookstore kann ich das Problem elegant umgehen.

Was findet man im Bookstore?
Mein Bookstore trägt die Überschrift „Books and Recommendations“ also nicht umsonst. Zukünftig werden dort unter der Rubrik Books Angebote zu relevanter Lektüre die Blogthemen betreffend integriert. Webstrategy, Marketing, Sales und Mobile Web sowie „Unterhaltsames und Nachdenkliches“ bei Easy Listening (witzige, lustige und trotzdem nachhaltige DVDs) und Easy Strategy (moderne Startegieansätze der ‚Light-Version‘ sowie Romane).

Wie schwierig ist es, ein aStore zu erstellen?
Überhaupt nicht schwer, denn mit den Amazon aStores benötigt man keine Programmierkenntnisse. Der Aufbau von aStores ist nahezu selbsterklärend. Man kann seine Kategorien selbst definieren, Farben & Design anpassen, die Sidebar konfigurieren und die finalen Versionen per Link, iFrame oder Frameset sehr einfach für jeden Blog-, Webseiten oder Communitybetreiber integrieren.

Monetarisierung oder Service?
Wer glaubt, als Amazon-Partner kann man seine Blogaktivitäten gut monetarisieren, der muß ein anderes Blogthema als ich haben. Vermutlich ist nahezu jedes andere Blogthema der Umsatzgenerierung dienlicher. In den letzten Wochen bin ich oft gefragt worden, welche Literatur man so in den Themen des Blogs ließt, um „Up-To-Date“ zu bleiben. Der Bookstore ist ein Service für meine Leser – nicht mehr, nicht weniger.

Ich wünsche Euch viel Spaß und hoffe, dort gute Vorschläge und Empfehlungen eingebaut zu haben. Natüprlich erfährt der Bookstore regelmäßig ein Update…

Überflieger: Zur rechten Zeit am rechten Ort mit rechtem Glück

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Nach Tipping Point und Blink erscheint es nun, als ob Malcolm Gladwell über sich selbst und seine Karriere schreibt: Überflieger. Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere weniger.

Wer dieses Buch eines der hundert einflussreichsten Meinungsmacher Amerikas bis zum Ende liest, bekommt diesen Eindruck der Selbstrechtfertigung des eigenen Erfolgs auch gewissermaßen bestätigt. Denn das letzte Kapitel wirkt wie eine Familienbiografie um den Mathematikprofessors sowie seine Familie.

Malcolm Gladwell macht mit diesem Buch jedem ehrgeizigen Manager 2.0 klar, daß zum Überflieger mehr gehört als nur Können, Ausdauer, Beharrlichkeit und Disziplin. Eine weitere Tatsache ist mindestens ebenso ausschlaggebend für die Geburt eines Überfliegers: Manchmal muß man einfach zur rechten Zeit am rechten Ort sein muß, sprich: das entsprechende Quentchen Glück und Zufall braucht man eben auch.

Der Autor, hier im Interview, bleibt auch in diesem Buch seinem bewährten Erzählstil treu. Wissenschaft und Statistik sind Beiwerk. Gladwell ist ein gewiefter Geschichtenschreiber, der Einzelschicksale in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Nicht langweilige Rhetorik und Theorie der Zahlen, sondern biographische Exempel sind der Stoff eines unterhaltsamen Leseerlebnisses. Die Banalität des Glücks und des Zufalls übermäßig begünstigter Individuen wird so schnell zum Credo seiner Beweisführung.

Das einleuchtendste Beispiel erzählt die Geschichte des Überfliegers Bill Gates. Er wird als Sohn eines wohlhabenden Rechtsanwalts und einer Lehrerin in Seattle 1955 geboren. Mit 13 Jahren geht er auf eine außergewöhnlichen Privatschule – Lakeside School. Dort gibt es in diesen Jahren schon einen Computerclub, in dem der mathematisch talentierte Nerd einen 24/7-Zugang zur Computernutzung hat. Diesen lebt er Tag und Nacht für die Analyse von Rechensystemen und Programmiersprache aus.

Die zahlreichen Programierstunden sind gut investiert. Sein Engagement resultiert in selbst-entwickelten Programmen. Es entsteht „Traf-O-Data“, ein Programm zur Messung von Verkehrsströmen, womit er und sein Mitschüler Paul Allen 20.000 Dollar verdienen. Statt seine Harvardkarriere eines Jura-Studiums zu beenden, macht er sich an die Verbesserung des Kleincomputers „Altair 8800“. Das Ende vom Lied? Die Gründung des Unternehmens Microsoft (mit Paul Allen).

Keine lineare Karriere, keine klassische Startegie, kein planbares Manifest des Erfolges haben Bill Gates zu einem Überflieger gemacht. Und auch die anderen Beispiele folgen keiner systematischen Logik – weder die der kleinen fleißigen italienischen Bauern, des talentierten Eishockeynachwuchses oder eines der erfolgreichsten Anwälte oder Schneider seiner Zeit.

Es sind immer andere Faktoren, die den Begünstigten den Weg zum Überflieger ebnen. Mal ist es der Stichtag für eine spezielle Rekrutierung in der Sportwelt, mal das geographisch günstige Klima, mal auch nur der familiäre Ursprung und mal die grüne Welle, auf der man reitet.

Spot On!
Als die Welt am Sonntag das Buch als ‚Sommerlektüre für Kapitalisten‘ und mit den Worten ‚mit besserer Karrierestrategie durch die Wirtschaftskrise‘ ankündigte, mußte ich schmunzeln. Denn das Buch gibt ebenso wenig Tips für unsere heutige wirtschaftliche Zeit, wie daß man den Traum ‚Vom Tellerwäscher zum Millionär‘ mal schnell (er-)leben kann. Wer also erwartet, daß sich sein Leben radikal nach Lesen des Buches ändern lässt, der wird erkennen, daß zum Überflieger ein kluger Kopf, rationale Überlegenheit und rund 10.000 Übungsstunden nur die Basis für eine klares Taktikvorgehen ist. Eine langfristige Karrierestrategie läßt sich hieraus leider nicht ableiten. Denn die ist abhängig von der soziokultureller Prägung und historischen Gegebenheiten, die sich einzig und allein dem Zufall unterordnen müssen. Und dieser wird einem nun mal -zumindest nach der Gladwellschen Theorie- mit dem Geburtstermin in die Wiege gelegt…, oder eben nicht.

News Update – Best of the Day

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Companies still don’t know whether to ignore Twitter or being aware of a Twitterstorm might save the brand’s value. David Sarno and Alana Semuels show good cases why major brands learn they’d better respond quick – focussing on Amazon, Skittles, Domino, Coca-Cola and Hasbro.

How to explain the social web to your parents? Obviously, all of us who engage in the social web world have faced this problem. In May, I have decided to speak at the Webinale on ‚career 3.0 – split between productivity and personal branding‘ which will give some insight how successful companies might work with the social web of the future. Jeremiah Owyang did an excellent storyboard explanation on the social web and compares the industry with a ‚Social Reef‘.

„…see this space like a reef, a complex ecosystem that has so many variables and changes, each day is different.“

Still thinking on how to behave on Facebook the right way? No worries, here is the answer and a wonderful advice by YourTango and their film ‚Facebook Manners‘.

News Update – Best of the Day

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If you have a vision for some trend or future business, it makes you happy to see that people pick up similar thoughts and spread them on the web. When I had the idea of creating the personal web manager, I thought this will be ‚utopia‘. Now, Virgina Heffernan writes about the ’necessity‘ of Twitter and finalizes…

“I wish I was rich and had personal assistants.” Right on. And those assistants, presumably, could do our Twitterwork for us.

Thank you Virgina, this is just what I want to see. The New York Times blog supporting my vision… ace.

Internet Protocol TV (IP TV) is winning in recession times in the States. Sites like Hulu, iTunes, Amazon Video and TV.com are on the rise and changing the common world of the television industry. AdAge interviewed Verizon CMO John Stratton on the future of TV – and asking if IP TV is a threat for the old TV industry.

Will Internet users be paying for content in the future? Chris Poley throws in a thought that the web world will not touch – but definitely should focus on in the future.

„The economy has forced the Internet’s hand to act as a serious business, with all the responsibilities that go with success. For us as end users, it will take some getting used to, buying the milk when the cow was once free. But in these troubled times, we have little choice but to accept the inevitable. As President Obama’s chief of staff is credited with saying, „Never let a serious crisis go to waste.“

PS: This reminds me of my ‚The Social Globe‚ idea…

Twitter Ads: Thoughts on the test

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Now, there has been a lot, a lot, a lot of thoughts and talk lately on how Twitter will be making money. Finally, Twitter is experimenting with a new revenue model as Techcrunch tells us…

First, it seemed like a nice idea to promote their own service (i.e. widgets and search), which I thought is the case. This well-placed add-on feature makes it easier to work with Twitter, especially heading towards their search site, when you are not using any of the helpful Twitter apps. And there were also some good thoughts on Twitter becoming a search engine and as how this will be a driver monetizing their business. But Overture (now controlled by Yahoo), has patented placement of text ads on a search results page. So, this was probably a difficult pitch.

Now, back to what is happening, see the black box on the right hand side on ‚Widget’…

It is obviously really a ’simple‘ test for some solid revenue stream generating business, we all are familiar with via Google text ads. But can this be an appropriate test to recall on revenue models?

The two test objects, Twitter search and the above mentioned Twitter widget link, belong directly to the Twitter concept. It offers some immediate navigation benefit to the user. This is what users are after for a long time. Thus, ‚Twitterati‘ will click on the links and appreciate the easy way accessing their search service. So, the results Twitter sees with the test don’t reflect in any way potential click rates on text ads as these are dependent on results.

Isn’t there a difference if you promote some internal service or feature, or if you run a promotion from some external party or company? In my experience, in terms of text ads, and those generating results, we can definitely say, there is a huge difference on the click rates. Hence, on the conversion rate clients will find the difference as well. Editorial focus is not comparable to advertising, reaching out for awareness, right? And as clicks is the interactive currency ‚No. 1‘ for marketers and convergence their need, according to yesterdays CMO report, the test sounds like comparing apples and oranges.

Spot On!
Nevertheless, the test is worth some thought. And just imagine Amazon and Twitter are getting engaged, the business model becomes clear based on some semantic web thoughts: connecting Amazon’s product catalog by connecting tweets and related products. Someone talks about a film and gets an offer from Amazon in the text ad. Or maybe Yahoo could be the new ‚Who is buying Twitter at last‘ as they could compete in the long-tail market. In general, Google could finally face a competitor here…

News Update – Best of the Day

09.02.2009 von  
Kategorie Daily Top 3

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– Das Business-Netzwerk LinkedIn hat seinen Einstieg in den deutschen Markt offiziell verkündet. Den Angriff auf XING startete Reid erstmal mit einer PR-Tour. Oliver Voss (Wirtschaftswoche) hat mit dem Gründer von LinkedIn Reid Hoffman ein Interview geführt. Darin sagt der LinkedIn Chef, warum es zwei Jahre dauern wird, bis XING die Folgen spürt und er gibt Tipps, wie Unternehmen durch die Krise kommen. Und Dorothee Fricke (Handelsblatt) gegenüber erklärt Reid im Interview, warum er gerne Barack Obama wäre.

– Es gibt viele Studien, die einem die Zukunft weisen. Manchmal muss man aber auch einfach mal seinem Bauchgefühl vertrauen. Das funktioniert nämlich. Glauben Sie nicht? Ist aber bewiesen. Lesen Sie selbst die Meldung zu einer Studie, die das Nature Neuroscience veröffentlicht hat.

„We may actually know more than we think we know in everyday situations, too,“ said Ken Paller, professor of psychology at Northwestern University and co-researcher on the study. „Unconscious memory may come into play, for example, in recognizing the face of a perpetrator of a crime or the correct answer on a test. Or the choice from a horde of consumer products may be driven by memories that are quite alive on an unconscious level.“

– Der Tag wird kürzer, die Ablenkungen nehmen zu – ob technisches Spielzeug oder Internet- und Handykommunikation, ach ja und auf Business-Events und soziale Treffen sollte man auch nicht verzichten, usw. Wem das alles zuviel wird, schafft sich entweder seinen Personal Web Manager an oder orientiert sich an David Allens Buch Wie ich die Dinge geregelt kriege – Selbstmanagement im Alltag. Und wer sich das Buch gut einteilen will, der folgt Oliver Gassner, der das Buch in 14 Wochen als ‚Taktgeber‘ und Art Moderator gemeinsam mit seinen Lesern durchgehen will. Interessanter Ansatz zur Leserbindung…

PS: Die BILD ist übrigens Online Milliardär

Gewinnspiel

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Zum Relaunch von The Strategy Weg starten wir ein kleines Gewinnspiel. Vielen Dank an dieser Stelle an die Firmen, die diese Preise zur Verfügung gestellt haben!

Zu gewinnen gibt es…

Ein traumhaftes Designer-Handy KF510 der Firma LG Electronics.

Zwei Bücher Karrierefalle Internet von Klaus Eck aus dem Carl Hanser Verlag

Wer einen der Preise gewinnen möchte, schickt einfach eine Mail über das Kontaktformular.

1.) Häkchen in Sonstiges

2.) In ‚Meine Nachricht‘ gebt Ihr uns Eure Stimmungslage zu The Strategy Web durch:

a) The Strategy Web empfehle ich auf jeden Fall weiter.
b) The Strategy Web empfehle ich vielleicht weiter.
c) The Strategy Web empfehle ich nicht weiter.

(Natürlich sind wir auch über weiteres Feedback erfreut!)

3.) Namen und Emailadresse nicht vergessen

… und einfach abschicken!

Die Gewinner werden am 31.01.2009 bekannt gegeben. Der Rechtweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

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